Dienstag, 25. August 2020

Lucas Auer gewinnt das Rennen am Sonntag auf dem Lausitzring vor Timo Glock

Timo Glock (l.) und Lucas Auer hohlen Doppelsieg für BMW
Foto: BMW-Motorsport

Lucas Auer (AUT) sicherte BMW am Sonntag auf dem Lausitzring den ersten DTM-Sieg der Saison. Dank einer cleveren Strategie und einem Überholmanöver in der letzten Runde siegte Auer in seiner BMW Bank M4 DTM vor Timo Glock (GER, iQOO BMW M4 DTM), der bis zu diesem Punkt geführt hatte. Der Sieg war Auers fünfter in der DTM und sein erster in einem BMW. Es war der 88. Sieg für BMW in der DTM und markierte das 22. Mal, dass BMW-Fahrer den ersten und zweiten Platz belegten. Jonathan Aberdein (RSA) überquerte die Ziellinie als Siebter im CATL BMW M4 DTM. Marco Wittmann (GER, Schaeffler BMW M4 DTM) als Neunter und Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) als Zehnter.

Auer und Glock, die vom neunten und siebten Startplatz gestartet waren, konnten sich am Start einige Plätze sichern und hielten mit der Spitzengruppe

Schritt. Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten entschied sich das Paar für einen frühen Reifenwechsel und machte in der zehnten Runde die obligatorischen Boxenstopps. Die frischen Reifen halfen ihnen dann, die entscheidenden Sekunden auf den vorausfahrenden Autos auf den folgenden Runden aufzuholen. Nachdem alle Fahrer ihre Pits Tops gemacht hatten, war das Duo auf die Plätze zwei und drei vorgerückt und es dauerte nicht lange, bis sie an Leader Jamie Green (GBR, Audi) vorbeizogen. Glock war auf Siegkurs bis eine Runde vor Schluss, als Auer einen spannenden Schritt machte, um ihn zu überholen und seinen ersten Sieg für BMW zu sichern.

Timo Glock ist der bestplatzierte BMW-Vertreter in der Fahrerwertung und rückt mit 52 Punkten auf den vierten Platz vor. 

Timo Glock:

"Natürlich tut es weh, wenn man in der letzten Runde den Sieg abgeben muss. Im mittleren Teil des Rennens habe ich versucht, mich ein wenig abzusetzen und den Abstand zwischen mir und Lucas zu vergrößern. Ich bekam plötzlich ein bisschen Pick-up, die das Auto untersteuern ließ. Das erlaubte Lucas, die Lücke zu schließen und ich erkannte, dass er noch eine DRS-Chance hatte. Er konnte im Ziel einen Angriff starten. Ich hätte mich dagegen wehren können, aber insgesamt hatte ich das große Ganze vor Augen. Hätte ich einen Kampf mit Lucas begonnen, wären die Audis hinter uns mit ihren frischen Reifen auf beiden Seiten an uns vorbeigeschrammt. Für mich war es wichtig, dieses 1:2 für BMW zu behaupten." 

Lucas Auer:

"Mir fehlen noch immer  die Worte. Ich denke, das war das intensivste Rennen, das ich je in der DTM erlebt habe, da ein Fehler fatal hätte sein können. Ich konnte die Reifen gut managen, die Strategie und der Boxenstopp waren perfekt. Das Auto war ebenfalls auf den Punkt. Und alles in der letzten Runde zusammenzustecken - besser geht es nicht."

Sonntag, 23. August 2020

Audi-Siegesserie nach einem Jahr beendet: BMW feiert Doppelsieg in der Lausitz

  • Starkes Comeback von BMW: Lucas Auer gewinnt vor Timo Glock
  • Packende Schlussphase: Robin Frijns als bester Audi als Dritter auf dem Podium
  • Nico Müller weiterhin Spitzenreiter: Der Schweizer schnappt sich auf der Ziellinie Platz fünf von René Rast

Lucas Auer (BMW) siegt am Lausitzring
Foto: dtm.com

Erster BMW Sieg nach einem Jahr und 13 Tagen: Lucas Auer (AUT) und Timo Glock (GER) bescherten BMW beim sechsten Saisonrennen der DTM auf dem Lausitzring sogar einen Doppelsieg. Als bester Audi-Pilot erzielte Robin Frijns (NED) den dritten Platz. Damit endete für die Ingolstädter eine Serie mit zwölf Siegen in Folge. Für den letzten DTM-Sieg der Münchner hatte am 10. August 2019 der zweimalige Meister Marco Wittmann (GER) im britischen Brands Hatch gesorgt. Das vierte Rennen in der Lausitz zum Abschluss des ersten Double-Headers in der DTM war über die gesamte Renndistanz von packenden Duellen, Taktik und Strategie sowie Positionskämpfen bis zur Ziellinie geprägt. 

