Samstag, 21. Oktober 2023

Bestzeit im Freien Training für Porsche-Pilot Nico Bastian

Perfekter Auftakt beim ADAC GT Masters-Saisonfinale am Hockenheimring Baden-Württemberg für Nico Bastian. Im Porsche 911 GT3 R vom Team Joos by Racemotion fuhr der Ludwigsburger am Freitagmittag mit 1:39,893 Minuten die schnellste Runde im Freien Training. BMW-Pilot Ben Green (GBR/Schubert Motorsport) und Benjamin Hites (CHL/GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 komplettierten die Top-Drei.

Bei bewölktem Himmel sowie Temperaturen von 17 Grad Celsius gingen die Fahrer aus dem ADAC GT Masters ins letzte Freie Training der Saison 2023. Zu Beginn war der Asphalt der 4,574 Kilometer langen Rennstrecke noch nass, trocknete aber im Verlauf der 45-minütigen Session immer mehr ab. Bastian kam mit den wechselhaften Verhältnissen am besten zurecht und stellte die Bestzeit auf. „Wir setzten die ganze Session über auf die Pirelli-Slicks. Die ersten Runden auf der nassen Fahrbahn gestalteten sich kompliziert. Das Erfolgsgeheimnis lag darin, bei den schwierigen Bedingungen die perfekte Linie und vor allem die trockenen Stellen zu finden. Das ist mir gelungen. Meine schnellste Runde habe ich dann mit frischen Reifen in Angriff genommen“, sagte Bastian, der sich beim sechsten Saisonstopp das Cockpit des Joos-Porsche mit Michael Joos (Vöhringen) teilt. 

Den zweiten Platz belegte mit über acht Zehntelsekunden Rückstand Green im BMW M4 GT3. Dritter wurde Nürburgring-Rennsieger Hites im Grasser-Lamborghini (+0,958 Sekunden). Auf dem vierten Platz ordnete sich der Meisterschaftsführende des ADAC GT Masters, Mercedes-AMG-Fahrer Elias Seppänen (FIN/Landgraf Motorsport) ein (+0,969 Sekunden). Rang fünf holte sich Jannes Fittje (Langenhain/Huber Motorsport) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R (+0,985 Sekunden). 

Quelle: adac-motorsport

Freitag, 20. Oktober 2023

Mit Audi und Red Bull: Das DTM-Programm 2024 von Abt Sportsline

  • Abt Sportsline setzt auch im kommenden Jahr auf zwei Audi R8 LMS GT3 Evo2
  • Konstanz beim Line-up: Ricardo Feller und Kelvin van der Linde bilden das Fahrerduo
  • Fahrzeuge des Rennstalls aus Kempten erstrahlen in markanten Farben von Red Bull

Abt Sportsline startet 2024 mit Audi und Red Bull in der DTM
Foto: dtm.com

Das erfolgreichste aller aktuellen DTM-Teams hat noch vor Ablauf der aktuellen Saison seine Pläne für die DTM 2024 vorgestellt. Der Rennstall aus Kempten im Allgäu setzt dabei auf Kontinuität und will mit zwei Audi R8 LMS GT3 Evo2, Ricardo Feller (CH) sowie Kelvin van der Linde (ZA) in der populären Rennserie starten. An der Seite von der Audi-Mannschaft präsentiert sich der österreichische Getränkehersteller Red Bull auf der reichweitenstarken DTM-Plattform.

„Wir sind stolz, als erstes Team unser komplettes Paket für die nächste DTM-Saison vorstellen zu können. Abt und Audi arbeiten in der DTM seit 24 Jahren zusammen und eine derart erfolgreiche und gute Partnerschaft beendet man nicht einfach, auch wenn sich die Rahmenbedingungen verändern. Die Rückkehr von Red Bull als Partner auf unseren Autos ist das i-Tüpfelchen und wird jedem im Team Flügel verleihen“, sagte Abt Motorsportdirektor Martin Tomczyk.

