Freitag, 19. Juni 2020

Formel E: Zweimaliger DTM-Champion Rast startet für Audi beim großen Finale in Berlin

  • Elektroserie bestreitet vom 5. bis 13. August sechs Rennen in Berlin
  • René Rast übernimmt bis Saisonende Cockpit von Daniel Abt
  • Zweimaliger DTM-Meister testet Anfang Juli erstmals Audi e-tron FE06
Renè  Rast ersetzt Daniel Abt beim Team Audi Sport ABT Schaeffler
Foto: Jens Hawrda

Die Formel E kehrt mit einem spektakulären Comeback auf die Rennstrecke zurück: Zwischen dem 5. und 13. August trägt die rein elektrische Rennserie gleich sechs Läufe in Folge auf dem ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof aus. An der Seite von Lucas di Grassi wird der zweimalige DTM-Champion René Rast die verbleibenden Rennen der aktuellen Saison im Team Audi Sport ABT Schaeffler absolvieren.

Nach 158 Tagen setzt die Formel E am 5. August ihre sechste Saison fort. Noch nie lag zwischen zwei Rennen eine so lange Zeitspanne. Letzter Auftritt war der Marrakesch E-Prix am 29. Februar als fünfter Saisonlauf, dann verhinderte die COVID-19-Pandemie alle weiteren Events. Dafür geht es jetzt gebündelt weiter: Sechs Rennen trägt die Elektroserie innerhalb einer Woche auf dem ehemaligen Flughafen in Berlin aus. Die drei „Double-Header“ starten am 5./6., 8./9. sowie am 12./13. August und werden jeweils auf unterschiedlichen Streckenvarianten ohne Zuschauer ausgetragen. Um die Gesundheit aller Teams und Mitarbeiter zu gewährleisten und alle behördlichen Anforderungen zu erfüllen, hat die Formel E in Abstimmung mit den deutschen Behörden ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet.

Audi hat sich für die zweite Saisonhälfte neu aufgestellt: René Rast wird das Cockpit von Daniel Abt übernehmen. Rast ist seit 2009 Audi-Fahrer und gewann die DTM 2019 nach 2017 bereits zum zweiten Mal. Auch Formel-E-Erfahrung hat der 33 Jahre alte Deutsche bereits gesammelt: 2016 absolvierte er das Rennen in Berlin für ein anderes Team – damals allerdings auf einem Stadtkurs. Auf seine ersten Einsätze im Audi e-tron FE06 bereitet sich Rast bei Testfahrten Anfang Juli gemeinsam mit Teamkollege Lucas di Grassi auf dem Lausitzring vor.

„Ich verfolge die Formel E schon lange ganz genau und freue mich jetzt auf diese neue Herausforderung“, sagt René Rast, der aber auch Respekt vor dem Sprung in die neue Serie hat. „Die Anforderungen an die Fahrer in der Formel E sind groß: Neben dem puren Speed geht es auch um Effizienz, Batteriemanagement und die perfekte Strategie – und das alles noch auf engen Stadtkursen, auf denen es meist ganz schön turbulent zugeht. Mit den Testfahrten Anfang Juli und meinen Erfahrungen im Simulator werde ich aber gut vorbereitet nach Berlin kommen“, sagt René Rast und schmunzelt: „Und bei sechs Rennen in neun Tagen habe ich ja reichlich Gelegenheit, schnell zu lernen …“

Für Audi-Motorsportchef Dieter Gass ist René Rast die optimale Besetzung des vakanten Audi e-tron FE06. „René war als zweimaliger DTM-Champion und langjähriger Audi-Pilot natürlich von Anfang an in der engeren Auswahl. Er hat in der Vergangenheit schon oft bewiesen, wie schnell er auch ohne lange Eingewöhnung in einer neuen Serie ist“, sagt Gass. „Schön, dass es bei DTM und Formel E keine Überschneidungen gibt, sodass René in beiden Serien für uns an den Start gehen kann. Mit sechs finalen Rennen in Berlin ist für unser Team mit Blick auf die Meisterschaft noch alles drin.“

Donnerstag, 18. Juni 2020

Girlpower: Kreutzpointner-Zwillinge in der ADAC GT4 Germany

  • Alesia und Jacqueline Kreutzpointner teilen sich das Cockpit eines BMW M4 GT4
  • Vater Fritz Kreutzpointner startete gemeinsam mit Michael Schumacher in Le Mans
  • MRS setzt 2020 wieder zwei Fahrzeuge in der ADAC GT4 Germany ein
Alesia Kreutzpointner, Iris Dorr und Jacqueline Kreutzpointner
Foto: MRS


