Sonntag, 23. Juni 2024

IDM SSP Most: Zweiter Sieg bringt Kofler noch weiter nach vorn

Andreas Kofler #19
Foto: Jens Hawrda

Andreas Kofler hat den Bogen raus. Der 19-jährige Österreicher kann im Qualifying nicht nur exakt eine einzige Runde auf Befehl fahren, sondern er gönnt sich im Rennen auch den Sieg. Heute gelang dem Yamaha-Fahrer der zweite in der aktuellen Saison der IDM Supersport. Damit baute er seine Führung in der Gesamtwertung aus. Für Twan Smits (Team Apreco) war dagegen auch der zweite Platz ein Befreiungsschlag.

Kawasaki-Fahrer Marcel Brenner, aus der WM kommend, wollte die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) für Testzwecke nutzen und gestand: „Die Top 10 können problemlos in der Supersport-WM mithalten.“ Wie üblich gab es auch im Autodrom Most reichlich Turbulenzen. Auftaktsieger Stepan Zuda (AF-Racing-Team) musste aus der Boxengasse starten und dem Feld nachfahren, weil er im Qualifying bei der Boxenausfahrt über die weiße Begrenzungslinie gekommen war. Till Belczykowski (LJ Racing, MV Agusta) und Julius Caesar Rörig (MCA Racing) wurden in der ersten Kurve Opfer im Startgetümmel.

Andreas Kofler (Yamalube Kofler) legte von der Pole Position einen seiner Blitzstarts an den Tag. Marcel Brenner verteidigte seinen zweiten Platz und Kyle Smith (Kawasaki Weber) kam von der siebten auf die dritte Position nach vorn geschossen. Insgesamt 14 Runden waren zu absolvieren. In der dritten stürzte Smith aus dem Geschehen. Alles sah nach einer Soloflucht von Kofler aus, der im fünften Umlauf bereits 3,2 Sekunden Vorsprung vor dem ersten Verfolger hatte. Das war Marcel Brenner. Hinter diesem legte sich Daniel Blin (AF-Racing Team), der Trainings-Dritte, gerade mit Vizemeister Twan Smits an. Jener wiederum hatte in den letzten Wochen Pech am laufenden Band gehabt und ist seinem logischen Ziel, 2024 den Titel zu erringen, gerade weit entfernt. Doch der Niederländer gibt nicht auf, denn abgerechnet wird erst zum Schluss. Und es sah gut aus, was er heute machte. Smits nutzte alle Steilvorlagen, die sich ihm boten, zum Überholen aus und das galt letztlich für Blin wie auch für Brenner, der zum Schluss noch von Lennox Lehmann (Yamalube Kofler) auf den fünften Platz geschickt wurde.

Kofler hatte in der letzten Runde noch einen heftigen Rutscher, „ja, das Hinterrad hat a bissl angefangen zu tanzen“, aber 1,575 Sekunden Vorsprung waren im Ziel geblieben. Smits hat ihm für den zweiten Lauf am morgigen Sonntag eine Ansage gemacht: „Ich muss morgen am Start besser sein und dann werde ich mit Andy kämpfen.“

Das Feld war bunt durchgemischt. Luca de Vleeschauwer (MotoLife), der in Oschersleben für die ersten zwei Triumph-Siege gesorgt hatte, kam als Sechster ins Ziel, wurde aber als Fünfter gewertet, weil Marcel Brenner vor ihm als Gastfahrer keine Punkte bekam. Dirk Geiger brachte die Honda (MCA Racing) heute nur auf P10 über die 14 Runden. Aber der hinter dem Feld gestartete Stepan Zuda legte vom letzten Platz eine Aufholjagd hin, die sich sehen lassen konnte. Der tschechische Ducati-Fahrer sah die schwarz-weiß-karierte Zielflagge als Zwölfter.

IDM Supersport, Rennen 1 (Top-Five)

1. Andreas KOFLER (A/Yamaha)

2. Twan SMITS (NL/Yamaha)

3. Daniel BLIN (PL/Ducati)

4. Lennox LEHMANN (D/Yamaha)

5. Marcel BRENNER (CH/Kawasaki)

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

IDM SSP 300 Most: Gaggi gewinnt, Tonn wird ins Aus gerissen

Foto: Jens Hawrda


Marco Gaggi gewann als Gaststarter das erste Rennen in der IDM Supersport 300 und setzte sich gegen seinen WM-Kontrahenten Jeffrey Buis durch. Oliver Svendsen wird Dritter und sammelt wichtige Punkte.

