Montag, 26. Juli 2021

DTM Trophy: Engländer William Tregurtha Mann der Stunde

  • Merecdes-AMG-Fahrer: erster Sieg und zum vierten Mal auf dem Podium
  • BMW-Duo mit Ben Green und Michael Schrey auf den Plätzen zwei und drei
  • Tregurtha als Tabellenführer zum nächsten Rennwochenende auf dem Nürburgring

William Tregurtha (GBR), Mercedes-AMG, CVPG © DTM

Erster Sieg, vierter Podiumsrang im vierten Rennen und Tabellenführung ausgebaut: William Tregurtha ist der Mann der Stunde in der DTM Trophy. Auf dem DEKRA Lausitzring erkämpfte der Engländer im Mercedes-AMG des Niederzissener Teams CV Performance Group seinen ersten Sieg in dieser Nachwuchsserie auf der DTM-Plattform. Sowohl in beiden Rennen in Monza als auch am Samstag in der Lausitz hatte Tregurtha sich jeweils einen Podiumsplatz gesichert. Im BMW von FK Performance Motorsport fuhr mit Ben Green ein weiterer Brite auf Platz zwei. Wolfgang Schrey (BMW, Hofor Racing by Bonk Motorsport) komplettierte als bester Deutscher das Podium. Wie auch am Samstag war Stéphane Kox die bestplatzierte Rennfahrerin im Starterfeld. Im Toyota von Ring-Racing eroberte die Niederländerin als Achte die ersten Meisterschaftspunkte. Die Saisonrennen fünf und sechs werden vom 20. bis 22. August auf dem Nürburgring ausgetragen.

„An der Universität habe ich mit Ben Green in einem Raum gelebt. Jetzt ist es fantastisch, auf der Rennstrecke gegen ihn zu kämpfen“, so William Tregurtha. „So kann es weitergehen. Unser Ziel ist es, weitere Rennsiege zu erzielen und die Meisterschaft zu gewinnen.“

Tim Heinemann (GER), Aston Martin, PROsport Racing © DTM

Der amtierende Meister Tim Heinemann (GER) nahm das Sonntagrennen von der Pole-Position auf. Hinter dem Aston Martin von PROsport Racing folgten der Österreicher Florian Janits (KTM/True Racing by Reiter Engineering) und Michael Schrey. Der Polesitter konnte die Spitze sicher verteidigen und bog vor Janits und Ben Green in die erste Kurve ein. Green konnte in der zweiten Kurve Janits passieren, im nächsten Umlauf zog er aus dem Windschatten am führenden Heinemann vorbei. Noch im Verlauf der gleichen Runde konnte Heinemann erfolgreich kontern.

In der vierten Runde griff Janits beim Anbremsen auf die zweite Kurve Ben Green an. Dabei verlor der Österreicher die Kontrolle über den KTM und kollidierte heftig mit dem Aston Martin von Tim Heinemann. Für Heinemann und Janits bedeutete dieser Unfall das vorzeitige Aus. Zur Bergung der Fahrzeuge rückte das Safety-Car aus. Beim Restart war Auftaktsieger Green der Spitzenreiter, gefolgt von Tregurtha und Schrey.

Vortagessieger Nico Verdonck (BEL) nahm mit dem Toyota von Ring-Racing als Vierter das Rennen wieder auf, verlor dann jedoch zwei Positionen an Theo Oeverhaus (GER) im BMW von Walkenhorst Motorsport und Lucas Mauron (SUI) im Audi von Heide-Motorsport. Im weiteren Rennverlauf verlor Mauron zunehmend den Anschluss an die vier Bestplatzierten. Der Audi-Pilot musste sich Verdonck und dem Schweizer Yann Zimmer (BMW/FK Performance) erwehren. Kurz darauf kollidierte Zimmer mit Verdonck, für den das Rennen damit beendet war.

Das Rennen der DTM Trophy, welches den erstmals wieder anwesenden Zuschauern zahlreiche packende Positionskämpfe lieferte, hielt noch einen letzten Höhepunkt parat. In der letzten Kurve der 15. Runde startete Tregurtha ein beherztes Manöver. Nach einem Rad-an-Rad-Kampf übernahm der Mercedes-AMG-Pilot die Führung. Tregurtha kam zwar in der folgenden Runde mit zwei Rädern neben die Strecke, sein britischer Landsmann hatte jedoch keine Chance mehr an ihm vorbeizukommen.