Ein Zwillingspaar gibt in diesem Jahr in der ADAC GT4 Germany kräftig Gas: Alesia und Jacqueline Kreutzpointner startet gemeinsam in einem BMW M4 GT4 von MRS GT-Racing in der ADAC GT4 Germany. Rennbenzin liegt den 21-jährigen Zwillingen im Blut: Ihr Vater Fritz startete bereits an der Seite von Michael Schumacher bei den 24h Le Mans, war Anfang der 1990er Jahre Mitglied im legendären Juniorteam von Mercedes-Benz und anschließend zweifacher Truck-Europameister. MRS GT-Racing setzt wie im vergangenen Jahr zwei BMW in der ADAC GT4 Germany ein, die Fahrer des zweiten M4 GT4 stehen aktuell noch nicht fest.

Die 21-jährigen Kreuzpointner-Schwestern, die am Sonntag um 13.00 Uhr auch Gast in der Online-Talkshow "PS on Air - Der Ravenol ADAC GT Masters-Talk" sind, werden im Fahrerlager der ADAC GT4 Germany für Aufsehen sorgen, ist MRS-Teamchefin Iris Dorr überzeugt: "Der Kontakt zu den Beiden ist über unseren Partner Ravenol zustande gekommen. Ravenol hat bereits im letzten Jahr mit den Zwillingen zusammengearbeitet. Die beiden Mädels sind einfach klasse und passen sehr gut in die ADAC GT4 Germany."

Alesia Kreutzpointner und Jacqueline Kreutzpointner haben die ADAC GT4 Germany bereits im Vorjahr intensiv verfolgt und waren begeistert: "Für uns geht mit der ADAC GT4 Germany ein persönlicher Traum in Erfüllung. Seit der Bekanntgabe der Serie wussten wir beide, dass das für uns der perfekte Einstieg in den GT-Sport ist. Der ADAC bietet eine optimale Plattform mit einem hohen Niveau und einer sehr guten Reichweite. Mit MRS haben wir nicht nur ein Team gefunden, welches auf einen großen Erfahrungsschatz in international bekannten Serien wie dem ADAC GT Masters zurückgreifen kann, sondern auch eine Art Familie."

Erste Testfahrten mit dem Rennstall aus Lonsee fanden bereits im Februar auf der Strecke im portugiesischen Portimão statt. "Der Test lief richtig gut. Beide lernen sehr schnell", blickt Teamchefin Dorr zurück. Mit detaillierten Saisonzielen für das Pilotinnen-Duo hält sich Dorr jedoch noch etwas zurück. "Alesia und Jacqueline sollen erst einmal in Ruhe die Serie und die Strecken kennenlernen. Sollten sie im Laufe des Jahres ab und zu in die Top Zehn fahren, wäre das super! Das Projekt ist mindestens auf zwei Jahre ausgelegt. Insofern wollen wir in der zweiten Saison noch weiter nach vorne kommen."

Vater "Fritz K." möchte sich bei der motorsportlichen Entwicklung seiner beiden Töchter zunächst im Hintergrund halten und voll auf die Erfahrung von MRS vertrauen: "Er hat uns gesagt, dass er sich weitestgehend heraushalten wird", so Teamchefin Dorr weiter. "Aber sicherlich wird er bei dem einen oder anderen Rennen an der Strecke mit dabei sein, um die Mädchen anzufeuern."

MRS plant ein zweites Fahrzeug in der ADAC GT4 Germany einzusetzen. Hier befindet sich das Team aktuell noch in Verhandlungen mit potentiellen Fahrern, wie Dorr weiter verrät: "Ein Traum wäre es, wenn wir dieses Fahrzeug mit zwei jungen schnellen Fahrern besetzen könnten, die auch schon ein wenig Erfahrung gesammelt haben. Dies wäre eine perfekte zusätzliche Unterstützung für Alesia und Jacqueline."

Die ADAC GT4 Germany besteht auch in der Saison 2020 wieder aus sechs Rennwochenenden mit Auftritten in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Saisonauftakt ist vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring. Die Rennen werden erneut von SPORT1 oder SPORT1+ live im Fernsehen übertragen.

