Freitag, 17. Juni 2022

Hitze-Rennen in Imola: Warum die DTM-Stars auf die Klimaanlage verzichten

  •  Möglicher Leistungsverlust wiegt für Fahrer schwerer als Hitze am Steuer
  •  DTM Medical Delegate Dr. Fell: Klimaanlagen eine gute Investition in einen Podiumsplatz
  • Temperaturen im Cockpit von bis zu 70 Grad

Foto: Jens Hawrda


Stresstest für die DTM-Piloten: Temperaturen weit über 30 Grad sind für dieses Rennwochenende (17.-19. Juni) im italienischen Imola vorhergesagt. Daraus resultieren Asphalttemperaturen bis zu 50 Grad und vor allem bis zu 70 Grad im Cockpit. Eine Klimaanlage würde helfen, doch die meisten Fahrer verzichten freiwillig, obwohl fast alle Boliden entsprechend ausgestattet wären. „Unser neuer Audi hat eine Klimaanlage, doch weil die Leistung kostet, schalte ich die eher nicht ein“, sagt der dreimalige DTM-Champion René Rast (GER, Team ABT). Diese Wahl hat der Tabellenzweite Mirko Bortolotti (ITA, Grasser Racing) erst gar nicht. „Im Cockpit wird es verdammt heiß, aber das sind wir gewöhnt. Wir haben eh keine Klimaanlage im Lamborghini.“ Ferrari-Pilot Felipe Fraga (BRA, Red Bull AlphaTauri AF Corse) ist sich aber sicher: „Selbst wenn Mirko eine Aircondition hätte, würde er sie nicht nutzen.“ Einzig der Südafrikaner Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport), nach seinem Doppelsieg am Lausitzring als DTM-Punktbester nach Imola, überraschte mit seinem „coolen“ Plan: „Ich schalte meine Klimaanlage hundertprozentig ein! Unsere Klimaanlage im neuen M4 nimmt keine Leistung weg.“

 
Für Dr. Thomas Fell, Medical Delegate der DTM, sind Klimaanlagen grundsätzlich eine gute Investition für einen Podestplatz. „Die dabei eventuell verlorengehende Motorleistung kann der Fahrer innerhalb des rund einstündigen Rennens mit besserer physiologischer Leistung locker kompensieren.“ Der Mediziner verdeutlicht die möglichen Konsequenzen eines Hitzerennens: „Der Flüssigkeitsverlust ist dann extrem und muss konsequent ausgeglichen werden, um die perfekte Funktionseinheit der körperlichen Zellen sicher aufrecht zu erhalten. Bereits kleine Veränderungen können zum Beispiel zu einer verlängerten Reaktionszeit der Nerven oder einer früheren Ermüdung von beanspruchten Muskelgruppen führen.“
 
DTM-Piloten sind bereits im normalen Rennbetrieb einer größeren Hitzebelastung ausgesetzt, wozu auch die vom Reglement vorgeschriebene feuerfeste Unterwäsche und der mehrlagige, ebenfalls feuerfeste Rennanzug beitragen. Kommen dann so hohe Außentemperaturen hinzu, wie sie am kommenden Wochenende in Imola erwartet werden, wird vom Körper eine maximale Leistung abverlangt. „Die gesteigerten Herzfrequenzen sind für den Fahrer nicht wirklich neu. Die Fließeigenschaft des Blutes sollte sich aber nicht verändern. Je mehr geschwitzt wird, umso dickflüssiger wird das Blut. Das muss durch einen streng ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt verhindert werden“, erklärt Dr. Fell.
 
