Freitag, 6. Mai 2022

Ein großer Name kehrt in die DTM zurück

 Schnitzer Classic mit Kris Nissen am Start

  •  Schnitzer Classic pflegt das Erbe von Schnitzer Motorsport
  •  Kris Nissen mit BMW M3 E30 in der DTM Classic
  •  DTM Classic startet vom 20.-22. Mai auf dem DEKRA Lausitzring Turn 1 in die neue Saison

Kris Nissen (DEN), BMW M3 © Schnitzer Classic

Wenn vom 20. bis 22. Mai 2022 auf dem DEKRA Lausitzring Turn 1 powered by Autohero die neue Saison mit dem DTM Classic Cup startet, können sich die Fans über die Rückkehr eines großen Namens aus der reichen DTM-Historie freuen. Das neu gegründete Team Schnitzer Classic von Stefen Trautwein und Sohn Yannik kümmert sich um das Erbe des Traditionsrennstalls aus Freilassing nahe der deutsch-österreichischen Grenze und setzt im DTM Classic Cup einen BMW M3 E30 ein, der von niemand geringerem als Kris Nissen gefahren wird.

Der Teamname Schnitzer ist natürlich mit großen Erfolgen in der DTM verbunden. 1989 gewann das bayerische Team mit Roberto Ravaglia im M3 den ersten DTM-Titel, 2012 sorgte das Team um Charly und Dieter Lamm und Herbert Schnitzer mit Bruno Spengler zur BMW-Rückkehr in die DTM für einen weiteren Titelgewinn. Das Ende von Schnitzer Motorsport im Jahr 2020 war für die vielen Fans des Kultteams und der Marke BMW ein herber Rückschlag.

Familie Trautwein aus Schiltach im Schwarzwald erwarb die historischen Rennautos sowie den Teilebestand, das Archiv und die Namensrechte von Schnitzer Motorsport. Nun setzt das neu formierte Team zwei Fahrzeuge im DTM Classic Cup ein. „Kaum ein Name ist mit der goldenen Ära der DTM so eng verbunden, wie der Name Schnitzer. Der Einsatz der historischen Rennfahrzeuge bei der DTM-Classic ist für uns daher der logische Schritt.“, so Schnitzer Classic-Geschäftsführer Stefen Trautwein.

Bei den in diesem Jahr eingesetzten Autos handelt es sich um einen BMW 320i E36 nach dem Zweiliter-Supertourenwagen-Reglement sowie einen M3 E30, der als Kundenauto für Kris Nissen eingesetzt wird. Der Däne fuhr 1991 selbst für Schnitzer in der DTM. Sein aktuelles Auto ist ein Replika des Schnitzer-Testwagens, mit dem er selbst im Winter 1990 das Renn-ABS für die damaligen DTM-Einsätze entwickelt hat. Nissen freut sich bereits: „Beim letzten Rennen der TWC auf dem Nürburgring standen wir in derselben Box wie Familie Trautwein“, erinnert sich der Däne. „Das waren sehr nette Gespräche, die Chemie hat gestimmt, alles war perfekt. Deswegen haben wir uns verabredet, die nächsten Schritte gemeinsam zu unternehmen und mein Auto von Schnitzer Classic im neuen DTM Classic Cup einsetzen zu lassen.“

Auch Peter Oberndorfer, Serienmanager der DTM Classic, freut sich über den prominenten Neuzugang. „Das Team Schnitzer kenne ich natürlich bestens aus meiner aktiven Zeit. Schön, dass dieser Name, noch dazu mit Kris Nissen, in der DTM Classic zurückkehrt. Vater und Sohn Trautwein wünsche ich viel Erfolg bei ihren Aktivitäten.“

Sonntag, 1. Mai 2022

Nico Müller holt sich den Sieg in Portimão

  • Schweizer im Rosberg Audi gewinnt erstmals seit November 2020
  • Mirko Bortolotti übernimmt mit Platz 3 die Führung in der Fahrerwertung
  • Alle sechs Marken unter den Top 7 vertreten

Kimmo Liimatainen (Teamchef Team Rosberg), P2 Felipe Fraga (BRA),
P1 Nico Müller (SUI), P3 Mirko Bortolotti (ITA) (l-r) © DTM

Alles Müller im zweiten DTM-Rennen der Saison 2022! Der Schweizer Nico Müller feierte am Sonnntag in Portimão seinen insgesamt elften Sieg in der DTM. Der 30-jährige landete vor Felipe Fraga im Red Bull AF Corse Ferrari. Der Brasilianer gewann mit 1:41,681 den Autohero Fastest Lap Award und sicherte sich so einen Extrapunkt. Abermals als Dritter kam Mirko Bortolotti im GRT Lamborghini ins Ziel. In der Gesamtwertung führte der Italiener mit 35 Punkten vor Müller (28 Zähler) und Lucas Auer (AUT/26 Punkte).

