Sonntag, 16. August 2020

IDM Superbike 1000: Jonas Folger auf der Pole aber mit Druck von hinten

Foto:  Dino Eisele/IDM 2020

Eines ist jetzt schon klar: Auch ein ehemaliger Grand Prix-Star und Testfahrer wie Jonas Folger (Yamaha, Bonovo Action powered by MGM) kriegt in der IDM Superbike 1000 nichts geschenkt. Dafür sorgt an vorderster Front Titelverteidiger Ilya Mikhalchik (EGS-alpha-Van Zon-BMW). Es gibt aber noch weitaus mehr Kandidaten in Deutschlands Topklasse, die sich für Podiumskämpfe empfehlen.

Mikhalchik verringerte den Abstand beim Saisonauftakt auf dem TT Circuit in Assen im zweiten Qualifying auf 0,109 Sekunden. Der Ukrainer ist völlig entspannt, wenn es um seine Gegner geht. Er will gewinnen, sonst nichts.

Folger wiederum kann auf seinen außergewöhnlichen Grundspeed setzen. Der 27-Jährige aus dem oberbayrischen Mühldorf arbeitet in der Box äußerst konzentriert.

Die IDM soll ihm als Sprungbrett für einen möglichen Aufstieg in die WM dienen. Der erste Wildcard-Einsatz in der WorldSBK ist schon bestätigt. Im September vertritt er Deutschland in Barcelona.

Für Florian Alt (Wilbers-BMW) lief das zweite Qualifying besser als gedacht. Er verbesserte sich um fast eine Sekunde, was ihn in die erste Startreihe katapultierte. Zuvor hatten sich nur fünf Testtage mit der für ihn neuen BMW ergeben. Wie in so vielen Firmen hatte auch Wilbers in der besonders heißen Phase der Corona-Pandemie Kurzarbeit veranlassen und andere Schwerpunkte setzen müssen. Alt hatte so manches Mal neidisch auf die umfangreichere Vorbereitung der Konkurrenz geblickt. Falls es mit seiner Zielsetzung nicht klappen sollte, nimmt er die vier IDM-Events als Vorbereitung für 2021, wie er selbst sagt.

Das Qualifying verlief so eng, dass es zwischen den einzelnen Fahrern kaum Luft zum Atmen gab. Das Highlight lieferten Vladimir Leonov und Pepijn Bijsterbosch. Die beiden BMW-Fahrer trennten 0,002 Sekunden. Mit BMW, Yamaha, Honda (Julian Puffe, 7.) und Kawasaki (Erwan Nigon, 8.) sind vier Marken in den Top Ten der Startaufstellung vertreten. Die Fahrer kommen aus acht Ländern. Das erste Rennen findet am morgigen Sonntag, 12:50 Uhr, statt.


Startaufstellung IDM Superbike 1000:

1. Jonas Folger (D), Yamaha, 1:37,353 min

2. Ilya Mikhalchik (UKR), BMW, 1:37,426 min

3. Florian Alt (D), BMW, 1:38,104 min

4. Bastien Mackels (B), Yamaha, 1:38,405 min

5. Vladimir Leonov (RUS), BMW, 1:38:687 min

6. Pepijn Bijsterbosch (NL), BMW, 1:38,689 min


Quelle: idm.de / Anke Wieczorek

Drei Siege in Folge: Audi-Pilot Müller dominiert die DTM

  • BMW erstarkt: Sheldon van der Linde erkämpft Platz zwei
  • Wichtige Punkte verloren: Titelverteidiger Rast nur Siebter
  • Im privat eingesetzten Audi: Ferdinand Habsburg überrascht als Sechster

