Freitag, 20. März 2020

ADAC GT Masters reagiert auf aktuelle Lage in Europa

  • Rennwochenende in Oschersleben aufgrund aktueller Lage verlegt
  • Neuer Termin im Oktober
  • Offizieller Vorsaisontest des ADAC GT Masters in Oschersleben abgesagt
Foto: Jens Hawrda

Unter Berücksichtigung aller aktuellen Entwicklungen und öffentlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus in Europa verschiebt das ADAC GT Masters seinen Saisonauftakt. Statt vom 24. bis 26. April gastiert das ADAC GT Masters mit seinen Rahmenserien in diesem Jahr vom 23. bis 25. Oktober in der Motorsport Arena Oschersleben. 

Abgesagt wird der offizielle Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben vom 6. bis 8. April 2020. Damit einher geht auch die Absage der geplanten Pressekonferenz anlässlich des ADAC GT Masters Media Days am Montag, den 6. April, zu der der ADAC gemeinsam mit der Motorsport Arena Oschersleben vor Saisonbeginn traditionell lädt. 

Die Absage des offiziellen Vorsaisontests sowie die Verlegung des Rennwochenendes in Oschersleben betrifft grundsätzlich auch die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany und die ADAC Formel 4. 

Bereits gekaufte Tickets für die Rennen des ADAC GT Masters 2020 behalten ihre Gültigkeit auch für neu terminierte Veranstaltungen.

Über eine mögliche Verlegung der Veranstaltung in Most (15. bis 17. Mai) und auf dem Red Bull Ring (5. bis 7. Juni) wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, aktuell werden bereits mögliche alternative Termine geprüft.

Dienstag, 17. März 2020

Yaco Racing: Rückkehr mit zwei Österreichern

  • Youngster Simon Reicher mit Norbert Siedler als erfahrenem Neuzugang
  • Rennstall aus Sachsen feiert 20-jähriges Jubiläum
Simon Reicher und Norbert Siedler starten 2020 für Yaco Racing
Foto: ADAC-Motorsport

Yaco Racing is back! Unter der Flagge von Österreich kehrt der Rennstall aus Sachsen nach einem Jahr Pause in dieser Saison in das ADAC GT Masters zurück. Das Team setzt dabei unverändert auf einen Audi R8 LMS. Gesteuert wird der Mittelmotor-Sportwagen von dem Nachwuchsfahrer Simon Reicher (20) und dem Routinier Norbert Siedler (37) aus Österreich. Das ADAC GT Masters startet vom 24. bis 26. April in Oschersleben in seine 14. Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

Yaco Racing trat bereits von 2012 bis 2018 im ADAC GT Masters an und setzt seit 2013 Rennwagen von Audi ein. In dieser Zeit gelangen dem Rennstall mit Philip Geipel und Rahel Frey zwei Siege. Nun startet das Team, das in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert, nach einem Jahr Pause wieder in der Serie. Der R8 LMS des Rennstalls bekommt dabei ein rot-weiß-rotes Design - eine Referenz an das österreichische Fahrerduo, den Start unter österreichischer Flagge und die Firmenfarben von Yaco Racing. 

Teamchef Uwe Geipel sieht die kommende Saison als Entwicklungsjahr. "Ich bin froh, Norbert Siedler als schnellen und erfahreneren Mentor für Simon Reicher in unserem Team zu haben. Wir wollen Simon Schritt für Schritt kontinuierlich aufbauen. Unser Ziel ist, dass am Jahresende ein deutlicher Fortschritt erkennbar ist. Dann haben wir alles richtig gemacht. Simon hat viel Talent, und das wollen wir behutsam fördern und ausbauen." 

Auch Peter Reicher, Vater von Simon Reicher und Initiator des Comebacks von Yaco Racing, ist von Neuzugang Siedler begeistert: "Er ist ein Fahrer mit Rang und Namen. Er passt menschlich sehr gut zu uns, ist ein harter Arbeiter und soll mit seiner großen Erfahrung Simon auf dem Weg zum Profirennfahrer unterstützen." 

Siedler selbst freut sich über seine Rückkehrer in die "Liga der Supersportwagen". Der Pilot aus Kufstein holte 2011 auf dem Red Bull Ring bereits einen Sieg in der Serie, in der er zuletzt 2018 antrat. "Es ist toll, wieder im ADAC GT Masters antreten zu können. Ich habe mich im Dezember mit Peter Reicher getroffen, und er hat mir erzählt, was er vorhat. Wir haben uns sofort gut verstanden und uns schnell geeinigt. Ich freue mich auf meine Rolle als Mentor für Simon. Ich möchte ihm mit meiner Erfahrung weiterhelfen, damit er sich in die richtige Richtung weiterentwickelt. Mit Yaco Racing haben wir ein gutes Team, das bereits zahlreiche Erfolge im ADAC GT Masters gefeiert hat. Die Serie ist wieder sehr stark besetzt, aber unser Ziel sollten Top-Platzierungen sein." 