Am Start veteidigte Müller seine Führung auf der Innenseite konsequent gegen Bortolotti, nachdem er bereits im Qualifying am Morgen der Schnellste war. Der Vizemeister von 2019 und 2020 freute sich über seinen ersten DTM-Sieg seit November 2020 in Hockenheim: „Ich bin einfach sehr froh, wir haben so hart dafür gearbeitet. Wir wissen, wie hart diese Meisterschaft in diesem Jahr ist, umso glücklicher sind wir, dass wir diesen Sieg geschafft haben.“

Die 29 Top-Piloten boten auch im zweiten Rennen an der Algarve beste Motorsport-Unterhaltung, zeigten zahlreiche Überholmanöver. Zu den Gewinnern im Rennen zählten Walkenhorst BMW-Pilot Marco Wittmann (GER), der von Platz 7 auf 4 nach vorne fuhr, und Titelverteidiger Maximilian Götz (GER), der im WINWARD Mercedes-AMG von 10 startete und am Ende Fünfter wurde vor Kelvin van der Linde (RSA) im Audi von Team ABT Sportsline. Als bester Porsche-Fahrer kam der Belgier Laurens Vanthoor von SSR Performance auf Platz 7 ins Ziel. Pech hatte der Sieger vom Vortag: Lucas Auer musste nach seinem Pflichtboxenstopp eine Runde später direkt wieder an die Box und kam als 22. ins Ziel.

Rallye-Ikone Sébastien Loeb (FRA) beendete das Rennen im AlphaTauri AF Corse Ferrari auf Platz 18, drei Plätze vor ihm landete David Schumacher (GER, WINWARD Mercedes-AMG), der durch einen langen ersten Stint lange führte und am Ende neun Plätze gut machte und von 24 auf 15 nach vorne fuhr.

Der Meisterschaftsführende Bortolotti zog nach zwei dritten Plätzen natürlich ein positives Fazit vom Auftakt-Wochenende: „Gestern hat es sich wie eine Niederlage angefühlt, heute ein bisschen wie ein Sieg. Das war ein absolut hart umkämpftes Rennen. Ich freue mich jetzt sehr auf den Lausitzring, die Strecke war in den letzten Jahren gut für mich – auch wenn die DTM-Version mit Turn 1 noch mal herausfordernder ist.“ Die DTM-Saison 2022 umfasst ingesamt 16 Rennen, die nächsten beiden Rennen stehen vom 20.-22. Mai an. Dann jagen die Weltklassefahrer der DTM durch die Steilkurve am DEKRA Lausitzring Turn 1 powered by Autohero.

Nico Müller (Audi) holt Pole für Renne 2 in Portimäo

 Fünf Marken auf den ersten fünf Plätzen nach dem Qualifying

Nico Müller holte den ersten Startplatz für Rennen 2 in Portimäo
Foto: Jens Hawrda

Mehr Vielfalt geht kaum: Mit Nico Müller (SUI, Team Rosberg, Audi), Mirko Bortolotti (ITA, GRT, Lamborghini), Felipe Fraga (BRA, Red Bull AlphaTauri AF Corse, Ferrari), Sheldon van der Linde (RSA, Schubert Motorsport, BMW) und Samstagssieger Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG Team WINWARD, Mercedes-AMG) stehen Fahrer von fünf verschiedenen Marken auf den ersten fünf Startplätzen für das zweite DTM-Saisonrennen in Portimão. Dabei schaffte es Müller als einziger Fahrer unter die 1:40er-Marke und sicherte sich mit 1:39,794 Minuten die Pole-Position. Das Rennen startet um 13.30 Uhr MESZ (live auf ProSieben ab 13.00 Uhr und im Stream auf grid.dtm.com und bei ServusTV On).

