Freitag, 9. April 2021

T3 Motorsport verdoppelt Engagement in der ADAC GT4 Germany

  •  Zwei Audi R8 LMS GT4 für das Team aus Dresden
  •  Jan Philipp Springob und Oliver Mayer kehren zurück in die ADAC GT4 Germany
  •  Mayer startet erstmals gemeinsam mit seinem Sohn Lukas

Die beiden Audi R8 LMS GT4 von T3 Motorsport für die ADAC GT4 Germany
Urheber: T3 Motorsport

Doppelter Einsatz von T3 Motorsport in der ADAC GT4 Germany. Der Rennstall aus Sachsen weitet sein Programm in der Saison 2021 weiter aus und startet mit zwei Audi R8 LMS GT4. „Mit zwei Fahrzeugen haben wir mehr Daten zur Verfügung, was uns natürlich beim Herausarbeiten der Abstimmung hilft. Die ADAC GT4 Germany ist eine hoch interessante Serie mit spannenden und spektakulären Rennen. Wir hatten 2020 einen starken Einstand und konnten dreimal auf das Podium fahren. Darauf wollen wir nun aufbauen. Wir finden, dass die ADAC GT4 Germany das perfekte Sprungbrett in den GT3-Sport ist. Das gilt vor allem für junge Piloten, die sich noch entwickeln wollen“, erklärt Teammanager Jens Feucht, dessen Rennstall 2021 auch wieder im ADAC GT Masters unterwegs sein wird und dort drei Lamborghini Huracán GT3 Evo aufbietet.

Die vier Piloten für den Einsatz in der ADAC GT4 Germany stehen bei T3 Motorsport bereits fest. Einen Audi teilen sich Jan Philipp Springob (20/Olpe) und John Paul Southern (19/USA). Springob startete schon 2019 in der ADAC GT4 Germany. „Die ADAC GT4 Germany ist im Hinblick auf die Zukunft die sinnvollste Variante, die man derzeit einschlagen kann – insbesondere mit Blick auf den GT3-Sport“, so Springob. „Mit T3 Motorsport habe ich mich für ein Team entschieden, das auch im ADAC GT Masters startet. Somit kann ich mich ideal auf das ADAC GT Masters vorbereiten. Ich lerne beispielsweise die Abläufe, was den nächsten Schritt um einiges einfacher macht.“

Springobs Engagement in der ADAC GT4 Germany 2019 verlief vielversprechend und erfolgreich. Er beendete die Saison auf Platz drei in der Junior-Wertung. „Es ist auf jeden Fall das Ziel, in diesem Jahr die Junior-Wertung zu gewinnen“, ist Springob hoch motiviert. „In der Gesamtwertung wollen wir in die Top Drei kommen.“ Sein amerikanischer Teamkollege Southern ist neu in der Serie. Er startete zuletzt in der Trans Am Series und der Formula Regional Americas. „Ich freue mich sehr auf die neue Saison in der ADAC GT4 Germany“, meint Southern. „Es ist meine erste Saison in Übersee. Somit ist alles in Deutschland neu für mich. Aber Racing ist Racing und T3 Motorsport hat ein großartiges Paket für die Saison zusammengestellt. Ich erwarte also nur das Beste.“

Auch im zweiten Audi von T3 Motorsport sitzt ein ADAC GT4 Germany-Rückkehrer. Dabei handelt es sich um Oliver Mayer (63/Ingolstadt), der 2019 mit starken fahrerischen Leistungen die Trophy-Wertung der ADAC GT4 Germany gewann. „In meiner Karriere war ich immer schon in ADAC Serien unterwegs und fühle mich in diesem Umfeld sehr wohl“, so Mayer, der in den Jahren 1993 bis 1995 beispielsweise im ADAC GT Cup unterwegs war und auch schon 39 Rennen im ADAC GT Masters absolviert hat. „In der ADAC GT4 Germany gefällt mir vor allem Kameradschaft im Fahrerlager.“

Oliver Mayer teilt sich das Cockpit mit seinem 25-jährigen Sohn Lukas. Dieser hat schon mit acht Jahren sein erstes Motocross-Rennen absolviert, 2021 bestreitet er nun auch sein erstes Rennen auf vier Rädern. „Lukas hat erst im vergangenen Jahr seine Rennlizenz gemacht“, erläutert Mayer. „Ich möchte ihn in dieser Saison ein wenig in den Motorsport einarbeiten. Aber darüber hinaus wollen wir natürlich auch gemeinsam Spaß haben.“

