Sonntag, 22. Oktober 2023

Thomas Preining ist DTM-Champion 2023

Der Österreicher und Porsche feiern in Hockenheim ersten DTM-Gesamtsieg

Der neue DTM-Champion heißt Thomas Preining
Foto: dtm.com

Thomas Preining (A) ist neuer DTM-Champion. Beim Saisonfinale in Hockenheim zeigte sich der 25-Jährige nervenstark und holte am Sonntag vorzeitig als erster Österreicher den Titel in der weltweit populären Rennserie. Der Porsche-Pilot ging als Spitzenreiter ins entscheidende Rennwochenende auf dem Hockenheimring und baute mit einem Start-Ziel-Sieg am Samstag seine Führung weiter aus. Dank drei gesammelter Punkte mit einem ersten Platz im Qualifying am Sonntagmorgen liegt Preining bereits vor dem abschließenden Lauf am Mittag uneinholbar vor Verfolger Mirko Bortolotti (I). 

Hugo Sasse und Mike David Ortmann erneut Fahrer-Champion der ADAC GT4 Germany

  • David Jahn und Jannes Fittje mit Laufsieg auf dem Hockenheimring
  • Simon Primm neuer Junior-Champion
  • Marat Khayrov holt Titel in der Trophy-Wertung

Champions 2023: Mike David Ortmann (li.) und Hugo Sasse
Foto: ADAC-Motorsport


Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde) sind die alten und neuen Champions der ADAC GT4 Germany. Die Aston Martin Vantage GT4-Piloten von Prosport Racing fahren im Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring zu Platz sechs und stellen somit vorzeitig die erfolgreiche Titelverteidigung in der Fahrer-Wertung sicher. Der Laufsieg im vorletzten Saisonrennen ging an David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (24/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4. „Diesen Titel eingefahren zu haben, ist sehr speziell. Wir sind einfach nur überwältigt. Ein riesiger Dank geht an alle im Team, die dazu beigetragen haben“, strahle Mike David Ortmann, der gemeinsam mit Sasse der erste Titelverteidiger in der Geschichte der ADAC GT4 Germany ist.

Sasse hatte das Rennen zunächst von der Pole-Position aus begonnen. Doch schon nach zwei Kurven übernahm Porsche-Pilot Jahn die Führung. Bei der Anfahrt auf die enge Spitzkehre fuhr auch dessen Markenkollege Nicolaj Møller Madsen (30/DNK, Wimmer Werk Motorsport) noch in der ersten Runde an Sasse vorbei auf Platz zwei. Die beiden Porsche kämpften im weiteren Rennverlauf rundenlang sehenswert um die Führung. Kurz vor dem Ausrufen einer Safety-Car-Phase setzte sich der Däne schließlich durch. Sasse verteidigte in der ersten Rennhälfte derweil die dritte Position.

Als die Strecke wieder freigegeben wurde, öffnete sich schnell auch das Boxenstoppfenster und Sasse übergab den Aston Martin direkt an seinen Teamkollegen Ortmann. Dieser fand sich kurz darauf aber hinter Denis Bulatov (25/Köln, BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) wieder. Der Mercedes-AMG GT4-Pilot war der einzige verbliebene Kontrahent von Sasse/Ortmann im Titelrennen und hatte bei einem späteren Stopp das Fahrzeug zuvor von Marc de Fulgencio (24/ESP) übernommen.

Møller Madsens Partner Ivan Ekelchik (26/ARM) blieb nach dem Fahrerwechsel nur kurz an der Spitze. Jannes Fittje, der für Jahn in den Porsche stieg, setzte sich schnell gegen seinen Markenkollegen durch und fuhr schließlich auch zum Sieg. Ekelchik konnte das Tempo der Führungsgruppe nicht mitgehen und beendete das Rennen auf Platz fünf. Hinter Jahn zeigte Bulatov eine starke Leistung und überquerte auf der zweiten Position die Ziellinie. Sasse/Ortmann konnte er den Fahrer-Titel aber nicht mehr streitig machen. Rang drei ging an das Porsche-Duo Max Kronberg (36/Berlin) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport), was für Kronberg auch den Tagessieg in der Trophy-Wertung bedeutete. Vierte wurden Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group). Primm holte somit nicht nur den Tagessieg in der Junior-Wertung sondern auch den Junior-Titel 2023. Hinter Ekelchik fuhr Ortmann auf Position sechs über die Ziellinie und feierte den Fahrer-Titel in der Auslaufrunde emotional im Cockpit. Platz sieben holten die BMW-Piloten Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) vor Marek Böckmann (27/Lautersheim) und Raphael Rennhofer (16/AUT, beide Prosport Racing) in einem weiteren Aston Martin sowie vor Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Deren BMW-Teamkollegen Marat Khayrov (36/KGZ) und Gabriele Piana (37/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) komplettierten die Top Zehn. Khayrov konnte über somit über den Titel in der Trophy-Wertung jubeln.