Das erste Rennen der Supersport 300 in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Most begann bereits in der ersten Runde mit einem aufsehenerregenden Zwischenfall. Nach dem Start fuhr der Deutsche Korbinian Brandl (RBR Racing) zu eng in die erste Kurve hinein, wodurch er über den Rasen ausweichen musste. Dabei kam er zu Sturz und riss unglücklicherweise auch mit Phillip Tonn und Ruben Bijman (beide Freudenberg KTM-Paligo Racing) zwei weitere Fahrer ins Kiesbett. Für Brandl und Tonn war das Rennen danach gelaufen, Bijman konnte hingegen sein Bike aufstellen am Ende des Feldes weiterfahren.

Gaststarter Marco Gaggi (BrCorse) und Jeffrey Buis (Freudenberg KTM-Paligo Racing) hatten Glück und kamen ungeschoren davon. Sie setzten sich vom Rest des Feldes ab und machten das Rennen unter sich aus. Oliver Svendsen (Freudenberg KTM-Paligo Racing) folgte ihnen deutlich abgeschlagen. Zwei Runden vor Schluss zog Gaggi das Tempo noch einmal deutlich an. Er löste sich von Buis, der keine Mittel mehr hatte, ihn daran zu hindern. Der Italiener gewann das Rennen. “Mein Team und ich haben ein gutes Rennen gemacht, aber da ist noch Luft nach oben”, äußerte sich Gaggi, der bereits dreimal in der WM auf dem Podium stand, vor der Siegerehrung.

Jeffrey Buis gelang kein fehlerfreies Rennen. Ihm unterlief in der fünften Runde ein dicker Patzer, wodurch sich eine 2,5-Sekunden-Lücke zu dem Führenden Gaggi auftat. Doch das nahm er sportlich: “Es war für mich ein guter Ansporn, mich selbst zu pushen, um wieder aufzuholen”, sagte der amtierende Weltmeister und KTM-Pilot. Mit seinem zweiten Platz kassiert er die volle Punktzahl, da Gaggi als Gaststarter nicht gewertet wird.

Oliver Svendsen machte das Beste aus den Möglichkeiten, die er hatte. Vier Runden vor Schluss holte Svendsen das Spitzenduo ein, und ein spannender Showdown schien sich zwischen ihm und Teamkollege Buis abzuzeichnen. “Doch dann machten meine Reifen schlapp und es fehlte mir an Grip”, berichtete der Däne. Anstatt weiter Attacke zu machen, entschied sich Svendsen für ein smartes Ende auf Position drei und 20 weiteren Zählern auf dem Punktekonto.

Senna van den Hovens (Molenaar Racing) Strategie führte über eine konstante Fahrweise ohne große Fehler. Er wurde am Ende Vierter, gefolgt von Gaststarter Filip Novotny (Accolade Smrz Racing BGR) und Dylan Czarkowski (DC Racing). Letzterer hatte zur Mitte des Laufs Probleme mit den Reifen, die er selbst nicht erklären konnte, weshalb er nur noch mit stumpfen Waffen mitfahren konnte.

Korbinian Brandl wurde noch während des Rennens als Auslöser des Start-Unfalls bestraft und muss im Sonntagsrennen zwei Long-Lap-Strafen absolvieren. Für den Gaststarter Christopher Clark aus Amerika endete das Rennen mit einem Sturz in der vorletzten Runde.

Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann

IDM SBK Most: Mikhalchik lächelt nach Superpole wieder

Ilya Mikhalcjik #17 holt Pole in Most
Foto: Jens Hawrda


In der Superpole-Wertung stellte sich heute Ilya Mikhalchik (Champion Alpha Van Zon) als schnellster Fahrer in der IDM Superbike heraus. Der Ukrainer startet am Sonntag in beiden Rennen von der Pole Position. Florian Alt (Holzhauer Racing Promotion) und Patrick Hobelsberger (GERT56) stehen neben ihm. Eine Vorentscheidung ist das mit Sicherheit nicht, denn in der Topklasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) ist gewaltig viel los.

