Samstag, 22. Oktober 2022

Raffaele Marciello holt Pole in Hockenheim

Raffaele Marciello Mercedes #48 holt die Pole für's Samstagsrennen am Hockenheimring
Foto: Jens Hawrda

Raffaele Marciello (27/CH) ist nicht zu stoppen. Der Tabellenführer der Deutschen GT-Meisterschaft war am Samstagmorgen beim ersten Qualifying auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg schnellster Pilot und feierte damit in dieser Saison die vierte Pole-Position im ADAC GT Masters. Mit 1:37,944 Minuten blieb der Schweizer im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf als einziger Pilot unter der 1:38,000-Minuten-Grenze und ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass er bereits im Samstagsrennen zusammen mit Daniel Juncadella (31/E) die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen will.

„Wir sind bereit für den Titel und müssen dafür nicht mehr so viele Punkte holen. Wichtig ist es, sicher zu fahren und Fehler zu vermeiden. Wenn wir das Rennen auf dem Podium beenden und dort die Meisterschaft feiern könnten, wäre das eine tolle Sache“, so Raffaele Marciello, der mit den drei Zusatzpunkten vom Pirelli Pole Position Award seinen Vorsprung auf 45 Zähler vor den finalen beiden Läufen ausbauen konnte.

Mit einem Rückstand von knapp einer Zehntelsekunde belegte die Kombination Albert Costa Balboa (32/E)/Jack Aitken (27/GB) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing Platz zwei. Fabian Schiller (25/Troisdorf), der sich das Cockpit mit Jules Gounon (27/F) teilt, wurde im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 4 vom Drago Racing Team ZVO Dritter. Damit sind die Meisterschaftsträume dieser beiden Fahrer-Paarungen ausgeträumt. Konsta Lappalainen (21/FIN) und Mick Wishofer (23/A) steuerten einen weiteren Lamborghini Huracán GT3 Evo von Emil Frey Racing auf Rang vier. Die Tabellenzweiten Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) kamen mit dem Porsche 911 GT3 R #91 vom Team Joos Sportwagentechnik über Platz fünf nicht hinaus und verloren drei wichtige Punkte auf Spitzenreiter Raffaele Marciello.

Das Qualifying startete am Samstagmorgen um 9:00 Uhr auf dem Hockenheimring bei trockener Fahrbahn und Streckentemperaturen von 11,3 Grad. Es dauerte über zehn Minuten, ehe die Reifen auf Betriebstemperatur gebracht wurden und erste schnelle Runden möglich waren. Raffaele Marciello wartete bis sechs Minuten vor Schluss, ehe er mit der Mamba zum ersten Mal zubiss und eine Bestmarke setzte. Im sechsten Umlauf gelang dem Schweizer die Topzeit, die nicht mehr unterboten wurde.

Quelle: www.adac-motorsport.de

Freitag, 21. Oktober 2022

2. Freies Training Hockenheim

Fabian Schiller mit Last-Minute-Tagesbestzeit

Tagesbestzeit am Freitag für Fabian Schiller im Mercedes-AMG GT3 Evo #4
Foto: Jens Hawrda

Offener Schlagabtausch beim zweiten Freien Training im ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring. Immer wieder wechselte die Führung während der 45-minütigen Session am Freitagmittag. Kurz vor Schluss fuhr Fabian Schiller (25/Troisdorf) vom Drago Racing Team ZVO mit 1:41,154 Minuten im Mercedes-AMG GT3 Evo #4 die schnellste Runde und erzielte die Tagesbestzeit. Damit zeigte der Troisdorfer, dass er zusammen mit Jules Gounon (27/F) als Tabellendritter den Kampf um die Meisterschaft noch nicht aufgegeben hat. „Wir haben mit Regenreifen begonnen und dann wie alle anderen auf Slicks gewechselt, was gut funktioniert hat. Diese Tagesbestzeit hat wieder einmal gezeigt, dass wir ein starkes Paket haben und unser Mercedes unter allen Bedingungen auf allen Strecken vorn mit dabei ist. Die Meisterschaft ist so gut wie außer Reichweite, aber wir werden bis zum Schluss kämpfen“, versprach Fabian Schiller.

Mit dem minimalen Rückstand von 0,008 Sekunden belegten Thierry Vermeulen (20/NL) und Mattia Drudi (24/I) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #33 von Car Collection Motorsport Rang zwei. Nicky Catsburg (34/NL) und Jesse Krohn (32/FIN) von Schubert Motorsport verbesserten sich im BMW M4 GT3 #20 um einen Rang gegenüber dem ersten Freien Training und wurden Dritter. Als bestes Lamborghini-Duo beendeten Jack Aitken (27/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) von Emil Frey Racing die zweite Session auf Platz vier. Dahinter sicherten sich Christopher Mies (33/Düsseldorf)und Tim Zimmermann (26/Langenargen) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #1 von Montaplast by Land-Motorsport Rang fünf. Die Tabellenzweiten Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) wurden im Porsche 911 GT3 R #91 vom Team Joos Sportwagentechnik Sechster, während Tabellenführer Raffaele Marciello (27/CH) und sein Fahrerkollege Daniel Juncadella (31/E) vom Mann-Filter Team Landgraf die Mamba mit der Startnummer 48 auf Platz elf steuerten.

