Samstag, 11. Juli 2026

ADAC GT Masters: Neue Gesichter, erste Eindrücke

#22 Gottfried Grasser / Lamborghini Huracán GT3 EVO 2 / GRT Grasser Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Drei Gaststarter-Teams und zwei Ersatzfahrer geben im ADAC GT Masters am Nürburgring Gas. Nach den ersten Trainingssessions erzählen sie von ihren Eindrücken und Erfahrungen in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix.

Einer der Rookies ist Alexander Tauscher. Der 23-Jährige springt bei Razoon – more than Racing in den Porsche 911 GT3 R an der Seite von Leo Pichler (24/AUT). Normalerweise startet er im Porsche Carrera Cup Deutschland, an diesem Wochenende ersetzt er Colin Bönighausen (21/Isernhagen), der sich privat verletzt hat und deshalb nicht startet. „Es ist von vorne bis hinten eine neue Erfahrung für mich und das erste Mal in einem GT3-Auto. Es ist eine lange Zeit her, dass ich so voller Vorfreude zur Rennstrecke gefahren bin. Ich versuche, die Atmosphäre aufzusaugen und bisher ist es umwerfend, ich genieße es sehr. Mein Teamkollege Leo musste gestern und heute einige Fragen beantworten, aber das hat er sehr gerne getan. Wir verstehen uns sehr gut und kennen uns seit 2021 aus der ADAC GT4 Germany. Wir können hoffentlich zeigen, dass wir super harmonieren und uns echt gut ergänzen. Ich muss ein bisschen tiefstapeln, denn ich habe viel zu lernen. Der Kampfgeist ist aber immer der gleiche. Wenn wir ein Podium schaffen würden, wäre das echt super!“

Ein Rückkehrer fährt im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 vom GRT Grasser Racing Team. Niemand geringerer als der Teamchef selbst. Er feierte 2011 sein Debüt im ADAC GT Masters und bestritt bis einschließlich 2013 insgesamt zwölf Rennen. Nun kehrt er für zwei Gaststarts an der Seite seines guten Freundes Gerhard Tweraser (37/AUT) zurück. „Es ist spannend, macht irrsinnig Spaß und Freude. Der Ehrgeiz kommt natürlich zurück. Mit Gerhard zusammen ist es extrem lustig. Unsere Testfahrten fanden alle bei kaltem Wetter statt und jetzt verstehe ich bei diesen Temperaturen hier, weshalb meine Fahrer im Auto immer so jammern, dass es heiß ist. Wenn ich im Qualifying ein oder zwei Autos hinter mir lasse, bin ich schon zufrieden. Danach wird man sehen, wie der Start gelingt und welchen Verlauf die Rennen nehmen.“

Nico Hantke (22/Hürth) war bereits in den vergangenen beiden Jahren Stammpilot im ADAC GT Masters, erzielte zwei Rennsiege und eine Pole-Position. Nun kehrt er an der Seite von Felice Jelmini (31/ITA) im Mercedes-AMG GT3 Evo von Prosport Racing zurück. „Wir hatten einen recht guten Start und ich bin super happy, wieder hier zu sein. Das Auto macht Spaß und der Nürburgring ist generell eine coole Strecke – vor allem im Rahmen des Truck GP ist es eine schöne Atmosphäre. Der Mercedes ist recht ähnlich zum Aston Martin, den ich früher gefahren habe. Zuletzt war ich allerdings viel im Audi unterwegs und das ist schon etwas anders. Ich musste mich daran gewöhnen. Wir wollen auf jeden Fall ums Podium kämpfen, aber wo wir wirklich stehen, sehen wir erst am Samstagmorgen im ersten Qualifying.“

Enrico Förderer (19/Leuterod) feiert an diesem Wochenende ebenfalls sein Debüt im GT3-Auto. Der amtierende Champion der ADAC GT4 Germany teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 von SR Motorsport by Schnitzelalm mit seinem Meisterschaftskollegen Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). „Bisher gefällt es mir super. Die ersten Runden in einem GT3 waren einfach unfassbar. Es macht unglaublich Spaß und ich freue mich aufs Wochenende. In der Konstellation mit dem Team und Jay Mo sind wir sehr selbstbewusst und wissen, was wir können. Mein Ziel ist, das Beste aus dem Wochenende herauszuholen, das Auto heil zu lassen und keinen Blödsinn zu machen.“

