Montag, 30. September 2024

Rast triumphiert in Spielberg, Bortolotti vorm Finale an der Spitze

  •  BMW-Pilot feiert auf dem Red Bull Ring seinen zweiten DTM-Saisonerfolg
  •  Lokalmatador Preining beendet Sonntagslauf auf Rang zwei
  •  41.000 Besucher verfolgen packende DTM-Rennaction in den Alpen

Renè Rast, BMW #33
Foto: Jens Hawrda

Für René Rast (Bregenz) bleibt der Red Bull Ring ein erfolgreiches Pflaster. Der BMW-Werkspilot von Schubert Motorsport gewann am Sonntag auf dem Alpenkurs den 14. DTM-Lauf und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr. Mit einer cleveren Strategie und einer nahezu fehlerlosen Fahrt sicherte sich der 37-Jährige seinen insgesamt 28. DTM-Sieg. „Am Red Bull Ring machen mir die Rennen besonders viel Spaß. Umso schöner ist der Sieg. Mein Start war nicht gut, danach musste ich mich von Platz vier aus nach vorne arbeiten. In der Schlussphase habe ich Thomas Preining immer wieder im Rückspiegel gesehen. Ich wusste, dass ich keinen einzigen Fehler machen darf“, bilanzierte Rast. Platz zwei belegte Lokalmatador Thomas Preining (A) im Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA. Arjun Maini (IND) vom Mercedes-AMG Team HRT zeigte erneut eine starke Leistung und fuhr wie im Samstagslauf auf den dritten Podiumsplatz. Tabellenführer Mirko Bortolotti (I) von SSR Performance konnte mit Rang vier seinen Vorsprung auf 15 Punkte ausbauen. Sein schärfster Verfolger Kelvin van der Linde (ZA) komplettierte im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline die Top-Fünf. Den vorletzten DTM-Stopp im österreichischen Spielberg erlebten 41.000 Besucher.


Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Saisonrennen 14 von 16

  •     Streckenlänge: 4.318 Meter
  •     Wetter: 12 Grad, heiter bis wolkig
  •     Pole-Position: Mirko Bortolotti (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2
  •     Sieger: René Rast (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #33)
  •     Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91),


Pole-Setter Bortolotti war im ersten Rennabschnitt der bestimmende Akteur. Hinter dem führenden Lamborghini-Werksfahrer belegte Luca Engstler (Kempten) vom Lamborghini Team Liqui Moly by GRT Platz zwei. Dahinter gab es harte Positionskämpfe zwischen Rast und Preining, die von der zweiten Reihe aus in den Sonntagslauf gegangen waren. Rast konnte sich im weiteren Rennverlauf auf Platz zwei vorarbeiten, hinter dem dreifachen Champion folgten Engstler, Preining und Lamborghini-Pilot Franck Perera (F) vom Lamborghini Team TGI by GRT.

Die Pflicht-Boxenstopps wirbelten die Top-Fünf durcheinander. Rast wechselte die Pirelli-Slicks später als seine Konkurrenten und kam danach vor dem bis dahin führenden Bortolotti auf die Strecke, der kurz danach von Preining und wenig später auch von Arjun Maini (IND) im Mercedes-AMG GT3 überholt wurde. Auf Platz fünf hatte sich der Gesamtzweite Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline vorgeschoben. Rast büßte im letzten Rennabschnitt gegen den anstürmenden Preining einen Großteil seines Vorsprungs ein, ließ den Österreicher jedoch nie in Schlagdistanz kommen. Nach 39 Runden überquerte der BMW-Pilot als Erster die Ziellinie vor Preining, Maini, Bortolotti und Kelvin van der Linde.

Sheldon van der Linde (ZA) steuerte einen zweiten BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport auf Rang sechs. Ayhancan Güven (TR) lieferte sich harte Rad-Rad-Duelle mit seinen Konkurrenten und wurde im zweiten Neunelfer von Manthey EMA Siebter. Der Gesamtdritte Maro Engel (Monaco) machte fünf Positionen gut und konnte mit Rang acht den Anschluss an die Tabellenspitze halten. Perera beendete den 14. DTM-Lauf auf Rang neun, bester Ferrari-Fahrer war Jack Aitken (GB) von Emil Frey Racing als Zehnter.

