Sonntag, 24. Mai 2026

DTM: Zweite Saison-Pole für Kelvin van der Linde

#3 Kelvin van der Linde (ZAF / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

BMW-Pilot Kelvin van der Linde ist im Zeittraining eine Macht. Der Südafrikaner fuhr am Sonntagvormittag beim zweiten Qualifying auf dem Circuit Zandvoort mit 1:32.831 Minuten die schnellste Runde. Damit sicherte sich der 29-Jährige drei Zusatzpunkte und geht bereits zum elften Mal in seiner Karriere von Startplatz eins aus in ein DTM-Rennen.

„Das Auto war auf der Strecke eine echte Waffe. Es ist bereits meine zweite Pole im vierten Qualifying der Saison, das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Aus dem bitteren Ausfall am Samstag haben wir als Team Kraft gezogen, darauf bin ich sehr stolz. Bei den hohen Temperaturen wird es im Rennen vor allem auf das richtige Reifen-Management ankommen“, sagte van der Linde.

Lokalmatador Thierry Vermeulen präsentiert sich bei seinem Heimspiel weiterhin stark und belegte im Ferrari 296 GT3 Evo wie am Samstag Platz zwei. In der zweiten Startreihe folgen zwei Lamborghini Temerario GT3. Luca Engstler erzielte die drittschnellste Zeit, Markenkollege Mirko Bortolotti bestätigte seinen Aufwärtstrend und sicherte sich Rang vier. Ben Dörr steuerte seinen McLaren 720S GT3 Evo auf Platz fünf.

Das zweite Qualifying in Zandvoort fand am Sonntagvormittag bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 19 Grad Celsius statt. Wie am Vortag gingen die Piloten erst spät auf Zeitenjagd. Drei Minuten vor Schluss übernahm Bortolotti mit seiner Top-Runde die Führung, eine Minute später gelang van der Linde die Bestzeit. Vermeulen und Engstler legten in ihren jeweils vierten Umläufen nach und sicherten sich die Positionen zwei und drei. Die Abstände waren äußerst knapp, die Top-Ten lagen innerhalb von sieben Zehntelsekunden.

Ergebnis Qualifying, 4. Saisonlauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

  1. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), 1:32,831 Minuten
  2. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +0,177 Sekunden
  3. Luca Engstler (D/TGI Team by GRT), +0,340 Sekunden
  4. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), +0,374 Sekunden
  5. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0,412 Sekunden

Quelle: dtm.com


ADAC GT-Masters: Premieren-Pole für Kiano Blum in Zandvoort

#2 Kiano Blum / Ford Mustang GT3 / Haupt Racing Team
Foto: ADAC-Motorsport

Ein Rookie auf der Pole-Position für das zweite Rennen des ADAC GT Masters in Zandvoort. Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) hat seinen Ford Mustang GT3 mit einer Zeit von 1:34.673 Minuten an die Spitze des Qualifying-Tableaus gefahren. Der Österreicher und sein Teamkollege Niklas Kalus (20/Duisburg/Haupt Racing Team) waren am Samstag auf dem Podium gestanden und sicherten sich nun die beste Ausgangslage für den zweiten Lauf. 

„Ich bin unglaublich happy. Es freut mich sehr, dass sich die harte Arbeit seit dem Winter auszahlt. Diese Pole motiviert mich, noch härter weiterzuarbeiten“, strahlte Blum. „Ich musste eine zusätzliche Aufwärmrunde fahren, weshalb mir nur ein einziger Run in Richtung Pole-Position blieb. Der hat dafür ziemlich perfekt funktioniert. Im Rennen versuchen wir natürlich, die erste Position zu halten. Gleichzeitig wissen wir, dass es eine wirkliche Herausforderung über die Distanz wird und wir alles geben müssen.“

Bei 16 Grad Luft- und 18 Grad Streckentemperatur sicherte sich Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) Startplatz zwei. Dem Tabellenführer im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 fehlten 0,256 Sekunden zur Pole-Position. Rang drei ging an den Vortagessieger Leyton Fourie (20/ZAF/FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo mit 0,345 Sekunden Rückstand. 