Nico Müller (Audi) - Drei Rennen-drei Siege
Foto: dtm.com

Drittes Rennen, dritter Sieg: Nico Müller dominiert die DTM. Der Audi-Pilot aus der Schweiz gewann auf dem Lausitzring das dritte Saisonrennen. Damit ist er der erste DTM-Pilot der Geschichte, der die ersten drei Rennen einer Saison gewinnen konnte. Doch der Sieg fiel dem 29-Jährigen nicht so leicht wie beim Saisonauftakt in Spa-Francorchamps, als er in beiden Rennen die vollen Punkte kassierte. BMW zeigte sich nach der Enttäuschung in Belgien deutlich stärker und eroberte mit Sheldon van der Linde den zweiten Platz. Der 21-jährige Südafrikaner setzte Müller zeitweise sogar unter Druck und streckte die Hand nach dem Sieg aus. Immerhin landeten vier BMW neben sechs Audi unter den zehn Besten. Als Dritter sah Robin Frijns (Audi) die Zielflagge, der wie schon in Spa seine Pole-Position nicht zum ersten Sieg nutzen konnte. Für eine Überraschung sorgte Ferdinand Habsburg. Im privat eingesetzten Audi des belgischen WRT-Teams erkämpfte sich der Österreicher den sechsten Platz.

Vor dem vierten Saisonrennen am Sonntag (ab 13:00 Uhr live auf SAT.1 und im Livestream via grid.dtm.com) führt Vizemeister Müller mit bereits 80 Punkten die Fahrerwertung an, Frijns ist neuer Zweiter (43) vor Titelverteidiger Rast (35). Die DTM trägt auf dem Lausitzring, zwischen Berlin und Dresden gelegen, seinen ersten Double-Header aus, denn nur eine Woche später finden an gleicher Stelle die Saisonrennen fünf und sechs statt.

BMW übt erstmals Druck auf Audi aus

Nico Müller legte in einem Rennen, dass von zahlreichen Positionskämpfen geprägt wurde, bereits beim Start den Grundstein zum Erfolg. Bis zur kritischen ersten Kurve beschleunigte er seinen niederländischen Markenkollegen Robin Frijns aus. Auch Sheldon van der Linde machte am Start einen Platz gut und übernahm Rang drei von Loïc Duval (FRA/Audi), der am Ende als einziger Fahrer nicht ins Ziel kam. Titelverteidiger René Rast konnte am Start ebenfalls Plätze gut machen, wurde dann aber Opfer einer Berührung und musste in der dritten Kurve aufs Gras ausweichen.

Van der Linde bestätigte den Aufwärtstrend von BMW und machte Druck auf Frijns. Der Südafrikaner fuhr früh zum Reifenwechsel an die Box und zog letztlich an Frijns vorbei, als der Niederländer nach seinem Pflichtstopp auf die Rennstrecke zurückkehrte. Fortan brannte van der Linde mit dem BMW M4 DTM ein Feuerwerk ab und verkürzte für einige Runden stetig den Rückstand auf Müller. Doch der Schweizer konterte souverän, machte keinen Fehler und brachte den Sieg letztlich sicher nach Hause, vor van der Linde und Frijns. Mit den Plätzen vier und fünf unterstrichen Doppel-Champion Marco Wittmann und Ex-Formel-1-Pilot Timo Glock, dass BMW in nur zwei Wochen erhebliche Fortschritte erzielt hat. René Rast, der auch beim Reifenwechsel Zeit verlor, kam letztlich hinter Habsburg nur als Siebter ins Ziel. Am Freitag hatte der zweimalige DTM-Champion seinen Spa-Sieg im Sonntagrennen am Grünen Tisch verloren. Wegen des unerlaubten Einsatzes von Extra-Leistung (Push-To-pass) erhielt der Mindener eine Zeitstrafe und wurde auf Rang drei zurückversetzt.

Zweite Pole-Position für Niederländer Frijns

Im Qualifying hatte Robin Frijns wie schon am Samstag in Spa-Francorchamps seine zweite Pole-Position der Saison erobert. Spa-Doppelsieger Nico Müller und Loic Duval komplettierten für Audi die ersten drei Startpositionen. BMW präsentierte sich deutlich stärker als beim Auftakt in Belgien und brachte mit Sheldon van der Linde, Timo Glock und Zweifach-Meister Marco Wittmann ebenfalls drei Autos in die ersten drei Startreihen.  