Red Bull war 1997 in der STW zum ersten Mal auf einem Rennauto von Abt Sportsline zu sehen und von 2002 bis 2018 Partner der Kemptener in der DTM. In dieser Zeit feierte das Audi-Team 27 Siege, 93 Podien und zwei Meistertitel mit Mattias Ekström (S). Kelvin van der Linde (ZA) nimmt 2024 bereits seine vierte DTM-Saison für Abt Sportsline in Angriff. „Ich fühle mich extrem wohl bei Abt und mein Plan ist, dass wir noch ganz lange zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit mit Ricardo war in den vergangenen beiden Jahren immer gut, ich glaube, wir sind eine der stärksten Fahrerpaarungen im Feld“, erklärte der 27-jährige Südafrikaner. Sein Schweizer Kollege Ricardo Feller ergänzte: „Es war immer mein Traum, in die DTM zu kommen und dann noch in einem Team wie Abt zu sein, macht mich extrem glücklich. Kelvin und ich sind ein gutes Duo. Ich hoffe, dass wir mit Red Bull im Rücken im nächsten Jahr noch stärker sein werden.“

Franz Watzlawick, CEO Beverage Business bei Red Bull, das mit mehr als elf Milliarden verkauften Dosen pro Jahr Weltmarktführer bei den Energy-Drinks ist, kommentierte das Engagement bei Abt Sportsline in der DTM: „Ich freue mich einfach, dass wieder zusammenkommt, was zusammengehört.“



Kelvin van der Linde eröffnet DTM-Finale mit Top-Zeit

  • Audi-Pilot am Freitag schnellster Fahrer in beiden Sessions
  • Titel-Kandidaten Preining und Bortolotti im Freien Training dicht beisammen

Kelvin van der Linde Schnellster im Freien Training am Freitag
Foto: Jens Hawrda

Starkes Statement von Kelvin van der Linde (ZA) beim Auftakt des DTM-Finales in Hockenheim. Der Audi-Pilot von Abt Sportsline war am Freitag beim letzten freien Training der Saison 2023 in beiden Sessions bester Pilot. Die schnellste Zeit des Tages gelang dem 27-jährigen am Nachmittag mit 1:38,591 Minuten. Damit blieb er rund 15 Sekunden unter seiner Bestzeit am Morgen, als alle Fahrer mit Regenreifen auf die nasse Strecke gegangen war. „Den Hockenheimring kennt fast jeder DTM-Fahrer richtig gut, daher geht es hier immer sehr eng zu. Wir konnten auf nasser und trockener Fahrbahn verschiedene Setups ausprobieren. Das hat super funktioniert. In der zweiten Saisonhälfte haben wir unseren Schwung gefunden. Ich hoffe, dass das am Wochenende so weitergeht“, sagte Kelvin van der Linde (ZA).

Gut eine Zehntelsekunde langsamer als der Südafrikaner war Dennis Olsen (N) im Porsche 911 GT3 R, Franck Perera (F) von SSR Performance steuerte seinen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 auf den dritten Rang. Dahinter folgten die beiden heißesten Titelkandidaten Thomas Preining (A) und Mirko Bortolotti (I) dicht hintereinander auf den Plätzen vier und fünf. Tabellenführer Preining hatte im Porsche 911 GT3 R als Vierter einen Vorsprung von nur 0,026 Sekunden vor seinem schärfsten Verfolger Bortolotti. Damit spricht alles für einen spannenden Titelkampf beim DTM-Showdown im badischen Motodrom.

Das letzte Freie Training der DTM-Saison 2023 auf dem Hockenheim wurde für die 28 Fahrer zu einer rutschigen Angelegenheit. Während am Morgen auf nasser Strecke ausschließlich Regenreifen zum Einsatz kamen, stellte leichter Niederschlag am Nachmittag die mit Slicks startenden Piloten vor eine schwierige Aufgabe. Die Ideallinie war zwar weitgehend trocken, doch daneben sorgte die feuchte Fahrbahn für mehrere Ausritte, die jedoch ohne Folgen blieben. Dabei beschädigte der Tabellendritte Ricardo Feller (CH) seinen Außenspiegel und absolvierte nur fünf Runden. In der Schlussphase hörte der Regen auf, die Zeiten wurden immer schneller. Die Top-Drei erzielten ihre Bestmarken jeweils in der letzten Minute der zweiten Trainingssession. Auf dtm.com/de/ergebnisse gibt es die kompletten Ergebnisse beider Sessions.