Für Robin Frijns, der im sechsten Saisonrennen bereits zum vierten Mal von der Pole-Position startete, hatte das Rennen vielversprechend begonnen. Der Niederländer erwischte einen perfekten Start und verteidigte zunächst seine Führung, dahinter rückte René Rast (GER) vorbei an Nico Müller (SUI) an die zweite Position. Dahinter sorgte der Südafrikaner Sheldon van der Linde für einen Schreckmoment, weil sein BMW zunächst stehen blieb, aber alle nachfolgenden Fahrzeuge dem Hindernis ausweichen konnten. Schon nach wenigen Runden ging Rast an Markenkollege Frijns vorbei, aber auch die Führung des Titelverteidigers hielt nicht lange. Frijns setzte sich wieder in Front, wurde dann vom Briten Jamiie Green (GBR, Audi) abgelöst, bis schließlich BMW das Kommando übernahm. Lange Zeit sah der ehemalige Formel-1-Pilot Timo Glock wie der mögliche Sieger aus, doch in der vorletzten Runde musste er Markenkollege Lucas Auer passieren lassen. Der Neffe von Gerhard Berger erzielte seinen fünften DTM-Sieg, den dritten auf dem Lausitzring. Glock war aufgrund des knapp verpassten Sieges keineswegs enttäuscht und freute sich vielmehr über das starke Comeback von BMW. Hinter Frijns und Green auf den Plätzen drei und vier kamen Tabellenführer Müller und Titelverteidiger Rast auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel, nur 0,011 Sekunden trennten die beiden Titelrivalen. 

Boxenstrategie entscheidet

Anders als am Vortag, als das Rennen auf nasser Strecke gestartet wurde, ging das Sonntagrennen auf trockenem Asphalt und bei deutlich kühleren Temperaturen als an den Vortagen über die Bühne. Im Rennen spielte die Boxenstopp-Strategie erneut eine entscheidende Rolle, weil niemand genau wusste, wie lange die einheitlichen Hankook-Slicks unter den neuen Bedingungen durchhalten würden. In Runde zehn war Glock der erste aus der Spitzengruppe, der seinen Pflichtstopp absolvierte, während Frijns, Rast und Müller bis zur 18. Runde auf der Strecke blieben. 

Vor dem vierten Saisonlauf der DTM im niederländischen Assen (04.–06. September), wo nach aktuellem Stand erstmals in dieser Saison wieder Zuschauer zugelassen sind, führt Müller nach wie vor die Fahrerwertung souverän an. Der Schweizer hat 133 Punkte auf seinem Konto, Rast folgt auf Rang zwei (97) vor Frijns (92). Mit 52 Zählern ist Timo Glock als bestplatzierter BMW-Fahrer an die vierte Position vorgerückt.

Stimmen – 2. Rennen, Lausitzring Grand Prix

Lucas Auer, BMW, Sieger

Ich bin schon etwas stolz auf diesen Sieg. Das Rennen war wohl das intensivste Rennen, das ich in der DTM gefahren bin – ein Fehler und du wirst nicht Dritter, sondern Siebter. Ich konnte mir die Reifen sehr gut einteilen; Strategie, Boxenstopp und Auto waren absolut top. In der letzten Runde konnte ich das sehr gut umsetzen. Schöner geht es eigentlich nicht.“

Timo Glock, BMW, 2. Platz

„Wir haben das Rennen heute gemeinsam für BMW gewonnen. Am Freitag haben wir bei unseren Long-runs schon gesehen, dass wir Audi unter Druck setzen können. Und wir wussten vom Samstagrennen, dass Audi mit den Reifen zu kämpfen hat. Ich habe früh gestoppt und habe mir die Reifen gut eingeteilt. Als ich in Führung lag, wusste ich, dass ich etwas Vorsprung herausfahren sollte. Dabei bin ich mit einem Vorderrad über ein Gummistück gefahren und habe mir damit den Reifen ruiniert. Ich habe überlegt, ob ich um den Sieg kämpfen soll, aber ich habe dann das große Bild gesehen und es Lucas Auer beim Überholen nicht schwer gemacht. Das war die richtige Entscheidung.“

