Mittwoch, 2. Oktober 2013

Reaktionen von BMW auf das neunte DTM-Rennen in Zandvoort.

Augusto Farfus
Foto: Jens Hawrda
Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

„Augusto Farfus hat einmal mehr ein sensationelles Rennen gezeigt. Das war sein dritter Saisonsieg, der vierte Podestplatz in Folge und zugleich der 50. Sieg eines BMW M3 in der DTM: Diese Zahlen sprechen für sich. Gleichzeitig aber auch Glückwunsch an Mike Rockenfeller und Audi. ‚Rocky‘ hat einmal mehr ein sehr starkes Rennen gezeigt. Er ist ein absolut verdienter Champion. Über den gesamten Saisonverlauf war er unglaublich konstant und steht zu recht ganz vorne. Natürlich hätten wir im Rennen gerne noch den einen oder anderen Punkt mehr errungen. Allerdings hat uns dann der Rennverlauf am Schluss nicht mehr in die Karten gespielt. Auch wenn die Fahrerwertung nun entschieden ist, wollen wir den Fans beim Saisonabschluss in Hockenheim eine tolle Show bieten und in der Hersteller- sowie in der Teamwertung am Schluss ganz vorne stehen.“
 

Augusto Farfus ( BMW Team RBM, Platz 1):
Reifen: Option-Standard-Standard
„Das Rennen war nicht so einfach, wie es vielleicht aussah. Im ersten Stint konnte ich mich zwar erst von Mike Rockenfeller absetzen, aber dann sind meine Reifen eingebrochen. Er hat aufgeholt, und ich war in echten Schwierigkeiten. Auf den Standardreifen lag mein Auto dann besser, und ich konnte mich endgültig absetzen. Ich habe heute meinen Job so gut wie möglich erledigt. Glückwunsch an Mike Rockenfeller zum hoch verdienten Gewinn des Titels. Er hatte eine brillante Saison, vor seiner Leistung ziehe ich meinen Hut. Ich habe keinen Grund, enttäuscht zu sein, denn mein zweites Jahr in der DTM war sehr stark. Ich danke dem Team für eine super Saison.“
 
Marco Wittmann (BMW Team MTEK, Platz 5):
Reifen: Standard- Option-Standard
„Das nennt man wohl gemischte Gefühle. Der Samstag war fantastisch, ich war der schnellste Mann im Feld und bin natürlich sehr glücklich über die Poleposition. Im Rennen hat sich die Strategie, mit Standard-Reifen loszufahren, nicht ausgezahlt. Ich hätte Augusto Farfus im Titelkampf gerne besser geholfen, aber das war unter diesen Umständen nicht möglich. Aber trotzdem können wir auf unserer Performance hier in Zandvoort aufbauen. Glückwunsch an meinen Markenkollegen Augusto Farfus. Und auch an ‚Rocky‘ zum Titel.“
 
Joey Hand (BMW Team RBM, Platz 7):
Reifen: Option- Standard-Standard
„Zunächst einmal Glückwunsch an meinen Teamkollegen Augusto Farfus zum Sieg und an Mike Rockenfeller. Ich denke, mein Rennen lief nach Plan, obwohl wir vorher nicht genau einschätzen konnten, was uns erwarten würde. Wir haben gutes Racing gezeigt und den Fans eine tolle Show geboten. Zu Beginn hatten wir auf den Optionsreifen eine sehr starke Pace. Das ist definitiv der Joey-Hand-Reifen. Leider wurde die Lücke zur Spitze schon früh zu groß.“

Dienstag, 1. Oktober 2013

DTM Zandvoort - Stimmen nach dem Rennen aus dem Mercedes Lager


für Mercedes lief es in Zandvoort nicht wirklich gut
Foto: Mercedes-Motorsport
Am letzten Wochenende fand der neunte Lauf der DTM-Saison 2013 auf dem niederländischen Traditionskurs in Zandvoort statt. Mercedes-Benz Pilot Gary Paffett (EURONICS Mercedes AMG C-Coupé) beendete das vorletzte Saisonrennen auf Position neun.

Mercedes-Junior Pascal Wehrlein (DTM Mercedes AMG C-Coupé) belegte den zwölften Platz. Seine Markenkollegen Christian Vietoris (DTM Mercedes AMG C-Coupé), Robert Wickens (STIHL Mercedes AMG C-Coupé) und Daniel Juncadella (stern Mercedes AMG C-Coupé) fuhren auf den Rängen 15 bis 17 ins Ziel. Roberto Merhi (THOMAS SABO Mercedes AMG C-Coupé) schied kurz nach dem Start aus.


