Montag, 26. Juni 2023

Eiskalter Feller mit Bestzeit in letzter Sekunde

Ricardo Feller (CHE / Audi R8 LMS GT3 Evo2 / Abt Sportsline) holt die Pole in letzter Sekunde
Foto: ADAC-Motorsport

Der 23-Jährige behielt nach einer kurzen Unterbrechung des Zeittrainings die Nerven und erzielte mit 1:33,020 Minuten die Bestmarke an der niederländischen Nordseeküste. „Ich habe ein wenig davon profitiert, dass ich nach dem Re-Start das erste Auto an der Ampel war. Auf der Strecke habe ich direkt gemerkt, dass die Runde gut wird, mit der Pole aber nicht gerechnet. Beim Rennen nachher zählt nur der Sieg”, verriet der Gewinner des Pirelli Pole Position Award. Thomas Preining (A) wurde im Porsche 911 GT3 R mit einem Rückstand von 0,344 Sekunden Zweiter. „Die erste Startreihe fühlt sich gut. Natürlich hatten wir aber auch etwas Glück mit der roten Flagge. Das frühe Herausfahren im Qualifying hat sich auf jeden Fall bezahlt gemacht”, sagte der 24-jährige Porsche-Werksfahrer. Der bisher in Zandvoort dominierende Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (zweimal Trainingsschnellster und Start-Ziel-Sieg) sicherte sich die dritte Position. Patrick Niederhauser steuerte einen zweiten Audi R8 LMS GT3 Evo2 auf Rang vier, Laurin Heinrich belegte mit einem weiteren Porsche Platz fünf.

Das 20-minütige Zeittraining entwickelte sich am Sonntagvormittag zunächst genauso wie am Tag zuvor. Die Porsche-Piloten Preining und Dennis Olsen (N) gingen früh auf die Strecke. Der Österreicher Preining setzte die Bestzeit, die lange Bestand hatte. Fast alle anderen Fahrer nahmen ihre schnelle Runde wenige Minuten vor Schluss in Angriff. Die Taktik ging diesmal jedoch nicht auf. Wegen eines Ausritts von Alessio Deledda (I) und Clemens Schmid (A) wurde das Qualifying unterbrochen, nach dem Re-Start blieben den Piloten nur noch drei Minuten, um eine Top-Zeit zu erzielen. Das gelang nur Feller, der die Nerven behielt und sich die Pole-Position punktgenau mit dem Ende des Zeittrainings in seinem insgesamt sechsten Umlauf sicherte. Dagegen hatte Tabellenführer Franck Perera (F) keine Möglichkeit mehr, eine schnelle Runde zu fahren und muss von Startplatz 18 aus im Sonntagsrennen zu einer Aufholjagd ansetzen.
Das vierte Meisterschaftslauf der DTM wird Sonntag um 13:30 Uhr gestartet. ProSieben zeigt das Rennen live im deutschen Free-TV und beginnt bereits ab 13 Uhr mit einer ausführlichen Vorberichterstattung. Weltweit wird die DTM im Fernsehen in über 70 Ländern live übertragen. Im Livestream sind die Rennen bei ran.de und auf dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Ergebnis Qualifying, 2. Rennen, Circuit Zandvoort
1. Ricardo Feller (CH/Abt Sportsline), 1:33,020 Minuten
2. Thomas Preining (A/Manthey EMA), +0,344 Sekunden
3. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0,497 Sekunden
4. Patric Niederhauser (CH/Tresor Orange 1), +0,534 Sekunden
5. Laurin Heinrich (D/Team75 Motorsport), +0,550 Sekunden

Quelle: dtm.com


Bulatov/Lenerz mit souveränem Sieg im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in Zandvoort

  •  Mercedes-AMG-Duo feiert ungefährdeten Start/Ziel-Sieg
  •  Mex Jansen/Nico Hantke nach starker Aufholjagd Zweite
  •  Marat Khayrov mit nächsten Trophy-Triumph

Strahlende Sieger: Denis Bulatov (li.) und Marcel Lenerz
Foto: ADAC-Motorsport

Denis Bulatov (24/Köln) und Marcel Lenerz (25/Ludwigsau, beide BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) waren die großen Dominatoren im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Circuit Zandvoort. Das Mercedes-AMG GT4-Duo setzte sich mit einem Vorsprung von über 22 Sekunden auf seine Verfolger durch und feierte nicht nur den ersten Saisonsieg, sondern konnte auch die Tabellenführung übernehmen. Rang zwei ging an Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) im BMW M4 GT4 vor den Porsche 718 Cayman GT4-Fahrern David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (23/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport), die das Samstagsrennen gewannen. „Das ist einfach ein unbeschreiblich tolles Gefühl. Wir waren schon in Oschersleben sehr nah dran am Sieg. Doch nun hat es geklappt“, jubele Bulatov nach der Podiumszeremonie.