Ilya Mikhalchik ist seine gute Laune anzumerken. Späßchen in der Fahrerbesprechung. Der Ansatz eines Lächelns nach der Superpole 2 am Samstagnachmittag. Der 27-jährige dreifache Superbike-Meister fuhr mit der Bestzeit von 1:32.086 Minuten auf die Pole Position. Zwei Punkte trennen den BMW-Fahrer in der Meisterschaftswertung von Spitzenreiter Florian Alt, dem aktuellen Titelverteidiger auf Honda. Dessen Team ging mit einer eigenwilligen Strategie an die Superpole-Entscheidung heran. „Wir haben nur einen Reifen verwendet und nicht zwei wie der Rest“, erzählt Alt. Er glaubt auch den Grund zu kennen, weshalb er Zweiter geworden ist. „In meiner schnellen Runde hatte ich auf der Start-Ziel-Geraden einen extrem langen Wheelie, der mich letztlich um die Pole gebracht hat. Ich bin aber auch wirklich über den Speed der vielen BMW überrascht.“

Alt fuhr mit der IDM-Honda nur vier Zehntel langsamer als Iker Lecuona mit der Werks-Honda in der Superbike-WM in Most vor einem Jahr. „Ich bin stolz auf das Team, dass es die Fireblade im Griff hat – ohne Vergleichsdaten von etlichen anderen Motorrädern zu haben“, kann er sich den Seitenhieb auf die opulente Übermacht von BMW in der Topklasse nicht verkneifen. Er sei auf jeden Fall für den Kampf um die Tabellenführung am Sonntag bereit, lässt Alt wissen.

Thomas Gradinger, Lorenzo Zanetti und Leandro Mercado sorgen mit den Startplätzen acht, neun und zehn auf Yamaha, Ducati und Kawasaki, dass sich noch alle weiteren Fabrikate ins Spitzenspiel einmischen. Zanetti hat den ersten Sieg des Jahres abgeräumt. Und egal, wo er ist: Zanettis Familien-Clan reist mindestens zwei Handvoll stark aus Italien an. Mutter, Vater, Schwester, Manager und noch viel mehr Gefolge spulen tausende Kilometer ab, um den Panigale V4R-Treiber zu unterstützen, der momentan Gesamt-Dritter in der Meisterschaft ist. Das ergibt eine Menge italienisches Temperament. 

Mit der Startnummer #69 hat sich übrigens Moritz Jenkner als Gastfahrer ins Feld geschmuggelt. Wer in Most fehlt und auch auf dem Schleizer Dreieck nicht auftauchen wird, ist Vladimir Leonov. Der Russe von Hertrampf Ducati Racing ist bei Testfahrten auf dem Moscow Raceway gestürzt und hat sich dabei die rechte Hand gebrochen. Heilungszeit: voraussichtlich vier Wochen. Damit ist Denis Hertrampfs Zugpferd in der IDM Superbike schon wieder nicht am Start. Sein Nachwuchsfahrer Oliver König kommt bislang schwer vorwärts.

Ergebnis Pre-Practice: 

Florian ALT (Honda), Ilya MIKHALCHIK (BMW), Jan-Ole JÄHNIG (BMW), Toni FINSTERBUSCH (BMW), Hannes SOOMER (BMW), Patrick HOBELSBERGER (BMW), Maximilian KOFLER (Yamaha), Lorenzo ZANETTI (Ducati), Leandro MERCADO (Kawasaki), Bálint KOVÁCS (BMW), Max SCHMIDT (BMW), Kevin ORGIS (BMW).

Ergebnis Superpole 1: 

Federico CARICASULO (Kawasaki), Thomas GRADINGER (Yamaha), Philipp STEINMAYR (BMW), Max ENDERLEIN (Yamaha), Luca GRÜNWALD (BMW), Colin VELTHUIZEN (BMW), Leon ORGIS (Yamaha), Marco FETZ (BMW), Milan MERCKELBAGH (BMW), Rob HARTOG (Yamaha), Oliver KÖNIG (Ducati), Marc MOSER (Ducati), Sandro WAGNER (BMW), Moritz JENKNER (BMW), Julius ILMBERGER (BMW), Björn STUPPI (BMW), Leon FRANZ (BMW).

Ergebnis Superpole 2: 

Ilya MIKHALCHIK, Florian ALT, Patrick HOBELSBERGER, Hannes SOOMER, Toni FINSTERBUSCH, Jan-Ole JÄHNIG, Kevin ORGIS, Thomas GRADINGER, Lorenzo ZANETTI, Leandro MERCADO, Maximilian KOFLER, Bálint KOVÁCS, Federico CARICASULO, Max SCHMIDT, Philipp STEINMAYR.

Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Samstag, 22. Juni 2024

IDM SSP Most: Startaufstellung mit hohem Spannungsfaktor

Foto: Jens Hawrda

Es ist wieder passiert. Andreas Kofler (Yamalube Kofler) startet auch bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Most von der Pole Position. Zwar schien ihn Marcel Brenner (VIAMO Racing by MTM) aus der Schweiz einbremsen zu wollen, doch zum Schluss fehlten ihm 0,423 Sekunden. Einige potentielle Siegfavoriten in der IDM Supersport landeten weiter hinten. Das heißt: Der Nervenkitzel im Rennen ist garantiert.

Andreas Kofler hatte bis zum Anschlag Gas gegeben und meinte: „Wir haben jetzt nochmal sechs Zehntel gefunden und sind gut aufgestellt.“ Im ersten Qualifying hatte der Österreicher als einziger Fahrer im Supersport-Feld mit 1:35er-Zeiten geglänzt. Im zweiten war Marcel Brenner dann auch mit von der Partie. Er wird 16:30 Uhr – das erste Rennen findet schon heute statt – neben Kofler in der ersten Startreihe stehen. Egal, wie es auch ausgeht: Punkte wird Brenner nicht bekommen. Er ist ein Gastfahrer und somit außerhalb der Wertung. Ein unbeschriebenes Blatt ist der 24-Jährige aus dem Kanton Bern jedoch nicht. Er fuhr 2021 schon in der IDM Supersport, bevor er sich in der Weltmeisterschaft versuchte.

Dass Daniel Blin mit ganz vorne dabei sein würde und heute als Dritter in der ersten Startreihe steht, hatte sich schon gestern im freien Training angedeutet. Der Pole vom AF-Racing Team ist in der IDM-Tabelle Gesamt-Vierter und raste mit der Ducati Panigale V2 schon zwei Mal aufs Podium.

Der Dresdner Lennox Lehmann (rutschte im zweiten Qualifying vom zweiten auf den fünften Rang ab. Oschersleben-Doppelsieger Luca de Vleeschauwer (MotoLife, Triumph)ist nur in der dritten Startreihe. Für Dirk Geiger (MCA Racing, Honda), der in Oschersleben einen Pokal geholt hatte, ging es sogar zurück bis in die vierte Startreihe. Die 21-jährige Frohnatur war am Rätseln: „Mehr war nicht drin. Ich habe die Honda ausgequetscht, aber mehr kam einfach nicht.“ Bis auf Marvin Siebdrath (Yamaha by M32) verbesserte sich im zweiten Qualifying mehr oder weniger das ganze Fahrerfeld. Der Wildenfelser hob die Schultern: „Kupplungsdefekt. Das Teil hat die ganze Zeit geschliffen.“


IDM Supersport, Qualifying (Top-Five)

1. Andreas KOFLER (A/Yamaha)

2. Marcel BRENNER (CH/Kawasaki)

3. Daniel BLIN (PL/Ducati)

4. Jonáš KOCOUREK (CZ/Ducati)

5. Lennox LEHMANN (D/Yamaha)


Quelle: idm.de / Anke Wieczorek


Freitag, 21. Juni 2024

Kopf-an-Kopf-Rennen im tschechischen Most

Florian Alt reist als knapper Tabellenführer nach Most
Foto: Jens Hawrda

Mit nur zwei Punkten Vorsprung in der Königsklasse der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) reist Florian Alt am kommenden Wochenende ins tschechische Most. In der IDM Superbike steppt der Bär. In den anderen Klassen geht es ähnlich eng zu. Vom 21. bis zum 23. Juni 2024 wird sich nun zeigen, wer am besten durch die zwölf Rechts- und neun Linkskurven im Autodrom Most kommt und wer seine Vorhaben umsetzen kann.