Stimmen zum Rennen:

Gary Paffett (32, England, EURONICS Mercedes AMG C-Coupé):

  • 9. Platz
Gary Paffett (links)
Foto: Mercedes Motorsport
„Gratulation an Mike Rockenfeller zum Gewinn des DTM-Meistertitels. Er ist eine fantastische Saison gefahren und hat den Titel verdient. Wir haben versucht, ihn zu schlagen, aber leider hat es nicht geklappt. Der neunte Platz ist ein enttäuschendes Ergebnis für mich, aber von Startposition zwölf war nicht viel mehr drin. Wir wählten eine recht aggressive Strategie mit zwei frühen Boxenstopps, weil wir wussten, dass das Überholen auf dieser Strecke ziemlich schwierig sein würde, erst recht ohne die Hilfe von DRS. Diese Taktik ging zunächst gut auf und brachte mir einige Positionsgewinne ein, aber gegen Ende meines langen Schlussstints hatte ich leider nicht mehr genügend Grip, um mich weiter zu verbessern. Mit einer besseren Startposition hätte ich an der Spitze mitkämpfen können. Für das Saisonfinale bei unserem Heimrennen in Hockenheim wünsche ich mir nun, wieder vorne dabei zu sein und die Saison mit einem Erfolgserlebnis zu beenden.“


Pascal Wehrlein (18, Deutschland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):

  • 12. Platz
Pascal Wehrlein in Zandvoort
Foto: Mercedes-Motorsport
„Am Anfang sah es noch ganz gut aus. Als ich dann hinter Edoardo Mortara festhing und einfach nicht vorbei kam, machte ich einen früheren Boxenstopp und wechselte auf die Basis-Reifen. Mit diesen konnte ich einige schnelle Rundenzeiten fahren, sodass ich nach Edoardos Boxenstopp vor ihm lag. Am Ende hatten wir jedoch so viele Runden auf diesem Satz Reifen, dass dieser ziemlich stark nachließ und ich mich die letzten 15 Runden nur noch gegen die Jungs auf den schnellen Option-Reifen hinter mir wehren musste. Irgendwann hat man aber kaum noch eine Chance.“

 
Christian Vietoris (24, Deutschland, DTM Mercedes AMG C-Coupé):

  • 15. Platz
„Ich hatte einen guten Start und konnte gleich ein paar Plätze gut machen. Danach hat uns aber die Pace gefehlt. Mit den Option-Reifen hätten wir vielleicht etwas länger fahren können. Trotzdem kamen wir schon früh in die Box. Dabei haben wir, denke ich, etwas Zeit verloren. Doch direkt nach dem Rennen ist es sehr schwierig zu sagen, woran es genau gelegen hat. Unter dem Strich hat uns aber über das gesamte Wochenende etwas gefehlt.“

 
Robert Wickens (24, Kanada, STIHL Mercedes AMG C-Coupé):

  • 16. Platz
„Das Rennen war sehr unübersichtlich. Mit all den verschiedenen Strategien, die gefahren wurden, war es schwierig zu wissen, wo man genau lag. Für mich sah es eigentlich ganz gut aus. Leider habe ich bei beiden Boxenstopps etwas Zeit verloren. Dadurch sind mehrere Autos direkt vor mir aus der Box gekommen und ich hing den Rest des Rennens im Verkehr fest. Es ist sehr schade, weil ich denke, dass durchaus Punkte möglich gewesen wären. Jetzt müssen wir sehen, was in Hockenheim passiert.“

Robert Wickens beim Boxenstopptraining in Zandvoort
Foto: Mercedes-Motorsport
 

Nachgefragt bei … Mike Rockenfeller

vorzeitig DTM-Champion 2013, Mike Rockenfeller
Foto: Audi-Motorsport
Wie viele Nachrichten und Anrufe hatten Sie auf Ihrem Handy, nachdem Sie als neuer DTM-Champion von der Siegerehrung zurückkamen?