Der Kölner hatte das Rennen bereits von der Pole-Position aus begonnen und setzte sich nach dem Start direkt an der Spitze des Feldes ab. Folgen konnte dem Mercedes-AMG nur Gabriele Piana (36/ITA) im BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport. Beide lieferten sich in der ersten Rennhälfte einen spannenden Fight um die Führung, doch ein Überholmanöver fand nicht statt. „In meinem Stint ist einfach alles top gelaufen. Ich habe sogar ein wenig die Reifen für Marcel schonen können. Gabriele war in einigen Runden etwas schneller als ich, aber in Zandvoort ist es teilweise schwer, zu überholen. Somit konnte ich das Rennen kontrollieren“, bilanzierte Bulatov die erste Rennhälfte aus seiner Sicht. Stark unterwegs war auch der von Platz elf gestartete Nico Hantke im Walkenhorst-BMW, der mit sensationellen Aktionen bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters auf die sechste Position vor fahren konnte.

Nach den Fahrerwechseln blieb Bulatovs Teamkollege Marcel Lenerz an der Spitze und baute seinen Vorsprung immer weiter aus, sodass er zu einem ungefährdeten Sieg fuhr. „Das Rennen war von Anfang bis Ende ein Sahnestück. Wir haben den Triumph souverän nach Hause gefahren. Ich musste im Cockpit aber natürlich immer konzentriert bleiben und somit einen gewissen Speed an den Tag legen. Das Team hat uns wieder einmal ein super Auto hingestellt“, erklärte Lenerz.

Hinter dem späteren Siegerauto ging es derweil richtig zur Sache. Zunächst behielt Marat Khayrov (36/KGZ), der von Piana übernommen hatte, die zweite Position. Er konnte den Speed der Konkurrenz aber nicht mitgehen und fiel final bis auf die siebte Position zurück - konnte damit aber den Triumph in der Trophywertung klarstellen. Ähnlich wie zuvor Hantke hatte auch dessen Partner Mex Jansen einen schweren Gasfuß und fuhr mit gekonnten Manövern bis auf die final zweite Position nach vorne. Das bedeutete zudem den Sieg in der Juniorwertung. Mit Übersicht agierte auch Vortagessieger Jahn, der für Jannes Fittje in der zweiten Rennhälfte ins Auto stieg und das Podiumsergebnis klarstellte. Knapp geschlagen kamen Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) in einem weiteren BMW auf Platz vier vor Hugo Sasse (19/Aschersleben) und Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde, beide Prosport Racing), die im Aston Martin Vantage GT4 weitere wichtige Punkte auf dem Weg zur Titelverteidigung sammelten. Deren Teamkollegen Benjamin Lessennes (23/BEL) und Ricardo van der Ende (43/NLD) beendeten ihren ersten Auftritt in der ADAC GT4 Germany auf Rang sechs.

Achte wurden Mohan Ritson (20/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport) im BMW vor dem Mercedes-AMG-Duo Jan Philipp Springob (22/Olpe) und Simon Primm (18/Großschirma, beide CV Performance Group). Die Top Zehn komplettierten Daniel Gregor (17/Maikammer) und Finn Zulauf (18/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.

Weitere Stimmen zum Rennen

Mex Jansen - Platz zwei für Walkenhorst Motorsport
„Wir fuhren von Platz elf auf zwei und gewannen die Juniorwertung. Das ist natürlich richtig klasse. Für mich ist das Ergebnis ganz besonders, da ich es vor all den zahlreich angereisten niederländischen Fans einfahren konnte. Es war ein grandioses Rennen. Das Auto hatte sich super angefühlt. Der Mercedes-AMG an der Spitze war jedoch zu weit weg. Als ich Platz zwei erreicht hatte, konnte ich das Auto etwas schonen, Sprit sparen und dennoch den Vorsprung auf die Restlichen vergrößern.“

Nico Hantke - Platz zwei für Walkenhorst Motorsport
„Wir hatten heute definitiv wieder einmal ein extrem gutes Auto und sind auch super mit den Reifen zurecht gekommen. Somit konnten wir starke Überholmanöver setzen. Mein Stint hat mir richtig viel Spaß gemacht. Wir sind mit dem Resultat sehr zufrieden. Platz zwei sind wichtige Punkte für die Meisterschaft. So muss es weiter gehen.“