„In ihrem persönlichen Training sollten die Fahrer schon lange vorher daraufhin arbeiten, ihren Körper an diese Maximalbelastungen vor allem bei hohen Temperaturen zu gewöhnen“, so der Mediziner, der auch Training mit kompletter Ausrüstung in der Sauna als Möglichkeit in Betracht zieht. „Die Bedingungen von Hitzerennen, bei denen die Temperaturen im Cockpit im Extremfall auf 60 bis 70 Grad steigen können, lassen sich tatsächlich in der Sauna gut simulieren.“
 
Dr. Thomas Fell, bei allen DTM-Events für die medizinische Betreuung verantwortlich, empfiehlt den Rennfahrern, aber auch allen Mechanikern, die ebenfalls in feuerfesten Overalls Höchstleistungen bringen müssen, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden und vor allem viel und regelmäßig zu trinken. „Spezielle Elektrolyt-Getränke sind das A und O!“
 
Die DTM gastiert an diesem Wochenende zum ersten Mal auf dem Grand-Prix-Kurs von Imola in der Emilia-Romagna. Jeweils am Samstag und Sonntag starten die Rennen um 13:30 Uhr MESZ, die jeweils ab 13:00 Uhr auf ProSieben live im deutschsprachigen Raum übertragen werden. Alle Trainings sowie beide Rennen sind zudem über die Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) live zu sehen.

Maximilian Götz startet wieder im ADAC GT Masters

 Ehemaliger GT-Master und DTM Champion absolviert Gaststart

  •  Der Mercedes-AMG-Werkspilot startet in Zandvoort für Madpanda Motorsport
  •  Mit seiner großen Erfahrung will der Meister von 2012 dem Team helfen

Maximilian Götz startet in Zandvoort in der ADAC GT-Masters Serie
Foto: Jens Hawrda


Maximilian Götz (36/Uffenheim) kehrt in die Deutsche GT-Meisterschaft zurück und wird für das Team Madpanda Motorsport beim dritten Tourstopp des ADAC GT Masters in Zandvoort (24. - 26. Juni) an den Start gehen. Der frisch gebackene Zweite des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring ersetzt Jannes Fittje (22/Langenhain) und teilt sich das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 Evo mit Ezequiel Perez Companc (27/RA). „Ich freue mich sehr, wieder im ADAC GT Masters zurück zu sein. Es ist eine Top-Serie, die ich sehr gut kenne. Mit dem Fahrzeug bin ich sehr gut vertraut“, erklärt Maximilian Götz.

Der erfahrene Mercedes-AMG-Werkspilot soll dem Team Madpanda Motorsport helfen, in der ersten Saison bei der Deutschen GT-Meisterschaft Fuß zu fassen. „Ich will das Team unterstützen und werde helfen, wo ich kann. Es ist natürlich ein Sprung ins kalte Wasser, ohne Test nach Zandvoort zu kommen, zumal ich die neue Strecke dort noch nicht kenne. Aber ich liebe diese Herausforderungen. Beim GT World Challenge Europe Sprint Cup bin auch als Aushilfe eingesprungen und gleich aufs Podium gefahren“, so der 36-Jährige. Über weitere Einsätze im ADAC GT Masters sagt Götz: „Ich schaue mir in Zandvoort an, wie es läuft und gehe davon aus, dass wir eine gute Performance abliefern. Danach sehen wir weiter. Zunächst genieße ich es einfach, wieder im ADAC GT Masters dabei zu sein.“

ADAC TCR Germany debütiert auf dem Salzburgring in Österreich

  •  Anspruchsvoller Kurs: Zwölf Kurven auf 4,25 Kilometern
  •  Andersen und Bäckman kämpfen um die Spitze der Gesamtwertung
  •  Karklys will nach Rückschlägen zurück aufs Podium
Foto: Jens Hawrda

Die ADAC TCR Germany feiert auf ihrer dritten Station der diesjährigen Saison ihr Debüt auf dem Salzburgring in Österreich. In der siebten Saison der Tourenwagenserie des ADAC ist die Strecke, die nur wenige Kilometer außerhalb von Salzburg liegt, erstmals im Rennkalender vertreten. Zwei lange Geraden und zwölf schnelle Kurven werden die Piloten der Serie auf den 4.255 Metern so richtig ins Schwitzen bringen. Besonders im Fokus werden dabei Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) und Jessica Bäckman (24, Schweden, Roja Motorsport) stehen, die an der Tabellenspitze nur ein Punkt voneinander trennt. Die beiden Rennen nahe der österreichischen Festspielstadt können am Samstag um 14.15 Uhr und am Sonntag um 13.45 Uhr live bei sport.de und auf adac.de/motorsport verfolgt werden.

