Mittwoch, 5. Mai 2021

Maximilian Götz Schnellster am ersten DTM-Testtag in der Lausitz

  •  Wechselnde Witterungsbedingungen am ersten von drei Testtagen
  •  DTM-Rückkehrer Götz führt Mercedes-Quintett an
  •  Ferrari-Fahrer Albon und Cassidy in den Top Ten
  •  BMW-Pilot Philipp Stahlschmidt Tagesschnellster der DTM Trophy  

Die beiden Schnellsten des ersten DTM-Testtages in der Lausitz:
Daniel Juncadella und Maximilian Götz  © DTM 

Ein farbenfrohes Bild lieferte die DTM am ersten von drei Testtagen auf dem DEKRA Lausitzring. Die meisten DTM-Rennwagen präsentierten sich bereits in ihrem finalen Design mit vielen auffälligen Akzentfarben, die den Rennwagen einen hohen Erkennungswert verliehen. Tagesschnellster auf der 4,570 Kilometer langen Strecke zwischen Dresden und Berlin war Maximilian Götz, der es am späten Nachmittag im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams auf 1:43,840 Minuten schaffte. Götz führte am ersten Testtag ein Quintett von Mercedes-Fahrern auf den ersten fünf Positionen an. Ihm folgten seine Markenkollegen Daniel Juncadella (ESP, Gruppe M), Philip Ellis (SUI, WINWARD), Lucas Auer (AUT, WINWARD) und Arjun Maini (IND, GetSpeed). Ellis war am Vormittag die bis dahin schnellste Zeit gefahren, die Rundenzeiten aus den ersten zwei Stunden waren jedoch nur bedingt aussagekräftig, da bereits früh der Regen einsetzte. Am Nachmittag konnten die DTM-Fahrer ihre Runden weitestgehend im Trockenen absolvieren.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Am Nachmittag haben wir uns nach dem Regen am Vormittag auf eine Basisabstimmung im Trockenen konzentriert und sind dann zum Schluss mit neuen Reifen eine Qualirunde gefahren, die für P1 gereicht hat“, sagte Götz, der zuletzt 2016 eine komplette Saison in der DTM fuhr. Mit insgesamt 94 absolvierten Runden am Dienstag, 49 am Vormittag und 45 am Nachmittag, war Götz auch der produktivste Fahrer des ersten von drei Testtagen.

Marco Wittmann (GER), BMW, Walkenhorst Motorsport © DTM

Mit Alexander Albon (THA) und Nick Cassidy (NZL) auf den Positionen sechs und sieben schafften es auch zwei der drei Red Bull-Fahrer des AF-Corse-Ferrari-Teams unter die ersten Zehn. Dahinter folgte der Südafrikaner Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS des Teams ABT Sportsline. Schnellster BMW-Fahrer war der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) auf Rang elf.

Neben Abstimmungsarbeiten für das Qualifying und Tests mit Regenreifen am Vormittag absolvierten die Teams ausgiebige Longruns im Rahmen der unterschiedlichen Testprogramme. Mit dem ersten von insgesamt drei Testtagen der DTM auf dem DEKRA Lausitzring wurde die entscheidende Phase in der Vorbereitung auf den Saisonstart (18.-20. Juni in Monza) eingeläutet.

Auch für die Fahrer und Teams der Nachwuchsserie DTM Trophy gab es am Dienstag zwei Testdurchgänge zu je zwei Stunden. Philipp Stahlschmidt (GER) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport war mit einer Zeit von 1:53,837 Minuten der schnellste Mann aus der DTM Trophy. Sein Teamkollege Michael Schrey hatte am Vormittag die Zeitenliste angeführt und belegte mit dieser Zeit in der Tageswertung Rang zwei, gefolgt von Moritz Löhner. Der 22-Jährige aus Bamberg gewann im vergangenen Jahr den Titel in der DTM-Esports-Series und durfte nun als Belohnung im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group erstmals reale Rennluft schnuppern. Dabei schlug er sich mehr als beachtlich. „Jetzt würde ich mich freuen, wenn sich eine Chance im realen Rennsport auftut“, kommentierte er.

