Samstag, 23. Mai 2026

Cairoli feiert erste DTM-Pole – zwei Ferrari in Startreihe eins

Matteo Cairoli gibt in Zandvoort weiterhin den Ton an. Der Trainingsschnellste vom Freitag fuhr am Samstag beim ersten Qualifying auf dem Dünenkurs mit 1:32.974 Minuten erneut Bestzeit und blieb als einziger Fahrer unter 1:33,000 Minuten. Damit geht der Italiener zum ersten Mal von Startplatz eins aus in ein DTM-Rennen.

#14 Matteo Cairoli (ITA / Ferrari 296 GT3 Evo / Emil Frey Racing)
Foto: ADAC-Motorsport

"Meine erste Pole-Position in der DTM fühlt sich überragend an! Ich bin in meiner Karriere bislang noch nicht oft in Zandvoort gefahren, deshalb ist das Ergebnis für mich umso schöner. An die starke Leistung wollen wir im Rennen natürlich anknüpfen und gewinnen", erklärte der Ferrari-Pilot, der als Gewinner des Pirelli Pole Position Awards drei Zusatzpunkte sammelte. Neben dem Italiener steht sein Teamkollege Thierry Vermeulen in der ersten Startreihe. Der Lokalmatador beendete das Qualifying im Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing mit einem Rückstand von 0,171 Sekunden auf Rang zwei. "Der zweite Startplatz ist eine super Ausgangslage für mein Heimrennen. Nach einigen Problemen im Freien Training am Freitag hat das Team bis drei Uhr nachts am Fahrzeug gearbeitet und sogar den Motor gewechselt. Im Qualifying hat sich das Auto dann richtig gut angefühlt. Außerdem war es die richtige Entscheidung, zwei Aufwärmrunden mit den Reifen zu fahren", sagte der Niederländer.

Den dritten Platz belegte Lucas Auer vom Mercedes-AMG Team Landgraf. Nachwuchsfahrer Bastian Buus bot erneut eine starke Vorstellung und wurde als bester Porsche-Pilot Vierter. Der Butzbacher Ben Dörr bestätigte seine gute Trainingsleistung und steuerte seinen McLaren 720S GT3 Evo auf Position fünf. Tabellenführer Maro Engel steht als Achter in der vierten Startreihe.

Bei sonnigem Wetter und einer Streckentemperatur von knapp 30 Grad Celsius benötigten die Fahrer am Samstagvormittag nur wenige Runden, um den Pirelli-Slick in das optimale Arbeitsfenster zu bringen. Doch erst im letzten Viertel des Zeittrainings wurden die Topzeiten gefahren. Vermeulen übernahm knapp zwei Minuten vor Schluss die Führung und sah zunächst wie der Pole-Setter aus. Doch Cairoli konterte in seinem sechsten Umlauf Sekunden vor dem Ende mit der Bestzeit. Die Top-Fünf beendeten das erste Qualifying innerhalb von 0,45 Sekunden.

Ergebnis Qualifikation, 3. Saisonlauf, Circuit Zandvoort (Top-Five)

1. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), 1:32.974 Minuten

2. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing), +0.171 Sekunden

3. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0.417 Sekunden

4. Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), +0.428 Sekunden

5. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0.435 Sekunden

Quelle: dtm.com


ADAC GT Masters: Sandro Holzem jubelt über Debüt-Pole in Zandvoort

Sandro Holzem (21/Polch) startet im BMW M4 GT3 Evo von der Pole-Position ins erste Rennen des ADAC GT Masters in Zandvoort. Der Schubert Motorsport-Pilot setzte mit 1:34.352 Minuten die schnellste Zeit des Qualifyings. Holzem, der sich das Auto mit seinem Zwillingsbruder Juliano (21/Polch) teilt, wird zum ersten Mal in seiner Karriere im ADAC GT Masters von Startplatz eins aus ins Rennen gehen, für Schubert ist es die neunte Pole-Position in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC.