David Jahn - Platz drei für AVIA W&S Motorsport
„Das Podium war das ausgemachte Ziel, doch wir wussten, dass es schwer werden würde. Wir hatten nicht ganz die Rennpace und den Fahrerwechsel recht früh absolviert. Danach konnte ich einige Zeit frei fahren. Zum Ende sind wir nochmals stärker geworden, da die Anderen etwas mehr abgebaut hatten. Ich bin sehr glücklich mit dem Podium, denn wir haben hart dafür gearbeitet.“

Jannes Fittje – Platz drei für AVIA W&S Motorsport
„Wir haben das Maximum aus dem Rennen herausgeholt. Durch den Sieg gestern hatten wir 15 Kilogramm an Ballast im Auto. Das hat man natürlich gemerkt. Somit haben wir uns im Verkehr etwas schwer getan und ich musste viel verteidigen. Am Start habe ich nicht zu viel Risiko genommen. Denn wir sind erst am zweiten Rennwochenende. Da ist es wichtig, viele Punkte mitzunehmen. David hat das Rennen dann sauber nach Hause gefahren. Es war ein wichtiges Rennen für die Saison.“

Sonntag, 25. Juni 2023

Zandvoort: Erster Saisonsieg für Porsche in der ADAC GT4 Germany

  • David Jahn und Jannes Fittje gewinnen im 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport.
  • Mercedes-AMG-Duo Bulatov/Lenerz nach rundenlangem Duell knapp geschlagen.
  • Gregor/Zulauf mit Platz drei und Triumph in der Junior-Wertung.

Start/Ziel-Sieg für den Porsche von David Jahn/Jannes Fittje
Foto: ADAC-Motorsport

Das dritte Saisonrennen der ADAC GT4 Germany war an Spannung kaum zu überbieten. Auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden bot die ADAC-Sportwagen-Serie erneut fesselnden Motorsport. In einem packenden Zweikampf um den Sieg setzte sich final das Porsche 718 Cayman GT4-Duo David Jahn (32/Leipzig) und Jannes Fittje (23/Langenhain, beide AVIA W&S Motorsport) durch und feierte somit den ersten Saisonsieg für den Hersteller aus Schwaben. Knapp geschlagen belegten Denis Bulatov (24/Köln) und Marcel Lenerz (25/Ludwigsau, beide BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 Rang zwei. Das Podium komplettierten die Youngster Daniel Gregor (17/Maikammer) und Finn Zulauf (18/Königstein im Taunus, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche. „Wir freuen uns wahnsinnig über den Sieg und werden heute im Team sicherlich auch anstoßen. Denn wir haben uns diesen Triumph gemeinsam verdient“, jubelte Jahn. „Für mich persönlich kommt hinzu, dass es mein erster Sieg im GT-Sport überhaupt ist. Das macht diesem Tag ganz besonders“, fügte Teamkollege Fittje mit einem Lächeln im Gesicht und dem Pokal in der Hand an.

Jahn hatte das Rennen bereits von der Pole-Position aus begonnen und setze sich auch am Start souverän durch. Mannschaftskollege Daniel Gregor kam ebenfalls gut weg und konnte direkt von Marcel Lenerz die zweite Position übernehmen. Auch Mike David Ortmann (23/Ahrensfelde) im Aston Martin von Prosport Racing konnte noch am Mercedes-AMG-Piloten vorbeiziehen und Rang drei erobern. Eine Safety-Car-Phase nach einer Kollision im Hinterfeld brachte dann aber zunächst etwas Ruhe in das actiongeladene Feld. Nach dem Restart spielte Jahn seine Klasse aus und baute die Führung bis hin zum Boxenstoppfenster auf rund zwei Sekunden aus. Auch auf den übrigen Plätzen im Vorderfeld gab es in der ersten Rennhälfte keine Veränderung mehr.

„Am Anfang des Rennens möchte man natürlich gleich einen Abstand herausfahren, um dann in einen guten Rhythmus zu kommen - und auch, um den Reifen so zu beanspruchen, wie es einem passt. Das ist mir gelungen. Somit konnte ich recht entspannt, meine Runden abspulen und Jannes ein gutes Auto übergeben“, erläuterte Jahn seinen Einsatz im Cockpit.