True Racing 2020 mit Reinhard Kofler und Florian Janits in der ADAC GT4 Germany

Reinhard Kofler startete schon 2019 in der ADAC GT4 Germany
Foto: ADAC-Motorsport

True Racing wird auch 2020 wieder in der ADAC GT4 Germany antreten. Der Rennstall aus Thalheim bei Wels in Österreich setzt wie im Vorjahr auf einen KTM X-Bow GT4, der weiterhin von Reiter Engineering technisch betreut wird. Bei Reiter Engineering handelt es sich um denselben Rennstall, der Mads Siljehaug (24/NOR) und Eike Angermayr (21/AUT, beide Felbermayr-Reiter) 2019 zum Fahrertitel in der ADAC GT4 Germany führte.

„Wir haben im Vorjahr gesehen, dass der KTM X-Bow GT4 ein starker Konkurrent für die Fahrzeuge der Premiumhersteller ist. Am Ende waren wir dann auch in der Lage, den Titel für KTM zu holen. Ich bin überzeugt, dass wir das im Jahr 2020 erneut schaffen können“, gibt sich Teamchef Hans Reiter optimistisch.

Auch die beiden Piloten stehen bei True Racing bereits fest. Angeführt wird das Duo von Stammfahrer Reinhard Kofler (35/AUT). Kofler war bereits 2019 in der ADAC GT4 Germany am Start und konnte gleich beim ersten Rennwochenende in der Motorsport Arena Oschersleben einen Laufsieg erzielen. Nach zwischenzeitlicher Tabellenführung belegte der Routinier zum Saisonabschluss den zehnten Platz in der Meisterschaft. „Ich freue mich schon jetzt auf eine großartige, herausfordernde Saison“, so Kofler. „Die letzten Wochen und Monate waren nicht einfach. Nun ist es also höchst an der Zeit, dass wir wieder Rennen fahren. Wir haben ein gutes Package und das Ziel muss auf alle Fälle der Kampf um den Titel sein!“

Teamkollege von Kofler im KTM X-Bow GT4 wird dessen Landsmann Florian Janits (22/AUT). Er hat 2019 für Allied Racing die offiziellen Testtage der ADAC GT4 Germany bestritten und gibt 2020 das Renndebüt in der Serie. „Zum einen ist es für mich eine wirklich coole Sache, als Österreicher mit einem österreichischen Teamkollegen in einem österreichischen Auto antreten zu können. Zum anderen bin ich ebenso der Meinung, dass wir eine gute Möglichkeit haben, ganz vorne mitzufahren. Natürlich ist die Konkurrenz stark, aber nach den ersten Testfahrten im KTM X-Bow GT4 bin ich vom Potential des Autos ehrlich begeistert. Jetzt liegt’s an Reini und mir, das Beste daraus zu machen. Außerdem soll der Titel ja auch in den Händen von KTM bleiben. Dafür werden wir in diesem Jahr kämpfen“, blickt Janits auf die Saison voraus.

Die ADAC GT4 Germany besteht auch in der Saison 2020 wieder aus sechs Rennwochenenden mit Auftritten in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Saisonauftakt ist vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring. Die Rennen werden erneut von SPORT1 oder SPORT1+ live im Fernsehen übertragen.

Freitag, 12. Juni 2020

Volle vier Tage, rund 19.000 Kilometer – die DTM schließt offizielle Testfahrten ab

  • Schwerpunkt Sportiches: Daten und Fakten zum DTM Test
  • Audi und BMW auf Augenhöhe, DTM schneller als aktueller RundenrekordInsgesamt 19.106,685 Testkilometer und 5.265 Runden absolviert
Audi, BMW, ART und WRT
Foto: dtm.com


Back on track – die DTM hat auf dem Nürburgring erfolgreiche und intensive Testfahrten absolviert. Die Hersteller Audi und BMW sowie die Privat-Teams WRT (Audi) und ART (BMW) sammelten gemeinsam rund 19.000 Testkilometer und über 5.200 Runden. Dank der teilweise idealen Bedingungen während der vier Tage unterbot Ferdinand Habsburg (AUT, WRT Team Audi) als Schnellster der Testfahrten den aktuellen Rundenrekord der DTM. Seine 1.18,911 Minuten sind die beste jemals auf dem Sprintkurs gemessene Zeit eines DTM Fahrzeugs. Insgesamt präsentierten sich die Marken Audi und BMW auf Augenhöhe.

Erfolgreiche Umsetzung des Infektionsschutzkonzepts 

Die Testfahrten der DTM wurden inmitten der Covid-19-Pandemie dank eines detaillierten und präzisen Infektionsschutzkonzepts ermöglicht. Bei der Umsetzung der Maßnahmen – etwa das Einhalten von Abständen, das Tragen von Schutzausrüstung und das regelmäßige Überprüfen der Körpertemperatur – zogen alle beteiligten Organisationen konsequent an einem Strang.

