Dienstag, 8. Juni 2021

Spannung pur und prominente Gäste bei der IDM in Most

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende biegt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) in die zweite Saisonrunde ein. In  Most sind vom 11. bis 13. Juni 2021  zum ersten Mal wieder Zuschauer zugelassen. Denjenigen Fans allerdings, die noch auf ihren IDM-Besuch warten müssen, bietet das IDM-Action-Team der Motor Presse Stuttgart den bewährten Livestream im Internet an, um die Rennen in Echtzeit erleben zu können.

Vor allem in der Königsklasse IDM Superbike 1000 stehen delikate Entscheidungen bevor. Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW) wird auf jeden Fall seine Führung in der Gesamtwertung verlieren. Der Ukrainer fehlt in Most genauso wie sein BMW-Markenkollege Florian Alt (Wilbers-BMW-Racing). Die beiden Titelfavoriten treten am selben Wochenende in der Endurance-Weltmeisterschaft an. Demzufolge werden sie keine IDM-Punkte einfahren können, was sie in der Tabelle zurückwerfen wird. Das macht den Weg nach vorn frei für die Yamaha-Piloten Dominic Schmitter (CHE, Hess Racing), Bastien Mackels (BEL, Team SWPN), Vladimir Leonov (RUS, Hertrampf MO Yamaha Racing Team) und Marc Moser (DEU, Bonovo Action by MGM Racing). Diese Fahrer aus der Schweiz, Belgien, Russland und Deutschland liegen nach zwei IDM-Läufen jeweils in Schlagdistanz zueinander.            

Oder ergreift Luca Grünwald die Chance, die Spitze der Meisterschaft auf BMW zu übernehmen? Mit dem renommierten Kiefer-Racing-Team, das beim Saisonauftakt seine Premiere in der höchsten Klasse feierte, raste der IDM-600-Meister gleich beim Auftakt aufs Podium. Auch an den Bayer geht der Auftrag, den Titel wieder ins BMW-Lager zu holen, nachdem im vergangenen Jahr Yamaha die Meisterschaft einfahren konnte. Die Rechnung, wird aber auch nicht ohne den einzigen Honda-Piloten im Feld gemacht: Das italienische Temperamentsbündel Alessandro Polita (HRP Honda) ist immer für Überraschungen gut. Zwar hat sich der französische Kawasaki-Fahrer Valentin Debise (Kawasaki Weber-Motos Racing) in der Königsklasse zum Saisonauftakt noch nicht alles gezeigt, aber dafür in der französischen Meisterschaft bisher alle Rennen gewinnen können. Mit ihm ist in der IDM-Spitze auch auf jeden Fall zu rechnen. Insgesamt zehn Fahrern werden Siegchancen auf den über 200 PS starken Motorrädern in den einzelnen Rennen eingeräumt.                                        

In der IDM Supersport 600 hat sich der Franzose hingegen ein dünnes Punktepolster geschaffen. Der Franzose tritt wie in seiner Heimat auch in der IDM als Doppelstarter an. Das heißt: Er hat sich in zwei Klassen eingeschrieben und führt das Feld in der mittleren 600 cm³-Liga vor Rob Hartog (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki) und Patrick Hobelsberger (Bonovo Action by MGM) an. Weil das unbeständige Wetter bei der ersten Veranstaltung in Oschersleben für viel Trubel und Ausfälle in den Rennen sorgte, müssen viele Teilnehmer nun in Most darauf hoffen, ihr Potential in Most endlich auf trockener Strecke ausschöpfen zu können. Das gilt vor allem für das neue M32 Racing Team, in dem sich Max Enderlein und Jan-Ole Jähnig verbündet haben. Im ersten Rennen waren beide gestürzt. Im zweiten Lauf holte sich Jähnig auf seiner Yamaha die ersten drei Meisterschaftspunkte, während der zweifache Meister Enderlein erneut leer ausging. In Most stellt sich zudem die Frage: Wie schneidet Gaststarter Thomas Gradinger ab? Er gewann die IDM Supersport 600 im Jahr 2017 und stieg als Meister anschließend in die WM auf. In Tschechien gibt er ein Comeback, fährt aber als Gaststarter außerhalb der Meisterschaftswertung.