Alle Fahrer waren mit Regenreifen in das zweite Freie Training am Freitagmittag gestartet. Die teilweise feuchte Strecke trocknete jedoch schnell ab, sodass alle Teilnehmer auf Slicks wechselten. Danach purzelten die Bestzeiten beinahe im Sekundentakt, ehe Fabian Schiller auf seiner letzten Runde die Last-Minute-Bestzeit gelang. Insgesamt 14 Piloten beendeten die zweite Session innerhalb von einer Sekunde.

Quelle: www.adac-motorsport.de

1. Freies Training Hockenheim

Porsche mit erster Bestzeit im Regen von Hockenheim

 Joel Sturm (D), Sven Müller (D) / #22 Porsche 911 GT3 R / Allied Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Porsche hat am Finalwochenende des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring in Baden-Württemberg den ersten Akzent gesetzt. Sven Müller (30/Bingen) vom Team Allied-Racing, der zusammen mit Joel Sturm (20/Brühl) einen Porsche 911 GT3 R #22 steuert, fuhr im ersten Freien Training am Freitagvormittag bei teilweise starkem Regen mit 1:54,434 Minuten die schnellste Runde. Nur elf Hundertstelsekunden langsamer war Raffaele Marciello (27/CH) vom Mann-Filter Team Landgraf im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 48. Ein klares Zeichen des Tabellenführers, dass er, unterstützt von seinem Fahrerkollegen Daniel Juncadella (31/E), die Meisterschaft schon im Samstagsrennen klarmachen will.

Mit einem beträchtlichen Abstand von 0,876 Sekunden folgte die Kombination Jack Aitken (27/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing auf Rang drei. Dahinter beendete Nicky Catsburg (34/NL) die erste Session zusammen mit Jesse Krohn (32/FIN) im BMW M4 GT3 #20 von Schubert Motorsport als Vierter. Kim-Luis Schramm (25/Meuspath) und Lokalmatador Dennis Marschall (26/Eggenstein) sicherten sich im Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 von Rutronik Racing Rang fünf und sorgten dafür, dass alle Marken unter den Top-Fünf vertreten waren. Die Tabellenzweiten Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) vom Team Joos Sportwagentechnik wurden im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91 Achter.

Regen empfing die Supersportwagen am Freitagvormittag beim ersten Kräftemessen auf dem Hockenheimring. Dennoch ging es gleich voll zur Sache, vor allem Tabellenführer Raffaele Marciello war im Angriffsmodus. Der Schweizer fuhr eine schnelle Runde nach der anderen und erzielte im achten Umlauf die bis dahin absolute Bestzeit. Doch die reichte nicht ganz, um die erste Session für sich zu entscheiden. Nur eine Runde später setzte sich Sven Müller an die Spitze und konnte von keinem Fahrer mehr verdrängt werden. Gut eine Viertelstunde vor Schluss musste das 45-minütige erste Freie Training wegen eines Ausritts kurz unterbrochen werden. Nach dem Re-Start änderte sich im Gesamtklassement nichts mehr.

Quelle: www.adac-motorsport.de

Rutronik Racing startet auch 2023 im ADAC GT Masters

  • Mannschaft setzt zukünftig auf Porsche
  • Team bestreitet 2023 die fünfte Saison in der Deutschen GT-Meisterschaft

Rutronik Racing startet ab 2023 mit Porsche im ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport

Das Finale in Hockenheim ist noch nicht vorbei, da verkünden erste Teams bereits für die kommende Saison ihre Teilnahme im ADAC GT Masters: Rutronik Racing wird im nächsten Jahr erneut in der Deutschen GT-Meisterschaft angreifen und setzt dabei auf Porsche.

Der Rennstall mit Sitz in Remchingen wird 2023 seine fünfte Saison in der stärksten deutschen GT3-Serie bestreiten. Erstmals geht die Mannschaft dabei mit dem neuentwickelten Porsche 911 GT3 R auf Basis der aktuellen Generation 992 an den Start. Teamchef Fabian Plentz: „Wir freuen uns sehr, dass wir die bestehende Zusammenarbeit mit Porsche Motorsport nun ab der Saison 2023 weiter intensivieren können. Das gesamte Team geht mit großer Vorfreude und absoluter Motivation in die Winterpause und bereitet sich optimal auf die neue Herausforderung vor.“

Rutronik Racing ist seit 2019 im ADAC GT Masters dabei und sicherte sich in der Premierensaison den Meistertitel in der Fahrer- und Teamwertung. Zur Erfolgsbilanz zählen außerdem vier Laufsiege und neun Pole-Positions. Beim Saisonfinale will die Mannschaft bei ihrem Heimspiel erfolgreich sein und einen gebührenden Abschluss der mehrjährigen Zusammenarbeit mit Audi Sport Customer Racing feiern. Der exklusive TV-Partner NITRO überträgt die Läufe 13 und 14 der Deutschen GT-Meisterschaft am Samstag und Sonntag jeweils ab 12:30 Uhr live.