Zur Vorbereitung auf die Saison 2021 hat T3 Motorsport bereits erste Testfahrten in der Motorsport Arena Oschersleben unternommen. „Die Fahrer waren mit den Tagen sehr zufrieden“, freut sich Teammanager Feucht. „Kurz vor dem offiziellen ADAC-Test werden wir nochmals in Oschersleben unterwegs sein. Dabei wollen wir unsere Performance noch weiter verbessern. Somit schauen wir einer erfolgreichen Saison in der ADAC GT4 Germany entgegen.“

Zweiter DTM-Testtag in Hockenheim: Lucas Auer glänzt mit später Bestzeit

  •  Gerhard Berger zählt seinen Landsmann zu den Meisterschaftsfavoriten
  •  Mercedes erneut vorn, gefolgt von Audi, Ferrari und BMW
  •  Zweiter offizieller DTM-Test vom 04. bis 06. Mai auf dem DEKRA Lausitzring

Liam Lawson (Ferrari, Red Bull AF Corse) © DTM


Zweite Bestzeit für Mercedes: Bei guten Witterungsbedingungen gab die DTM am zweiten Tag des offiziellen Tests in Hockenheim Vollgas. Dabei erzielte der Österreicher Lucas Auer im Mercedes-AMG GT3 von Neueinsteiger Mercedes-AMG Team Winward kurz vor Testende die Bestzeit. Mit 1:36,153 Minuten auf dem badischen Grand-Prix-Kurs verwies der fünfmalige DTM-Sieger seinen monegassischen Markenkollegen Vincent Abril (Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,173) nur um zwei Hundertstelsekunden auf Rang zwei. Die drittbeste Zeit erzielte der spanische DTM-Rückkehrer Daniel Juncadella (Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GruppeM) mit 1:36,251. Als bester Audi-Pilot kam Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline) mit 1:36,670 auf Rang sieben. Als Neunter betrug der Rückstand von Alex Albon (THA, AF Corse, 1:37,012) im Alpha Tauri-Ferrari weniger als eine Sekunde. Mit 1:37,190 markierte der zweimalige Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) erneut die beste BMW-Zeit. Insgesamt gingen 18 Fahrer von zehn Teams an beiden Testtagen auf die Strecke.

„Eigentlich nehme ich ja Druck von ihm, doch ich denke, in dieser Saison gehört Lucas zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten“, hatte Gerhard Berger noch am Mittag in einer digitalen Pressekonferenz gesagt. Prompt ließ sein Neffe Taten folgen. „Ich denke, gerade der heutige Nachmittag gibt schon ein recht repräsentatives Bild ab“, urteilt der Österreicher mit Blick auf seine Tagesbestzeit. „Ich habe viel gelernt über den Mercedes-AMG GT3, der für mich in vielen Bereichen noch neu ist. Da kommt sicherlich noch einiges bis zum Saisonauftakt.“

Hubert Haupt schreibt DTM-Geschichte: vor 30 Jahren als Fahrer, jetzt als Teambesitzer

Seine ersten Erfahrungen in der DTM sammelte an den beiden Testtagen Alex Albon (THA) im Alpha Tauri-Ferrari (AF Corse). „Nach der Formel 1 zählt die DTM zu den Top-Serien, das Level der Fahrer ist extrem hoch“, stellte der Formel-1-Test- und Reserve-Fahrer von Red Bull Racing fest.

Auch am zweiten Tag hinterließ Sophia Flörsch im Audi R8 LMS von ABT Sportsline einen guten Eindruck. Sie nutzte die enge Zusammenarbeit mit ihren Teamkollegen Mike Rockenfeller (GER) und Kelvin van der Linde (RSA), um Erfahrungen zu sammeln und sich weiter zu steigern. „Kelvin ist ein GT3-Experte, Mike hat sehr viel DTM-Erfahrung – davon kann ich nur profitieren, um so schnell zu werden wie die beiden“, so die 20-Jährige.

Vor 30 Jahren war er als junger Audi-Pilot in der DTM am Start, vor 20 Jahren mit Opel, und nun ist er als Teambesitzer zurückgekehrt: der Münchner Hubert Haupt. „Die DTM ist sehr lebendig! Das macht mich happy. Mit dem Einstieg meines Teams geht für mich ein Traum in Erfüllung“, so Haupt, der mit einem Mercedes-AMG GT3 seines HRT-Teams bei mindestens einem DTM-Rennen selbst wieder ins Lenkrad greifen will.

