Donnerstag, 5. September 2024

Zusammenfassung IDM Rennwochenende am Nürburgring

Nebel, Meistertitel und Steilvorlagen in der Eifel

Foto: Jens Hawrda

Viel Nebel, keine Sicht und dadurch ständig veränderte Zeitpläne. Aber das Wetter-Drama in der Eifel konnte die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) bei ihrem Comeback auf dem Nürburgring nicht ausbremsen. An zwei Tagen hatten alle Klassen stundenlang im Nebel gestochert und etliche Trainings fielen aus. Aber als die Schleier weniger wurden und sich sogar die Sonne ihren Weg durch die Wolken bahnte, gab es für die Fahrer in den Prädikats- und Cup-Klassen kein Halten mehr. Es ging um den Endspurt vor dem Finale in Hockenheim in drei Wochen. In der Top-Klasse IDM Superbike fuhr Ilya Mikhalchik auf BMW vorzeitig zum Titelgewinn.

Die Superbikes rollten am Sonntag bei blendenden Bedingungen am Fuße der Nürburg auf die Strecke. Sollte das ein Traumtag für den 28-jährigen BMW-Fahrer Ilya Mikhalchik werden, an dem er vorzeitig den Titel gewinnt? Sein einzig verbliebener Konkurrent war Honda-Titelverteidiger Florian Alt. Doch dieser machte sich nach seinem verhängnisvollen Sturz vor zwei Wochen in Assen, bei dem er tiefe Fleischwunden in der rechten Hand erlitt, kaum noch Hoffnungen. Doch kampflos aufgeben wollte er nicht. Nur in der Startaufstellung gab er dann zu: „Ich habe Schmerzen wie Sau, aber ich probiere es.“ Mikhalchik gewann das Rennen, nachdem er sich einen erbitterten Kampf mit dem estnischen BMW-Kollegen Hannes Soomer geliefert hatte. Dritter wurde Toni Finsterbusch (BMW). Auf dem Podium standen ein Ukrainer, ein Este und ein Deutscher.. Alt kam trotz seiner lädierten Hand bravourös als Fünfter ins Ziel.

Im zweiten Lauf musste Mikhalchik unter den Top 13 im Ziel ankommen. Der Titel wurde ihm fast auf dem Silbertablett serviert. Er musste nur noch zugreifen. Nach 18 Runden über 3,618 Kilometer stand es endgültig fest: Der 28-jährige Ukrainer ist vorzeitig IDM-Champion in der Topklasse und das zum vierten Mal. Mikhalchiks Lebensgefährtin Milana, Mutter Ludmilla, die Tante und sogar die Oma waren auf den Nürburgring gekommen, um ihren persönlichen Superstar zu feiern, der nach seinem großen Triumph mit der blau-gelben Flagge der Ukraine zur Siegerehrung ins Fahrerlager zurückkehrte. Nur zu gerne hätte er den Erfolg mit einem weiteren Sieg gekrönt, doch diesen schnappte sich Hannes Soomer. Der Este trug sich als neuer Sieger in die Historie der IDM Superbike ein. Ein entfesselter Lorenzo Zanetti, der sich die Gegner gleich im Doppelpack schnappte, wurde Dritter. Der Italiener schlüpfte in den letzten Runden mit seiner Ducati an Finsterbusch vorbei und verhinderte damit eine Komplettbesetzung durch BMW, wie im ersten Lauf. Florian Alt kam als Fünfter ins Ziel und hatte höllische Schmerzen in der Hand. Aber das ist Florian Alt: Aufgeben ist kein Thema.

In der IDM Supersport gewann Twan Smits (Yamaha) beide Rennen. Für den Titelkampf ist es zu spät, aber der noch aktuelle Vizemeister zeigte, dass die Konkurrenz trotz seiner durchwachsenen Saison immer mit ihm rechnen muss. Dirk Geiger eroberte zwei zweite Plätze auf Honda und fuhr damit das bisher beste Wochenendergebnis für den Hersteller ein. Und „Lucky Luc“ Luca Göttlicher war nach dem ersten Rennen vom elften Startplatz aus als Dritter aufs Podium geprescht.

Der Meisterschaftsführende Andreas Kofler (Yamaha) kam in der Eifel nicht zum Zug. Im zweiten Rennen versiebte er den Start. Das war ungewöhnlich, denn eigentlich ist der Österreicher für seine Blitzstarts bekannt. Dass Smits und Geiger vor ihm waren, störte ihn hinsichtlich der Gesamtwertung herzlich wenig, denn beide spielen im Titelkampf keine Rolle für ihn. Kofler musste lediglich aufpassen, dass sein direkter Rivale Luca de Vleeschauwer (Triumph) hinter ihm blieb. Und dem war auch so. Der dritte Platz ging diesmal an Daniel Blin (Ducati), aber das war reine Schadensbegrenzung. Der Pole war im ersten Lauf gestürzt. Der Airbag in der Lederkombi ging auf. Blin konnte die Auslaufzone körperlich unbeschadet verlassen. Statistisch warf ihn der Vorfall dagegen endgültig aus dem Titelkampf und Lennox Lehmann (Yamaha) ist in der Gesamtwertung auch noch an ihm vorbeigezogen und neuer Gesamt-Dritter.

