Sonntag, 3. Juli 2022

Felipe Fraga macht sich selbst ein Geburtstagsgeschenk

  • Felipe Fraga holt den ersten Saisonsieg für Red Bull AlphaTauri AF Corse Ferrari
  • Mirko Bortolotti mit Platz zwei „Halbzeit-Meister“ in der DTM
  • Alle sechs Premium-Marken auf den ersten sechs Plätzen

Felipe Frage holt an seinem 27. Geburtstag nach der Pole auch de Sieg am Sonntag
Foto: Jens Hawrda

Am Geburtstag kam das Glück zurück: Felipe Fraga holte am Sonntag bei der DTM am Norisring powered by BMW M an seinem 27. Geburtstag seinen ersten DTM-Sieg. Nach vielen Ausfällen war es auch der erste Saisonerfolg für Red Bull AlphaTauri AF Corse Ferrari, den Team-Meister der Saison 2021. Fraga ist der erste brasilianische DTM-Sieger, seit Augusto Farfus 2013 in Zandvoort triumphierte. Das Geburtstagskind war entsprechend glücklich: „Das ist der beste Geburtstag meines Lebens! Danke an alle im Team, wir verdienen das so sehr.“

Zweiter wurde Mirko Bortolotti (ITA) im GRT Lamborghini. Der Italiener holte sich mit der schnellsten Runde auch den Autohero Fastest Lap Award und damit einen Zusatzpunk. Dadurch ist Bortolotti „Halbzeit-Meister“ in der DTM. Nach acht von 16 Rennen übernahm der Lamborghini-Werksfahrer mit 89 Punkten die Gesamtführung von Sheldon van der Linde (RSA), der im Schubert BMW nur 15. wurde. Dritter am Sonntag wurde René Rast (ABT Audi), der in der Gesamtwertung mit 79 Zählern nur einen Punkt hinter Sheldon van der Linde (80) auf der dritten Tabellenposition liegt.

Auf den ersten sechs Rängen im Sonntagsrennen platzierten sich alle sechs Premium-Marken, die in der DTM 2022 an den Start gehen. Vierter wurde Lokalmatador Marco Wittmann im Walkenhorst BMW, Fünfter Dennis Olsen (NOR) im SSR Performance Porsche, auf Rang sechs kam der amtierende Meister Maximilian Götz (GER) im WINWARD Mercedes-AMG bei seinem Heimrennen ins Ziel. Götz: „Es hat sich gut angefühlt. Der beste Mercedes im Rennen und im Qualifying zu sein, ist gut. Ich habe beim Heimrennen gekämpft wie ein Löwe.“

Nach einem wilden Rennen am Samstag lieferten die DTM-Piloten am Sonntag eine hochkonzentrierte und disziplinierte Vorstellung. Der enge Stadtkurs in Nürnberg sorgte mit vielen Überholmanövern trotzdem für hochklassige Renn-Action und beste Unterhaltung der zahlreichen Zuschauer auf den Tribünen. Franck Perera (FRA) im GRT Lamborghini und Esteban Muth (BEL) im Walkenhorst BMW konnten wegen zu starker Beschädigungen am Sonntag nicht an den Start gehen.

In der Team-Wertung führt zur Saison-Halbzeit Schubert Motorsport mit 111 Punkten vor dem Grasser Racing Team mit 87 Zählern und ABT Audi mit 81 Punkten. Bei den Herstellern hat Audi mit 240 Punkten die Nase vorn, auf den Plätzen zwei und drei folgen Mercedes-AMG (180) und BMW (159).

Fahrer, Teams und Hersteller haben jetzt eine kurze Verschnaufpause, bevor die DTM 2022 in die richtig heiße Phase startet: Vom 26. bis 28. August geht’s am Nürburgring powered by Mercedes-AMG zur Sache, danach gibt es im Zwei-Wochen-Rhythmus Rennen in Spa-Francorchamps, am Red Bull Ring und auf dem Hockenheimring.


Ferrari-Pilot Fraga holt Pole für`s Sonntagsrennen am Norisring

Felipe Fraga Ferrari #74
Foto: Jens Hawrda

Felipe Fraga startet am Sonntag bei der DTM Norisring powered by BMW M von der Pole Position. Der Pilot von Red Bull AF Corse setzte mit einer Zeit von 48.717 Sekunden die schnellste Zeit aller 25 Starter. Zweiter wurde Bortolotti, von Rang drei geht Wittmann ins Rennen. Start ist um 13.30 Uhr, das Rennen gibt's im Live-Stream auf DTM-Raster zu sehen. Franck Perera und Esteban Muth fallen aufgrund zu starker Beschädigungen aus dem Samstagsrennen am Sonntag aus.