#56 Sandro Holzem / Juliano Holzem / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

„Ich bin sehr glücklich, dass wir die Pole haben. Das war eine Bomben-Runde und das Auto war extrem gut, das Team hat wirklich tolle Arbeit geleistet“, strahlte Sandro Holzem, der bereits die Freitagsbestzeit in Zandvoort gesetzt hatte. „Nach der guten Leistung gestern wussten wir, dass die Basis stimmt und sind mit Selbstvertrauen ins Qualifying gegangen. Am Ende braucht es aber immer auch ein bisschen Glück und das war heute auf unserer Seite. Die kühleren Temperaturen kamen uns etwas entgegen, aber auch fürs Rennen sollten wir in Sachen Setup gut vorbereitet sein. Das Ziel ist ganz klar: Wir starten von Platz eins und wollen das Rennen auch auf dieser Position beenden.“

Bei sommerlichen 20 Grad und strahlendem Sonnenschein schon am frühen Morgen fuhr Gaststarter Alexey Nesov (22/Pure Racing) auf die zweite Startposition. Dem Porsche-Piloten fehlten 0,264 Sekunden zur Pole-Zeit. Auf dem dritten Rang sortierte sich Niklas Kalus (20/Duisburg/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 ein. Ein denkbar knapper Ausgang, denn Nesov und Kalus trennten am Ende lediglich drei Tausendstel-Sekunden.

Auf Rang vier qualifizierte sich Tim Zimmermann (29/Langenargen/FK Performance Motorsport). Ihm fehlten im BMW M4 GT3 Evo 0,119 Sekunden zur Spitze. Mit exakt derselben Zeit von 1:34.738 Minuten kam auch Tabellenführer Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) über die Linie. Allerdings fuhr der Lamborghini-Pilot seine Zeit rund eine Minute nach Zimmermann und sortierte sich damit auf Rang fünf ein.

Das erste Rennen in den Niederlanden findet am Samstag um 15:10 Uhr statt. 

Quelle: adac-motorsport.de


ADAC GT4 Germany: Piana: „Will noch zehn Jahre in ADAC GT4 Germany bleiben“

Gabriele Piana, BMW M4 GT4 Evo, FK Performance Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Gabriele Piana ist einer der Stars der ADAC GT4 Germany und zählt zu den beliebtesten Piloten im Fahrerlager. Im Interview verrät der Italiener, was ihm an der Serie gefällt und welche Situation ihm etwas peinlich war.

Er ist eines der ganz großen Gesichter der ADAC GT4 Germany: Gabriele Piana (39) hat als einziger Pilot überhaupt alle 85 Rennen der Seriengeschichte absolviert – und das mit herausragendem Erfolg: 2021 holte der Italiener den Fahrer-Titel und drei weitere Male (2019, 2020, 2024) wurde er Vize-Champion. Piana gewann 18 Rennen und erzielte sechs Pole-Positions. Im Interview blickt Piana auf seine bisherige Zeit in der ADAC GT4 Germany zurück.

Gabriele, du bist der erfahrenste und erfolgreichste Pilot der ADAC GT4 Germany und eines der Aushängeschilder. Was war bislang der schönste Moment in knapp acht Jahren in der Serie.

Piana: „Natürlich ist der Titel 2021 das ganz große Highlight. Insgesamt habe ich die Zeit zusammen mit Michael Schrey sehr genossen. Wir konnten zweimal fünf Rennen pro Saison gewinnen – was niemand anderem gelungen ist. Aber tatsächlich haben wir es 2024 auch geschafft, trotz der fünf Siege den Titel zu verpassen (lacht). Ich erinnere mich auch immer gerne an den Sachsenring 2023. Das war eines der besten Rennen meiner Karriere. Insgesamt fühle ich mich in der Serie extrem wohl.“

Was war der persönlich schlimmste Moment in dieser Zeit?

„Die mit Abstand fürchterlichste Erinnerung ist das Samstagsrennen 2021 beim Finale auf dem Nürburgring, als ich an der Box vorbeifuhr und wir so fast den Titel verloren hätten. So etwas wünsche ich nicht einmal meinem größten Feind. Das war wirklich peinlich. Aber manchmal braucht es genau diese Momente mit einem Tief, um sich weiterzuentwickeln.“

Wie hat sich die ADAC GT4 Germany seit 2019 entwickelt?