Am Mittwoch wird der Testbetrieb auf dem DEKRA Lausitzring fortgesetzt, einmal mehr mit je zwei Sessions zu zwei Stunden für DTM und DTM Trophy.

Dienstag, 4. Mai 2021

Testauftakt in der Lausitz: Schweizer DTM-Rookie Ellis setzt bei gemischter Witterung erste Bestzeit

  • Vor der Regenschauer: Ellis vor Juncadella und Rockenfeller
  • Offizielle Testfahrten auf dem DEKRA Lausitzring bis Donnerstag  

Schnellster am Vormittag: Philip Ellis (SUI), Mercedes, Mercedes-AMG Team WINWARD
© DTM

Der Schweizer Philip Ellis sorgte am Dienstagvormittag für die erste Bestzeit bei den dreitägigen Testfahrten der DTM auf dem DEKRA Lausitzring. Im Mercedes-AMG GT3 des Teams WINWARD umrundete der DTM-Einsteiger die 4,570 Kilometer lange Rennstrecke südlich von Cottbus in 1:45,816 Minuten. Auf Rang zwei folgte sein spanischer Markenkollege Daniel Juncadella (GruppeM, 1:46,209), Drittschnellster war Ex-Meister Mike Rockenfeller (GER, 1:46,319) im Audi R8 LMS von ABT Sportsline.

Schnellster Ferrari-Pilot war Red-Bull-Formel-1-Fahrer Alex Albon (THA, 1:48,961) als Sechster, Timo Glock (GER, ROWE Racing) war mit 1:50,163 auf Rang neun der bestplatzierte BMW-Pilot. Allerdings hatten die Rundenzeiten kaum Aussagekraft, da die Zeiten-Jagd bereits nach wenigen Runden durch Regen eingebremst wurde und sich die Fahrer auf Tests unter nassen Streckenbedingungen konzentrierten. Immerhin drehte DTM-Rückkehrer Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team HRT) 49 Runden und war damit der eifrigste Pilot des Vormittags, gefolgt von seinem Teamkollegen Vincent Abril (MON) mit 46 Umrundungen.

Timo Glock (GER), BMW, ROWE Racing © DTM

Schnellster in der Nachwuchsserie DTM Trophy war Michael Schrey (GER, 1:55,440) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport, gefolgt von DTM-Esports-Champion Moritz Löhner (GER, 1:55,818) im Mercedes-AMG GT (CV Performance Group) und dem Dänen Patrik Matthiesen (1:56,020) im Aston Martin Vantage GT von PROsport Racing.

Die Testfahrten werden am Nachmittag fortgesetzt und enden am Donnerstagabend. 


Montag, 3. Mai 2021

Zeiten-Jagd in der Lausitz: letzter offizieller Test der DTM 2021 vor dem Saisonstart

  • Drei Tage intensive Testarbeit: Internationales Starterfeld fast vollständig im Einsatz
  • Ferrari erstmals mit allen drei Fahrern – Flörsch freut sich auf ihr neues Rennauto
  • DTM Trophy steht großem Bruder in Nichts nach: Erstmals mit drei Rennfahrerinnen
  • Nächste DTM-Station: Die ersten beiden Saisonrennen in Monza im Juni  

Sophia Flörsch (Audi, ABT Sportsline) © DTM

Der Countdown zum Saisonstart der DTM 2021 im Juni in Monza läuft: Beim letzten offiziellen Vorsaison-Test von Dienstag bis Donnerstag auf dem DEKRA Lausitzring werden nahezu alle 20 Piloten des internationalen Starterfeldes ihre Runden drehen.

Das Ferrari-Team AF Corse ist erstmals mit allen drei Red Bull-Piloten beim Test dabei. Nick Cassidy (NZL) erlebt seine Premiere als DTM-Fahrer. Der Neuseeländer wird sich das Cockpit des AlphaTauri-Ferrari 488 GT3 Evo mit Formel-1-Fahrer Alex Albon (THA) teilen, während Jungstar Liam Lawson (NZL) die gesamte Saison bestreitet. „Die DTM ist eine gewaltige Meisterschaft. Ich freue mich darauf, unter diesen großen Fahrernamen und großartigen Herstellern dabei zu sein“, so der 19-Jährige, der den 4,570 Kilometer langen Lausitzring bereits aus früheren Formel-4-Zeiten kennt.