Stimmen – 1. Rennen, Lausitzring Sprint

Nico Müller, Audi, Sieger

"Der Sieg fühlt sich sehr gut an. Dabei war die Vorbereitung völlig anders, wir haben anstrengende Wochen hinter aus. Wenn ich sagen würde, ich war körperlich hundertprozentig frisch, dann wäre das wohl eine Lüge. Aufgrund meines Einsatzes in der Formel E hat mir das Team jedoch alles abgenommen, ich musste mich nur auf das Rennen konzentrieren. Das Auto war schnell, der Boxenstopp perfekt – ich kann mich nur beim Team bedanken. Ich bin froh, dass ich mich mit diesem Sieg beim Team bedanken konnte."

Sheldon van der Linde, BMW, 2. Platz

"Das Rennen war überragend. Ich bin total happy, es endlich aufs Podium geschafft zu haben. Im vergangenen Jahr war ich in Zolder ganz nah dran, habe es aber in der letzten Runde doch noch verloren. Heute konnten wir Audi sogar etwas herausfordern. Mein BMW war super, und vielleicht können wir am Sonntag noch mehr Druck ausüben."

Robin Frijns, Audi, 3. Platz

"Natürlich ist es etwas enttäuschend, wenn man von Platz eins startet und als Dritter ins Ziel kommt. Insgesamt war das Rennen aber okay, auch wenn ich ab der zehnten Runde offenbar mehr zu kämpfen hatte als andere. Aber ich habe meine Position verteidigt, was mir gegen Marco Wittmann auch gut gelungen ist. Am Ende stehe ich auf dem Podium, und da habe ich keinen Grund, mich zu beklagen."


Ergebnis – 1. Rennen, Lausitzring Sprint (Top-Ten):

01. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 43 Runden in 57.06,681 Min.

02. Sheldon van der LInde (RSA), BMW M4 DTM, + 2,870 Sek.

03. Robin Frijns (NED),  Audi RS 5 DTM,  + 7,513 Sek.

04. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, +7,861 Sek.

05. Timo Glock (GER), BMW M4 DTM, +14,569 Sek.

06. Ferdinand Habsugr (AUT), Audi RS 5 DTM, +20,226 Sek.

07. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, +20,679 Sek.

08. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, +24,914 Sek.

09. Philipp Eng (AUT), BNMW M4 DTM, +26,653 Sek.

10. Harrison Newey (GBR), Audi RS 5 DTM, +53,182 Sek.


Schnellste Rennrunde: Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.17,249 Min.

Pole-Position: Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 1.15,486 Min.

Wetter: 27°C, bewölkt

Strecke: 33°C, trocken 

FIA WTCR-Champion Michelisz triumphiert beim Gaststart

  • Im Hyundai i30 N TCR gewinnt Michelisz vor Mike Halder und Andreas Bäckman
  • Honda Civic TCR-Pilot Dominik Fugel neuer Tabellenführer
  • Nico Gruber im zweiten Rennen am Sonntag auf der Pole Position

Daumen hoch für Norbert Michelisz
Der FIA WTCR-Champion gewinnt am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Perfekter Einstand für Tourenwagenstar Norbert Michelisz: Der FIA WTCR-Champion hat bei seinem Gaststart in der ADAC TCR Germany das dritte Saisonrennen auf dem Nürburgring gewonnen. Der 36-jährige Ungar setzte sich im vom Hyundai Team Engstler eingesetzten VIP Auto vor Mike Halder (24, Meßkirch, Profi Car Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR und Gaststarter Andreas Bäckman (24, Schweden, Target Competition) im Hyundai i30 N TCR durch. Bester Pilot der Honda Junior Challenge war René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR auf Platz sieben.