„Das Niveau wurde immer höher. Die Serie ist von Jahr zu Jahr besser geworden und mit konkurrenzfähigeren Fahrzeugen besetzt. Alles ist mittlerweile viel professioneller aufgestellt – auch in Bezug auf die Teams. So ist Motorsport. Wir kämpfen alle, um zu gewinnen.“

Warum kommst du jedes Jahr wieder zurück in die ADAC GT4 Germany? Was ist der Reiz an der Serie?

„Also ich habe schon zweimal die Formel 1 abgelehnt, nur um in der ADAC GT4 Germany zu fahren (lacht). Aber Spaß beiseite. Ich finde die ADAC GT4 Germany wirklich klasse. Mir gefällt das Format mit zwei Sprintrennen. Das Rennwochenende im Rahmen der DTM mit vielen Zuschauern vor Ort ist herausragend. Auch die Strecken sind super. Auf nationalem Niveau gibt es weltweit keine GT4-Meisterschaft, die so konkurrenzfähig ist.“

Was bereitet dir im GT4-Cockpit Spaß?

„Die GT4-Autos haben etwas weniger Grip und weniger Aerodynamik als die GT3. Somit sind sie nicht ganz so sensibel. Das bedeutet: Auch wenn nach Berührungen im Rennen ein paar Teile weggeflogen sind, fährt das Auto noch fast genauso gut weiter. Man kann immer kämpfen oder außen herum überholen. Im Vergleich zum GT3 geht es also mehr um das Managen des Grips als um die Peak-Performance.“

Seit 2019 hat die ADAC GT4 Germany acht Strecken besucht. Welche ist dein Favorit?

„Das muss auf jeden Fall Oschersleben sein! Mir gefällt die Strecke einfach und außerdem war ich dort immer recht erfolgreich unterwegs. Zandvoort vor dem Umbau fand ich auch super. Der Kurs war sehr besonders.“

Was sind deine Pläne für die Zukunft? Wirst du uns in der Serie erhalten bleiben?

„Ich würde gerne noch zehn Jahre in der ADAC GT4 Germany bleiben. Die Serie ist schon wie eine Heimat für mich. Ich bin auch schon gespannt, wie sich alles entwickelt und was es noch zu erleben gibt. Zudem freue ich mich bereits auf die nächste GT4-Generation. Ich liebe den GT4-Sport einfach.“


ADAC GT Masters: Sandro Holzem setzt Freitagsbestzeit in Zandvoort

Mit einer Zeit von 1:35.689 Minuten hat sich Sandro Holzem (21/Polch) die Bestzeit des ADAC GT Masters am Trainings-Freitag im niederländischen Zandvoort gesichert. Der Schubert Motorsport-Pilot und sein Zwillingsbruder und Teamkollege Juliano fuhren insgesamt 26 Runden in der Nachmittags-Session, die Bestzeit mit dem BMW M4 GT3 Evo gelang dabei erst kurz vor dem Fallen der karierten Flagge.

#56 Sandro Holzem / Juliano Holzem / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

„Wir haben viel mit unserem Longrun-Setup probiert und es gut hinbekommen, womit wir für Samstag gut aufgestellt sein sollten“, erklärte Holzem. „In der Vormittags-Session war sehr viel Sand auf der Strecke und entsprechend wenig Grip. Das hat sich zum Nachmittag hin deutlich verbessert und der Wind ist nicht so stark, dass er laufend neuen Sand herträgt. Die hohen Temperaturen werden in Sachen Reifen und Reifendrücke allerdings zur Herausforderung für alle werden.“

Bei strahlendem Sonnenschein mit 25 Grad Luft- und 45 Grad Streckentemperatur empfing der Circuit Zandvoort die Teilnehmer des ADAC GT Masters bei schönstem Sommerwetter. Diese Bedingungen nutzte auch Jamie Day (GBR/20/Comtoyou Racing) mit der zweitschnellsten Zeit des Tages. Er lag in seinem Aston Martin Vantage GT3 Evo 0,283 Sekunden hinter der Spitze. Die Top-3 komplettierte Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team), dem im Ford Mustang GT3 0,376 Sekunden zur Bestzeit fehlten.