„Weit über 100 waren es auf jeden Fall und dazu noch so viele Anrufe, die ich nicht annehmen konnte. Ich freue mich auf die ruhigen Momente, in den denen ich alles in Ruhe lesen kann. Das wird aber frühestens morgen sein.“

Haben Sie schon ein bisschen realisieren können, was heute passiert ist?
„Das wird bestimmt ein bisschen dauern, aber das ist auch in Ordnung. Direkt nach dem Rennen war ja erst einmal Party angesagt. Meine Jungs vom Team haben so eine großartige Feierlaune – auch für die freue ich mich riesig über diesen Titel.“

Wie hoch war Ihr Puls am Start?
„Der Puls war niedrig. Ich habe mich sogar ein wenig gewundert, dass ich nicht viel von Anspannung und Nervosität gespürt habe. Das hat sich dann nach ein paar Sekunden geändert, denn ich habe ja gemerkt, dass ich sehr gut losgekommen bin. Als das Team mir gesagt hat, dass mein Start untersucht wird, war ich schon unruhig. Zum Glück hat sich dann schnell alles aufgelöst – da war ich erleichtert und konnte mein Rennen fahren.“

Motorsport ist Teamwork – war dieses Wochenende ein gutes Beispiel dafür?
Schon die ganze Saison ist ein perfektes Beispiel dafür. Ich hatte immer schnelle Boxenstopps und auch in Sachen Strategie hatten wir oft ein glückliches Händchen. Das Team Phoenix stellt jetzt zum zweiten Mal in drei Jahren den Meister – die können wirklich stolz auf sich sein. Heute im entscheidenden Rennen hat mir dann Timo (Scheider) viel geholfen. Er hätte eigentlich den zweiten Platz verdient gehabt. Ich danke allen für ihre Unterstützung in dieser Saison.“

Sie haben 2010 Le Mans und Daytona gewonnen, jetzt den DTM-Titel. Können Sie diese Erfolge einordnen?
„Verschiedene Siege und Titel sind nicht zu vergleichen. Erfolge bei Klassikern sind natürlich etwas ganz Besonderes. Was die Qualität der Gegner und die Technik angeht, gibt es kein höheres Niveau als in der DTM – deshalb macht es mich besonders stolz, den Titel in diesem hart umkämpften Jahr geholt zu haben.“



Montag, 30. September 2013

DTM Zandvoort - Augusto Farfus holt 50. DTM-Sieg für BMW


Augusto Farfus hat in seinem Castrol EDGE BMW M3 DTM den zweiten DTM-Sieg hintereinander gefeiert. Der BMW Team RBM Pilot triumphierte beim vorletzten Rennen des Jahres in Zandvoort  souverän und errang seinen dritten Saisonsieg. Vom zweiten Platz gestartet übernahm der 30-Jährige gleich zu Beginn die Führung von BMW Team MTEK Fahrer Marco Wittmann, der zum ersten Mal in seiner DTM-Karriere von der Poleposition ins Rennen gegangen war. Farfus gab die Führung nicht mehr ab und sah schließlich als Sieger die Zielflagge. Trotz des erneut starken Auftritts in Zandvoort hat Farfus vor dem letzten Rennen der Saison in Hockenheim keine Chance mehr auf den Gewinn des Fahrertitels. Jubeln konnte Audi-Pilot Mike Rockenfeller, der nun dank seines zweiten Platzes nicht mehr von der Spitze zu verdrängen ist.
sicherte in Zandvoort den 50. DTM Sieg für BMW - Augusto Farfus
Foto: BMW-Motorsport
Dritter in Zandvoort wurde Rockenfellers Markenkollege Timo Scheider, der erstmals in dieser Saison auf das Podium klettern durfte. Bester Fahrer eines DTM Mercedes AMG C-Coupè war Gary Paffett als Neunter. Das vorletzte Rennwochenende verfolgten 41.000 Fans.
 
Eine beeindruckende Aufholjagd zeigte der Schwede Mattias Ekström (Audi). Der zweimalige DTM-Champion war von Position elf gestartet und wurde am Ende Vierter. Dahinter kam Marco Wittmann (BMW) ins Ziel, der sich am Vortag die erste Pole-Position seiner Karriere in der populärsten internationalen Tourenwagenserie erkämpft hatte.
 
Für den BMW M3 war es ein Jubiläumssieg: Zum insgesamt 50. Mal bescherte der erfolgreichste Tourenwagen der Welt einem BMW Piloten den Triumph in der DTM. Den Anfang hatte Harald Grohs  in Hockenheim am 29. März 1987 gemacht. Gleich beim ersten Auftritt des neuen BMW M3 fuhr der Deutsche als Sieger über die Ziellinie, der spätere Champion Eric van de Poele sorgte als Zweiter für einen Doppelsieg. Es folgten Erfolge in Serie, erreicht von Fahrern wie Steve Soper, Fabien Giroix, Johnny Cecotto, Joachim Winkelhock, Christian Danner und Roberto Ravaglia, der 1989 den zweiten Fahrertitel für den BMW M3 errang. Nach dem DTM-Comeback von BMW in der Saison 2012 ließen die BMW Piloten bis heute neun weitere Triumphe mit dem BMW M3 DTM folgen.
 
