Dienstag, 24. Mai 2022

Toyota-Pilot Tim Heinemann gewinnt auch Sonntagsrennen auf dem Lausitzring

  •  Champion der DTM Trophy 2020 muss hart für den Sieg kämpfen
  •  Heinemann schafft fast das Maximum: 57 von 58 möglichen Punkten
  •  Sehenswerte Schlussrunde führt Entscheidung im Kampf ums Podium herbei

Tim Heinemann mit Maximalpunktzahl am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda

Zwei Rennen, zwei Siege: Toyota-Pilot Tim Heinemann (GER) gelingt auf dem Lausitzring Turn 1 powered by Autohero der perfekte Auftakt in die Saison 2022 der Talentschmiede DTM Trophy. Nach 19 abwechslungsreichen und teils dramatischen Runden überquerte der Fahrer des Teams Toyota Gazoo Racing Germany powered by Ring Racing den Zielstrich als Erster. Zusammen mit Heinemann, dem Champion der DTM Trophy 2020, durften die BMW-Piloten Theo Oeverhaus (GER, Walkenhorst Motorsport) und Colin Caresani (NLD, Project 1) an der Siegerehrung teilnehmen.

Tim Heinemann musste für seinen zweiten Saisonsieg und seinen insgesamt neunten Erfolg in der Talentschmiede auf der professionellen DTM-Plattform hart arbeiten. Zwei Safety-Car-Phasen machten seine Führungsarbeit jeweils zunichte. Die erste Neutralisation des Rennens erfolgte in Runde vier, als der US-Amerikaner Jordan Wallace (FK Performance Motorsport) seinen BMW im Kiesbett versenkte. Heinemann behauptete die Spitzenposition sowohl beim Start als auch beim Restart in Runde sieben.

In Runde 14 war es dann ein Unfall von Jacob Riegel (Speed Monkeys), der einen Einsatz des Safety Cars notwendig machte. Der Aston Martin des Deutschen steckte nach einem Kontakt mit Caresanis Teamkollegen Louis Henkefend (GER) in der Streckenbegrenzung. In der 17. Runde wurde das Rennen für einen Schlusssprint über nur drei Runden wieder freigegeben. Dabei überraschte der Spanier Marc de Fulgencio im BMW M4 von FK Performance Motorsport Heinemann und zog noch vor der gefürchteten Steilkurve Turn 1 am Toyota vorbei. Heinemann versuchte umgehend, sich die Führung wieder zurückzuholen. Nach einem erfolgreichen Überholmanöver kontrollierte er das Rennen bis zum Schluss. Im Ziel hatte Heinemann 3,115 Sekunden Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger.

Letzte Runde entscheidet Kampf um die Podiumsplätze

Im Kampf um die Verfolgerplätze wurde es in der Schlussphase dramatisch. Nach vielen intensiven und sehenswerten Zweikämpfen setzte sich letztlich Oeverhaus vor Caresani durch. Audi-Pilot Thiago Vivacqua (BRA, Heide-Motorsport), der zu Rennbeginn auf der zweiten Position lag und bei beiden Neustarts Positionen einbüßte, rettete mit Rang vier wertvolle Punkte. Mercedes-AMG-Pilot Rodrigo Dias Almeida (BWT Mücke Motorsport) aus Mosambik kam als Fünfter ins Ziel, gefolgt von Riegels Teamkollegen Nick Hancke (GER). De Fulgencio, der zu Beginn der letzten Runde noch auf der zweiten Position lag, wurde bis auf Rang sieben durchgereicht.

Sophie Hofmann, die einzige Rennfahrerin im Feld der DTM Trophy, verpasste die Punkteränge im Sonntagsrennen auf dem Lausitzring Turn 1 ganz knapp. Sie landete in ihrem Audi R8 von Heide-Motorsport auf Platz elf, zum letzten Punkt fehlten nur rund zwei Sekunden.

