Mittwoch, 16. Juni 2021

AF Corse-Teamchef Amato Ferrari zum DTM-Auftakt: „In Monza dürfen wir eine tolle Show erwarten“

  •  Teamsitz in Piacenza: nur 80 Kilometer Anreise nach Monza
  •  Teamchef Amato Ferrari: „DTM eine der besten Plattformen der Welt!“
  •  Drei „fantastische“ Red Bull-Fahrer: Alex Albon, Nick Cassidy und Liam Lawson
  •  Saisonauftakt vom 18. bis 20. Juni im Königlichen Park von Monza

Die beiden Ferrari von AF Corse © DTM 

Mit Formel-1-Pilot Alex Albon und Red Bull-Jungstar Liam Lawson startet das italienischeTeam AF Corse am kommenden Wochenende (18.-20. Juni) das Projekt DTM. Gerade einmal 80 Kilometer sind es vom Firmensitz in Piacenza zur Rennstrecke nach Monza, wo die DTM in die neue Saison startet. „Es hat sicherlich einen großen Symbolwert, dass wir unsere DTM-Geschichte gerade in Italien anfangen“, sagt Teamchef Amato Ferrari im Interview mit dem Webportal DTM.com. Der ehemalige Rennfahrer ist überzeugt: „In Monza dürfen wir eine tolle Show erwarten.“

Nach seiner aktiven Karriere als Fahrer hat Amato Ferrari 1995 sein eigenes Team gegründet: AF Corse. Von Beginn an erkämpfte sich die Mannschaft aus Piacenza südlich von Mailand mit Maserati und vor allem Ferrari großartige Erfolge. Dreimal siegte AF Corse bei den 24 Stunden von Le Mans, in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gewann AF Corse sechs Team- und Fahrertitel sowie fünf Hersteller-Titel für Ferrari. Jetzt stellt sich das Team gemeinsam mit Partner Red Bull einer neuen Herausforderung. „Die DTM ist eine der besten Plattformen der Welt. Sie ist eine großartige Mischung aus mehreren Faktoren: Marken, Fahrer, Teams, Rennstrecken“, lautet die Einschätzung von Amato Ferrari.

Mit den drei Red Bull-Piloten Alex Albon (THA) und Nick Cassidy (NZL), die sich das Cockpit des AlphaTauri-Ferrari teilen, sowie Liam Lawson (NZL) im Red Bull-Ferrari hat AF Corse drei heiße Eisen im Feuer. „Es sind drei fantastische Fahrer. Wirkliche Profis und sehr gut für den Teamgeist. Es ist eine wahre Freude, sie im Team zu haben,“ unterstreicht der Teamchef im Interview mit DTM.com. In der DTM ist für AF Corse nicht alles wie gewohnt - wie beispielsweise die DNA der DTM: ein Fahrer pro Fahrzeug. „Es ist für uns ein neues Format. Wir sind es gewohnt, für jedes Auto und jedes Rennen mit mehreren Fahrern zu planen. In der DTM wird das Auto viel mehr an die Wünsche eines einzelnen Fahrers angepasst.“

Für Amato Ferrari ist das Ziel klar: „Wir wollen unser Bestes geben und möglichst viele Siege und Podiumsplätze einfahren. Für Monza hoffe ich auf einen tollen Start, bei dem wir wichtige Punkte einfahren.“ 

Corvette-Triumph im Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Red Bull Ring

  •      Jeffrey Schmidt und Marvin Kirchhöfer holen ersten Saisonsieg
  •     Audi-Piloten Kim-Luis Schramm und Dennis Marschall in Pirelli-Junior-Wertung vorn
  •     Lamborghini-Fahrer Rolf Ineichen gewinnt wie am Vortag in Pirelli-Trophy-Wertung

  Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt holten ihren ersten Saisonsieg
Foto: ADAC-Motorsport

