Freitag, 11. Juni 2021

Heimspiel für die Österreicher: ADAC TCR Germany in Spielberg

  • Nico Gruber will die Führung in der Honda Junior Challenge auf dem Red Bull Ring ausbauen
  • Kann Tabellenführer Luca Engstler an sein starkes Auftaktwochenende anknüpfen?
  • Drei Gäste ergänzen das Starterfeld

Tabellenführer Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda

Heimspiel für die Österreicher: Die ADAC TCR Germany macht an ihrem zweiten Rennwochenende in diesem Jahr in der Steiermark Halt. Auf dem Red Bull Ring geht es am Wochenende vom 11. bis 13. Juni zur Sache – für die österreichischen Starter der ADAC TCR Germany steht also schon früh ein Highlight auf dem Programm. Und das sogar vor Fans: Unter Berücksichtung eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen maximal 3000 Zuschauer pro Tag die Rennen live auf der Tribüne erleben. Aus Österreich stammen sechs Fahrer sowie die Teams Wimmer Werk Motorsport und Mair Racing Osttirol. Die Rennen der ADAC TCR Germany gibt es live, kostenlos und exklusiv auf TVNOW sowie auf adac.de/motorsport. Um die Rennen auf TVNOW.de zu sehen, ist keine Anmeldung oder Registrierung erforderlich.

„Ich freue mich extrem auf den Red Bull Ring. Im vergangenen Jahr musste ich das Rennen auslassen, weil ich bei der WTCR im Einsatz war. Jetzt kann ich es kaum erwarten, ich kenne die Strecke vom Formelsport, sie ist auf jeden Fall eine meiner Lieblingsstrecken“, sagt Nico Gruber, der für das Hyundai Team Engstler seine zweite Saison in der ADAC TCR Germany absolviert und aktuell in der Honda Junior Challenge vorne liegt: „Wir haben in Oschersleben unsere Pace gezeigt, mein Ziel ist es, wieder in der Honda Junior Challenge zu gewinnen und meinen Vorsprung auszubauen – und natürlich auch wichtige Punkte für mein Team zu holen.“

Auch für Wimmer Werk Motorsport ist das Heimrennen ganz besonders. 2020 war das Team bereits als Gast auf dem Red Bull Ring dabei, nun absolvieren die Österreicher die gesamte Saison in der ADAC TCR Germany und schicken gleich vier Autos ins Rennen. Die beiden Cupra León Competición TCR-Fahrer Günter Benninger und Christian Voithofer sowie Audi RS3 LMS-Pilot Peter Gross (alle Österreich) starten in der neuen Trophy-Wertung. Eric Scalvini (26, Italien) hat im Cupra beim Saisonauftakt in Oschersleben bereits bewiesen, dass er mit der Spitze mithalten kann.

„Ich sehe den zwei Rennen mit einem sehr guten Gefühl entgegen“, sagt Teamchef Felix Wimmer von Wimmer Werk Motorsport. Topfahrer Scalvini soll in der Steiermark an die guten Leistungen anknüpfen. „Eric hat sich großartig bei uns akklimatisiert. Dafür, dass er die Strecke in Oschersleben und auch unser Auto praktisch nicht gekannt hat, war er sogar sensationell unterwegs.“, so Wimmer: „Wenn alles passt, kann Eric in der Topklasse sicher ganz vorne mitfahren.“ Die drei Trophy-Piloten „kennen den Red Bull Ring gut, somit können wir auch hier sicherlich gute Ergebnisse erzielen.“

An der Spitze thront aktuell Luca Engstler (21, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler), dem ein fast perfektes Auftaktwochenende in Oschersleben gelungen ist. Dort feierte er zwei Siege und holte die Startplätze eins und zwei – entsprechend führt der WTCR-Fahrer die Meisterschaft mit 68 Zählern an. Maximal sind an einem Wochenende 70 Punkte möglich. Platz zwei belegt Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der Honda Civic TCR-Fahrer hat 46 Punkte auf dem Konto. Nico Gruber (43 Punkte) folgt dicht dahinter.