Die nächsten beiden Rennen der DTM Trophy 2022 gehen vom 17. bis 19. Juni über die Bühne. Dann steht eine Premiere an: Erstmals werden die seriennahen GT-Sportwagen der DTM Trophy erstmals im Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola antreten. Heinemann reist als Gesamtführender mit 57 Punkten zur Traditionsstrecke in der Emilia-Romagna, dahinter liegen Vivacqua (34) und Oeverhaus (26) auf den Tabellenplätzen zwei und drei.


Erfolgreiches Wochenende in Oschersleben für GERT56

Toni Finsterbusch übernimmt IDM-Superbike-Tabellenplatz zwei

Toni Finsterbusch holt in Oschersleben zweimal Platz 4 und damit Meisterschaftsplatz 2
Foto: Jens Hawrda


Toni Finsterbusch holt zwei vierte Plätze. Julian Puffe mit einem Ausfall und Rang sieben. Jan Schmidt feiert erstes ProSuperstock-Podest, Teamkollege Rico Löwe holt die Ränge sieben und fünf.

Julian Puffe hatte in der Motorsport Arena Oschersleben das Glück nur bedingt auf seiner Seite. Im ersten Lauf musste er noch vor Rennhalbzeit mit einer defekten Kupplung die Box ansteuern und aufgeben. Damit musste Puffe den zweiten Lauf vom zehnten Startplatz aus aufnehmen. Das hielt den Schleizer aber nicht auf und bereits auf der ersten Runde schob er sich auf den achten Platz nach vorn. Puffe konnte schließlich noch den Niederländer Pepijn Bijsterbosch kassieren und Siebter werden – ein versöhnlicher Abschluss des Wochenendes in der Magdeburger Börde. 

Toni Finsterbusch fuhr erneut ein starkes erstes Rennen und verbesserte sich im ersten Lauf vom achten Startplatz bis auf Rang vier. Damit konnte er das zweite Rennen von der Pole-Position aus aufnehmen. Damit konnte er zumindest ein paar Kurven lang Führungskilometer sammeln. Ab Rennhalbzeit bezog Finsterbusch den vierten Rang und gab diesen bis ins Ziel nicht mehr her. Damit konnte er erneut kräftig punkten. 

In der Gesamtwertung liegt Finsterbusch auf dem zweiten Rang der IDM Superbike. Er hat 46 Punkte auf dem Konto und liegt nach vier von 14 Meisterschaftsläufen um 49 Zähler hinter Markus Reiterberger zurück. Julian Puffe ist mit 41 Zähler Fünfter und liegt damit nur fünf Punkte hinter Finsterbusch. 

Julian Puffe ist mit seinem Ergebnis in Oscherslenben nicht ganz zufrieden
Foto: Jens Hawrda

Julian Puffe:
"Die Trainings und Qualifyings in Oschersleben waren alle gut gelaufen und wir waren echt bei der Musik dabei. Der Kupplungsschaden aus Lauf eins war ärgerlich, aber das kann passieren und da trifft auch niemanden die Schuld. Im zweiten Rennen wäre ich gern noch weiter vor gefahren, aber mehr als der siebte Platz war leider nicht drin."

Toni Finsterbusch:
"Mit zwei vierten Plätzen können wir auch in Oschersleben zufrieden sein, das waren wieder Punkte satt. Im ersten Rennen bin ich von acht gestartet und habe dann gleich in der ersten Rennhalbzeit Druck gemacht und bin bis auf fünf vor gefahren. Dann habe ich mich noch an Rob Hartog ran gekämpft und konnte ihn schließlich auch noch überholen. Der zweite Lauf ging von der Pole-Position aus los, aber mit Reiti, Alt und Leonov konnte ich noch nicht mithalten. Es war dann wieder ein schöner Kampf mit Hartog und der erneut vierte Platz war mehr als zufriedenstellend."


