Samstag, 6. August 2022

2. Freies Training Nürburgring

Albert Costa Balboa behält im Nebel den Durchblick

Albert Costa Balboa im Lamborghini Huracàn GT3 Evo
Foto: Jens Hawrda

Das unberechenbare Eifel-Wetter hat beim vierten Tourstopp im ADAC GT Masters am Nürburgring wieder zugeschlagen. Nach der Hälfte des zweiten Freien Trainings zog am Freitagmittag Nebel auf, der acht Minuten vor Schluss für den Abbruch sorgte, da die Sportwarte teilweise keinen Sichtkontakt untereinander hatten. Die schnellste Runde ging mit 1:26,494 Minuten auf das Konto von Albert Costa Balboa (32/E) vom Team Emil Frey Racing, der sich das Cockpit des Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 mit Jack Aitken (26/GB) teilt.

Eine erneut starke Vorstellung zeigte die Besatzung Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR). Im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91 vom Team Joos Sportwagentechnik belegte das Duo wie in der ersten Session am Morgen Platz zwei. Die Youngster Niklas Krütten (19/Trier) und Ben Green (24/GB) von Schubert Motorsport präsentierten sich ebenfalls in guter Form und wurden mit dem BMW M4 GT3 #10 Dritter. Beste Mercedes-AMG-Piloten waren Fabian Schiller (25/Troisdorf) und Jules Gounon (27/F) vom Drago Racing Team ZVO auf Rang vier. Dahinter sorgten Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 von Rutronik Racing dafür, dass alle Marken unter den Top-Five vertreten waren.

Tagesbester war Raffaele Marciello (27/I) im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf. Der Werkspilot fuhr im ersten Freien Training am Freitagmorgen mit 1:26,455 Minuten die insgesamt schnellste Runde. „Es war ein starker Anfang, morgen werden die Karten jedoch neu gemischt. Das Auto fühlt sich sehr gut an und wir gehen zuversichtlich in das erste Qualifying“, so Raffaele Marciello, der zusammen mit Serien-Rückkehrer Maro Engel (36/Monte Carlo) an den Start geht.

Quelle: adac-motorsport.de

Heimvorteil, oder nicht in der Kathedrale des Motorradrennsports?

Foto: Jens Hawrda

Vom 12. bis 14. August 2022 reist die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) zum TT Circuit Assen in die benachbarte Niederlande. Dort wartet auf die Fahrer und Fans ein absoluter Highspeed-Kurs. Die längste Gerade misst 970 m. Die Kurven sind traditionell leicht überhöht. Aufgrund der hohen Geschwindigkeiten, die auf der Strecke erreicht werden, trägt sie den Spitznamen „Cathedral of Speed“. 

Hier ist vor allem Rob Hartog (Team SWPN) zu Hause. Der Rookie aus der IDM Superbike hofft bei seinem Heimrennen auf der SWPN-Yamaha die BMW-Macht an der Spitze empfindlich stören zu können. Im Blut des 30-Jährigen ist zweifelsohne die Rennsport-DNA seiner Familie zu finden. Sein Onkel Wil wurde zwölf Mal Niederländischer Meister und er gewann fünf Grand-Prix in der Habliterklasse. Rob ging bereits mehrmals in der Supersport-Weltmeisterschaft an den Start. Die stärkere IDM Superbike ist für ihn immer noch Neuland, doch von Rennen zu Rennen kämpft er sich weiter nach vorn. Aber nicht nur Rob Hartog hofft auf einen Heim-Vorteil, auch Ricardo Brink, Jereon Hilster (beide TEAM RR SOCIA RACING TeamNL) und Pepijn Bijsterbosch (BCC-alpha-Van Zoe-BMW) kennen ihre Heimstrecke gut und werden alles tun, wichtige Meisterschaftspunkte aus Assen mit nach Hause zu nehmen.

In der Vergangenheit gelang es bereits Vladimir Leonov (Hertrampf MO Yamaha Racing Team), Leandro Mercado (Holzhauer Racing Promotion) und Leon Haslam (Kawasaki Weber-Motos Racing) ein komplettes BMW-Siegerpodium zu verhindern. Es wird sich nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Toni Finsterbusch (GERT56), Jan Mohr (BCC-alpha-Van Zon-BMW) und Leonov in Assen zeigen, ob es außer den üblichen Podestfahrern auch noch andere Anwärter auf die Top drei gibt. 