Florian Alt (D/Honda) mag die Rennstrecke in der Bergbaustadt im Nordwesten der Tschechischen Republik. Hier hat der Superbike-Titelverteidiger vor einem Jahr zwei Mal auf dem Podium gestanden, davon einmal ganz oben. In der laufenden Saison steht der erste Sieg noch aus. Der 28-jährige Deutsche aus Engelskirchen hat ihn dringend nötig, wenn er den bereits dreifachen IDM Superbike-Champion Ilya Mikhalchik (UKR/BMW) weiter hinter sich halten will. Der Ukrainer hat die letzten beiden Rennen gewonnen. Jetzt liegen nur zwei Meisterschaftspunkte zwischen den Konkurrenten. Alt ließ sich die Chance nicht entgehen, am vergangenen Freitag noch auf dem Schleizer Dreieck zu testen. Er konnte feststellen, dass die neue Version seiner Honda besser als die bisherige funktioniert. Das stimmt ihn optimistisch und bestätigt noch einmal das Ergebnis seines Frühjahrstests in Most. Mit Alt, Mikhalchik und Lorenzo Zanetti (I/Ducati) hat sich in der IDM Superbike an der Spitze ein Triple mit drei Fahrern aus drei Nationen auf drei Motorradmarken gebildet. Zanetti hatte das Auftaktrennen auf dem Sachsenring gewonnen. Die Kämpfe sind eng und hart, aber fair. Die Leistungsdichte ist enorm, sodass fast alle Fahrer aus den Top Ten Siegchancen haben. Die Superbikes erreichen dabei Spitzengeschwindigkeiten von über 300 km/h.

Extreme Anspannung liegt bei Patrick Hobelsberger (D/BMW) in der Luft, der die Tabellenführung wegen einer Disqualifikation abgeben musste und in der höchsten deutschen Motorradklasse bis auf den vierten Platz abrutschte. Der Bayer ist stocksauer und gleichzeitig extrem motiviert, den Spieß wieder umzudrehen. Wobei auch Bálint Kovács (HU/BMW), Leandro Mercado (ARG/Kawasaki), Hannes Soomer (EST/BMW), Toni Finsterbusch (D/BMW) oder auch Maximilian Kofler (A/Yamaha) mitreden werden.

Nach einem holprigen Saisonstart und vier Rennen, die er nicht beenden konnte, will es der Tscheche Oliver König (Ducati) in seiner Heimat besser machen. Ob dabei sogar die ersten Meisterschaftspunkte für den Lokalmatador herausspringen, wird sich am Sonntag zeigen.

Wie in der IDM Superbike trennen die Spitzenreiter auch in der etwas Supersport-Klasse nur zwei Punkte. Luca de Vleeschauwer (B/Triumph) hat mit einem Doppelsieg in Oschersleben den Titelfavoriten Andreas Kofler (A/Yamaha) stark in Bedrängnis gebracht. Triumph hat es gefreut. Es waren die ersten Siege des Herstellers in der IDM überhaupt. Und dass die Junioren in der Klasse so auftrumpfen würden, war eine Wucht. Nun darf auch in Most mit einer starken Präsenz der Rookies in Form von Lennox Lehmann (D/Yamaha), Dirk Geiger (D/Honda) und Marvin Siebdrath (D/Yamaha) sowie auch alten Haudegen wie dem WM-erfahrenen Kyle Smith (GB/Kawasaki) gerechnet werden.

Einige Rennen werden wohl wieder erst auf den letzten Metern in der letzten Runde entschieden. Der Kampf zwischen den Marken befindet sich dabei ohnehin seit Jahren auf absolutem Spitzenniveau. Nun liegt die Messlatte noch höher. 2024 beteiligen sich so viele Hersteller wie noch nie an der Meisterschaft. An Bord sind: BMW, Ducati, Honda, Kawasaki, Yamaha, KTM, Triumph, MV Agusta.

KTM ist eine Macht in der IDM Supersport 300. Hier feiert das Team Freudenberg die jahrelang betriebene Nachwuchsarbeit. Die sächsische Crew hat schon einige Fahrer bis an die WM-Spitze geführt und ist das Maß der Dinge in der Nachwuchsliga.

In Most kommen auch wieder die Fans des Sidecar-Sports auf ihre Kosten. Ein rappelvolles Feld zu den Läufen der FIM Sidecar World Championship wird erwartet, angeführt von Harry Payne/Kevin Rousseau (GB/F) vor Markus Schlosser/Luca Schmidt (CH/D).

Auf der Strecke jagt ein Highlight das andere. Das Programm wird garniert von diversen Cup-Klassen. Das IDM-Wochenende garantiert Action ohne Pause.