Robin Frijns, Audi, 3. Platz

„Es war ein verrücktes Rennen. Ich bin von der Pole-Position gestartet, und am Anfang war meine Pace okay, mit René Rast und Nico Müller hinter mir. Wir haben spät gestoppt, und dann war ich weit hinten im Zug auf Platz sieben. So konnte ich den Vorteil der neuen Reifen zunächst nicht nutzen. Am Ende hatte ich noch mehr DRS zur Verfügung und konnte mich bis auf Platz drei vorkämpfen. Mehr war heute nicht möglich. Ich nehme ein gutes Gefühl mit für mein Heimrennen in zwei Woche in Assen.“

Ergebnis – 2. Rennen, Lausitzring Grand Prix

01. Lucas Auer (AUT), BMW M4 DTM, 34 Runden in 57.22,467 Min.

02. Timo Glock (GER), BMW M4 DTM,  + 1,210 Sek.

03. Robin Frijns (NED),  Audi RS 5 DTM,  + 1,775 Sek.

04. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, + 1,977 Sek.

05. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, + 2,464 Sek.

06. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, + 2,475 Sek.

07. Jonathan Aberdein (RSA), BMW M4 DTM, + 3,236 Sek.

08. Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM, + 4,096 Sek.

09. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, + 4,205 Sek.

10. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, + 9,090 Sek.


Schnellste Rennrunde: Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, 1.38,438 Min.

Pole-Position: Robin Frijns (NED); Audi RS 5 DTM, 1.36,344 Min.

Wetter: 25°C, bewölkt

Strecke: 32°C, trocken 


Samstag, 22. August 2020

Mercedes-Pilot Heinemann im Regen nicht zu schlagen

  • Tim Heinemann gewinnt turbulentes Samstagrennen der DTM Trophy in der Lausitz
  • Polesitter Felix Hirsiger auf Rang zwei
  • Harte Duelle, Toyota-Crash und Safety-Car-Phase

Foto: dtm.com

Tim Heinemann (GER) hat das erste Rennen der DTM Trophy auf dem Lausitzring im Mercedes-AMG des Teams HP Racing International für sich entschieden. Der von Platz zwei gestartete Tabellenführer bewies auch bei schwierigen Bedingungen Nerven wie Drahtseile, übernahm gegen Rennmitte die Führung und behauptete sie is ins Ziel. Polesitter Felix Hirsiger (SUI) gewann im Porsche von Allied Racing zunächst den Start, konnte dann aber gegen Heinemanns besseren Grip wenig ausrichten und musste den Deutschen vorbeiziehen lassen. Ein beherztes Rennen lieferte der drittplatzierte Jan Kisiel (POL), der sich im Mercedes-AMG von Leipert Motorsport buchstäblich in letzter Sekunde den verbleibenden Podiumsplatz schnappte. Dem Überholmanöver in der letzten Kurve vor der Ziellinie waren harte Duelle mit dem Deutschen Jan-Phillip Springob (Mercedes-AMG, Superdrink by Bremotion) vorausgegangen, der am Ende trotz innerer Linienwahl weniger Grip hatte und sich mit Rang vier begnügen musste.

Das verregnete Rennen bot reichlich Action. KTM-Pilotin Laura Kraihamer (AUT, Teichmann Racing) leistete sich einen frühen Ausflug ins Grüne, schaffte es aber ohne nennenswerte Schäden zurück auf die Strecke. In der Schlussphase kollidierten der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister José María López (ARG) und sein Toyota-Teamkollege Heiko Hammel (GER, beide Ring Racing), wodurch López ausschied.

Die durch den Unfall ausgelöste Safety-Car-Phase dauerte bis zur vorletzten Runde, so dass es zu einem fulminanten Schlusssprint zur Zielflagge kam. Heinemann, der sich der Gefahr durch den hinter ihm lauernden Hirsiger bewusst war, verzögerte geschickt und erwischte einen perfekten Re-Start. Weiter hinten im Feld gab es erneut Blechkontakt, als der Schweizer Lucas Mauron im Audi von Racing One mit Landsmann Rudolf Rhyn im Porsche von Phoenix Racing kollidierte.