In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 spielt sich der Kampf zwischen den Markenvertretern von Kawasaki, KTM und Yamaha ab. Titelverteidiger Lennox Lehmann (Freudenberg KTM World SSP Team) hat schon wieder die Führung eingenommen. Der 15-jährige Gymnasiast aus Dresden konnte zum Saisonbeginn auch seinen ersten IDM-Sieg feiern, an dem er sich im vergangenen Jahr noch die Zähne ausgebissen hatte. In seinem Windschatten fahren die Teamkollegen Marvin Siebdrath und Luca de Vleeschauwer (Füsport - RT Motorsports by SKM-Kawasaki). Die kleinste IDM-Klasse, die mit über 50 PS starken Motorrädern ausgetragen wird, hat sich zur größten IDM-Klasse entwickelt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Nationen sind vertreten. Die Entscheidung über Sieg und Niederlage fällt der hart umkämpften Nachwuchsklasse oft erst auf den letzten Metern vor dem Zielstrich.

Elf Teams haben sich mit ihren 600 cm³-Gespannen für die komplette IDM Sidecar-Saison und somit auch für Most angemeldet. Dazu kommen Gastauftritte von Fahrern mit 1000 cm³-Sidecars. Sie werden im Feld integriert sein, aber wegen der geringen Teilnehmerzahl erfolgt für diese Klasse keine eigene Wertung mehr. Die auch in der Weltmeisterschaft ausschließlich eingesetzten 600 cm³-Motoren haben sich endgültig durchgesetzt. Es gibt zwei Neueinsteiger im Feld: Nils Köster und Beifahrer Wouter Zwiers. Sie kommen aus der Oldtimerszene und geben in Most ihr Debüt in einem modernen F1-Gespann, das aus dem gebrauchten Bestand von Multi-Weltmeister Tim Reeves stammt. Als Gäste haben sich Josef Sattler/Luca Schmidt angemeldet. Theoretisch sollte der Bonovo Action-Team-Pilot bei der WM um Punkte fahren, doch seine im Testbetrieb erlittenen Unfallverletzungen lassen den Kampf auf der ganz großen Bühne noch nicht zu. Um dennoch auf hohem Niveau gemeinsam in Fahrt zu bleiben, hat sich die bayrisch-thüringische Kombination deshalb für den Einsatz bei der IDM in Most entschieden.

Der Pro Superstock Cup, der Twin Cup und der in den Rahmen der IDM Supersport 600 integrierte Superstock 600-Cup garantieren ebenso Windschattenschlachten und spektakuläre Positionskämpfe. 1.000 Zuschauer sind in Most pro Tag an der Strecke erlaubt. Tickets gibt es im Vorverkauf unter https://www.autodrom-most.cz/de/tickets/. Wer keines ergattert, kann die Rennen im Livestream auf dem MOTORRAD YouTube Channel und auf der IDM-Facebookseite miterleben.

Action in den Alpen beim zweiten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany am Red Bull Ring

  •  Samstag und Sonntag bis zu 3.000 Fans auf den Tribünen
  •  Penalty Lap kommt in der ADAC GT4 Germany ab sofort zur Anwendung

Foto: Jens Hawrda

Vorhang auf für die zweite Runde der ADAC GT4 Germany. Die Serie bestreitet am kommenden Wochenende (11. bis 13. Juni) ihren ersten von zwei Auslandsauftritten der Saison 2021. Schauplatz ist die schnellste Rennstrecke im diesjährigen Kalender: Der 4,318 Kilometer lange Red Bull Ring in Spielberg/Österreich. Erneut sind 23 Sportwagen der sieben Marken Aston Martin, Audi, BMW, KTM, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche am Start. Unter Berücksichtigung eines vom Red Bull Ring gemeinsam mit dem ADAC GT Masters erstellten und behördlich genehmigten Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes dürfen bis zu 3.000 Fans pro Tag die Rennen live auf den Tribünen erleben. Die Läufe der ADAC GT4 Germany werden live und kostenlos bei Deutschlands führender Streamingplattform TVNOW.de sowie auf adac.de/motorsport übertragen.