IDM Superbike Oschersleben: Reiterberger baut Vorsprung aus und holte zwei Pokale

 

Markus Reiterberger mit zwei Podestplätzen in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Nach dem erfolgreichen Auftakt der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft IDM auf dem Lausitzring, wo das Team BCC-alpha-Van Zon-BMW unter der Leitung des Belgiers Werner Daemen und des Deutschen Andreas Gerlich mit ihren vier Piloten Markus Reiterberger (D), Pepijn Bijsterbosch (NL), Jan Mohr (A) und Kamil Krzemien (PL) in der Superbike-Klasse brillierte, unter anderem mit dem Doppelsieg für den dreifachen Champion Markus Reiterberger, ging es am vergangenen Wochenende gleich wieder auf Punktejagd. Dieses Mal gastierte die IDM in der Motorsport Arena Oschersleben.
 
Markus Reiterberger kam direkt aus Belgien an die IDM-Piste gereist. In Spa-Franchorchamps hatte er mit dem BMW-Langstrecken-Team für den Anfang Juni anstehenden Weltmeisterschafts-Lauf geprobt und sich dort schon mal den Streckenrekord gesichert, der vorher jahrelang fest in der Hand seines belgischen Teamchefs lag. Am Freitag ging es mit der BMW M 1000 RR für ‚Reiti‘ in Oschersleben wieder zurück in die Sprint-Abteilung. Auch da ließ sich der Bayer nicht lumpen und landete planmäßig in Startreihe 1, obwohl die Motorsport Arena nicht zu seinen unbedingten Lieblingsstrecken zählt. Um überschaubare 13 Tausendstel Sekunden hatte er die Pole-Position an seinen härtesten Konkurrenten und Marken-Kollegen Florian Alt abgeben müssen.

Für das erste Rennen am Sonntag hatte sich Reiterberger für den härteren Pirelli SC1 entschieden, um damit sicher über die Distanz zu kommen. Bis zur letzten Runden, und auch da bis zur drittletzten Kurve, leistete der BMW-Pilot auch fleißig die Führungsarbeit. Alt konnte er allerdings nicht ganz abschütteln und musste sich nach dessen herzhafter Attacke auf den letzten Metern mit Platz 2 zufriedengeben. «Es war ein unterhaltsames Rennen», beurteilte er das Geplänkel mit Alt. «Ich wollte mit dem härteren Reifen auf Nummer sicher gehen und hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass Alts weiche Mischung so lange hält. Fünf Runden vor Schluss habe ich dann meine Attacke gesetzt, bekam aber dann selbst ein paar Probleme mit den Reifen, da ich auf der Flanke keinen rechten Grip mehr hatte.» Und das Überholmanöver von Alt in der letzten Runde? «Ich war schon innen in der Kurve», schildert Reiterberger, «da kam er innen über die Kerbs und hat mich kurz rausgeschoben. An der Stelle hätte ich nicht mit ihm gerechnet. Es war hart, aber das passt schon.»

Rennen 2 entschied sich Reiterberger für die weiche Mischung und fackelte am Start nicht lange. Nach der umgekehrten Startreihenfolge musste der Bayer von Platz 9 losfahren, was ihn nicht daran hinderte, sich bereits auf den ersten Metern die ersten Konkurrenten zu schnappen, in der dritten Kurve die Führung zu übernehmen und diese bis zur schwarz-weiß karierten Flagge auch nicht mehr abzugeben. Die Tabelle führt der dreifach IDM-Meister jetzt mit satten 49 Zählern an. «Ich wusste vorher, dass Alt eine super Pace hat», verriet Reiterberger nach seinem Sieg. «Da habe ich dann einfach einen brutalen Start hingelegt und habe versucht, wegzufahren. Der Grip war heute allgemein recht schlecht und alle hatten wohl das Problem mit Spinning am Hinterrad. Ich habe dann mit dem Reifen wohl am besten gehaushaltet.»

Jan Mohr hatte mit gesundheitlichen und technischen Problemen zu kämpfen
Foto: Jens Hawrda

Jan Mohr hatte beim Auftakt mit seinem ersten Podestplatz geglänzt, fand in Oschersleben allerdings nur schwer in seinen gewohnten Rhythmus. Der Österreich hatte mit einem Magen-Darm-Infekt zu kämpfen und musste in den ersten Trainingssessions arg leiden. Nach den beiden Qualifyings zog er sich mit Startplatz 6 dennoch achtbar aus der Affäre. Auch die Kräfte kamen beim Österreicher langsam, aber sicher zurück. «Das waren ein paar unruhige Nächte», meinte er. «Leider hatte ich im zweiten Quali in der ersten Runde mit dem weichen Reifen einen Verbremser in der Hasseröder-Kurve und fuhr ins Kiesbett und konnte mich nicht mehr verbessern. Aber einen sechsten Startplatz nimmt man doch gerne.»