Stimmen – 1. Rennen, Lausitzring

Tim Heinemann, Mercedes-AMG, HP Racing International

„Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Besser hätte es für uns nicht laufen können. Das Team hat hier ein wirklich tolles Auto auf die Räder gestellt, was man von Anfang an gespürt hat. Training, Qualifying, und jetzt das erste Rennen – ich habe mich die gesamte Zeit über sehr wohl im Auto gefühlt.“

Felix Hirsiger, Porsche, Allied Racing

„Der zweite Platz ist wirklich ein super Ergebnis für uns, auch wenn wir die Führung nicht behaupten konnten. Es sah zunächst gut aus, aber dann hatte ich auf der nassen Strecke mit nachlassendem Grip zu kämpfen und konnte Tim nicht mehr hinter mir lassen.“

Jan Kisiel, Mercedes-AMG, Leipert Motorsport

„Was für ein tolles Finish, bis zur letzten Kurve gekämpft und am Ende hat es sich ausgezahlt. Ich bin wirklich happy. Wir haben ein sehr gutes Setup gefunden, und auch die Reifen haben hier gut funktioniert. Es gab ein paar Kontakte und leichte Schäden am Auto, aber zum Glück nichts Gravierendes. Ein tolles Gefühl, wieder auf dem Podium zu stehen.“

Strategische Glanzleistung: Rast holt zweiten Sieg in Folge

  •  Audi-Pilot René Rast gewinnt DTM-Rennen am Lausitzring und macht Punkte gut
  • Tabellenführer Nico Müller nach zu spätem Reifenwechsel auf Rang zwei
  • Ex-Formel-1-PIlot Timo Glock als Vierter bester BMW-Pilot

Start zum heutigen Samstagsrennen
Foto: dtm.com

Der Titelverteidiger setzt seine Aufholjagd fort: Audi-Pilot René Rast (GER) hat das fünfte Saisonrennen der DTM auf der 4,570 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke des Lausitzrings gewonnen. Es war ein hochgradig packendes Rennen, das von mehrfachen Führungswechseln und harten Positionskämpfen auf abtrocknendem Asphalt geprägt war. Markenkollege Nico Müller (SUI), der das Qualifying mit 38 Tausendsteln hauchdünn vor Rast für sich entschieden hatte, musste sich am Ende mit Rang zwei begnügen. Robin Frijns (NED), der nach einem tollen Start lange Zeit das Rennen angeführt hatte, komplettierte das Podium am ersten Renntag des zweiten DTM-Wochenendes in der Lausitz in Folge. Eine starke Leistung zeigte Timo Glock, der sich nach einem Fehler im Qualifying von der 14. Startposition bis auf den vierten Rang vorkämpfte und damit bestplatzierter BMW-Pilot des Rennens war.

Vor dem sechsten Saisonrennen (Sonntag ab 13:00 Uhr live auf SAT.1)  liegt Nico Müller nach wie vor in der Gesamtwertung in Führung (121 Punkte). Rast verkürzt den Abstand mit seinem zweiten Sieg in Folge auf 33 Zähler.

Frijns mit starkem Start, Müllers Boxenstrategie nicht optimal

Der Start auf Regenreifen verlief für einige Piloten nicht optimal: Rast büßte Plätze ein, Audi-Pilot Frijns entdeckte die „goldene Mitte“ und schoss direkt vor auf Rang zwei hinter Müller, der seine Führung zunächst behaupten konnte. Mit den Pflichtboxenstopps, bei dem alle Fahrer von Regenreifen auf Slicks wechselten, wendete sich das Blatt, denn Müller´s Abt-Team hatte zu lange gewartet. Die Konkurrenten Robin Frijns, Philipp Eng (AUT, BMW) und Marco Wittmann (GER, BMW) hatten bereits zwei Runden zuvor gewechselt, Rast eine Runde zuvor – das sorgte für Spannung im Kampf an der Spitze. Müller, der zunächst nach seinem Stopp die Führung behaupten konnte, hatte mit kalten Reifen das Nachsehen und wurde wenig später zunächst von Frijns, dann auch von Eng kassiert. Im Anschluss ging auch Rast vorbei am Schweizer, der zwischenzeitlich nur noch auf Rang fünf lag. Robin Frijns versuchte den heranstürmenden René Rast abzuwehren, doch auch die Kampflinie brachte am Ende nichts – Rast war der schnellste Mann im Feld und konnte am Ende der Start-Ziel-Geraden leicht vorbeiziehen.