Robert Kubica – 2.000 Testkilometer als Vorbereitung auf Premieren-Saison

Besonderen Fleiß legte Robert Kubica an allen vier Testtagen an den Tag. 1.963,289 Kilometer absolvierte der DTM "Rookie" auf dem Nürburgring und gehörte damit zu den emsigsten Testern. Während die Werksteams der Hersteller lediglich mit einem Auto gleichzeitig testen durften, war es den beiden Privatteams WRT und ART gestattet, maximal zwei Autos einzusetzen. Für Kubica bedeutete das: freie Fahrt an allen Tagen. 

Die Fleißpunkte der Fahrer

Die mit Abstand meisten Trainingsrunden der Werksfahrer absolvierte Mike Rockenfeller (GER, Audi). Der Champion von 2013 sprang für seinen Teamkollegen Loïc Duval (FRA) ein und kam deshalb auf 569 Runden und 2.064,901 Kilometer. Die Top 5 der Trainingsfleißigsten:

    Mike Rockenfeller (Audi) – 569 Runden (2.064,901 km)
    Robert Kubica (BMW) – 541 Runden (1.963,289 km)
    Ferdinand Habsburg (Audi) – 529 Runden (1.919,741 km)
    Robin Frijns (Audi) – 363 Runden (1.317,327 km)
    René Rast (Audi) – 359 Runden (1.302,811 km)

    Summe Testkilometer Audi-Werksteams: 1.964 Runden (7.127,356 km)
    Summe Testkilometer BMW-Werksteams: 1.737 Runden (6.303,573 km)
 
Stimmen – Testfahrten Nürburgring

Ferdinand Habsburg, Audi
"Wir haben die schnellste DTM Zeit auf dem Nürburgring am Mittwoch hingelegt. Das zeigt, wie schnell und spannend die DTM in dieser Saison wird. Nach so langer Wartezeit wieder im Cockpit zu sitzen, habe ich genossen."

Nico Müller, Audi
 "Zu Beginn des Tests war ich sogar etwas nervös, irgendwie wie beim ersten Schultag nach den Ferien. Man weiß nicht, ob man noch alles richtig macht. Aber ab dem Moment, wo man den Speedlimiter loslässt, ist es wie früher."

René Rast, Audi
"Ich bin Montag und Donnerstag gefahren, dazwischen haben wir Medien-Termine absolviert und die Arbeit der Teamkollegen analysiert. Am letzten Tag ging es also darum, das Gelernte umzusetzen."

Jamie Green, Audi
"Wir haben einen guten Vorsaisontest hier auf dem Nürburgring hinter uns gebracht. An meinem ersten Tag hatten wir komplett trockene Bedingungen und ich habe so rund 150 Runden absolviert. Am zweiten Tag hat es über Mittag geregnet, sodass wir auch in nassen Bedingungen testen konnten. Alles in allem sind wir sehr zufrieden."

Sheldon van der Linde, BMW
"Wir haben viel Zeit im Auto zugebracht, ich hatte zwei wirklich gute Tage bei den Testfahrten. Ich bin zufrieden mit dem, wie wir das Auto über den Winter vorangebracht haben. Ich kann das erste Rennen in Spa kaum erwarten."

Timo Glock, BMW
"Nachdem man vier, fünf Monbate nicht im Auto gesessen hat, war es gut, wieder in den Rhythmus zu kommen und das Testprogramm abzuarbeiten. Es ist schwer einzuschätzen, wo man steht, weil man nicht weiß, welches Programm die Konkurrenz absolviert. Aber vom Gefühl her haben wir bei BMW einen großen Sprung nach vorn gemacht."

Philipp Eng, BMW
"Es hat viel Spaß gemacht und wir sind durch das ganze Programm gut durchgekommen. Wir haben also unsere Hausaufgaben gemacht, auch wenn es lange, intensive Tage waren."

Robin Frijns, Audi
"Es hat ein, zwei Runs gebraucht, bis ich wieder im Rhythmus war. Wir haben ein strammes Testprogramm durchgezogen, das ist immer gut."