Rennergebnis Zandvoort (Top-Five):
 
1. Augusto Farfus BMW,
2. Mike Rockenfeller Audi,
3. Timo Scheider Audi,
4. Mattias Ekström Audi,
5. Marco Wittmann BMW.

GT-Masters Finale Hockenheim - Alessi/Keilwitz mit Corvette Champions


Masters. In einem atemberaubenden Finale am Wochenende in Hockenheim vor 21.200 Zuschauern  reichte Alessi/Keilwitz auf Corvette Rang sechs zum Titelgewinn. Ihre engsten Verfolger um den Titel, Maximilian Buhk und Maximilian Götz (Polarweiss Racing) schieden im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 nach einem technischen Defekt aus. „Endlich haben wir geschafft“, jubelte Keilwitz, der nach der Zieldurchfahrt seinen Gefühlen freien Lauf ließ. Der Sieg im letzten Saisonrennen ging an Frank Kechele und Dominik Schwager, (Lambda Performance) im Ford GT, die nach ihrem Erfolg am Samstag zu einem lupenreinen Doppelsieg fuhren. Die beiden Audi R8 von Christopher Mies und Christer Jöns Markus Winkelhock (beide Prosperia C. Abt Racing) komplettierten das Podium und sicherten damit den Titel in der Teamwertung für Prosperia C. Abt Racing.
ADAC-GT-Masters Champions Alessi/Keilwitz Corvette
Foto: ADAC-Motorsport
Das Finale des ADAC GT Masters startete für die neuen Champions Alessi/Keilwitz dramatisch. Nach dem Start wurde Keilwitz in der Spitzkehre von Simon Knap (DB Motorsport) im BMW Z4 umgedreht und fiel bis an das Ende des Feldes zurück. Keilwitz startete eine Aufholjagd und kämpfte sich vom letzten Platz wieder bis in die Top-Zehn. Die Vorentscheidung im Titelkampf schien zugunsten von Götz/Buhk gefallen, denn Buhk lag hinter der von der Pole gestarteten Corvette von Jeroen Bleekemolen (Callaway Competition) auf Rang zwei. In Runde 14 nahm der Titelkampf abermals eine unerwartete Wende, als Buhk seinen Mercedes- Benz nach einem Motorschaden am Streckenrand abstellen musste. Von dem Moment an mussten Keilwitz und Alessi ihre Corvette nur noch sicher ins Ziel bringen. Alessi ging in der zweiten Rennhälfte kein Risiko ein und fuhr unter den Augen von Dr. Thomas Sedran, President und Managing Director von Chevrolet und Cadillac Europe, mit Platz sechs zum Titel.
verdient Meister 2013 Diego Alessi/Daniel Keilwitz
Foto: ADAC-Motorsport
 „Nach dem Dreher in der ersten Kurve hatte ich für einen Moment schon aufgegeben“, beschreibt Keilwitz seine Gefühle auf dem Weg zum Titel. „Ich wollte aber nicht glauben, dass wir den Titel auf so eine Weise verlieren und habe angegriffen. Mein Speed war gut und die anderen Fahrer waren auch alle sehr fair und haben mich bei der Aufholjagd nicht blockiert. Es wurde auch Zeit, dass wir den Titel holen. Es hätte einfach nicht sein dürfen, dass wir den Titel schon wieder im letzten Rennen verlieren.“
Alessi rang nach der Zieldurchfahrt um Worte. „Ich bin absolut sprachlos und kann noch überhaupt nicht fassen, was heute passiert ist. In meiner Rennfahrerkarriere habe ich schon sehr viel erlebt. Daher habe ich auch nach dem Dreher von Daniel in der ersten Runde resigniert und dachte, dass es auch in diesem Jahr nicht klappt. Doch dann hat der Motorsport-Gott offenbar nochmals seine Meinung geändert. Nachdem Daniel eine starke Aufholjagd hingelegt hat, habe ich wieder Hoffnung geschöpft. Nach dem Pech des Mercedes-Benz konnten wir dann etwas Tempo rausnehmen.“