Sonntag, 18. August 2024

IDM SBK: Mikhalchik wie auf Schienen, Alt stürzt

Ilya Mikhalchik, BMW #17
Foto: Jens Hawrda

Ilya Mikhalchik (Champion Alpha Van Zon BMW) feierte gestern seinen 28. Geburtstag. Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) hatte dem Ukrainer ein wenig die Suppe versalzt, weil er ihm in der IDM Superbike die Pole Position entrissen hatte. Das half dem deutschen Titelverteidiger am heutigen Tages nicht. Florian Alt stürzte im ersten Lauf unglücklich und ist schon auf dem Heimweg, während Mikhalchik zum sechsten Mal in diesem Jahr als Sieger abgewinkt wurde und dem Titelgewinn wie auf Schienen entgegenfährt.

Florian Alt war in der Superpole-Qualifikation ein hohes Risiko eingegangen, war sich aber nicht sicher, ob er das Renntempo über die angesetzten 15 Runden von jeweils 4,555 Kilometern durchhalten könne. Der nötige Reifen-Grip auf der Flanke fehlt ihm. Aber er musste alles daran setzen, um die acht Punkte Rückstand in der Meisterschaftswertung auf Mikhalchik aufzuholen, um im Titelrennen mit an der Front bleiben zu können.

Die Vorentscheidung fiel schon in der ersten Runde auf dem TT Circuit in Assen. Alt hatte einen Highspeed-Crash im sechsten Gang. Bei ihrer Landung kam die Honda direkt auf Alts rechtem, kleinen Finger zu liegen, der bis auf die Sehne abgeschürft wurde. Nichts ging mehr. Das Team um Chef Jens Holzhauer trat umgehend die Heimreise an. Die Stimmung war entsprechend im Keller.

Mikhalchik gewann das Rennen mit 7,508 Sekunden Vorsprung vor Hannes Soomer (Enos Motorsport) und Patrick Hobelsberger (GERT56). Am Anfang hatten auch Maximilian Kofler (Yamalube Kofler Motorsport) und ein über sich hinauswachsender Milan Merckelbagh (Indenhof-MRP) zu den Hauptakteuren in der Spitze gezählt. Einige wie Jan-Ole Jähnig (GERT56) stürzten aus dem Geschehen. Ob Thomas Gradinger (Eder Racing) zu spät oder Luca Grünwald (BCC Alpha Ilmberger) zu früh auf der Bremse war, ließ sich nicht deuten. Beide stürzten direkt vor Bálint Kovács (Champion Alpha Van Zon BMW), der nicht ausweichen konnte. Der im Training überraschende Colin Velthuizen (RR SOCIA Media) fehlte in der zehnten Runde.

Mikhalchik hatte sich zum Schluss weit von den Verfolgern abgesetzt, auch Soomer blieb unbehelligt auf der zweiten Stelle, nachdem er sich ein paar Runden zuvor mit Hobelsberger berührt hatte. Der Bayer kämpfte in den letzten Runden mit seinem GERT56-Teamkollegen Finsterbusch um den dritten Platz und gewann. Für Kawasaki holte Leandro Mercado (Kawasaki Weber Racing) die Kohlen aus dem Feuer. Dieser hatte lange hinter Merckelbagh festgeklebt und war eigentlich Alts geheimer Wunschkandidat gewesen, der im BMW-Pulk mit für Bewegung sorgen sollte. Hat er auch gemacht, nur ohne Alt.

Als Mercado endlich am Niederländer vorbei war, fuhr zwei Plätze dahinter plötzlich Lorenzo Zanetti (Triple M Ducati Frankfurt) in der zwölften Runde eine Sekunde schneller. Der Italiener zog am Gas, als ob es seine durchaus noch schmerzende Wunde nach seinem Schlüsselbeinbruch vor drei Wochen nie gegeben hätte. Noch in der letzten Runde überrumpelte er Merckelbagh ebenfalls und sorgte damit dafür, dass auch noch eine rote Ducati-Diva in die Top Ten kam. Die BMW-Macht nahm zwar die vorderen Plätze ein und fuhr geschlossen aufs Podium, hatte aber keine Chance, die anderen Marken aus den Top Ten zu verdrängen. Maximilian Kofler wurde schnellster Yamaha-Fahrer und Neunter.


