Mittwoch, 10. Juli 2024

DTM am Norisring: Mercedes-AMG Performance-Fahrer Maro Engel fährt bei seinem 100. DTM-Rennen aufs Podium

  •  Fünftes Saisonpodium für den Mercedes-AMG GT3 am vierten Rennwochenende
  •  Mercedes-AMG sammelt wertvolle Punkte für die Herstellerwertung
  •  Maro Engel: „Wir hatten am Sonntag ein super Rennen“

Maro Engel, Mercedes #130
Foto: Jens Hawrda

Mercedes-AMG Customer Racing fuhr beim DTM-Highlight auf dem Norisring erneut aufs Podest. Für die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach war es das fünfte Podium am vierten Rennwochenende der laufenden Saison. Bei seinem 100. DTM-Start erreichte Maro Engel (GER) am Sonntag für das Mercedes-AMG Team WINWARD den zweiten Platz. Bei wechselhaftem Wetter am Rennwochenende stellten die Mercedes-AMG Fahrer sieben von acht möglichen Punkteresultaten sicher. In der Herstellerwertung belegt Mercedes-AMG zur Saisonhalbzeit den zweiten Platz.


Die beiden Qualifyings wurden aufgrund der kurzen Streckenlänge des nur 2,162 Kilometer langen Norisrings in jeweils zwei Gruppen ausgetragen. Auf Basis der Trainingszeiten am Freitag fand die Einteilung statt. Die Fahrer auf den ungeraden Plätzen starteten in Gruppe A, die Fahrer auf den geraden Positionen in Gruppe B. Im Qualifying am Samstag startete zunächst Gruppe A, gefolgt von Gruppe B. Am Sonntag starteten die Gruppen in umgekehrter Reihenfolge.

Sonntagsrennen: Maro Engel wird mit Pace und der richtigen Strategie Zweiter
Den Grundstein für seinen Erfolg legte Maro Engel im Qualifying (Gruppe A) am Sonntagmorgen. Der AMG Markenbotschafter verpasste die Pole Position in der schnelleren Gruppe um nur 0,055 Sekunden, was für ihn Startplatz drei für das Rennen bedeutete. Damit hatte er im Feld der insgesamt 20 DTM-Fahrer die beste Ausgangslage unter den vier gemeldeten Mercedes-AMG GT3. Luca Stolz, Arjun Maini und Lucas Auer (AUT) gingen geschlossen von den Startpositionen sechs bis acht ins Rennen.

Mit nur 18 Grad Celsius Lufttemperatur und 22 Grad Asphalttemperatur waren die Rennbedingungen gegenüber dem Samstag deutlich kühler. Anders als im ersten Lauf blieb es diesmal jedoch trocken. Nach einem kontrollierten ersten Stint sorgte eine Safety-Car-Phase durch Carbon-Teile auf der Strecke zehn Minuten vor Schluss für einen Showdown. Engel hatte in der Boxenstopp-Phase mit einem erfolgreichen Undercut den Sprung von der dritten auf die zweite Position geschafft. Beim Restart waren noch fünf Minuten zu fahren. Engel behauptete den zweiten Platz in der Schlussphase souverän und sah die Zielflagge nach 69 Runden nur 0,777 Sekunden hinter dem Sieger. Mit Platz vier verpasste Arjun Maini das Podium nur knapp. Der Inder profitierte ebenfalls vom Undercut. Er kam auf der neunten Position liegend an die Box und griff durch die richtige Strategie ins Rennen um das Podium ein. Auf den Plätzen sieben und zwölf erreichten Luca Stolz und Lucas Auer zwei weitere Punkteresultate für Mercedes-AMG.