Weitere Stimmen zum Rennen

Mike David Ortmann von Prosport Racing– Champion der Saison 2023

„Wir sind überglücklich, den Titel eingefahren zu haben. Es war heute ein hartes Rennen und ich war froh, dass ich gut durchgekommen bin. Es ist schön, Geschichte zu schreiben und zusammen mit Hugo die ersten Titelverteidiger der ADAC GT4 Germany geworden zu sein.“

Hugo Sasse von Prosport Racing – Champion der Saison 2023

„Der Titel ist natürlich super. Wir hätten heute gerne auch auf dem Podium gestanden. Doch es fehlte uns ein wenig der Topspeed. Jetzt freuen wir uns einfach nur noch, dass wir den Titel nachhause holen konnten. Sicherlich werden wir im Team heute ein wenig feiern.“

David Jahn von AVIA W&S Motorsport – Laufsieger im Samstagsrennen

„Wir sind richtig happy. Nach der Qualifikation am Morgen war der Sieg das ausgemachte Ziel. Wir waren uns zunächst nicht sicher, ob wir das schaffen würden. Doch es hat sich schnell im Rennen herausgestellt, dass wir auf einem guten Weg sein würden. Nicolaj Møller Madsen war ein harter Gegner - aber ich wusste, dass ich ihn fahren lassen kann, da Jannes im zweiten Rennabschnitt richtig Gas geben würde.“

Jannes Fittje von AVIA W&S Motorsport – Laufsieger im Samstagsrennen

„Es war ein unbeschreiblicher Tag. Ich bin am Wochenende zuvor noch keine Runde im Trockenen im GT4-Auto gefahren. Aber so ist es manchmal. Ich saß kurz vor dem Rennen noch im GT3-Auto im ADAC GT Masters, konnte die Umstellung aber gut meistern. Ich bin froh, dass ich dem Druck standgehalten habe, denn ich wollte meine Jungs nicht enttäuschen. Morgen ist das Ziel, Platz zwei in der Fahrer-Wertung klar zu machen.“

Nach Sieg von Hites und Mapelli: Meisterschaftsentscheidung fällt im finalen Sonntagsrennen

  • Zweiter Saison-Erfolg für Benjamin Hites und Marco Mapelli
  • Kampf um den Titel völlig offen: Vier Fahrerduos beim Finale mit Chance auf den Titel
  • Salman Owega und Elias Seppänen sind vorzeitig Champions in der Pirelli-Junior-Wertung

Benjamin Hites und Marco Mapelli #63
Foto: Jens Hawrda

Das war ein ganz wichtiger Sieg für Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/GRT Grasser-Racing-Team) im ADAC GT Masters. Nach der Pole-Position jubelte das Lamborghini-Duo am Samstagnachmittag über Platz eins im elften Saisonrennen am Hockenheimring Baden-Württemberg. Dadurch verkürzten die Gewinner den Rückstand in der Gesamtwertung auf zehn Punkte. „Beim Boxenstopp haben wir etwas Zeit verloren. Deshalb musste ich auf der Strecke alles geben, um die Führung zu verteidigen. Nach einem harten Duell mit Ralf Aron ist mir das auch gelungen. Kompliment an ihn, das war toller Motorsport mit gegenseitigem Respekt. Ich bin sehr glücklich, dass wir nun wieder voll im Meisterschaftsrennen dabei sind“, erklärte Mapelli. Den zweiten Platz sicherten sich im Mercedes-AMG GT3 Alain Valente (CH) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team). Platz drei ging an die Porsche-Fahrer Jannes Fittje (Langenhain) und Nico Menzel (Kelberg/beide Huber Motorsport). Die Meisterfrage wird erst im finalen Saisonlauf des ADAC GT Masters am Sonntag beantwortet.