Nachdem Müllers Reifen auf Temperatur waren, stimmte dessen Pace wieder, so dass der Meisterschaftsführende noch drei Positionen gutmachen konnte und am Ende Rang zwei hinter Dauer-Rivale Rast erkämpfte.

Stimmen – 1. Rennen, Lausitzring Grand Prix

René Rast, Audi, Sieger

"Was für ein verrücktes Rennen! Auf Regenreifen gestartet, dann auf Slicks gewechselt, kurz im Kiesbett gewesen, wieder zurückgekommen und am Ende gewonnen. Ich bin natürlich happy mit dem Ergebnis, keine Frage. Hundertprozentig zufrieden sein können wir aber nicht, wir müssen weiter an unserer Performance arbeiten und das Fahrverhalten verbessern. Es ist ein Auf und Ab, die Saison ist noch jung, und die Konkurrenz bleibt stark."

Nico Müller, Audi, 2. Platz

"Mein Start war in Ordnung, aber natürlich nicht so stark wie der von Robin Frijns, der mir sofort am Heck klebte. Unser Stopp kam dann natürlich mindestens eine Runde zu spät. Ich war überrascht, wie schnell die Konkurrenz ihre Slicks auf Temperatur hatte. Wir befinden uns in einer Situation, in der man noch gar keine Tendenz ausmachen kann. Ich erwarte noch viele spannende Positionskämpfe, und auch die BMW haben heute starke Leistungen gezeigt."

Robin Frijns, Audi, 3. Platz

"Ich bin natürlich enttäuscht, dass ich das Rennen nicht gewinnen konnte. Unser Start war super, aber in der Schlussphase ließen die Reifen zu schnell nach. Mir fehlte einfach der nötige Grip, um vorne zu bleiben. Ich habe jetzt auch kein Patentrezept für das Sonntagrennen in der Tasche, hoffe einfach, den Lausitzring gut zu überstehen. Vielleicht sind die Chancen auf meinen ersten DTM-Sieg bei meinem Heimrennen in Assen in zwei Wochen besser."


Ergebnis – 1. Rennen, Lausitzring Grand Prix

01. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 32 Runden in 57.50,862 Min.

02. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, + 1,969 Sek.

03. Robin Frijns (NED),  Audi RS 5 DTM,  + 4,922 Sek.

04. Timo Glock (GER),  BMW M4 DTM, + 7,590 Sek.

05. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, + 13,282 Sek.

06. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, + 19,371 Sek.

07. Loïc Duval (FRA),  Audi RS 5 DTM, + 20,273 Sek.

08. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, + 21,829 Sek.

09. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, + 22,665 Sek.

10. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, + 25,389 Sek.


Schnellste Rennrunde: Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.38,418 Min.

Pole-Position: Nico Müller (SUI); Audi RS 5 DTM, 1.57,822 Min.

Wetter: 24°C, bewölkt

Strecke: 22°C, abtrocknend 

Freitag, 21. August 2020

Nico Müller der Schnellste am Freitag am Lausitzring

Nico Müller
Foto: Jens Hawrda

Er ist momentan einfach nicht zu stoppen: Wie schon vor einer Woche an gleicher Stelle fuhr Tabellenführer Nico Müller im Abt-Audi auch auf der längeren Streckenvariante des Lausitzrings in beiden Freien Trainings die Bestzeit. Seine Marke von 1.36,904 Minuten bei hochsommerlichen Temperaturen im zweiten Durchgang war die Tagesbestzeit. Bei BMW setzt sich währenddessen der Aufwärtstrend fort: Mit Sheldon van der Linde, Lucas Auer und Philipp Eng schafften es im zweiten Training gleich drei Fahrer der Münchener unter die schnellsten Sechs.

