Samstag, 19. September 2020

ADAC GT Masters stellt frühzeitig Weichen für die 15. Saison

  • ADAC GT Masters erhält ab 2021 das Prädikat Internationale Deutsche GT-Meisterschaft
  • Kalender 2021 mit 14 Rennen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden
  • Saisonstart Mitte Mai in Oschersleben, Finale in Hockenheim im Oktober

Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters stellt frühzeitig die Weichen für die Saison 2021. Im kommenden Jahr startet die GT-Serie bereits in die 15. Saison und tritt abermals zu sieben Veranstaltungen mit 14 Rennen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden an. Erstmals erhält das ADAC GT Masters im kommenden Jahr ein offizielles Meisterschaftsprädikat des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB). Die Serie erhält das Prädikat Internationale Deutsche GT-Meisterschaft, die Fahrer und Teams kämpfen um den Titel des internationalen deutschen GT-Meisters. Saisonstart des ADAC GT Masters 2021 ist vom 14. - 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben.

"Wir werten das ADAC GT Masters mit dem Deutschen Meistertitel weiter auf und stellen mit der frühzeitigen Veröffentlichung des Kalenders eine hohe Planungssicherheit für unsere Teilnehmer sicher. Schon in diesem Frühjahr haben wir uns mit der Durchführung aller sieben geplanten Veranstaltungen in diesen unruhigen Zeiten deutlich hinter unsere Teams gestellt, das ist sicherlich ein Grund für das starke Feld im ADAC GT Masters in diesem Jahr. Damit dies auch in der Zukunft so bleibt, haben wir in der vergangenen Woche in einem Workshop mit unseren Teams und Vertretern der GT3-Kundensport-Hersteller gemeinsam konstruktiv an der Zukunft des ADAC GT Masters gearbeitet", so ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

"Der DMSB würdigt mit der Einführung der Internationalen Deutschen GT-Meisterschaft die erfolgreiche Arbeit des ADAC, der in den vergangenen Jahren demonstriert hat, wie eine GT-Serie professionell organisiert werden muss, um langfristig Erfolg zu haben", erklärt Dr. Hans-Gerd Ennser, im DMSB-Präsidium zuständig für den Automobilsport. Der genaue Modus der Wertung für die neu geschaffene Meisterschaft steht derzeit noch nicht fest und wird in den kommenden Monaten erarbeitet.

Bei der Kalenderplanung setzt das ADAC GT Masters für das kommenden Jahr den Fokus wieder mehr auf Deutschland. Neben fünf Rennwochenenden auf deutschen Strecken sind zwei Auslandsrennen vorgesehen. Das ADAC GT Masters berücksichtigt bei den nächstjährigen Terminen alle behördlichen Bestimmungen zur Covid-19-Prävention und startet vorsorglich später als gewohnt in die neue Saison. Nach dem Saisonstart Mitte Mai in Oschersleben ist das zweite Rennwochenende vom 11. bis 13. Juni auf dem Red Bull Ring in Österreich geplant. Nach der von der Fußball-EM und den Olympischen Spielen geprägten Sommerpause geht es vom 6. bis 8. August auf dem Nürburgring weiter, ehe 14 Tage später mit den Rennen auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden die dritte Formel-1-Strecke in Folge im Kalender steht.

Anschließend ist der DEKRA Lausitzring vom 10. bis 12. September zurück im Kalender und Austragungsort des fünften Rennwochenendes. Auf dem Sachsenring geht es beim vorletzten Rennwochenende am Einheitsfeiertagswochenende vom 1. bis 3. Oktober in die entscheidende Phase der Meisterschaft. Das Finale wird auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg vom 15. bis 17. Oktober ausgetragen.