Nach den Fahrerwechseln wurde es hinter dem führenden Fittje, der den Porsche von Jahn übernommen hatte, spannend. Denis Bulatov überholte den Aston Martin von Ortmann/Hugo Sasse (19/Aschersleben) und eroberte damit Platz zwei. Finn Zulauf im Porsche reihe sich dahinter ein, profitierte dann von einem Ausrutscher von Sasse und übernahm Rang drei. An der Spitze attackierte Bulatov dann den führenden Fittje. Beide kämpften daraufhin über 20 Minuten Rad-an-Rad um die Spitze, doch Fittje hielt dem Druck des Kölner Mercedes-AMG-Piloten stand und überquerte die Ziellinie mit einem knappen Vorsprung von 0,680 Sekunden auf Platz eins. „Es wurde am Ende noch ein wenig spannend, doch das war zu erwarten. Der Mercedes-AMG hatte recht einfach die Lücke zugefahren und ich musste schauen, dass ich ihn hinter mir halten konnte. Es war knapp. Doch Denis ist ein sehr cleverer Fahrer und somit war klar, dass er keine unüberlegte Aktion starten würde. Der Zweikampf war sehr fair und hat richtig Spaß gemacht“, so Fittje.

Für Gregor/Zulauf bedeutete Rang drei gleichzeitig auch den Triumph in der Junior-Wertung. Hinter Ortmann/Sasse belegten Mex Jansen (17/NLD) und Nico Hantke (19/Hürth, beide Walkenhorst Motorsport) im BMW M4 GT4 den fünften Platz vor den Markenkollegen Tim Reiter (24/Ostfildern) und Leon Wassertheurer (21/Ulm, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sowie Marat Khayrov (36/KGZ) und Gabriele Piana (36/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Khayrov konnte damit auch die Trophy-Wertung für sich entscheiden. Auf Platz acht fuhren Rodrigo Almeida (19/MOZ) und Josef Knopp (19/CZE, beide BWT Mücke Motorsport). Neunte wurden Mohan Ritson (20/GBR) und Tom Wood (21/GBR, beide FK Performance Motorsport) in einem weiteren BMW. Die Top Zehn komplettierte das Aston Martin-Duo Benjamin Lessennes (23/BEL) und Ricardo van der Ende (43/NLD, beide Prosport Racing).

Weitere Stimmen nach dem Rennen

Marcel Lenerz – Platz zwei für BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport

„Der Start war ein wenig schwierig, da uns gegenüber Porsche etwas Topspeed fehlte. Ich konnte dann aber die vierte Position halten und Druck ausüben. Danach habe ich die Reifen gemanagt, damit Denis im zweiten Rennabschnitt richtig Gas geben konnte. Alles in allem war es ein super Rennen. Wir sind glücklich über Rang zwei.“

Denis Bulatov - Platz zwei für BCMC Motorsport powered by EastSide Motorsport

„Wir hatten unseren Boxenstopp genau zum richtigen Zeitpunkt absolviert und somit profitiert. Das hat super funktioniert. Ich konnte pushen und auch noch direkt einen Konkurrenten überholen. Dann schloss ich zum Führenden auf. Ich war einige Male kurz davor, an ihm vorbeizufahren. Doch es ging sich nicht aus. Dennoch war es ein toller Fight. Platz zwei ist ein top Ergebnis für unser junges Team.“

Daniel Gregor – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Es war bislang ein grandioses Rennwochenende mit Platz drei in der Qualifikation und meinem ersten Podium in der ADAC GT4 Germany. Genau dort wollen wir sein. Unsere Pace war sehr stark, da das Team uns ein perfektes Auto hingestellt hat. Auch mein Rennstart war klasse, ich konnte direkt eine Position gewinnen. Dann hatten wir etwas Pech beim Boxenstopp. Aber Finn konnte eine Position zurückgewinnen und Rang drei klarstellen.

Finn Zulauf – Platz drei für AVIA W&S Motorsport

„Das Podium ist unbeschreiblich schön. Wir konnten uns im Vergleich zum ersten Rennwochenende enorm steigern und haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Daniel hatte auf seinem Weg zum Boxenstopp Verkehr, was uns etwas Zeit gekostet hatte. Das war nicht optimal. Doch ich machte danach noch einen Platz gut und konnte auch ein wenig auf die Spitze aufschließen. Der Rückstand war aber einfach zu groß, um noch in den Kampf um den Sieg eingreifen zu können. In Rennen zwei am Sonntag wollen wir erneut auf das Podium - vielleicht gelingt uns auch der Sieg.“