Mit der sechsten Pole-Position seiner DTM-Karriere beendete Müller eine Durststrecke: Zuletzt stand er am 13. September 2020 auf dem ersten Startplatz, ganze 595 Tage her. Die Erleichterung war spürbar: „Es fühlt sich sehr gut an“, so Müller. „Wenn du im Winter testest und du alleine deine Runden drehst, weißt du nicht wirklich, wie gut es ist. Das Gefühl war zwar immer gut, aber jetzt die Bestätigung zu haben, das macht mich sehr glücklich, vor allem für die Jungs, die so hart gearbeitet haben.“

Als Zweitschnellster startet Mirko Bortolotti zum zweiten Mal in Folge aus der ersten Reihe, nachdem er am Samstag bereits die erste Pole-Position für Lamborghini in der DTM eingefahren hatte. Newcomer Felipe Fraga bestätigte mit der drittschnellsten Zeit im Red Bull Ferrari einmal mehr seine gute Form. Nur eine Tausendstelsekunde dahinter qualifizierte sich Sheldon van der Linde im neuen BMW M4 als Vierter, vor den beiden Mercedes-AMG-Fahrern Lucas Auer und Luca Stolz (GER, Mercedes-AMG Team HRT, Mercedes-AMG). Dahinter komplettieren Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport, BMW), die beiden Team ABT Sportsline-Audi-Teamkollegen Kelvin van der Linde (RSA) und Ricado Feller (SUI) sowie Titelträger Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team WINWARD Racing, Mercedes-AMG) die Top Ten. Als bester Porsche-Fahrer startet Laurens Vanthoor (BEL, SSR Performance) vom elften Startplatz.

Die enorme Leistungsdichte in der DTM zeigt sich auch durch die geringen Unterschiede: Vom Trainingsschnellsten Nico Müller bis hin zu Newcomer David Schumacher (GER, Mercedes-AMG Team WINWARD, Mercedes-AMG) auf Platz 24 lagen die Rundenzeiten innerhalb von neun Zehntelsekunden.

Quelle: dtm.com

Samstag, 30. April 2022

Auftakt-Drama in Portimão: Lucas Auer ist der erste DTM-Sieger 2022

  • Österreicher Lucas Auer gewinnt vor Luca Stolz und Mirko Bortolotti
  • Doppelsieg für Mercedes-AMG vor Lamborghini
  • Zweites Saison-Rennen folgt direkt am Sonntag, Start: 13:30 Uhr (MESZ)

Der Sieger aus rennen 1, #22 Lucas Auer im Mercedes-AMG © DTM 

Lucas Auer ist der erste Sieger der DTM-Saison 2022! Der Österreicher triumphierte auf der Algarve-Achterbahn in Portimão im WINWARD Mercedes-AMG vor dem Deutschen Luca Stolz im HRT Mercedes-AMG und dem Italiener Mirko Bortolotti im GRT Lamborghini. Kelvin van der Linde (RSA, Team ABT Sportsline) wurde bester im Audi, der Norweger Dennis Olsen holte bei seinem DTM-Debüt im Porsche mit SSR Performance Rang 5. Bester BMW-Pilot war Schubert-Fahrer Sheldon van der Linde, der Siebter wurde.

„Ich bin überglücklich“, freute sich Sieger Auer. „Wir hatten eine gute Strategie, das war der Schlüssel heute. Ich hatte ein bisschen Glück beim Re-Start, aber das ist Racing.“ Dabei profitierte Auer von einem Re-Start nach 21 Runden.

Lange Zeit sah Bortolotti wie der sichere Sieger aus. Der Italiener hatte sich am Vormittag im Lamborghini des Grasser Racing Teams die Pole Position gesichert, war auch im Rennen lange vorne. Doch eine Saftey-Car-Phase, die ein technisch bedingter Ausfall seines Teamkollege Rolf Ineichen (SUI) auslöste, brachte das Feld wieder zusammen. Beim Re-Start hatte Bortolotti Probleme, musste Auer, Stolz und Maro Engel ziehen lassen. Bortolotti: „Ich hatte einfach keine Leistung beim Re-Start. Ich habe keine Ahnung, was passiert ist, das hatte ich noch nie.“

