Dienstag, 19. August 2014

Stimmen der Audi-Piloten nach dem Rennen am Nürburgring

Mike Rockenfeller, zufrieden mit dem Wochenende
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM), Platz 2

„Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Das war ein Wochenende, wie es sein soll. Natürlich hatte ich die Hoffnung, Marco Wittmann mit zehn Kilogramm weniger im Auto zu schlagen. Das hat leider nicht geklappt. Aber ich bin ehrlich: Platz zwei ist ein schönes Ergebnis. Das hätten wir häufiger dieses Jahr hinbekommen sollen. Ich gehe mit einem guten Gefühl in die kommenden Rennen und gebe mein Bestes, solange noch alles offen ist. Schauen wir, was dabei herauskommt.“

Edoardo Mortara, kein perfektes Rennen, aber am Ende zufrieden
Foto: Audi-Motorsport
Edoardo Mortara (Audi Sport Audi RS 5 DTM), Platz 3

„Ich hatte ein gutes Rennwochenende hier am Nürburgring. Die Wochenenden vorher waren sehr schwierig. Das Rennen war nicht unbedingt perfekt. Mein Start hätte besser sein können – von der rechten Seite ist es aber immer schwieriger. Am Ende war ich aber sehr zufrieden. Ich hoffe, so geht es bei den nächsten Rennen weiter.“

Adrien Tambay
Foto: Audi-Motorsport
Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM), Platz 11

„Ich hatte am Start kein Glück, denn ich wurde angeschoben und habe viele Plätze verloren. Mein Auto war hinten beschädigt, es war ein hartes Rennen, aber ich habe gekämpft und versucht, noch das Beste aus der Situation zu machen und viele Plätze aufgeholt.“
 
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM), Platz 15

„Alles, was falsch laufen konnte, ist falsch gelaufen. Ich hatte einen schlechten Start und habe gleich ein paar Teile von meinem Auto verloren, als ich einem Zweikampf zwischen Miguel (Molina) und Timo (Scheider) nicht mehr ausweichen konnte. Auf Optionsreifen fehlte mir einfach die Geschwindigkeit im Gegensatz zu den Autos vor mir. Viele Fahrer haben mich überholt. Dann hatte ich einen harten Zweikampf mit Farfus. Mein Auto war danach noch stärker beschädigt. Ab dem Zeitpunkt war es schwierig, die Motivation hochzuhalten. Auf Standardreifen lief es dann ein bisschen besser. Leider bin ich nicht in die Top Ten gekommen.“

Nico Müller, Ausfall ohne eigenes Verschulden
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi Financial Services RS 5 DTM), Ausfall

„Es war frustrierend, denn das Rennen hat richtig gut begonnen. Ich war der Schnellste auf Standardreifen und hatte gute Chancen, am Ende des Rennens Plätze gutzumachen. Das Auto hat sich sehr gut gefühlt, ich konnte an Timo (Scheider) vorbeigehen. Eine halbe Runde später wurde er von hinten angeschoben und traf mich. Damit war das Rennen leider beendet.“
 
Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM), Ausfall

„Ich wusste, es würde schwierig, auf den Standardreifen zu starten. Ich habe mein Bestes gegeben und hatte einen guten Start. Nach zwei Runden war alles sortiert und es lief gut. Dann habe ich mich gegen Robert Wickens verteidigt, er verpasste den Bremspunkt und ist mit stehenden Rädern in mich hineingefahren. Ich flog ab und traf Nico Müller, damit waren wir beide aus dem Rennen. Es war schade, denn wir hatten Chancen auf Punkte. Es war eine dumme und überflüssige Aktion von Robert.“

Miguel Molina
Foto: Audi-Motorsport
Miguel Molina (Audi Sport Audi RS 5 DTM), Ausfall

„Es war nicht das beste Rennen in meinem Leben. Ich ärgere mich, über das was in der ersten Kurve passierte ist.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM), Ausfall

„Ich hatte einen guten Start und auch in den ersten Kurven lief es nicht schlecht. Dann gab es einen Kontakt mit anderen Fahrzeugen und mein Auto war beschädigt. Ein Wochenende zum Abhaken.“

Stimmen der BMW-Piloten nach dem Rennen am Nürburgring

Marco Wittmann, fast uneinholbarer Vorsprung in der Meisterschaft
Foto: BMW-Motorsport
Marco Wittmann (Startnummer 23, BMW Team RMG, Platz 1):