Samstagsrennen: Mercedes-AMG Teams fehlte bei Wetterlotterie das Glück zur richtigen Reifenwahl

Im Samstagsrennen waren die Kundensportteams trotz drei Punkteresultaten hinter der hohen Erwartungshaltung zurückgeblieben. Zum Ende des Boxenstoppfensters machte ein Regenschauer den ersten Lauf zur Lotterie. Die Mercedes-AMG Fahrer entschieden sich früh für den Wechsel auf Regenreifen. Diese Strategie ging diesmal jedoch nicht auf. Der Regen hielt nicht an, sodass Slicks in der Schlussphase letztendlich die bessere Reifenwahl waren. Auf Regenreifen im Nachteil, fuhren Engel, Stolz und Maini mit den Plätzen acht, elf und 15 noch in die Punkteränge. Für Auer hielt das Rennen erneut nicht das erhoffte Glück parat. Der Österreicher zog sich am Start bei einem unverschuldeten Kontakt einen Reifenschaden hinten rechts zu. Er musste sein Fahrzeug daraufhin vorzeitig abstellen.

Stimmen zum Rennwochenende

Maro Engel, Mercedes-AMG Team WINWARD #130
„Wir hatten am Sonntag ein super Rennen. Vielen Dank an das gesamte Team, das mir das ganze Wochenende über ein schnelles Auto gegeben hat. Es war schön, das heute so umzusetzen, nachdem wir das Potenzial am Samstag schon angedeutet hatten. Ich habe alles gegeben und Druck nach vorne gemacht, aber Nicki hatte die Spitze unter Kontrolle. Mit dem Podium sind wir sehr happy. Wir hatten in Zandvoort ein schwieriges Wochenende, haben das Ganze aber als Team sorgfältig analysiert und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Es fühlt sich gut an, zurück zu sein.”

Arjun Maini, Mercedes-AMG Team HRT #36
„Das Wochenende war ein Auf und Ab. Wir hatten zwei solide Qualifyings, in denen wir aber nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft haben. Im Samstagsrennen sah es gut aus, bis der Regen kam. Da haben wir bei der Reifenwahl leider die falsche Entscheidung getroffen, was auch auf meine Kappe ging. Am Sonntag hatte ich einen schlechten Start und ich dachte, dass für mich nicht mehr viel möglich ist. Aber wir hatten in freier Fahrt eine sehr gute Pace und mein Team hat einen super Pitstop und eine fantastische Strategie parat gehabt. Mit Platz vier können wir mehr als zufrieden sein.”

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4
„Am Samstag haben wir mit den Regenreifen einfach die falsche Wahl getroffen und hatten bei diesen chaotischen Bedingungen keine Chance. Das Rennen hat Spaß gemacht, denn ich hatte schöne Duelle. Aber Platz elf war für mich zu wenig. Im Qualifying am Sonntag ging es besser und wir sind auch gut ins Rennen gestartet. Das Podium war in Reichweite und wir haben uns für einen sehr frühen Boxenstopp entschieden. Auf meiner Outlap habe ich wegen einer Kollision von zwei Fahrern vor mir wertvolle Zeit verloren, wodurch unsere Taktik nicht aufging. Im zweiten Stint hat zudem auch etwas die Pace gefehlt. Das müssen wir uns anschauen. Ich hoffe, dass wir in der zweiten Saisonhälfte wieder auf Podiumskurs sind.”

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #22
„Uns hat an beiden Tagen das gewisse Etwas gefehlt. In den Qualifyings haben wir nicht alles herausgeholt, weil wir in der entscheidenden letzten Runde nicht alles zusammenbekommen haben. Die Ausgangspositionen waren trotzdem in Ordnung. Dafür hat mir in den Rennen dann einfach die Pace gefehlt. Wobei das Rennen am Samstag für mich leider schnell vorbei war. Ich hatte das gesamte Wochenende meine Schwierigkeiten auf der Bremse. Ich hatte arge Probleme beim Anbremsen. Das müssen wir uns genau anschauen, denn heute war der Abstand auf die Spitze einfach zu groß.“

Dienstag, 9. Juli 2024

DTM-Premiere vor 110.000 Besuchern: Thiim folgt seinem Vater und schreibt mit Norisring-Sieg Geschichte

  •     Lamborghini-Pilot gewinnt 33 Jahre nach Vater Kurt Thiim DTM-Lauf am Norisring
  •     Mirko Bortolotti steht nach erster Saisonhälfte an der Tabellenspitze
  •     110.000 Besucher beim 40-jährigen Jubiläum der Rennserieam Norisring