Am Red Bull Ring begrüßt die ADAC TCR Germany zudem drei Gäste. Sandro Soubek (27, Österreich, Mair Racing Osttirol) war bereits 2020 dabei und zeigte mit seinem Audi RS3 LMS eine starke Leistung. Lubner Motorsport setzt an diesem Wochenende drei Opel Astra TCR ein: Neben Stammfahrer Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit) sind auch Andreas Höfler (43, Österreich) und Mario Klammer (36, Österreich) am Start.

Die Brüder Dominik (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (19, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) waren am vergangenen Wochenende noch beim ADAC Total 24-Rennen am Start, nun wollen sie in der ADAC TCR Germany nachlegen. Beim Auftakt waren die beiden aufs Podium gefahren, in der Teamwertung belegen sie den zweiten Rang hinter dem Hyundai Team Engstler.

„Der Red Bull Ring ist keine klassische Honda-Strecke, das hat die Vergangenheit gezeigt. Dazu kommt, dass Hyundai auf den Geraden sehr stark ist“, sagte Marcel Fugel vor dem zweiten Rennwochenende der Saison: „Das wird sich eine Herausforderung. Wir müssen schauen, dass wir es auf die Distanz hinbekommen.“

Willkommen zur Highspeed-Hatz: Deutsche GT-Meisterschaft startet auf dem Red Bull Ring

  •     Titelverteidiger Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet sind Tabellenführer
  •     Sieben Fahrer aus Österreich wollen den Heimsieg
  •     Bis zu 3.000 Fans pro Tag können das ADAC GT Masters live verfolgen

Foto: Jens Hawrda

Auf in die Alpen! Die Deutsche GT-Meisterschaft bestreitet am kommenden Wochenende (11.–13. Juni) auf dem Red Bull Ring ihren zweiten Saisonlauf und erstmals in diesem Jahr dürfen Fans an der Rennstrecke wieder mitfiebern. Als Tabellenführer des ADAC GT Masters reisen zwei Porsche-Piloten zum schnellsten Kurs im Kalender: Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Werksfahrer Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance). Dank eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen bis zu 3.000 Fans pro Tag an der Strecke dabei sein. Die beiden Rennen werden am Samstag und Sonntag live ab 13 Uhr von TV-Partner NITRO im Free-TV übertragen. Im Livestream sind sie kostenlos und ohne Registrierung bei TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen.


Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg

Streckenlänge: 4.318 Meter

Layout: 10 Kurven (sieben Rechts-, drei Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren

Sieger 2020, Rennen 1: Henric Skoog/Nick Yelloly (Schubert Motorsport, BMW M6 GT3)

Sieger 2020, Rennen 2: Jens Klingmann/Erik Johansson (MRS GT-Racing, BMW M6 GT3)

ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring im TV und im Stream: Übersicht über die Sendezeiten im Anhang.


Die Favoriten

Nach ihrer Pole-Position und ihrem Sieg am Sonntag beim Auftakt in Oschersleben haben Michael Ammermüller und Mathieu Jaminet in der Gesamtwertung vier Punkte Vorsprung. Der Red Bull Ring favorisiert jedoch die Tabellenzweiten, Vorjahressieger Nick Yelloly (29/GB) und BMW-Werksfahrer-Kollege Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport): Der BMW M6 GT3 gewann drei der vergangenen sechs Rennen in Spielberg. Zu den Siegkandidaten zählt auch die Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition. Der bullige US-Sportwagen hat bereits fünf Mal in Österreich gewonnen. Der dreimalige Red-Bull-Ring-Gewinner Marvin Kirchhöfer (27/Luzern) und Partner Jeffrey Schmidt (27/CH) wollen diese Erfolgsbilanz ausbauen.


Die Lokalmatadoren

Gleich sieben Österreicher wollen am kommenden Wochenende vor heimischem Publikum glänzen: Porsche-Werksfahrer Thomas Preining (22/A, Küs Team Bernhard), Klaus Bachler (29/A, Precote Herberth Motorsport) und Mick Wishofer (21/A, MRS GT-Racing), der führende in der Pirelli-Junior-Wertung, pilotieren einen Porsche 911 GT3 R. Constantin Schöll (22/A) startet in einem Mercedes-AMG der Traditionsmannschaft Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing, Clemens Schmid (30/A) für das unweit vom Red Bull Ring ansässige GRT Grasser Racing Team in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo. Ein rein österreichisches Fahrerduo hat Yaco Racing: Simon Reicher (21/A) und Norbert Siedler (38/A) steuern den Audi R8 LMS des Rennstalls, der ebenfalls mit österreichischer Lizenz antritt.