Einen spannenden Schlagabtausch lieferten sich auf dem Nürburgring in der Supersport 300 die Teamkollegen aus dem Hause Freudenberg KTM-PALIGO Racing. Im ersten Lauf setzte Phillip Tonn seine Siegesserie mit dem dritten Triumph fort, die er zuvor in Assen mit einem Doppelsieg begonnen hatte. Der Deutsche schien seinen Durchbruch endlich geschafft zu haben und ließ Ruben Bijman und Oliver Svendsen auf den Rängen zwei und drei zurück. Svendsen verlor jedoch nachträglich seinen Podestplatz durch eine  Strafe an den Niederländer Dylan Czarkowski (Yamaha) und wurde somit Vierter. Im zweiten Rennen antwortete der Däne prompt auf diesen Rückschlag und sicherte sich den Sieg vor Bijman und Tonn. Mit diesem Erfolg baute Svendsen seine Führung in der Meisterschaft aus und fährt mit einem komfortablen Vorsprung von 30 Punkten zu den letzten beiden Rennen.
Atemberaubende Kämpfe in allen Prädikatsklassen und Cups hielten die zahlreichen Zuschauer bei Laune, die ins Paddock strömten. Vom 20. bis 22. September 2024 findet auf dem Hockenheimring das große  Saisonfinale statt.

GERT56: Podest und nebulöse Ereignisse durch und durch am Nürburgring

Foto: Jens Hawrda


Mit den Rängen drei und vier konnte Toni Finsterbusch am Nürburgring bei der vorlezten Saisonstation der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) einmal mehr Erfolge und kräftig Punkte sammeln. Seine GERT56-Teamkollegen Jan-Ole Jähnig und Patrick „Pax“ Hobelsberger kämpften mit Schwierigkeiten, konnten aber auch Lichtblicke sammeln. Bei noch einer verbleibenden Saisonstation der IDM Superbike rangieren alle drei GERT56-BMW M 1000 RR Piloten in den Top-Acht der Gesamtwertung.

Schwierige Ausgangslage für das GERT56-Trio am Nürburgring: Der Freitag und der Samstagvormittag fielen dem berühmten Eifel-Nebel zum Opfer, kein Rad drehte sich. Damit blieben als Vorbereitung nur ein freies Training und ein Qualifying übrig, um sich auf die beiden Rennen vom Sonntag einzuschießen.

Jan-Ole Jähnig ließ seine Mannschaft um Crewchief Holger Homfeldt und Teamchef Karsten Wolf jubeln: Der Youngster im Team belegte im freien Training den ersten Platz, anderthalb Zehntelsekunden vor Hobelsberger. Mit Finsterbusch startete die Mannschaft mit drei Piloten in den Top-Fünf ins verkürzte Wochenende. Im Qualifying unterstrich Jähnig seine Form und landete um 0,047 Sekunden auf dem zweiten Startplatz hinter Ilya Mikhalchik, der später am Wochenende den vorzeitigen Meistertitel feiern sollte. Hobelsberger holte Startplatz fünf, Finsterbusch ging auf sieben in die Startaufstellung.

Im ersten Lauf musste Jähnig Eingangs der siebten Runde vorzeitig aufgeben. Er hatte im Fight mit Alt eine Berührung mit der Honda des Vorjahresmeisters und kam dabei zu Sturz. Finsterbusch und Hobelsberger hielten bis zur Rennhalbzeit mit der Spitze mit, allerdings musste Letzterer ab Runde zwölf abreißen lassen. Finsterbusch brachte das Podest nach Hause, Hobelsberger fiel auf sieben zurück.

Im zweiten Rennen hielt Finsterbusch lange den dritten Rang, musste sich gegen Ende aber noch dem Italiener Lorenzo Zanetti geschlagen geben und kam auf vier über die Ziellinie. Jähnig hingegen verfolgte ganz andere Ziele: Er wollte endlich wieder die Zielflagge sehen. Besonnen fuhr er sein Rennen zu Ende und landete auf dem achten Rang. Hobelsberger hingegen bekam Schwierigkeiten und brachte sein Bike auf dem zwölften Rang ins Ziel.

Nach zwölf von 14 Läufen rangiert Toni Finsterbusch mit 148 Punkten auf dem dritten Meisterschaftsrang. Er hat 29 Zähler Rückstand auf Platz zwei und elf Punkte Vorsprung auf Patrick Hobelsberger (137 Punkte) auf Rang vier. Jan-Ole Jähnig (97) ist Achter. 