„Für mein Team und mich war es mit der Poleposition und dem Sieg ein perfektes Wochenende am Nürburgring. Ich hatte einen guten Start, bin als Führender aus Kurve eins gekommen und konnte mich schnell absetzen. Auch mein Boxenstopp war schnell und fehlerfrei, so dass ich vorne bleiben konnte. Die Mannschaft hat fantastische Arbeit geleistet. In der Mitte des Rennens habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Ich habe zu spät gebremst und musste durch die Schikane ausweichen. Zum Glück hat mich das kaum Zeit gekostet. Gegen Ende des Rennens haben meine Reifen abgebaut, und ich bin noch einmal unter Druck durch Mike Rockenfeller gekommen. Aber letztlich konnte ich meinen Vorsprung verteidigen und im Heimrennen meines BMW Team RMG den Sieg holen. Ich freue mich, dass ich meinen Jungs dieses Geschenk machen konnte. Widmen möchte ich diesen Erfolg aber Dieter Lamm, der mich vor einigen Jahren in die BMW Motorsport Familie eingeführt hat.“
 
Maxime Martin (Startnummer 24, BMW Team RMG, Platz 7):

„Ich bin von Platz zwölf losgefahren und Siebter geworden. Deshalb würde ich sagen, dass es ein gutes Rennen war. Zu Beginn war es recht schwierig, aber dann habe ich in einen guten Rhythmus gefunden. Während meines zweiten Stints auf Standardreifen hatte ich leichte Schwierigkeiten, doch wir haben am Ende Punkte für das Team und für BMW geholt. Jetzt freuen wir uns auf das nächste Rennen.“

 
Martin Tomczyk (Startnummer 10, BMW Team Schnitzer, Platz 8):

„Von einem Startplatz im hinteren Feld noch auf die achte Position nach vorn zu kommen, ist natürlich super.  Insgesamt war das ein schwieriges Wochenende für das gesamte Team. Aber auch für BMW Motorsport insgesamt war es nicht einfach. Deshalb geht ein besonderer Glückwunsch an Marco Wittmann. Er hat hier die Kohlen für BMW aus dem Feuer geholt.“

Bruno Spengler, falsche Strategie kostete bessere Plazierung
Foto: BMW-Motorsport
Bruno Spengler (Startnummer 9, BMW Team Schnitzer, Platz 12):

„Das ist für uns ein Wochenende zum Vergessen. Die Pace hat eigentlich nur im Rennen auf den Optionsreifen gestimmt. Leider hat uns ein Fehler in der Strategie zusätzliche Positionen gekostet. Jetzt haken wir dieses Rennen schnell ab - und konzentrieren uns auf die verbleibenden drei Läufe. Hinter dem BMW Team Schnitzer liegen harte Tage. Ich bin trotz des enttäuschenden Ausgangs heute stolz auf die Mannschaft. Und auch Glückwunsch an Marco Wittmann und das BMW Team RMG zum Heimsieg.“


Antònio Felix da Costa, zufrieden mit seinem Auto trotz Platz 13
Foto: BMW-Motorsport
António Félix da Costa (Startnummer 18, BMW Team MTEK, Platz 13):

„P13 ist kein Traumergebnis, aber ich muss sagen, dass das heute vielleicht eines meiner bisher besten Rennen in der DTM war – auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht und wir recht weit weg von den Punkten sind. Heute habe ich mich zum ersten Mal auf einem langen Stint im Rennen richtig gut gefühlt. Allerdings ist es natürlich immer schwierig, wenn man von relativ weit hinten losfährt. Ich hatte einige tolle Duelle auf der Strecke, und das Auto war wirklich gut.“

 
Joey Hand (Startnummer 4, BMW Team RBM, Platz 14):

„Das Rennen war recht chaotisch. Ich hatte einen guten Start und konnte in der ersten Runde einige Positionen gutmachen. Allerdings hat danach die Balance meines Autos nicht gepasst. Deshalb büßte ich Positionen ein. Dann verschwanden die Schwierigkeiten – und am Ende meines ersten Stints war ich richtig schnell unterwegs. Auch auf den Optionsreifen hat sich das Auto gut angefühlt. Allerdings ist es in der DTM nicht einfach, sich in einem engen Pulk noch entscheidend zu verbessern.“


Timo Glock, früh im Rennen Anschluss verloren
Foto: BMW-Motorsport
 
Timo Glock (Startnummer 17, BMW Team MTEK, Platz 17):