Ein weiterer Rookie ist Victor Nielsen (19/DNK) im BMW M4 GT3 Evo. Normalerweise fährt der Däne für FK Performance Motorsport in der ADAC GT4 Germany und darf dieses Wochenende erstmals ADAC GT Masters-Luft schnuppern. „Ich bin meine ersten Runden in einem GT3-Auto gefahren und es war eine unglaubliche Erfahrung. Am vergangenen Wochenende war ich noch am Norisring in der ADAC GT4 Germany und ich glaube, es wird hart, nach diesen Eindrücken wieder zurückzukehren (lacht). Der Speed-Unterschied und auch das Downforce-Level sind wahnsinnig. Bisher lief es richtig gut und ich habe Vertrauen ins Auto aufgebaut. Ich habe an das Wochenende keine großen Erwartungen bezüglich der Ergebnisse. Wichtig ist für mich vor allem, im Teamvergleich mithalten zu können und nicht eine Sekunde oder mehr hinter den beiden Schwesterautos zu liegen.“

Quelle: adac-motorsport.de

ADAC GT Masters: Simon Connor Primm setzt erstes Ausrufezeichen am Nürburgring

Simon Connor Primm (21/Großschirma/HGL Racing) hat sich die Tagesbestzeit des ADAC GT Masters am Freitag auf dem Nürburgring gesichert. Der Pilot im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 fuhr seine schnellste Runde von 1:25.981 Minuten in der Vormittagssession. „Wir hatten heute nur ein kleines Problem, das wir innerhalb von ein paar Minuten beheben konnten. Ansonsten war es ein reibungsloser Tag. Wir haben getestet, was wir uns vorgenommen hatten“, so Primm. „Ich habe zuhause nochmal extra trainiert und mich intensiver auf die Hitze vorbereitet, wobei die Temperaturen hier aktuell noch sehr entspannt sind. Wir hoffen natürlich, an das Lausitzring-Wochenende anzuknüpfen und wieder die Pole-Position zu erzielen und im besten Fall das Rennen zu gewinnen.“

Bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad setzte sich Felix Hirsiger (28/CHE) auf die zweite Position. Dem Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport fehlten in seinem Lamborghini nur 17 Tausendstelsekunden auf die Bestzeit. Der Tabellenzweite des ADAC GT Masters war der einzige Fahrer in den Top-5, der seine schnellste Runde in der Nachmittagssession gesetzt hatte. Am Freitag gelang es nur Primm und Hirsiger die 1:26er-Marke zu knacken. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag. Die zweite Session war super, wir haben uns aufs Qualifying vorbereitet. Das Gefühl war da, das Auto war da, obwohl die hohen Temperaturen sicher nicht hilfreich für schnelle Zeiten waren“, erklärte Hirsiger. „Finn hat im Longrun ebenfalls gezeigt, dass wir stabil dabei sein und die Meisterschaftsführung zurückerobern können. Ich denke, das ist möglich, weil wir mental stark sind. Das ist immer der Trumpf, wenn es in den Meisterschaftskampf geht.“

Die Top-3 komplettierte Leo Pichler (24/AUT/Razoon - more than Racing). Er teilt sich dieses Wochenende seinen Porsche 911 GT3 R mit Rookie Alexander Tauscher (23/Mitterfels). Im schnellsten Run lag Pichler 0,142 Sekunden hinter der Spitze. Rang vier erzielte Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport). In seinem BMW M4 GT3 Evo war der Tabellenführer 0,237 Sekunden langsamer als Primm. Baudouin Detout (25/FRA/Comtoyou Racing) fuhr auf Rang fünf der Tageswertung. Im Aston Martin Vantage GT3 fehlten ihm 0,446 Sekunden zur Bestzeit.