Teamkollege Simon Reicher, der 2019 vier Rennen im ADAC GT Masters bestritt und zuvor in der ADAC TCR Germany startete, blickt gespannt auf seine erste komplette Saison in der Serie. "Ich hoffe, dass wir einige gute Platzierungen einfahren werden, aber was ich mir noch mehr erhoffe, ist, dass ich durch die Zusammenarbeit mit Norbert sehr viel lernen und mitnehmen kann", so der 20-Jährige. Auf sein Team Yaco Racing hält der Österreicher große Stücke: "Das Team hat ein großes Know-how und ist technisch sehr gut aufgestellt. Und auch menschlich passt alles. Da kann es nicht besser laufen." 

Montag, 16. März 2020

Audi stellt Fahrzeugdesigns der neuen DTM-Saison vor

Audi RS 5 DTM: Meisterauto in neuen Kleidern 

Audi stellt die Fahrzeugdesigns für die DTM-Saison 2020 vor
Foto: Audi-Motorsport
  • Audi RS 5 DTM das Auto, das es in der DTM 2020 zu schlagen gilt
  • Frische Optik für die sechs werkseitig eingesetzten Class-1-Rennwagen
  • Neue Partner für Audi Sport

2019 war der Audi RS 5 DTM das Auto, das es in der DTM zu schlagen galt. Für das Projekt „Titelverteidigung“ wurde das Meisterauto in Details optimiert. Gleichzeitig spendierte das Audi Design den sechs werkseitig eingesetzten Modellen eine frische Optik.

Am Samstag stellte Audi den RS 5 DTM von Titelverteidiger René Rast (D) in den sozialen Netzwerken vor. Nun folgt das Design der anderen fünf Audi RS 5 DTM, die 2020 von Loïc Duval (F), Robin Frijns (NL), Jamie Green (GB), Nico Müller (CH) und Mike Rockenfeller (D) pilotiert werden.

René Rast wird beim Projekt „Titelverteidigung“ in diesem Jahr zusätzlich von porta Möbel unterstützt. Mit seinen rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt porta zu den größten Einrichtungsunternehmen Deutschlands. Neu an Bord für die DTM 2020 sind bei Audi zudem TWIN BUSCH, BMC Air Filter und Riedel Communications.

Mike Rockenfeller, DTM-Champion des Jahres 2013, fährt einen Audi RS 5 DTM im blau-gelben Outfit von TWIN BUSCH, Spezialist für den Bereich professioneller Kraftfahrzeug-Werkstattausrüstung. Loïc Duval pilotiert einen rot-grauen Audi RS 5 DTM in den Farben von BMC Air Filter. Das italienische Unternehmen, das Luftfilter entwickelt und vertreibt, war bereits beim gemeinsamen „Dream Race“ der DTM und der SUPER GT Ende 2019 in Fuji auf dem Audi RS 5 DTM von Duval präsent.

Umgewöhnen müssen sich die Fans von Jamie Green: Der dienstälteste DTM-Pilot im gesamten Starterfeld fährt in dieser Saison den schwarz-grauen Akrapovič Audi RS 5 DTM. Gewohntes Bild dagegen bei Nico Müller und Robin Frijns, die weiterhin in den Farben von Castrol EDGE (grün-weiß) und ARAL ultimate (blau) an den Start gehen.

Seit dem Jahr 2013 setzt Audi Sport in der DTM auf das RS 5 Coupé. Das Meisterauto der letzten Saison geht 2020 entsprechend den neuen Regeln mit einigen Detailveränderungen an den Start, die darauf zielen, die DTM noch spannender und kosteneffizienter zu machen. 

Grundsätzliche technische Änderungen sind nach dem 2019 für die DTM eingeführten, auf Chancengleichheit und Kosteneffizienz ausgelegten Class-1-Reglement nicht vorgesehen. Deshalb entspricht der Audi RS 5 DTM des Modelljahres 2020 von der Basis her dem Meisterauto vom 2019. Mit dem Class-1-Reglement, das ab 2020 auch Basis für die japanische SUPER-GT-Meisterschaft ist, hat die DTM im vergangenen Jahr technisch eine neue Ära begonnen. 

Durch die Einführung der Turbotechnologie hat die DTM nicht nur einen verstärkten Bezug zur Serie erhalten. Der TFSI-Motor des Audi RS 5 DTM des Modelljahrs 2020 verfügt über eine gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent reduzierte Motorleistung. Hintergrund: Die DTM hat für die Saison 2020 die Menge des Kraftstoffs, die pro Stunde zum Triebwerk fließen darf, von 95 Kilogramm auf 90 Kilogramm gesenkt. Mittels „Push-to-Pass“-Funktion kann die Motorleistung wie schon 2019 kurzfristig auf rund 640 PS gesteigert werden. Das soll die Rennen noch spannender machen.