SAT.1, ZDF und Sport1 begleiteten die DTM-Testfahrten in Hockenheim mit eigenen Kamerateams und Reportern. Darüber hinaus lag der Fokus der TV-Produktion auf den neuen Teams und Fahrern, so dass TV-Sender beispielsweise in Neuseeland (Liam Lawson) und Südafrika (das Brüderpaar Sheldon und Kelvin van der Linde) mit Material des DTM-Vermarkters ITR bedient wurden. Die acht Rennwochenenden der DTM werden im deutschsprachigen Raum von SAT.1 und in über 50 Ländern live übertragen.

Zur weiteren Saisonvorbereitung treffen die Teams vom 04. bis 06. Mai beim zweiten offiziellen DTM-Test auf dem DEKRA Lausitzring erneut aufeinander. Die 35. Saison der DTM beginnt vom 18. bis 20. Juni im Königlichen Park von Monza in Italien.


DTM-Test  Hockenheim Tag 2 Top-10-Ergebnis:


1. Lucas Auer (AUT) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Winward, 1:36,153 Minuten
2. Vincent Abril (FRA) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,173
3. Daniel Juncadella (ESP) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GruppeM, 1:36,251
4. Philip Ellis (SUI) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Winward, 1:36,351
5. Maximilian Götz (GER) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,375
6. Arjun Maini (IND) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GetSpeed, 1:36,555
7. Mike Rockenfeller (GER) Audi R8 LMS, ABT Sportsline, 1:36,670
8. Maximilian Buhk (GER) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Mücke, 1:36,780
9. Alex Albon (THA) Ferrari 488 GT3, Alpha Tauri AF Corse, 1:37,012
10. Liam Lawson (NZL) Ferrari 488 GT3, Red Bull AF Corse, 1:37,184

Donnerstag, 8. April 2021

DTM Test Hockenheim: Mercedes-Pilot Götz mit erster Bestzeit

  •  Mercedes, Audi und Ferrari auf den ersten vier Plätzen
  •  Kälte und Schneeregen beeinträchtigen das erste Aufeinandertreffen der DTM 2021
  •  Erster offizieller DTM-Test wird am Donnerstag fortgesetzt

Tagesschnellster: Maximilian Götz (Mercedes-AMG, HRT) © DTM

Die DTM hat in Hockenheim einen ersten vielversprechenden Vorgeschmack auf die Saison 2021 geliefert. Mit Mercedes, Audi und Ferrari waren gleich drei Marken uf  den ersten vier Plätzen vertreten. Schnellster am ersten Testtag war der Deutsche Maximilian Götz im Mercedes-AMG GT3 (Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,590 Minuten) vor seinem französischen Teamkollegen Vincent Abril (1:36,759). Hinter Kelvin van der Linde (RSA, ABT Sportsline, 1:36,000) im Audi landete der erst 19-jährige Liam Lawson (NZL, Red Bull AF Corse, 1:36,897) im Ferrari auf Rang vier. Schnellster BMW-Pilot war der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport, 1:37,260) als Siebter. Allerdings beendete anhaltender Schneefall am Nachmittag den ersten von zwei Testtagen vorzeitig, zudem beeinträchtigen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt den Test.

Insgesamt gingen 17 Aktive, darunter auch die 20-jährige Münchnerin Sophia Flörsch (Audi, ABT Sportsline), mit 15 GT3-Rennwagen auf die Strecke, um sich auf die 35. Saison der Traditionsrennserie vorzubereiten. Acht Rennwochenenden mit jeweils zwei Rennen über jeweils 55 Minuten und einer zusätzlichen Runde stehen im Kalender. Vom 18. bis 20. Juni ist Monza der Schauplatz des Saisonauftaktes. Alle Rennen werden von SAT.1 und in über 30 Länder live übertragen.