Quelle: adac-motorsport.de

Freitag, 10. Juli 2026

Manthey schließt die erste DTM-Saisonhälfte mit vier Punkterängen am Norisring ab

  • Thomas Preining erreicht in Nürnberg zweimal den neunten Platz   
  • Ricardo Feller wird in beiden Sprintrennen Zwölfter
  • Am Sonntag absolviert die Manthey-Boxencrew den schnellsten Reifenwechsel des Tages

#91 Thomas Preining (AUT / Porsche 911 GT3 R / Manthey)
Foto: ADAC-Motorsport

Am Norisring, dem einzigen Stadtkurs der DTM-Saison erreicht Manthey beim vierten von acht Rennwochenenden im Jahr 2026 viermal die Punkteränge. Porsche Werksfahrer Thomas Preining (Österreich), von den Plätzen 15 und elf in die Rennen auf der nur 2,2 Kilometer langen Strecke gestartet, sah an beiden Tagen auf dem neunten Rang die karierte Flagge. Sein Teamkollege Ricardo Feller (Schweiz) belegte jeweils Rang zwölf, nachdem er die Rennen von den Startplätzen 17 und 18 aufgenommen hatte. Die Boxencrew des Teams aus Meuspath knüpfte an die starken Leistungen der vergangenen Rennwochenenden an und sicherte sich, nach Erfolgen in Zandvoort und am Lausitzring, auch in Nürnberg im Sonntagsrennen mit 6,562 Sekunden den schnellsten Reifenwechsel des Feldes. Mit 119 Punkten belegt Manthey zur Halbzeit der Sprintsaison Rang sechs in der DTM-Teamwertung. In der Fahrermeisterschaft liegt Thomas Preining nach acht von 16 Saisonrennen mit 70 Punkten auf Platz acht, während Ricardo Feller mit 50 Zählern Rang 13 innehat.

„Ein anspruchsvolles Wochenende für uns in Nürnberg. Nach den Siegen und Podiumsplatzierungen der vergangenen Jahre auf dem Stadtkurs hatten wir uns deutlich mehr vorgenommen. In diesem Jahr hat uns aber in allen Sessions die Pace gefehlt, um mit der Konkurrenz mitzufahren. Das ist für die Fahrer und das gesamte Team frustrierend, zumal die Sprintsaison 2026 bislang nicht nach unseren Erwartungen verlaufen ist. Dennoch können wir nach den ersten acht Rennen stolz auf unsere Leistungen sein. Ich bin es in jedem Fall. Auch wenn sich das nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelt, hat jeder Einzelne jederzeit sein Bestes gegeben.“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH. „Unsere Boxencrew hat auch am Norisring wieder eine starke Leistung gezeigt. Mit dem schnellsten Reifenwechsel am Sonntag und weiteren sehr guten Boxenstopps haben wir erneut unsere Qualität in diesem Bereich unter Beweis gestellt. Dass wir seit Jahren konstant auf diesem Niveau arbeiten, macht mich sehr stolz“, führt Martin Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH aus. „Hinter diesen Leistungen steckt viel harte Arbeit. Umso mehr hätte ich mir gewünscht, dass die Mannschaft mit erfolgreicheren Rennergebnissen dafür belohnt wird. Leider haben die schnellen Boxenstopps und guten Strategien nicht ausgereicht, um bessere Platzierungen als Rang neun und zwölf zu erreichen“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH abschließend. 

Stimmen zum DTM-Rennwochenende am Norisring

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Das Wochenende am Norisring ist nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Immerhin konnten wir zweimal ein paar Punkte mitnehmen, aber zufrieden sind wir damit dennoch nicht. Das Team hat aber wieder einen tollen Job gemacht. Ein großer Dank geht an die gesamte Crew. Ich weiß die tolle Arbeit sehr zu schätzen und ich fühle mich nach der ersten Saisonhälfte mittlerweile sehr gut bei Manthey angekommen.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Aufgrund der vergangenen Erfolge am Norisring hatte ich große Hoffnungen für das Wochenende und wollte um meinen vierten Sieg bei dem Event kämpfen. Letztes Jahr konnten wir zwei Podien hier einfahren. In diesem Jahr konnten wir aber auf der Strecke einfach nicht mit der Konkurrenz um Top-Platzierungen mitfahren. Nur in der Box konnten wir einige Zeit gutmachen – dafür geht ein großes Danke an das Team. Die Strategien waren immer super und die Boxenstopps, besonders am Sonntag, waren einfach Weltklasse. Ich bin stolz, Teil dieses starken Teams zu sein und hätte mir für uns Alle bessere Ergebnisse in Nürnberg gewünscht.“