Jonathan Aberdein, BMW
"Im vergangenen Jahr hab ich um Podiumsresultate und Pole-Positions gekämpft – in diesem Jahr möchte ich den nächsten Schritt machen. Ich möchte um Siege kämpfen. Ein großes Kompliment an die ITR, die diesen Test möglich gemacht hat. Nach acht Monaten, die man nicht im Auto war, eine gute Sache."

Mike Rockenfeller, Audi
"Wir durften lange nicht mehr im Auto sitzen. Ich habe deshalb jede Runde genossen, kam viel zum Fahren. Wir haben den Test gut genutzt, jetzt freue ich mich auf das erste Rennen in Spa-Francorchamps."

Lucas Auer, BMW
"Wir haben einen großen Testblock gehabt, den wir von vorn bis hinten durchgezogen haben. Natürlich habe ich es genossen, wieder im Auto zu sein."
 
Robert Kubica, BMW
"Nach einer schwierigen Zeit nicht nur für Rennfahrer und Teams sondern für alle Menschen während des Lockdowns, ist es natürlich schön, wieder ein Rennauto fahren zu dürfen. Alle haben viel Rücksicht aufeinander genommen – Gesundheit ist schließlich das Wichtigste. Für mich als Neuling gab es viele neue Dinge herauszufinden – mit dem Auto, den Abläufen, dem Team."

Fabio Scherer, Audi
 "Ich fühle mich sehr wohl im Team. Es ist die Vorbereitung auf die Saison, jede Sekunde im Auto zählt, denn danach wird es nicht mehr viele Tests geben. Deshalb haben wir das Testprogramm sehr ernsthaft durchgezogen."

Marco Wittmann, BMW
"Das Fazit ist positiv – nach langen Testtagen, an denen wir unser Programm abgespult haben und auch die Performance gestimmt hat. Wo wir genau stehen, werden wir erst im ersten Qualifying in Spa-Francorchamps sehen. Aber ich denke, es wird deutlich enger als im vergangenen Jahr."

Loïc Duval, Audi
"Leider hatte ich noch Probleme mit dem Schlüsselbein, das ich mir vor etwa zwei Wochen gebrochen habe. Aber ich konnte kurze Runs absolvieren, und dabei ans Limit und auf Rundenzeiten gehen. Das war cool."

Ergebnis – Testfahrten Nürburgring

 Bestzeiten aller Fahrer
 01. Ferdinand Habsburg (AUT), Audi RS 5 DTM, 1.18,911 Min.
 02. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.18,944 Min.
 03. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM, 1.19,028 Min.
 04. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, 1.19,037 Min.
 05. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, 1.19,070 Min.
 06. Timo Glock (GER), BMW M4 DTM, 1.19,157 Min.
 07. Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, 1.19,204 Min.
 08. Robin Frijns (NED), Audi RS 5 DTM, 1.19,214 Min.
 09. Jonathan Aberdein (RSA), BMW M4 DTM, 1.19,230 Min.
 10. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, 1.19,286 Min.
 11. Lucas Auer (AUT), BMW M4 DTM, 1.19,476 Min.
 12. Robert Kubica (POL), BMW M4 DTM, 1.19,493 Min.
 13. Fabio Scherer (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.19,511 Min.
 14. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM, 1.19,581 Min.
 15. Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM, 1.19,587 Min.
 16. Harrison Newey (GBR), Audi RS 5 DTM, 1.19,761 Min.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Daten, Fakten, Stimmen – der dritte Testtag der DTM auf dem Nürburgring

Die Physios im Raumanzug

Aufgrund der Covid-19-Pandemie ist nicht nur das öffentliche Leben weltweit eingeschränkt, auch in der kleinen Welt des Nürburgring-Fahrerlagers während der offiziellen DTM Testfahrten sind gewohnte Abläufe ganz anders. Dass Sicherheit und Hygiene höchste Priorität haben, gilt natürlich auch und vorallem dann, wenn man sich gezwungenermaßen nahe kommt. So mussten sich die BMW-Werksfahrer an einen neuen Anblick gewöhnen: An "Physio-Therapeuten in Raumanzügen". Ausgerüstet mit FFP-2-Masken, Schutzbrille, Schutzhandschuhen und Einmal-Overalls führten die Physios Alessio Erra und Isreal Sanchez Hernandes ihre Behandlungen mit den Fahrern durch.
Pause für Loïc Duval 

Nachdem sich Loïc Duval (FRA, Audi) vor wenigen Wochen beim Mountainbiken das Schlüsselbein gebrochen hatte, ließ sich der Fahrer vom Audi Sport Team Phoenix am Dienstag nach kurzen Stints und einem Einsatz von rund eineinhalb Stunden angesichts anhaltender Schmerzen von Teamkollege Mike Rockenfeller (GER) vertreten. Am Donnerstag könnte Duval wieder im Einsatz sein.