Souveräner Sieg – Maro-Engel-Festspiele in Zandvoort

  • Der Mercedes-AMG-Pilot gewinnt Samstagslauf von der Pole und fährt schnellste Rennrunde
  • DTM-Champion Sheldon van der Linde nach Platz zwei wieder in der Erfolgsspur
  • Der Franzose Franck Perera übernimmt Führung in der Gesamtwertung

Pole-Position und Sieg: Maro Engel ist in Zandvoort nicht zu stoppen
Foto: ADAC-Motorsport

Maro Engel (Monaco) ist beim zweiten DTM-Stopp im niederländischen Zandvoort einfach nicht zu stoppen. Der 37-jährige Deutsche ging als Pole-Setter in den Samstagslauf und feierte nach 39 Runden im Mercedes-AMG GT3 einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. „Es war ein Bilderbuchrennen mit einem perfekten Auto. Ich konnte nach dem Start einen Vorsprung herausfahren und das Geschehen kontrollieren. Trotzdem muss man auf dieser Strecke in Zandvoort immer hellwach sein, sie verzeiht keine Fehler. Der Sand und der starke Reifen-Abbau, das alles erfordert bis zum Schluss volle Konzentration. Aber es hat super geklappt und ich freue mich für das Team über diesen tollen Erfolg”, erklärte Engel nach seinem zweiten Sieg in der DTM. Der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde (ZA) belegte im BMW M4 GT3 Platz zwei und bekräftigte nach dem holprigen Start in Oschersleben seine Titel-Ambitionen. Franck Perera (F) wurde im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Dritter und löste damit Porsche-Pilot Tim Heinemann (Fichtenberg) als Tabellenführer in der Meisterschaft ab.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Niederlande, Saisonrennen 3 von 16

Streckenlänge: 4.259 Meter

Wetter: 28 Grad, sonnig

Pole-Position: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 #48), 1:32,585 Minuten

Sieger: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 #48)

Schnellste Rennrunde: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 #48), 1:34,508 Minuten

Pole-Setter Engel erwischte auf dem Dünenkurs einen perfekten Start und konnte sich in den ersten Runden von der Konkurrenz absetzen. Die BMW-Piloten Sheldon van der Linde und Marco Wittmann (Fürth) folgten auf den Plätzen zwei und drei, dahinter reihten sich Perera (F) und Mirko Bortolotti (I) im Lamborghini als Vierter und Fünfter ein. Engel behauptete nach einem späten Pflicht-Boxenstopp seine Führung, die er bis ins Ziel auf exakt sechs Sekunden vor Sheldon van der Linde ausbaute. Perera versuchte noch, an den Südafrikaner heranzufahren, kam aber nicht mehr in Schlagdistanz. Teamkollege Bortolotti profitierte von einem frühen Boxenstopp und konnte so mit bereits betriebswarmen Pirelli-Pneus den später wechselnden Wittmann, der Fünfter wurde, überholen.

Lucas Auer (A) machte im Mercedes-AMG GT3 ein starkes Rennen und schob sich von Startplatz zwölf auf Rang sechs vor. Sein Landsmann Thomas Preining (A) konnte sich im Porsche 911 GT3 R gegenüber dem Qualifying um drei Positionen verbessern und wurde Siebter. Albert Costa Balboa (E/Ferrari 296 GT3) und Dries Vanthoor (B/BMW M4 GT3), die Jack Aitken (GB) beziehungsweise René Rast (Minden) ersetzen, konnten auf Rang acht und neun bei ihrem DTM-Debüt überzeugen. Jusuf Owega (Köln) zeigte viel Kampfgeist und steuerte seinen nach einer Berührung beschädigten Mercedes-AMG GT3 auf Platz zehn.

Das zweite Rennen des Wochenendes steigt am Sonntag um 13:30 Uhr. Der deutsche Free-TV-Sender ProSieben berichtet bereits ab 13 Uhr aus Zandvoort. Weltweit wird die DTM in über 70 Ländern live übertragen. Die Entscheidung über die Startaufstellung für das Sonntagsrennen fällt im Qualifying, das um 9:15 Uhr beginnt und genau wie das Rennen live im Stream auf ran.de sowie dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen ist.

Stimmen nach dem Rennen

Maro Engel: „Wir versuchen natürlich, am Sonntag an diesen Erfolg anzuknüpfen. Der Schlüssel ist das Qualifying. Wenn man vorne wegfährt und sich aus den Positionskämpfen auf dieser engen Strecke heraushalten kann, macht das viel aus. Aber in der DTM werden die Karten jeden Tag neu gemischt.”