Stimmen der GERT56 Piloten zum Rennwochenende am Nürburgring

Patrick Hobelsberger:
„Das Wetter machte uns einen gewaltigen Strich durch die Rechnung und wir konnten am Freitag keine einzige Runde drehen, da der Nebel zu dicht war. Am Samstagmorgen wurde das FP3 und die SSP auch gestrichen, da der Nebel immer noch zu stark war. Kaum zu glauben, da es überall in Deutschland gefühlt 35 Grad hatte. Am Nachmittag konnten wir ein einziges freies Training und am Abend ein Quali fahren. Es war sehr wenig Fahrzeit am Wochenende, dennoch hatten wir sofort einen super Rhythmus gefunden und belegten Platz zwei im freien Training und Rang fünf im Qualifying. Mein Gefühl war sehr gut, ich war spielerisch locker unterwegs. Eine perfekte Runde für das Quali fand ich leider nicht, dennoch war unsere Pace absolut super!

Am Sonntag fehlten mir absolut die Worte. Am Samstagabend hätte ich ein solches Szenario für unmöglich gehalten. Im ersten Rennen hatte ich einen super Start, konnte mit der Führungsgruppe auf Platz drei sehr lange mitgehen als ich merkte, dass meine Linien viel zu weit waren. Ich begann extrem zu pushen und konnte die Lücke erneut schließen. Zu Rennmitte war ich konstant hinter meinem Teamkollegen Toni unterwegs. Leider passierte mir ein kleiner Fehler und ich musste ins Gras ausweichen, da ich absolut am Limit war. Ich bekam Probleme mit den Reifen und konnte kaum etwas dagegen machen. So verlor ich erneut zwei Positionen und musste mit Platz sieben extreme Schadensbegrenzung betreiben.

Im zweiten Rennen hatte ich mehrere Berührungen in den ersten beiden Kurven und verlor ewig viel Plätze. Auf P10 kam ich durch die erste Runde. Mein Problem mit den Reifen begann gefühlt direkt schon in Runde zwei. Da dies noch nicht genug war hatte ich mehrere Spritzer Wasser am Visier und meine Motor-Temperatur wurde immer heißer und heißer. Auf der Geraden musste ich aus dem Windschatten herausfahren, um mein Bike zu kühlen und verlor erneut Position für Position. Auf Start-Ziel wurde ich mehrfach im geradeaus fahren überholt. Das Bike konnte ich kaum stoppen, ich ging permanent weit, hatte keinen Grip, verlor die Front und das Heck mehrfach, und bekam überhaupt keine Leistung und kaum Beschleunigung. Fahrerisch konnte ich so gut wie gar nichts machen, konnte keinen einzigen Konterversuch starten und war mehr damit beschäftigt nicht zu stürzen, anstatt schnell Motorrad zu fahren. Mir ging wohl mein komplettes Talent aus, um irgendwie auf die Probleme zu reagieren. Alles, was ich versuchte, machte es nicht besser sondern nur gefährlicher, Null Punkte zu holen. So entschied ich mich, mit stumpfen Waffen und mangelnder Fahrer-Performance irgendwie ins Ziel zu retten und alle Punkte mitzunehmen die ich irgendwie halbwegs halten konnte. Am Ende Platz zwölf. Für mich war das, ehrlich gesagt, eine reine Vollkatastrophe. Solche Sachen sollen und dürfen auf unserem Level nicht passieren. Und wenn sie passieren, bin ich mir sicher hätte man es fahrerisch ein wenig besser ‚retten’ können. Manchmal gewinnt man und manchmal lernt man. Heute kann ich sagen: Ich habe sehr viel gelernt! Vielen Dank an das Team und speziell an meinen Techniker Ronny, der jeden einzelnen Stein 30x auf rechts und 30x auf links drehen wird um mir für Hockenheim ein perfektes Motorrad zu geben! Auch ich werde mir fahrerisch, technisch und in meinem knochenharten Training einen Plan zurecht machen, um in Hockenheim wieder anzugreifen und die Saison so gut abzuschließen wie sie begonnen hat!“

