Dienstag, 28. Juni 2022

Heißes Spitzenreiter-Duell am Norisring in der DTM Trophy

 Caresani und Heinemann in der Talentschmiede DTM Trophy punktgleich

  •     Seriennahe GT-Sportwagen so schnell wie 1993 Nicola Larini im Alfa Romeo 155
  •     Caresani: „Aufgeschlossen, präzise und respektvoll mit den Grenzen des Norisring umgehen“
  •     DTM Trophy live im Stream via grid.dtm.com und zeitversetzt im Fernsehen auf ServusTV

Foto Jens Hawrda
 

Zwei Fahrer punktgleich an der Tabellenspitze belegt einmal mehr, wie heiß und hartumkämpft die DTM Trophy ist. Und dass die Youngster – schon mit 16 Jahren darf man in der Talentschmiede auf der DTM-Plattform starten – mit 53-Sekunden-Runden auf dem 2,3 Kilometer langen Norisring genau so schnell sind wie der 1993er DTM-Champion Nicola Larini bei seinem damaligen Doppelsieg im Klasse-1-Alfa Romeo 155 V6 TI, unterstreicht die Herausforderung und das Potenzial der seriennahen GT-Sportwagen. Vor den Saisonrennen fünf und sechs beim DTM Norisring powered by BMW M4 auf dem traditionsreichen Stadtkurs von Nürnberg liegen Imola-Doppelsieger Colin Caresani und Lausitzring-Doppelsieger Tim Heinemann punktgleich an der Spitze der Fahrerwertung in der DTM Trophy.

„Um auf dem Norisring erfolgreich zu sein, muss man aufgeschlossen, präzise und respektvoll mit den Grenzen der Strecke umgehen“, weiß Rookie Caresani, worauf es in der Franken-Metropole ankommt. Der Niederländer hat im Oktober 2021 im BMW M2 Cup, der auch dieses Mal wieder am Norisring am Start ist, erste Erfahrungen sammeln können und wurde direkt zweimal Vierter. „Der Norisring ist völlig anders als jede andere Strecke, man wird nie bremsen oder sich so positionieren, wie man es normalerweise tun würde. Die Bodenwellen verändern alles. Und wenn du die Grenzen überschreitest, bist du erledigt.“

Damit hat Caresani, der einen BMW M4 aus dem Team Project 1 steuert, einen Vorteil gegenüber Tim Heinemann in der Toyota Supra (Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring-Racing). Der 24-Jährige aus Fichtenberg wurde zwar im Premierenjahr 2020 Champion der DTM Trophy und war auch 2021 bei einigen Rennen am Start, fuhr aber noch nie auf dem Norisring. „Der Norisring hat einfach eine tolle Historie. Leider war ich noch nie vor Ort und konnte es bisher immer nur vom Fernseher aus verfolgen, aber selbst dort war die Atmosphäre immer besonders.“ Heinemann ist sich sicher: „Es wird sicherlich hart und eng zur Sache gehen.“

Hinter Caresani und Heinemann mit jeweils 69 Punkten ist der 17-jährige Theo Oeverhaus (GER, Walkenhorst BMW) mit 42 Zählern Dritter, gefolgt von sechs Neueinsteigern, angeführt von Jacob Riegel (GER, 40), der zuletzt in Imola im Speed Monkeys Aston Martin zweimal als Zweiter glänzte.

Aston Martin, Audi, BMW, Mercedes-AMG, Porsche und Toyota – sechs Hersteller sorgen für einen bunten Markenmix in der DTM Trophy. Die Leistungsstärke und die Geschwindigkeit der Rennwagen ist beeindruckend. So erzielten 2021 drei der Piloten in unterschiedlichen Sessions im Rahmen des Final-Wochenendes am Norisring 53er Rundenzeiten. Wie schnell damit die Rennwagen aus der DTM Trophy sind, verdeutlicht ein Vergleich mit 1993: Damals fuhr der Italiener Nicola Larini im über 500 PS starken Alfa Romeo 155 V6 mit Allrad-Antrieb bei seinem DTM-Doppelsieg ebenfalls 53er Zeiten. Die 50er „Schallmauer“ durchbrach die DTM erstmals 1996 (Uwe Alzen, Opel Calibra V6).

„Dieser Vergleich zeigt, welche Leistungen unsere jungen Fahrer heutzutage in der DTM Trophy abliefern und welches Niveau die seriennahen GT-Sportwagen haben. Die DTM Trophy ist eine perfekte Vorbereitung für den Aufstieg in die DTM“, erklärt Ex-DTM-Champion Martin Tomzcyk, der als DTM Representative Brand & Sport der DTM-Organisation ITR auch für das Serienmanagement der DTM Trophy verantwortlich ist.