Mercedes-AMG jagt Aston Martin: Titelduell beim ADAC GT4 Germany-Finale

  •  Titelverteidiger Ortmann/Sasse fahren mit Punktevorsprung nach Hockenheim
  •  Denis Bulatov will die Tabellenführer noch abfangen
  •  Auch in der Junior-, Trophy- und Team-Wertung steht die Entscheidung noch aus

 

Foto: Jens Hawrda

Titelduell in der ADAC GT4 Germany: Beim anstehenden Saisonfinale vom 20. bis 22. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg heißt es Aston Martin gegen Mercedes-AMG und Titelverteidiger gegen Herausforderer: Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) kommen im Aston Martin Vantage GT4 als Tabellenführer ins badische Motodrom. Den Champions von 2022 will Mercedes-AMG GT4-Fahrer Denis Bulatov (25/Köln, BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) den zweiten Titel in Folge noch streitig machen. Kein einfacher Plan, denn das Feld der ADAC GT4 Germany präsentiert sich beim Finale mit 29 Fahrzeugen enorm stark. Auch in allen anderen Wertungen ist die Titel-Entscheidung noch offen. Wer sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen möchte, kann sich online auf dtm.com Eintrittskarten sichern. SPORT1 überträgt das Finale der ADAC GT4 Germany am Samstag und Sonntag live.

Mit einem gut gefüllten Punktekonto von 173 Zählern und vier Laufsiegen im Gepäck reisen Hugo Sasse und Mike David Ortmann nach Hockenheim. Die Tabellenführer haben somit die beste Ausgangslage und könnten den Titel bereits im Samstagsrennen vorzeitig klarmachen. „Wir gehen ganz locker in das Wochenende rein – was passiert, das wird passieren. Das Ziel Titelverteidigung war vor der Saison schon klar. Jetzt sind wir auf einem guten Weg dorthin“, bleibt Ortmann ruhig und konzentriert. „Wir waren vor rund zwei Wochen schon in Hockenheim testen, da lief alles gut. Bei unserem Aston Martin ist Topspeed sicherlich nicht die größte Stärke, aber das Streckenlayout sollte dem Auto grundsätzlich schon liegen. Ich freue mich nun auf die beiden Rennen, die wir natürlich gewinnen wollen. Wenn wir dann den Titel in der ADAC GT4 Germany zum zweiten Mal einfahren würden, wäre es unbeschreiblich schön.“

Den Titel hat auch der Tabellenzweite Denis Bulatov noch fest im Blick. Der Kölner hat jedoch bereits 43 Punkte Rückstand auf Sasse/Ortmann. „So lange es rechnerisch noch möglich ist, gebe ich noch nicht auf. Klar ist, dass ich auf jeden Fall einen Laufsieg und einen zweiten Platz brauche, um die Führenden noch abzufangen – alles andere habe ich nicht in der Hand“, erklärt Bulatov, der sich das Cockpit in Hockenheim mit Marc de Fulgencio (24/ESP) teilt. „Insbesondere der dritte Sektor sollte dem Mercedes-AMG liegen. Grundsätzlich schätze ich den Porsche in Hockenheim sehr stark ein. Somit gilt es auch, den zweiten Platz gegen David Jahn und Jannes Fittje zu verteidigen.“

In den drei anderen Wertungen ist die Titelentscheidung ebenfalls noch offen. Die Junior-Wertung führt Mercedes-AMG-Fahrer Simon Primm (18/Großschirma, CV Performance Group) mit 171 Punkten an. Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo Daniel Gregor (17/Maikammer) und Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) hat mit einem Rückstand von 35 Punkten jedoch eine große Herausforderung vor sich, um Primm noch abzufangen. Ebenfalls noch theoretische Chancen haben die BMW M4 GT4-Piloten Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport), die 38 Zähler zurückliegen.

Die Trophy-Wertung führt Marat Khayrov (36/KGZ) im Hofor Racing by Bonk Motorsport-BMW an. Einzig verbliebene Herausforderer sind die Vorjahreschampions und Porsche-Fahrer Tom Kieffer (48/LUX) und Christian Kosch (46/LUX, beide Allied-Racing). In der Team-Wertung liegt Prosport Racing lediglich zehn Zähler vor AVIA W&S Motorsport. BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport, CV Performance Group und Walkenhorst Motorsport haben ebenfalls noch intakte Titelchancen.

Das Feld der ADAC GT4 Germany besteht auf dem Hockenheimring aus 29 Fahrzeugen von vier Marken. AVIA W&S Motorsport bringt zum Heimspiel einen vierten Porsche mit, der von Nicolas Leutwiler (62/CHE) und Leo Pichler (21/AUT) gefahren wird. Das Debüt in der ADAC Serie gibt ME-Motorsport mit einem BMW für Philip Wiskirchen (19/Euskirchen) und Markus Eichele (43/Schwäbisch Gmünd).