Die Strecke

Der Red Bull Ring mit seinem einzigartigen Alpenpanorama ist eine der beliebtesten Strecken des ADAC GT Masters. Der 4,318 Kilometer lange Kurs ist auch der schnellste im Kalender und favorisiert Fahrzeuge mit einem hohen Topspeed. Am Wochenende wird reichlich packender Motorsport geboten: Neben dem ADAC GT Masters starten auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany sowie der Porsche Carrera Cup Deutschland.


Die Fans

Für Fans sind am Wochenende die Haupttribüne sowie die Tribünen „Steiermark“ und „Red Bull“ geöffnet. Besucher können ihre Tickets online sitzplatzgenau im Vorverkauf unter adac.de/motorsport buchen, der Online-Vorverkauf ist noch bis zum 10. Juni geöffnet. Für alle Zuschauer gelten die in Österreich üblichen 3G-Regeln: „Geimpft, Getestet, Genesen“. Voraussetzungen für den Zutritt zum Rennstreckengelände sind ein negativer Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder ein negativer PCR-Test, der maximal 72 Stunden vorher durchgeführt worden ist, eine überstandene Covid-19-Infektion oder eine Corona-Impfung. Weitere Informationen zu Tickets gibt es online unter adac-motorsport.de/adac-gt-masters/faq-ticketing. Zuschauer, die aus Deutschland eine Reise zum zweiten Lauf des ADAC GT Masters planen, finden stets aktualisierte Informationen zu Einreise und Aufenthalt in Österreich unter adac.de/news/oesterreich-urlaub-corona/.


Die Berichterstattung

TV-Partner NITRO berichtet ausführlich vom Red Bull Ring. Jeweils ab 13.00 Uhr überträgt der Sender am Samstag und Sonntag im Free-TV live von der Strecke. Online im Livestream werden die Rennen von TVNOW.de und auf adac.de/motorsport zu sehen sein, dort gibt es auch die Liveübertragungen der beiden Qualifyings. TVNOW, Deutschlands führende Streamingplattform, zeigt darüber hinaus auch alle Rennen von ADAC GT4 Germany, ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4 im kostenlosen Stream. Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht erforderlich.


Stimmen vor dem Rennwochenende

Nick Yelloly (Schubert Motorsport, BMW M6 GT3): „Nach dem starken Ergebnis im Vorjahr glaube ich, dass wir in diesem Jahr ein noch stärkeres Paket haben werden. Es ist das zweite Jahr im ADAC GT Masters, davon sollten wir profitieren. Das Ziel ist ganz klar, in beiden Rennen von dabei zu sein. In Oschersleben ist uns das schon geglückt. Der Red Bull Ring passt sehr gut zum BMW M6 GT3 und ich fahre dort auch sehr gerne.“

Klaus Bachler (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R): „Die Erwartungen für den Red Bull Ring sind groß. Wir waren in Oschersleben unter bestimmten Bedingungen schon extrem schnell und haben mit Platz sechs auch ein solides Ergebnis eingefahren. Jetzt soll es noch besser laufen. Wenn wir ein gutes Qualifying-Ergebnis schaffen, ist vieles möglich. Ich bin optimistisch und freue mich auf mein Heimrennnen.“

Nächster Halt der IDM: Autodrom Most

Foto: Jens Hawrda

EGS-alpha-Van Zon-BMW Team geht in die zweite Runde

Es ist wieder „Rennwoche“ und die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft startet am kommenden Wochenende in ihre zweite Runde. Erstmals in dieser Saison können die Zuschauer diesmal das IDM-Starterfeld auf der Rennstrecke im tschechischen Most anfeuern. Darauf freuen sich die Fahrer des EGS-alpha-Van Zon-BMW Teams.