Quelle: manthey-racing.com

Donnerstag, 9. Juli 2026

Sommer-Kurztrip zur DTM – Camping in Oschersleben

Luftbild Motorsportarena Oschersleben
Foto: motorsportarena.com

Perfektes Ausflugsziel im Hochsommer: Die DTM startet vom 24. bis 26. Juli in der Motorsport Arena Oschersleben in die zweite Saisonhälfte. Wer das Wochenende besonders intensiv erleben möchte, kann direkt an der Rennstrecke übernachten. Der Campingplatz in Oschersleben öffnet bereits am Donnerstag (23. Juli) seine Tore.

Auf dem mehr als 70.000 Quadratmeter großen Areal im Norden der Motorsport Arena finden sowohl Zelte als auch Wohnmobile ausreichend Platz. Duschen und Toiletten stehen vor Ort zur Verfügung, Strom kann bei Bedarf hinzugebucht werden. Dank der direkten Anbindung an die Rennstrecke sind Fahrerlager, Tribünen und die DTM Fan Zone bequem erreichbar.

Quelle: dtm.com

Mittwoch, 8. Juli 2026

GT-Masters: Eifel-Spektakel beim ADAC Truck-Grand-Prix am Nürburgring

  • Zahlreiche Gaststarter erweitern das Feld, auch DTM-Teamchef Gottfried Grasser dabei
  • Heimspiel für das Haupt Racing Team, die Holzem-Zwillinge und Schnitzelalm Racing
  • Meisterschaftskampf zwischen BMW und Lamborghini spitzt sich zu

Die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem feiern im BMW M4 GT3 Evo
von Schubert Motorsport ihr Heimspiel am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Ein Highlight der Saison wartet auf das ADAC GT Masters. Auf dem Nürburgring tritt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix an, zu dem im vergangenen Jahr mehr als 134.000 Zuschauer am Wochenende reisten. Es werden zwei Sprint-Rennen von 60 Minuten Renndauer (Samstag 13:45 Uhr und Sonntag 14:15 Uhr) ausgetragen. Am Sonntag überträgt Sport1 das zweite Rennen live im Free-TV sowie Highlights des Samstagslaufs. Alle Rennen sind zudem live auf Joyn, ServusTV ON und youtube.com/adacmotorsports zu sehen.

DTM-Teamchef Grasser und siebte Marke als Gaststarter

Einer der namhaftesten Gaststarter am Nürburgring wird Gottfried Grasser (47/AUT) sein. Der DTM-Teamchef tauscht die Rollen und setzt sich nach 13 Jahren Rennpause wieder hinters Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo 2. Das Cockpit teilt er sich mit seinem guten Freund Gerhard Tweraser (37/AUT), der bereits 36 Rennen im ADAC GT Masters absolvierte – viele für das GRT Grasser Racing Team. Das Duo wird in der Pro-Am-Klasse antreten. „Das Ziel im ersten Rennen ist, ins Ziel zu kommen. Im Zweiten schauen wir, welche Position es wird“, erklärt Grasser, der bereits zwölf Rennen im ADAC GT Masters bestritten hat. Obwohl die Ambitionen hoch sind, dämpft er gleichermaßen die Erwartungen. „Wir haben bisher noch nicht einmal einen Boxenstopp mit Anschnallen und allem Drum und Dran geübt. Daher schauen wir erstmal, dass wir sicher ins Ziel kommen. Aber natürlich ist sofort auch wieder der Biss da und ich werde die Zehntel und Platzierungen genau im Blick haben.“