IDM Superbike, Rennen 1

1. Ilya MIKHALCHIK (UKR), BMW

2. Hannes SOOMER (EST), BMW

3. Patrick HOBELSBERGER (DEU), BMW

4. Toni FINSTERBUSCH (DEU), BMW

5. Leandro MERCADO (ARG), Kawasaki

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Eindrucksvoller Triumph für Vater Ralf und Sohn David Schumacher




Ralf (links) und David Schumacher (rechts) feiern ihren Sieg

Foto: ADAC-Motorsport

Ralf Schumachers Motorsport-Comeback endet mit Sieg im Prototype Cup Germany. Keanu Al Azhari erobert auf dem Nürburgring den zweiten Platz. Danny Soufi ist neuer Junior-Champion im Prototype Cup Germany 2024.

Das neunte Saisonrennen des Prototype Cup Germany, das auf dem Nürburgring ausgetragen wurde, wurde zur klaren Beute von Ralf (49/Salzburg) und David Schumacher (22/Salzburg, beide US Racing). Der sechsfache Grand-Prix-Sieger Ralf Schumacher setzte sich am Start in Führung und baute seinen Vorsprung auf der teilweise noch regennassen Strecke kontinuierlich aus. „Mein Vater war im Regen schon immer stark“, wusste auch David. Ralf, der nach zwei Runden schon fast fünf Sekunden vor Platz zwei lag, lobte für diese Leistung auch sein Team. „Das Auto war top und die Reifen waren schnell im Arbeitsfenster, so dass es gar nicht so schwierig war, mich vorne abzusetzen.“ David vollendete die Arbeit mit einem ebenso guten zweiten Stint und fuhr den Ligier von US Racing mit einem Vorsprung von fast 17 Sekunden auf Keanu Al Azhari (16/UAE, Mühlner Motorsport) ins Ziel. Julien Apothéloz (23/CHE) und Riccardo Leone Cirelli (16/ITA, beide BWT Mücke Motorsport) eroberten den dritten Rang.

Schon vom ersten Meter an zeigte Ralf Schumacher, dass er bei seinem Motorsport-Comeback nach zwölfjähriger Pause hochmotiviert ist. Er übernahm am Start die Spitze und setzte sich scheinbar mühelos vom Feld ab. Ein potenzielles Risiko sah er eher beim Boxenstopp. „Da können einige Fehler passieren, die auch weh tun können. Aber auch den Boxenstopp haben wir sehr gut hinbekommen.“ Für Teil zwei des Rennens steuerte David Schumacher das LMP3-Fahrzeug mit der Startnummer 27. „Bei mir war die Strecke schon trockener als bei meinem Vater, so dass es kein Problem war. Mein Vater konnte mir einen guten Vorsprung mitgeben, den ich ins Ziel bringen musste.“

Für Al Azhari blieb der zweite Platz, für den der 16-Jährige hart arbeiten musste. Nach einer Runde wurde er auf Rang fünf geführt, profitierte dann aber von einer Strafe gegen Danny Soufi (21/USA, Konrad Motorsport). Der US-Amerikaner wurde von der Rennleitung als Schuldiger eines Unfalls mit Antti Rammo (41/EST, MRS GT-Racing) ausgemacht und zu einer Durchfahrtsstrafe gebeten. Valentino Catalano (18/Westheim, Gebhardt Motorsport) und Apothéloz überholte Al Azhari wenig später und sicherte sich so die zweite Position. Während Al Azhari vor allem in der ersten Hälfte viel Arbeit hatte, musste Cirelli im zweiten Teil des Laufs alles geben. Er bekam den Mücke-Duqueine von Apothéloz und sah sich permanent unter Druck von Markus Pommer (33/Untereisesheim, Gebhardt Motorsport). Doch der erst 16-jährige Italiener blieb fehlerfrei, so dass der amtierende Champion Pommer keinen Weg vorbei fand und sich zusammen mit Teampartner Catalano letztendlich mit Rang vier zufriedengeben musste.