Viertschnellster des Freitags wurde Tim Zimmermann (29/Langenargen/FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Er fuhr in der noch kühleren Morgensession eine Zeit von 1:36.092 Minuten und war damit 0,044 Sekunden schneller als Gaststarter Alexey Nesov (22/Pure Racing) im Porsche 911 GT3 R. 

Die Top-6 komplettierte Felix Hirsiger (28/CHE/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2. Der Führende der Meisterschaft war zufrieden mit dem Tag. „Wir haben uns heute fürs Qualifying ein gutes Gefühl geholt und es sollte recht gut aussehen. Für das Rennen müssen wir noch ein paar Dinge anpassen“, erklärte Hirsiger. „Mit einem Top-5-Ergebnis wären wir im Qualifying am Samstag zufrieden. Das primäre Ziel ist Punkte zu sammeln und mit unseren Konkurrenten in der Meisterschaft mitfahren zu können.“

Quelle: adac-motorsport.de

 

Freitag, 22. Mai 2026

Schnellster im Freien Training: Cairoli jagt durch die Dünen in Zandvoort

  • Italiener entscheidet am Freitag beide Trainings-Sessions der DTM
  • McLaren-Pilot Ben Dörr überzeugt mit starker Performance
  • Mirko Bortolotti macht im neuen Lamborghini einen Sprung nach vorn

Matteo Cairoli präsentierte sich beim DTM-Training in Topform
Foto: ADAC-Motorsport

Matteo Cairoli (Emil Frey Racing) ist in der DTM angekommen und zeigte sich am Freitag auf dem Circuit Zandvoort in Top-Form. Im ersten Freien Training gelang dem Neuzugang aus Italien mit 1:34,289 Minuten die beste Runde, in der zweiten Session am Nachmittag knackte der Ferrari-Pilot mit 1:33,803 Minuten als einziger Fahrer die 1:34.000-Minuten-Marke. „Ich komme immer gerne nach Zandvoort, die Strecke ist einfach großartig. Das Fahrzeug fühlt sich deutlich besser an als beim Auftakt. Vor allem bei der Balance haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht. Das stimmt mich positiv fürs Wochenende. Wir wollen in beiden Rennen möglichst weit vorne starten, dann ist vielleicht sogar ein Podiumsplatz drin“, erklärte Cairoli.

Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) startete als Zweitschnellster ebenfalls stark in das zweite DTM-Wochenende. „Unser Fokus lag im Freien Training weniger auf Experimenten am Setup, sondern ganz klar auf viel Fahrzeit. Hinten raus bin ich mit frischen Reifen mehrere schnelle Runden gefahren, um mich bestmöglich auf das Qualifying vorzubereiten. Ich fühle mich gut gerüstet fürs Wochenende und bin optimistisch, dass wir vorne mitmischen können“, gab sich Dörr kämpferisch. Thomas Preining (A/Manthey) beendete das Freie Training im Porsche 911 GT3 R auf Rang drei. Stark verbessert gegenüber dem Auftakt im österreichischen Spielberg zeigte sich Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), der im neuen Lamborghini Temerario GT3 viertschnellster Pilot wurde. Ricardo Feller (CH/Manthey) steuerte den zweiten Neunelfer vom Team Manthey auf Position fünf, Spitzenreiter Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) unterstrich nach seinem Sieg beim ADAC Ravenol 24h Nürburgring als Sechster seine zurzeit gute Form.

Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 25 Grad begleiteten das Feld am Freitag beim Freien Training auf dem Formel-1-Kurs in den Niederlanden. Während die meisten Fahrer in der ersten Session verschiedene Einstellungen an den Fahrzeugen testeten, schalteten sie am Nachmittag am Ende der zweiten Einheit in den Qualifying-Modus um und fuhren Top-Zeiten. Cairoli gelang die Bestmarke spät in seinem 15. Umlauf, Dörr schob sich in seiner letzten Runde auf Rang zwei vor.

Das erste Qualifying am Circuit Zandvoort wird am Samstag um 9:45 Uhr gestartet.