Der Start verlief für Pole-Setter Hites im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 bei Sonnenschein und Temperaturen von 18 Grad Celsius nach Plan. Bis zum Fahrerwechsel behauptete der Lamborghini-Junior seine Spitzenposition auf der 4,574 Kilometer langen Rennstrecke. Anschließend entwickelte sich zwischen Mapelli und Aron ein mitreißender Zweikampf um die Führung. Lamborghini-Werksfahrer Mapelli spielte seine ganze Erfahrung aus und stemmte als Belohnung anschließend mit Teamkollege Hites zum zweiten Mal in dieser Saison den Siegerpokal in die Höhe. Der Zweitplatzierte Aron freute sich gemeinsam mit Valente über den dritten Podiums-Erfolg im ADAC GT Masters. „Mein Stint hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Alain übte im ersten Rennabschnitt schon großen Druck auf den Führenden aus. Ich konnte Marco Mapelli zwar überholen, musste die Position aber aufgrund der Track-Limits wieder zurückgeben. Wir fuhren auf einem extrem hohen Niveau. Für mich bestand keine Möglichkeit mehr, die kleine Lücke zu ihm zu schließen“, berichtete Aron.

Mit dem dritten Platz meldeten sich auch Fittje und Menzel im Meisterschaftsrennen zurück. Vor dem spannungsgeladenen Finale am Sonntag liegt das Huber-Duo in der Tabelle auf dem Bronzerang. „Platz drei war definitiv das Maximum. Die Chance auf den Titel lebt, das wollten wir erreichen. Allerdings sind noch viele Fahrerpaarungen in der Verlosung. Es wird knackig und extrem spannend“, sagte Menzel zur Ausgangslage. Platz vier belegten Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion). In der Gesamtwertung steht das Porsche-Duo mit 151 Zählern auf Rang vier und hat am Sonntag ebenfalls noch realistische Chancen auf den Titel. Fünfter wurden Luca Arnold (Pfronstetten) und Christer Jöns (Ingelheim/beide Schnitzelalm Racing) in einem Mercedes-AMG GT3. An sechster Stelle beendeten Moritz Wiskirchen (Euskirchen) und Marcel Marchewicz (Schwetzingen) im zweiten Mercedes-AMG von Schnitzelalm Racing das Rennen. Als Siebter überquerte Ben Green (Schubert Motorsport) die Ziellinie. Der Brite teilt sich das Cockpit des BMW M4 GT3 mit Eduardo Coseteng (PHL). Auf den achten Platz fuhr das Mercedes-AMG-Gespann Petru Umbrarescu (RO) und Maximilian Götz (Uffenheim/beide Haupt Racing Team) und blieben somit vor Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN/beide Landgraf) im Mercedes-AMG GT3. Der Vorsprung der Meisterschaftsführenden, die am Samstag nach einem Ausrutscher von Owega ein schwieriges Rennen erlebten, beträgt auf die neuen Zweitplatzierten Hites und Mapelli nur noch zehn Punkte. In der Pirelli-Junior-Wertung sind Owega und Seppänen vor dem Finale allerdings uneinholbar vorn und damit vorzeitige Meister. Die Top-Ten komplettierten Michael Joos (Vöhringen) und Nico Bastian (Ludwigsburg/beide Team Joos by Racemotion) in einem Porsche 911 GT3 R.

Die Champions des ADAC GT Masters 2023 werden somit erst im zwölften und finalen Saisonlauf am Sonntag gekrönt. Vier Fahrer-Duos haben bei noch 28 zu vergebenen Punkten die Chance auf Platz eins im Gesamtklassement.


Samstag, 21. Oktober 2023

Sieg für Thomas Preining – Meisterfrage auf Sonntag vertagt

  • Tabellenführer nach souveränem Start-Ziel-Erfolg kurz vor seinem ersten DTM-Titel
  • Verfolger Mirko Bortolotti verhindert mit Platz fünf vorzeitigen Triumph des Österreichers
  • Manthey EMA holt vorzeitig die Team-Meisterschaft, Porsche gewinnt Herstellerwertung

Nach seinem zweiten Saisonsieg steht Thomas Preining kurz vorm DTM-Titel
Foto: dtm.com