Als Tabellenführer reist das BMW M4 GT4-Duo Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) an den Bull Ring. „Unabhängig von der Tabellensituation gehen wir jedes Rennwochenende immer perfekt vorbereitet an“, erläutert Schrey, der bereits 2019 einen Sieg am Red Bull Ring verbuchen konnte. „Fahrzeuge wie der McLaren sind dort erfahrungsgemäß sehr stark. Insofern werden wir nicht die absolute Favoritenrolle inne haben. Unser Ziel sind gute Punkte. Der Anspruch ist die Fahrt unter die Top Fünf. Ein Podium wäre natürlich noch schöner. Insgesamt freue ich mich sehr auf den Red Bull Ring. Die Anlage ist hoch modern, die Landschaft rund um die Strecke ist beeindruckend und bietet Urlaubsflair.“

Auch Robin Falkenbach (19/Niederkassel, Leipert Motorsport) geht voller Motivation in das Rennwochenende. Der Mercedes-AMG GT4-Pilot hatte beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben gemeinsam mit Teamkollege Marc de Fulgencio (21/ESP) zwei zweite Plätze eingefahren und liegt somit auf Tabellenrang zwei. „Das Ziel für den Red Bull Ring ist es, über die Rennpace zu überzeugen und erneut auf das Podium zu fahren. Aber auch in der Qualifikation möchte ich es in die Top Drei schaffen“, meint Falkenbach. „Den Red Bull Ring kenne ich durch den Auftritt der ADAC GT4 Germany 2020 bereits. Ich mag die Strecke. Besonders die Passage bergauf gefällt mir richtig gut. Für meinen Teamkollegen Marc ist der Kurs jedoch komplett neu.“

Für Leo Pichler (19/AUT, Razoon - more than Racing) stellt der Red Bull Ring das Heimrennen der Saison 2021 dar. Er teilt sich das Cockpit eines KTM X-Bow GT4 mit Leon Wassertheurer (19/Stuttgart). „Einige Freunde und Verwandte wollen mich von der Tribüne aus anfeuern. Somit ist das anstehende Rennwochenende für mich etwas ganz Besonderes“, erklärt Pichler, der in Weiz nordöstlich von Graz wohnt. „Ich kenne die Strecke natürlich gut. Obwohl sie auf den ersten Blick einfach aussieht, ist sie sehr selektiv. Unserem KTM fehlt im Vergleich zur Konkurrenz ein bisschen die Höchstgeschwindigkeit. Somit stufe ich unsere Chancen eher niedrig ein. Die Top 15 sehe ich als realistisches Ziel.“

Neu mit Feld ist am Red Bull Ring Liesette Braams (49/NLD) im BMW von Driverse. Außerdem gibt ADAC GT Masters-Laufsieger Marvin Dienst sein Comeback in der ADAC GT4 Germany. Er fährt einen Porsche 718 Cayman von W&S Motorsport.

Im sportlichen Ablauf gibt es ab dem Red Bull Ring mit der Einführung der Penalty Lap eine Neuerung. Die Penalty Lap erweitert die Möglichkeiten des Rennleiters um eine Strafe für weniger schwere Vergehen. Hierzu wird auf der Rennstrecke eine Penalty Zone eingerichtet, in der ein definierter Korridor mit maximal 60 km/h durchfahren werden muss. Die Penalty Lap wurde bereits erfolgreich im ADAC GT Masters eingeführt und findet nun auch in der ADAC GT4 Germany Anwendung.


Montag, 7. Juni 2021

Saisonstart der DTM in Italien

  •     Performance und Spannung stehen im Vordergrund
  •     Renndauer bei der Premiere auf dem Hochgeschwindigkeitskurs: 50 Minuten
  •     Auftakt zur DTM 2021 vom 18. bis 20. Juni im Königlichen Park von Monza

Foto: Hoch Zwei

Die DTM setzt beim Start in die neue Saison vom 18. bis 20. Juni in Italien auf pure Rennaction. Dabei stehen gleich zwei Premieren im Vordergrund: Es ist das erste Rennwochenende mit dem geänderten Reglement für GT-Rennwagen, und es ist die Premiere auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park von Monza. Für den Auftakt hat die DTM-Organisation ITR die Dauer der beiden Rennen – am Samstag und Sonntag jeweils ab 13:30 Uhr (live in SAT.1) – auf jeweils 50 Minuten festgelegt. Hintergrund dieser proaktiven Maßnahme ist ein erhöhter rechnerischer Kraftstoffverbrauch auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Die übliche Dauer eines DTM-Rennens beträgt 55 Minuten plus eine Runde