Sheldon van der Linde: „Ich bin sehr glücklich über diesen zweiten Platz, denn meine Rennpace war nicht so stark. Aber in Zandvoort ist es sehr schwer, zu überholen. Wichtig war, dass ich mich beim Start gegen Marco Wittmann behaupten konnte. Danach bin ich über die komplette Renndistanz sehr konstante Rundenzeiten gefahren, das war entscheidend.“

Franck Perera: „Mit Platz drei haben wir wichtige Meisterschaftspunkte geholt, aber die Führung bedeutet zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht viel. Die Stimmung innerhalb des Teams ist sehr gut, Mirko und ich pushen uns gegenseitig nach vorn. Das ist in seiner so starken Serie wie der DTM ganz wichtig.“

Ergebnis 1. Rennen, Zandvoort

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Mann-Filter)

2. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport, +6,000 Sekunden

3. Franck Perera (F/SSR Performance), +6,528 Sekunden

4. Mirko Bortolotti (I/SSR Performance), +7,694 Sekunden

5. Marco Wittmann (D/Project 1), +8,074 Sekunden

Samstag, 24. Juni 2023

Maro Engel holt Pole für's Samstagsrennen in Zandvoort

Maro Engel holt in Zandvoort die zweite Pole in seiner DTM-Karriere
Foto: Jens Hawrda

Maro Engel (Monaco) bleibt beim zweiten DTM-Stopp in Zandvoort das Maß aller Dinge. Nachdem der 37-Jährige am Freitag schnellster Pilot in beiden Freien Trainings war, setzte er auch im Qualifying am Samstag die Bestzeit und feierte seine zweite Pole-Position in der DTM.

Der deutsche Mercedes-AMG-Pilot war am Samstagmorgen wie die meisten seiner Fahrerkollegen erst in der zweiten Hälfte des 20-minütigen Qualifyings auf Zeitenjagd gegangen. In seinem fünften Umlauf umrundete er den 4,259 Kilometer langen Dünenkurs in 1:32,585 Minuten und sicherte sich mit dem Gewinn des Pirelli Pole Position Awards drei wichtige Meisterschaftspunkte. „Es ist ein Vorteil, auf dieser engen Strecke von Startplatz eins aus ins Rennen zu gehen. Nach dem schwachen Start in Oschersleben haben wir hart gearbeitet und das hat sich ausgezahlt. Jetzt fängt die Meisterschaft für uns an”, so der Pole-Setter vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter.

Nur 0,030 Sekunden langsamer war der aktuelle DTM-Champion Sheldon van der Linde im BMW M4 GT3: „Nach dem Freien Training hätten wir nicht geglaubt, im Qualifying unter die Top-Drei zu fahren. Das Rennen wird hart, aber ein vorderer Startplatz ist in der DTM sehr wichtig. Wenn ich gleich zu Beginn gut wegkomme, ist alles möglich”, erklärte der Südafrikaner. Dahinter geht sein Markenkollege Marco Wittmann von Position drei in das Samstagsrennen, neben ihm steht mit Franck Perera (F) der beste Lamborghini-Pilot in der zweiten Startreihe. Eine starke Leistung zeigte Albert Costa Balboa. Der Spanier ersetzt im Team Emil Frey Racing Stammfahrer Jack Aitken (GB) und steuerte den Ferrari 296 GT3 auf Rang fünf.

Im ersten Qualifying am Samstagvormittag gingen die beiden Porsche von Manthey EMA als erste auf die Strecke und lagen bei freier Fahrt zunächst an der Spitze. Doch diese Taktik ging nicht auf. Das lange Warten zahlte sich für die meisten Piloten aus, die auf dem gegen Ende der Session 30 Grad Celsius heißen Asphalt nur wenig Zeit brauchten, um ihre Reifen auf Betriebstemperatur zu bringen. Die ersten Drei des Zeittrainings fuhren im letzten Viertel des Qualifyings die Topzeiten, die rund eine Sekunde schneller waren als im Freien Training.

Ergebnis Qualifying, 1. Rennen, Circuit Zandvoort

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), 1:32,585 Minuten

2. Sheldon van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), +0,030 Sekunden

3. Marco Wittmann (D/Project 1), +0,297 Sekunden

4. Franck Perera (F/SSR Performance), +0,298 Sekunden

5. Albert Costa Balboa (E/Emil Frey Racing), +0,341 Sekunden

Quelle: dtm.com