Sonntag, 20. Mai 2018

DTM: Pole für Rookie Eng (BMW)

Rookie Eng holt Pole vor Wehrlein und Paffett
Foto: dtm.com
Phillip Eng (BMW) holt nach seinem sensationellen dritten Platz im Rennen am gestrigen Sonnabend im Qualifying zum Sonntagsrennen die Pole. Zweitschnellster am heutigen Sonntag war Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein vor seinem Teamkollegen Gary Paffett. Viertschnellster war BMW-Pilot Marco Wittmann vor Mike Rockenfeller auf dem fünften Startplatz. Der Sieger von gestern Edoardo Mortara geht von Startplatz 6 ins Rennen.

Insgesamt platziert Mercedes im heutigen Qualifying fünf Fahrzeuge in den Top-Ten und BMW 4, nur Mike Rockenfeller gelingt auf Startplatz 5 einen Audi in die Top-Ten zu stellen.„Ich bin sehr zufrieden. Das war absolut das Limit. Platz fünf ist das Maximum, was wir erreichen konnten. Das ist besser als erwartet. Wir versuchen vieles, manchmal gelingt es. In Hockenheim waren wir am Samstag nicht gut und am Sonntag etwas besser. Ich hoffe, dass wir das heute hier im Rennen auch so hinbekommen“, sagte „Rocky“

DTM: Nico Müller (Audi) mit Bestzeit im dritten Freien Training

Nico Müller, Castrol EDGE Audi RS 5 DTM  (Audi Sport Team Abt Sportsline)
Foto: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Nach dem Startcrash von Jamie Green und Nico Müller beim Samstagsrennen auf dem Lausitzring erloschen in den Boxen des Audi Sport Team Abt Sportsline und dem Audi Sport Team Rosberg die Lichter später als geplant. Fieberhaft wurde gearbeitet, um die havarierten Boliden wieder flott zu machen. Die Arbeit der Audi-Mechaniker hat sich gelohnt.

Im dritten Freien Training am Sonntagmorgen fuhr Nico Müller die Bestzeit, vor seinem Unfallkontrahenten vom Vortag Jamie Green dahinter. Die drittschnellste Rundenzeit fuhr Lucas Auer (Mercedes).


„Großer Dank an meine Mechaniker“, sagte Müller. „Die haben eine Topjob gemacht. Das Auto fühlt sich gut an und ich hoffe, dass wir im Qualifying heute etwas näher dran sind als gestern.“ Der Sieger des Vortags, Edoardo Mortara, belegte Position sieben. „Es ist nur ein Freies Training. Aber das war heute sehr wichtig, da die Bedingungen im Gegensatz zum Vortag anders sind, die Temperaturen sind höher“, sagte der Italiener. Bester BMW-Pilot war Timo Glock als Achter. „Die Balance ist ungefähr wie gestern“, sagte er. „Jetzt müssen wir schauen, wie wir das im Qualifying umsetzen können.“

Das zweite Qualifying startet am Lausitzring um 11.25 Uhr, Rennstart zum zweiten Rennen ist 13.30 Uhr.

Rast unverletzt, aber mit Startverbot fürs Sonntagsrennen

Renè Rast überschlägt sich
Foto: dtm.com
Jamie Green war sprachlos. Schockiert legte er die Hand auf den Mund. Auf dem Monitor in einer Box verfolgte der Audi-Pilot den fürchterlichen Unfall von René Rast am Samstag in Runde sechs des DTM-Rennens auf dem Lausitzring. Nachdem das Auto von Markenkollege Loïc Duval den roten Audi des Champions berührt hatte, rutschte der Wagen mit der Nummer 33 auf die Wiese, stellte sich quer, verkantete sich in der Wiese, wurde ausgehoben, landete auf dem Dach und überschlug sich. Die Zuschauer am Lausitzring hielten den Atem an. Doch entgegen aller Befürchtungen ging der Horror-Crash glimpflich aus.
Der Audi von Renè Rast ist ein Totalschaden
Foto; dtm.com
Das Auto war ein Totalschaden, aber Rast gab sofort Entwarnung und winkte. Aufatmen allerseits. Nach wenigen Momenten kletterte er aus seinem demolierten Fahrzeug. Das ganze Dach und die Frontscheibe waren zerstört. Mit dreckverschmiertem Gesicht gab er wenig später das erste Interview in der Boxengasse. „Ich sehe zwar etwas mitgenommen aus. Aber es geht mir überraschend gut. Ich habe keine Schmerzen. Wie man sieht, ist das Auto sehr sicher. Ich bin happy, dass ich gesund bin“, sagte Rast.
Renè Rast unmittelbar nach seinem schweren Unfall, zum Glück unverletzt.
Foto: dtm.com
Am späten Nachmittag wurde er im Klinikum Niederlausitz geröntgt. Dabei wurden keine Frakturen festgestellt. Vorsichtshalber blieb Rast aber über Nacht in Senftenberg. Am morgigen Rennen wird er auf Anraten der Ärzte nicht teilnehmen.