„Die DTM 2021 steht für leistungsstarke GT-Rennwagen, für einen offenen Schlagabtausch der Weltklasse-Piloten und für spektakuläre Rennen. Das hat Priorität“, sagt Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR GmbH. „Deshalb gehen wir auf Nummer Sicher und haben in Anbetracht des geänderten Reglements und der Premiere auf dieser einzigartigen Highspeed-Strecke die Renndauer angepasst.“

Das traditionsreiche Autodromo Nazionale Monza, vor den Toren von Mailand gelegen, ist die 40. Rennstrecke in der langjährigen Geschichte der Rennserie, auf der die DTM an den Start geht. Der 5,792 Kilometer lange Grand-Prix-Kurs zeichnet sich vor allem durch seine Hochgeschwindigkeitspassagen aus. GT-Rennwagen, wie sie in der DTM von Audi, BMW und Mercedes sowie Ferrari, Lamborghini und McLaren zum Einsatz kommen, erreichen in Monza eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nahe 200 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 280 km/h. 

Freitag, 4. Juni 2021

IDM in Most findet mit Zuschauern statt

Foto: Jens Hawrda

Die Fans der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) können die Stars und Bikes der Serie endlich wieder live erleben. Nach über einem Jahr der Abstinenz sind bei der IDM-Runde im tschechischen Most wieder Zuschauer erlaubt. Vom 11. bis 13. Juni 2021 starten dort die Königsklasse IDM Superbike 1000, IDM Supersport 600, IDM Supersport 300 und die IDM Sidecar. Umrahmt wird das Programm von diversen Cups, in denen sich Nachwuchstalente und fortgeschrittene Rennfahrer messen.

„Wir dürfen täglich bis zu 1.000 Zuschauer in Most begrüßen“, ist IDM-Serienmanager Normann Broy über die ersten, gravierenden Lockerungen während der Corona-Pandemie erleichtert. „Gefüllte Tribünen sind für alle Seiten ein Gewinn und das ist ein Anfang. Die Zuschauer können endlich wieder live dabei sein und liefern den Fahrern eine ganz andere Atmosphäre. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen des ganzen IDM-Teams bei allen Fans bedanken, die unserer Serie auch während der Zeit treu geblieben sind, in der keine öffentlichen Events möglich waren. Wir hoffen, dass sich die Türen jetzt dauerhaft und immer weiter öffnen, wenn die geforderten Hygienemaßnahmen eingehalten werden.“

Der Eintrittspreis für die Trainings und Rennen am Samstag beträgt 15,00 Euro, für den Rennsonntag 20,00 Euro. Das Wochenendticket kostet 30,00 Euro. Wer seine Eintrittskarte im Vorverkauf über die Homepage www.autodrom-most.cz erwirbt, kann jeweils 5,00 Euro sparen. Der Vorverkauf beginnt am 3. Juni 2021. Parkplätze stehen für alle Anreisenden für 6,50/Tag zur Verfügung.

Die Hygienemaßnahmen können anreisende Fans und Interessierte unter www.idm.de einsehen. 

Donnerstag, 3. Juni 2021

Neuer BMW M4 GT3 steht in den Starlöchern

Der neue BMW M4 GT3
Foto: BMW-Motorsport

Vorhang auf für den BMW M4 GT3 in seinem neuen BMW M Motorsport Design: Im Vorfeld zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring (GER) präsentiert sich das neue GT-Flaggschiff aus dem Hause BMW in neuen Farben und läutet damit die finale Testphase ein. Das erste Rennen wird der BMW M4 GT3 am 26. Juni beim vierten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) absolvieren. Der Kaufpreis für das Fahrzeug, das gegenüber seinem Vorgänger vor allem in den Bereichen Fahrbarkeit, Kosteneffizienz und Handhabung wesentliche Verbesserungen bietet, wird bei 415.000 Euro netto liegen. 