Der Tabellenführer Ilya Mikhalchik (UKR) wird beim nächsten Lauf nicht anwesend sein, da er zum EWC-Team von Werner Daemen, dem BMW Motorrad World Endurance Team, gehört und am 24-Stunden-Rennen der World Endurance Championship in Le Mans teilnehmen wird . Die verbleibenden drei Fahrer Pepijn Bijsterbosch (NED), Tim Eby (GER) und Jan Mohr (AUT) kämpfen um weitere WM-Punkte für das belgische Team.

Die Rennstrecke in Most wurde in den letzten Wochen für mehr als 15 Millionen Tschechische Kronen aufwendig saniert, da sie im August dieses Jahres auch erstmals Austragungsort der Superbike-Weltmeisterschaft ist. Auf die IDM-Fahrer wartet nicht nur eine verbesserte Strecke, auch ein neuer Asphalt wurde errichtet und die Auslaufzonen wurden vergrößert und erneuert. Die Strecke hat jetzt ein neues FIM-Sicherheitszertifikat, von dem auch die Internationale Deutsche Meisterschaft profitiert. Nach der Veranstaltung im Autodrom Most legt die IDM eine kurze Sommerpause ein und kehrt am 17. Juli im Rahmen des Truck GP auf den Nürburgring in Deutschland zurück.

Quelle: alpha Racing-Van Zon-BMW

Dienstag, 8. Juni 2021

Spannung pur und prominente Gäste bei der IDM in Most

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende biegt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) in die zweite Saisonrunde ein. In  Most sind vom 11. bis 13. Juni 2021  zum ersten Mal wieder Zuschauer zugelassen. Denjenigen Fans allerdings, die noch auf ihren IDM-Besuch warten müssen, bietet das IDM-Action-Team der Motor Presse Stuttgart den bewährten Livestream im Internet an, um die Rennen in Echtzeit erleben zu können.

Vor allem in der Königsklasse IDM Superbike 1000 stehen delikate Entscheidungen bevor. Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) wird auf jeden Fall seine Führung in der Gesamtwertung verlieren. Der Ukrainer fehlt in Most genauso wie sein BMW-Markenkollege Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing). Die beiden Titelfavoriten treten am selben Wochenende in der Endurance-Weltmeisterschaft an. Demzufolge werden sie keine IDM-Punkte einfahren können, was sie in der Tabelle zurückwerfen wird. Das macht den Weg nach vorn frei für die Yamaha-Piloten Dominic Schmitter (CHE, Hess Racing), Bastien Mackels (BEL, Team SWPN), Vladimir Leonov (RUS, Hertrampf MO Yamaha Racing Team) und Marc Moser (DEU, Bonovo Action by MGM Racing). Diese Fahrer aus der Schweiz, Belgien, Russland und Deutschland liegen nach zwei IDM-Läufen jeweils in Schlagdistanz zueinander.            

Oder ergreift Luca Grünwald die Chance, die Spitze der Meisterschaft auf BMW zu übernehmen? Mit dem renommierten Kiefer-Racing-Team, das beim Saisonauftakt seine Premiere in der höchsten Klasse feierte, raste der IDM-600-Meister gleich beim Auftakt aufs Podium. Auch an den Bayer geht der Auftrag, den Titel wieder ins BMW-Lager zu holen, nachdem im vergangenen Jahr Yamaha die Meisterschaft einfahren konnte. Die Rechnung, wird aber auch nicht ohne den einzigen Honda-Piloten im Feld gemacht: Das italienische Temperamentsbündel Alessandro Polita (HRP Honda) ist immer für Überraschungen gut. Zwar hat sich der französische Kawasaki-Fahrer Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing) in der Königsklasse zum Saisonauftakt noch nicht alles gezeigt, aber dafür in der französischen Meisterschaft bisher alle Rennen gewinnen können. Mit ihm ist in der IDM-Spitze auch auf jeden Fall zu rechnen. Insgesamt zehn Fahrern werden Siegchancen auf den über 200 PS starken Motorrädern in den einzelnen Rennen eingeräumt.                                        