Weitere Stimmen zum Rennen

Thomas Preining: „Ich hätte gerne gewonnen, weil wir sowohl im Qualifying als auch im Rennen eine richtig starke Performance hingelegt haben. Leider hat das letzte halbe Prozent gefehlt. Ein Podium bei meinem Heimspiel ist cool, aber am Ende nur ein kleiner Trost für eine enttäuschende Saison.“

Arjun Maini: „Es war ein actionreiches, umkämpftes Rennen. Das Podium fühlt sich noch besser an als das am Samstag, weil ich mich von Startplatz acht aus bis zum dritten Rang vorarbeiten konnte. Entscheidend war, dass ich meine Reifen nach dem Boxenstopp schnell auf die richtige Temperatur bekommen habe.“

Ergebnis, 14. Meisterschaftslauf, Red Bull Ring (Top-Five)

1. René Rast (D/Schubert Motorsport)
2. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,668 Sekunden
3. Arjun Maini (IND/Mercedes-AMG Team HRT), +10,367 Sekunden
4. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +14,773 Sekunden
5. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline), +15,877 Sekunden

Sonntag, 29. September 2024

Seppänen nach Pole weiter auf Titelkurs

Elias Seppänen holt Pole fürs Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Im zweiten Qualifying des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring zeigte sich der Tabellenführer Elias Seppänen (FIN) im Mercedes-AMG GT3 von Landgraf Motorsport in Bestform. Für den 20-Jährigen, der sich sein Fahrzeug mit Tom Kalender (Hamm/Sieg) teilt, war es bereits die dritte Pole-Position in der Saison 2024. „Ich bin sehr glücklich, dass ich mir erneut die Pole sichern konnte. Außerdem haben wir wieder drei Punkte mitgenommen, was im Titelrennen natürlich sehr wichtig ist“, sagte Seppänen. Hinter ihm platzierte sich der Ferrari 296 GT3 der beiden Schweizer Alain Valente und Jean-Luc D´Auria (beide Emil Frey Racing). Rang drei belegten Maxime Oosten (NL) und Leon Köhler (Erlenbach am Main) von FK Performance. Das BMW-Duo als Tabellenzweiter steht somit direkt hinter den aktuellen Spitzenreitern in der Startaufstellung. 

Bei trockenen Bedingungen startete das zweite Qualifying am Sonntagmorgen auf dem österreichischen Traditionskurs in der Steiermark. Mit zehn Grad Celsius war die Streckentemperatur fast doppelt so hoch wie noch im ersten Zeittraining am Samstag. Durch die Verbesserung der Asphaltverhältnisse konnten die Piloten den Pirelli-Reifen schneller in ein optimales Arbeitsfenster bringen. Dies bewies Alexander Schwarzer (D) im Porsche 911 GT3 R von Fach Auto Tech zur Halbzeit, indem er die Bestzeit aus dem ersten Qualifying mit rund drei Sekunden deutlich unterbot. Bei noch sieben verbleibenden Minuten entbrannte ein spannender Kampf um die Pole-Position. Am Ende war es Seppänen, der den 4,318 Kilometer Kurs in 1:28,764 Minuten am schnellsten umrundete und sich die Qualifyings-Bestzeit erzielte.


Den Titel fest im Visier: Mirko Bortolotti fährt auf die Pole

Mirko Bortolotti, Lamborghini #92
Foto: Jens Hawrda

Tabellenführer Mirko Bortolotti ist im Meister-Modus. Der Lamborghini-Pilot von SSR Performance holte am Sonntagmorgen beim zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring die Pole-Position und damit drei wichtige Punkte für die Meisterschaft. In Spielberg fuhr der Italiener mit 1:27,921 Minuten die schnellste Runde und blieb als einziger Fahrer unter der 1:28,000-Minuten-Marke.

„Ich konnte es im ersten Moment gar nicht glauben, was für eine überragende Runde. Bei den kühlen Temperaturen war es eine große Herausforderung, den Reifen ins optimale Arbeitsfenster zu bekommen. Mit René Rast habe ich einen unfassbar schnellen Fahrer direkt hinter mir. Daher erwartet uns ein intensives Rennen“, sagte Bortolotti nach seiner zweiten Saison-Pole. Mit einem Abstand von 0,263 Sekunden folgte Luca Engstler vom Lamborghini Team Liqui Moly by GRT auf Platz zwei. Dahinter konnte sich Renè Rast im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport erstmals in dieser Saison unter den Top-Drei im Qualifying platzieren. Der aktuelle DTM-Champion Thomas Preining wurde im Porsche 911 GT3 R von Manthey EMA Vierter, sein Teamkollege Ayhancan Güven belegte Rang fünf. Der Gesamtzweite Kelvin van der Linde vom Audi-Team Abt Sportsline kam nicht über Platz elf hinaus, zwei Positionen dahinter folgte der Tabellendritte Maro Engel im Mercedes-AMG GT3.