Aufgrund einer anderen Rennveranstaltung des Fahrers Alexandre Papadopulos (USA) wird das belgische Selleslagh Racing Team (SRT) an den beiden Rennen am Norisring nicht teilnehmen.

GERT56: Finsterbusch feiert in Most zweites Saisonpodest, Puffe solide in den Punkten

Toni Finsterbusch hat bei der dritten Saisonstation der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) sein zweites Saisonpodest gefeiert und einen fünften Rang geholt. Teamkollege Julian Puffe sah das Ziel als Achter und Sechster.


Julian Puffe
Foto: Jens Hawrda

Starkes Wochenende für GERT56 beim Distanz-mäßigen Heimrennen in Most in der Tschechischen Republik: Toni Finsterbusch holte im ersten Rennen der IDM Superbike mit seiner BMW M 1000 RR den fünften Rang, startete damit als Zweiter aus Reihe eins in den zweiten Lauf – und sah das Ziel dort als Zweiter. Teamkollege Julian Puffe konnte nach einem Fehler im Qualifying in den Rennen als Achter und Sechster noch wichtige Punkte sammeln.

Finsterbusch sah sich im ersten Lauf gleich in der Verfolgergruppe mit Vladimir Leonov, Jan Mohr und Leon Haslam kämpfen. Zunächst studierte er seine Gegner, doch dann machte „FiBu“ zu Rennhalbzeit kurzen Prozess und schnappte sich in wenigen Kurven alle drei Gegner. Kurzzeitig setzte sich Finsterbusch auf dem vierten Rang liegend etwas von den Verfolgern ab, doch auf die letzten beiden Runden hatte Ex-WorldSBK-Laufsieger Haslam wieder aufgeschlossen. Am Ende musste sich Finsterbusch mit dem fünften Rang und einer Zehntelsekunde Rückstand auf Haslam geschlagen geben, dafür hielt er aber Mohr um 0,062 Sekunden hinter sich.

Im zweiten Rennen setzte Finsterbusch seinen Plan in die Tat um: Er erwischte einen guten Start, erkämpfte sich die Spitze und verteidigte die Führung bis über die Rennhalbzeit hinaus. Als dann „die Messlatte“ Markus Reiterberger vorbei kam, versuchte Finsterbusch am dreifachen Champion dran zu bleiben – wollte dann aber nichts riskieren und brachte den zweiten Platz ins Ziel. Übrigens vor dem ehemaligen Superbike-Vize-Weltmeister Leon Haslam, der in Most seinen ersten IDM-Einsatz fuhr.

Puffe hatte im Qualifying Pech und war mit dem frischen, weichen Reifen am Schluss der Session so raus gefahren, dass er um eine Sekunde seine fliegende Runde nicht mehr schaffte. Damit hatte er sich als Ausgangslage für den Sonntag den zehnten Startplatz geschaffen. Trotzdem zeigte er in beiden Rennen Kampfgeist und eroberte noch die Ränge acht und sechs. Beide Male hatte er harte Konkurrenz und wurde in ständige Zweikämpfe verstrickt.

In der Gesamtwertung liegt Toni Finsterbusch auf dem dritten Rang, nur einen Punkt hinter Florian Alt. Julian Puffe ist mit 59 Punkten auf dem Konto Fünfter.

Im ProSuperstock-Cup konnte Jan Schmidt im Regen die Pole-Position einfahren, allerdings musste er am Start zu Lauf eins einen herben Rückschlag einstecken: Er wurde in der ersten Kurve abgeräumt und konnte nach dem resultierenden Abbruch nicht am Re-Start teilnehmen. Im zweiten Rennen rettete er die Punkte für Rang zwölf.

Am Montagmittag unterzog sich Schmidt einer weiteren Kontrolle im Krankenhaus, wobei der Bruch der siebten Rippe diagnostiziert wurde. Ein Genesungsplan steht noch aus.

Teamkollege Rico „Rixi“ Löwe holte die Plätze neun und sechs und konnte damit auch wieder ordentlich Punkte für die Meisterschaft sammeln. Pech hatte er mit einer Strafe im zweiten Rennen, als er für einen Frühstart eine Double-Long-Lap-Penalty bekam, diese aber nicht antreten konnte und das Vergehen somit mit sechs Sekunden Zeitstrafe belegt wurde. Dadurch verlor der Glashütter noch einen Platz.

Schmidt hat 47 Punkte auf dem Konto und ist Siebter, Löwe hält auf dem neunten Gesamtrang und ist Neunter.