Als Fünfte wurden Klaus Abbelen (63/Barweiler) und Felipe Laser (36/Leipzig, beide Frikadelli Racing Team) abgewinkt. Laser begeisterte dabei mit einer tollen Aufholjagd und sorgte so mit dafür, dass Abbelen als bester Trophy-Pilot ausgezeichnet wurde. Soufi und Torsten Kratz (53/Mönchengladbach, Konrad Motorsport) kreuzten die Ziellinie als Sechse vor Stefan Aust (52/Münster, Rinaldi Racing), Maxim Dirickx (20/BEL) / Jacob Erlbacher (23/Böblingen, beide Gebhardt Motorsport) und Luca Link (20/Günzberg) / Suellio Almeida (30/BRA, beide DataLab Sports with Rinaldi). Soufi und Kratz bleiben damit Tabellenführer im Prototype Cup Germany, ihr Vorsprung auf Apothéloz und Cirelli beträgt noch 18 Punkte. In der Juniorwertung hat Soufi als Spitzenreiter nun einen Vorteil von 118 Zählern auf Catalano; damit ist dem Schützling von Konrad Motorsport der Titel des besten Juniors nicht mehr zu nehmen. In der Trophywertung konnte Leader Rammo trotz seines Ausfalls einen knappen Vorsprung auf Kratz retten.

Weitere Stimmen nach dem Rennen

Keanu Al Azhari (Zweiter): „Mein Start war nicht gut, denn die Strecke war teilweise noch sehr nass. Ich habe nicht die optimale Linie gefunden, wollte aber auch kein allzu großes Risiko eingehen. So habe ich ein paar Plätze verloren. Ich bin aber ruhig geblieben, denn ich wusste, dass das Rennen noch lang ist und mein Auto richtig schnell ist.“

Julien Apothéloz (Dritter): „Positiv ist, dass wir wichtige Punkte sammeln konnten und vor allem auch vor unseren Haupt-Rivalen um den Titel im Ziel waren. Mit meiner eigenen Leistung war ich hingegen nicht ganz zufrieden, ich war einfach zu langsam.“

Riccardo Leone Cirelli (Dritter): „Ich freue mich über unseren dritten Platz, der nicht einfach zu erringen war. Ich hatte die ganze Zeit Markus Pommer in meinem Rückspiegel und musste dafür sorgen, dass er mich nicht überholt – was mir zum Glück gelungen ist. Ich fahre an diesem Wochenende zum ersten Mal auf dem Nürburgring und denke, dass ich mich über die Tage steigern konnte. Außerdem finde ich es cool, mit einem so bekannten Rennfahrer wie Ralf Schumacher gemeinsam auf dem Podium zu stehen.“

Maro Engel behält beim Reifenpoker die Oberhand und holte Pole

Maro Engel holt auch die Pole für's Sonntagsrennen am Nürburgring
Foto: Jens Hawrda

Routinier Maro Engel hat am Sonntagmorgen beim zweiten Qualifying auf dem Nürburgring den Durchblick behalten und seine erste Pole-Position der Saison klargemacht. Bei schwierigen Mischbedingungen setzte der Mercedes-AMG-Pilot auf Regenreifen und fuhr mit 1:33,750 Minuten die schnellste Runde auf dem 3,629 Kilometer langen Eifelkurs.

„Auf diesen Moment mussten wir als Mercedes-AMG Team Winward lange warten. Entscheidend war aus meiner Sicht die Reifenwahl. Ich habe am Funk gesagt, dass ich weiter auf Regenreifen setzen möchte. Das war die richtige Maßnahme. Ich freue mich auf das Rennen und hoffe auf trockene Bedingungen“, freute sich Engel, der zum dritten Mal in seiner DTM-Karriere auf dem ersten Startplatz steht.