Toni Finsterbusch:
„Solides Wochenende für mich! Freitag war recht entspannt – außer einer Runde im Auto um die Nordschleife ist wegen des Nebels leider nicht viel passiert. Samstag war auch etwas durcheinander, sodass wir unser Qualifying erst sehr spät hatten. Da habe ich mich mit Platz sieben solide raus gezogen, war aber natürlich nicht wirklich zufrieden. Ich habe dann gehofft, dass ich in den Rennen ein paar gute Start ziehe und das ist mir auch gelungen. Ich konnte auf den ersten Runden immer paar Plätze gut machen und habe versucht, mit der Spitze mit zu gehen. Im ersten Rennen musste ich etwas eher abreißen lassen. Ich hatte aber etwas Luft nach hinten und konnte den dritten Platz heim bringen. Damit war ich mega-happy, gerade nach dem ich mit der Ausgangsposition nicht mit dem Podest gerechnet habe. Im zweiten Rennen waren wir eine schöne Vierergruppe. Leider war mein zweiter Fehler einer zu viel, als ich mich Ende Start-Ziel verbremst habe. Damit ist eine Lücke aufgegangen und ich konnte nicht schneller als die Jungs vor mir. Platz drei und vier, das sind gute Punkte für die Meisterschaft. Ein Wochenende ist noch übrig und wir schauen, dass wir den Platz verteidigen können. Meine Crew rund um Filip hat einen mega Job gemacht und jetzt greifen wir am Hockenheimring noch mal an.“

Jan-Ole Jähnig:
„Das war ein komisches Wochenende – am Freitag sind wir wegen Nebels gar nicht gefahren. Das war wirklich unmöglich. Das zog sich eigentlich bis Samstagvormittag, da hatten wir noch eine Extra-Sitzung mit der Rennleitung, damit wir wenigstens noch ein freies Training bekommen, bevor wirs ins Qualfiying gehen. Ich war aber von Anfang an richtig schnell, im FP1 war ich Erster und im Quali Zweiter, das war natürlich ein Traum. Die Rennen liefen aber nicht ganz so gut. Im ersten Lauf hatte ich einen mittelprächtigen Start und konnte mich noch als Fünfter einsortieren. Flo hat mich überholt und in der nächsten Runde habe ich an der gleichen Stelle gebremst, wie immer, aber konnte das Motorrad nicht stoppen und habe ihn mit dem Flügel touchiert. Da ist mir das Vorderrad eingeklappt, das war natürlich mega-ärgerlich nach der Ausgangsposition. Im zweiten Rennen wollte ich nur ins Ziel kommen und habe dementsprechend vielleicht etwas Pace raus genommen und bin mit dem achten Platz dann doch zufrieden nach den Katastrophen-Rennen von Assen und dem ersten Lauf am Nürburgring.“

IDM Nürburgring: Geschafft! Ilya Mikhalchik holt Titel-Nummer 4

4.IDM Superbike-Titel für Ilya Mikhalchik 
Foto: Jens Hawrda

Mit der Reise in die Eifel bog die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft IDM am vergangenen Wochenende auf die Zielgerade der Saison 2024 ein. Bei der sechsten von sieben Veranstaltung ging es im Team Champion-alpha-Van Zon-BMW um den belgischen Werner Daemen wieder um die heiß begehrten Meisterschaftspunkte in der IDM Superbike. Am Start Ilya Mikhalchik (Ukraine), Bálint Kovács (Ungarn), Jan Mohr (Österreich) und Philipp Steinmayr (Österreich). Weiter pausieren musste verletzungsbedingt Max Schmidt (Deutschland).


Hauptthema des ersten Tages war weniger Racing, sondern viel mehr der anhaltende Nebel und die nasse Strecke. Mit wenig aussagkräftigen Runden ging es mit einem 30-minütigen Freien Training am Samstagmittag im Trockenen am Abend in das erste und auch gleichzeitig letzte Qualifying.

Ilya Mikhalchik hatte schon vor dem IDM-Wochenende in der Eifel ein paar Probe-Runden auf dem Nürburgring gedreht, um seine Strecken-Kenntnisse aufzufrischen. Immerhin war der letzte IDM-Besuch auf der früheren GP-Piste fünf Jahre her. Hielt sich der Ukrainer am nassen Freitag noch dezent zurück, musste er sich am Samstag ordentlich langmachen, um die angepeilte Pole-Position zu ergattern. Denn die Abstände zwischen den Konkurrenten betrug manchmal nur wenige Hundertstel. Doch in der letzten Runde des Qualifyings war es mal wieder der Ukrainer, der nochmals nachlagen konnte. Mit einer weiteren Pole-Position konnte er sich in die IDM-Annalen eintragen. Doch ausruhen konnte er sich auf den Pole-Lorbeeren nicht, denn schon 0,047 Sekunden hinter ihm wartete die Konkurrenz.