Pavel Lefterov (28/BGR/Razoon - more than Racing) komplettierte im Porsche 911 GT3 R die zweite Startreihe. Damit starten die Top-4 der Meisterschaft auch aus den ersten vier Startplätzen. Auf Rang fünf fuhr mit Rookie Jan Duran (18/ESP) ein weiterer Pilot von FK Performance Motorsport im BMW. 

Quelle: adac-motorsport.de


DTM: Buus nachträglich disqualifiziert, Strafen für Lamborghini-Duo

#29 Bastian Buus (DNK / Porsche 911 GT3 R Evo / Land-Motorsport)
Foto: ADAC-Motorsport

Ergebnis-Update für das Samstagsrennen der DTM in Zandvoort: Der Däne Bastian Buus wurde nachträglich disqualifiziert. Sein Porsche 911 GT3 R entsprach nicht dem Technischen Reglement, da das Fahrzeug das vorgeschriebene Mindestgewicht unterschritt. Buus hatte den dritten Meisterschaftslauf ursprünglich auf der vierten Position beendet, diesen Platz übernimmt Mercedes-AMG-Pilot Jules Gounon.

Nachträglich bestraft wurden auch zwei Lamborghini-Fahrer. Marco Mapelli erhielt eine 5-Sekunden-Ersatzstrafe anstelle einer Pitstop-Penalty wegen Parallelfahrens in der Boxengasse und belegt die 15. Position. Weil Mirko Bortolotti seinem Landsmann in dieser Situation die Vorfahrt bei der Einfahrt in die Fastlane nicht gewährt hatte, bekam er ebenfalls eine 5-Sekunden-Ersatzstrafe anstatt einer Pitstop-Penalty. Der Italiener rutscht im neuen Rennergebnis auf den 14. Platz.

Quelle: dtm.com

Samstag, 23. Mai 2026

ADAC GT-Masters: Eindrucksvoller BMW-Sieg durch Fourie/Zimmermann in Zandvoort

  • FK Performance Motorsport gewinnt mit Fourie/Zimmermann in den Niederlanden
  • Schubert Motorsport und Holzem-Zwillinge machen BMW-Doppelerfolg perfekt
  • Kalus/Blum im Ford Mustang GT3 auf Rang drei

Die strahlenden Sieger: Tim Zimmermann (l.) und Leyton Fourie (r.) von FK Performance Motorsport
ADAC-Motorsport

Wiederholungstäter am Werk im ADAC GT Masters: Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) haben in Zandvoort gewonnen – wie bereits im Jahr zuvor. Das Duo im BMW M4 GT3 Evo überquerte mit 3,334 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport) die Ziellinie. Rang drei ging an Niklas Kalus (20/Duisburg)/Kiano Blum (19/AUT/beide Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3. „Zandvoort ist gut zu uns“, strahlte Fourie nach seinem dritten Karriere-Sieg im ADAC GT Masters. „Wir wussten, dass unsere Rennpace hier gut sein würde. Unser schwieriges Wochenende am Red Bull Ring war eine harte Erfahrung, aber ich habe nie an uns und dem Team gezweifelt und wusste, dass wir in Zandvoort stark zurückkommen würden.“ Teamkollege Zimmermann freute sich über seinen fünften Sieg, blieb aber zurückhaltend. „Zandvoort ist ein gutes Pflaster für uns – bis jetzt. Aber das kann sich jederzeit ändern. Ich genieße den Moment und unseren Sieg, bin aber schon gespannt, wie es weitergeht.“

Bei sommerlichen Temperaturen und rund 43 Grad Streckentemperatur blieb am Start zunächst Polesetter Holzem vorne, hatte über seinen gesamten Stint aber mit Gaststarter Alexey Nesov (22/Pure Racing) im Porsche 911 GT3 R zu kämpfen. Vor dem Fahrerwechsel trennte die Kontrahenten weniger als eine Sekunde, während sie sich gemeinsam von ihren Verfolgern absetzten und zum Ende des Stints einen Vorsprung von über sechs Sekunden auf Kalus hatten, der das Verfolgerfeld anführte. Zu dieser Zeit lagen die späteren Sieger nur auf Rang sechs. „Ich hatte keinen guten Start und habe zwei Positionen verloren“, schilderte Zimmermann. „Unser Plan war, die Reifen zu schonen, denn das Rennen in Zandvoort wird im zweiten Stint gewonnen. Alle anderen sind extrem gerutscht und waren am Limit, während ich versucht habe, ruhig zu fahren. Der Plan ging auf.“