Nur 0,007 Sekunden langsamer war Ricardo Feller von Abt Sportsline, der mit seinem Audi R8 LMS GT3 Evo2 ebenfalls auf Regenreifen unterwegs war. Marco Wittmann von Schubert Motorsport erzielte im BMW M4 GT3 dagegen die drittbeste Zeit mit den Pirelli-Slicks. Luca Stolz steuerte seinen Mercedes-AMG GT3 von HRT auf Rang vier, der Tabellenzweite Mirko Bortolotti beendete das Zeittraining im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 von SSR Performance als Fünfter. Spitzenreiter Kelvin van der Linde von Abt Sportsline geht hinter dem Franzosen Franck Perera von Platz sieben aus in das Sonntagsrennen auf dem Nürburgring.

Am Sonntagmorgen sah es zunächst nicht so aus, als ob die 20 DTM-Stars um 9:20 Uhr das Qualifying in Angriff nehmen könnten. Typischer Eifel-Nebel hing über der Traditionsstrecke, verzog sich jedoch pünktlich zum Start. Dann begann der Reifenpoker. Auf der teilweise feuchten Fahrbahn setzten einige Piloten auf Slicks, andere auf den Regen-Pneu von Pirelli. Die Entscheidung fiel erst kurz vor Schluss: Alle Top-Fünf-Fahrer erzielten ihre jeweiligen Bestmarken in den letzten Sekunden des Zeittrainings und lagen innerhalb von 0,4 Sekunden. Aufgrund der unterschiedlichen Reifenstrategien waren die Abstände im Feld wesentlich größer als im Qualifying der DTM normalerweise üblich.


Ergebnis Qualifying, 10. Saisonlauf, Nürburgring

  1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward), 1:33,750 Minuten
  2. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +0,007 Sekunden
  3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +0,160 Sekunden
  4. Luca Stolz (D/Mercedes-AMG Team HRT), +0,242 Sekunden
  5. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +0,398 Sekunden


Quelle: dtm.com

Triumph für Porsche-Duo Ferdinand Winter/Ivan Ekelchik im dichten Regen des Nürburgrings

  • Erster Sieg für Wimmer Werk Motorsport in der ADAC GT4 Germany
  • Zwei Mercedes-AMG komplettieren das Podium
  • Platz zwei und Junior-Sieg für Mattis Pluschkell/Luca Bosco

Siegerauto: Der Porsche 718 Cayman GT4 von Wimmer Werk Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Ein heftiger Regenschauer, zwei Unterbrechungen und dann packende Überholmanöver mit richtig Action. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring war nichts für schwache Nerven. Am Ende gewannen Ferdinand Winter (20/Grafenrheinfeld) und Ivan Ekelchik (27) im Porsche 718 Cayman GT4 und sorgten für den Debütsieg von Wimmer Werk Motorsport in der ADAC GT4 Germany. Mit einem starken Endspurt ging Platz zwei an Mattis Pluschkell (20/Elmenhorst-Lichtenhagen) und Luca Bosco (20/ITA, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4. Deren Markenkollegen Alex Connor (20/GBR) und Jan Philipp Springob (23/Olpe, beide CV Performance Group) komplettierten das Podium. „Ich stehe kurz davor, vor Freude zu weinen - und bin einfach nur überglücklich, meinen ersten Triumph in der ADAC GT4 Germany eingefahren zu haben“, jubelte Ekelchik auf dem Podium.“

Typisch für die Eifel gab es im Vorfeld des Rennstarts starke Regenschauer rund um den Nürburgring. Die Rennleitung entschied daraufhin, das Feld hinter dem Safety-Car auf die Reise zu schicken. Da sich der Regen zunächst noch verstärkte, wurde das Rennen aus Sicherheitsgründen insgesamt zweimal mit der roten Flagge unterbrochen. Als nach dem dritten Re-Start letztendlich die grüne Flagge geschwenkt wurde, machte zunächst Pole-Setter Gabriele Piana (37/ITA) im BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport die Pace. Dem aktuellen Tabellenführer konnte nur Philipp Gogollok (18/Bad Homburg, Zakspeed ESM) folgen. Der Aston Martin Vantage GT4-Pilot überholte Piana kurz darauf.