Ins erste Rennen ging es für Mikhalchik auch gleich gut los, doch die Konkurrenz, vor allem in Form des Esten Hannes Soomer, ließ ihn nicht in Ruhe, sondern mischte kräftig mit im Kampf um die Spitze. Soomer erwies als harte Nuss, die Mikhalchik erst in der letzten von 18 Runden knacken konnte, um damit ein weiteres Mal als Sieger über die Ziellinie zu fahren. «In den ersten fünf, sechs Runden konnte ich mein Rennen und Pace wie geplant fahren», berichtet er nach IDM-Sieg Nr. 8. «Doch dann stürzte jemand und ich sah die gelb-rot gestreifte Flagge, und ich dachte, oh, vielleicht eine Ölspur. Es lagen auch noch Teile rum und ich musste weitgehen, um nicht drüber zu fahren. Dann kam Soomer vorbei und ich habe mir die Sache angeschaut. Und ich habe ein wenig angefangen, mir Gedanken zu machen. Nicht zu viel puschen, nicht über dem Limit fahren. Ich hatte alles unter Kontrolle und begann am Ende mehr Druck zu machen. Und habe gewonnen. Danke. Danke an mein Team und der Sieg geht auch an meine Familie, die hier ist. Vor allem an meine Großmutter, die das erste Mal dabei ist.»

Noch mehr zum Feiern gab es für den Ukrainer dann in Lauf 2. Auch wenn es nicht der Sieg war, sondern ‚nur‘ Platz 2 hinter einem stark kämpfenden Hannes Soomer, so reichte ihm doch der zweite Platz, um sich seinen vierten Meisterschaftstitel vorzeitig zu sichern. «Ich hatte zwar den Start gewonnen, aber dann kam Soomer wieder vorbei», erzählt der neue Champion, «ich habe abgewartet, denn es war inzwischen sehr heiß geworden. Ich kam dann nochmal vorbei, aber ich hatte meine Reifen ein wenig zu sehr rangenommen. Ich wollte nur ankommen und Hannes hat wirklich hart gekämpft. Der zweite Platz ist auch gut und ich freue mich auch für Hannes und seinen ersten Sieg. Ich habe die Meisterschaft gewonnen und schicke meinen Dank an mein Team. Wir waren jedes Wochenende schnell, egal unter welchen Bedingungen, das Bike war immer fantastisch.»

Bálint Kovács hatte wenige Tage vor der Reise an den Nürburgring noch seinen 23. Geburtstag gefeiert. Für den Ungar war es der erste Besuch auf der ehemaligen Formel 1-Strecke. «Auf den ersten Blick schien die Strecke nicht schwierig», urteilte er im Vorfeld, «aber die Asphaltwechsel und der Höhenunterschied machen sie zu einer Herausforderung.» Einer Herausforderung, der sich der Ungar auch mit wenig Trainingskilometern stellte, Ausrutscher inklusive. Die ersten Runden drehte er im Regen. «Der Nebel war so dicht, dass wir nicht mehr als 50-100 Meter weit sehen konnten, was mit 200 PS-Motoren ziemlich gefährlich war», urteilte er. Im Qualifying der Ausrutscher. Doch Kovács konnte nach kurzer Reparatur wieder zurück auf die Strecke und blieb nur sieben Zehntel hinter Polesetter Ilya Mikhalchik.

In den beiden Rennen machte der Ungar seine Sache perfekt. Nach dem Start konnte er sich beide Male gut in der Verfolgergruppe behaupten und mit den Plätzen 8 und 7 zwei Top-Ten-Ergebnisse einfahren. «Ich bin wirklich glücklich», versicherte er nach einem anstrengende Tag. «Ich war das erste Mal überhaupt auf der Strecke, aber konnte zwei starke Rennen abliefern. Im Qualifying hatte ich einen Fehler gemacht, aber zum Glück bin ich mit einem Lowsider und nicht mit einem Highsider gestürzt. Meine Crew konnte das Motorrad wieder aufbauen und ich habe es dann geschafft, mich noch als Elfter zu qualifizieren. Die Rennen waren mehr als gut, die Pace war nahe an der der Spitzenleute. Ich würde mal sagen, auf einer neuen Strecke ohne Test war das ein starkes Ergebnis.»

Doch seine Gedanken gingen auch an seinen Teamkollegen Philipp Steinmayr und Ilya Mikhalchik. «Ich wünsche Phil, der in Rennen 1 einen bösen Sturz hatte, alles Gute», so Kovács, «und natürlich meine Glückwünsche an Ilya zum Gewinn des Meisterschaft,»

Jan Mohr kam aus Österreich an den Nürburgring gereist und fuhr mit einer Verbesserung in der Gesamttabelle um satte drei Plätze wieder ab. Bis auf Rang 12 konnte sich Mohr nach seiner über ein Jahr andauernden Verletzungspause wieder eindrucksvoll in der Meisterschaft etablieren. Vom Qualifying bis zum letzten Rennen trieb sich der Österreicher stets in den Top-Ten herum. Am Sonntag überzeugte er mit zwei sechsten Plätzen.