Entscheidung vertagt. Thomas Preining (A) war bis zehn Minuten vor Schluss des vorletzten Meisterschaftslaufs am Samstag auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg neuer DTM-Champion. Der Spitzenreiter führte das Feld im Porsche 911 GT3 R souverän an, sein härtester Verfolger Mirko Bortolotti (I) lag im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 nur auf Platz sieben. Das hätte den vorzeitigen Titel für den Österreicher bedeutet. Doch Bortolotti kämpfte sich auf Rang fünf vor und wahrt bei einem Rückstand von 27 Punkten rechnerisch seine Titelchancen. Preining jubelte nach 37 Runden nicht nur über seinen zweiten Saisonerfolg, sondern feierte mit Platz zwei des Teamkollegen Dennis Olsen (N) auch den ersten DTM-Doppelsieg seines Rennstalls Manthey EMA. Die Mannschaft aus Meuspath gewann damit vorzeitig die Teamwertung, Porsche sicherte sich erstmals in der DTM-Geschichte den Herstellertitel. „Das war ein mega Rennen. Vorne an der Spitze gab es für mich weniger Kontakt-Sport als weiter hinten für einige meiner Verfolger. Trotzdem musst du in der DTM immer voll fokussiert sein. Die Team-Meisterschaft haben wir uns jetzt schon geholt, am Sonntag folgt hoffentlich der Fahrertitel“, erklärte der Porsche-Werksfahrer. Hinter den beiden Manthey-EMA-Piloten bestätigte Christian Engelhart (Starnberg) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom GRT Grasser-Racing-Team seine gute Form und wurde Dritter.

Keyfacts, Hockenheimring, Saisonrennen 15 von 16

Streckenlänge: 4.574 Meter

Wetter: 18 Grad, sonnig

Pole-Position: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 1:37,148 Minuten

Sieger: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91)

Schnellste Rennrunde: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R #91), 1:38,765 Minuten

Pole-Setter Preining erwischte beim vorletzten Saisonrennen im badischen Motodrom einen perfekten Start und behauptete seine Führung souverän vor Olsen und Engelhart. Es folgten Jack Aitken (GB) im Ferrari 296 GT3 und der Tabellendritte Ricardo Feller (CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo2, der trotz mehrerer Attacken nicht an dem Briten vorbeiziehen konnte. Die Pflicht-Boxenstopps wirbelten danach das Klassement durcheinander. Der auf Platz sieben liegende Bortolotti überholte beim Reifenwechsel den vor ihm liegenden Kelvin van der Linde (ZA) und kam auch vor Feller sowie Aitken als Vierter wieder auf die Strecke. Die beiden Verfolger waren jedoch eine Runde früher an die Box gegangen und konnten mit bereits angewärmten Pirelli-Slicks ihre Positionen nach spektakulären Überholmanövern zurückerobern. Auch Kelvin van der Linde zog an dem Lamborghini-Piloten vorbei, der sich wieder auf Rang sieben einordnete.

Damit war die Meisterschaft für den klar in Front liegenden Thomas Preining, der auch die schnellste Rennrunde fuhr, zum Greifen nahe. Doch zehn Minuten vor Schluss ging Bortolotti mit harten, aber fairen Aktionen zunächst an van der Linde und dann an Aitken vorbei. Der 33-Jährige wurde hinter Preining, Olsen, Engelhart und Feller Fünfter. „Wir sind von Platz acht gestartet und haben mit einer Top-Leistung das Beste daraus gemacht. Leider ist es im Qualifying nicht optimal gelaufen und uns wurde wegen eines Track-Limit-Verstoßes eine Pole-Runde gestrichen, aber das gehört zum Rennsport dazu. Die Überholmanöver im Rennen waren cool und morgen versuchen wir wieder, das Beste herauszuholen“, erklärte der Tabellenzweite von SSR Performance. Die Titelentscheidung kann am Sonntag bereits im Qualifying fallen, in dem Punkte an die schnellsten Drei vergeben werden. Maximal 28 Zähler gibt es am finalen Renntag noch zu holen. Das Zeittraining startet am Sonntag um 9:30 Uhr und wird live auf ran.de und youtube.com/dtm gezeigt.

Audi-Pilot van der Linde sicherte sich kurz vor Schluss Rang sechs vor Aitken, Luca Stolz (Brachbach) war auf der achten Position bester Mercedes-AMG-Pilot. Als schnellster Fahrer eines BMW M4 GT3 belegte Marco Wittmann (Fürth) Platz neun, Laurin Heinrich (Würzburg) beendete den vorletzten Meisterschaftslauf im Porsche 911 GT3 R vom Team75 Motorsport auf Rang zehn.

Das zweite Rennen auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg wird am Sonntag um 13:30 Uhr gestartet. 