Termine ADAC GT Masters 2021, Änderungen vorbehalten

14.05. - 16.05.2021 Motorsport Arena Oschersleben

11.06. - 13.06.2021 Red Bull Ring / A

06.08. - 08.08.2021 Nürburgring

20.08. - 22.08.2021 Circuit Zandvoort / NL

10.09. - 12.09.2021 Lausitzring

01.10. - 03.10.2021 Sachsenring

15.10. - 17.10.2021 Hockenheimring Baden-Württemberg

Freitag, 18. September 2020

Halbzeit in der DTM Trophy: acht Nationen, sechs Marken, ein Überflieger

  •  Gefördert von DTM-Rekordmeister Bernd Schneider: Tim Heinemann überlegen
  •  Acht Junioren bis 22 Jahre: Brite Ben Green Bester der „jungen Wilden“
  •  Nürburgring zum Zweiten: Zuschauer auch an de Sprintstrecke zugelassen

Tim Heinemann (Mercedes-AMG GT)
Foto: dtm.com




Positive Zwischenbilanz: Die neu eingeführte DTM Trophy sorgt als Unterbau der DTM weiter für Aufsehen und packenden Motorsport. Beim zweiten Gastspiel auf dem Nürburgring nehmen die seriennahen GT-Sportwagen bereits den vierten Saisonlauf unter die Räder. Damit beginnt die zweite Saisonhälfte, Zolder (BEL) und Hockenheim (GER) stehen anschließend noch im kompakten Terminkalender.

Tim Heinemann: Auch in der Eifel nicht zu schlagen

Das Starterfeld ist erstaunlich ausgeglichen, nur einer dominiert scheinbar nach Belieben:  Tim Heinemann. Der 23-Jährige aus Fichtenberg debütierte in Spa mit zwei zweiten Plätzen, danach fuhr er souverän vier Siege mit seinem Mercedes-AMG GT des Teams HP Racing International ein. Auf dem Grand-Prix-Kurs in de Eifel verwies er am Samstag die Briten Ben Green (BMW, FK Performance Motorsport) und Ben Tuck (BMW, Walkenhorst Motorsport) auf die Plätze, am Sonntag den Österreicher Reinhard Kofler (KTM, Teichmann Racing) und den Polen Jan Kisiel (Mercedes-AMG, Leipert Motorsport).

Dass Tim Heinemann über großes Talent verfügt, war Bernd Schneider schon früh aufgefallen. Der Rekord-Meister der DTM ist seitdem sein erster Förderer. Am vergangenen Wochenende war Bernd Schneider selbst am Nürburgring, um seinem Schützling mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Inklusiv den Extra-Punkten für drei Pole Positions eilt Tim Heinemann mit satten 150 Punkten der Konkurrenz auf und davon. Dahinter aber wird beherzt um jeden einzelnen Zähler gekämpft. Jan Kisiel erzielte bislang 84 Punkte und hat sich damit auf die zweite Tabellenposition vorgeschoben. Ben Tuck folgt mit 77 Punkten auf Rang drei vor Ben Green mit 71 Zählern. Tuck und Green hatten sich die Siege bei der Premiere der DTM Trophy in Belgien geteilt.

Ben Green ist zudem der Beste aus dem Kreis der acht „Jungen Wilden“. Mit 67 Punkten führt er die Junior-Wertung für junge Talente bis 22 Jahre (einschließlich Jahrgang 1998) an. Der Schweizer Felix Hirsiger (Porsche, Allied Racing) mit 46 und Jan Philipp Springob (Mercedes-AMG, Superdrink by Bremotion) mit 34 Zählern sind Green´s ärgste Verfolger.

Starterfeld: Bunt gemischt und ausgeglichen

Das Feld der neuen DTM Trophy ist bunt gemischt. GT-Sportwagen von sechs Marken, von Audi, BMW, KTM, Mercedes, Porsche und Toyota, sorgen für eine hochkarätige Mischung. Im Sonntagrennen auf dem Nürburgring waren vier Marken auf den ersten fünf Plätzen vertreten – ein Beleg für Ausgeglichenheit und eine funktionierende Einstufung der Fahrzeuge (Balance of Performance). Dass die DTM Trophy auf Anhieb internationale Beachtung findet, dafür sorgen Fahrer aus acht Nationen. Neu dabei ist beim vierten Saisonlauf Nico Verdonck. Der GT-Spezialist aus Belgien pilotiert erstmals den Toyota Supra aus dem Team von Ring Racing.