Stimmen zum Rennwochenende in Most:

Toni Finsterbusch:
Nach Rennen eins wusste ich ja die Gegner um mich herum noch besser einzuordnen und hatte einen genauen Plan für das zweite Rennen. Mein Start war – ja – die Reaktion war gut, aber dann hatte ich einen riesigen Wheelie drin. Ich habe trotzdem versucht, mich nach vorn zu schieben, was mir auch gelungen ist. Ich bin dann meinen Stiefel gefahren, bis der Reiti [Markus Reiterberger] kam. Da habe ich gedacht: Versuch mal dran zu bleiben. Aber da war ich zwei, drei Runden komplett am Limit gefahren und musste dann abreißen lassen. Ich bin dann meinen Rhythmus weiter gefahren. Platz zwei ist jetzt einfach nur geil! Das Team hat wieder super gearbeitet und meine BMW M 1000 RR hat perfekt funktioniert. Auf Schleiz freue ich mich, auch wenn das nicht zu meinen Lieblingsstrecken zählt – aber es soll halt einfach jeder hin kommen, weil es ist einzigartig!

Julian Puffe:
Wir haben insgesamt viel rum probiert und Daten sammeln können, weil wir auch in den freien Trainings Longruns gefahren sind. Wir haben viel hin und her gebaut und schlussendlich eine richtig gute Richtung gefunden. Im ersten Rennen hatte ich noch etwas Probleme auf der Bremse, im zweiten Rennen haben wir noch einen richtig guten Schritt machen können. Dann konnte ich auf der Bremse auch richtig angreifen und ich hatte einige harte Manöver zu fahren. Die Plätze sechs und acht sind jetzt erst Mal okay, denn das Motorrad hat sich bedeutend besser angefühlt, als noch in Oschersleben. Wir haben eine gute Richtung eingeschlagen und müssten jetzt nur vorn noch etwas finden, damit ich etwas mehr Last drauf geben kann. Wenn wir das hinbekommen, stehen wir beim nächsten Rennen richtig gut da. Vielen Dank an mein ganzes Team, die richtig viel und gut gearbeitet haben dieses Wochenende! Herzlichen Glückwunsch auch an meinen Teamkollegen Toni Finsterbusch für den Podestplatz im zweiten Rennen. Wir sehen uns nächsten Monat in meinem Wohnzimmer in Schleiz!

Jan Schmidt:
Näher könnten Sieg und Niederlage nicht beieinander liegen. Am Samstag konnte ich mir die Pole-Position sichern und bin im Regen die Bestzeit gefahren. Ich hatte mir daher für beide Rennen einiges ausgerechnet. Den ersten Start habe ich verhauen und habe einige Plätze verloren und in der ersten Schikane habe ich dann auch auf einmal einen Schlag gespürt, bin im gleichen Moment übers Motorrad geflogen und habe dann einfach nur versucht, zu atmen. Ich lag am Boden und habe einfach nur nach Luft gerungen – ich habe gedacht, ich ersticke. Ich wusste gar nicht, was passiert war, aber ich wollte einfach nur atmen. Aber das war auch ein Freund von mir, mit dem ich schon einiges durch habe – und ich weiß, dass das passieren kann. Ich hatte dann aber sehr starke Schmerzen im Rippenbereich. Im zweiten Rennen war der Start besser, ich konnte mich gut halten, aber die Pole-Position ist in Most gar nicht so gut, denn es kamen innen wieder zwei rein, die mir die Tür zu gemacht haben. Da war ich wieder Fünfter und konnte mich drei Runden gut halten, aber dann bekam ich wieder ein Stechen in den Seiten und mir ging auch der Arm zu. Ich habe total verkrampft und bin von Runde zu Runde langsamer geworden und wollte nur ins Ziel kommen und nicht wieder stürzen. Insgesamt hatte das Wochenende gut angefangen, aber dann ist es halt schlecht zu Ende gegangen. Positiv: Wir wissen, was wir können und werden genau das zu den nächsten Rennen mitnehmen. Leider hat der Check am Montagmittag ergeben: Meine siebte Rippe ist gebrochen. Ich hoffe trotzdem, dass ich in Schleiz wieder dabei und am Start bin!

Rico Löwe:
Wieder zwei Mal in den TopTen – damit können wir zufrieden sein, denn hier sind mittlerweile einige, sehr junge, fixe Fahrer dabei. Es geht so verdammt eng zu, was sich auch da dran zeigt, dass mir in der Gesamtwertung als jetzt Neunter nur zwanzig Punkte auf die Top-Fünf fehlen – und das mit einem Doppelnuller beim Auftakt. Hier war es halt Pech mit meinem Frühstart und der Strafe – aber auch das kann passieren. Ich denke, dass wir in den kommenden Rennen an der Tabelle noch mal gehörig etwas korrigieren können. Meine BMW S 1000 RR hat auf jeden Fall perfekt funktioniert und ich bin zufrieden.