„Ich freue mich auf den Salzburgring. Wir haben beim Test gute Erkenntnisse erhalten und hoffen es auch im Rennen umsetzen können. Die Konkurrenz ist sehr stark aber ich werde mein bestes geben“, freut sich Andersen auf die Premiere auf dem Salzburgring und fügt hinzu: „Mein klares Ziel ist es, die Führung in der Meisterschaft zu verteidigen.“

Neben dem Dänen an der Tabellenspitze, will auch Jessica Bäckman, die drei der vier bisherigen Saisonrennen gewann, auf dem Salzburgring wieder angreifen. „Mein Ziel ist es, das gleiche Tempo wie in Oschersleben und am Red Bull Ring zu halten und um die vorderen Plätze zu kämpfen“, sagt die junge Schwedin, die zuletzt auf dem Red Bull Ring zweimal siegte und noch keine Erfahrungen auf dem Salzburgring sammelte. „Die Strecke ist neu für mich, ich bin dort noch nie gefahren, was eine Herausforderung für mich darstellt. Es ist eine sehr schnelle Strecke mit nicht allzu vielen Kurven. Ich denke, es wird ein sehr enges Rennen werden.“

Aber nicht nur in der Fahrerwertung geht es heiß her. Auch in der Teamwertung geht es zur Sache. Hier führt ROJA Motorsport das Geschehen mit acht Punkten vor dem Liqui Moly Team Engstler an. Robin Jahr (31, Potsdam), Pilot und Roja-Teamchef in Personalunion, will die Tabellenspitze für den Magdeburger Rennstall in Salzburg verteidigen. „Ich mag Strecken, die mich vor neue Aufgaben stellen und mich so weiterbringen. Der Salzburgring hat seine eigenen sehr speziellen Ansprüche und natürlich werde ich versuche diese zu meistern um wieder auf dem Podium zu stehen. Ich freue mich, dass wir die Teamwertung anführen und wir werden alles dafür geben, den Vorsprung auszubauen.“ Neben Jahr und Bäckman will Junior-Pilot René Kircher (21, Hünfeld) als dritter Fahrer für das ROJA-Team Punkte sammeln.

In der Junior-Wertung bekommt es Kircher mit Audi-Pilot Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) und dem Führenden der Wertung Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler) zu tun. Auch der junge Pole hofft auf ein gutes Ergebnis in der Mozartstadt: „Nach dem wirklich erfolgreichen Rennwochenende in Spielberg kann ich das Rennen auf dem Salzburgring kaum erwarten. Ich habe vor der Saison bereits Runden auf der Strecke gedreht und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich erwarte eine ähnlich gute Pace wie beim letzten Rennen auf dem Red Bull Ring.“ Roland Hertner, der Führende der Trophy-Wertung, komplettiert das Engstler-Trio.

Hinter Andersen und Bäckman lauert der Gesamtdritte Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) auf seine Chance. Der Litauer liegt 21 Punkte hinter Andersen und ist nach dem enttäuschenden Wochenende in Spielberg auf Wiedergutmachung aus: „Die Ereignisse vom Red Bull Ring motivieren uns, noch besser zu werden. Ich freue mich sehr auf den Salzburgring.“ Angreifen will auch Patrick Sing (30, Crailsheim, RaceSing), der seinen Hyundai in Spielberg auf den vierten Platz steuerte und damit sein bisher bestes Saisonergebnis einfuhr.

Auch Audi-Pilot Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) sowie die beiden Holden Astra TCR vom Schweizer Rennstall Maurer Motorsport kämpfen auf dem Salzburgring um Punkte. Für die Schweizer sitzen Michael Maurer (29, Schweiz) und Trophy-Pilot Vincent Radermecker (55, Belgien) hinter dem Steuer.