„Ein schönes Gefühl, wieder zurück zu sein in der DTM“, sagte Maximilian Götz, der seine Bestzeit am Vormittag gefahren hatte. Am Nachmittag war DTM-Vizemeister Nico Müller (SUI, Team Rosberg, 1:36,945) im Audi vor Lawson der Schnellste. „Vieles ist neu“, so Müller. „Ich habe mich genauso wie immer auf die Saison vorbereitet, aber mehr Zeit mit meinem Team verbracht, vor allem mit meinem neuen Fahrzeug-Ingenieur.“ Zufrieden war auch Lawson, der von seinem Formel-2-Sieg in Bahrain zum DTM-Test anreiste: „Wenn man bedenkt, dass das unser erster Tag war, ist es wirklich gut gelaufen.“

„Ich bin eigentlich ein Rookie, mein Teamkollege Sheldon van der Linde hat viel mehr Erfahrung im GT3-Rennwagen“, stellte Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock (GER, BMW, ROWE Racing) fest und ergänzte vom Streckenrand: „In der ersten Kurve sehen die GT3-Autos sehr schnell aus.“ Nach zweijähriger Abstinenz freute sich Gary Paffett (GBR) besonders über sein Comeback. „Ich bin sehr happy, wieder zurück zu sein. Die DTM war immer meine Heimat,“ betonte der Mercedes-Pilot (Mercedes-Mücke Motorsport)

Der erste offizielle Test der DTM 2021 wird am Donnerstag von 09:00 bis 18:00 Uhr fortgesetzt.


DTM-Test  Hockenheim, Tag 1: Ergebnisse


1. Maximilian Götz (GER) Mercedes-AMG GT3, 1:36,590 Minuten
2. Vincent Abril (FRA) Mercedes-AMG GT3, 1:36,759
3. Kelvin van der Linde (RSA) Audi R8 LMS, 1:36,867
4. Liam Lawson (NZL) Ferrari 488 GT3,  1:36,897
5. Nico Müller (SUI) Audi R8 LMS, 1:36,945
6. Alex Albon (THA) Ferrari 488 GT3,  1:37,091
7. Marco Wittmann (GER) BMW M6 GT3,  1:36,260
8. Sheldon van der Linde (RSA) BMW M6 GT3,  1:37,264
9. Gary Paffett (GBR) Mercedes-AMG GT3, 1:37,291
10. Arjun Maini (IND) Mercedes-AMG GT3,  1:37,349

Dienstag, 6. April 2021

Alles auf Anfang in Hockenheim: zehn DTM-Teams beim ersten offiziellen Saisontest

  • Red Bull bringt Ferrari in die DTM: Formel-1-Pilot Alex Albon erstmals im GT3-Rennwagen
  • Sophia Flörsch: konzentrierte Arbeitstage beim Rendezvous mit ihrem Audi R8 LMS
  • Zehn Wochen vor dem Auftakt in Monza: Internationales Fahrerfeld testet in Hockenheim


Sophia Flörsch © ABT Sportsline

Countdown für die DTM 2021: Zehn Teams nehmen am 07./08. April bei ersten offiziellen Testfahrten den Hockenheimring unter die Räder. Vieles ist anders in der 35. Saison der Traditions-Rennserie: Ferrari startet erstmals in der DTM, die kraftvollen GT3-Rennwagen schreiben ein weiteres Kapitel der langen DTM-Geschichte, mit Sophia Flörsch wandelt wieder eine schnelle Lady auf den Spuren der bisher einzigen weiblichen DTM-Siegerin Ellen Lohr. Überhaupt, das Starterfeld: So bunt gemischt und international war das Fahrerfeld der DTM schon lange nicht mehr. Alex Albon, Timo Glock und Christian Klien bringen Formel-1-Erfahrung mit, Mike Rockenfeller hat Le Mans und die DTM gewonnen, mit Kelvin und Sheldon van der Linde duelliert sich ein junges Brüderpaar in unterschiedlichen Rennwagen, der Inder Arjun Maini sorgt für die 30. Fahrer-Nation der DTM-Historie. Und da wäre noch Nico Müller, der zurück ins Team Rosberg gewechselt ist und als amtierender DTM-Vizemeister noch eine Rechnung offen hat.

Zum ersten Tête-á-Tête mit der DTM-Konkurrenz kommt das Red Bull-Team von AF Corse mit zwei Ferrari 488 GT3 für Alex Albon (THA) und Liam Lawson (NZL) nach Hockenheim. Der erst 19-jährige Lawson reist gestärkt durch seinen Sieg in seinem allerersten Formel-2-Rennen aus Bahrain an. Für beide Red Bull-Piloten ist es die Premieren-Saison außerhalb von Formel-Rennwagen.