Jubiläumserfolg für Corvette in einem spektakulären und bis zur letzten Runde spannenden Rennen auf dem Red Bull Ring: Jeffrey Schmidt (27/CH) und Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren im spannenden Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft nicht nur zu ihrem ersten Saisonsieg, sie holten auch den zehnten Triumph für den US-Sportwagen auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging mit weniger als einer Sekunde Rückstand an die Pole-Setter Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Dennis Marschall (24/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece) im besten Audi. Die BMW-Piloten Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport) sorgten als Dritte für viel Abwechslung auf dem Podium. „Ein toller Erfolg. Wir hatten sehr schnelle Jungs hinter uns, da durfte man sich keinen Fehler erlauben”, freute sich Sieger Schmidt. „Wir mussten alles geben.“

Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg

Streckenlänge: 4.318 Meter

Wetter: 24 Grad, sonnig

Pole-Position: Dennis Marschall (Rutronik Racing by Tece, Audi R8 LMS), 1.28,842 Min.

Sieger: Jeffrey Schmidt/Marvin Kirchhöfer (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R)

Schnellste Rennrunde: Dries Vanthoor (Team WRT, Audi R8 LMS), 1.29,679 Min.

Corvette schon in erster Runde vorn

Das Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring begann spektakulär: Während an der Spitze Marvin Kirchhöfer mit seiner Corvette an Pole-Setter Dennis Marschall vorbeiging und die Führung übernahm, rutschte Mercedes-AMG-Pilot Maro Engel (35/Monte Carlo, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) nach einer unverschuldeten Kollision ausgangs der ersten Kurve in die Leitplanken. Die Folge des Unfalls, den Engel unversehrt überstand: eine rund 45-minütige Rennunterbrechung zur Bergung des Autos und Reparatur der Streckenbegrenzung. Nach dem Restart blieben Kirchhöfer und Partner Jeffrey Schmidt, der zur Rennmitte die Corvette übernahm, bis ins Ziel vorn. Während der gesamten Renndistanz stand das führende Corvette-Duo unter dem Druck des zweitplatzierten Audi, der nie mehr als 1,5 Sekunden zurücklag. Am Ende betrug der Vorsprung von Kirchhöfer/Schmidt 0,842 Sekunden auf Dennis Marschall und Kim-Luis Schramm, die mit Rang zwei das bisher beste Ergebnis von Audi im ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring einfuhren. Das Audi-Duo gewann damit wie am Vortag die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer.

In einer spannenden Schlussphase nach einer späten Safety-Car-Phase setzten sich die BMW-Piloten Nick Yelloly und Jesse Krohn erst in der vorletzten Runde im Kampf um Rang drei durch. Platz vier holten sich im letzten Umlauf die Lamborghini-Werkspiloten und Tabellenzweiten Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, beide GRT Grasser Racing Team) von ihren Teamkollegen Rolf Ineichen (42/CH) und Franck Perera (37/F, beide GRT Grasser Racing Team), die Fünfte wurden. Ineichen feierte seinen zweiten Sieg des Wochenendes in der Pirelli-Trophy-Wertung.

Die Samstagssieger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) verteidigten als Sechste mit ihrem Porsche 911 GT3 R die Tabellenführung, ihr Punktepolster beträgt nach vier von 14 Rennen 16 Zähler. Nach einer starken Aufholjagd von Startplatz 18 kamen die Audi-Piloten Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) noch auf Rang sieben, dahinter folgten als Achte Igor Waliłko (23/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) im besten Mercedes-AMG GT3 Evo vor David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik) im Porsche sowie den zehntplatzierten Markenkollegen Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR).

Stimmen der Sieger

Marvin Kirchhöfer: „Wir konnten im Qualifying einen guten Grundstein für den hier sehr entscheidenden Start legen. Das Rennen war echt fordernd für uns beide. Jeffrey hat die zweite Hälfte des Rennens sehr gut gemanagt, es war nicht so einfach, wie es von außen aussah. Die Pace der ersten drei war sehr identisch, aber wir konnten bei den Restarts einen Vorsprung herausfahren und die Position gut halten. Die Corvette funktioniert wirklich gut auf dem Red Bull Ring und wir freuen uns sehr über das erfolgreiche Wochenende.“

Jeffrey Schmidt: „Hier zu gewinnen ist sehr schwer, wir konnten uns keine Fehler erlauben. Wir haben alles gegeben und sind sehr froh über den Sieg. Am Start konnten wir uns gut aus dem Chaos raushalten und nach den Restarts sind wir gut weggekommen. Ich freue mich schon auf Zandvoort.“