In der IDM Supersport 600 hat sich der Franzose hingegen ein dünnes Punktepolster geschaffen. Der Franzose tritt wie in seiner Heimat auch in der IDM als Doppelstarter an. Das heißt: Er hat sich in zwei Klassen eingeschrieben und führt das Feld in der mittleren 600 cm³-Liga vor Rob Hartog (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki) und Patrick Hobelsberger (Bonovo Action by MGM) an. Weil das unbeständige Wetter bei der ersten Veranstaltung in Oschersleben für viel Trubel und Ausfälle in den Rennen sorgte, müssen viele Teilnehmer nun in Most darauf hoffen, ihr Potential in Most endlich auf trockener Strecke ausschöpfen zu können. Das gilt vor allem für das neue M32 Racing Team, in dem sich Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig verbündet haben. Im ersten Rennen waren beide gestürzt. Im zweiten Lauf holte sich Jähnig auf seiner Yamaha die ersten drei Meisterschaftspunkte, während der zweifache Meister Enderlein erneut leer ausging. In Most stellt sich zudem die Frage: Wie schneidet Gaststarter Thomas Gradinger ab? Er gewann die IDM Supersport 600 im Jahr 2017 und stieg als Meister anschließend in die WM auf. In Tschechien gibt er ein Comeback, fährt aber als Gaststarter außerhalb der Meisterschaftswertung.

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 spielt sich der Kampf zwischen den Markenvertretern von Kawasaki, KTM und Yamaha ab. Titelverteidiger Lennox Lehmann (Freudenberg KTM World SSP Team) hat schon wieder die Führung eingenommen. Der 15-jährige Gymnasiast aus Dresden konnte zum Saisonbeginn auch seinen ersten IDM-Sieg feiern, an dem er sich im vergangenen Jahr noch die Zähne ausgebissen hatte. In seinem Windschatten fahren die Teamkollegen Marvin Siebdrath und Luca de Vleeschauwer (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki). Die kleinste IDM-Klasse, die mit über 50 PS starken Motorrädern ausgetragen wird, hat sich zur größten IDM-Klasse entwickelt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen sind vertreten. Die Entscheidung über Sieg und Niederlage fällt der hart umkämpften Nachwuchsklasse oft erst auf den letzten Metern vor dem Zielstrich.

Elf Teams haben sich mit ihren 600 cm³-Gespannen für die komplette IDM Sidecar-Saison und somit auch für Most angemeldet. Dazu kommen Gastauftritte von Fahrern mit 1000 cm³-Sidecars. Sie werden im Feld integriert sein, aber wegen der geringen Teilnehmerzahl erfolgt für diese Klasse keine eigene Wertung mehr. Die auch in der Weltmeisterschaft ausschließlich eingesetzten 600 cm³-Motoren haben sich endgültig durchgesetzt. Es gibt zwei Neueinsteiger im Feld: Nils Köster und Beifahrer Wouter Zwiers. Sie kommen aus der Oldtimerszene und geben in Most ihr Debüt in einem modernen F1-Gespann, das aus dem gebrauchten Bestand von Multi-Weltmeister Tim Reeves stammt. Als Gäste haben sich Josef Sattler/Luca Schmidt angemeldet. Theoretisch sollte der Bonovo Action-Team-Pilot bei der WM um Punkte fahren, doch seine im Testbetrieb erlittenen Unfallverletzungen lassen den Kampf auf der ganz großen Bühne noch nicht zu. Um dennoch auf hohem Niveau gemeinsam in Fahrt zu bleiben, hat sich die bayrisch-thüringische Kombination deshalb für den Einsatz bei der IDM in Most entschieden.

Der Pro Superstock Cup, der Twin Cup und der in den Rahmen der IDM Supersport 600 integrierte Superstock 600-Cup garantieren ebenso Windschattenschlachten und spektakuläre Positionskämpfe. 1.000 Zuschauer sind in Most pro Tag an der Strecke erlaubt. Tickets gibt es im Vorverkauf unter https://www.autodrom-most.cz/de/tickets/. Wer keines ergattert, kann die Rennen im Livestream auf dem MOTORRAD YouTube Channel und auf der IDM-Facebookseite miterleben.