Glückwunsch zum Sieg !


Samstag, 19. Mai 2018

Nach Safetycar und Roter Flagge: Edoardo Mortara gewinnt turbulentes Samstagsrennen in der Lausitz

  • Timo Glock baut mit Platz zwei seine Führung in der Fahrerwertung aus
  • Erstes Podium für DTM-Rookie Philipp Eng
  • René Rast nach schwerem Unfall unverletzt
Neunter DTM-Sieg und erster mit Mercedes für Edoardo Mortara
Foto: dtm.com
Sieger in einem ereignisreichen dritten DTM-Saisonrennen ist Edoardo Mortara. Im Mercedes-AMG C63 DTM gewann der Italiener das Samstagsrennen auf dem Lausitzring. Für Mortara ist es der neunte Sieg seiner DTM-Karriere und der erste für Mercedes-AMG. „Der erste Sieg mit Mercedes-AMG ist ein ganz besonderer Sieg und sehr emotional“, sagte Mortara nach der Siegerehrung. „Wir haben hart gekämpft und ich bin natürlich super zufrieden.“ Platz zwei in der Lausitz ging an BMW-Pilot Timo Glock, der damit seine Führung in der DTM-Fahrerwertung ausbauen konnte. Seinen ersten Podestplatz im dritten DTM-Rennen feierte Philipp Eng. Der Österreicher wurde Dritter. Wie sicher die DTM-Autos sind, zeigte sich in Runde sieben. Nach einer Berührung rutschte René Rast von der Strecke und überschlug sich anschließend. Der aktuelle DTM-Champion konnte aus dem völlig zerstörten Audi RS 5 DTM unverletzt aussteigen.

„Die Audi-Jungs tun mir richtig leid“, kommentierte der Zweitplatzierte Glock das Unfall-Pech der Ingolstädter, denn neben Rast schieden auch Jamie Green und Nico Müller nach einer Startkollision aus. Während dieser Unfall eine Safetycar-Phase nach sich zog, wurde das Rennen nach Rasts Überschlag mit der Roten Flagge unterbrochen. Glock weiter: „Bei den heftigen Unfällen müssen wir froh sein, das nichts passiert ist. In der Schlussphase des Rennens habe ich vielleicht zu wenig riskiert. Aber mit Platz zwei kann ich zufrieden sein. Ich glaube, wir haben den Zuschauern wieder guten Rennsport geboten.“

Zum ersten Mal in seiner Motorsport-Karriere durfte Philipp Eng bei einer DTM-Siegerehrung jubeln. In seinem dritten Rennen holte sich der Österreicher Platz drei und war entsprechend zufrieden. „Das war eine kurze Eingewöhnung für mich in die DTM“, sagte er. „Das Rennen war aufregend und unfassbar spannend. Ich hätte gerne gewonnen, aber der Podestplatz ist schon extrem cool."

Gerne gewonnen hätte auch Lucas Auer. Der Mercedes-AMG-Pilot war von der Pole-Position gestartet und das Rennen über weite Strecken angeführt. In der Schlussphase fiel Auer auf Platz vier zurück.

In der DTM-Fahrerwertung liegt nach drei von 20 Saisonrennen weiterhin Timo Glock in Führung. Mit 62 Punkten auf dem Konto hat der BMW-Pilot 17 Punkte Vorsprung auf Gary Paffett (45 Punkte). Dritter ist Rennsieger Edoardo Mortara (37 Punkte).

Weiter geht es auf dem Lausitzring bereits morgen. Das vierte Saisonrennen zeigt SAT.1 in der Sendung „ran racing“ ab 13:00 Uhr; Rennstart ist um 13:30 Uhr.