Die 3,629 Kilometer lange Sprint-Strecke des Nürburgrings sorgt für eine neue Herausforderung in der noch jungen Geschichte der DTM Trophy. Die Kürze der Strecke und somit vergleichsweise viele Runden während der halbstündigen Renndistanz garantieren enge Positionskämpfe und zahlreiche Überholmanöver – sehr zur Freude der Zuschauer. Denn auch bei diesem zweiten Nürburgring-Gastspiel werden Fans auf den Tribünen, wenn auch in limitierter Anzahl, für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen. Personalisierte Tageskarten zum Preis von 49 Euro sind bis Sonntag, 12:00, online über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder über die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich. Darüber hinaus liefert die Streaming-Plattform DTM Grid (grid.dtm.com) jedes Qualifying und jedes Rennen (Start jeweils ab 15:15 Uhr) das Geschehen auf TV-Bildschirme und Smartphone, und zwar live und auf Abruf.

Nürburgring unter Hochspannung: DTM mit Sprint-Kurs, verkürztem Punkterückstand und Zuschauern

  •  Wieder vor Zuschauern: sechster Saisonlauf vom 18. bis 20. September
  •  Nach zweitem Frijns-Sieg: Titel-Dreikampf spitzt sich zu
  •  Kompakte Motorsport-Action: DTM auf der 3,6 Kilometer langen Sprint-Strecke  

Foto: dtm.com

Rushhour auf dem Nürburgring: Auf die nur 3,6 Kilometer lange Sprintstrecke konzentriert sich am Wochenende (18.–20. September) das Renngeschehen beim sechsten Saisonlauf der DTM. Es wird also eng für die Rennfahrer mit ihren 640 PS starken Tourenwagen von Audi und BMW. Und eng wird es auch zunehmend in der Meisterschaft. Denn mit seinem zweiten Saisonsieg am vergangenen Sonntag auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings hat der Niederländer Robin Frijns den Rückstand auf Tabellenführer Nico Müller aus der Schweiz verkürzt, und Titelverteidiger René Rast (GER) mischt im Dreikampf um die heißbegehrte Champions-Trophäe ebenfalls noch mit.

Es ist also angerichtet für ein heißes DTM-Wochenende mit viel Sonne und Temperaturen jenseits der 20 Grad in der Eifel, zu dem erneut Zuschauer zugelassen sind. Zum Preis von 49 Euro sind die nur stark limitiert verfügbaren Tribünentickets ausschließlich bis Sonntag, 12:00 Uhr, online über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich.

Stresstest: Drei Rennwochenende in 16 Tagen

Die DTM rauscht derzeit mit Vollgas durch den Terminkalender. Nach Assen in den Niederlanden und der erfolgreichen Rückkehr auf den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings ist der sechste Saisonlauf auf der Sprint-Variante in der Eifel das dritte Rennwochenende innerhalb von nur 16 Tagen. Vor allem für die Teams, die nur wenig Zeit zur Vorbereitung der Tourenwagen haben und das Nürburgring-Fahrerlager unter der Woche zur großen Rennwerkstatt umfunktioniert haben, bedeutet diese Terminhatz einen echten Stresstest. Viele Fahrer nutzen die Zeit, um entweder flotte Runden über die legendäre Nordschleife zu drehen oder sich mit ausgedehnten Radtouren durch die herrliche Landschaft der Eifel fit zu halten.

46 Punkte trennen Müller, Frijns und Rast – 56 Zähler gibt es am Nürburgring

Müller, Frijns oder doch wieder Rast? Das ist die entscheidende Frage im prestigeträchtigen Titelkampf. Der Vorsprung des nach seinen drei Siegen zu Saisonbeginn souverän führenden Nico Müller ist geschrumpft. 205 Zähler hat er nach vier Siegen auf seinem Punktekonto, Frijns ist mit 176 Punkten bis auf 29 Zähler an seinen Schweizer Teamkollegen aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline herangerückt. Der zweimalige Champion Rast (159) aus dem Audi Sport Team Rosberg liegt 17 Punkte hinter Frijns und 46 Zähler hinter Müller. Allein am Nürburgring sind maximal 56 Punkte für zwei Siege und zwei Pole-Positions zu holen. Der Titelkampf ist bei noch acht ausstehenden Rennen – mit maximal 224 zu vergebenden Punkten – noch völlig offen. Die nächsten Verfolger sind Loïc Duval (FRA, 85) und Mike Rockenfeller (GER, 79) aus dem am Nürburgring ansässigen Audi Sport Team Phoenix. Als bester BMW-Fahrer rangiert Assen-Sieger Sheldon van der Linde (RSA) mit 72 Zählern an sechster Tabellenposition.