Platz 6 wurde es für den Österreicher, dem es am Rennsonntag auch körperlich so halbwegs ging, auch im ersten Rennen. Er hatte sich wie sein Teamkollege Markus Reiterberger für die harte Variante des Pirelli-Reifens entschieden. «Ich wollte einfach safe sein», begründet er seine Wahl. «Obwohl ich einen nicht so guten Start hatte, lief es vor allem am Ende echt gut. Da konnte ich die Lücke zufahren. In der letzten Runde kam es noch zu einem Fight mit Rob Hartog im Shell-S, den er gewonnen hat. Aber Platz 6 geht absolut in Ordnung.»

Das Ergebnis hätte er im zweiten Rennen gerne noch getoppt. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Nach wenigen Runden steuerte Mohr die Box an. «Leider begann die Elektronik Probleme zu machen», klärte er anschließend auf. «Ich habe es dann noch eine Runde lang probiert, aber der Motor setzte immer wieder aus. Das hat dann leider keinen Sinn mehr gemacht, weiterzufahren. Schade.» Nach dem für Mohr nicht ganz stressfreien Wochenende konnte er es sich am Abend bei der Heimfahrt nach Österreich auf dem Beifahrersitz des Wohnmobils bequem machen und seinem Vater das Kommando am Steuer überlassen.

Pepjin Bijesterbosch
Foto: Jens Hawrda

 

Pepijn Bijsterbosch setzte auch im zweiten IDM-Meeting der noch jungen Saison seine Jagd nach einem Podestplatz fort. Auch von einem kleinen und zudem unverschuldeten Ausrutscher im Training ließ sich der Niederländer, der seine mühsame Saison 2021 inzwischen abgehakt hat und sich wieder im Aufwind befindet, nicht aus der Fassung bringen und eröffnete am Rennsonntag nach Startplatz 7 die dritte Startreihe.

Nicht ganz happy war der ehrgeizige Niederländer nach getaner Arbeit mit den Plätzen 7 und 8 in den beiden Sonntagsrennen in der Motorsport Arena Oschersleben. Doch vor allem die Fortschritte in Lauf 2, wo er in der Gruppe im Kampf um den vierten Rang mitfahren konnte, trösteten ihn über seine nicht ganz so prächtigen Platzierungen hinweg. «Das freie Training verlief wirklich gut», fasste er sein Wochenende zusammen, «aber das Qualifying war etwas enttäuschend, und der siebte Platz in der Startaufstellung war nicht das, was ich erreichen wollte. Das erste Rennen war schwierig, ich hatte nicht den Motor, den ich wollte. Es war schwierig, damit zu kämpfen. Für das zweite Rennen haben wir eine Änderung vorgenommen, und das war ein Schritt in die richtige Richtung. Erst als es mit dem Reifenabbau losging, hatte ich Schwierigkeiten, mit vollem Tank zu lenken. In der zweiten Hälfte des Rennens lief es besser und ich hatte einen schönen Kampf mit Julian Puffe. Das Ergebnis ist nicht das, was wir uns gewünscht hätten, aber wir haben das Wochenende mit einem Schritt nach vorne beendet und das gibt Zuversicht für die nächsten IDM-Läufe in Most.»

Kamil Krzemien
Foto: Jens Hawrda

Kamil Krzemien, seit dieser Saison neu im Team BCC-alpha-Van Zon-BMW, nahm seine Arbeit wie immer bestens gelaunt auf und konnte erstmals in dieser Saison mit ein wenig Streckenkenntnissen aufwarten. War der Lausitzring noch komplettes Neuland, kannte sich der Pole nach Erfolgen in der Langstrecken-WM in der Motorsport Arena Oschersleben schon einigermaßen aus. «Am Freitag lief es echt gut», berichtet er. «Am Samstag hatten wir dann ein wenig mit der Fahrwerkseinstellung zu kämpfen. In der Mitte der Kurve und beim Bremsen war es echt gut, aber am Kurvenausgang hatte ich mit dem Hinterrad zu tun.