Deutsche GT-Meisterschaft freut sich auf Fans am Lausitzring

  • Tickets im Vorverkauf bereits ab 22,50 Euro
  • Günstige Ticketpreise für die ganze Familie, freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahre
  • Volles Programm mit ADAC TCR Germany, GTC Race und Tourenwagen Classics

Foto: Jens Hawrda

Die Deutsche GT-Meisterschaft freut sich auch beim fünften Rennwochenende der Saison 2021 vom 10. bis 12. September auf dem DEKRA Lausitzring auf Fans auf den Tribünen. Ab dem 4. August können Fans online unter adac.de/motorsport sitzplatzgenau ihr Ticket für die Rennen des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring buchen – und das für ADAC Mitglieder zu unschlagbaren Preisen ab 22,50 Euro. Bei freiem Eintritt für Kinder bis 12 Jahren ist das ADAC GT Masters ein Motorsporterlebnis für die gesamte Familie.

In der Lausitz profitieren die Fans von den attraktiven und familienfreundlichen Ticketangeboten der Deutschen GT-Meisterschaft: Das Tagesticket gibt es für ADAC Mitglieder bereits ab 22,50 Euro, das Wochenendticket ab 36 Euro. (Nicht-Mitglieder 25 Euro und 40 Euro). Für Kinder bis einschließlich zwölf Jahre ist der Eintritt in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen frei. Ein erwachsenes ADAC Mitglied kann so gemeinsam mit zwei Kindern unter zwölf Jahren auf seinem frei wählbaren Wunschsitzplatz schon für 36 Euro (Nicht-Mitglieder 40 Euro) ein Wochenende lang geballte Motorsportaction erleben. Besucher können sich online unter adac.de/motorsport ihren Wunschsitzplatz aussuchen und erhalten ihr Ticket bequem zum selbst ausdrucken. Die sitzplatzgenaue Buchung stellt den Mindestabstand unter den Besuchern auf der Tribüne sicher. Für das Wochenende geltende Corona-Schutzmaßnahmen werden rechtzeitig vorher veröffentlicht.

Die Rennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Lausitzring bieten auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit einen spannenden Mischung aus GT-Rennfahrzeugen und Tourenwagen. Neben der ADAC TCR Germany starten dort auch die GT-Sportwagen der GTC Race und die Tourenwagen Classics mit legendären Rennwagen aus den 1980er und 1990er Jahren wie Ford Sierra Cosworth, BMW 635 CSi und M3 E30 oder Mercedes 190E 2,5-16.

Sonntag, 25. Juli 2021

ADAC GT Masters kann Anfang August nicht am Nürburgring starten

Foto: Jens Hawrda

Nach der tragischen Flutkatastrophe in der Eifel und den umliegenden Regionen wird der Nürburgring und seine Infrastruktur noch mindestens bis zum 8. August von den Rettungsdiensten als Zentrale für die Koordination der Hilfsmaßnahmen in der Region genutzt. Das für Anfang August geplante vierte Rennwochenende der Deutschen GT-Meisterschaft kann unter diesen Umständen nicht wie geplant auf dem Nürburgring ausgetragen werden. Ein Nachholtermin oder ein alternativer Austragungsort werden derzeit geprüft und in Kürze veröffentlicht.

„Die Bilder aus der Eifel und den umliegenden Regionen haben uns alle erschüttert. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gilt den betroffenen Menschen, unser Respekt gilt den Rettungskräften in der Region, zu der alle Motorsportler eine ganz besondere Beziehung haben. Seit dem vergangenen Wochenende sind die ADAC Luftrettung, die ADAC Straßenwacht und zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus den ADAC Regional- und Ortsclubs vor Ort im Einsatz, um zu unterstützen. Der Nürburgring leistet mit seinem Team einen entscheidenden Beitrag für die Hilfe in der Region. Für das ADAC GT Masters prüfen wir nun gemeinsam mögliche Nachholtermine“, sagt ADAC Vorstand Lars Soutschka.

Das eine Woche vor dem ADAC GT Masters vom 30. Juli bis 1. August auf dem Nürburgring geplante und vom MSC Bork veranstaltete ADAC Racing Weekend wird ebenfalls nicht ausgetragen. Informationen zu einem möglichen Nachholtermin folgen auch hierzu in Kürze.

Alle für das ADAC GT Masters auf dem Nürburgring bereits gekauften Tickets behalten ihre Gültigkeit, auch bei einem alternativen Austragungsort. Bei Fragen zu Tickets steht Ticketkäufern der Kundenservice des ADAC GT Masters-Ticketshop unter 0351 / 30708010 oder per E-Mail unter hello@etix.com zur Verfügung.