Erfolgreich auf dem Sprintkurs: Titelverteidiger Rast mit Rundenrekord

Die Jagd nach wertvollen Punkten steigt am Samstag und Sonntag (jeweils ab13:00 Uhr live in SAT.1 sowie über die Streaming-Plattform DTM Grid) wieder einmal auf der Sprintstrecke. 3.629 Meter misst diese kurze Streckenversion des variantenreichen Nürburgrings. Dreimal hat René Rast bereits auf der Sprintstrecke gewonnen, die auch als Nürburg-Schleife bekannt ist – mehr als jeder andere im aktuellen DTM-Fahrerfeld. Der 33-Jährige hält mit 1:21,358 Minuten auch den offiziellen Rundenrekord, gefahren am 14. September 2019. Damals gewann Rast am Samstag vor dem BMW-Duo Bruno Spengler (CDN) und Marco Wittmann (GER), am Sonntag gelang Audi ein Dreifach-Sieg durch Jamie Green (GBR), Frijns und Rast. Audi hat bisher bereits 15 DTM-Siege auf der Sprintstrecke erzielt.

Acht Rennen: DTM, DTM Trophy und Leckerbissen aus vergangenen DTM-Tagen

Für Motorsport-Action pur sorgt am Wochenende zuallererst die DTM mit ihren atemberaubenden Tourenwagen, deren Sound unter die Haut geht. Auch die neu eingeführte DTM Trophy hat sich bereits in die Herzen der Fans gefahren. Die jungen und ambitionierten Piloten der seriennahen GT-Sportwagen von sechs Herstellern liefern packende Positionskämpfe und damit beste Unterhaltung. Zwei weitere Rennserien bescheren den Zuschauern zusätzliche Höhepunkte. Die Tourenwagen-Classics (TWC) lassen mit legendären Tourenwagen vor allem aus früheren DTM-Zeiten, von Alfa Romeo, Audi, Ford, BMW, Mercedes bis Opel, ebenso nostalgische Erinnerungen aufkommen wie die Tourenwagen-Legenden (TWL). Am Volant dieser Tourenwagen-Schätze zeigen zahlreiche Altstars wie Harald Grohs, Roland Asch, Kris Nissen, Klaus Ludwig und Kurt Thiim, dass sie die Lust auf Vollgas nicht verloren haben.

Nur eine Woche später: Neun DTM-Piloten beim 24h-Klassiker in der „Grünen Hölle“

Für die meisten DTM-Piloten sind zwei Wochenenden in der schönen Eifel offenbar noch nicht genug. Denn nur eine Woche später steigt das traditionelle 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife. Mit Robin Frijns, Jamie Green, Nico Müller, René Rast und Mike Rockenfeller schickt Audi bis auf Loïc Duval alle DTM-Werksfahrer in die „Grüne Hölle“, dazu auch das Audi Sport Team Phoenix. BMW ist mit den vier DTM-Fahrern Lucas Auer, Philipp Eng, Marco Wittmann und Sheldon van der Linde beim 24h-Klassiker am Start.

Opel verstärkt Feld der ADAC TCR Germany in Hockenheim

  •  Das Team Lubner Motorsport setzt zwei Opel Astra TCR ein
  •  Niki Schelle fährt das VIP Auto
  •  Schafft Proczyk die vierte Hockenheim-Pole-Position nacheinander?

Foto: Jens Hawrda

Die Anspannung steigt, das dritte Rennwochenende der ADAC TCR Germany steht vor der Tür: Vom 18. bis 20 September gibt die Tourenwagenserie des ADAC auf dem Hockenheimring Vollgas, auf dem Kurs in Baden-Württemberg steigen an diesem Wochenende die Saisonrennen fünf und sechs. Dabei können sich die Motorsportfans auf zwei Opel Astra TCR freuen, die vom bereits aus der Vergangenheit bekannten Team Lubner Motorsport eingesetzt werden und bei dieser Veranstaltung das Starterfeld ergänzen. Im VIP Auto des Hyundai Team Engstler fährt Niki Schelle (54, Schongau), der über viele Jahre als Rallyepilot aktiv war und sich zudem im Fernsehen bei "GRIP - das Motormagazin" auf RTL2 einen Namen gemacht hat. SPORT1 zeigt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, mindestens ein Lauf pro Wochenende ist dabei im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen. Online werden die Läufe bei SPORT1.de, adac.de/Motorsport, auf der Facebookseite der ADAC TCR Germany und im YouTube-Kanal des ADAC übertragen.
 