Quelle: dtm.com

Samstag, 2. Juli 2022

BMW-Pilot Theo Oeverhaus gewinnt spektakuläres Samstagsrennen der DTM Trophy auf dem Norisring

  • Von Startplatz 14 ins Rennen: 17-Jähriger holt seinen zweiten Sieg in der Talentschmiede
  • Tim Heinemann mit Platz zwei wieder alleiniger Tabellenführer
  • Viel Spektakel und vier Safety-Car-Phasen auf dem Stadtkurs von Nürnberg

T.Heinemann, T. Oeverhaus, T Vivacqua (v.l.)
Foto: dtm.com

Zahlreiche Rad-an-Rad-Duelle, vier Safety-Car-Phasen und viel Drama: Die DTM Trophy lieferte auf dem Norisring in Nürnberg ein spektakuläres erstes Rennen ab. Der Sieg ging an BMW-Pilot Theo Oeverhaus (Walkenhorst Motorsport). Der erst 17-jährige Deutsche war lediglich vom 14. Startplatz ins Rennen gegangen, kämpfte sich jedoch über die Distanz von 30 Runden bis ganz nach vorne vor. Zweiter wurde Tim Heinemann in der Toyota Supra von Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing. Der DTM-Trophy-Champion von 2020 übernahm damit wieder die alleinige Gesamtführung in der Talentschmiede auf der professionellen DTM-Plattform. Audi-Pilot Thiago Vivacqua (Heide-Motorsport) aus Brasilien komplettierte als Dritter das Siegerpodium.

Größter Pechvogel des Rennens war Porsche-Fahrer Daniel Gregor (KÜS Team Bernhard), der von Platz zwei aus ins Rennen ging und am Start sogar die Führung eroberte. Der Deutsche hielt sich über weite Strecken in der Spitzengruppe auf und überquerte als Dritter die Ziellinie. Am Ende reichte es aufgrund einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe für das Verursachen eines Unfalls nur zu Rang zehn. Gregor verlor seine Führung beim Restart nach der ersten Safety-Car-Phase im neunten Umlauf. Bei dieser Gelegenheit zog Heinemann an ihm in der ersten Kurve vorbei. Hinter der Spitze kam es jedoch zu einem Unfall, der erneut das Safety-Car auf die Strecke rief. Als das Rennen in Runde 14 erneut freigegeben wurde, hatte sich Oeverhaus bereits bis auf den zweiten Rang nach vorne gearbeitet.

Der von Gregor ausgelöste Unfall sorgte für die nächste Neutralisierung des Rennens. Nun war Oeverhaus zur Stelle: Der BMW-Pilot schnappte sich beim Neustart in Runde 23 die Führung von Heinemann und war damit endgültig auf Siegkurs. Der Toyota-Fahrer musste sich hingegen zunächst nach hinten orientieren, denn Vivacqua übte enormen Druck aus. Diesem Druck hielt Heinemann allerdings stand. Vivacqua ließ sich in dieser Situation aus dem Konzept bringen, was Gregor ausnutzte und den Brasilianer für Position drei überholte. Nach einem weiteren Unfall endete das Rennen schließlich hinter dem Safety-Car. Somit überquerte Oeverhaus die Ziellinie als Sieger vor Heinemann, Vivacqua übernahm Rang drei.

Die beiden Project-1-BMW von Colin Caresani (NLD) und Louis Henkefend (GER) landeten auf den Plätzen vier und fünf, gefolgt vom deutschen Aston-Martin-Fahrer Nick Hancke (Speed Monkeys) und von BMW-Pilot Moritz Löhner (GER, FK Performance Motorsport). Sophie Hofmann (GER), die einzige Dame im Feld, ging nach einer Strafe vom 17. Startplatz aus ins Rennen und arbeitete sich bis auf den achten Rang nach vorne. Damit sammelte sie mit ihrem Heide Audi ihre ersten Punkte in dieser Saison.

 

Porsche Doppelsieg am Samstag

Preining gewinnt actiongeladenes DTM-Rennen am Norisring

  • Österreicher holt den ersten Sieg für KÜS Team Bernhard und Porsche in der DTM
  • Doppeltriumph für Porsche: Platz zwei für SSR Performance-Pilot Olsen
  • Sheldon van der Linde verteidigt Gesamtführung vor Bortolotti, Rast neuer Dritter

Thomas Preining holt ersten DTM-Sieg für Porsche
Foto: Jens Hawrda

Thomas Preining hat das Samstagsrennen der DTM am Norisring powered by BMW M gewonnen. Der Österreicher holte damit den ersten Sieg für KÜS Team Bernhard und den ersten Sieg für Porsche überhaupt in der DTM. Preining triumphierte vor Dennis Olsen im SSR Performance Porsche, der den Doppelsieg für die Zuffenhausener perfekt machte. René Rast im ABT Audi komplettierte als Dritter das Podium. Preining fuhr auch die schnellste Rennrunde und holte sich den Extrapunkt für den Autohero Fastest Lap Award.