"Ich bin natürlich sehr glücklich, dass es auf Anhieb so gut geklappt hat. Es war aber nicht so leicht, wie es vielleicht ausgesehen hat. Gerade in der zweiten Rennhälfte hatte ich ein paar Probleme, aber es hat gereicht", sagte Michelisz, der lobende Worte für die ADAC TCR Germany fand: "Das Level ist sehr, sehr hoch. Ich wusste, dass ich mich sehr, sehr gut vorbereiten muss."

Platz vier sicherte sich Michelle Halder (21, Meßkirch, Profi Car Team Halder) in einem weiteren Honda, dahinter folgte Dominik Fugel (23, Chemnitz, Profi Car Honda ADAC Sachsen), der damit die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Der bisherige Spitzenreiter Nico Gruber (18, Österreich, Hyundai Team Engstler) schied nach einem Kontakt beim Start aus und blieb ohne Punkte.

Der Kontakt beim Start zwischen Gruber, Gaststarterin Jessica Bäckman (22, Schweden, Target Competition) und Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) führte gleich zu Beginn zu einer Safety-Car-Phase. Bäckman musste ihren Hyundai abstellen, auch Gruber konnte das Rennen später nicht mehr fortsetzen, während Buri nach einem Boxenstopp zumindest auf Platz 13 ins Ziel kam.

Beim Start hatte Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) die Führung übernommen, später musste er jedoch wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse antreten und rutschte weit nach hinten. Dadurch führte Michelisz das Rennen vor Mike Halder an, und der Ungar, für den die Gaststarts in der ADAC TCR Germany die ersten Rennen überhaupt in diesem Jahr sind, setzte sich Schritt für Schritt von Verfolger Halder ab und fuhr dem Sieg souverän entgegen.

Honda-Pilot Halder wiederum konnte die Lücke nach vorne zwar nicht mehr schließen, er lief aber auch nie Gefahr, seinen zweiten Platz zu verlieren. Auch dahinter blieb die Reihenfolge bis zum Ziel unverändert. Währenddessen zeigte Harald Proczyk eine starke Aufholjagd: Nach seiner Durchfahrtsstrafe arbeitete sich der Österreicher mit schönen Manövern vom Ende des Feldes noch bis auf Platz neun nach vorne. Zehnter wurde Harri Salminen (51, Finnland, Positione Motorsport) im VW Golf GTI TCR.

Im zweiten Rennen des Wochenendes am Sonntag (11.25 Uhr/live bei SPORT1) wird Nico Gruber als Achter des Qualifyings von der Pole Position starten, da für diesen Lauf die Reverse-Grid-Regel gilt. Hinter Gruber starten Jessica Bäckman und Antti Buri, Tabellenführer Dominik Fugel geht von Platz zehn ins Rennen.

Porsche-Sieg durch Ammermüller/Engelhart auf dem Nürburgring

  • Debütsieg für SSR Performance im ADAC GT Masters
  • Mick Wishofer gewinnt in der Pirelli-Junior-Wertung
  • Filip Salaquarda siegt zum zweiten Mal in der Pirelli-Trophy-Wertung

SSR Performance, Michael Ammermüller, Christian Engelharth
Foto: ADAC-Motorsport

Michael Ammermüller (34/Rotthalmünster) und Christian Engelhart (33/Starnberg) heißen die souveränen Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring. Die Porsche-Piloten holten nicht nur den ersten Saisontriumph für den 911 GT3 R, sondern auch den ersten ihres Rennstalls SSR Performance aus München. Mit 0,7 Sekunden Rückstand kamen die Tabellenführer Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (34/Monte Carlo, beide Toksport WRT) im Mercedes-AMG GT3 Evo als zweite ins Ziel. Den dritten Podestplatz sicherten sich in der letzten Runde die Vorjahreschampions Patric Niederhauser (28/CH) und Kelvin van der Linde (24/ZA, beide Rutronik Racing) im besten Audi R8 LMS. "Ein toller Tag", freute sich Sieger Michael Ammermüller. "Erst die Pole-Position und jetzt der Sieg. Das Team hat uns heute ein perfektes Auto gegeben."