Teamchefs und Fahrer: Kribbeln vor dem ersten Stelldichein der DTM 2021

„Der erste Test ist immer cool. Ich kann die ersten Kilometer im BMW M6 GT3 kaum erwarten“, sagt der fünfmalige DTM-Sieger Timo Glock (GER, ROWE Racing). Fünf DTM-Siege hat auch Lucas Auer (AUT) auf seinem Konto, der mit seinem Wechsel von BMW zurück ins Mercedes-Lager für Bewegung auf dem Transfermarkt sorgte. „Jede Runde nutzen, Hausaufgaben machen“, definiert Auer (Winward Racing) seine Aufgabe im Mercedes-AMG GT3. „Der erste Test in Hockenheim hat eine lange DTM-Tradition. Doch mit meinem neuen Team und dem Audi R8 LMS ist vieles anders“, stellt Ex-Champion Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline) fest.

Timo Glock © ROWE Racing


Weil so vieles neu ist, kribbelt es nicht nur bei den Fahrern, sondern auch bei den Teamchefs. „Wir können es kaum erwarten, zum ersten Mal auf unsere künftigen Konkurrenten zu treffen“, sagt Hans-Peter Naundorf, Teamchef von ROWE Racing, das mit großer GT3-Erfahrung die neue Herausforderung DTM angeht. „Die Zeit seit dem DTM-Finale in Hockenheim verging wie im Flug“, stellt Rosberg-Teamchef Kimmo Liimatainen fest. Große Vorfreude versprüht auch HRT-Team-Besitzer Hubert Haupt: „Vor genau 30 Jahren habe ich in der DTM meine Feuertaufe als Rennfahrer erlebt, nach der DTM-Wiedergeburt war ich 2001 erneut am Start“, so der Münchner. „Jetzt, 2021, beginnt eine neue Zeitrechnung, und ich habe die Ehre, mit meinem eigenen Team dabei zu sein.“

Motorsport ist eine der wenigen Sportarten, in der Männer und Frauen gegeneinander antreten. Sophia Flörsch (GER) stellt sich dieser Herausforderung. Die 20-jährige Münchnerin ist die zwölfte Frau in der DTM-Geschichte. „Es fühlt sich toll an, ein Teil der DTM-Familie zu sein“, freut sie sich. In Hockenheim erwartet Flörsch das erste Rendezvous mit ihrem Audi R8 LMS von ABT Sportsline und stellt sich auf „konzentrierte Arbeitstage“ ein.

Weitere Neuigkeiten erwartet: DTM 2021 mit neuer Vielfalt und bewährter DNA

Noch vor dem Testbeginn am kommenden Mittwoch rechnet die DTM-Organisation ITR mit weiteren Neuigkeiten zum Starterfeld der DTM 2021. „Wir freuen uns sehr über die Qualität, die wir an den Start bringen. In der DTM 2021 haben wir absolute Top-Teams und die Cockpits sind exzellent besetzt. Vom Rookie über F1-Piloten bis hin zu mehrfachen DTM-Siegern – es bahnt sich ein richtig starkes Fahrerfeld an“, äußert Frederic Elsner, Director Event & Operations der ITR.

Nicht nur das Fahrerfeld ist bunt gemischt: Ob Front- oder Mittelmotor, acht oder zehn Zylinder, Turbo- oder Saugmotor – die DTM präsentiert sich schon jetzt mit einer neuen Vielfalt. Vom zweitägigen Test in Hockenheim sind es immerhin noch zehn Wochen bis zum ersten von acht Rennwochenenden im italienischen Monza (18. bis 20. Juni). Bei allen Veränderungen, zu denen auch der neue Reifenlieferant Michelin gehört, bleibt die DTM ihrem bewährten Kern, ihrer DNA treu: ein Fahrer je Rennwagen, dazu ein Boxenstopp auf Zeit – die Formel für spannenden Rennsport, der live von SAT.1 und in über 30 Ländern übertragen wird.

Auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs von Hockenheim, wo am ersten Oktober-Wochenende traditionell auch das Finale steigt, finden die ersten Testfahrten für die DTM und die Nachwuchsserie DTM Trophy an beiden Tagen jeweils von 09:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 18:00 Uhr statt. Die zweiten offiziellen DTM-Testfahrten werden vom 04. bis 06. Mai auf dem DEKRA Lausitzring durchgeführt.