33 Jahre nach Vater Kurt Thiim gewann Sohn Nicki am Norisring
Foto: dtm.com


Das gab es in der DTM noch nie: Nicki Thiim von SSR Performance gewann am Sonntag auf dem Norisring sein erstes DTM-Rennen. Der Lamborghini-Pilot und sein Vater Kurt Thiim sind damit das erste Vater-Sohn-Gespann in der 40-jährigen DTM-Geschichte, das in den Siegerlisten der Rennserie steht. Zwei seiner 20 Erfolge verbuchte Kurt Thiim auf dem Stadtkurs in Nürnberg. „Als kleiner Junge habe ich hier die DTM-Rennen meines Vaters verfolgt, ein Sieg am Norisring stand immer schon ganz oben auf meiner Bucket-List. Den Erfolg meines Vaters zu wiederholen, fühlt sich besonders nach der bisher schwierigen Saison unglaublich an. Die Momente nach der Zieldurchfahrt waren sehr emotional für mich“, schilderte ein sichtlich gerührter Thiim nach seinem souveränen Start-und-Ziel-Sieg. Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (Monaco) zeigte in seinem 100. DTM-Rennen eine starke Leistung und beschenkte sich zum Jubiläum mit Platz zwei. Thiims Teamkollege Mirko Bortolotti (I) wurde Dritter und geht damit als neuer Tabellenführer in die zweite Saisonhälfte. 110.000 Besucher erlebten ein aufregendes 40-jähriges DTM-Jubiläumswochenende auf dem einzigen Stadtkurs in Deutschland mit viel Action auf sowie neben der Strecke.

Keyfacts, Norisring, Saisonrennen 8 von 16

  •     Streckenlänge: 2.162 Meter
  •     Wetter: 19 Grad, bewölkt
  •     Pole-Position: Nicki Thiim (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #94),
  •     Sieger: Nicki Thiim (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 #94)
  •     Schnellste Rennrunde: Nicki Thiim (SSR Performance, Lamborghini Huracán GT3 Evo2 )


Pole-Setter Thiim bestätigte beim Start zum achten DTM-Lauf seine gute Form und baute die Führung in der erste Rennhälfte kontinuierlich vor seinem Teamkollegen Bortolotti aus. Auf Rang drei folgte Engel, dahinter belegten der bis dato noch Gesamtführende Kelvin van der Linde (ZA) im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Abt Sportsline und Mercedes-AMG-Pilot Luca Stolz (Brachbach) die Ränge vier und fünf.

Als das Boxenstopp-Fenster nach 20 Minuten geöffnet wurde, schlug der Stratege Engel zu. Der Routinier wechselte als einer der ersten Piloten seine Pirelli-Reifen und konnte danach den vor ihm platzierten Bortolotti, der eine Runde später in die Box gefahren war, mit den bereits angewärmten Pneus überholen. Spitzenreiter Thiim absolvierte einen perfekten Boxenstopp und ging als Führender vor Engel sowie Bortolotti wieder auf die Strecke. Rund zehn Minuten vor Schluss kam das Safety-Car zum Einsatz, weil ein Karbonteil von der Fahrbahn geborgen werden musste. Nach dem Re-Start hielten die Top-Drei ihre Positionen – Thiim überquerte nach 69 Runden als Sieger die Ziellinie. Hinter dem Spitzen-Trio belegte Arjun Maini (IND) im Mercedes-AMG vom Mercedes-AMG Team HRT nach einer fehlerlosen Vorstellung Rang vier. Als Fünfter bewies Samstagssieger René Rast (Bregenz) im BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport einmal mehr seine Entschlossenheit und machte gegenüber dem Start 14 Plätze gut.

Der aktuelle Champion Thomas Preining (A) ging als Zwölfter ins Rennen und konnte sich im Porsche 911 GT3 R vom Team Manthey EMA nach starken Überholmanövern in den letzten Runden noch auf Rang sechs verbessern. Stolz beendete den Sonntagslauf auf dem Nürnberger Stadtkurs als Siebter. Ayhancan Güven (TR) wurde im zweiten Porsche von Manthey EMA auf Platz acht gewertet, gefolgt von Kelvin van der Linde. Der als Vierter gestartete Südafrikaner fiel nach einer Berührung mit Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB) vom Team Emil Frey Racing weit zurück und belegte die neunte Position vor Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Mann-Filter). Damit gab van der Linde die Tabellenführung an Bortolotti ab und beendete die erste Hälfte der DTM 2024 auf Rang zwei. Dritter im Gesamtklassement ist Rast.