Saisonfinale der ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring

 Offener Kampf um die Junior-Wertung

  •     Szymon Ladniak und René Kircher kämpfen um den Junior-Titel
  •     Letztes Rennwochenende der ADAC TCR Germany auf dem Hockenheimring
  •     Alle Saisonrennen live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Mit Vollgas in die letzte Runde: Die ADAC TCR Germany verspricht beim Saisonfinale an diesem Wochenende (21. bis 23. Oktober) auf dem Hockenheimring noch einmal jede Menge Highspeed-Action. Nachdem sich Martin Andersen (28, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) bereits beim vergangenen Event auf dem Sachsenring den Meistertitel gesichert hat, steht nun die Entscheidung in der Junior-Wertung im Mittelpunkt. Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) im Honda Civic und René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) im Hyundai i30 kämpfen um den Titel des schnellsten Junioren. Zudem ist auch die Entscheidung um die Vizemeisterschaft noch offen. Hier kämpft Ladniak mit Jessica Bäckman (25, Schweden, Comtoyou Racing) um den inofiziellen Titel des Vizemeisters. Die beiden Rennen des Wochenendes (Samstag und Sonntag je um 11.35 Uhr) sind live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

Beste Chancen auf den Junior-Titel hat der Engstler-Pilot Landiak. Der junge Pole hat in der Junior-Wertung 128 Punkte auf dem Konto und somit 18 Punkte mehr als sein ROJA-Konkurrent Kircher. Während Ladniak auf ein fehlerfreies Wochenende aus sein wird, muss Kircher etwas mehr Risiko gehen, um sich den Titel sichern zu können.

Trotz seines Rückstandes von 18 Punkten, ist der ROJA-Pilot aber guter Dinge vor dem Saisonfinale. „Ich freue mich sehr auf das Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Ich bin guter Dinge, dass ich ein gutes Ergebnis einfahren und die maximale Performance aus mir und dem Auto herausholen werde“, freut sich Kircher auf das Saisonfinale und fügt hinzu: „Ich bin extrem motiviert, alles für den Titel zu geben.“

Auch sein Konkurrent Ladniak zeigt sich sehr zuversichtlich. „Es würde mir enorm viel bedeuten, den Junior-Titel zu gewinnen. Es war von Anfang an mein Hauptziel diesen Titel zu holen. Mein Team und ich werden dieses Ziel auf dem Hockenheimring verwirklichen.“ Für das Liqui Moly Team Engstler würde der Gewinn der Junior-Wertung die perfekte Saison bedeuten. Mit Martin Andersen und Roland Hertner (62, Heilbronn) stellt das Team bereits den Fahrer- und Trophy-Champion und auch die Team-Wertung ging bereits an den Allgäuer Traditionsrennstall.

Trotz seines Titelgewinns auf dem Sachsenring fährt auch Martin Andersen hochmotiviert zum Saisonfinale, da der Däne die Chance auf einen einmaligen TCR Germany Rekord hat. „Wir haben eine unglaubliche Saison absolviert, aber wir haben weiterhin das klare Ziel aufs Podium zu fahren. Wenn wir es schaffen, alle Rennen auf dem Podium zu beenden, wäre es ein erstaunlicher Abschluss für eine tolle Saison“, blickt Andersen auf das Saisonfinale. „Dieser Rekord würde viel über unser Team und dessen Arbeit aussagen.“

Beim Kampf um die Vizemeisterschaft steht die Schwedin Jessica Bäckman im Fokus. Die 25-jährige belegt mit 281 Punkten den zweiten Platz der Fahrerwertung. Dahinter folgen Ladniak mit 243 und Jonas Karklys (33, Litauen, NordPass) mit 215 Punkten. Während Karklys keine Chance mehr auf die Vizemeisterschaft hat, könnte eine starke Performance dennoch zum dritten Platz in der Gesamtwertung reichen.

Zum zweiten Mal in dieser Saison absolviert Albert Legutko (23, Berlin, Albert Legutko Racing) einen Gaststart in der ADAC TCR Germany. Nach seinem sechsten Platz beim Saisonauftakt in Oschersleben hofft der gebürtige Pole auf dem Hockenheimring auf ein ähnlich gutes Ergebnis. „Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder zurück bin“, freut sich Legutko auf seinen Start.

Das Wochenende auf dem Hockenheimring verspricht packende Rad-an-Rad-Duelle und Tourenwagenaction – schließlich wollen alle Piloten der ADAC TCR Germany diese Saison mit einem guten Ergebnis abschließen. Das gilt natürlich nicht nur für die Piloten, die noch Chancen auf die Vizemeisterschaft und den Junior-Titel haben.