Stimmen nach dem Rennen

Dennis Olsen: „Wir wollten unbedingt die Team-Meisterschaft gewinnen. Dass uns das bereits im ersten Rennen mit einem Doppelsieg gelungen ist, fühlt sich fantastisch an. Ich freue mich für die Jungs in unserem Team, die ein überragendes Setup für mein Fahrzeug gefunden haben.“

Christian Engelhart: „Ein gigantisches Gefühl, vor dieser Kulisse aufs Podium zu fahren. Mein Start ist mir leider nicht so gut gelungen, die beiden Manthey-Porsche waren aber wie fast die ganze Saison richtig schnell unterwegs. Trotzdem konnte ich zeigen, was in mir steckt. Dafür bin ich Gottfried Grasser und dem Team sehr dankbar. Am Sonntag will ich nochmal einen draufsetzen.“

Ergebnis, 1. Rennen, Hockenheimring Baden-Württemberg

1. Thomas Preining (A/Manthey EMA)

2. Dennis Olsen (N/Manthey EMA), +0,624 Sekunden

3. Christian Engelhart (D/GRT Grasser-Racing-Team), +3,203 Sekunden

4. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), +12,923 Sekunden

5. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +13,165 Sekunden


Erster Schritt zur Meisterschaft ? Thomas Preining holt Pole

Thomas Preining Porsche 911 GT3 R #91
Foto: Jens Hawrda

Thomas Preining (A) ballte noch in seinem Porsche 911 GT3 R die Fäuste: Der Spitzenreiter vom Team Manthey EMA holte am Samstagmorgen beim ersten Qualifying auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg die Pole-Position und machte damit einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft. Dank der drei Zusatzpunkte für die schnellste Runde vergrößerte der Österreicher den Abstand auf seinen härtesten Verfolger Mirko Bortolotti (I), der Achter wurde, auf 13 Zähler und kann am Mittag im vorletzten Meisterschaftslauf bereits seinen ersten DTM-Titel klarmachen.

„Das war der perfekte Zeitpunkt für eine der wichtigsten Pole-Positions meiner Karriere. Ich habe die Runde sehr gut getroffen, aber auch die Balance des Fahrzeugs war perfekt. Das Team hat einen super Job gemacht. Klares Ziel ist es jetzt, das Rennen zu gewinnen. Was meine Konkurrenten machen, können wir nicht kontrollieren“, erklärte der Sieger des Pirelli Pole Position Award, der mit 1:37,148 Minuten die Bestmarke setzte. Bortolotti geht im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 mit einem Rückstand von 0,429 Sekunden auf Preining von Platz acht aus in das Rennen, hätte aber weiter vorn stehen können. Gut zwei Minuten vor Schluss umrundete der Italiener den 4,574 Kilometer langen Kurs in 1:37,023 Minuten, doch die vermeintliche Topzeit wurde wegen eines Track-Limit-Verstoßes gestrichen. „Wir müssen jetzt genau analysieren, was los war. Der Wagen fühlte sich sehr gut, im Rennen wird attackiert,” sagte der 33-Jährige, neben dem der Tabellendritte Ricardo Feller (CH) als Siebter in der vierten Startreihe steht.

Blauer Himmel und Sonnenschein empfing die 28 Fahrer am Samstagmorgen beim vorletzten Qualifying der DTM-Saison 2023 auf dem Hockenheimring. Bei Streckentemperaturen von 13 Grad Celsius begann erst in der zweiten Hälfte des 20-minütigen Zeittrainings die Jagd nach der schnellsten Runde. Die beiden heißesten Titelkandidaten Preining und Bortolotti verfolgten dieselbe Strategie und fuhren ihre jeweilige Bestzeit in ihrem sechsten Umlauf. Einer der aktivsten Piloten war Christian Engelhart (Starnberg), der sich für eine starke Leistung im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 vom GRT Grasser-Racing-Team mit Platz zwei hinter Preining belohnte. Dennis Olsen (N) wurde im Porsche 911 GT3 R Dritter, Franck Perera (F) belegte mit exakt derselben Zeit, die er allerdings eine Runde später erzielt hatte, Rang vier. Ferrari-Pilot Jack Aitken (GB) von Emil Frey Racing beendete das Qualifying als Fünfter.

Ergebnis 1. Qualifying, Hockenheimring

  1. Thomas Preining (A/Manthey EMA), 1:37,148 Minuten
  2. Christian Engelhart (D/GRT Grasser-Racing-Team), +0,137 Sekunden
  3. Dennis Olsen (N/Manthey EMA), +0,326 Sekunden
  4. Franck Perera (F/SSR Performance), +0,326 Sekunden
  5. Jack Aitken (GB/Emil Frey Racing), +0,345 Sekunden
Quelle: dtm.com