An der Tabellenspitze geht es nach den ersten vier von insgesamt 14 Saisonrennen eng zu. Ganz vorne liegt Dominik Fugel (23, Chemnitz, Profi Car Honda ADAC Sachsen), der mit seinem Honda Civic TCR bislang 75 Punkte eingefahren hat. Nur vier Zähler weniger hat sein erster Verfolger: Ex-Meister Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) ist dem Tabellenführer mit 71 Punkten dicht auf den Fersen. In der Honda Junior Challenge führt derzeit René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR vor Honda-Civic-TCR-Fahrer Marcel Fugel (19, Chemnitz, Profi Car Team Halder) und Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler).
 
Ein Blick in die Ergebnislisten der vergangenen Jahre lässt nur einen Schluss zu: Harald Proczyk ist ein Spezialist für den Hockenheimring - und als solcher geht er automatisch als einer der Favoriten in dieses dritte Rennwochenende. 2017, 2018 und 2019 fuhr der Österreicher die Pole Position ein und gewann die jeweiligen Rennen dann auch. 2018 krönte sich Proczyk zudem auf dem Hockenheimring zum Champion - ein gutes Omen auch für 2020?
 
Proczyks Serie hin oder her - Dominik Fugel will sich auf seine eigenen Stärken besinnen und den Fokus auf seine Performance legen. "Das Ziel ist es, die Tabellenführung zu verteidigen gegen die geballte Hyundai-Power", sagte er: "Das Wichtigste ist es, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen und keine Fehler zu machen." Und außerdem: Nie resignieren, auch wenn die Voraussetzungen ungünstig scheinen. Auf dem Nürburgring zuletzt hatte Fugel "nur" den zehnten Startplatz eingefahren, "und doch war ich dann derjenige, der die meisten Punkte an diesem Wochenende geholt hat", sagte der Chemnitzer.
 
Das Hyundai Team Engstler will derweil an den guten Auftakt auf dem Lausitzring anknüpfen - und das laut Teammanager Andreas Klinge "sehr schlechte Wochenende" auf dem Nürburgring abhaken. Damals war das Team mit großen Ambitionen und als Spitzenreiter in allen drei Wertungen angereist - doch was folgte, fasste Klinge als "von Hero zu Zero" zusammen.
 
Nico Gruber (19, Österreich) schied im ersten Rennen nach einer Kollision am Start aus, im zweiten Lauf musste er seinen Hyundai wegen eines technischen Problems abstellen: Er blieb somit gänzlich ohne Punkt. Antti Buri (31, Finnland) war ebenfalls in die Kollision verwickelt, er konnte jedoch weiterfahren und holte mit den Plätzen zwölf und sieben zumindest einige Zähler. Im zweiten Rennen leistete sich Buri allerdings einen Frühstart, der ihm die Chance auf den durchaus möglichen Sieg raubte.
 
"Wir wollen das vom Pech verfolgte Nürburgring-Wochenende hinter uns lassen und möglichst viele Meisterschaftszähler in Hockenheim einfahren. Der Hockenheimring zählt nicht zu meinen Lieblingsstrecken, aber er sollte dem Hyundai i30 N TCR gut liegen", sagt Buri: "Wir haben seit dem Nürburgring das Set-up noch einmal verbessert, deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir einen guten Job abliefern werden."
 
Überhaupt denkt man bei Engstler längst noch nicht ans Aufgeben, bei noch zehn verbleibenden Rennen ist für das Team noch alles drin. Und zwar in allen Wertungen: Nico Gruber absolviert seine erste TCR-Saison und peilt den Sieg in der Honda Junior Challenge an, deren Gewinner am Ende des Jahres einen neuen Honda Civic erhält. Das VIP Auto fährt diesmal Niki Schelle (54, Schongau), der über viele Jahre als Rallyepilot aktiv war und sich zudem im Fernsehen bei "GRIP - das Motormagazin" auf RTL2 einen Namen gemacht hat.
 