Mit der Bestzeit im 45-minütigen ersten Freien Training zeigte Tabellenführer Nico Müller, dass er auch auf der längeren Streckenvariante in der Lausitz unterwegs schnell ist. Mit seiner Zeit von 1.37,425 Minuten war der Schweizer im Audi sogar über eine halbe Sekunde schneller als der Philipp Eng (BMW). Müller und Eng waren die Einzigen, die unter 1,38 Minuten blieben. Dahinter folgten en mit Jamie Green, Ferdinand Habsburg, René Rast, Robin Frijns und Loéc Duval gleich fünf Audi-Fahrer auf den Positionen drei bis sieben, während das BMW-Trio Marco Wittmann, Jonathan Aberdein und Lucas Auer die Positionen acht bis zehn.

Im halbstündigen zweiten Training geht es trotz fast tropischeTemperaturen noch schneller, wie Nico Müller mit seiner Zeit von 1.36,904 Minuten bewies. "Es ist zwar nur das Training, das bedeutet auch noch nicht viel, aber doch ist es schön, zu sehen, dass das Auto gut funktioniert", so Müller. "Wir haben nur auf uns geschaut und uns konzentriert auf das, war wir noch nicht optimalisiert. Das hat offensichtlich gut funktioniert. Im zweite Training hat wir etwas uns mehr mit den Longruns beschäftigt, denn über hat ich im ersten Training noch kein ganz gutes Gefühl. Wir haben da einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, während der Geschwindigkeit auf einer Runde noch ganz in Ordnung scheint. Wir sind auf dem Weg zum richtigen Kompromiss, aber der Schlüssel wird wohl, die Bedingungen richtig einzuschätzen und für die richtigen Entscheidungen zu trefffen."

Müllers Teamkollege Robin Frijns folgt nur 15 Tausendstelsekunden auf Rang zwei. Sheldon van der Linde war mit der drittbesten Zeit schnellster BMW-Fahrer. Er sagte: "Ein sehr guter Tag für uns. Im ersten Training hat ich sehr gute Longruns, war vielversprechend. Im zweite Training hat wir uns mehr auf die Qualifying-Simulation konzentriert. Auch das hat gut funktioniert. Mit P3 bin ich sehr zufrieden. Audi hat allerdings noch einen Vorsprung. Für morgen hat wir noch zu tun, aber ich bin zuversichtlich."

Hinter van der Linde folgten Jamie Green (Audi) und die beiden BMW-Fahrer Lucas Auer und Philipp Eng auf den Plätzen vier bis sechs. Mike Rockenfeller und René Rast (beide Audi) sowie Jonathan Aberdein und Timo Glock (beide BMW) komplettierten die Top Ten.

In der üblichen Freitags-Online-Pressekonferenz waren loc Duval (Audi), Jonathan Aberdein (BMW) und Harrison Newey (WRT-Audi) zu Gast. Duval zeigte vor einer Woche mit den Startplätzen drei und fünf, dass er durchaus die richtige Speed hat. Technische Problemeen den Franzosen aber daran, seine guten Ausgangspositionen in der Rennergebnisse: Ausfall am Samstag, nur P8 am Sonntag. "Es ist schade, so früh in der Saison schon relativ viele Punkte zu verlieren. Das Gesamtpaket stimmt, aber leider hatten wir Pech. Hoffentlich ändert sich das an diesem Wochenende", so der Franzose.

DTM-Newcomer Harrison Newey fuhr am Wochenende als Zehnter am Samstag seinen ersten Punkt in der DTM ein. "Für mich vergoldet es immer noch, ein gewissen Rückstand aufzuholen", sagte er. "Alles ist für mich ja neu: die Serie, das Auto, das Team... Generell bin ich mit dem Fortschritt zufrieden. Die Tage zwischen den beiden Wochenenden habe ich vor allem mit dem Studium von Onboard-Videos und für Meetings mit dem Team verwendet, um bestmöglich vorbereitet zu sein."

Jonathan Aberdein ist kein Newcomer mehr, hat aber den Schritt vom Audi-Privatteam WRT ins Werkskader von BMW gemacht. "Dass ich jetzt Werksfahrer bin, ist eine tolle Situation. Bei BMW bin ich sehr herzlich aufgenommen. Zusammen mit Sheldon (van der Linde) sind wir jetzt zwei Südafrikaner bei BMW. Wir sind seit Jahren, sind früher in Südafrika auch gegeneinander gefahren. Er war schon auf dem Podium. Jetzt ist es für mich die große Herausforderung, als erster Südafrikaner ein DTM-Rennen gewinnen zu können."

Quelle: dtm.com