Karsten Wolf:
Toni ist derzeit absolut in Hochform und in der Lage, unser Paket bestmöglich auszunutzen. Er ist auf der Bremse eine geile Sau, das hat er heute wieder gezeigt. Wir sind zufrieden, dass wir ihm so ein Paket hinstellen können. Auch Julian hat eine Top-Leistung gezeigt und für die Meisterschaft genau die wichtigen Punkte mitgenommen. Jetzt geht es nach Schleiz ins Puffe-Town. Wir hoffen, dass viele Zuschauer kommen und dass wir dann wieder ein solches GERT56-Feuerwerk abfackeln können. In der Superstock hatten wir Höhen und Tiefen. Jan Schmidt hat sich unter schwierigsten Bedingungen mit viel Mut die Pole-Position gesichert – wurde aber im ersten Rennen beim Start in der Schikane abgeräumt und konnte beim Neustart schon nicht mehr mitfahren. Unter Schmerzen hat er sich durch das zweite Rennen gequält und Kampfgeist und Ehrgeiz gezeigt und wenigstens vier Punkte mitgenommen. Rico „Rixi“ Löwe ist Neunter und Sechster geworden und hat wieder fleißig gepunktet – er ist halt einfach eine Bank.

Montag, 27. Juni 2022

IDM Most: Starker Doppelsieg von Markus Reiterberger

Team BCC-alpha-Van Zon-BMW zufrieden mit dem Rennwochenende in Most

Mit dem Doppelsieg in Most festigt Markus Reiterberger seine Tabellenführung 
Foto: Jens Hawrda

Ein Wiedersehen mit dem Team BCC-alpha-Van Zon-BMW und der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM gab es am vergangenen Wochenende im Autodrom Most. Auf der tschechischen Rennstrecke wurden zum dritten Mal in der Saison 2022 Punkte in der IDM Superbike vergeben. Mit am Start wieder das Quartett des deutsche-belgischen Teams von Andy Gerlich und Werner Daemen mit ihre Piloten Markus Reiterberger (D), Jan Mohr (A), Pepijn Bijsterbosch (NL) und Kamil Krzemien (PL).

Markus Reiterberger hatte erst vor 14 Tagen für den Hersteller BMW beim 24-Stunden-Rennen von Spa im Rahmen der Langstrecken-Weltmeisterschaft den Sieg nach Hause gefahren und kam mit einem Vorsprung von 49 Punkten auch als Führender der IDM Superbike nach Most gereist. Im Training zum IDM-Lauf ließ sich Reiterberger nicht lumpen und lieferte sowohl bei den Freien Trainings am Freitag als auch nach den beiden Qualifyings, das erste noch im Nassen, die Bestzeit ab. In seiner letzten gezeiteten Runde am Samstag durchbrach Reiterberger die 1.33er-Minuten-Schallmauer und überzeugte mit einer Zeit von 1:32,957 min.

Den möglichen Start-Ziel-Sieg in Lauf 1 vermasselte sich Reiterberger durch einen Verbremser in der ersten Schikane selbst. Doch die Lücke zum dadurch durchgeschlüpften WM-Piloten Leandro Mercado hatte Reiterberger rasch wieder geschlossen, zwängte sich gekonnt am Argentinier vorbei zurück auf die Spitzenposition und ließ keine Zweifel mehr aufkommen, wer in Most der Herr im Haus ist. «Ich bin erleichtert», verriet er anschließend, «denn ich war mir nicht sicher wegen der Reifenwahl. Im letzten Moment hatte ich mich für den SC 0 entschieden, weil ich wusste, dass der hält. Ich habe dann gesehen, dass ich eine richtig gute Pace habe und konnte so meinen Vorsprung ausbauen. Wir waren vorher keine Renndistanz hier gefahren, aber die BMW lief perfekt, genauso wie man’s braucht.»

Lauf 2 ging wie gewohnt in der umgekehrten Reihung los, was für Reiterberger den neunten Startplatz bedeutete. Auch wenn es einige Runde dauerte, bis er sich vorgekämpft hatte und vor allem BMW-Kollege Toni Finsterbusch erbitterten Widerstand leistete, setzte sich Reiterberger durch und holte sich Tagessieg Nummer 2. «Ich hatte auf den Geraden ein wenig das Nachsehen, konnte aber in den Kurven gut überholen», erklärt er. «Wir hatten uns für den weicheren Reifen entschieden, der noch besser funktioniert hat. Ich bin dankbar, dass ich so ein tolles Motorrad und so ein tolles Team haben darf. Jetzt kommen die Rennen in Schleiz, da freu ich mich, das wird noch viel brutaler.»