Die Boxenstopp-Phase würfelte das Feld nochmals durcheinander, da sowohl Kalus/Blum als auch die späteren Viertplatzierten, Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport), eine Strafe für einen zu kurzen Boxenstopp erhielten. Fourie fand sich kurz nach dem Fahrerwechsel bereits auf Rang drei wieder und griff sofort den zweitplatzierten Porsche von Pure Rxcing an. Eine Safety-Car-Phase brachte nochmals alle Konkurrenten zusammen und Fourie sah seine Chance gekommen. In Kurve eins zog er außenherum am führenden Juliano Holzem vorbei und übernahm die Führung. „Ich habe eine Wette mit ein paar Jungs aus dem Team abgeschlossen“, lachte Fourie. „Vergangenes Jahr habe ich hier zwei Autos außenherum überholt, deshalb musste es jetzt mindestens einmal klappen.“

Der zweitplatzierte Sandro Holzem resümierte: „Mein Stint war relativ gut und ich habe versucht, die Reifen zu managen. Die Pace passte und ich konnte Juliano das Auto mit einem guten Abstand übergeben. Leider war der Re-Start nach dem Safety Car etwas schwierig und Fourie ist direkt vorbeigezogen. Zum Ende hin war Julianos Pace wieder gut. Natürlich ist es jetzt ein bisschen enttäuschend, aber Platz zwei ist ein gutes Ergebnis und morgen ist ein neuer Tag, an dem wir wieder angreifen.“

Dahinter kamen Kalus und Blum trotz Strafe auf Rang drei ins Ziel und waren überglücklich mit dem Ergebnis. „Ich freue mich sehr über dieses Podium, denn wir haben das Maximum herausgeholt“, erklärte Kalus. „In meinem Stint lag der Lamborghini ständig hinter mir und es war Glück, dass ihr Boxenstopp ebenfalls zu kurz war und sie so hinter uns geblieben sind. Dass unsere Pace im Vergleich zu den direkten Konkurrenten zum Ende des Rennens noch so gut war, hat mich besonders gefreut.“

Hinter dem Lamborghini von Zulauf/Hirsiger kamen mit Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen/beide Razoon - more than Racing), Aliaksandr Malykhin (38/GBR)/Alexey Nesov (22/beide Pure Racing) und Mark Kastelic (18/SLO)/Pavel Lefterov (28/BGR/beide Razoon - more than Racing) drei Porsche 911 GT3 R ins Ziel. Jan Duran (18/ESP)/Joseph Ellerine (22/ZAF/beide FK Performance Motorsport) und ihre Teamkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg) landeten in ihren BMW M4 GT3 Evo auf den Rängen acht und neun. Die Top-10 komplettierten Max Cuccarese (19/ITA)/Alain Valente (29/CHE/beide Haupt Racing Team) im zweiten Ford Mustang GT3.

Erster DTM-Sieg – cooler Cairoli dominiert auf dem Dünenkurs

  • Ferrari-Pilot feiert in Zandvoort ungefährdeten Start-Ziel-Erfolg
  • Auer übernimmt mit Platz zwei die Führung im Gesamtklassement
  • Lokalmatador Vermeulen wird vor seinen Fans Dritter

Zweimal Ferrari auf dem DTM-Podium: Matteo Cairoli (l.) und Thierry Vermeulen (r.)
Foto: ADAC-Motorsport

Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) ist in Zandvoort einfach nicht zu bremsen. Nach Platz eins im Qualifying blieb der Ferrari-Fahrer im Samstagslauf cool und sicherte sich in seinem dritten DTM-Rennen den ersten Sieg. „Ein unglaubliches Gefühl! Trotz meines Vorsprungs war in den letzten Runden höchste Konzentration gefordert, da die Reifen ziemlich stark abgebaut haben. Ich weiß noch, wie ich 2013 zum ersten Mal die DTM geschaut habe. Seitdem war es mein großes Ziel, eines Tages in der Serie zu fahren. Umso glücklicher bin ich über den Sieg. Ich bin mir sicher, dass uns dieser Erfolg einen zusätzlichen Aufschwung für die Saison geben wird“, freute sich Cairoli. Mit einem Rückstand von 3,6 Sekunden überquerte Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) als Zweiter die Ziellinie. Damit beendete der Österreicher jedes der drei bisherigen DTM-Rennen auf dem Treppchen und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Lokalmatador Thierry Vermeulen belegte im zweiten Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing vor seinen Fans den dritten Podiumsplatz.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Zandvoort, Saisonrennen 3 von 16

Streckenlänge: 4.259 Meter

Wetter: 28 Grad, sonnig

Pole-Position: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14), 1:32,974 Minuten

Sieger: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14)

Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller (Manthey, Porsche 911 GT3 R #90), 1:34,600 Minuten

Pole-Setter Cairoli zeigte beim Start am Samstagmittag auf dem niederländischen Formel-1-Kurs keine Nerven und behauptete seine Führung. Auer schob sich um eine Position auf Rang zwei vor und verdrängte Vermeulen auf Platz drei. Dahinter folgten der starke Nachwuchsfahrer Bastian Buus (DK/Land-Motorsport) im Porsche 911 GT3 R und Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter).

Bis zum Pflicht-Boxenstopp hatte Cairoli seinen Vorsprung auf über zwei Sekunden ausgebaut, holte sich in Runde 16 neue Pirelli-Slicks und ging als Erster wieder auf die Strecke. Auer, Vermeulen, Buus und Gounon reihten sich nach ebenfalls guten Reifenwechseln auf den Positionen zwei bis fünf ein. Während die Abstände der Top-Drei in etwa gleich blieben, entwickelte sich dahinter ein spannender Zweikampf zwischen Buus und dem immer wieder attackierenden Gounon. Der erst 22-jährige Däne ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und wehrte im Neunelfer jeden Angriff seines französischen Konkurrenten ab. Nach 36 fehlerlosen Runden wurde Cairoli als Erster vor Auer, Vermeulen, Buus und Gounon abgewunken.

McLaren-Pilot Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) beendete das dritte DTM-Rennen als Sechster. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) konnte sich mit einem späten Reifenwechsel auf Position sieben verbessern, fiel in der Tabelle jedoch hinter Markenkollege Auer auf Rang zwei zurück. Den achten Platz sicherte sich Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (A/Manthey), bester Lamborghini-Pilot war Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) als Neunter. Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) komplettierte im Aston Martin Vantage GT3 die Top-Ten.

Weitere Stimmen zum Rennen

Lucas Auer: „Der zweite Platz ist ein super Ergebnis. Es war das erste Rennen mit den neuen DTM-Reifen unter diesen warmen Bedingungen, daraus können wir viele neue Erkenntnisse gewinnen. Matteo Cairoli hat das Rennen dominiert und verdient seinen ersten Sieg geholt. Am Sonntag werden die Karten neu gemischt, dann wollen wir wieder vorne angreifen.“

Thierry Vermeulen: „Ich freue mich riesig, dass ich es bei meinem DTM-Heimspiel in Zandvoort endlich aufs Podium geschafft habe. Zusammen mit dem Sieg von Matteo Cairoli ist es ein überragendes Ergebnis fürs Team. Beim Start bin ich leider nicht gut weggekommen, weil plötzlich die Traktionskontrolle eingesetzt hat. Dadurch konnte Lucas Auer an mir vorbeiziehen.“

Ergebnis, 3. Meisterschaftslauf, Circuit Zandvoort Top-Five)

1. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing)

2. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +3,622 Sekunden

3. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +4,786 Sekunden

4. Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), +6,823 Sekunden

5. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +7,187 Sekunden