Nur eines steht fest: Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW), der große Dominator in der Königsklasse, wird als Spitzenreiter nach Assen fahren und die Rennstrecke auch als Meisterschaftsführender wieder verlassen. Er hat bereits 77 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung und ihm ist der vierte Titel in der höchsten IDM-Klasse kaum noch zu nehmen. Seine größten Gegner Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing) und auch Julian Puffe (GERT56) werden aber versuchen, den Triumph so lange wie möglich hinauszuzögern.

Sensationell ist auch der Einsatz der beiden Superbike-WM-Fahrer Loris Baz und Eugene Laverty, die mit dem Team Bonovo Action BMW an den Start gehen werden. Teaminhaber Jürgen Röder und Teammanager Michael Galinski haben ihre Wurzeln in der IDM und freuen sich auf ein Wiedersehen mit der Serie. Baz und Lavery sind Gastfahrer, bekommen also keine Punkte. Interessant wird trotzdem, wo sie sich im Starterfeld einreihen werden.

In der IDM Supersport führt Max Enderlein (M32 Racing) die Gesamtwertung an. Er hat zuletzt auf dem Schleizer Dreieck vom Niederländer Twan Smits (Team Apreco) an der Spitze Besuch bekommen. Der 18-jährige Aufsteiger aus der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 hatte sich eiskalt und unerwartet am zweifachen Champion vorbeigeschoben, bekam aber nur Sekunden später eine Retourkutsche. Konkurrenz lauert auch in Form des Belgiers Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber-Motos-Racing-Team), der momentan Gesamt-Zweiter ist. Und auch Andy Kofler (Kawasaki Schnock Team Motorex) darf auf der 4,555 Kilometer langen Strecke nicht unterschätzt werden. Der Österreicher ist vor allem wegen seiner exzellenten Starts bekannt.

Brisanter als in der IDM Supersport 300 kann es in punkto Nachwuchs nicht zugehen. Zwischen dem Führenden Leo Rammerstorfer (Freudenberg KT-Paligo Racing) und seinem Verfolger Marvin Siebdrath (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki) liegen nur drei Punkte. Hier geht auch um den Kampf zwischen den Marken. Das Konzept der KTM RC 390 R tritt gegen die Kawasaki Ninja 400 an. WM-Fahrer Lennox Lehmann, der zusätzlich zur großen Weltbühne auch den Großteil der IDM-Rennen bestreitet, hätte seinen Teamkollegen Rammerstorfer zuletzt auf dem Schleizer Dreieck gerne noch mehr unterstützt, aber wegen technischer Probleme war für den Junior nach seinem Sieg im ersten Lauf, im zweiten nur ein sechster Platz drin. In der IDM Supersport 300 entscheiden zumeist Zehntel-, Hundertstel- oder auch Tausendstelsekunden über Sieg und Niederlage. Fahrer aus neun Nationen treten an. In den Top Ten sind ein Österreicher, fünf Deutsche, drei Niederländer und ein Ungar vertreten.

Wer in Assen jeweils am schnellsten die 17 Kurven in einer Runde auf dem Circuit bewältigt, wird spannend. Zur Rennaction der Prädikatsklassen bieten auch in Assen wieder die Gastklassen der Pro Superstock Cup und des Yamaha R3 bLU cRU Cup weitere Unterhaltung. Auch wieder mit im Boot ist in diesem Jahr zum zweiten Mal, nach dem IDM-Lauf in Oschersleben der Northern Talent Cup. Auch in der Nachwuchsklasse, die zum „Road to MotoGP“ Nachwuchsprogramm der Dorna Sports - Rechteinhaber der Motorrad-Weltmeisterschaft - gehört, hat einige Niederländer, die ihren Heimvorteil nutzen könnten, mit am Start. Ein gut gefülltes Rahmenprogramm ist also garantiert.