Wenige Minuten vor Öffnen des Boxenstopp-Fensters kam es jedoch zu einer Kollision der beiden ausgangs der AMG-Arena, die Gogollok ins Mittelfeld zurückwarf. Nutznießer der Situation war Porsche-Pilot Ekelchik, der die Führung übernehmen konnte. Piana reihte sich auf Platz zwei ein. Ekelchik übergab den Porsche kurz darauf an Teamkollege Winter, der in der zweiten Rennhälfte seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute und letztendlich mit über vier Sekunden Abstand zum souveränen Sieg fuhr. Pianas Partner Michael Schrey (41/Wallenhorst) konnte den Speed in der Schlussphase nicht halten und kam letztendlich auf Rang fünf, was das Duo dennoch die Tabellenführung ausbauen ließ.

Extrem stark aufgelegt präsentierte sich der zweiten Rennhälfte Luca Bosco, der den pinken BWT-Mücke-AMG GT4 von Mattis Pluschkell auf Rang vier liegend übernahm. Zunächst überholte Bosco Markenkollege Alex Connor und rund neun Minuten vor Ende den angesprochenen Schrey. Platz zwei in der Gesamtwertung bedeutete für Pluschkell/Bosco zudem den Sieg in der Junior-Wertung. Vierter wurde das BMW-Duo Leyton Fourie (18/ZAF) und Max Rosam (19/Taunusstein, beide FK Performance Motorsport). Hinter Schrey/Piana kamen deren BMW-Markenkollegen Thomas Rackl (16/Berching) und Andreas Jochimsen (26/DNK, beide ME Motorsport) sowie Tim Reiter (25/Stuttgart) und Leon Wassertheurer (22/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) auf die Plätze sechs und sieben. Jan Marschalkowski (21/Inning am Ammersee) fuhr den zu Beginn kurz führenden Aston Martin noch bis auf die achte Position vor. Neunte wurden Finn Zulauf (20/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Die Top Zehn komplettierte das BMW-Duo Joseph Warhurst (19/GBR) und Tom Edgar (19/GBR, beide FK Performance Motorsport). Die Trophy-Wertung sicherte sich Max Kronberg (37/Singapur, AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Ivan Ekelchik – Sieger für Wimmer Werk Motorsport

„Der Sieg in einer so starken Rennserie ist für mich wie ein Traum. Mein Stint war sehr interessant. Das Team hat mir ein Auto hingestellt, mit dem das Fahren im Regen richtig Spaß machte. Ich hatte zunächst einige Überholmanöver absolviert und auf einen Fehler der vor mir Fahrenden gewartet. Das trat ein, als es einen Kontakt an der Spitze gab. Ich habe die Situation genutzt und bin dann vorne weggefahren.“

Ferdinand Winter – Sieger für Wimmer Werk Motorsport

„Nach der Qualifikation heute morgen war klar, dass wir angreifen mussten. Wir haben alles gegeben und am Ende gewonnen. Wir waren diese Saison viele Male bereits nah dran, doch jetzt hat es endlich geklappt. Alle im Team haben sich diesen Triumph verdient.“

Mattis Pluschkell – Platz zwei für BWT Mücke Motorsport

„Es war ein mega Rennen von uns. Durch die beiden roten Flaggen zu Anfang kam nochmals extra Spannung auf. Danach sind wir gut ins Rennen gekommen. Ich hatte mich zunächst etwas herangetastet, um mich zurecht zu finden, konnte jedoch den Speed gut mitgehen. Ich übergab das Auto dann auf Position vier liegend an Luca. Er hat einen klasse Job gemacht und nochmals zwei Positionen geholt.“