Action in den Alpen beim zweiten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring

  •  Samstag und Sonntag bis zu 3.000 Fans auf den Tribünen
  •  Penalty Lap kommt in der ADAC GT4 Germany ab sofort zur Anwendung

Foto: Jens Hawrda

Vorhang auf für die zweite Runde der ADAC GT4 Germany. Die Serie bestreitet am kommenden Wochenende (11. bis 13. Juni) ihren ersten von zwei Auslandsauftritten der Saison 2021. Schauplatz ist die schnellste Rennstrecke im diesjährigen Kalender: Der 4,318 Kilometer lange Red Bull Ring in Spielberg/Österreich. Erneut sind 23 Sportwagen der sieben Marken Aston Martin, Audi, BMW, KTM, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche am Start. Unter Berücksichtigung eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen bis zu 3.000 Fans pro Tag die Rennen live auf den Tribünen erleben. Die Läufe der ADAC GT4 Germany werden live und kostenlos bei Deutschlands führender Streamingplattform TVNOW.de sowie auf adac.de/motorsport übertragen.

Als Tabellenführer reist das BMW M4 GT4-Duo Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) an den Bull Ring. „Unabhängig von der Tabellensituation gehen wir jedes Rennwochenende immer perfekt vorbereitet an“, erläutert Schrey, der bereits 2019 einen Sieg am Red Bull Ring verbuchen konnte. „Fahrzeuge wie der McLaren sind dort erfahrungsgemäß sehr stark. Insofern werden wir nicht die absolute Favoritenrolle inne haben. Unser Ziel sind gute Punkte. Der Anspruch ist die Fahrt unter die Top Fünf. Ein Podium wäre natürlich noch schöner. Insgesamt freue ich mich sehr auf den Red Bull Ring. Die Anlage ist hoch modern, die Landschaft rund um die Strecke ist beeindruckend und bietet Urlaubsflair.“

Auch Robin Falkenbach (19/Niederkassel, Leipert Motorsport) geht voller Motivation in das Rennwochenende. Der Mercedes-AMG GT4-Pilot hatte beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben gemeinsam mit Teamkollege Marc de Fulgencio (21/ESP) zwei zweite Plätze eingefahren und liegt somit auf Tabellenrang zwei. „Das Ziel für den Red Bull Ring ist es, über die Rennpace zu überzeugen und erneut auf das Podium zu fahren. Aber auch in der Qualifikation möchte ich es in die Top Drei schaffen“, meint Falkenbach. „Den Red Bull Ring kenne ich durch den Auftritt der ADAC GT4 Germany 2020 bereits. Ich mag die Strecke. Besonders die Passage bergauf gefällt mir richtig gut. Für meinen Teamkollegen Marc ist der Kurs jedoch komplett neu.“

Für Leo Pichler (19/AUT, Razoon - more than Racing) stellt der Red Bull Ring das Heimrennen der Saison 2021 dar. Er teilt sich das Cockpit eines KTM X-Bow GT4 mit Leon Wassertheurer (19/Stuttgart). „Einige Freunde und Verwandte wollen mich von der Tribüne aus anfeuern. Somit ist das anstehende Rennwochenende für mich etwas ganz Besonderes“, erklärt Pichler, der in Weiz nordöstlich von Graz wohnt. „Ich kenne die Strecke natürlich gut. Obwohl sie auf den ersten Blick einfach aussieht, ist sie sehr selektiv. Unserem KTM fehlt im Vergleich zur Konkurrenz ein bisschen die Höchstgeschwindigkeit. Somit stufe ich unsere Chancen eher niedrig ein. Die Top 15 sehe ich als realistisches Ziel.“

Neu mit Feld ist am Red Bull Ring Liesette Braams (49/NLD) im BMW von Driverse. Außerdem gibt ADAC GT Masters-Laufsieger Marvin Dienst sein Comeback in der ADAC GT4 Germany. Er fährt einen Porsche 718 Cayman von W&S Motorsport.

Im sportlichen Ablauf gibt es ab dem Red Bull Ring mit der Einführung der Penalty Lap eine Neuerung. Die Penalty Lap erweitert die Möglichkeiten des Rennleiters um eine Strafe für weniger schwere Vergehen. Hierzu wird auf der Rennstrecke eine Penalty Zone eingerichtet, in der ein definierter Korridor mit maximal 60 km/h durchfahren werden muss. Die Penalty Lap wurde bereits erfolgreich im ADAC GT Masters eingeführt und findet nun auch in der ADAC GT4 Germany Anwendung.