Fehlerfreie Leistung von Ammermüller/Engelhart

Das Samstagsrennen auf dem Nürburgring stand von Anfang an im Zeichen der späteren Sieger. Pole-Setter Ammermüller verteidigte beim Start die Führung und beendete die erste Runde knapp vor Maro Engel. Das Spitzenduo setzte sich schon in der Frühphase des einstündigen Rennens leicht von den Verfolgern ab. Auch nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Bentley von Constantin Schöll (22/A) und Jordan Pepper (24/ZA, beide T3-HRT-Motorsport) blieben der Porsche von SSR Performance und der Mercedes-AMG von Toksport WRT vorn. An dieser Reihenfolge änderten auch die Pflichtboxenstopps mit Fahrerwechsel zur Rennmitte nichts: Christian Engelhart, der von Ammermüller übernahm, kehrte vor Engels Partner Luca Stolz zurück auf die Strecke - ohne dass der Zweitplatzierte eine wirkliche Angriffsmöglichkeit hatte. Als in der Schlussviertelstunde des Rennens das Safety-Car wegen eines Unfalls des Audi von Rahel Frey (34/CH)/Hendrik von Danwitz (21/Tönisvorst, beide Aust Motorsport) ein zweites Mal auf die Strecke fuhr, lagen die Drittplatzierten schon fast 15 Sekunden hinter den beiden Spitzenreitern zurück. Im Ziel hatte Engelhart 0,7 Sekunden Vorsprung und sicherte damit seinem Team SSR Performance im erst fünften Rennen im ADAC GT Masters den ersten Sieg. Für Engelhart, den Vizechampion von 2019, war es der insgesamt 13., für Teamkollege Ammermüller der dritte. Maro Engel und Luca Stolz fuhren als Zweite im dritten Saisonrennen zum dritten Mal auf das Podium und behaupteten damit ihre Tabellenführung - ein perfektes Geschenk beim Heimpiel ihres Rennstalls Toksport WRT.

Die Audi-Fahrer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde, die Meister des Vorjahres, erkämpften sich mit spektakulären Überholmanövern in der Schlussphase als Dritte ihr erstes Podium der Saison. Van der Linde hatte den R8 LMS als Achter übernommen und sich in der zweiten Rennhälfte nach vorn gekämpft. Den Podestplatz sicherte sich der Südafrikaner erst in der letzten Runde. Ihre erste Top-3-Platzierung verpasste dagegen nur knapp Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro (31/CH). Zusammen mit Klaus Bachler (29/A, beide Küs Team75 Bernhard) kam sie nur 0,9 Sekunden dahinter als Vierte ins Ziel. Fünfte wurden beim Heimspiel ihres Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing Mick Wishofer (20/A) und Dorian Boccolacci (21/F). Wishofer gewann damit auch die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer.

Die Audi-Fahrer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde, die Meister des Vorjahres, erkämpften sich mit spektakulären Überholmanövern in der Schlussphase als Dritte ihr erstes Podium der Saison. Van der Linde hatte den R8 LMS als Achter übernommen und sich in der zweiten Rennhälfte nach vorn gekämpft. Den Podestplatz sicherte sich der Südafrikaner erst in der letzten Runde. Ihre erste Top-3-Platzierung verpasste dagegen nur knapp Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro (31/CH). Zusammen mit Klaus Bachler (29/A, beide Küs Team75 Bernhard) kam sie nur 0,9 Sekunden dahinter als Vierte ins Ziel. Fünfte wurden beim Heimspiel ihres Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing Mick Wishofer (20/A) und Dorian Boccolacci (21/F). Wishofer gewann damit auch die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer.