Der 23-Jährige war im Ziel überglücklich: „Ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich fühle. Wir mussten uns das die ganze Saison über verdienen, dieser Sieg ist eine große Erleichterung.“ Routinier Rast freute sich: „Heute war der Schlüssel, irgendwie im Rennen zu bleiben. Ich hatte beinahe das gesamte Rennen über einen schleichenden Reifenschaden, ich bin sehr glücklich mit dem Podium. Die Fans haben sehr viel Action gesehen heute, dafür sind sie gekommen.“ Der zweitplatzierte Norweger Olsen war ebenfalls hoch zufrieden: „Es ist alles sehr eng in der DTM. Hier ein Podest zu holen, ist super für mich als Rookie.“

27 Boliden gingen bei strahlendem Sommerwetter auf dem engen Stadtkurs in Nürnberg an den Start, boten den zahlreichen Fans an der Strecke jede Menge Action und harten Kontaktsport. Bereits direkt nach dem Start kam es in Kurve 1 zu Berührungen, am Ende mussten gleich sieben Fahrer ihre Wagen abstellen, unter ihnen auch der Gesamtführende Sheldon van der Linde (RSA/Schubert BMW) und Lokalmatador Marco Wittmann (GER/Walkenhorst BMW). Der Franke zeigte sich natürlich enttäuscht: „Es ist sehr schade für uns, beim Heimspiel vor unseren Fans auszuscheiden.“

Auch danach ging es auf dem engen Kurs ohne Auslaufzonen mächtig zur Sache, nach mehreren Zwischenfällen rückte das Safety Car insgesamt dreimal aus, dazu kam eine Full-Course-Yellow-Phase. Elf Autos erreichten am Ende des actiongeladenen Rennens das Ziel.

In der Gesamtwertung führt nach sieben von 16 Saisonrennen weiterhin Sheldon van der Linde mit 80 Punkten vor Mirko Bortolotti (ITA/GRT Lamborghini) mit 68 Zählern. Neuer Dritter ist jetzt DTM-Rückkehrer Rast mit 64 Punkten, die Top 5 werden komplettiert von Nico Müller (SUI/Rosberg Audi) und Lucas Auer (AUT/WINWARD Mercedes-AMG).

Kelvin van der Linde holt Pole für das Samstagsrennen am Norisring

Kelvin van der Linde holt die Pole fürs heutige Rennen am Norisring
Foto: Jens Hawrda

Premiere auf dem Norisring: Erstmals wurde das DTM-Zeittraining in zwei Gruppen ausgetragen, um für alle Fahrer trotz des Rekord-Starterfeldes eine möglichst freie Runde zu ermöglichen. Schnellster am Samstagmorgen war der Südafrikaner Kelvin van der Linde im ABT Audi. Seine Zeit von 49,236 Sekunden in der zweiten Gruppe war die Bestzeit auf dem Stadtkurs, so dass van der Linde erstmals in dieser Saison und zum sechsten Mal in seiner DTM-Karriere von der Pole-Position starten wird. Neben ihm in der ersten Startreihe: Der Österreicher Thomas Preining im Porsche des KÜS Team Bernhard, der in der ersten Gruppe die schnellste Zeit herausgefahren hatte, die allerdings 0,016 Sekunden langsamer als van der Lindes Zeit war.

"Mir ist eine enorme Last von den Schultern gefallen", sagte van der Linde nach dem Zeittraining, das nach dem Regen am Freitag bei sommerlich-sonnigen Bedingungen ausgetragen wurde. "Die erste Pole des Jahres, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns."

Im ersten Durchgang wechselten sich Preining und René Rast im ABT Audi an der Spitze der Rangliste ab, wobei Preining sich mit seiner Zeit von 49,252 Sekunden gegen den dreimaligen DTM-Champion durchsetze. In der Schlussphase rutschte Rast sogar auf Rang drei in seiner Gruppe, denn mit einer gekonnten Attacke fuhr Neueinsteiger Franck Perera im GRT-Lamborghini in letzter Sekunde auf Rang zwei. Hinter Rast beendete Arjun Maini (IND, HRT Mercedes-AMG) das Zeittraining als Vierter seiner Gruppe, vor Nico Müller (SUI, Rosberg Audi) und Felipe Fraga (BRA, Red Bull AF Corse Ferrari).

In der zweiten Gruppe legte Kelvin van der Linde schon bald das Tempo vor, während auch Dennis Olsen (NOR, SSR Porsche), Lucas Auer (AUT, WINWARD Mercedes-AMG) und Ayhancan Güven (TUR, AlphaTauri AF Corse Ferrari) zeitweise die Führung innehatten. Letztendlich brachte es van der Linde auf eine Zeit von 49,236 Sekunden und sicherte sich damit die Pole-Position. Hinter ihm folgten Güven, Auer, Mirko Bortolotti (ITA, GRT Lamborghini), Ricardo Feller (SUI, ABT Audi) und Olsen auf den Positionen zwei bis sechs in der Gruppe. Damit stehen sie in der Startaufstellung in einer Reihe hinter van der Linde auf den ungeraden Plätzen. Hinter Preining auf Startplatz zwei stellen sich die Fahrer aus der ersten Qualigruppe auf den geraden Startplätzen auf.

Quelle: dtm.com