Wer es nicht zur legendären MotoGP-Rennstrecke nach Assen schafft, der kann sich die Rennen wieder live auf www.idm.de/live anschauen. Auch weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Webseite der Serie unter www.idm.de

Freitag, 5. August 2022

Raffaele Marciello mit Bestzeit im ersten Freien Training

Maro Engel (D), Raffaele Marciello (I) / #48 Mercedes-AMG GT3 Evo / Mann-Filter Team Landgraf
Foto: adac-motorsport

Raffaele Marciello (27/I) vom Mann-Filter Team Landgraf hat die erste Bestmarke beim vierten Saisonstopp des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring gesetzt. Der frischgebackene Sieger des 24-Stunden-Rennens von Spa-Francorchamps fuhr im ersten freien Training mit 1:26,455 Minuten die schnellste Runde und feierte mit seinem neuen Kollegen Maro Engel (36/Monte Carlo) im Mercedes-AMG GT3 #48 einen guten Start in der Eifel.

Ayhancan Güven (24/TR) und Christian Engelhart (35/Starnberg) waren dahinter im Porsche 911 GT3 R #91 mit einem Rückstand von 0,347 Sekunden die einzige Paarung, die unter der Marke von 1:27,000 Minuten blieb. Den dritten Platz in der ersten Session belegten Maximilian Paul (22/Dresden) und Marco Mapelli (35/I) von Paul Motorsport im Lamborghini Huracán GT3 Evo mit der Startnummer 71. Das Duo Jan Marschalkowski (19/Inning) und Luca Stolz (27/Brachbach) vom Team Mercedes-AMG Team ZVO steuerte den Mercedes-AMG GT3 Evo #8 auf Rang vier, Fünfter wurde die Kombination Elias Seppänen (18/FIN) und Frank Bird (22/GB) im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 84 vom Mann-Filter Team Landgraf.

Bei kühlen Temperaturen von 17 Grad und einer feuchten Fahrbahn begannen viele Teams am Freitagmorgen vorsichtig und testeten zunächst mit Regenreifen die Bedingungen auf der Strecke. Nach mehreren Umläufen kamen die Slicks zum Einsatz und die Rundenzeiten auf dem 3,629 km langen Kurs wurden immer besser. Gut sieben Minuten vor Schluss verdrängte Raffaele Marciello den vor ihm liegenden Christian Engelhart vom ersten Platz und sicherte sich die erste Bestzeit beim vierten Tourstopp der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Nürburgring.

Quelle: adac-motorsport.de


Comeback: Mit Stolz zurück ins ADAC GT Masters

Das Mercedes-AMG Team ZVO bekommt am kommenden Wochenende hochkarätige Unterstützung. Beim vierten Saisonstopp des ADAC GT Masters wird der Mercedes-AMG Performance Fahrer Luca Stolz (27/Brachenbach) für das Team aus Mendig an den Start gehen. Er vertritt seinen Werksfahrerkollegen Daniel Juncadella (31/E), der ein Rennen der IMSA WeatherTech Sportscar Championship in den USA bestreitet. Gemeinsam mit Jan Marschalkowski (19/Inning am Ammersee) wird Stolz die beiden Rennen im Fahrzeug mit der Startnummer 8 in Angriff nehmen.

Der 27-Jährige ist bestens vertraut mit der Deutschen GT-Meisterschaft und absolvierte bereits eine Vielzahl von Rennen im ADAC GT Masters. Die Saison 2020 und 2021 beendete er gemeinsam mit Maro Engel (36/Monte Carlo), der an diesem Wochenende ebenfalls sein Comeback gibt, jeweils auf dem dritten Meisterschaftsplatz.

Philipp Zakowski, Teamchef ZVO Racing: „Luca Stolz muss man sicherlich nicht vorstellen. Jeder weiß um seine Klasse im Mercedes-AMG GT3 und sein außergewöhnliches Talent. Er wird eine ideale Vertretung für Dani sein, dem wir viel Erfolg für sein IMSA-Rennen wünschen. Wir freuen uns, im Rahmen unserer Partnerschaft mit Mercedes-AMG und BWT solch erfolgreiche Fahrer in unserem Team zu haben."

Das Drago Racing Team ZVO startet mit unveränderter Fahrerpaarung. Jules Gounon (27/F), der als frisch gebackener Sieger der 24-Stunden von Spa anreist, und Fabian Schiller (25/Troisdorf) pilotieren den Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 4.