Im Gegensatz zum ersten Qualifying am Samstag war die Fahrbahn auf dem Red Bull Ring am Sonntagmorgen vollständig trocken. Allerdings betrugen die Temperaturen beim Start zum zweiten Zeittraining nur acht Grad. Daher dauerte es einige Runden, die Pirelli-Slicks in das optimale Arbeitsfenster zu bringen. Viele Piloten gingen deshalb schon früh auf die 4,318 Kilometer lange Strecke, um mit perfekt angewärmten Pneus die Jagd nach der perfekten Runde zu starten. Rast fuhr die ersten starken Zeiten, bevor Engstler die Spitze übernahm. Gut eine Minute vor Ende des zweiten Qualifyings schlug Bortolotti eiskalt zu und markierte die absolute Top-Marke.

Ergebnis Qualifying, 14. Saisonlauf, Red Bull Ring (Top-Five)

  1. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), 1:27,921 Minuten
  2. Luca Engstler (D/Lamborghini Team Liqui Moly by GRT), +0,263 Sekunden
  3. René Rast (D/Schubert Motorsport), +0,347 Sekunden
  4. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,474 Sekunden
  5. Ayhancan Güven (TR/Manthey EMA), +0,535 Sekunden


Porsche-Duo Zulauf/Knopp macht mit zweiten Saisonsieg Titelkampf spannend

  • Dreifachsieg für Porsche in der ADAC GT4 Germany
  • Zulauf/Knopp gewinnen auch die Junior-Wertung
  • Nächster Trophy-Triumph für Max Kronberg

Finn Zulauf / Josef Knopp, Porsche #31
Foto: Jens Hawrda

Finn Zulauf (20/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) sind Sieger des Samstagsrennens der ADAC GT4 Germany auf dem Red Bull Ring und machten entscheidenden Boden in der Tabelle gut. Durch ihren zweiten Saisonsieg verkürzten die in der Gesamtwertung zweitplatzierten Porsche 718 Cayman GT4-Piloten ihren Rückstand auf die Tabellenführer Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (38/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) auf 26 Punkte. Damit erfährt das Titelrennen bei noch drei ausstehenden Wertungsläufen neue Spannung. Auf Platz zwei fuhren beim Heimspiel ihres Teams Razoon - more than Racing Simon Birch (17/DNK) und Denny Berndt (19/Berlin) in einem weiteren Porsche. Hinter deren Markenkollegen Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (37/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) belegten Schrey/Piana den vierten Rang.

Das Rennen begann zunächst Jan Marschalkowski (21/Inning am Ammersee, EastSide Motorsport) von der Pole-Position aus. Im Aston Martin Vantage GT4 bestimmte dieser zunächst auch souverän das Geschehen und baute sich einen Vorsprung von über 3,5 Sekunden auf. Eine Safety-Car-Phase nach rund elf Rennminuten brachte das Feld aber wieder zusammen. Beim Restart folgte dann eine Enttäuschung für Marschalkowski als er seinen Aston Martin mit technischem Defekt in der ersten Kurve abstellen musste.

Profiteur war Birch, der im Porsche die Führung übernahm. Doch seine beiden Markenkollegen Ivan Ekelchik (27, Wimmer Werk Motorsport) und Josef Knopp machten sich im Rückspiegel des Dänen breit. Es entwickelte sich ein sehenswerter Dreikampf, jedoch kam es im ersten Rennabschnitt zu keinem Überholvorgang mehr. Vom Führungstrio bog Knopp als Erster zum Fahrerwechsel ab. Die Taktik zahlte sich aus. Sein Partner Zulauf konnte eine Position gegenüber Ekelchiks Teamkollege Ferdinand Winter (20/Grafenrheinfeld) gutmachen. Denny Berndt, der von Birch übernommen hatte, markierte die Spitze. Mit kontinuierlich schnellen Rundenzeiten verkürzte Zulauf im Anschluss den Rückstand auf Berndt. Rund zwölf Minuten vor Ende überholte er diesen letztendlich und fuhr mit final 2,3 Sekunden Vorsprung zum Sieg, der für das Duo Zulauf/Knopp gleichzeitig auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.