Bis zum Sonntag hatten die Techniker rund um Krzemien das Problem aber in den Griff bekommen und nach Platz 8 in Rennen 1 prophezeite er wie schon am Lausitzring ein besseres Ergebnis in Lauf 2, welches er mit Platz 5 dann auch gekonnt ablieferte. «Im zweiten Rennen war ich in einer guten Gruppe dabei», berichtet er. «Ich war zwischenzeitlich auch mal an Toni Finsterbusch vorbei auf P4, aber er hatte am Ende die etwas bessere Pace. Und wenn ich ehrlich bin, wollte ich es zum Schluss auch nicht übertreiben.» Somit bewies der Pole nicht nur Talent und Schnelligkeit, sondern auch Köpfchen, was ihm am Ende des Tages den siebten Platz in der Gesamtwertung bescherte, in absoluter Schlagdistanz zu den vorderen Rängen.

Vier Wochen Pause sind für die IDM-Abteilung des Teams BCC-alpha-Van Zon-BMW nun angesagt, in der die Motorräder wieder fit gemacht werden für das nächste IDM-Wochenende vom 24. bis 26. Juni im tschechischen Most. Dazwischen gilt es für Reiterberger, Mohr und Teamchef Werner Daemen im belgischen Spa-Franchorchamps Daumen zu drücken, wenn die Langstrecken-Weltmeisterschaft nach jahrzehntelanger Abstinenz wieder auf die Strecke in den Ardennen zurückkehrt.

Montag, 23. Mai 2022

Perfektes Wochenende: Jessica Bäckman mit Doppelsieg in Österreich

  • Die Schwedin feierte auf dem Red Bull Ring ihre Saisonsiege drei und vier
  • Robin Jahr und Martin Andersen belegen die Plätze zwei und drei
  • Vincent Radermecker als bester Trophy-Pilot auf Platz fünf

Doppelsieg für Jessica Bäckman am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda

Die Bäckman-Show geht weiter. Die Schwedin von ROJA Motorsport hat auch das zweite Rennen der ADAC TCR Germany in Spielberg gewonnen und damit bereits drei Saisonsiege auf dem Konto. Die 24-jährige setzte sich bei strahlendem Sonnenschein in ihrem Hyundai Veloster mit knapp einer Sekunde gegen ihren Teamkollegen Robin Jahr (31, ROJA Motorsport by ASL Lichtblau) durch, der den Doppelsieg für ROJA Motorsport perfekt machte. Bei Bäckman sah es lange Zeit nach dem dritten Platz aus, jedoch profitierte sie dann von einer Kollision zwischen Martin Andersen (27, Dänemark, Liqui Moly Team Engstler) und Szymon Ladniak (19, Polen, Liqui Moly Team Engstler). Die Schwedin schlüpfte an beiden Honda-Piloten vorbei und der Weg zum Sieg war frei.

„Ich bin sehr glücklich, da ich im Qualifying noch ein paar Probleme hatte. Natürlich hatte ich auch ein wenig Glück, aber ich bin super glücklich.“, freut sich Bäckman über den Sieg: „Es bedeutet mir unglaublich viel, dass wir als Team einen Doppelsieg eingefahren haben.“

Jahr fährt auf Platz zwei – Andersen und Ladniak kommen sich in die Quere

Robin Jahr ging als sechster ins Rennen und erwischte einen tollen Tag. Während sich beim Start nicht viel im Feld änderte, konnte Jahr mit seiner Pace Runde für Runde aufholen und profitierte dabei von Fehlern und Problemen bei anderen Autos. In Runde sieben musste Polesetter Jonas Karklys (32, Litauen, NordPass) einen Boxenstopp einlegen und fiel ans Ende des Feldes zurück. Vor Jahr kollidierten dann zudem die beiden Honda-Fahrer Martin Andersen und Szymon Ladniak. Jahr konnte dieses Duell nutzen, um auf Platz zwei zu fahren.