Luca Bosco – Platz zwei für BWT Mücke Motorsport

„Ich freue mich wirklich sehr für alle im Team. Bei den heutigen Konditionen war es nicht einfach, schnell zu sein - doch das Auto war perfekt. Ich hatte in meinen Stint einige Duelle und schaffte es, mich durchzusetzen. Somit hatte ich richtig Spaß im Auto. Morgen soll dann das nächste Podium her.“

Jan Philipp Springob – Platz drei für CV Performance Group

„Es war ein wirklich wildes Rennen. Ich dachte zunächst, dass ich einen Reifenschaden hätte. Doch letztendlich war die Strecke aufgrund des vielen Wassers einfach nur schwer zu befahren. Somit waren die Unterbrechungen absolut gerechtfertigt. Bereits letztes Jahr waren wir hier im Regen stark – und nun folgte auch diesmal ein Podium. Von mir aus kann es die komplette Saison regnen.“

Alex Connor – Platz drei für CV Performance Group

„Unsere beiden Qualifikationen am Morgen hatten uns doch ein wenig enttäuscht. Im Rennen half uns das schlechte Wetter dann definitiv. Insbesondere zu Rennende waren wir sehr schnell unterwegs. Hoffentlich können wir im Sonntagsrennen nochmals so gut abscheiden.“

Samstag, 17. August 2024

ÎDM SBK: Florian Alt holt Pole in Assen

Florian Alt, Honda #1
Foto: Jens Hawrda

Ilya Mikhalchik kann heute feiern. Der Ukrainer vom Team Champion Alpha Van Zon BMW ist 28 Jahre geworden. Die Pole Position in der IDM Superbike an diesem Tag zu holen, hätte das Sahnehäubchen für ihn bedeutet. In der nur 15-Minuten dauernden Superpole-Qualifikation sah lange auch alles danach aus. Bis Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) eine Hammer-Runde auf dem 4,555 Kilometer langen Asphalt des TT Circuit auspackte.

Mikhalchik oder Alt? BMW oder Honda? Der Titelkampf in Deutschlands höchster Straßenrennsportklasse hat sich zugespitzt. Wenn keine gravierenden Zwischenfälle eintreten, wird von einem der beiden Fahrer der Sack zugemacht. Titelverteidiger Florian Alt kämpft mit der Honda CBR 1000 RR-R gegen eine extrem starke BMW-Macht an. Der dreifache Superbike-Meister Ilya Mikhalchik liegt in der Meisterschaftswertung mit 163 Punkten in Führung. Alt hat acht Zähler Rückstand. Ob er die Pole Position nutzen kann, um die Lücke zu schließen, bleibt bis morgen ein großes Fragezeichen. In Assen ist BMW seit jeher eine Macht. Vor einem Jahr hat Mikhalchik hier beide Rennen gewonnen.

„Unsere Chancen an BMW vorbeizukommen, sind genauso ungünstig wie auf dem Schleizer Dreieck“, weiß Alt. „Wir haben mit dem Fahrwerk einen großen Schritt gemacht, aber der Reifen-Grip auf der Flanke fehlt. Das tut in den langgezogenen Kurven sehr weh. Aber ich weiß wiederum auch, dass Ilya nicht so gut mit Druck umgehen kann. Das hat er in der Vergangenheit gezeigt. Also werde ich versuchen, ihn unter Druck zu setzen. Jetzt hat das BMW-Team allerdings frische Motoren, damit ist unser Vorteil auf der Geraden nicht mehr so spürbar.“ Günstig könnte sich für Alt auswirken, wenn Leandro Mercado zu Beginn des Rennens mit der Weber-Kawasaki für etwas Bewegung zwischen der BMW-Meute sorgt oder auch Maximilian Kofler (Yamalube Motorsport Kofler). Auch sie haben es in die Top Ten der Startaufstellung geschafft.

Quelle: www.idm.de / Anke Wieczorek