Montag, 14. Juni 2021

Vierter Saisonsieg für Schrey/Piana auf dem Red Bull Ring

  •  BMW-Duo in der Saison 2021 weiterhin ungeschlagen
  •  Théo Nouet mit nächstem Sieg in der Junior-Wertung
  •  Neumann/Bölting gewinnen Trophy-Wertung

Schrey / Piana bisher ungeschlagen
Foto: Jens Hawrda

Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sind in der ADAC GT4 Germany nicht zu stoppen. Das BMW M4 GT4-Duo gewinnt auch das Sonntagsrennen auf dem Red Bull Ring und baut damit die Siegesserie von vier Erfolgen in den bisherigen vier Läufen der Saison 2021 weiter aus. Rang zwei ging an Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (18/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT4 vor Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Dennis Fetzer (20/Buseck, beide Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4. „Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir die ersten vier Rennen gewinnen würden, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Dass wir das nun erreicht haben, ist einfach unfassbar“, jubelte Piana nach der Podiumszeremonie.

Das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany begann fulminant: Der von Platz sechs gestartete Porsche-Pilot Møller Madsen machte in der ersten Runde fünf Plätze gut und übernahm sehenswert die Führung. Ihm folgten zunächst Pole-Setter Christer Jöns (33/Ingelheim, Dörr Motorsport) im McLaren und Nouet im Mercedes-AMG. Kurz nachdem diese beiden die Plätze getauscht hatte, wurde das Rennen aber mit einer roten Flagge unterbrochen.

Alexander Tauscher (18/Mitterfels, Küs Team Bernhard) schlug im Porsche ausgangs Turn 1 in die Leitschiene ein, die daraufhin repariert werden musste. Tauscher blieb unverletzt. Auch nach dem Re-Start machte zunächst Møller Madsen die Pace an der Spitze. Es entwickelte sich im weiteren Rennverlauf schließlich ein atemberaubender Vierkampf um die Führung, in den neben dem Dänen, Nouet und Jöns auch Michael Schrey eingreifen konnte. Der BMW-Pilot hatte letztendlich das beste Händchen und fuhr innerhalb von wenigen Kilometern von Platz vier an die Spitze.

„Ich hatte heute den siebten Sinn und viele Lücken gesehen. Ich wusste, wo ich mich zurückhalten und wo ich angreifen musste. Es hat einfach immer gepasst und ich konnte die drei Jungs vor mir überholen. Als ich vorne war, gab es ein großes Lächeln unter meinem Helm“, erklärte Schrey die Situation aus seiner Sicht.

Noch vor den Boxenstopps schnappte sich Nouet Møller Madsen, sodass er den Mercedes-AMG auf Position zwei liegend an Teamkollege Marschalkowski übergab. Schreys Teamkollege Piana sicherte derweil die Führung und konnte sich einen kleinen Vorsprung aufbauen. Hinter Dennis Fetzer, der von Møller Madsen übernahm, fuhr zunächst Fred Martin-Dye im Dörr-McLaren von Jöns. Dieser kollidierte jedoch mit Marc de Fulgencio (21/ESP) im Mercedes-AMG von Leipert Motorsport, was schließlich noch eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte.

An den ersten drei Positionen änderte sich nach dem Re-Start nichts mehr. Schrey/Piana fuhren zum Sieg vor Marschalkowski/Nouet, was für den Franzosen den Sieg in der Junior-Wertung bedeutete. „Ich hatte zunächst einen recht entspannten Stint. Dann kam der Mercedes-AMG jedoch immer näher und nach dem Safety-Car war er ganz dicht an mir dran. Aber ich konnte den Re-Start gut managen und blieb vorne. Der Sieg gehört aber zu 80 Prozent Michael. Er hat eine unglaubliche Performance gezeigt“, lobte Piana.