Für Lubner Motorsport gehen Philipp Welsdorf (19, Berlin) und Steffen Redlich (28, Pinneberg) im 350 PS starken Opel Astra TCR an den Start. Das Team fiebert seinem Gaststart bereits entgegen. "Wir freuen uns auf den Gaststart in der ADAC TCR Germany. Wir haben keine Erwartungen an diese Veranstaltung, was das Ergebnis angeht", sagte Teamchef Mirko Lubner: "Unser Ziel ist es, einen guten Job abzuliefern und dabei Spaß zu haben. Mehr kann man mit den Voraussetzungen nicht erwarten. Klar wäre es toll, im Rennen mit einem Auto in die Top 10 zu fahren. Das Niveau in der ADAC TCR Germany ist sehr hoch. Wer uns kennt, weiß, dass wir alles versuchen werden. Mit Geduld der Fahrer und des Teams ist einiges möglich. Alle sind hoch motiviert und freuen sich auf die kommende Aufgabe.

Donnerstag, 17. September 2020

Auch zweites DTM-Spektakel am Nürburgring mit Zuschauern

  •  Erneut gilt: Tribünen-Tickets nur begrenzt verfügbar
  •  Ab sofort: Tageskarten für 49 Euro im DTM-Ticketshop und über DTM-Tickethotline
  •  Action auf dem Sprintkurs: Sechster Saisonlauf vom 18. bis 20. September

Foto: dtm.com

Die Tribünen bleiben geöffnet: Auch beim zweiten DTM-Rennwochenende auf dem Nürburgring innerhalb einer Woche sind Zuschauer zugelassen. Die zuständige Kreisverwaltung Ahrweiler hat das Startsignal für den Ticketverkauf zum sechsten Saisonlauf der DTM gegeben. Ab sofort sind Tageskarten für Samstag und Sonntag zum Preis von jeweils 49 Euro im DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) oder über die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erhältlich.

Schon am vergangenen Wochenende sorgten die Fans auf den drei geöffneten Tribünen für emotionale Momente in der Eifel. Alle DTM-Piloten liefen an beiden Tagen während der Startaufstellung die Tribünen-Front ab, winkten den Zuschauern zu und bedankten sich mit Applaus für deren Unterstützung. Emotional waren auch die Dankesreden des amtierenden DTM-Champions René Rast und von Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock, die unmittelbar vor den Tribünen direkt zu den Fans sprachen.

Volles Programm: Vier Rennserien, acht Rennen

Vom 18. bis 20. September setzt aber nicht nur die DTM mit ihren 640 PS starken Tourenwagen die 3,629 Kilometer lange Sprintstrecke des Nürburgrings unter Dampf. Erneut am Start sind die seriennahen GT-Sportwagen von sechs Automobil-Herstellern der neu eingeführten DTM Trophy, Darüber hinaus sorgen die Tourenwagen-Classics (TWC) ebenso für nostalgische Höhepunkte wie die Tourenwagen-Legenden (TWL). Legendäre Tourenwagen von Alfa-Romeo, BMW, Mercedes, Opel und anderen Marken lassen die Historie auch der DTM, die 1984 ihre Premiere feierte, wieder aufleben. Und etliche Altstars geben dabei genauso beherzt Gas wie damals. Insgesamt werden am Samstag und Sonntag acht Rennen ausgetragen, so dass Fans voll auf ihre Kosten kommen.

Erhältlich sind die stark limitierten Karten für die Tribünen 3, 4 und 4a mit dazugehörigem Parkplatz bis 12 Uhr am jeweiligen Renntag (Start der DTM-Rennen am Samstag und Sonntag jeweils um 13:30 Uhr). Früher erworbene Nürburgring-Tickets verlieren ihre Gültigkeit und gewähren keinen Zutritt zu den Tribünen. Alle bereits ausgestellten Gutscheine können jederzeit und veranstaltungsunabhängig im DTM-Ticketshop und über die DTM-Tickethotline eingelöst werden.

VIP-Gäste kommen am Nürburgring ebenfalls auf ihre Kosten: Tickets für die business°lounge inklusive hochwertigem Catering und bester Sicht auf die Strecke gibt es ab 279 Euro. Der Verkauf der VIP-Tickets findet ausschließlich auf der Webseite der Rennstrecke unter www.nuerburgring.de/dtm statt.