Stimmen nach dem Rennen

Maro Engel: „Die Saison war bisher ein Auf und Ab. Umso schöner, dass wir ein gutes Rennen zeigen konnten und ich bei meinem Jubiläum aufs Podium gefahren bin. Wer die DTM mit all den Fans am Norisring erlebt, weiß, für was die Serie steht. Dazu war es ein absolutes Highlight, gemeinsam mit meiner Tochter oben auf dem Podest zu stehen.“

Mirko Bortolotti: „Ich genieße es jedes Mal, mit der DTM am Norisring zu fahren. Die Stimmung auf den Tribünen war mega. Für die gesamte Mannschaft ist es ein super Ergebnis. Die erste Saisonhälfte lief für uns nicht perfekt, trotzdem freue ich mich über die Tabellenführung. Darauf können wir aufbauen, um in der zweiten Hälfte noch stärker zu sein.“

Ergebnis, 8. Meisterschaftslauf, Norisring (Top-Five)

1. Nicki Thiim (DK/SSR Performance)
2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward), +0,777 Sekunden
3. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +1,880 Sekunden
4. Arjun Maini (IND/Mercedes-AMG Team HRT), +3,098 Sekunden
5. René Rast (D/Schubert Motorsport), +4,023 Sekunden

Norisring: Erster Saisonsieg für Porsche in der ADAC GT4 Germany

  • Finn Zulauf/Josef Knopp gewinnen das Sonntagsrennen auf dem Norisring
  • Platz zwei für Markenkollegen Birch/Berndt
  • Nächster Trophy-Triumph für Max Kronberg

Der siegreiche Porsche von AVIA W&S Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport


Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Norisring bot Spannung bis zur letzten Sekunde. In einem sehenswerten Duell um den Tagessieg setzte sich das Porsche 718 Cayman GT4-Duo Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus) und Josef Knopp (20/CZE, beide AVIA W&S Motorsport) durch und sorgte für den ersten Saisonsieg für den Hersteller aus Zuffenhausen. Knapp geschlagen holten sich die Markenkollegen Simon Birch (17/DNK) und Denny Berndt (19/Berlin, beide Razoon - more than Racing) Platz zwei und feierten damit ihr erstes Gesamt-Podium in der ADAC-Serie. Zum dritten Mal im dritten Sonntagsrennen 2024 fuhren Max Kronberg (37/Singapur) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) auf Rang drei. Kronberg konnte somit gleichzeitig auch die Trophy-Wertung für sich entscheiden.

Finn Zulauf hatte das Rennen bereits von der Pole-Position aus begonnen und behielt die Führung im ersten Rennabschnitt inne. Hinter dem schnellen Hessen sicherte sein Teamkollege Still die zweite Position ab. Markenkollege Berndt startete von Platz vier, konnte aber direkt in der ersten Runde die dritte Position einnehmen. Diese Reihung blieb bis zu den Fahrerwechseln zu Rennmitte bestehen.

Die Crew von Razoon - more than Racing lieferte dann einen starken Service ab, sodass Berndts Teamkollege Simon Birch die Boxengasse auf Platz zwei liegend verlassen konnte. Der Däne machte dann sofort Druck auf den führenden Knopp, der von Zulauf übernommen hatte. Dieses Duo prägte dann die zweite Rennhälfte. Beide Porsche umrundeten den 2,162 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg in engem Abstand. Immer wieder versuchte Birch ein Überholmanöver zu setzen. Gegen Rennende mischte sich auch Kronberg in das Geschehen an der Spitze ein und macht aus dem Duell einen spannenden Dreikampf. Die Reihung blieb jedoch bis zum Fallen der schwarzweiß karierten Flagge bestehen. Zulauf/Knopp gewannen somit auch die Junior-Wertung.