Jan Mohr hatte die freie IDM-Zeit genutzt und im Vorfeld bereits seine Testrunden in Most gedreht. Sein Einsatz machte sich dann auch in den Trainings bezahlt. Der Österreicher eröffnete mit seiner Zeit von 1:34,204 min. die zweite Startreihe. Im Freien Training hatten er und seine Mannschaft noch mit der Technik zu kämpfen, aber nach dem Tausch des Killswitch, zu deutsch Zündunterbrecher, lief die BMW den Rest des Wochenendes einwandfrei und bescherte Mohr in den beiden Rennen die Plätze 6 und 5.

«Im ersten Rennen habe ich mir Leon Haslam und Vladimir Leonov geschnappt», berichtet Mohr, der sich in der Verfolgergruppe auch nicht von großen Namen und ehemaligen Superbike-Vize-Weltmeistern aus der Ruhe bringen ließ. «Vor allem der Fight mit Haslam war cool. Ich war zum Schluss megaknapp dran, aber dann war leider das Rennen zu Ende.» Freuen durfte sich Mohr dann dank des Reverse-Grid im zweiten Rennen über seinen Startplatz in der ersten Startreihe. Doch die Freude währte nicht lange und der Plan, sich mit einem Raketenstart an die Spitze zu setzen, ging nicht auf. «Denn mein Start war die größte Katastrophe», lautet Mohrs Statement. «Es nervt mich ehrlich gesagt, dass ich das immer mal wieder verkacke. Wir haben schon viel versucht. In Most habe ich dann die Einstellung von Markus Reiterberger übernommen. Beim ersten Rennen war es okay und in Rennen 2 wollte ich einen raushauen. Denn meine Pace war der Hammer, aber das mit dem Raushauen hat dann leider nicht geklappt. Ich konnte mich nach dem miesen Start aber schnell wieder vorarbeiten. Es waren coole Fights und der fünfte Platz geht okay. Aber vom Speed her, wäre auch ein Podestplatz möglich gewesen.»

Pepijn Bijsterbosch reiste aus den Niederlanden nach Most. Nach Startplatz 13 am Samstag hatte der BMW-Pilot für den Sonntag noch einiges an Denksport-Aufgaben für die Rennen am Sonntag auf dem Zettel. «Nach einer nassen ersten Qualifikation war es während des zweiten Zeittrainings zum Glück trocken. Doch es war ganz schön hart. Ich konnte meine Zeit zwar verbessern, dennoch konnte ich für mein Gefühl noch nicht alles rausholen. Ausserdem wird ganz schön schnell gefahren an der Spitze.»

Erschwerend kam für den Niederländer dazu, dass er sich das ganze Wochenende mit einer heftigen Erkältung abplagen musste, die vor allem die Rennen bei 30 Grad Luft- und über 40 Grad Asphalttemperaturen schon für gesunde Piloten eine körperliche Herausforderung darstellten. «Beide Rennen waren schwer», so Bijsterbosch nach den Plätzen 10 und 13. «Ich hatte das ganze Wochenende nicht die nötige Energie. Im zweiten Rennen habe ich die Pace etwas rausgenommen, um über die Distanz zu kommen. Am Ende war ich am zehnten Platz dran, aber nach einem Block-Pass wurde ich nach außen gedrängt und zwei Kollegen schlüpften durch. Mit meinen Kräften war ich am Ende.»

Kamil Krzemien kam mit viel Vorfreude nach Most gereist. «Ich kann es kaum erwarten», erklärte der Pole vor den ersten Trainings in Richtung seiner BMW, «wieder auf mein Biest zu steigen.» Nach einem erfolgreichen Freitag musste sich der Nachwuchspilot nach dem Qualifying mit Startplatz 18 begnügen. «Die Session war ganz schön intensiv und mit einigen Änderungen, die wir vorgenommen haben. Ich konnte meinen Rhythmus und meinen Speed nicht finden, aber wir überprüfen auch das Motorrad und den Motor, denn uns fehlt es etwas an Leistung. Wie immer in dieser Saison werde ich mich auf den Rennsonntag konzentrieren und mein Bestes geben.»