Donnerstag, 19. Oktober 2023

GERT56: 2024 erneut mit Hobelsberger, Finsterbusch und Jähnig

GERT56 auch in Saison 2024 mit selben Piloten wie 2023
Foto GERT56


Nach einer erfolgreichen Saison 2023 wird sich bei GERT56 in der Fahreraufstellung für die Saison 2024 in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) nichts ändern: Erneut werden Patrick „Pax“ Hobelsberger, Toni Finsterbusch und Jan-Ole „J/O“ Jähnig auf der BMW M 1000 RR in der IDM Superbike an den Start gehen.

Die Zweijahresprogramme, die man bei GERT56 immer aufstellet, orientieren sich zuallererst an der Lebens- und Arbeitswelt der Teammitglieder und schaffen somit für alle Planungssicherheit. Sportlich gesehen ist es vielmehr das Ziel Fahrer und Bike auf jeder Strecke ein Entwicklungs- und ein Performancejahr zu bieten. Nach diesem Zeitraum hat man immer einen guten und repräsentativen Blick auf die sportliche Leistung der Aktiven, kann die Entwicklung von Bike und Team erkennen und bewerten und hat so immer eine Deadline zur Anpassung oder Kurskorrektur.

Nach einem anständigen Premierenjahr 2021 und einem von verheißungsvollen Podien zu Anfang der Saison und verheerenden Stürzen mit Verletzungen beider Fahrer zum Ende der Saison geprägten Jahr 2022, war es Zeit für eine Zäsur. Zum einen glättete man die logistische Struktur und verabschiedete sich von der Pro Superstock Abteilung, da die beiden Fahrer Rico Löwe und Jan Schmidt die Kombi an den Nagel hingen. Zum anderen schaffte man drei brandneue BMW M 1000 RR der neuesten Generation an und versah diese mit noch umfangreicherer Diagnostik, wie zum Beispiel Reifendrucksensoren. Zudem zündete Fahrwerkspartner mototech SPV rund um Rüdiger Kranz mit dem SPV2 Pro Ventil die nächste Raketenstufe in den Suspension Himmel.

Und sportlich? Das Haare raufen bei Team und Fans ob der Fahrerentscheidung von Teamchef Karsten Wolf ist zum Saisonende eher dem Fingernägelkauen und Freudentränen aufgrund der Gesamtperformance in den Rennen gewichen. Was kann ein Toni Finsterbusch nach der schweren Verletzung im Spätsommer seiner Karriere noch leisten? Wie verkraftet der blutjunge, aber mit Talent gesegnete, Jan Ole Jähnig den Umstieg auf einen Tausender, wo er doch zwei Jahre in der Supersport 600 ergebnistechnisch angestanden hat und auch die „Erdkunde“ ab und an zu seinen Lehreinheiten gehörte? Und wo und vor allem wie holt man einem vor Ehrgeiz und Elan sprühenden Patrick Hobelsberger am Tiefpunkt seiner Karriere ab und kann man ihm das Profil bieten, was er braucht? Und das Wichtigste: Kann dieses neue Fahrertrio Mechanismen und Umgangsformen entwickeln, die in das Wertegerüst von Gert56 passen und ist diese Mischung leistungsfördernd oder ist es wirklich das von „Insidern“ herbeigeredete Ende der Rennsportfamilie?

Als Team holten die GERT56-Mannen im Jahr 2023 einen Sieg, sieben zweite und zwei dritte Plätze. Hobelsberger punktete in allen 14 Läufen. Die Fahrerwahl war sowohl auf Teamseite, als auch bei den Piloten selbst daher kein großer Verhandlungsmarathon. Auch 2023 werden Hobelsberger, Finsterbusch und Jähnig mit den durch RS Speedbikes aufgebauten BMW-Maschinen unterwegs sein.

Toni Finsterbusch

„Ich bleibe, weil es mir nach wie vor mega viel Spaß macht, Rennen zu fahren und weil das Umfeld für mich nicht besser sein könnte. Der Vorteil ist, dass es für mich mittlerweile wie eine Familie ist. Ich kann mich voll und ganz auf die Jungs und Mädels verlassen – egal, wer das ist. Abseits der Rennwochenenden haben wir auch mega viel Spaß. Die Arbeit, die da drin steckt, kann ich, glaube ich, auch ganz gut mit Leistungen zurück geben. Bei GERT56 macht den Unterschied, dass sich hier auch jeder dem anderen den Erfolg gönnt, auch wenn es eine Einzelsportart ist. Sowohl J/O, als auch Pax – wir helfen uns alle gegenseitig, ziehen uns auch mal und profitieren so alle untereinander. Für nächstes Jahr ist mein Ziel: Gut durchkommen, vielleicht weniger ausfallen – also nicht selbst stürzten oder abgeschossen werden – und dann gesund durch kommen. Wenn wir das schaffen, denke ich, werden wir am Ende auch wieder ganz gut da stehen.“