Sonntag, 4. April 2021

DTM kooperiert bei Fahrzeug-Einstufungen mit Experten von AVL RACING

  • Balance of Performance: die Formel für höchste Chancengleichheit der GT3-Rennwagen
  • Seit über 70 Jahren: AVL globaler Automobil-Dienstleister mit über 11.000 Mitarbeitern
  • Jahrzehntelange Erfahrung: AVL-Ingenieure in 15 Rennserien involviert

Zentrales Element der BoP-Berechnung ist die von AVL entwickelte Software VSM™ Race © AVL

Für die Einstufung der GT3-Rennwagen der DTM setzt die Rennserien-Organisation ITR auf die Erfahrung des weltweit agierenden Automobil-Dienstleisters AVL. Das über 11.000 Mitarbeiter zählende Unternehmen mit Hauptsitz in Graz in Österreich ist aktuell in 15 Rennserien involviert, darunter auch die Formel 1 und die US-Stockcar-Rennserie NASCAR.

Die GT3-Rennwagen, nach aktuellem Stand von Audi, BMW, Mercedes, Ferrari und McLaren, werden über eine DTM-eigene „Balance of Performance“, kurz BoP, eingestuft, die für höchste Chancen-Gleichheit und somit für spannende Rennen sorgt. Dabei werden in erster Linie unterschiedliche Fahrzeug-Konzepte wie Front-, Mittel- und Heckmotor sowie Motoren-Varianten – Acht- oder Zehnzylinder, Turbo- oder Saugmotor – berücksichtigt. Die Angleichung des Leistungsspektrums erfolgt unter anderem durch Anpassungen des Fahrzeuggewichtes, der Fahrhöhe, des Lufteinlasses bzw. des Ladedrucks.

Zwischen zwei Trainingssessions: Computer-Simulation von bis zu 100.000 Runden

AVL setzt bei der Fahrzeug-Simulation und Berechnung der BoP auf jahrzehntelange Erfahrung im Motorsport, vor allem in den Bereichen Antriebsstrangentwicklung, Fahrzeug-Simulation, Prüfstände und Prototypen-Herstellung. Das zentrale Element der BoP-Berechnung ist die von AVL über Jahre entwickelte Software VSM™ Race (Vehicle Simulation Model). Die vielfältig einsetzbare Software VSM™ Race gibt den AVL-Ingenieuren beispielsweise die Möglichkeit, zwischen zwei Trainingssessions in kürzester Zeit mittels Cloud Computing bis zu 100.000 Runden zu simulieren.

„Seit mittlerweile 20 Jahren arbeitet AVL mit der Software VSM™ Race daran, verschiedene Fahrzeug- und Antriebssysteme miteinander zu vergleichen“, erläutert Ellen Lohr. Die bislang einzige weibliche Siegerin eines DTM-Rennens hat zum Jahresbeginn bei AVL die Position des Motorsport-Direktors übernommen. „Unser Anspruch ist es, mit unseren Ingenieuren und zusammen mit der ITR eine effektive BoP als Fundament für spannenden Motorsport zu erstellen.“

Im Unterschied zu anderen Fahrzeug-Einstufungen, die unter anderem die Erkenntnisse eines realen Testfahrers integrieren, setzen ITR und AVL RACING in ihrer engen Zusammenarbeit auf modernste, virtuelle Laborbedingungen unter Einbeziehungen eines großen Datenbestands sowie eigener Datenzuflüsse aus Testfahrten, Trainings und Rennen der DTM-Saison. Bei der BoP-Modellerstellung in einem virtuellen Umfeld ist der Ausschluss von Umgebungsfaktoren oder tageszeitabhängigen Temperaturunterschieden wichtig. Allerdings werden bei der Erstellung der streckenabhängigen BoP-Vorgaben sehr wohl Wetter und Streckenbeschaffenheit berücksichtigt, da Temperatur und Umgebungsluftdruck einen relevanten Einfluss auf die Motorleistung haben, ebenso wie das tatsächliche Haftungs-Niveau von unterschiedlichen Fahrzeugen ungleich genutzt werden kann.

„Wir haben uns für AVL entschieden, weil das Unternehmen über Dekaden an Erfahrung verfügt, über jahrelang optimierte Systeme und erfahrenes Personal, auch aus dem GT3-Rennsport“, unterstreicht Michael Resl, DTM Director Competition & Technology. „Gemeinsam gehen wir einen neuen Weg mit einer technisch vereinheitlichten, umfassenden Simulation, mit virtuellen Rennwagen und virtuellen Rennfahrern, die zu einer möglichst einheitlichen Performance der DTM-Fahrzeuge führt.“