Benzin im Blut, hilft bei medizinischen Fragen: Audi-Arzt Dr. Vincenzo Tota 

Im Motorsport arbeiten viele "echte Typen". Wie etwa Audi-Teamarzt Dr. Vicenzo Tota. Zu Zeiten einer Covid-19-Pandemie könnte man an dieser Stelle den medizinischen Bezug zur aktuellen Lage herstellen. Dr. Tota ist aber aus einem ganz anderen Aspekt eine interessante Persönlichkeit: Er bestreitet selbst Rennen in Powerboats. So hält er gemeinsam mit drei Fahrerkollegen einen Rekord für die Umfahrung der Südspitze Italiens in der 9-Meter-Klasse. Für die Strecke von Monte Carlo bis Venedig benötigte das Quartett inklusive einer Tankpause in Roccella Ionica 32 Stunden, 46 Minuten und 15 Sekunden.

Stimmen – Testfahrten Nürburgring, Mittwoch

Ferdinand Habsburg, Audi
"Wenn man bedenkt, dass ich das konkurrenzfähigste Auto im Grid zur Verfügung habe, muss das Ziel lauten, Rennen zu gewinnen. Und auch die Meisterschaft. Nur wer sich viel vornimmt kann auch erfolgreich sein."
Nico Müller
Foto: Jens Hawrda


Nico Müller, Audi
"Der erste volle Tag in meinem Einsatzauto. Und er war produktiv. Nachmittags gab es Regen, sodass wir auf feuchter Strecke gefahren sind. Wir haben viele Punkte unseres Programms abgehakt. Zeiten waren auch okay – auch wenn das bei Testfahrten nicht die höchste Priorität hat."

Jamie Green, Audi
"Heute haben wir wie gestern Long-runs und Quali-Simulationen gefahren, dazu Startübungen. Der Unterschied war: Heute gab es in der Mittagspause Regen, sodass wir auch unter diesen Bedingungen testen konnten."
Sheldon van der Linde
Foto: Jens Hawrda

Sheldon van der Linde, BMW
"Ein guter Testtag für mich heute, mit viel Zeit auf der Strecke. Wir haben viele Punkte abgearbeitet. Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto und der Entwicklung über den Winter."
Tomo Glock
Foto: Jens Hawrda

Timo Glock, BMW
"Für mich war es gut, ein paar Runs zu bekommen, nachdem man fünf Monate nicht im Auto gesessen hat. Wir hatten für heute, haben vorallem aber auch für morgen einiges auf dem Programm."

Fabio Scherer, Audi
"Das ist natürlich alles Neuland für mich. Auch deshalb sind es intensive, anstrengende Tage. Ich fühle mich sehr wohl im Team, die ersten Eindrücke sind sehr gut."

Jonathan Aberdein, BMW
"Einfach großartig, nach acht, neun Monaten wieder im Auto zu sitzen. Der BMW fühlt sich gut an. Und wir sind konkurrenzfähig – das ist das Wichtigste. Ich freue mich auf einen weiteren Testtag morgen!"

Mike Rockenfeller, Audi
"War ein langer Tag. Es hat geregnet. Es war der erste Tag im Auto mit meinem Design, nachdem ich gestern mit dem Auto von meinem Teamkollegen Loïc Duval gefahren bin. Wir haben viel probiert, aber hatten auch Handling-Probleme. Das gehört zum Testen aber dazu."


Ergebnis – Testfahrten Nürburgring, Mittwoch

 Kombiniertes Resultat – vormittags und nachmittags 

 01. Ferdinand Habsburg (AUT), Audi RS 5 DTM, 1.18,911 Min.
 02. Nico Müller (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.18,944 Min.
 03. Jamie Green (GBR), Audi RS 5 DTM, 1.19,037 Min.
 04. Sheldon van der Linde (RSA), BMW M4 DTM, 1.19,070 Min.
 05. Timo Glock (GER), BMW M4 DTM, 1.19,157 Min.
 06. Fabio Scherer (SUI), Audi RS 5 DTM, 1.19,511 Min.
 07. Robert Kubica (POL), BMW M4 DTM, 1.19,641 Min.
 08. Jonathan Aberdein (RSA), BMW M4 DTM, 1.19,735 Min.
 09. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM, 1.19,961 Min.
 10. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM,