Mittwoch, 13. September 2023

Sheldon van der Linde und René Rast erkämpfen an schwierigem DTM-Wochenende Top-10-Platzierungen

Kampfgeist war am sechsten DTM-Rennwochenende der Saison auf dem Sachsenring (GER) von den BMW M Motorsport Teams und Fahrern gefragt. Das Layout des Kurses kam den Stärken des BMW M4 GT3 nicht entgegen, und die Einstufung des Fahrzeugs hat auch nicht dazu beigetragen, das Podium in Reichweite zu bringen. Sheldon van der Linde (RSA) erzielte mit Platz sechs am Samstag das beste Ergebnis aus BMW M Motorsport Sicht. Sein Schubert Motorsport Teamkollege René Rast (GER) fuhr in beiden Rennen auf Platz acht. Marco Wittmann (GER) kam bei seiner Rennpremiere auf dem Sachsenring am Sonntag als Zwölfter in die Punkte.

Sheldon van der Linde #1, BMW M4 GT3
Foto: Jens Hawrda


Hauptproblem war der Speed des BMW M4 GT3 auf eine Runde im Qualifying. Von Startplätzen im Mittel- und Hinterfeld war der Kampf um Podestplätze nicht mehr möglich, obwohl die BMW M Motorsport Fahrer in den Rennen starke Comebacks zeigten. Rast fuhr am Samstag von Startplatz 18 und am Sonntag von Position 15 jeweils auf Rang acht. Wittmann verbesserte sich am Sonntag von Startplatz 22 auf zwölf und am Samstag von 24 auf 18. Van der Linde fuhr am Samstag seinen sechsten Rang von Startplatz elf heraus. Am Sonntag schied er in Folge einer Kollision in der ersten Runde aus. Sandro Holzem (GER) belegte im #56 BMW M4 GT3 vom Team Project 1 die Plätze 20 und 16.

In der Fahrerwertung liegt Titelverteidiger van der Linde vier Rennen vor Saisonende mit 113 Punkten auf Platz vier. In der Teamwertung rangiert Schubert Motorsport mit 192 Zählern ebenfalls auf dem vierten Rang.

Renè Rast #33, BMW M4 GT3
Foto:Jens Hawrda

Stimmen zum DTM-Wochenende auf dem Sachsenring


Sheldon van der Linde (#1 BMW M4 GT3, Schubert Motorsport): „Körperlich fehlt mir nichts, das ist nach meinem Unfall erst einmal das Wichtigste. Allerdings muss ich schon sagen, dass mir im ersten Moment des Aufpralls erst einmal die Luft weggeblieben ist. Insgesamt hat mich dieses Wochenende natürlich im Titelkampf weit zurückgeworfen. Es wird extrem schwierig, meinen Titel noch zu verteidigen, aber ich gebe nicht auf. Am Red Bull Ring waren wir in der Vergangenheit stark, von daher hoffe ich dort auf deutlich bessere Ergebnisse.“

René Rast (#33 BMW M4 GT3, Schubert Motorsport): „Das war leider an ganz schwieriges Wochenende für uns. Wir hatten das nach den Trainings am Freitag schon befürchtet. Hier war der BMW M4 GT3 nicht in der Lage, den Speed der Spitze mitzugehen. Im Qualifying hatte ich am Sonntag eigentlich eine gute Runde und dennoch rund eine Sekunde Rückstand. Das sagt eigentlich alles. Von so weit hinten habe ich in den Rennen zwar noch einige Positionen gutgemacht, aber für die Spitze reicht das einfach nicht mehr.“

Marco Wittmann (#11 BMW M4 GT3, Project 1): „Da wir im Vorfeld nicht auf dem Sachsenring testen konnten, hatten wir von Beginn an einen Erfahrungsrückstand, zumal auch ich selbst noch nie auf dem Sachsenring Rennen gefahren bin. Dazu kam dann noch ein technischer Defekt im ersten Training, der uns weitere wertvolle Testkilometer gekostet hat. Die fehlende Erfahrung hat sich vor allem in den Qualifyings bemerkbar gemacht. In den Rennen konnte ich jeweils noch einige Plätze gutmachen und am Sonntag Punkte holen. Das ist unter den Voraussetzungen an diesem Wochenende gut, aber generell nicht mein Anspruch. Ich hoffe jetzt, dass wir an den verbleibenden Wochenenden in Spielberg und Hockenheim, wo wir mehr Erfahrung haben, besser aussehen und in dieser Saison noch ein Highlight setzen können.“

Dienstag, 12. September 2023

Doppelsieg: Sasse/Ortmann gewinnen auch Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring

  • Aston Martin-Piloten bauen mit viertem Saisonsieg Tabellenführung aus.
  • Mex Jansen und Nico Hantke im BMW auf Platz zwei.
  • Marat Khayrov mit siebtem Trophy-Sieg des Jahres.

Sasse/Ortmann bauen mit Doppelsieg Tabellenführung aus
Foto: Jens Hawrda


Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) sind die großen Triumphatoren beim Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring. Nach dem Lauf am Samstag gewann das Aston Martin Vantage GT4-Duo auch das Sonntagsrennen auf der Berg- und Talbahn bei Chemnitz und baute die Tabellenführung damit weiter aus. Platz zwei ging an Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) im BMW M4 GT4 vor deren Markenkollegen Mohan Ritson (21/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport). „Wir haben hier in den letzten Jahren sechs Rennen in der ADAC GT4 Germany bestritten und davon fünf gewonnen. Eigentlich müssten wir am Sachsenring nun eine zweite Staatsbürgerschaft bekommen“, lachte Ortmann nach dem Rennen.

Jannes Fittje (24/Langenhain, AVIA W&S Motorsport) begann das Rennen zunächst von der Pole-Position aus und setzte sich nach dem Start auch schnell ein wenig an der Spitze des Feldes ab. Der von Rang vier losgefahrene Hugo Sasse büßte zunächst eine Position ein, konnte nach rund zehn Minuten mit zwei starken Überholmanövern jedoch auf den dritten Platz vorfahren - und lag aussichtsreich hinter Finn Zulauf (19/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport). Nach gut 20 Minuten musste das Rennen dann jedoch wegen eines Unfalls von Dominique Schaak (32/Magdeburg) im Mercedes-AMG von EastSide Motorsport mit der roten Flagge unterbrochen werden.

Nach einer Unterbrechung erfolgte der Re-Start hinter dem Safety-Car. Mann der ersten Rennhälfte war Gabriele Piana (36/ITA), der im BMW von Hofor Racing by Bonk Motorsport vom 26. Startplatz bis auf die sechste Position vor fuhr. Sein Teamkollege Marat Khayrov (36/KGZ) hatte nachdem alle Fahrerwechsel absolviert waren, dann sogar kurz in Führung gelegen.

Sasses Partner Ortmann lag nach dem Boxenstopp noch kurzzeitig hinter Zulaufs Teamkollege Daniel Gregor (17/Maikammer), konnte diesen aber schnell überholen. Wenig später fiel Gregor jedoch mit einem Reifenschaden weit zurück. Zwischen Ortmann und dem noch immer führenden Khayrov befand sich noch David Jahn (32/Leipzig), der den zu Beginn führenden Porsche von Fittje übernommen hatte. Jahn und Ortmann hatten Khayrov dann aber schnell überflügelt und schnappten sich die Spitze. Doch auch bei Jahn gab es einen Reifenschaden, der zur Aufgabe führte. Somit war der Weg frei für den Sieg von Ortmann und Sasse. Khayrov fiel noch bis auf die final sechste Position zurück, konnte sich aber über den nächsten Triumph in der Trophy-Wertung freuen.

Hinter Ortmann kam es zu einem BMW-internen Duell zwischen Mohan Ritson im M4 GT4 von FK Performance Motorsport und Nico Hantke von Walkenhorst Motorsport, das der Deutsche erst in der letzten Runde für sich entschied. Hantke und Jansen gewannen zusätzlich auch die Junior-Wertung.

Vierte wurden Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG GT4 vor dem BMW-Duo Sami-Matti Trogen (21/FIN) und Enzo Joulié (19/FRA, beide Walkenhorst Motorsport). Rang sieben ging an Max Kronberg (36/Berlin) und Hendrik Still (36/Kempenich, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche vor Denis Bulatov (24/Köln) und Marc de Fulgencio (24/ESP, beide BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) im Mercedes-AMG sowie Nicolaj Møller Madsen (30/DNK) und Ivan Ekelchik (26/ARM, beide Wimmer Werk Motorsport) in einem weiteren Porsche. Die Top Zehn komplettierten Rodrigo Almeida (19/MOZ) und Josef Knopp (19/CZE, beide BWT Mücke Motorsport) in einem weiteren Mercedes-AMG.

Stimmen nach dem Rennen

Mike David Ortmann – Sieger für Prosport Racing
„Ich bin sprachlos, dass wir nach dem Sieg gestern heute nochmals gewinnen konnten. Hugo hat am Anfang einen super Job gemacht. Wir hatten dann vielleicht ein wenig Glück mit dem Ausfall des W&S-Porsche, wobei wir aber auch die Pace gehabt hätten, um nach vorne zu fahren. Danke nochmals an das ganze Team für das perfekte Wochenende.“

Hugo Sasse – Sieger für Prosport Racing
„Ich bin nach dem Start zunächst zurückgefallen, doch konnte mich dann wieder auf Platz drei vorarbeiten. Danach habe ich das Auto nur gemanagt. Mike hat im zweiten Rennabschnitt dann den Sieg nach Hause gefahren. Das ganz Team arbeitet immer extrem hart, was einfach nur lobenswert ist. In Hockenheim wollen wir nun versuchen, den Titel sicherzustellen.“

Mex Jansen – Platz zwei für Walkenhorst Motorsport
„Die Qualifikation heute Morgen lief nicht perfekt, somit hatten wir höchstens ein Top-Fünf-Ergebnis erwartet. Wir hatten aber schon gestern gezeigt, dass wir hier Pace haben. Ich hatte dann einige Konkurrenten überholt - und Nico später genauso. Somit wurde es am Ende ein unerwarteter zweiter Platz.“

Nico Hantke – Platz zwei für Walkenhorst Motorsport
„Es war ein super Rennen. Wir hatten jedoch bis zum Schluss Respekt davor, wieder einen Reifenschaden zu bekommen. Deswegen habe ich bis zur letzten Runde gewartet, um den vor mir fahrenden BMW zu überholen. Wir hätten nie gedacht, so weit nach vorne zu kommen und freuen uns sehr.“

Tom Wood – Platz drei für FK Performance Motorsport
„Ich bin überglücklich. Es ist ein tolles Gefühl, wieder einmal auf dem Podium zu stehen – insbesondere auf einem so hohen Level wie in der ADAC GT4 Germany. Ein großer Dank geht an FK Performance. Das Auto fuhr sich das ganze Rennen wie auf Schienen.“

Mohan Ritson – Platz drei für FK Performance Motorsport
„Mir fehlen einfach die Worte. Das Podium ist unglaublich. Wir hatten zwar immer ein starkes Auto, aber dennoch bislang ein schwieriges Jahr. Das ganze Team hat sich dieses Podium nun redlich verdient. Natürlich ist es schade, Platz zwei in der letzten Runde verloren zu haben, doch es wird nicht unser letztes Podium in der ADAC GT4 Germany sein.“

Mercedes-AMG Customer Racing mit erfolgreichem Wochenende am Sachsenring

  •  Luca Stolz holt am Samstag die Pole-Position und fährt im ersten Rennen zum Sieg
  •  Zudem Platz zwei im Sonntagsrennen für den Mercedes-AMG Performance Fahrer
  •  Salman Owega und Elias Seppänen erneut im ADAC GT Masters siegreich

Luca Stotz - Platz 1 am Samstag, Platz 2 am Sonntag
Foto: Jens Hawrda

Ein Sieg und ein zweiter Platz lautet die erfolgreiche Bilanz von Mercedes-AMG Customer Racing beim sechsten Rennwochenende der DTM-Saison 2023 auf dem Sachsenring. Beim Comeback der Rennserie auf der Traditionsstrecke bei Hohenstein-Ernstthal nach 21 Jahren Pause, gelang AMG Performance Fahrer Luca Stolz in beiden Wertungsläufen der Sprung auf das Siegertreppchen. Der Deutsche und das Mercedes-AMG Team HRT haben bei sommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad an beiden Renntagen erneut den starken Speed des Mercedes-AMG GT3 unter Beweis gestellt. In der Gesamtwertung hat sich Luca Stolz mit einer fast optimalen Ausbeute von 49 Punkten bis in die Top 5 nach vorne gearbeitet.

DTM-Rennen 1: Luca Stolz holt den zweiten Saisonerfolg für Mercedes-AMG

Im ersten Rennen am Samstag war Luca Stolz eine Klasse für sich. Er sicherte sich mit seinem Mercedes-AMG GT3 mit der #4 am Vormittag die Pole-Position und damit drei Bonuspunkte für die Gesamtwertung. Im Rennen kontrollierte Luca Stolz vom Start weg das Geschehen und baute sich schnell ein Zeitpolster auf. Auch von einer frühen Safety-Car-Phase wegen Trümmerteilen auf der Strecke ließ sich der 27-Jährige nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem Restart setzte er sich erneut rasch von seinen Verfolgern ab. Die Strategie des Mercedes-AMG Teams HRT mit einem frühen Reifenwechsel erwies sich ebenfalls als goldrichtig. Souverän krönte Luca Stolz die hervorragende Teamleistung und fuhr den Sieg mit 2,7 Sekunden Vorsprung sicher nach Hause. Für ihn ist es der zweite DTM-Erfolg überhaupt, für Mercedes-AMG Customer Racing der zweite Sieg in diesem Jahr. In den ersten zehn Saisonrennen stand Luca Stolz schon zweimal als Dritter auf dem Siegertreppchen.

Mit den Plätzen 13 und 14 sammelten auch Stolz‘ Teamkollege Arjun Maini (IND) und Jusuf Owega (GER) vom Mercedes-AMG Team BWT wertvolle Punkte. David Schumacher (GER) kam im Fahrzeug #27 des Mercedes-AMG Team WINWARD auf Position 17 ins Ziel. Die beiden Mercedes-AMG Performance Fahrer Lucas Auer (AUT) und Maro Engel (GER) schieden im Samstagsrennen vorzeitig aus.

DTM-Rennen 2: Fast perfektes Wochenende für Luca Stolz

Auch am Sonntag präsentierte sich Luca Stolz in Topform. Diesmal steuerte er seinen Mercedes-AMG GT3  im Qualifying am Vormittag auf den dritten Startplatz. Im Rennen arbeitete er sich gleich nach dem Start auf die zweite Position vor - trotz 20 Kilogramm Erfolgsballast durch den Laufsieg vom Vortag. Diese Platzierung behauptete Luca Stolz auch, nachdem das Rennen wegen eines Startcrashs abgebrochen und neu gestartet werden musste. In den insgesamt 46 Runden hielt Luca Stolz nicht nur den hochsommerlichen Temperaturen, sondern auch dem enormen Druck der Konkurrenz stand.

Eine tadellose Leistung zeigten auch die drei Mercedes-AMG Junior Fahrer Arjun Maini, Jusuf Owega und David Schumacher. Sie überstanden die Scharmützel am Start unbeschadet und überzeugten anschließend mit konstant schnellen Rundenzeiten. Am Ende überquerte das Trio die Ziellinie auf den Plätzen sieben, neun und elf und sammelte damit reichlich Punkte. Lucas Auer bewies im Sonntagsrennen auf dem Sachsenring enormen Kampfgeist und beendete das Rennen trotz einiger Zwischenfälle und Strafen auf Platz 15. Damit sammelte der Pilot des Mercedes-AMG Team WINWARD den letzten Punkt. AMG Markenbotschafter Maro Engel war im Qualifying als Siebter zweitbester Mercedes-AMG Pilot, schied aber als unschuldiges Opfer des Startunfalls bereits nach einer Runde aus.