Ferdinand Winter verlor im weiteren Rennverlauf den dritten Platz an einen heranstürmenden Enzo Joulié (20/AND, BWT Mücke Motorsport). Der Mercedes-AMG GT4-Fahrer beendete das Rennen gemeinsam mit Partner Marc de Fulgencio (25/ESP) zunächst auf auf Rang drei. Das Duo wurde am Abend aber wegen eines technischen Vergehens aus der Wertung genommen.

Um Rang vier auf der Strecke entwickelte sich in den letzten Rennminuten noch ein Zweikampf zwischen Porsche-Fahrer Hendrik Still sowie Tabellenführer Michael Schrey, den Still für sich entschied. Dessen Teamkollege Max Kronberg (37/Singapur) freute sich zudem über den Sieg in der Trophy-Wertung. Durch die Disqualifikation gegen Joulié/de Fulgencio rückten Still/Kronberg auf Platz drei vor.

Hinter Schrey/Piana belegten Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst-Lichtenhagen) und Luca Bosco (20/ITA, beide BWT Mücke Motorsport) im zweiten Mercedes-AMG von BWT Mücke Motorsport Platz fünf vor dem BMW-Duo Tim Reiter (25/Stuttgart) und Leon Wassertheurer (22/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Siebte wurden Tano Neumann (49/BGR) und Alon Gabbay (20/ISR, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche. Der zunächst aussichtsreich platzierte Ferdinand Winter musste im Rennverlauf noch eine Penalty-Lap absolvieren und fiel im Klassement schließlich auf die achte Position zurück. Die Top Zehn komplettierten Mohan Ritson (22/GBR) und Gianni van de Craats (19/NLD, beide FK Performance Motorsport) im BMW sowie deren Markenkollegen Damon Surzyshyn (47/CAN) und Jan Matyas (20/CZE, beide Razoon - more than Racing).

Stimmen nach dem Rennen

Finn Zulauf – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Der Sieg war richtig gut in Bezug auf das Titelrennen. Das war heute das Wichtigste. Ich hoffe, dass wir das morgen nochmals hinbekommen und weiter Boden auf die Tabellenführer gutmachen. Mein Stint lief klasse. Ich hatte versucht, etwas Druck auf den Porsche vor mit aufzubauen, denn ich konnte einen guten Speed gehen. Ich hatte genug Zeit, um ihn mir zurechtzulegen und irgendwann klappte es dann mit dem Überholen. Da war die Freude natürlich groß.“

Josef Knopp – Sieger für AVIA W&S Motorsport

„Wir erreichten heute endlich das, was wir uns verdient hatten. Es war ein klasse Rennen. Unser Ziel in diesen Jahr ist der Titel – und das Gewinnen von Rennen ist ein Schritt auf diesem Weg. Somit sind wir natürlich extrem glücklich. Am Sonntag greifen wir erneut an.“

Denny Berndt – Platz zwei für Razoon - more than Racing

„Es war ein sehr schönes Rennen, das richtig viel Spaß gemacht hat. Ich konnte zunächst den Abstand zu Finn halten. Doch er war heute extrem schnell und überholte mich schließlich. Danach fuhr ich das Rennen konstant zu Ende.“

Simon Birch – Platz zwei für Razoon - more than Racing

„Ich hatte einen super Stint. Ich startete von Platz zwei und konnte die Position zunächst halten. Dann rollte vor mir der Aston Martin aus, was uns die zwischenzeitige Führung brachte. Letztendlich beendeten das Rennen auf Platz zwei. Damit können wir zufrieden sein.“

Haupt Racing Team holt den 40. Mercedes-AMG-Sieg

HRT dominiert mit vier Mercedes-AMG GT3 in den Top-Fünf. HRT-Eigner Hubert Haupt und Dennis Fetzer siegen in der ProAm-Klasse. Kalender und Seppänen bauen mit Podestplatz die Tabellenführung aus.