«Es war ein deutlicher Schritt nach vorne», beschreibt er sein Nürburgring-Wochenende in eigenen Worten. «Vom ersten Training an habe ich mich auf dem Motorrad wohler gefühlt als noch zuletzt in Assen. Sogar bei den nassen Bedingungen. Ich hatte im Qualifying nur 0,6 Sekunden auf die Pole-Zeit. Mit dem geringen Abstand war es mein bestes Quali bisher. Es war extrem, wie viel Fahrer in nur einer Sekunde waren. Die Rennen waren beide gut. Das erste besser als das zweite.»

«Ich musste mich in Lauf 1 ein wenig nach vorn kämpfen«», erzählt er. «Zum Schluss wollte ich noch Florian Alt attackieren, aber mir sind in der ersten Kurve zwei Fehler unterlaufen, die mich gleich sieben oder acht Zehntel gekostet haben. Ich war dann wieder dran, aber es ging sich nicht aus. Nach Ilya Mikhalchik habe ich die zweitschnellste Runde gefahren. Im zweiten Rennen hatte ich einen guten Kampf mit meinem Teamkollegen Bálint Kovács. Doch er war am Ende schneller. Das Problem mit dem Vorderreifen hatten aufgrund der hohen Temperaturen alle, aber ich wohl ein wenig mehr. Aber ich bin happy mit dem Ergebnis.»

Philipp Steinmayr hatte das sonnige Österreich gegen die verregnete und nebelige Eifel getauscht. Sicherlich wäre auch Steinmayr gerne mehr Trainingskilometer auf dem doch fremden Nürburgring gefahren, doch kam ihm der Samstagsmodus mit einem Freien und einem 30-minütige Qualifying entgegen. Zeit genug, letzte Set-up-Arbeiten zu erledigen und ordentlich in Schwung zu kommen. Am Ende des langen Tages belohnte sich Steinmayr mit dem zehnten Startplatz.

In Rennen 1 konnte er die Mühen seines Qualifyings nicht in ein zählbares Ergebnis ummünzen. Der sonst so sattelfeste BMW-Pilot landete im Kies. Per Hubschrauber landete er dann in der Klinik und tauchte auch nicht mehr zu Rennen 2 auf. «Ich werde noch wegen einer möglichen Wirbelverletzung untersucht», meldete er sich am Abend aus dem Krankenhaus, «ansonsten geht’s mir gut. Aber mit Fahrern wird es in dieser Saison wohl nichts mehr.»

Werner Daemen freute sich mit seinem Schützling Ilya Mikhalchik und der Crew über den erneuten Titelgewinn. «Absolut professionell», beurteilt der Teamchef Mikhalchiks Leistung. «Der Auftakt am Sachsenring war nicht so gut, aber dann hat es sich um 360 Grad gedreht. Ilya hat gewonnen oder hat Platz 2 geholt. Er hat kein Fehler gemacht, wie eine Maschine.»

Gemeinsam reist das Team Champion-alpha-Van Zon-BMW nach einer kurzen Pause vom 20. bis 22. September 2024 an den Hockenheimring, um das große Finale der IDM zu feiern. Am liebsten noch mit ein paar guten Ergebnissen.


Dienstag, 3. September 2024

IDM SBK: Soomer holt den Sieg, Mikhalchik den Titel

Hannes Soomer, BMW #38
Foto: Jens Hawrda

Es ist vollbracht. Ilya Mikhalchik (Champion Alpha Van Zon BMW) hat zum vierten Mal den Superbike-Titel in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) gewonnen. Der Ukrainer hätte den Erfolg nur zu gerne mit einem Sieg im zweiten Lauf des Tages gekrönt, doch diesen schnappte ihm Hannes Soomer (Enemat Enos Motorsport) weg.


Nach 18 Runden über 3,618 Kilometer stand es endgültig fest: Der 28-jährige Ukrainer Ilya Mikhalchik ist auf BMW vorzeitig IDM-Champion in der Topklasse und das zum vierten Mal. Viel konnte nicht schiefgehen. Dem Führenden in der Meisterschaft, der mit 58 Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) in die Eifel reiste, hätte schon sehr viel passieren müssen, um die Entscheidung aufzuhalten. Nach seinem Sieg im ersten Lauf, mittlerweile dem achten in der laufenden Saison, bekam er den Titel fast auf dem Silbertablett serviert. Dafür hatte er in den letzten Monaten selbst gesorgt. Mikhalchiks Lebensgefährtin Milana, Mutter Ludmilla, die Tante und sogar die Oma waren auf den Nürburgring gekommen, um ihren persönlichen Superstar zu feiern. Der BMW-Fahrer marschierte nach seinem großen Triumph standesgemäß mit der blau-gelben Flagge der Ukraine zur Siegerehrung ins Fahrerlager ein.