Mike Rockenfeller und Vincent Abril: 15 Jahre DTM gegen einen GT-erfahrenen DTM-Rookie

„Ich brauche definitiv noch mehr Runden“, unterstreicht Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline). Der Champion von 2013 startet in seine 15. DTM-Saison. „Es ist spannend, gerade auf Grund  der Änderungen im technischen Reglement. Ich glaube, dass die DTM ein tolles Jahr hinlegen wird.“ Der zweimalige Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) sieht das ähnlich: „Durch die verschiedenen Fahrzeugkonzepte wird es auf verschiedenen Strecken unterschiedliche Favoriten geben. Prognosen sind daher umso schwieriger.“ Beim ersten offiziellen Test, Anfang April in Hockenheim, war Wittmann mit 246 Runden der emsigste Fahrer. „Neues Team und ein anderes Fahrzeug – wir müssen das Limit erst entdecken.“

Vincent Abril (Mercedes-AMG Team HRT) ist ein erfahrener GT-Pilot, in der DTM aber ein unbeschriebens Blatt. Umso mehr staunten auch die Medien, als der Monegasse in Hockenheim in der Zeitentabelle meist weit oben auftauchte. „Ich bin schon in vielen Rennserien gestartet, aber die DTM wird ein Highlight, ganz sicher. Als Kind habe ich mir die DTM-Rennen schon immer im Fernsehen angeschaut und war fasziniert, wie eng es in den Rennen zuging.“ Für Abril ist es seit 2012 das erste Mal, bei dem er sich das Cockpit nicht teilen muss. „Das wird interessant. Erstmals muss ich keine Kompromisse eingehen und kann mich ganz allein auf mich konzentrieren.“

Sein Markenkollege Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG Team WINWARD) war in Hockenheim der Schnellste. „Das Wort Test sagt alles. Es gibt überall noch Verbesserungspotenzial, daher sind die Testtage für mich extrem wichtig“, so der fünfmalige DTM-Sieger. „Mein Team, das sind Vollprofis mit riesiger GT-Erfahrung, dazu kommt meine DTM-Erfahrung. Wir haben einen sehr guten Austausch, deshalb bin ich von unserer Kombination überzeugt.“

ABT-Audi-Pilotin Sophia Flörsch muss sich zügeln

Sophia Flörsch (GER), die erste Rennfahrerin in der DTM seit 2012, freut sich auf ihr neues Auto, nachdem sie in Hockenheim noch mit einem Testträger unterwegs war. „Wenn der neue R8 gut marschiert, wird er meine große Liebe“, sagt die 20-Jährige, die einen Audi R8 LMS von ABT Sportsline steuern wird. „Im Vergleich zur Formel 3 muss ich meine Aggressivität an Gas und Lenkrad zügeln“, hat sie aus dem ersten Test mitgenommen. „Auch Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle sind für mich noch ungewohnt.“

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot Timo Glock (ROWE Racing) wird am Lausitzring erstmals einen BMW steuern, der mit dem Space-Drive-System von Schaeffler Paravan ausgestattet ist, also ohne mechanische Lenksäule auskommt. Auch im Mercedes des zweimaligen Champions Gary Paffett (GBR, Mercedes-AMG Team Mücke) ist das elektronische Lenksystem verbaut.

Glock und Wittmann werden nur am Dienstag und Mittwoch testen, weil ihre beiden BMW-Teams dann vorzeitig zum Renneinsatz an den Nürburgring reisen. Gleiches gilt auch für Gary Paffett und DTM-Vizemeister Nico Müller (SUI, Team Rosberg), die in Monaco gefordert sind. Glocks Teamkollege Sheldon van der Linde greift in der Lausitz nicht ins Lankrad, ebenso wie der Belgier Esteban Muth, der erst vor wenigen Tagen mit T3 Motorsport in die DTM eingestiegen ist. Der Lamborghini Huracán ist jedoch noch nicht einsatzbereit.