Owega/Seppänen mit Doppelsieg am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda


ADAC GT Masters: Saisonsiege Nummer drei und vier für Salman Owega und Elias Seppänen

Noch erfolgreicher als Luca Stolz war ein Mercedes-AMG Duo im ADAC GT Masters. Im Rahmenprogramm der DTM gewannen Salman Owega (GER) und Elias Seppänen (FIN) beide Wertungsläufe auf dem Sachsenring. Am Samstag sicherte sich Owega im Mercedes-AMG GT3 #48 von Landgraf Motorsport die Pole-Position und legte damit den Grundstein für einen dominanten Erfolg. Das zweite Rennen am Sonntag gewann das Duo von Startplatz drei. Durch den Doppelsieg liegen Owega und Seppänen nun auch in der Gesamtwertung komfortabel in Führung. Das Haupt Racing Team brachte in beiden Läufen einen weiteren Mercedes-AMG GT3 auf das Podium. Im ersten Rennen fuhren Maximilian Götz (GER)/Petru Umbrarescu (ROU) auf Rang drei, im zweiten Rennen wurden ihre Teamkollegen Ralf Aron (EST)/Alain Valente (SUI) Dritte.


Stimmen zum Rennwochenende am Sachsenring

Luca Stolz, Mercedes-AMG Team HRT #4
„Das war ein super Wochenende für uns, es hat einfach alles gepasst. Entscheidend waren die beiden Qualifyings mit der Pole-Position am Samstag und Platz drei am Sonntag. Der Sieg am Samstag ist einfach super emotional für mich. Es macht im Moment richtig Spaß. Hoffentlich können wir diesen Schwung mit auf den Red-Bull-Ring nehmen. Wir haben gute Punkte geholt und konnten auch am Sonntag mit dem Erfolgsballast eine gute Leistung zeigen. Jetzt gilt es, sich auf die letzten vier Rennen zu konzentrieren, um dort wieder aufs Podium zu fahren.”

Elias Seppänen, Landgraf Motorsport #48
„Es war schon am Samstag ein sehr gutes Rennen für uns. Nach der Pole-Position hat Salman das Rennen bis zum Boxenstopp angeführt. Er hat das Auto mit einem guten Abstand zu den Verfolgern übergeben und ich konnte den Vorsprung sogar noch ausbauen. Das Safety Car machte es am Ende noch einmal spannend. Aber zum Glück ist mir ein guter Restart gelungen und ich konnte das Auto auf Platz eins nach Hause bringen. Das ganze Team hat an diesem Wochenende einen wirklich guten Job gemacht, vielen Dank dafür! Der Mercedes-AMG GT3 lief hervorragend und es hat einfach alles gepasst. Es ist auch schön, die Meisterschaft anzuführen. Hoffentlich bleibt das bis zum Ende so.“


Montag, 11. September 2023

Ricardo Feller verliert dritten Platz im zweiten DTM-Rennen am Sachsenring

Ricardo Feller
Foto: Jens Hawrda

Schade, Ricardo Feller verliert nachträglich seinen dritten Platz vom Sonntagsrennen am Sachsenring und damit verliert ABT Sportsleine auch sein 250. DTM-Podium.

Wegen eine Kollision mit dem Ferrari-Piloten Jack Aitken wurde Ricardo Feller nachträglich mit einer 5 Sekunden Zeitstrafe belegt. Der ehemalige ADAC GT-Masters Meister (2021) verlor dadurch seinen Podestplatz und rutschte auf Platz sieben zurück. Jack Aitken (Emil Frey Racing) fiel in Folge der Kollision aus. Die dritte Position erbte damit Franck Perera im Lamborghini Huracan GT3 (SSR Performance).

Mercedes-AMG-Piloten Owega und Seppänen feiern ihren zweiten Sieg in Folge

  •  Vierter Saisonerfolg für Tabellenführer Salman Owega und Elias Seppänen
  •  Hites behauptet im Grasser-Lamborghini in mitreißender Schlussphase Platz zwei
  •  Alain Valente und Ralf Aron stehen zum zweiten Mal auf dem Podium

Owega/Seppänen feiern Doppelsieg am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda


Doppelpack für Salman Owega (Köln) und Elias Seppänen (FIN): Das Mercedes-AMG-Duo von Landgraf Motorsport triumphierte im achten Saisonrennen des ADAC GT Masters und jubelte am Sonntag über den zweiten Sieg am Sachsenring hintereinander. „Ich bin überglücklich mit den beiden Erfolgen und der Ausbeute an diesem Wochenende. Bisher habe ich die Siege immer an der Boxenmauer erlebt. Jetzt durfte ich zum ersten Mal selber über die Ziellinie fahren, das war ein tolles Gefühl. Gegen Ende des Rennens kämpfte ich mit Vibrationen am Auto, das hat mich beunruhigt. Durch meinen Renningenieur am Funk bin ich aber cool geblieben und ging kein großes Risiko mehr ein“, erklärte Owega. Platz zwei belegten Benjamin Hites (CHL) und Marco Mapelli (I/beide GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán GT3 Evo2. Den dritten Platz sicherten sich Alain Valente (CH) und Ralf Aron (EST/beide Haupt Racing Team) mit einem weiteren Mercedes-AMG GT3.