Wie auch bei den vergangenen IDM-Wochenenden hielt das polnische Nachwuchstalent sein Versprechen und packte bei den Rennen jeweils noch eine Schippe drauf und ergatterte in den Rennen einen 13. und einen 11. Platz, womit er sich in der Gesamtwertung weiter in den Top Ten tummelt. «Es war ein ganz schön forderndes Wochenende», fasst Krzemien die Geschehnisse zusammen, denn die WM-Gaststarter hatten die Messlatte bei den Rundenzeiten weiter nach oben geschraubt und bei 30 Grad zollten auch Mensch und Maschine den äußeren Umständen Tribut. «Mein Bike ist in der Gruppe, in der ich gekämpft habe, leider ein wenig warm geworden», schildert der Pole seinen Sonntag. «Dadurch hatte ich dann nicht die beste Beschleunigung und konnte auch sonst nicht meine bevorzugte Linie fahren.»

«Das Level war an diesem Wochenende wirklich hoch», fügt er noch an, «und es lief nicht ganz so wie erwartet. Enttäuscht bin ich aber nur ein klein bisschen. Es waren einfach zuviele Kämpfe in der Gruppe, alleine wäre ich bessere Rundenzeiten gefahren. Doch zu überholen war heute echt hart.»

Vom 22. bis 24. Juli 2022 geht es weiter im Takt der IDM und für viele, allen voran IDM-Leader Markus Reiterberger, steht mit den Rennen auf dem Schleizer Dreieck das Highlight der Saison an.

Rennen der Extraklasse im tschechischen Most und ein bärenstarker Markus Reiterberger

Volle Punktzahl für Markus Reiterberger in Most
Foto: Jens Hawrda

Die dritte Runde zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) im tschechischen Most strotzte vor Stars aus der Weltmeisterschaft. In der IDM Superbike, der IDM Supersport wie auch der Nachwuchsklasse Supersport 300 hatte sich Prominenz angemeldet. Zum einen, um sich auf die in vier Wochen auf dem gleichen Kurs ausgetragenen WM-Läufe vorzubereiten. Zum anderen, um sich mit der nationalen Elite zu messen. Diese ließ sich von den großen Namen allerdings nicht beeindrucken. Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) machte seiner Extra-Klasse in der IDM Superbike dabei alle Ehre.

IDM Superbike

Markus Reiterberger hat bereits drei Titel in der Königsklasse gewonnen, am vierten arbeitet er sehr effektiv. Zwei weitere Siege haben ihn seinem Ziel wieder näher gebracht. Die Konkurrenz war in Most erheblich angewachsen, doch er ließ Leandro Mercado (HRP Honda) sowie auch Leon Haslam (Kawasaki Weber-Motos Racing) hinter sich. Mercado ist aktuell in der Superbike-WM unter Vertrag, hat aber bis auf das Hockenheim-Finale die Honda CBR 1000 RR-R des verletzten Luca Grünwald übernommen. In Hockenheim ist er wegen der Terminüberschneidung mit der Superbike-WM nicht dabei. Bei Haslam handelt es sich um den Superbike-Vizeweltmeister von 2010, der aktuell um den Titel in der renommierten Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) kämpft und einen Abstecher auf die Kawasaki des verletzten IDM-Stammfahrers Bastien Mackels machte. Fakt aber ist: Auch der Brite ist einer Wiederholung nicht abgeneigt, denn der hohe Level in der IDM Superbike ist eine Herausforderung. 

An Markus Reiterberger kam letztlich keiner vorbei. Der 28-jährige Bayer siegte zwei Mal bravourös und hat bereits einen Vorsprung von 67 Meisterschaftspunkten auf den Gesamt-Zweiten Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing). Der Markenkollege kam im ersten Sonntagsrennen auch als Zweiter ins Ziel. Dritter wurde Leandro Mercado, der damit Honda von einer Durststrecke erlöste. Der letzte Podiumsplatz der Marke liegt drei Jahre zurück.

Im zweiten Lauf, den Reiterberger vor dem beflügelten BMW-Kollegen Toni Finsterbusch (GERT56) gewann, wurde Leon Haslam Dritter. Er wiederum bescherte Kawasaki den ersten Podiumsplatz in der laufenden Saison. 

IDM Supersport

In der IDM Supersport nahmen drei der vier angetretenen Gastfahrer aus der Supersport-Weltmeisterschaft jeweils in der gleichen Reihenfolge die Podiumsplätze nach den beiden Rennen ein: Raffaele de Rosa (Ducati), Glenn van Straalen  (Yamaha) und Patrick Hobelsberger (Yamaha). Letzterer ist der aufgestiegene IDM-Champion von 2021. 