Am Ende krallte sich Bortolotti nach einem rundenlangen packendem Duell mit Engel das Podium, direkt hinter ihm kam Kelvin van der Linde ins Ziel. Der ABT Audi-Pilot war von Platz 17 gestartet, profitierte von einer starken Strategie und hielt sich beim Re-Start schadlos. Das gelang René Rast (GER, Team ABT, Audi) und Felipe Fraga (BRA, Red Bull AlphaTauri AF Corse, Ferrari) nicht, beide schieden nach einer Berührung aus. Rallye-Ikone Sébastien Loeb (FRA, Red Bull AlphaTauri AF Corse, Ferrari) wurde 16., David Schumacher (Mercedes-AMG Team WINWARD, Mercedes-AMG) fuhr bei seinem DTM-Debüt auf Rang 20. Luca Stolz gewann mit einer Zeit von 1:41,154 Minute den Autohero Fastest Lap Award und sicherte sich so einen Extrapunkt.

Nach dem spannenden Auftaktrennen hauen die 29 Piloten aus dem Top-Feld der DTM direkt am Sonntag wieder alles raus. Dann steht um 13:30 (MESZ) das zweite Saisonrennen in Portimão auf dem Programm.


Bortolotti holte erste Pole der Saison

Mirko Bortolotti holt die erste Pole der Saison 2022
Foto: Jens Hawrda

Während die Konkurrenz wie üblich einen ersten Qualifying-Run absolvierte und dann für frische Reifen an die Box kam, wartete Mirko Bortolotti bis zum Schluss des DTM-Qualifyings in Portimão, um auf die Strecke zu gehen. Der Poker zahlte sich aus: Der Italiener fuhr im Lamborghini des Grasser Racing Team eine Zeit von 1:39,678 Minuten und sicherte sich damit den besten Startplatz für das erste DTM-Rennen der Saison 2022. Sowohl für Bortolotti als auch für Lamborghini war es jeweils die erste Pole-Position in der DTM-Geschichte.

Zur Halbzeit des 20-minütigen Zeittrainings hatte Lucas Auer im WINWARD Mercedes-AMG mit einer Zeit von 1:39,937 Minuten noch die Führung inne, vor Felipe Fraga im Red Bull Ferrari und Nico Müller im Rosberg Audi. Währenddessen beobachtete Mirko Bortolotti das Geschehen noch aus der Box, erst ganz zum Schluss fuhr der Italiener raus. Und wie: Mit 1:39,924 Minuten in seiner ersten schnellen Runde fuhr er hinter Felipe Fraga (1:39,738) zunächst auf Rang zwei, legte dann noch mal nach und sicherte sich mit 1:39,678 Minuten die Pole-Position.

Klar, dass der DTM-Neuling zufrieden war: „Es fühlt sich unglaublich an, hier auf Pole zu stehen. Das ist die Belohnung für die gute Arbeit über den Winter. Wir haben allerdings im vergangenen Jahr schon gesehen, dass in der DTM alles passieren kann, es kann jederzeit einen Re-Start geben. Im Rennen wird es also spannend.“

Hinter Bortolotti fuhr der kanadische DTM-Debütant Mikaël Grenier (1:39,689) im Mercedes-AMG des Teams GruppeM Racing auf Rang zwei, gefolgt von seinem österreichischen Markenkollegen Auer (1:39,719). Grenier sagte: „Wir haben ein wirklich gutes Auto, wir sollten im Rennen gut sein. Aber es ist mein erstes DTM-Rennen, ich weiß nicht, was am Start auf mich zukommen wird.“ Auer kommentierte: „Es wird ein hartes Rennen. Es wird vor allem um die richtige Strategie gehen und darum, die Reifen richtig zu behandeln.“

Fraga beendete das Training als Vierter vor Nicki Thiim im T3 Lamborghini. Sheldon van der Linde war mit Rang sieben hinter Maro Engel (Mercedes-AMG, GruppeM Racing) bester BMW-Fahrer im M4 des Teams Schubert Motorsport. Luca Stolz, Mercedes-AMG, HRT), Titelverteidiger Maximilian Götz (Mercedes-AMG, WINWARD Racing) sowie Nico Müller (Audi, Team Rosberg) komplettierten die Top Ten. Schnellster Porsche-Fahrer war Dennis Olsen im 911 des SSR Performance-Teams auf Platz 19, Rallye-Ass Sébastien Loeb qualifizierte sich im AlphaTauri Ferrari für sein erstes DTM-Rennen als 21.

Quelle: dtm.com