Hinter Fetzer/Møller Madsen wurden Ben Dörr (16/Butzbach) und Nico Hantke (17/Hürth, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4 vierte vor Robert Haub (31/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG sowie Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4. Rang sieben ging an das Porsche-Duo Moritz Wiskirchen (18/Euskirchen) und Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, beide Team Allied-Racing) vor Marcel Lenerz (23/Ludwigsau) und Michael von Zabiensky (20/Oschersleben, beide Schubert Motorsport) im BMW. Die Top Zehn komplettierten die Porsche von Max Kronberg (34/Berlin) und Marvin Dienst (24/Lampertheim, beide W&S Motorsport) sowie Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (17/BUL, beide Overdrive Racing). Der Sieg in der Trophy-Wertung ging an die Porsche-Fahrer Tano Neumann (46/BUL) und Joachim Bölting (54/Gelsenkirchen, beide Overdrive Racing).

Das nächste Rennwochenende der ADAC GT4 Germany findet von 9. bis 11. Juli 2021 auf dem CM.com Circuit Zandvoort in den Niederlanden statt. „Zandvoort ist eine tolle Strecke mit super Ambiente. Dort wollen wir natürlich auch wieder ganz vorne sein. Doch leider wird unsere Siegesserie irgendwann reißen, das ist natürlich auch klar“, schaute Schrey schon auf das Event in den niederländischen Nordsee-Dünen voraus. 

Perfektes Wochenende für Cupra-Fahrer Scalvini auf dem Red Bull Ring

  • Doppelsieg und maximale Punkteausbeute für Eric Scalvini 
  • Lokalmatador Nico Gruber gewinnt in der Honda Junior Wertung

Grund zur Freude: Wimmer-Werk-Pilot Eric Scalvini gelang
mit zwei Siegen das perfekte Rennwochenende
Foto: ADAC-Motorsport

Was für ein Rennwochenende von Eric Scalvini (26, Wimmer Werk Motorsport): Der Italiener dominierte auch am Sonntag auf dem Red Bull Ring in Österreich in der ADAC TCR Germany und fuhr die maximale Punkteausbeute ein. Durch die beiden Pole-Positions und Rennsiege sammelte Scalvini 70 Punkte und kletterte dadurch in der Meisterschaft auf Rang zwei. Dominik Fugel (Honda ADAC Sachsen) überquerte in seinem Honda Civic TCR die Ziellinie knapp zwei Sekunden später. Hyundai-Pilot Luca Engstler (21, Hyundai Team Engstler) belegte den dritten Rang.

„Ich bin sprachlos. Es ist ein perfektes, fantastisches Wochenende. Mein Team und ich haben heute wieder einen überragenden Job erledigt. Als Team siegen und verlieren wir immer zusammen, aber dieses Wochenende war unfassbar gut. Es lief einfach alles optimal und wir haben das Beste aus uns herausgeholt“, sagte Scalvini.

Scalvini dominierte bei guten äußeren Bedingungen das Geschehen vom Start weg, lies über den gesamten Rennverlauf nichts anbrennen und distanzierte die Konkurrenz auch nach zwei Safety-Car-Phasen immer wieder souverän. Dominik Fugel gelang ebenfalls ein guter Start, der Chemnitzer verteidigte seinen zweiten Startplatz bis ins Ziel und zeigte sich nach dem Rennen zufrieden mit seiner Leistung: „Am Anfang musste ich mich gegen Luca Engstler etwas verteidigen, das ist mir gelungen. Aber Eric Scalvini war heute einfach deutlich zu schnell für uns, wie auch gestern. Deswegen war nicht mehr als Platz zwei für mich drin.“

Der Drittplatzierte Luca Engstler, der noch in Oschersleben beide Rennen gewonnen hatte, konnte seine Meisterschaftsführung in Spielberg weiter ausbauen. „An diesem Wochenende war es einfach nicht möglich, einen Punkt mehr rauszuholen. Deswegen fahre ich mit einem guten Gefühl nach Hause. Ich freue mich für Eric und Dominik, aber am Nürburgring versuche ich natürlich das Ganze wieder umzudrehen“, so Engstler. Der WTCR-Fahrer führt die Rangliste nun mit insgesamt 118 Meisterschaftspunkten weiter an.