„Mein Rennen war eigentlich schon nach drei Kurven gelaufen. Ich bin mit Mattias Ekström kollidiert und dabei wurde mein Fahrzeug stark beschädigt. Später hatte ich dann noch den Zweikampf mit Gary Paffett, bei dem wir uns einige Male berührt haben. Das war sicher für die Zuschauer schön anzusehen, hat mir aber leider nichts gebracht. Ich muss in den kommenden Rennen sicherstellen, wieder weiter vorn in der Startaufstellung zu stehen. Denn im Mittelfeld ist es immer eng. Glückwunsch an Marco Wittmann zu seinem vierten Saisonsieg. Hut ab vor seiner Leistung in dieser Saison.“

Augusto Farfus von Jamie Green von der Strecke geschoben
Foto: BMW-Motorsport
 
Augusto Farfus (Startnummer 3, BMW Team RBM, Platz DNF):

„Ich bin sehr enttäuscht. Jamie Green kam von innen, und als wir uns berührt haben, hat er mich weiter nach außen gedrückt, bis ich von der Strecke abgekommen bin. Ich denke, dass das unnötig war, aber ich möchte es mir noch einmal in Ruhe ansehen, bevor ich beurteile, ob es ein faires oder ein unfaires Manöver war. Trotzdem hat mich dieser Vorfall mein Rennen gekostet. Das Auto war danach stark beschädigt. Wir haben versucht, draußen zu bleiben, für den Fall, dass sich das Wetter noch ändert. Aber das war nicht der Fall. Deshalb haben wir aufgegeben.“

Montag, 18. August 2014

Nachgefragt bei … Mike Rockenfeller

Mike Rockenfeller will zu Saisonende noch einmal angreifen
Foto: Audi-Motorsport
Der siebte Lauf am Nürburgring war ihr Heimrennen. Wie viele Karten mussten Sie besorgen ?

Eine ganze Menge! Es waren viele Freunde, Verwandte und auch Sponsoren zu Besuch, die alle versorgt werden wollten. Es hat mich gefreut, am ganzen Wochenende so viele bekannte Gesichter im Fahrerlager zu sehen. Leider habe ich nicht genug Zeit gehabt, mich um alle ausreichend zu kümmern. Aber ich glaube, das werden sie mir verzeihen.

Zumal Sie Ihre Fans ja mit einem guten Ergebnis erfreut haben ...

Es ist natürlich doppelt schön, wenn man vor heimischer Kulisse auf dem Podium steht. Platz zwei ist mein bestes DTM-Ergebnis auf dem Nürburgring überhaupt und kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Natürlich hätte ich noch viel lieber gewonnen. Aber ich nehme die Punkte auch so gern mit und hoffe, Sie geben meinem ganzen Team Rückenwind für den Endspurt der Saison.

Was sind Ihre Ziele für die drei verbleibenden Rennen ?

Da gibt es einige. Marco Wittmann mag vielleicht nicht mehr einzuholen sein. Aber um den Platz dahinter wird es bestimmt noch einen engen Kampf geben, den ich für mich entscheiden möchte. Und dann gibt es noch drei Rennen zu gewinnen – so viele Siege wie möglich davon zu holen, ist mein erklärtes Ziel.

Die DTM geht jetzt in eine vierwöchige Sommerpause. Wie nutzen Sie die Zeit ?

In den nächsten beiden Wochen bin ich noch viel unterwegs und für Audi bei verschiedenen Medienterminen im Einsatz. Aber danach freue ich mich dann auf ein paar ruhige Tage mit meiner kleinen Familie.

100. DTM-Rennen für Jamie Green

Jamie Green fuhr am Nürburgring sein 100. DTM-Rennen
Foto: Audi-Motorsport
Audi-Pilot Jamie Green bestritt am Nürburgring das 100. DTM-Rennen seiner Karriere. Nach Timo Scheider (146 Rennen) und Mattias Ekström (141 Rennen) ist der Brite aus dem Audi Sport Team Rosberg nun der dritte Audi-Pilot im „100er-Club“ der populären Tourenwagen-Rennserie.

Kelvin van der Linde im Audi RS 5 DTM

Kelvin van der Linde
Foto: Audi-Motorsport
Premiere am Nürburgring: Erstmals pilotierte Nachwuchspilot Kelvin van der Linde eines der beiden Audi RS 5 DTM Renntaxis. Der 18-jährige Südafrikaner gewann im vergangenen Jahr den Volkswagen Scirocco R-Cup und kämpft in dieser Saison gemeinsam mit René Rast am Steuer eines Audi R8 LMS ultra um den Titel im ADAC GT Masters.