Donnerstag, 16. Juni 2022

Timo Glock vor DTM-Comeback im neuen BMW

 „Ich genieße jede einzelne Runde!“

  • Ehemaliger Formel-1-Pilot schließt DTM-Rückkehr nicht aus
  • Nach Feuer am Lausitzring: Neuer Ferrari 488 für den Brasilianer Felipe Fraga
  • Bortolotti über Imola: „Man muss sehr genau wissen, wo man seine Räder platziert“

Timo Glock
Foto: Jens Hawrda

Die Vorfreude auf sein DTM-Comeback am Wochenende (17.-19. Juni) in Imola war Timo Glock förmlich ins Gesicht geschrieben, und dass unmittelbar nach unzähligen Testrunden bei Temperaturen von 30 Grad und mehr. „Ich genieße jede einzelne Runde“, sagt der ehemalige Formel-1-Pilot. „Der neue BMW M4 so viel besser als der vorherige M6.“ Der 40 Jahre alte BMW-Werksfahrer, der in neun Jahren DTM fünf Siege erzielte, hat sichtlich den Spaß zurückgewonnen: „Das Auto zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.“ Seine Chancen beim Comeback am Wochenende – beide Rennen am Samstag und Sonntag jeweils ab 13:00 Uhr (Rennstart um 13:30 Uhr) live auf ProSieben und im Stream auf DTM Grid (grid.dtm.com) – ordnet er trotzdem realistisch ein: „Ein Platz unter den besten 15 wäre gut, ein Platz in den Top zehn großartig.“ Die Freude an der Zusammenarbeit mit seinem neuen Teamchef von Ceccato Racing, Roberto Ravaglia, dem DTM-Meister von 1989, ist so groß, dass Glock sogar eine vollständige Rückkehr in die DTM mit Ravaglia und Ceccato Racing nicht ausschließt.

Dass den Weltklassepiloten der DTM in der Emilia-Romagna ein heißes Wochenende bevorsteht, war in der traditionellen Video-Pressekonferenz am Mittwochmittag auch Tabellenführer Sheldon van der Linde (RSA, BMW), Mirko Bortolotti (ITA, Lamborghini), René Rast (GER, Audi) und Felipe Fraga (BRA, Ferrari) bewusst. Der Ferrari-Pilot Fraga ist froh, dass er beim „Heimrennen“ wieder am Start sein kann, nachdem der Ferrari 488 des Teams Red Bull AlphaTauri AF Corse am Lausitzring plötzlich Feuer fing. „Ich hoffe, das Thema Feuer ist erledigt. Mein Team hat mir ein komplett neues Auto aufgebaut, trotz der Belastungen rund um die 24 Stunden von Le Mans“, so Fraga. „Imola und Ferrari – das ist eine spezielle Geschichte. Und ich hoffe auf ein gutes Ergebnis, für mich, das Team und für Ferrari, am liebsten mit einem Platz auf dem Podium.“

Nicht nur für Ferrari, sondern auch für Lamborghini bedeutet Imola ein Heimspiel. Werksfahrer Bortolotti kennt den 4,909 Kilometer langen Kurs gut. 2006 fuhr er dort sein erstes Formel-Rennen. „Imola ist ein technisch anspruchsvoller Kurs, mit langsamen und schnellen Kurven. Man braucht ein gutes Set-up und muss sehr genau wissen, wo man seine Räder platziert.“ Bortolotti erwartet „wie in der DTM üblich, aktionsreiche und enge Rennen.“ Hinter Sheldon van der Linde ist Bortolotti Tabellenzweiter in der DTM-Fahrerwertung. „Bisher läuft die Saison wirklich gut für uns. So müssen wir weitermachen.“

Bortolotti absolvierte am Dienstag einen kleinen Test mit seinem Lamborghini Huracán von Grasser Racing, ein sogenannter „Shake-down“. „Es war gut, nach Le Mans am vergangenen Wochenende wieder das Gefühl für den GT3-Rennwagen zu bekommen.“ Auch René Rast, ebenfalls in Le Mans am Start, kennt die Umstellungsprobleme. „Das ist nicht immer einfach.“ Immerhin hat Rast schon in Imola getestet. „Auf dieser Strecke ist es schwer zu überholen. Allerdings provoziert diese Strecke auch Fehler, und auf die muss man beim Vordermann hoffen, um vorbeizukommen“, sagt der dreimalige DTM-Champion, der zuletzt am Lausitzring seine erste Podiumsplatzierung im ABT Audi R8 erzielte. „Es hat etwas gedauert, aber am Sonntag am Lausitzring habe ich mich im Auto endlich richtig wohl gefühlt, die Änderungen haben sich ausgezahlt. Natürlich kenne ich den R8 aus den vergangenen Jahren, aber Sprintrennen wie in der hartumkämpften DTM sind dann doch wieder etwas anderes als die gewohnte Langstreckenrennen.“