Auf dem vierten Platz landete Patrick Sing (29, RaceSing) im Hyundai i30 N TCR. Für den Crailsheimer ist es das beste Ergebnis in der ADAC TCR Germany bislang. Sein Markenkollege Nico Gruber (19, Hyundai Team Engstler) erreichte das Ziel als Fünfter und wurde damit bester Fahrer in der Honda Junior-Wertung. Grubers Teamkollege Martin Anderson (26) belegte Rang sechs, vor Jonas Karklys (21, NordPass) in einem weiteren Hyundai. Robin Jahr im Hyundai vom Team ROJA Motorsport by ASL Lichtblau belegte vor Günter Benninger (60, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra Leon Competición Rang acht. Der Österreicher erreichte mit seinem neunten Platz als schnellster Pilot in der Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer das Ziel. Junior Szymon Ladniak (18, JP Motorsport) fuhr in seinem VW Golf GTI TCR auf den zehnten Platz.

Das nächste Rennwochenende findet vom 06.08.– 08.08. auf dem Nürburgring statt. 

Sonntag, 13. Juni 2021

IDM Superbike Most: Marc Moser holt Pole

Marc Moser (Yamaha) holt seine erste Pole in der IDM Superbike
Foto: Dino Eisele

Diesmal hat es geklappt. Beim Saisonauftakt in Oschersleben hatte Marc Moser (Bonovo Action by MGM) die Pole Position noch an Florian Alt abgeben müssen, aber im tschechischen Most ließ sich Moser die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Er holte seine erste Pole Position in der IDM Superbike 1000. Sein Plan war aufgegangen. Moser holte die Bestzeit von 1:34,284 min im ersten Qualifying. Eine Vorsichtsmaßnahme, falls es in der zweiten Session regnen würde. „Ich habe gemerkt, dass es eine gute Runde wird. In drei Kurven wäre mir beinahe das Vorderrad eingeknickt. Das war für mich das Zeichen, dass ich am Limit bin“, berichtet Moser.

Der 28-Jährige Yamaha-Pilot ist einer der Kandidaten, der morgen neuer Spitzenreiter in der Gesamtwertung werden könnte. Denn Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) verliert seine Führungsposition auf jeden Fall. Der Ukrainer geht dieses Wochenende seinen Verpflichtungen in der Langstrecken-WM nach und setzt in der IDM aus.

Die gleichen Chancen haben aber auch Mosers Kameraden neben und hinter ihm in der Startaufstellung. Luca Grünwald und das Kiefer Racing Team haben sich binnen kürzester Zeit hervorragend aufeinander eingespielt. Und vor zwei Wochen war Grünwald schon privat für Testzwecke im tschechischen Motodrom. Er wollte mit seinem Teamkollegen Björn Stuppi die Strecke erkunden und möglichst viele Runden fahren. Das zahlt sich jetzt aus.

Bastien Mackels (Team SWPN) verdrängte Dominic Schmitter (Hess Racing) vom dritten Startplatz und schickte den Schweizer in die zweite Reihe. Schmitter hatte das zweite Qualifying ausgelassen und sah tatenlos zu. „Das ist eine Prestigesache. Mir ist es völlig egal, ob ich dritten oder vierten Startplatz losfahre. Da habe ich doch lieber einen Reifen gespart, den wir aufziehen können, falls es morgen einen Abbruch gibt. Ich wäre vorbereitet für den „worst case“. Und er fügt hinzu: Ich glaube, dass wir morgen auch ohne ein zweites Qualifying mit vorne seine werden. Ich hoffe nur, dass die Elektronikprobleme am Motorrad endlich gelöst sind.“

Startaufstellung nach Qualifying (Top-Ten):

1. Marc MOSER (DEU/Yamaha)

2. Luca GRÜNWALD (DEU/BMW)

3. Bastien MACKELS (BEL/Yamaha

4. Dominic SCHMITTER (CHE/Yamaha)

5. Julian PUFFE (DEU/BMW)

6. Philipp STEINMAYR (AUT/Yamaha)

7. Nico THÖNI (AUT/Kawasaki)

8. Vladimir LEONOV (RUS/Yamaha)

9. Marco FETZ (DEU/BMW)

10.MOHR Jan (AUT/BMW)

Quelle: Text: Anke Wieczorek / www.idm.de