Die große Meisterfeier startet erst zum IDM-Finale in Hockenheim in drei Wochen vom 20. bis 22. September. In der Eifel gab es für den neuen Meister zunächst die Trophäe für den zweiten Platz im Rennen. Der größte Pokal ging an Hannes Soomer. Der Este trug sich als neuer Sieger in die Historie der IDM Superbike ein. Er hatte schon so lange alles daran gesetzt und war immer wieder kurz vor dem Ziel gescheitert – so wie am heutigen Vormittag. Eine glorreiche Platzierung in der Gesamtwertung hat sich der 26-Jährige aus Tallinn nach ein paar Patzern schon lange abgeschminkt. Für ihn stand jetzt nur noch ein Sieg im Fokus. Der 1. September 2024 geht als Meilenstein in seine ganz persönliche Geschichte ein. 

Soomer hatte gleich zu Beginn des Rennens eine Lücke gesehen und huschte an Mikhalchik vorbei. Der Konter ließ nicht lange auf sich warten. Im Schlepptau mit Toni Finsterbusch (GERT56) war es die gleiche Besetzung des Spitzen-Trios wie am Vormittag. Mit etwas Abstand folgten Jan-Ole Jähnig (GERT56) und Florian Alt sowie ein entfesselter Lorenzo Zanetti (Triple M Racing Ducati Frankfurt), der sich die Gegner gleich im Doppelpack schnappte und drei Zehntelsekunden schneller als das Spitzen-Trio unterwegs war. Der Italiener war im Startgetümmel zurückgefallen, entpuppte sich aber schnell als Wundertüte und fuhr auf den vierten Platz nach vorn. Aus dem vorhandenen Trio an der Spitze wurde somit ein Quartett.

Florian Alt, der sich das ganze Jahr über als Einziger dauerhaft erfolgreich gegen die BMW-Armada in der IDM Superbike behauptete, bewegte seine Honda auf dem fünften Platz ohne Bedrohung von irgendeiner Seite. Mit seinen Rundenzeiten hätte er durchaus auch vorne mitfahren können, doch dazu war der 28-jährige Engelskirchener zu Beginn zu vorsichtig gewesen. Was er leistete, war ohnehin unbeschreiblich. Es gibt nur wenige Fahrer, die mit so einer Handverletzung überhaupt gestartet wären und gleich gar nicht in zwei Superbike-Rennen an einem Tag. Er hatte höllische Schmerzen. Aber das ist Florian Alt: Aufgeben ist kein Thema.

In der zwölften Runde machte Mikhalchik einen Fehler, behielt aber die Führung vor Soomer. Einen Umlauf später war Spätbremser Finsterbusch wirklich zu spät auf der Bremse. Zanetti schlüpfte durch und gab den dritten Platz auch nicht mehr ab. Finsterbusch durfte sich aber mit 1:25.443 Minuten (Schnitt 152,438 km/h) der schnellsten Rennrunde erfreuen. Der Eifel-Showdown fand seinen Zenit in der 16. Runde. In der Querspange bügelte Soomer an Mikhalchik vorbei und ließ sich den Sieg diesmal wirklich nicht mehr nehmen, „ich hab gepusht bis ans Limit.“

Was sonst noch passiert ist: Luca Grünwalds (BCC Alpha Ilmberger Racing) Odyssee geht weiter. Er verließ das Rennen in Richtung Box. Max Enderlein (Yamaha Racing by M32) holte zwei Punkte für Yamaha und war nach den Ausfällen von Thomas Gradinger (Eder Racing) und Maximilian Kofler (Yamalube Kofler Motorsport) einzig verbliebener YZF-R1-Fahrer. 


IDM Superbike, Rennen 2 (Top-Five)

1. Hannes SOOMER (EST), BMW
2. Ilya MIKHALCHIK (UKR), BMW
3. Lorenzo ZANETTI (ITA), Ducati
4. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW
5. Florian ALT (DEU), Honda

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Jetzt ist Ilya Mikhalchik dem vierten Titel ganz nah

Ilya Mikhalchik könnte bereits am Nürburgring den Titel holen
Foto: Jens Hawrda

Mit seinem Sieg auf dem im ersten Rennen in der IDM Superbike ist Ilya Mikhalchik (Champion Alpha Van Zon BMW) dem vierten Titelgewinn in Deutschlands höchster Motorradrennsportklasse wieder ein Stück näher gerückt. Wenn der 28-jährige Ukrainer im zweiten Lauf unter den ersten 13 Fahrern ins Ziel kommt, ist er heute schon vorzeitig Meister. Die Krone liegt auf dem Silbertablett. Mikhalchik muss nur noch zugreifen.


Nach fünf Jahren ist die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft auf den Nürburgring zurückgekehrt. Damals gab die Superbike-Klasse im Rahmen des Truck Grand Prix eine Kostprobe des hohen sportlichen Levels, auf der sie sich bewegt. Das Comeback verlief nicht ganz glatt. An zwei Tagen hatten alle Klassen stundenlang im Nebel gestochert und etliche Trainings fielen aus. Gegen das Eifelwetter ist immer noch kein Kraut gewachsen und es verfolgt eigene Gesetze.