Test als Standortbestimmung – weil niemand Schnellster, aber auch nicht Letzter sein will

Die Teams müssen in den sechs Testsessions auch Hausaufgaben für die DTM-Dachorganisation ITR erledigen. Dabei geht es um die passende Mischung des neuen Reifenpartners Michelin sowie um das Evaluieren weiterer Fahrzeugdaten für die sogenannte „Balance of Performance“, kurz BoP, die für eine leistungsgerechte Chancengleichheit der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte von Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie den Neueinsteigern Ferrari, Lamborghini und McLaren sorgen soll. Weil einerseits niemand der Schnellste sein will, aber auch auf keinen Fall am Ende der Zeitenliste auftauchen möchte, dürfte dieser zweite offizielle DTM-Test durchaus eine ernst zu nehmende Standortbestimmung werden.

Beim dreitägigen Test auf dem Lausitzring, südlich von Cottbus gelegen, ist auch die DTM Trophy mit von der Partie. In sechs getrennt von der DTM angesetzten Testsessions geht es auch für die Teams aus dieser erfolgreichen Nachwuchsserie um die optimale Vorbereitung für den Auftakt in Monza. Insgesamt sind 21 FahrerInnen für die Saison eingeschrieben. Während Tim Heinemann (GER) zur Titelverteidigung in den Aston Martin Vantage von PROsport Racing wechselt, stellen sich in der DTM Trophy drei Rennfahrerinnen dem Wettbewerb: Sophie Hofmann (GER, Heide-Motorsport) im Audi R8 LMS, Laura Kraihamer (AUT, True Racing) im KTM X-Bow und Stephane Kox (NDL, Ring-Racing) im Toyota GR Supra.


Freitag, 30. April 2021

ADAC GT Masters in Oschersleben ohne Zuschauer

  • Tickets können umgetauscht oder zurückgegeben werden
  • Umfangreiche Berichterstattung vom neuen TV-Partner NITRO

Foto: Jens Hawrda


Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage findet der Saisonauftakt des ADAC GT Masters in Oschersleben (14.–16. Mai) ohne Zuschauer statt. Fans, die bereits Tickets erworben haben, können diese in Karten für eine spätere Veranstaltung umtauschen oder die Tickets zurückgeben. Dank der umfangreichen Live-Berichterstattung des neuen TV-Partners NITRO sind die Fans der Deutschen GT-Meisterschaft auch Zuhause mitten im Geschehen. Am Samstag und Sonntag ab 16.00 Uhr stimmt eine „Countdown“-Vorberichterstattung auf die jeweils 60-minütigen Rennen ein. In einer ausführliche Rennanalyse im Anschluss der Siegerehrung ab 17.45 Uhr werden nochmals die Highlights zusammengefasst. Weitere Analysen und Hintergründe auf den digitalen Kanälen des ADAC GT Masters und der Mediengruppe RTL runden die umfangreiche Berichterstattung ab.

Fans, die bereits Tickets für die Veranstaltung in Oschersleben im Online-Vorverkauf gekauft haben, erhalten in den kommenden Tagen eine E-Mail mit Informationen zum Umtausch in Karten für eine andere ADAC GT Masters-Veranstaltung oder zur Rückgabe der Tickets. In ADAC-Geschäftsstellen oder Eventim-Vorverkaufsstellen gekaufte Tickets können dort zurückgegeben werden. Sollten die entsprechenden Vorverkaufsstellen geschlossen sein, können Ticketkäufer unter der E-Mail-Adresse motorsport@adac.de ihre Tickets umtauschen oder zurückgeben.

ABT-Sportsline stellt Fahrzeugdesign für die DTM vor

Foto: ABT-Sportsline

Bei der Gestaltung der Fahrzeuge haben sich die Designer an den ABT Farben orientiert. Schwarz, Rot und verschiedene Grautöne prägen die Gestaltung der Autos von Mike Rockenfeller und Kelvin van der Linde. Dabei erhält der Südafrikaner zur besseren Unterscheidung eine weiße Front und weiße Außenspiegel, bei Rockenfeller sind diese Teile rot. „Ich habe mein Rennauto vor ein paar Tagen zum ersten Mal live und in seinem finalen Look gesehen – einfach mega, besonders die matte Beklebung“, sagt van der Linde.

Ihre erste Ausfahrt erleben die drei Audi R8 LMS aus dem Hause ABT bei den offiziellen Testfahrten der DTM vom 4. bis 6. Mai auf dem Lausitzring.