Quelle: adac-motorsport.de

ADAC TCR Germany gastiert in der Eifel

Der Kampf um die Wertungen geht weiter

  • Andersen und Bäckman trennen an der Tabellenspitze nur acht Punkte
  • Gast aus Italien: Elite Motorsport bringt einen Audi RS3 für Nachwuchstalent
  • Rennen live im kostenlosen Stream bei sport.de

Foto: Jens Hawrda

Die Sommerpause in der ADAC TCR Germany ist vorbei. Nach der Premiere auf dem Salzburgring und der darauffolgenden fünfwöchigen Pause, finden sich die TCR-Piloten an diesem Wochenende auf gewohntem Terrain wieder – dem Nürburgring. Besonders im Fokus steht dabei das Duell zwischen dem Liqui Moly Team Engstler und ROJA Motorsport. Aktuell führt das Engstler-Team alle vier Wertungen an, aber vor allem in der Fahrer- und Teamwertung erleben die Zuschauer ein offenes Duell gegen die starke ROJA-Konkurrenz. Der Nürbrugring ist seit dem Debüt der Tourenwagenserie des ADAC 2016 im Rennkalender vertreten und bot jeher spannende Action auf dem Asphalt. Für Fans, die nicht live dabei sein können, sind die beiden Rennen (Samstag 16.50 Uhr und Sonntag 11.35 Uhr) live und kostenfrei bei sport.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.

„Es ist eine sehr knappe Saison, gerade in der Team- und Fahrerwertung. Diese engen Duelle machen natürlich sehr viel Spaß“, freut sich Hyundai-Pilot Robin Jahr (31, Potsdam) Fahrer und Teamchef von ROJA Motorsport auf das Wochenende in der Eifel. „Das Niveau des Engstler-Teams ist enorm hoch und sie werden uns nicht schenken. Dennoch haben wir klare Ziele. Wir wollen das Blatt wenden und die Tabellenführung zurückerobern. Ich bin auf die beiden Rennen sehr gespannt. Ich will so viele Punkte wie möglich holen und ein weiteres mal auf dem Treppchen stehen“, zeigt sich Jahr angriffslustig.

In der Teamwertung haben die Engstler-Honda 233 Punkte auf dem Konto. ROJA Motorsport steht mit 218 Punkten gerade einmal 15 Zähler dahinter. Dementsprechend hoch ist der Respekt beider Teams voreinander. „Die Saison ist für uns bisher gut verlaufen und die Konkurrenz ist so stark wie erwartet“, lobt Engstler-Teammanger Kurt Treml die ROJA-Hyundais.

Ähnlich eng ist es in der Fahrerwertung. Diese führt Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) mit acht Punkten vor Jessica Bäckman (24, Schweden, Roja Motorsport) an. Dabei haben beide ihre ganz eigenen irren Statistiken. Während Andersen alle bisherigen sechs Rennen auf dem Podium beendete, fuhr Bäckman bereits vier Siege ein. Immer, wenn die Schwedin keine technischen Probleme hatte, gewann sie das Rennen letztlich auch. Das Ziel des dänischen Tabellenführers ist vor den Rennen aber klar: „Wir wollen unseren Speed in die nächsten beiden Rennen auf dem Nürburgring mitnehmen, eine Strecke, die ich wirklich liebe.“

Auch in der Junior-Wertung wird es in der zweiten Saisonhälfte einen harten Kampf geben. Diese führt Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) vor René Kircher (22, Hünfeld, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) und Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) im Audi an. Der Pole hat dabei sein Ziel bereits deutlich geäußert: „Mein Ziel ist es, die Junior-Wertung zu gewinnen!“

In der Trophy-Wertung führt Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler), der die Wertung bereits im letzten Jahr gewinnen konnte, mit 24 Punkten vor Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport), der sich im Laufe der Saison immer weiter steigern konnte. Gemeinsam mit Michael Maurer (29, Schweiz) belegen Radermecker und Maurer Motorsport den dritten Platz in der Teamwertung.

Hinter den beiden Top-Teams wartet der letztjährige Nürburgring-Sieger Jonas Karklys (33, Litauen, NordPass) im Hyundai i30 N TCR auf seine Chance. Der Litauer, der zuletzt vom Pech verfolgt war, hofft auf seine nächste Podestplatzierung in der TCR. Auf ihren ersten Podestplatz in der TCR Germany hoffen indes Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) und Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing).

Zudem begrüßt die ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring einen Gaststarter. Der 17-jährige Italiener Marco Butti startet für das Team Elite Motorsport in einem Audi RS3 LMS TCR.