Philip Ellis (27/GB) und Raffaele Marciello (25/I, beide Knaus-Team HTP-Winward) wurden in einem weiteren Mercedes-AMG Sechste vor dem Porsche von Robert Renauer (35/Vierkirchen) und Sven Müller (28/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport). Geburtstagskind Dennis Marschall (24/Eggenstein) dufte sich zusammen mit Carrie Schreiner (21/Völklingen, beide Rutronik Racing) über die Punkte für Platz acht freuen. Rang neun ging an Marvin Dienst (23/Lampertheim) und Philipp Frommenwiler (30/CH, beide DLV-Team Schütz Motorsport) im Mercedes-AMG. Mit Platz zehn mussten sich am Ende die Lamborghini-Werksfahrer Franck Perera (36/F) und Albert Costa Balboa (30/E, beide GRT Grasser Racing Team) zufriedengeben. Sie waren ursprünglich als Fünfte ins Ziel gekommen, bekamen aber wegen Abdrängen eines anderen Autos nachträglich eine 5-Sekunden-Strafe.

Seinen zweiten Sieg des Jahres in der Pirelli-Trophy-Wertung fuhr der Tscheche Filip Salaquarda (36) ein, der sich den Audi R8 LMS des Team ISR mit dem Eifeler Frank Stippler (45/Bad Münstereifel) teilte.

Das zweite Rennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring startet am Sonntag um 13:10 Uhr. Dort sind erneut Zuschauer zugelassen. Tickets gibt es ausschließlich online unter www.adac.de/motorsport

 

Stimmen der Sieger:

Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R):

"Es war wichtig, von der Pole-Position zu starten und diese beim Start auch umzusetzen. Das ist uns gelungen und wir sind in Führung geblieben. Das Team hat uns ein perfektes Auto gegeben und wir haben keine Fehler gemacht."

 Christian Engelhart (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R):

"Michael hat schon im Qualifying eine super Leistung gezeigt. Das Rennen war nicht so einfach, wie es aussah. Der Mercedes hat von hinten immer Druck gemacht. Ich konnte mich nie ausruhen und musste immer pushen. Ich konnte mir keinen Fehler leisten. Während des Safety-Cars habe ich Pickup aufgesammelt, aber mir ist nach dem Restart seine sehr gute Runde gelungen. Darüber war ich sehr happy. Aber ich war am Ende froh, als das Rennen vorbei war."

Samstag, 15. August 2020

Nico Müller nachträglich Spa-Sonntagssieger

  • Tabellenführer bekommt am "grünen Tisch" den Sieg im Sonntagsrennen von Spa-Francorchamps (01.–02. August) zuerkannt
  • René Rast nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt und als Dritter gewertet
  • Zweites Saison-Event startet am Wochenende auf dem Sprintkurs des Lausitzrings

Nico Müller nachträglich zum Sieger in Spa erklärt
Foto: Jens Hawrda

Nico Müller ist Spa-Francorchamps-Doppelsieger der DTM. Der aus der Schweiz stammende Audi-Pilot bekam nachträglich den Sieg im Sonntagsrennen beim Saisonauftakt vor zwei Wochen zugesprochen. Grund dafür ist eine nachträgliche Zeitstrafe für René Rast (GER, Audi), der auf der Rennstrecke in den Ardennen als Erster die Ziellinie überquert hatte.

Wie der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB), in dessen Hoheit die Kontrolle der Einhaltung des Reglements fällt, nach der Verhandlung am Freitag, 14. August, bekanntgab, hatte Rast im Sonntagsrennen in Spa in Führung liegend zweimal das Push-to-pass-System aktiviert. Das ist laut Reglement nicht erlaubt. In der Nachuntersuchung der Fahrzeugdaten, die stets in der Woche nach den Rennen erfolgt, wurde die Regelübertretung festgestellt. In der Folge wurde Rast mit einer Boxenstopp-Ersatzstrafe von zehn Sekunden belegt – der Titelverteidiger nimmt damit in der Ergebnisliste hinter seinen Markenkollegen Nico Müller und Robin Frijns (NED) den dritten Platz ein, nachdem das Team von René Rast (Audi Sport Team Rosberg) auf eine Berufung verzichtet hat.