In Most muss Max Enderlein den Gaststartern den Vortritt lassen
Foto: Jens Hawrda

Raffaele de Rosa sorgte mit seinem Motorrad für eine Premiere. Die Ducati Panigale V2 mit einem Hubraum von 955 Kubikzentimetern startete unter dem Konzept „Supersport Next Generation“, welches  in der WM gilt und seit 2022 auch in der IDM Einzug gehalten hat. Demnach können auch Motorräder wie die Ducati V2 oder auch Triumph mit diversen technischen Restriktionen mitfahren. Die volle Punktzahl im ersten Rennen ging jedoch an den permanent in der IDM eingeschriebenen Max Enderlein (M32 Racing), der sein Polster als Meisterschaftsführender damit noch mehr aufbesserte. Im zweiten Lauf war Thomas Gradinger (Eder Racing) der schnellste IDM-Fahrer. Für den Österreicher sprangen zum ersten Mal in der Saison die vollen 25 Meisterschaftszähler heraus. Gleichzeitig setzte der Yamaha-Fahrer der Siegesserie von Spitzenreiter Enderlein ein Ende. Der Sachse hatte alle fünf vorangegangenen Rennen gewonnen. 

IDM Supersport 300

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 entschieden wie schon vor fünf Wochen in Oschersleben zwei KTM-Fahrer die Rennen für sich. Walid Khan vom Team Freudenberg KTM-Paligo Racing gewann das erste Rennen und wiederholte damit seinen Most-Sieg vom Vorjahr. Teamkollege Leo Rammerstorfer gewann den zweiten Lauf in einem Fotofinish vor dem Ungarn Máté Számadó (Hungarian Racing Engineering Team). Damit sicherte sich der Österreicher nicht nur seinen ersten Sieg in der IDM, sondern auch weiterhin die Führung in der Gesamtwertung vor dem Titelfavoriten Marvin Siebdrath (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki). Mit dem Gaststarter Troy Alberto (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki)  war neben Lennox Lehmann (Freudenberg KTM-Paligo Racing) ein weiterer WM-Fahrer in der Nachwuchsklasse am Start. 

IDM Sidecar

Die Klasse IDM Sidecar wurde in Most von Tim Reeves und Kevin Rousseau (Bonovo Action Team/Adolf RS) dominiert. Der achtfache Weltmeister kam mit großem Vorsprung in beiden Rennen vor dem deutschen Gespann-Duo Josef Sattler und Luca Schmidt (Bonovo Action Team/Adolf RS) ins Ziel. Auch für Peter Kimeswenger und Ondřej Sedláček (MRSC Gunskirchen SRT#11/LCR Yamaha) war es ein erfolgreiches Wochenende. Sie konnten allen Attacken ihrer Gegner trotzen und standen nach beiden Läufen jeweils auf dem dritten Podiumsplatz.

Die IDM in Most bot den Besuchern ein Highlight nach dem anderem. Vier Cups im Rahmenprogramm rundeten das Wochenende ab. Im Austrian Junior Cup, dem Yamaha R3 bLU cRU Cup, dem Twin Cup sowie dem Pro Superstock Cup wird um den Aufstieg in höhere Prädikatsklassen gekämpft. 

Sonntag, 26. Juni 2022

Aitken/Balboa holen für Emil Frey Racing zweiten Sieg in Zandvoort

  • Optimale Ausbeute für das Schweizer Team auf dem niederländischen Dünenkurs
  • Erstes Podium für Thierry Vermeulen in der Deutschen GT-Meisterschaft
  • 14.500 Zuschauer sorgen beim dritten Tourstopp für den dritten Besucherrekord

Emil Frey Racing gewinnt das Sonntagsrennen in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport


Perfektes Wochenende für Emil Frey Racing in Zandvoort. Am Samstag feierte das Team nach der Pole-Position den ersten Erfolg in der Deutschen GT-Meisterschaft mit Mick Wishofer (22/A) und Konsta Lappalainen (20/FIN). Exakt dieses Ergebnis erzielten Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (31/E) am Sonntag. Die Trainingsschnellsten kontrollierten mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 das Geschehen auf dem Dünenkurs und landeten einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. „Das war ein Mega-Erfolg und ein ganz tolles Wochenende für unser Team Emil Frey Racing. Gestern gewonnen, heute wieder ganz oben auf dem Podium, mehr kann man nicht erreichen“, sagte der Ex-Formel-1-Pilot Jack Aitken, der mit 1:34,715 Minuten nicht nur die schnellste Runde fuhr, sondern auch einen neuen ADAC GT Masters-Rundenrekord in Zandvoort aufstellte. Lokalmatador Thierry Vermeulen (19/NL) hatte ebenfalls Grund zum Jubeln. Der Freund von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen feierte mit Car Collection Motorsport als Zweiter seinen ersten Podiumsplatz im ADAC GT Masters. Der zweifache Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi aus Brasilien überreichte den erfolgreichen Piloten die Siegerpokale. Auf dem niederländischen Dünenkurs wurde eine weitere Bestmarke aufgestellt: Mit 14.500 Zuschauern verzeichnete die Deutschen GT-Meisterschaft den dritten Besucherrekord in Folge.