„Es war von allen Fahrern eine mega Leistung. Das Niveau in der TCR ist sehr hoch. Ein wenig Glück gehört natürlich auch dazu, aber hier nun einen Doppelsieg zu feiern ist ein unglaubliches Gefühl. Dank meines Teams habe ich es geschafft hier zu stehen“, fasst Jahr sein Rennen zusammen.

Dahinter folgen Andersen und Ladniak. Nachdem es lange nach einem Doppelsieg für das Engstler-Team aussah, müssen sich beide nach ihrer Kollision nun mit den Plätzen drei und vier begnügen. Ein kleiner Trostpreis: Ladniak beendete das Rennen als bester Junior-Pilot.

Radermecker bester Trophy-Fahrer – Rosowski fährt auf P7

Als bester Trophy-Pilot kam Vincent Radermecker (55, Belgien, Maurer Motorsport) auf Platz fünf ins Ziel. Für den Belgier war es zugleich das beste Ergebnis der noch jungen Saison. Max Gruhn (22, Dannenberg, Gruhn Stahlbau Racing) steuerte seinen Audi RS3 LMS TCR auf den sechsten Platz. Die Plätze sieben, acht und neun gingen an Kai Rosowski (28, Nordhorn, K-Ro Racing) im Audi, Roland Hertner (62, Heilbronn, LIqui Moly Team Engstler) im Honda Civic und Michael Maurer (29, Schweiz, Maurer Motorsport) im Holden Astra TCR. Jonas Karklys beendete sein Rennen nach Problemen noch auf Platz zehn.

Weiter geht es in der ADAC TCR Germany am Wochenende vom 17. bis 19. Juni auf dem Salzburging in Österreich. Dann geht es im dritten Meisterschaftslauf um die nächsten wichtigen Punkte.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Martin Andersen (Liqui Moly Team Engstler, Dritter): „Das nächste Podium für uns ist super, aber es war ein hartes Rennen. Ich hatte viele enge Duelle und habe dann leider Szymon Ladniak getroffen. Ich musste den Platz abgeben, aber konnte ihn mir dann zurückholen. Alles in allem war es ein gutes Wochenende für uns.“

Ben Green und Niklas Krütten siegen erneut im BMW M4 GT3

  • Junges Fahrer-Duo von Schubert Motorsport übernimmt nach zweitem Sieg Tabellenführung
  • Schwesterauto mit den Werksfahrern Jesse Krohn und Nicky Catsburg belegt Rang zwei
  • 25.000 Besucher sorgen für Zuschauerrekord im ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

Das Podest von Rennen 2 am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport

Das war der Ritterschlag für Niklas Krütten (19/Trier) und Ben Green (24/GB). Das junge Fahrer-Duo hat auch den Sonntagslauf auf dem Red Bull Ring gewonnen und übernahm damit die Tabellenführung im ADAC GT Masters. „Ich brauche erst einmal ein paar Tage, um das alles zu verdauen. Es ist unglaublich, hier beide Rennen gewonnen zu haben und jetzt sogar Spitzenreiter zu sein“, so Ben Green von Schubert Motorsport nach dem erneuten Triumph in Spielberg. Mit einem Rückstand von 4,712 Sekunden belegten die Werksfahrer Jesse Krohn (31/FIN) und Nicky Catsburg (34/NL), Team- und Markenkollegen des Sieger-Duos, Platz zwei und machten damit den Doppelerfolg für BMW perfekt. Den dritten Podiumsrang holte sich die Besatzung Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR) vom Team Joos Sportwagentechnik im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 91. Das zweite Rennwochenende im ADAC GT Masters erlebten 25.000 Zuschauer auf dem Red Bull Ring und sorgten für einen neuen Zuschauerrekord der Serie in Österreich.

Keyfacts, Red Bull Ring, Österreich, Saisonrennen 4 von 14

Streckenlänge: 4.318 Meter

Wetter: 21,8 Grad, sonnig

Pole-Position: Niklas Krütten (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #10), 1:28,346 Min.