Quelle: ADAC GT-Masters



Vierter Sieger im vierten Rennen: Diesmal triumphiert DTM-Rückkehrer Maximilian Götz

  • Zwei Mercedes-AMG-Siege auf dem DEKRA Lausitzring
  • Kelvin van der Linde verteidigt Tabellenführung vor Liam Lawson
  • Überhöhte Turn 1 bereitete Runde für Runde mehr Spaß
  • Drittes DTM-Rennwochenende vom 06. bis 08. August in Zolder

Dichtgestaffelt und teils nebeneinander durch die überhöhte Kurve: das DTM-Feld nach dem Start
© DTM

Vierter Sieger im vierten Rennen – die DTM 2021 präsentiert sich auch am zweiten Rennsonntag äußerst spannend und abwechslungsreich. Erstmals wieder vor Zuschauern, feierte Maximilian Götz auf dem DEKRA Lausitzring am Sonntag seinen ersten DTM-Sieg. Für das junge Mercedes-AMG Team HRT von Hubert Haupt war es der erste Triumph in der Traditionsserie. Götz (GER), der schon 2015/16 in der DTM startete, setzte sich in einem spannenden Rennen gegen Red Bull-Junior Liam Lawson (NZL) im Ferrari und den Südafrikaner Kelvin van der Linde  im Audi (ABT Sportline) durch. Somit waren drei Marken auf dem Podium vertreten.

Vor dem dritten Rennwochenende der DTM vom 06. bis 08. August im belgischen Zolder führt unverändert Kelvin van der Linde mit 69 Punkten die DTM-Fahrerwertung vor Liam Lawson (65) an. Dahinter folgen Philip Ellis (SUI, Mercedes-AMG, Team WINWARD) mit 48 und Maximilian Götz mit 46 Punkten.

„Für mich ist heute ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Dieser DTM-Sieg bedeutet mir sehr viel“, sagte Maximilian Götz. „Ich danke Hubert Haupt, dass ich diese zweite Chance in der DTM bekommen habe. Hubert Haupt lebt für die DTM, umso mehr bin ich stolz, seinem Team diesen Premieren-Sieg beschert zu haben.“

Die Entscheidung zugunsten von Götz fiel durch Probleme des führenden Kelvin van der Linde und einen Fehler des zweitplatzierten Liam Lawson. Als Lawson nach acht Runden zum Pflichtreifenwechsel an die Box kam, würgte er beim Losfahren den Motor ab und verlor dadurch entscheidend Zeit. „Ich kann mich beim Team für diesen Fehler nur entschuldigen“, so der Neuseeländer. In Runde 27 folgte das Drama um Kelvin van der Linde. Plötzlich wurde der ABT-Audi langsamer. „Das Auto ging aus, ich musste einen kompletten Reset durchführen. Zum Glück habe ich nur zwei Plätze verloren“, berichtete van der Linde.

Überhaupt, es war ein packendes Rennen mit vielen Positionskämpfen. Mit Tempo 250 donnerte das Feld atemberaubend durch Turn 1. Philip Ellis, der Sieger vom Samstag, verteidigte zunächst von Startplatz eins aus die Führung, doch noch vor Ende der ersten Runde presste Lawson seinen Ferrari mit einem sehenswerten Manöver am Mercedes-AMG von Ellis vorbei. Auch Kelvin van der Linde kam Ellis immer näher und zog in Runde drei vorbei. Mehrfach jagten DTM-Rennwagen nebeneinander um den Kurs, „two wide“, wie das die Amerikaner nennen, und manchmal auch „three wide“, also zu dritt nebeneinander. Mike Rockenfeller im ABT-Audi und Vizemeister Nico Müller (SUI) im Rosberg-Audi führten das Feld lange an, bis sie spät in die Boxengasse abbogen, um neue Reifen montieren zu lassen. Götz war nun auch real der Führende vor Lawson und Kelvin van der Linde. Dahinter hetzte ein flotter Zug mit sieben Rennwagen dem Trio hinterher, angeführt von Ellis, gefolgt vom drängelnden Sheldon van der Linde (RSA, ROWE-Racing) vor BMW-Markenkollege Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport), Daniel Juncadella (ESP, Mercedes-AMG, Team GruppeM) und Mike Rockenfeller. Die Top 10 komplettierten Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG, Team WINWARD) und Nico Müller.