Am heutigen Rennsonntag präsentiert sich der Himmel rund um die Nürburg glasklar und die Sonne strahlte mit aller Kraft. Wird das ein Traumtag für Ilya Mikhalchik, der vorzeitig zum Meistertitel greifen kann? Sein großer Kontrahent Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) hatte sich nach seinem verhängnisvollen Sturz vor zwei Wochen in Assen, bei dem er tiefe Fleischwunden in der rechten Hand erlitt, kaum noch Hoffnungen auf eine Verteidigung gemacht, wollte aber nicht kampflos aufgeben. Der 28-jährige Honda-Fahrer hatte im warm-up sechs Runden absolviert. Die getapte und geschiente Hand hielt durch, „aber wie es über 18 Runden und besonders in den letzten davon geht, weiß ich nicht“, meinte Alt und gab dann in der Startaufstellung sogar zu, „ich habe Schmerzen wie Sau, aber ich probiere es.“

Zwei Rennen stehen auf dem Plan. In Lauf 1 gab es in den ersten Kilometern nach dem Start das berühmte Gerangel um die vorläufigen Positionen. Als sich alles geordnet hatte, kam Mikhalchik vor Hannes Soomer (Enemat Enos Motorsport), dem GERT56-Trio Patrick Hobelsberger, Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig sowie Florian Alt und Maximilian Kofler (Yamalube Motorsport Kofler aus der zweiten Runde zurück.

Max Enderlein (Yamaha Racing by M32) und Oliver König (Hertrampf Racing Ducati)stürzten. Der Nürburgring ist keine einfache Strecke, zumal es sich um einen Autokurs handelt, auf dem jetzt auch die Trainingserfahrung fehlte. Auch Jähnig kam nur sechs Runden weit. Er war als Zweiter aus der ersten Startreihe losgefahren. Das Küken vom Team GERT56 hat zur Zeit eine Pechsträhne. In Assen war er zuletzt von der dritten Position in die Sonntagsrennen gegangen und in beiden Rennen gestürzt. Das Gute: Das Team steht felsenfest hinter dem Thüringer. Der 23-Jährige hat in diesem Jahr einen riesigen Schritt in der Entwicklung gemacht und muss und darf auch die Grenzen erfahren.

Was mittlerweile an der Spitze passierte, war Action auf allerhöchstem Niveau. Hannes Soomer kassierte Mikhalchik ein. Dahinter klebte Finsterbusch. Lorenzo Zanetti (Triple M Racing Ducati Frankfurt), der als Vierter ins Rennen gegangen und auf die neunte Position zurückgefallen war und sich dann wieder nach vorn gearbeitet hatte, überholte Alt. Finsterbusch konnte das Tempo des Führungsduos nicht mehr mitgehen, „in Richtung Hatzenbach bin ich zurückgefallen. Aber jetzt bin ich Dritter. Diesen Platz hatte ich noch nie. Ich war immer Zweiter. Jetzt fehlt nur noch der Sieg“, resümierte er später. Mikhalchik mochte Soomer am Ende nicht länger vor sich haben. Es ging hin und her zwischen den Beiden. Am Ende war der Ukrainer so clever und abgezockt, dass er den Esten mit seinem Überholmanöver doch noch überraschen konnte.

Das gab wieder 25 Punkte in die Kasse von Mikhalchik, der kund gab: „Nach den Stürzen dachte ich schon, es wäre Öl auf der Strecke gewesen und habe kurz nachgedacht. Aber dann hatte ich alles unter Kontrolle.“ Mit seinem achten IDM Superbike-Sieg in diesem Jahr hat sich der 28-Jährige in der Gesamtwertung noch weiter von seinem Verfolger Florian Alt entfernt. Der Abstand beträgt vor dem nächsten Rennen 72 Punkte. Alt kam trotz seiner lädierten Hand bravourös als Fünfter ins Ziel.

Was sonst noch aufgefallen ist: Der nach dem Qualifying ratlose Luca Grünwald kämpfte sich vom 18. Startplatz auf P10 nach vorn. Philipp Steinmayr stürzte und wurde mit dem Hubschrauber zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Es gab ein komplettes BMW-Podium, doch Zanetti, Alt und Kofler sorgten dafür, dass noch andere Marken in den Top Ten Einzug hielten.

IDM Superbike, 1. Rennen (Top-Five)

1. Ilya MIKHALCHIK (UKR), BMW
2. Hannes SOOMER (EST), BMW
3. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW
4. Lorenzo ZANETTI (ITA), Ducati
5. Florian ALT (DEU), Honda

 Quelle: idm.de / Anke Wieczorek