Sieger: Niklas Krütten/Ben Green (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #10)

Schnellste Rennrunde: Dries Vanthoor (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #29), 1:29,282 Min.

Niklas Krütten war am Sonntag um 13 Uhr im BMW M4 GT3 #10 als Pole-Setter in das zweite Rennen auf dem Red Bull Ring gegangen. Mit einem Top-Start verteidigte der Youngster seine Spitzenposition und übergab sein Fahrzeug in Führung liegend nach einem frühen Boxenstopp in der 26. Minute an seinen Kollegen Ben Green. Der Brite baute den Vorsprung kontinuierlich aus und machte nach 41 Runden den souveränen Start-Ziel-Sieg und damit den Doppel-Erfolg in Spielberg im zweitschnellsten Rennen in der Geschichte des ADAC GT Masters perfekt. Im Feld dahinter sahen die Zuschauer auf den vollen Tribünen des Alpenkurses spannende Positionskämpfe und harte Duelle. Jesse Krohn und Nicky Catsburg sicherten sich im Schwesterauto den zweiten Platz gegen einen immer stärker werdenden Ayhancan Güven, der zusammen mit Christian Engelhart im Porsche 911 GT3 R #91 erneut auf das Podium fuhr.

Hinter ihren Markenkollegen beendeten Joel Sturm (20/Brühl) und Sven Müller (30/Bingen) das Rennen im Porsche 911 GT3 R #22 von Allied-Racing auf Position vier. Jusuf Owega (20/Köln) und Dries Vanthoor (24/B) lagen im Audi R8 LMS GT3 Evo II #29 von Montaplast by Land-Motorsport in der ersten Rennhälfte auf Podiumskurs, belegten aber am Ende nach einer Penalty Lap wegen eines Vergehens beim Boxenstopp Rang fünf. Sechster wurde die Besatzung Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 27 von Rutronik Racing, gefolgt vom besten Mercedes-AMG GT3 Evo mit Jan Marschalkowski (19/Inning) und Daniel Juncadella (31/E). Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (31/E) steuerten ihren Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 vom Team Emil Frey Racing auf Rang acht. Der McLaren 720S GT3 #88 mit Christian Klien (39/A) und Dennis Lind (29/DK) platzierte sich dahinter auf Platz neun und beendete damit für JP Motorsport einen erfolgreichen Gaststart in der Deutschen GT-Meisterschaft. Die Top Ten vervollständigten Patric Niederhauser (30/CH) und Luca Engstler (22/Wiggensbach) am Steuer des Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 15 von Rutronik Racing.

Stimmen nach dem Rennen

Niklas Krütten: „Ich war beim Start nervös, kam aber gut weg. Nach ein paar Runden hat sich das Rennen an der Spitze etwas beruhigt und ich habe versucht, die Reifen für Bens Stint zu schonen. Das hat geklappt, sodass Ben den Sieg perfekt machen konnte. Ich kann es noch gar nicht fassen, nach dem ersten Erfolg am Samstag erneut gewonnen zu haben. Es ist einfach unglaublich.“

Ben Green: „Niklas hat einen tollen Job gemacht. Ich konnte das Rennen von vorn kontrollieren und mein eigenes Tempo fahren. Ich hätte nie damit gerechnet, in meiner ersten Saison ganz vorn im ADAC GT Masters zu stehen.“

Nicky Catsburg: „Ich habe den ganzen Tag über versucht, Niklas nervös zu machen, damit ich den Start gewinne. Aber leider ist der Junge cool geblieben. Die beiden waren einfach zu stark und haben einen super Job gemacht. Mein Ziel war es, den Abstand möglichst klein zu halten und durch den Boxenstopp nach vorn zu kommen. Aber auch das hat nicht funktioniert.“

Jesse Krohn: „Wir sind immer noch dabei, das Auto optimal zu verstehen. Wir hatten keine Probleme und sind ein gutes Rennen gefahren. Aber die beiden Youngster waren heute einfach nicht zu schlagen.