Jan Ole Jähning

„Ich freue mich, 2024 wieder anzugreifen. Das Jahr lief einfach super, wir hatten kaum Probleme, keine technischen Defekte, meiner Crew kann ich blind vertrauen. Das war ein Super-Jahr und ich hoffe, dass es 24 so weiter geht. Das war ja eigentlich auch von Anfang an so geplant zwei Jahre zu fahren, mindestens. Den Unterschied mach bei GERT56 der familiäre Zusammenhalt und der echt enge Kontakt zu den Teamkollegen aus. Der Datenaustausch ist immer viel wert, besonders als Rookie wie mich. Als Ziel würde ich für nächstes Jahr mal konstant die Top-Ten anpeilen wollen und ich möchte auf allen Strecken besser werden.

Patrick Hobelsberger

Ich bleibe bei GERT56, weil ich in meiner Karriere noch nie die Möglichkeit hatte, zwei Jahre in einem Team zu bleiben. Das wollte ich aber schon immer. Gefühlt habe ich jedes Jahr immer wieder von Null anfangen müssen und das hat mich immer genervt. Du konntest nie aus der Vorsaison eine Basis mit ins neue Jahr nehmen und im Winter daran feilen. Ronny [Schlieder, Crewchief] ist ein Perfektionist wie ich und wir passen sehr gut zusammen. Daher bin ich mir sicher, dass wir als Team das Paket noch mal feinschleifen können. Da bin ich fest davon überzeugt. KW hat mir auch die Unterstützung für meine privaten Wintertests zugesagt und das war ein weiterer Grund im Team zu bleiben. GERT56 ist halt ein Privatteam und kann die Tests daher nicht so absolvieren, wie ich mir das wünschen würde, aber sie unterstützen mich mit Teilen und Support, Rat und Tat. Eine Frage, die mir oft gestellt wird, ist, welche Vorteile man bei GERT56 hat. Ich war schon in vielen Teams unterwegs, leider, auch schon bei einem Team, die sind Weltmeister geworden. Bei GERT56 hast du halt eine ganz andere Atmosphäre, nicht als ob man Rennen fahren würde, sondern auf ein Familienfest geht. Mit ein paar Spezeln am Wochenende Moped fahren. Das ist eine sehr gute Basis, mit allen Leuten in der Mannschaft, ein freundschaftlicher Haufen. Mir ist das Umfeld immer wichtig, denn wenn das funktioniert, kann man sehr viel möglich machen. Wenn das nicht funktioniert, bekommt man schnell Probleme, aber bei GERT56 klappt das. Probleme wurden in 100-Prozent der Fälle immer beseitigt worden – egal ob Technisch oder Orga. KW kümmert sich nicht um die Technische Seite, geht daher ganz anders auf Sponsoren und Fahrer ein. Das hat mir in vielen Punkten auch geholfen, Dinge lockerer und entspannter anzugehen und auch Probleme mit ihm zu besprechen. Das ist ein richtiger Vorteil – KW ist nicht ein Teamchef, wie man ihn kennt, sondern er agiert und hilft ganz anders. Meine Ziele 2024? Die sind ziemlich klar gesteckt. Dadurch, dass ich ein weiteres Jahr IDM Superbike fahre und dieses Jahr schon Dritter geworden bin, will ich um die deutsche Meisterschaft kämpfen. Dieses Jahr habe ich schon bis zum letzten Rennen um den Titel gekämpft, jetzt ist das Ziel das Ding zu gewinnen. Der Winter wird fahrerisch und technisch einiges bringen, da bin ich mir sicher. Ich habe einiges geplant, auch mit Peter Sebestyen, meinem Riding-Coach. Der hat mir in Assen und Hockenheim schon viel geholfen, aber jetzt kommt auch die Zeit wo man die Zeit hat, da noch mehr umzusetzen. Die Potenziale vom Team und Motorrad sind vorhanden. Mit dem Motorrad von GERT56, wie es in Hockenheim und Assen war, kann man gewinnen. Das habe ich ja auch gezeigt. Ich bin mir sicher, dass man mit der BMW M 1000 RR GERT56 um die Meisterschaft fahren kann, davon bin ich fest überzeugt – auch wenn man schaut, welch gute Leistungen Toni und J/O gezeigt haben.