Spitzenreiter Sheldon van der Linde ist nun der Gejagte. „Lausitzring war einfach großartig, ich bin immer noch total happy. Die Freude vor allem bei meinen Fans zuhause in Südafrika war riesig.“ Sein Ziel: „Imola ist eine komplett neue Rennstrecke für mich. Das wird ein hartes Wochenende. Ich will auf jeden Fall so viele Punkte wie möglich mitnehmen.“


Mittwoch, 15. Juni 2022

DTM Trophy: JP Southern Jr. mit neuem Team in Imola

  • Amerikaner JP Southern hat eigenständig ein Ersatzteam für Rennen in Imola akquiriert
  • Bekanntes Auto, neues Team: Eastside Motorsport übernimmt für das Rennwochenende Southerns Audi R8 von T3 Motorsport
  • JP Southern: "Ich kann allen Beteiligten gar nicht genug danken“

JP Southern Jr. (USA), Audi R8, Eastside Motorsport © DTM

Nachdem das Dresdner Team T3 Motorsport am Dienstag kurzfristig seine Teilnahme an der DTM sowie an der DTM Trophy am Wochenende (17. bis 19. Juni) in Imola absagen musste, hat sich der Amerikaner John Paul Southern Jr. kurzerhand eigenständig auf die Suche nach einem Ersatzteam gemacht. Fündig geworden ist er bei dem Team Eastside Motorsport aus Crimmitschau im Zwickauer Land.

Die Gründer von Eastside Motorsport haben die vergangenen zehn Jahre als Freelancer für verschiedene Teams gearbeitet, ehe sie 2019 ein eigenes Team gründeten. Da das Team auch 2021 mit ihrer Manpower in den T3-Einsatz in der DTM Trophy involviert war, ist sowohl das Auto als auch der Fahrer der Crew bestens bekannt. Teamchef Florian Schön: „Wir freuen uns, die Herausforderung DTM Trophy als Team gemeinsam mit JP Southern in Angriff zu nehmen. Wir sind und bleiben zwar ein Mercedes-AMG-treues Team, haben aber dennoch sowohl von Seiten der Mechaniker als auch des Ingenieursteams genug Erfahrung mit dem Audi, um JP den Kampf um Spitzenplätze zu ermöglichen.“ Für Eastside Motorsport ist es dennoch eine enorme Herausforderung, die sie adhoc im fast 1000 Kilometer entfernten Imola stemmen. „Besonders bedanken möchten wir uns bei unseren Mitarbeitern, die das freie Wochenende mit Ihren Familien gegen diesen spontanen Einsatz tauschen“, fügt Teamchef Schön hinzu.

Der 20-jährige Southern, der beim ersten Rennen am Lausitzring direkt auf das Podium fuhr, freut sich über die kurzfristige Möglichkeit. „Die Absage von T3 war für mich natürlich ein Schock und brachte mich in eine seltsame Lage. Glücklicherweise konnten wir uns mit Hilfe und Unterstützung aller bei T3 Motorsport zusammen mit Eastside Motorsport auf einen Start in Imola einigen. Ich bin sehr glücklich, dass ich meine Meisterschaft fortsetzen kann. Ich kann allen Beteiligten gar nicht genug danken.“

Auch Martin Tomczyk, verantwortlich für das Serienmanagement der DTM Trophy, würdigt die Eigeninitiative des Fahrers und das Engagement des Teams Eastside Motorsport: „Es ist toll, dass JP Southern trotz der Umstände eine Möglichkeit gefunden hat, in Imola starten zu können. Wir von der ITR haben dieses Vorhaben von der ersten Minute an im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützt, da uns die jungen Talente und die Serie sehr am Herzen liegen.“