„Die Entwicklungsarbeit am BMW M4 GT3 ist nun auf der Zielgeraden, und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist die perfekte Bühne, um das Fahrzeug in seinem BMW M Motorsport Design vorzustellen und damit den Endspurt bis zu den ersten Renneinsätzen einzuläuten“, sagt Markus Flasch, Geschäftsführer der BMW M GmbH. „Der neue BMW M4 Competition (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 10,2 – 9,9 l/100 km gemäß WLTP, 10,2 l/100 km gemäß NEFZ; CO2-Emissionen kombiniert: 233 – 227 g/km gemäß WLTP, 234 g/km gemäß NEFZ). bietet die perfekte Basis für den BMW M4 GT3, dessen Motor von Anfang an für den Gebrauch auf der Rennstrecke konzipiert war. Dies unterstreicht, wie bei der BMW M GmbH stets die Straßen- und Rennfahrzeugentwicklung Hand in Hand gehen. Das neue Fahrzeug bietet State-of-the-Art-Technologie, auch dank unserer Technologiepartner. Sie gehören zu den Besten in ihrem jeweiligen Bereich, und wir freuen uns sehr, dass sie uns in der Entwicklung des BMW M4 GT3 mit ihrem speziellen Know-how und mit ihren Komponenten unterstützen. Das ist die perfekte Basis für ein erfolgreiches neues Rennfahrzeug.“

BMW M4 GT3
Foto: BMW-Motorsport

Seit Anfang 2020 hat der BMW M4 GT3 viele Stadien der Entwicklung durchlaufen. Diese begann virtuell mit CAD- und CFD-Simulationen, setzte sich fort mit dem Einsatz des Motors auf dem Prüfstand, dem Bau der Testkarosse und der Arbeit im Windkanal. Ein Meilenstein war der Rollout am 18. Juli 2020. Es folgten zahlreiche Testfahrten auf unterschiedlichen Rennstrecken, bei denen viele verschiedene BMW Werksfahrer ihren wertvollen Beitrag leisteten. Im Dezember 2020 stellte Philipp Eng (AUT) im Rahmen des BMW SIM Live Events das gemeinsam mit FANATEC entwickelte Lenkrad des BMW M4 GT3 vor. Es ist das weltweit erste, das ohne Modifikationen sowohl im realen Rennfahrzeug als auch im Simulator verwendet werden kann.

2021 ging die Testarbeit in Monteblanco (ESP), Almeria (ESP) und auf der Nürburgring-Nordschleife (GER) weiter. Aktuell stehen bereits mehr als 14.000 Testkilometer – das entspricht mehr als 70 Stunden Streckenzeit – zu Buche. Über deren Distanz haben die BMW M Motorsport Ingenieure auf dem Weg zur optimalen Rennreife intensiv an Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit gearbeitet. Das Ziel: eine signifikante Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes im Vergleich zum Vorgängermodell. Im Anschluss an die Präsentation und die Rennpremiere im Juni stehen sowohl weitere Test- als auch Renneinsätze auf dem Programm, bevor der BMW M4 GT3 an die ersten Kunden ausgeliefert wird, die damit 2022 weltweit an den Start gehen werden.

Die größten Fortschritte im Vergleich zum BMW M6 GT3 bietet dessen Nachfolger vor allem in drei Bereichen: Fahrbarkeit, Kosteneffizienz und Handhabung. Fahrverhalten und Cockpitausstattung des BMW M4 GT3 sind auch für Amateur-Fahrer angenehmer, das Fahrzeug hat weniger Reifenverschleiß und bietet mehr Konstanz. Deutlich geringere Laufzeitkosten und längere Wartungsintervalle für Motor und Getriebe sind entscheidende wirtschaftliche Faktoren. Die Handhabung wird unter anderem dadurch wesentlich erleichtert, dass viele Grundeinstellungen direkt am Lenkrad vorgenommen werden können, ohne einen externen Laptop anschließen zu müssen.

Der Kaufpreis des BMW M4 GT3 beginnt bei 415.000 Euro netto, liegt damit 4.000 Euro unter dem Preis des Vorgängers BMW M6 GT3 und auf dem Niveau der Wettbewerber. Optional ab Werk gegen Aufpreis erhältlich ist das „Competition Paket“. Darin enthalten sind nützliche, speziell für den Einsatz im Langstreckenbetrieb integrierte und getestete optionale Umfänge. Als spezielles Extra bietet das Paket einen exklusiven Trainingstag im werkseigenen BMW M4 GT3 Simulator.