Mercedes-AMG feierte auf dem Red Bull Ring einen Fünffach-Triumpf
Foto: ADAC-Motorsport

  • HRT dominiert mit vier Mercedes-AMG GT3 in den Top-Fünf
  • HRT-Eigner Hubert Haupt und Dennis Fetzer siegen in der ProAm-Klasse
  • Kalender und Seppänen bauen mit Podestplatz die Tabellenführung aus

Ein Triumph für die Geschichtsbücher: Im Samstagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring gelang Mercedes-AMG nicht nur ein Fünffach-Sieg, es war zudem auch der 40. Erfolg in der traditionsreichen Meisterschaft. Als Gewinner fuhren Jannes Fittje (Langenhain) und Finn Wiebelhaus (Obertshausen) vom Haupt Racing Team über die Ziellinie, für die es der erste Sieg in der laufenden Saison war. „Ich hatte einen guten Rennstart, bei dem ich relativ schnell den Spitzenplatz einnahm. Der Rennspeed war super und das Auto lief perfekt. Es hat großen Spaß gemacht“, beschrieb Wiebelhaus den Rennverlauf. Sein Teamkollege Fittje bilanzierte: „Meine Aufgabe war es, den vorderen Ferrari einzuholen, der wirklich schnell unterwegs war. Am Ende hat aber alles gut funktioniert. Wir haben lange auf den ersten Saisonerfolg gewartet. Ich freue mich sehr, dass wir den großen Pokal nun endlich mitnehmen konnten.“ David Schumacher (Salzburg) und Salman Owega (Köln) komplettierten im Mercedes-AMG als Zweite einen Doppelsieg von HRT vor den Tabellenführern Tom Kalender (Hamm/Sieg) und dem Finnen Elias Seppänen, die mit ihrem dritten Platz den Vorsprung in der Tabelle auf 18 Punkte ausbauten.

Pole-Setter Max Reis (Ramstein) im Mercedes-AMG GT3 behauptete zu Beginn des Rennens die Führung, musste diese jedoch bereits in der dritten Kurve an seinen Teamkollegen Wiebelhaus abgeben. In den Vordergrund spielte sich in der Anfangsphase der Italiener Fabrizio Crestani im Ferrari 296 GT3 von Racing One, der von der sechsten Position bis auf den zweiten Rang nach vorne fuhr. Bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters setzten sich Wiebelhaus und Crestani vom Rest des Feldes ab. 

Nach dem Fahrerwechsel tauschten die Piloten nicht nur ihre Cockpits, sondern auch ihre Positionen. Der Österreicher Ernst Kirchmayr im Ferrari übernahm dadurch die Spitze. Hinter ihm reihte sich Fittje im Mercedes-AMG ein, der die Lücke zum Erstplatzierten erst schloss, dann an ihm vorbeizog und den Sieg sicher nach Hause brachte. Kirchmayr verlor im Anschluss noch weitere Positionen und fiel bis auf Rang sechs zurück. Zuerst überholte ihn Owega, der mit dem zweiten Platz sichtlich zufrieden war: „Wir hatten ein tolles Rennen, bei dem wir endlich wieder auf einem Podestplatz gelandet sind. Am meisten Spaß hat mir das Duell mit Elias gemacht, das war echt super.“ Für den Drittplatzierten Seppänen, der zusammen mit Kalender von Startplatz zwölf kam, war es ebenfalls ein erfolgreicher Lauf: „Wir haben versucht, den Fokus komplett auf unser Rennen zu legen und weniger auf unsere Verfolger in der Meisterschaft zu achten. Den Vorsprung dabei in der Tabelle zu vergrößern, ist natürlich fantastisch.“

Auf der vierten Position sahen Reis und sein südafrikanischer Teamkollege Kwanda Mokoena die Zielflagge. Hubert Haupt (München) und Dennis Fetzer (Buseck) sicherten sich mit Rang fünf den Sieg in der ProAm-Wertung. Teambesitzer Haupt komplettierte damit einen denkwürdigen Tag für sein Team: Vier Fahrzeuge in den Top-Fünf ins Ziel zu bringen und neben dem Gesamtsieg auch einen Klassenerfolg zu feiern, gelang noch keinem anderen Team in der Geschichte der Serie. Den sechsten Platz erreichten die Ferrari-Piloten Kirchmayr/Crestani vor dem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von Simon Connor Primm (Großschirma)/Jonas Greif (Coswig/beide Paul Motorsport) auf Rang sieben. Auf dem achten Platz positionierten sich der Franzose Loris Cabirou und Taylor Hagler aus den USA im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom Grasser Racing Team. Die Meisterschaftszweiten, Leon Köhler (Erlenbach am Main) und Maxime Oosten aus den Niederlanden, reihten sich im BMW M4 GT3 von FK Performance auf dem neunten Rang ein. Die Top-Ten komplettierten die Holzem-Zwillinge Sandro und Juliano (beide Polch) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Land Motorsport.