Reichlich Abwechslung gab es in der Lausitz das gesamte Wochenende über auf dem Podium sowie im gesamten Feld. An beiden Tagen standen insgesamt fünf verschiedene Fahrer auf dem Siegerpodest. Am Samstag erzielte Philip Ellis als dritter Schweizer einen DTM-Sieg und verwies dabei Lawson und Ex-Meister Mike Rockenfeller (GER, Audi, ABT Sportsline) auf die Plätze. Monza-Sieger Lawson, mit 19 Jahren der jüngste Fahrer im Feld, war der einzige, der an beiden Tagen auf dem Podium stand – und das zum dritten Mal im vierten Rennen.

Im Fokus stand auf Deutschlands jüngster Rennstrecke die erste Kurve, 300 Meter lang und überhöht. Die Premiere der Steilkurve war ein absoluter Gewinn für Fahrer und Fans. „Ich war mir nicht sicher, wir es mit Turn 1 laufen würde“, so Götz, „aber es ist absolut prima gelaufen und hat von Runde zu Runde mehr Spaß gemacht. Es ist anspruchsvoll. Ich bin sicher, dass es auch den Fans gefallen hat.“


DTM Qualifying 2: Samstag Sieger Ellis holt Pole am Sonntag

Lawson, Ellis und Götz (v.l.) die ersten drei des Qualifyings
Foto: dtm.com

Am Samstag der erste Rennsieg in der DTM, am Sonntag die erste Pole-Position: Der Schweizer Philip Ellis (Mercedes-AMG, Team WINWARD) zeigt sich auf dem DEKRA Lausitzring bislang in Höchstform. Im Zeittraining für das zweite Rennen (Start um 13.30 Uhr, live in SAT.1 ab 13.00 Uhr) sicherte sich der 28-Jährige mit einer Zeit von 1:30,292 Minuten die beste Ausgangsposition.

"Unglaublich, ich kann es kaum fassen, wie gut es momentan läuft", sagte Philip Ellis nach seinem Trainingserfolg. "Trotz 25 Kilogramm als Zusatzgewicht nach dem Sieg jetzt die erste Pole in der DTM! Das Team hat mir auch heute wieder ein hervorragend vorbereitetes Auto hingestellt, vielen Dank dafür!"

Dabei hatte Ellis im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrer im Feld in der ersten Hälfte des 20-minütigen Zeittrainings keine gezeitete Runde absolviert. Zur Halbzeit lagen zwei Mercedes-AMG-Fahrer im pinkfarbenen BWT-Design auf den ersten beiden Positionen: Daniel Juncadella (ESP, Team GruppeM) hatte mit einer Zeit von 1:31,505 Minuten die Führung inne, Maximilian Götz (GER, Team HRT) wurde auf Platz zwei geführt, vor Nico Müller (SUI, Audi, Team Rosberg) und zwei weiteren Mercedes-AMG-Fahrer, nämlich Vincent Abril (MON, Team HRT) und Arjun Maini (IND , Team GetSpeed).

In der zweiten Hälfte des Trainings wurde dann schon bald die 1:31er-Marke geknackt, zunächst von Abril, dann auch von den meisten anderen Fahrern. Ellis fuhr drei Minuten vor Schluss die Bestzeit, die auch bis zum Schluss Bestand hatte – seine erste Pole-Position war perfekt. Monza-Sieger Liam Lawson fuhr im Red Bull-Ferrari auf Platz zwei, gefolgt von Maximilian Götz und Kelvin van der Linde (RSA, Audi, Team ABT Sportsline). Auf den Positionen fünf bis acht wechselten sich mit Timo Glock (GER, ROWE Racing), Lucas Auer (AUT, Team WINWARD), Sheldon van der Linde (RSA, ROWE Racing) und Daniel Juncadella jeweils ein BMW- und ein Mercedes-AMG-Fahrer ab. Arjun Maini und Mike Rockenfeller (GER, Audi, Team ABT Sportsline) komplettierten die Top Ten.

Nach ihrem Unfall im Samstagsrennen konnte die Britin Esmee Hawkey mit einem Ersatz-Lamborghini des Dresdener Teams T3 Motorsport am Zeittraining teilnehmen. Für Sophia Flörsch (GER, Audi, Team ABT Sportsline) war das Technikmalheur vom Samstag noch nicht gelöst: An ihrem Auto gab es weiterhin Probleme mit dem Benzindruck, so dass sie keine gezeitete Runde absolvieren konnte.

Quelle: dtm.com