Auf Platz vier kamen Ferdinand Winter (20/Grafenrheinfeld) und Ivan Ekelchik (27, beide Wimmer Werk Motorsport) ins Ziel vor ihren von Platz drei gestarteten Porsche-Markenkollegen Tano Neumann (49/BGR) und Alon Gabbay (20/ISR, beide AVIA W&S Motorsport). Dahinter folgte mit dem 718 Cayman GT4 von Diego Stifter (20/ITA) und Maxi Tarillion (19/AUT, beide Razoon - more than Racing) ein weiterer Porsche.

Bestplatzierter Mercedes-AMG GT4 wurde das Fahrzeug von Alex Connor (20/GBR) und Jan Philipp Springob (23/Olpe, beide CV Performance Group) auf Rang sieben. Die Vortagessieger Michael Schrey (41/Wallenhorst) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) belegten im BMW M4 GT4 Platz acht und reisen somit als souveräne Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende Mitte August auf dem Nürburgring.

Platz neun holten William Tregurtha (24/GBR) und Emil Gjerdrum (17/NOR, beide CV Performance Group) in einem weiteren Mercedes-AMG. Die Top Zehn komplettierten Tim Reiter (25/Stuttgart) und Leon Wassertheurer (22/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW.

Stimmen nach dem Rennen

Finn Zulauf
– Sieger für AVIA W&S Motorsport
„Endlich – unser erster Saisonsieg in der ADAC GT4 Germany war lange überfällig. Josef hatte in der zweiten Rennhälfte einen mega Job gemacht und kühlen Kopf bewahrt, obwohl er mächtig Druck hatte. Vielen Dank auch an das Team, das uns ein super Auto hingestellt hat.“

Josef Knopp – Sieger für AVIA W&S Motorsport
„Für mich persönlich ist es der erste Sieg in der ADAC GT4 Germany. Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll sich das anfühlt. Wir hatten im Rennen eine starke Pace. Doch ich musste in meinen Stint ganz schön arbeiten, um vorne zu bleiben. Zum Ende hin hatte ich Simon hinter mir in einen Fehler getrieben. Das hat mir dann etwas Ruhe verschafft.“

Denny Berndt
– Platz zwei für Razoon - more than Racing
„Ich bin sehr glücklich über das Podium. Mein Start war sehr gut und ging nach Plan auf. Danach konnte ich mit den Vorderen gut mithalten. Auch der Boxenstopp war klasse, da wir so eine Position gutmachen konnten. Das war eine mega Team-Leistung.“

Simon Birch – Platz zwei für Razoon - more than Racing
„Die ADAC GT4 Germany ist eine extrem starke Serie. Somit bin ich überglücklich mit dem Podium. Es wird aber auch sicherlich nicht unser letztes Podium hier sein. Ich war zuvor noch nie auf einem Straßenkurs unterwegs. Der Norisring ist eine bemerkenswerte Rennstrecke und macht viel Spaß. Der Zweikampf mit Josef war klasse und wirklich sehr eng – leider ging er nicht zu unseren Gunsten aus.“

Max Kronberg
– Platz drei für AVIA W&S Motorsport
„Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass wir beim dritten Rennwochenende das dritte Podium erzielen konnten. Hendrik hatte bereits in der Qualifikation einen super Job gemacht und mir das Auto dann in aussichtsreicher Position übergeben. Zum Ende hin konnte ich nochmals zu den Führenden aufschließen, fand aber keinen Weg vorbei. Doch Platz drei ist für uns dennoch ein grandioses Ergebnis.“

Hendrik Still – Platz drei für AVIA W&S Motorsport
„Das wird für uns ja fast schon zum Sonntagsritual – statt in die Kirche gehen wir jeden Sonntag auf das Podest (lacht). Max und das gesamte Team haben eine super Performance geboten. Das war eine Klasse für sich. Mein Rennen lief fast schon wie nach Regiebuch und genauso, wie wir uns das vorher ausgemalt hatten. Schade ist natürlich, dass wir beim Boxenstopp den zweiten Platz verloren hatten. Wir werden sicherlich im Nachgang nochmals genauer analysieren, ob es an meiner Inlap oder an der Outlap von Max gelegen hat.“

Sonntag, 7. Juli 2024

Spannender Zweikampf endet mit Sieg für Anton Werner

  • Anton Werner und Stefan Rupp jagen sich rundenlang um den Norisring
  • Auch dahinter heißer Kampf mit Peter Mücke, Ronny Scheer und Altfrid Heger
  • DTM Classic begeistert Fans auf dem Norisring

Anton Werner (vorne) musste sich lange gegen Stefan Rupp (hinten)
verteidigen und gewann schließlich das Rennen
Foto: dtm.com


Der zweite Lauf der DTM Classic auf dem Norisring wurde zur Beute von Anton Werner (Audi 200 M86 MTM). Der Landshuter musste sich lange gegen seinen hartnäckigen Verfolger Stefan Rupp (Audi A4 DTM) wehren, bis Rupp in der 19. Runde mit einer defekten Antriebswelle ausschied. Peter Mücke (Mercedes-Benz C-Klasse DTM) erbte den zweiten Rang vor Ronny Scheer (Ford Sierra RS500 BTCC). Für Werner, der seinem Triumph nach Rupps Ausfall relativ entspannt entgegenfahren konnte, war es dennoch keinen Jubel wert, als sein Rivale aufgeben musste. „Danach wurde es etwas langweiliger, denn es war ein schönes Duell mit Stefan. Ich bin sowieso überrascht, dass ich mit meinem Audi 200 gegen seinen modernen Audi A4 so lange konkurrenzfähig war. Er hat ordentlich Druck gemacht, aber ich habe versucht, die Vorteile meines Autos auf den Geraden auszuspielen“, gab Werner seine taktische Ausrichtung zu Protokoll.

Peter Mücke hat die Nase im Dreikampf letztendlich vorne

Peter Mücke erreichte die Ziellinie als Zweiter, hatte aber bereits einen Rückstand von gut 23 Sekunden auf Werner. „Ich habe zu lange gebraucht, die Vorderreifen meines Autos zum Arbeiten zu bekommen. Ich denke, ich muss etwas aggressiver fahren, bin mit dem Mercedes aber noch in der Lernphase. Insgesamt war es ein schönes Wochenende, an dem glaube ich alle – Fans, Fahrer und Teams – ihren Spaß hatten.“ Der Berliner sah sich zu Beginn des Rennens in einem harten Duell gegen Altfrid Heger (Audi V8 DTM), in dem beide Kampfhähne kollidierten. Die Rennleitung sah die Schuld bei Heger und bat ihn wenig später zu einer Durchfahrtsstrafe. Damit fiel der Audi-Pilot aus dem Fight um den dritten Platz heraus, der sich dank Ronny Scheer mittlerweile zu einem Dreikampf entwickelt hatte. Scheer hingegen hielt lange den Anschluss an Mücke, musste ihn letztendlich aber ziehen lassen. „Ich denke, ich hätte Peter sowieso nicht überholen können, denn dafür ist sein Mercedes einfach zu gut und auch deutlich jünger als mein Ford. Mit der dritten Position bin ich aber sehr glücklich, zumal ich gestern noch einen Ausfall wegen technischer Probleme hinnehmen musste.“

DTM Classic punktet mit tollem Motorsport und spektakulären Autos

Rennen zwei der DTM Classic auf dem legendären Nürnberger Stadtkurs wurde bestimmt von den beiden Kampfgruppen in der vorderen Hälfte des Feldes: Werner gegen Rupp um die Ränge eins und zwei sowie Mücke, Heger und Scheer um die Plätze drei, vier und fünf. Doch auch hinter dem Quintett wurde guter Rennsport mit attraktiven Fahrzeugen geboten. René Ruch (BMW M3 DTM) konnte am Ende den vierten Rang feiern, nachdem er im ersten Durchgang am gestrigen Samstag noch als Dritter jubeln durfte. Thomas Braun steuerte seinen Porsche 964 Cup auf die fünfte Position und profitierte dabei wie Ruch vom späten Ausfall von Heger, den ein Folgeschaden der Kollision mit Mücke drei Runden vor Schluss zur Aufgabe zwang. Der Essener wurde aufgrund der zurückgelegten Distanz aber noch als Sechster gewertet. Henry Walkenhorst (BMW M3 E30), Gerhard Müller (BMW E21 Gruppe 2), Guido Momm (Ford Mustang) und Mads Gjerdrum (BMW 320 Gruppe 5) komplettierten die Top Ten.