Keyfacts, Circuit Zandvoort, Niederlande, Saisonrennen 6 von 14

Streckenlänge: 4,259 Meter

Wetter: 20 Grad, trocken, heiter bis wolkig

Pole-Position: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #63), 1:33,471 Min.

Sieger: Aitken/Balboa (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #63)

Schnellste Rennrunde: Jack Aitken (Emil Frey Racing, Lamborghini Huracán GT3 Evo #63), 1:34,715 Min.

Pole-Setter Jack Aitken machte beim Start am Sonntag da weiter, wo er im Zeittraining aufgehört hatte. Der Brite verteidigte seine Führung souverän und übergab den Lamborghini mit einem Vorsprung von 2,5 Sekunden an seinen Fahrerkollegen Albert Costa Balboa. Der Spanier fuhr das Rennen souverän nach Hause und wurde nach 38 Runden als Erster abgewunken. Dahinter wurde Thierry Vermeulen (19/NL), der den Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 33 von Mattia Drudi (23/I) übernommen hatte, Zweiter und feierte vor den heimischen Fans seinen bisher größten Erfolg in der Deutschen GT-Meisterschaft. Kurz vor Rennende wurde es dramatisch. Christian Engelhart (35/Starnberg) lag klar auf Platz drei, was die Führung in der Gesamtwertung bedeutet hätte, als sein Porsche 911 GT3 R #91 wenige Meter vor Schluss ausrollte. So wurde für ihn und Ayhancan Güven (24/TUR) aus dem sicher geglaubten Podiumsplatz ein achter Rang. Nutznießer waren Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 von Emil Frey Racing, die in letzter Minute als Dritter auf das Treppchen fuhren. Christopher Mies (32/Düsseldorf) und Tim Zimmermann (25/Langenargen) belegten im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der #1 Rang vier, was das bisher beste Saisonergebnis für das Fahrer-Duo von Montaplast by Land-Motorsport bedeutete. Mit großem Abstand folgte der beste Porsche 911 GT3 R mit Joel Sturm (20/Brühl) und Sven Müller (30/Bingen) von Allied-Racing auf Rang fünf.

Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein) beendeten den Sonntagslauf im Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 von Rutronik Racing als Sechste. Eine tolle Aufholjagd lieferte die Kombination Fabian Schiller (24/Troisdorf) und Jules Gounon (27/F), die mit ihrem Mercedes-AMG GT3 Evo #4 vom Drago Racing Team ZVO zehn Plätze gut machte und Rang sieben belegte. Auch Elias Seppänen (18/FIN) und Frank Bird (22/GB) vom Mann-Filter Team Landgraf zeigten einen tollen Kampf. Die Youngster wurden hinter Christian Engelhart und Ayhancan Güven Neunte und konnten dabei neun Plätze gut machen. Den letzten Top-Ten-Rang sicherten sich Simon Reicher (22/A) und Norbert Siedler (39/A) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #54 vom Eastalent Racing Team.

Albert Costa Balboa: „Es lief fantastisch. Wir haben schon die gesamte Saison gepusht und sind endlich belohnt worden. Jack hat mir das Fahrzeug mit einem Vorsprung übergeben, den ich bis ins Ziel halten konnte. Zum Schluss ließen die Reifen nach, doch da war ich auch schon im Ziel. Ich bin sehr glücklich.“

Jack Aitken: „Das Auto war sehr gut, ich konnte von Anfang an pushen. Albert hat dann einen guten Job gemacht und den Erfolg nach Hause gefahren. Dass ein zweiter Lamborghini von Emil Frey Racing noch Dritter wurde, macht den Erfolg perfekt.“

Jos Verstappen: „Ich habe Thierry Vermeulen in den vergangenen zwei Jahren viel gecoacht und er hat heute einen sehr guten Job gemacht. Ich bin sehr zufrieden. Wichtig ist, dass er als junger Pilot viel Erfahrungen sammelt. Wir sind in der genau richtigen Meisterschaft für ihn. Er hat ein gutes Auto, ein starkes Team und einen erfahrenen Teamkollegen.“

Das ADAC GT Masters geht jetzt in eine knapp sechswöchige Sommerpause. Nächster Saisonstopp ist vom 5. bis 7. August der Nürburgring. Alle 14 Rennen im ADAC GT Masters werden um 13 Uhr gestartet. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12.30 Uhr live. Auf RTL+, der führenden Streaming Plattform Deutschlands, kann die Rennaction live verfolgt oder anschließend in der Mediathek abgerufen werden. Die Qualifyings sind bei sport.de und adac.de/motorsport zu sehen.