Deshalb können die DTM-Piloten ab der Saison 2020 das „Push-to-Pass“-System per Knopfdruck – zum Beispiel für Überholvorgänge – im Rennen auch doppelt so oft einsetzen wie bisher. Bei 24 Rennrunden (bisher zwölf) darf für bis zu fünf Sekunden jeweils die Mehrleistung zugeschaltet werden. Außerdem ist „Push-to-Pass“ ab der Saison 2020 auch im Qualifying erlaubt. Diese neue Qualifikationsregel gilt ebenfalls für den Einsatz der DRS-Funktion („Drag Reduction System“), mit dem der Heckflügel flachgestellt, der Luftwiderstand des Autos reduziert und die Höchstgeschwindigkeit erhöht wird. Im Rennen darf das DRS ab 2020 öfter als bisher eingesetzt werden. Mit dem kombinierten Einsatz von „DRS“ und „Push-to-Pass“ erreicht der Audi RS 5 DTM je nach Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 300 km/h.

Im ersten Jahr der neuen Class-1-Rennwagen hat Audi seine führende Position im Bereich hocheffizienter Turbomotoren mit Erfolgen auf der Rennstrecke eindrucksvoll untermauert. Schon vorzeitig sicherte sich Audi 2019 alle drei Titel in der Fahrer-, Hersteller- und Teammeisterschaft. 

Neben der Formel E und dem Kundensport bildet die DTM die dritte Säule im Motorsportprogramm der AUDI AG. In den spektakulären Class-1-Rennwagen der DTM kommen hocheffiziente Vierzylinder-Turbomotoren mit zwei Liter Hubraum zum Einsatz. Diese Antriebsart ist bei Audi in vielen Serienmodellen und Leistungsstufen weltweit im Einsatz und eine Säule zur Effizienzsteigerung und Reduzierung der Flottenemissionen.

„Audi wird auf absehbare Zeit mehr Autos mit Verbrennungsmotoren verkaufen als mit Elektroantrieb“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Deshalb macht eine Rennserie mit modernen, effizienten Verbrennungsmotoren parallel zu unserem Engagement in der Elektrorennserie Formel E Sinn.“

Samstag, 14. März 2020

ITR-Test ganz abgesagt

Bild: Jens Hawrda
Der ITR-Test in Hockenheim wurde gestern Abend nun komplett abgesagt. Der viertägige Test, der vom Montag bis Donnerstag nächster Woche stattfinden sollte (16.-19. März) wurde in Absprache mit den beteiligten Herstellen Audi und BMW wegen der europaweiten Ausbreitung des Corona-Virus abgesagt.

"Die Gesundheit und Sicherheit aller beteiligten Personen haben für uns höchste Priorität“, sagt ITR-Geschäftsführer Marcel Mohaupt. „Die allgemeine Situation rund um das Coronavirus, in Verbindung mit den bekannten behördlichen Anweisungen sowie die gebotene Rücksichtnahme auf alle Beteiligten, bedeutet, dass wir die Entscheidung getroffen haben, diesen Test abzusagen. Natürlich sind wir enttäuscht, dass die DTM – wie viele andere Sportarten auch – solche Maßnahmen ergreifen muss. Jedoch erfolgen diese zum Wohle aller. In Bezug auf den Start der Saison 2020 stehen wir in einem engen Dialog mit unseren Partnern, Herstellern und lokalen Veranstaltungspartnern.“

Wie das dann bis zur Saisoneröffnung am ersten Maiwochenende in Zolder aussieht muss abgewartet werden. Aus unserer Sicht stehen die Aussichten das dann dort gefahren wird eher schlecht, warten wir es ab.

Freitag, 13. März 2020

ITR Test Hockenheim und Corona-Virus

Bild: Jens Hawrda

Nachdem der ITR Test bereits von Monza nach Hockenheim verlegt wurde und vor einer Woche bereits angekündigt war, das der Test unter Ausschluss der Fans stattfinden muss, sind nun auch sämtliche Medienberichterstatter vom Test ausgeschlossen worden. 

Die ITR informierte dazu heute kurz wie folgt:

"Aufgrund von Gesundheits- und Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus hat die ITR beschlossen, die DTM-Testfahrten in Hockenheim für Medienvertreter nicht zugänglich zu machen.

Wir werden daher versuchen, Ihnen Informationen und Gesprächspartner auf digitalem Wege anzubieten. Das DTM-Media-Team wird Sie hierzu rechtzeitig informieren.

Die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten stehen an erster Stelle unserer Überlegungen. Wir bitten daher um Ihr Verständnis für diese Planänderung."

Nach aktuellem Stand sollen die Testfahrten noch stattfinden, die Teams werden allerdings mit absolut reduziertem Personal in Hockenheim antreten um das Risiko für die Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten.

Sollte gefahren werden, wird die ITR Material an die Medien geben und diese können dann auch die Fans informieren. Wir werden Euch also auf dem Laufenden halten.