Nicki Thiim holt seine erste DTM-Pole

Nicki Thiim holt Pole für Rennen 2 am Norisring
Foto: Jens Hawrda

Besonderer Moment für Nicki Thiim in der DTM: Der Lamborghini-Pilot von SSR Performance fuhr am Sonntag beim zweiten Qualifying auf dem Norisring mit 48,785 Sekunden die schnellste Runde des bisherigen Rennwochenendes und steht zum ersten Mal in seiner DTM-Karriere auf dem ersten Startplatz. Nach dem vierten Rang im Samstaglauf zeigt die Formkurve des Dänen damit steil nach oben.

"Ich bin sprachlos. Es ist zwar nur das Qualifying, doch nach meiner bisher eher schwachen Saison tut diese Pole unheimlich gut. Man fährt in der DTM gegen die Besten der Besten, da gibt es einen gewissen Lernprozess. Zudem steht SSR Performance mit beiden Autos in der ersten Startreihe, das ist eine tolle Ausgangsposition", freute sich Thiim, der die Top-Zeit in der Gruppe A erzielte. Neben ihm geht sein Teamkollege Mirko Bortolotti als schnellster Fahrer der Gruppe B in den achten Saisonlauf der DTM. "Alles, was es an Zentimetern auf der Strecke gab, habe ich komplett ausgereizt. Mein Außenspiegel hat sogar die Mauer berührt. Ich bin super zufrieden mit meiner schnellsten Runde. Wir sind zunächst mit einem gebrauchten Reifensatz ins Qualifying gegangen, da es kurz vor dem Start genieselt hat. Für die Schlussphase habe ich mir frische Slicks geholt, das war eine gute Strategie", erklärte der Italiener.

Maro Engel nimmt sein 100. DTM-Rennen im Mercedes-AMG GT3 von Position drei aus in Angriff, Tabellenführer Kelvin van der Linde vom Team Abt Sportsline startet mit seinem Audi R8 LMS GT3 Evo2 auf Position vier. Maximilian Paul von Paul Motorsport steuerte als Fünfter den dritten Lamborghini in die Top-Ränge.

Die Gruppe B hatte am Sonntag um 9:20 Uhr das Zeittraining eröffnet. Auf der zu Beginn feuchten Fahrbahn begannen die zehn Fahrer vorsichtig, die Bestzeiten wurden erst im letzten Drittel des Qualifyings gefahren. Bortolotti gelang kurz vor Schluss die schnellste Runde, Kelvin van der Linde war jedoch nur acht Tausendstelsekunden langsamer als der Italiener.

Fünf Minuten später ging die Gruppe A auf den 2,162 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg und fuhr bei besseren Streckenverhältnissen schnellere Zeiten. Thiim erzielte nach mehreren starken Umläufen fünf Minuten vor Schluss die Bestmarke, Engel schob sich in letzter Sekunde noch auf Platz zwei vor.

Beide Qualifyings wurden auf dem Stadtkurs in Nürnberg in jeweils zwei Startgruppen ausgetragen, deren Einteilung sich nach den Ergebnissen des Freien Trainings richtete. Nicki Thiim als insgesamt schnellster Fahrer des Zeittrainings am Sonntag steht auf der Pole-Position, neben ihm geht Mirko Bortolotti als Erster der anderen Gruppe von Rang zwei aus ins Rennen. Maro Engel, der die zweitbeste Zeit in der Gruppe des Pole-Setters fuhr, ist demnach Dritter, dann wird wieder zur anderen Gruppe gewechselt. Die Startreihenfolge ergibt sich bis auf den Pole-Setter nicht nur aus den gefahrenen Zeiten, sondern den Positionen nach den Zeittrainings.

Startaufstellung, 8. Saisonlauf, Norisring (Top-Five)

  1. Nicki Thiim (DK/SSR Performance)
  2. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance)
  3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Winward)
  4. Kelvin van der Linde (ZA/Abt Sportsline)
  5. Maximilian Paul (D/Paul Motorsport)