Als Rückkehrer begrüßt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC Prosport Racing mit dem Mercedes-AMG GT3. Somit werden am Nürburgring wieder sieben verschiedene Marken an den Start gehen. Als Fahrer an Bord sind Debütant Felice Jelmini (31/ITA) und mit Nico Hantke (22/Hürth) ein bekanntes Gesicht. Er fuhr in den vergangenen beiden Jahren in der Serie und erzielte eine Pole-Position, zwei Siege sowie Tabellenrang vier. Am Nürburgring feiert der Hürther zudem sein Heimspiel und hat sich viel vorgenommen: „Ich freue mich, zum ersten Mal mit dem Mercedes-AMG GT3 an den Start zu gehen. Es ist eine neue Herausforderung, aber ich fühle mich sehr gut vorbereitet. Das Ziel für das Wochenende ist ganz klar: Wir wollen vorne mitfahren und um den Sieg kämpfen.“

Der dritte Gaststarter ist SR Motorsport by Schnitzelalm. Das Team bestritt die vergangene Saison komplett und ist seit 2024 immer wieder als Gaststarter dabei. Den Mercedes-AMG GT3 der Mannschaft aus Niederzissen pilotieren beim Heimspiel die amtierenden ADAC GT4 Champions, Enrico Förderer (19/Leuterod) und Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). Förderer feiert sein Debüt im GT3-Auto, Härtling hat sogar schon ein Podium im ADAC GT Masters vorzuweisen. „Wir kennen uns als Fahrerduo sehr gut und wollen die Chance nutzen, uns im Mercedes-AMG GT3 weiterzuentwickeln“, so Härtling.

Meisterschaftskampf geht in die nächste Runde

In der Tabelle liegen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) in ihrem BMW M4 GT3 Evo mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze. Die Vizechampions des Vorjahres haben aktuell einen Lauf. Sie haben zwei der vergangenen vier Rennen gewonnen und wurden zweimal Zweite. „Wir versuchen, auf dieses Momentum aufzubauen und genauso weiterzumachen“, erklärt Fourie. „Wir wissen, dass das am Nürburgring vielleicht nicht so gut funktionieren könnte wie bisher, aber wir nehmen jedes Rennen wie es kommt und holen das Maximum heraus.“ Teamkollege Zimmermann hat zudem ein riesiges Event mit rund 300 Gästen geplant, die in einer eigenen Lounge ihm und seiner Mannschaft die Daumen drücken werden.

Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 sind die ersten Verfolger. Sie haben ebenfalls zwei Saisonsiege auf dem Konto und möchten am Nürburgring die Tabellenführung zurückerobern. „Ich gehe positiv in das Wochenende. Die Strecke sollte für uns nicht schlecht sein. Natürlich gibt es immer äußere Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich denke, dass wir nach wie vor alle Voraussetzungen mitbringen, um die Meisterschaft zu gewinnen“, erklärt Zulauf, der im Vorjahr bereits am Nürburgring auf dem Podium stand.

Heimspiel für Sandro und Juliano Holzem und das Haupt Racing Team

Nach ihrem Debüt-Sieg am Lausitzring fahren die Zwillinge Juliano und Sandro Holzem (22) aus Polch mit einer Extraportion Selbstbewusstsein zu ihrem Heimspiel. „Die Motivation ist extrem hoch. Viele Sponsoren und unsere Familie kommen zum Rennen. Es werden auch wieder viele Zuschauer vor Ort sein, die Vorfreude ist wirklich riesig. Wir wissen, dass wir mit unserem Paket am Nürburgring extrem stark sind und dort auf jeden Fall gewinnen können. Aktuell sind wir Meisterschaftsdritte und wollen am Nürburgring den nächsten Schritt machen, um ganz oben ein Wörtchen mitzureden“, erklärt Sandro Holzem, der viele schöne Momente mit dem Nürburgring verbindet. „Wir waren schon als Kinder immer mit meinem Vater an der Strecke und ich habe dort mein Debüt in der DTM gefeiert.“

Ein Heimspiel feiert auch das Haupt Racing Team. Die Mannschaft aus Drees wird drei Ford Mustang GT3 ins Rennen schicken und hat aus der Vergangenheit eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorzuweisen: drei der letzten vier Rennen in der Eifel gewonnen und zudem vier Podiumsplatzierungen und drei Pole-Positions erzielt. Auch in der aktuellen Saison ist HRT mit fünf Podien gut unterwegs und nimmt beim Heimspiel Kurs auf den ersten Saisonsieg.