Die Zuschauer entlang der 3,645 Kilometer langen Berg- und Talbahn in Hohenstein-Ernstthal verfolgten am Sonntagnachmittag bei sommerlichen Temperaturen von 28 Grad Celsius ein spannendes Rennen. Maximilian Götz (Uffenheim/Haupt Racing Team) startete von der Pole-Position. Beim Start verteidigte der Mercedes-AMG-Performance-Fahrer seine Position und setzte sich schnell vom internationalen Fahrerfeld ab. Teamkollege Petru Umbrarescu (RO) übernahm nach etwas mehr als der Rennhalbzeit in Führung liegend das Steuer. Allerdings erhielt er seitens der Rennleitung aufgrund eines Vergehens beim Pflichtboxenstopp eine Durchfahrtsstrafe. Dadurch rückte Owega auf den ersten Platz und stemmte mit Seppänen zum vierten Mal in der aktuellen ADAC GT Masters-Saison die Siegerpokale in die Höhe.

Im Kampf um Platz zwei lieferten sich Hites und Valente in den letzten Runden des 60-minütigen Sprintrennens ein packendes Duell. Nürburgring-Sieger Hites behielt die Oberhand und überquerte etwas mehr als drei Zehntelsekunden vor Valente die Ziellinie. „Ich erlebte eine regelrechte Zitterpartie. Meine Hinterreifen bereiteten mir Probleme und bauten im Rennverlauf immer mehr ab. Deshalb entschied ich mich für eine konservative Herangehensweise und habe die Curbs gemieden. Ich bin erleichtert, dass es für Platz zwei gereicht hat“, sagte Hites. Mit Rang drei gelang Valente und Aron der zweite Podiums-Erfolg nach dem fünften Saisonrennen am Nürburgring. „Beim Start sind wir von Platz zwei auf Rang fünf zurückgefallen. Wir trafen die Entscheidung, früh die Box anzusteuern und einen Undercut zu machen. Später schaltete das Auto bei einem Überholmanöver plötzlich in den neutralen Gang und ich verlor wieder Plätze. Davon ließ ich mich nicht aus der Ruhe bringen und konnte mit Platz drei das Maximum herausholen“, fasste Valente zusammen.

Auf dem vierten Platz beendeten Eduardo Coseteng (PHL) und Ben Green (GBR) im Schubert-BMW das Rennen. Die Top Fünf komplettierten mit ihrem besten Ergebnis im ADAC GT Masters die beiden Litauer Jonas Gelžinis und Jonas Karklys (beide NordPass by Juta Racing) im Audi R8 LMS GT3 Evo2. Platz sechs ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Umbrarescu und Götz. Als Siebter sah Jannes Fittje (Huber Motorsport) die Zielflagge. Der Langenhainer teilt sich das Cockpit des Porsche 911 GT3 R mit Nico Menzel (Kelberg). Achter wurden Finn Gehrsitz (Stuttgart) und Sven Müller (Bingen/beide Team Joos by Racemotion). Das Porsche-Duo lag zwischenzeitlich auf Rang zwei, fiel jedoch nach einem Reifenschaden und einem zusätzlichen Boxenstopp zurück.

Vom 22. bis 24. September absolviert das ADAC GT Masters am Red Bull Ring in Österreich seinen einzigen Auslandsstopp in dieser Saison. Anschließend zieht es die traditionsreiche GT-Serie vom 20. bis 22. Oktober für das Saisonfinale an den Hockenheimring Baden-Württemberg. Beide Events finden auf der reichweitenstarken DTM-Plattform statt. Durch den Doppelerfolg am Sachsenring verschafften sich die Meisterschaftsführenden Owega und Seppänen ein Polster von 31 Zählern auf Gehrsitz und Müller.