Dienstag, 3. März 2020

Magere Ausbeute für Audi in Marrakesch

  • Lucas di Grassi beim Formel-E-Rennen in Marokko auf Platz sieben
  • Teamchef Allan McNish: Wir haben Arbeit vor uns
Lucas di Grassi, Audi e-tron FE06 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Lucas di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler hat auch im fünften Saisonrennen der Formel E wertvolle Punkte gesammelt. Mit einem hart erkämpften siebten Platz in Marrakesch (Marokko) behauptete der Brasilianer Rang fünf in der Fahrerwertung der Elektrorennserie.

Als Drittschnellster der ersten Qualifyinggruppe musste sich di Grassi als bester Fahrer eines Audi e-tron FE06 mit Startplatz 13 begnügen. Im Rennen zeigte der Formel-E-Champion der Saison 2016/2017 einmal mehr eine kämpferische Leistung. Mit sehenswerten Überholmanövern machte der Audi-Pilot insgesamt sieben Positionen gut. Dabei schnappte er sich in der letzten Runde noch den von Startplatz drei ins Rennen gegangenen Porsche von André Lotterer.

„Danke an das gesamte Team, mein Auto war im Rennen richtig gut“, sagte Lucas di Grassi. „Mehr ist im Augenblick mit unserem Package von einer solchen Startposition nicht möglich. Dafür ist die Konkurrenz in der Formel E zu stark.“

Teamkollege Daniel Abt kämpfte im Freien Training und im Qualifying mit einem unberechenbaren Fahrverhalten seines Autos. Das Team wechselte daraufhin zum Rennen den kompletten Hinterwagen seines Audi e-tron FE06. Von Startplatz 18 kam der Deutsche auf Rang 14 nach vorn. „Trotzdem war es ein extrem frustrierendes Rennen“, sagte Abt. „Wir waren hier einfach viel zu langsam.“

„Es ist offensichtlich, dass wir etwas Arbeit vor uns haben“, bilanzierte Teamchef Allan McNish. „Zum Glück haben wir bis zum nächsten Rennen etwas Zeit, um uns Gedanken zu machen, wie wir uns verbessern können. Daniel hatte schon im Qualifying Probleme. Mit Lucas haben wir zumindest Punkte geholt und Platz fünf in der Fahrermeisterschaft verteidigt.“

Vorjahressieger Sam Bird holte als Zehnter einen Punkt für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing. Teamkollege Robin Frijns musste nach einem Mauerkontakt im Qualifying aus der vorletzten Startreihe ins Rennen gehen. Der Niederländer machte zehn Positionen gut und wurde Zwölfter.

Montag, 2. März 2020

Formel E Marrakesch: Felix da Costa siegt vor Günther und Vergne

Maximilian Günther, Antonio Felix da Costa und Jean-Eric Vergne
Foto: FIA Formula E-Media

Im fünften Rennen der Saison in Marrakesch ging der Sieg an Antonio Felix da Costa. Er ging von der Pole ins Rennen und holte einen souveränen Sieg mit mehr als 11 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Maximilian Günther. Der Deutsche BMW-Pilot konnte sich den zweiten Platz in der letzten Runde kurz vor dem Ziel sichern indem er nach erbittertem Kampf Vergne überhohlen konnte.

Dieser Kampf zwischen den beiden war auch der Grund dafür das sich da Costa an der Spitze soweit absetzen konnte. Für Andre Lotterer lief es bis fast zum Schluss des Rennens gut, er kämpfte zeitweise um einen Praktikumsplatz und lag kurz vor Schluss auf Platz vier, musste dann aber Energie sparen und fiel bis ins Ziel auf Platz acht zurück. Der Dritte Deutsche im Feld, Pascal Wehrlein, spielte aufgrund eines Reifenschadens im Rennen keine Rolle.

Ergebnis E-Prix Marrakesch (Top-Five):

1. Antonio Felix da Costa, DS TECHEETAH,
2. Maximilian Guenther, BMW i Andretti Motorsport,
3. Jean-Eric Vergne, DS TECHEETAH,
4. Sebastien Buemi, Nissan e.dams,
5. Edoardo Mortara, ROKiT Venturi Racing,

Fahrerwertung nach 5 Rennen (Top-Five):

1. Antonio Felix da Costa, DS TECHEETAH, 67. Pkt.

2. Mitch Evans, Panasonic Jaguar Racing, 56. Pkt.
3. Alexander Sims, BMW i Andretti Motorsport, 46. Pkt.
4. Maximilian Guenther, BMW i Andretti Motorsport, 44. Pkt.
5. Lucas di Grassi, Audi Sport ABT Schaeffler, 38. Pkt.

Teamwertung nach 5 Rennen (Top-Five):

1. DS TECHEETAH, 98. Pkt.
2. BMW i Andretti Motorsport, 90. Pkt.
3. Panasonic Jaguar Racing, 66. Pkt.
4. Nissan e.dams, 57. Pkt.
5. Mercedes-Benz EQ, 56. Pkt.





Freitag, 28. Februar 2020

ITR-Test nach Hockenheim verlegt

  • Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien sorgt für Verlegung von Monza nach Deutschland
  • Mohaupt: „Sicherheit und Wohlergehen stehen an erster Stelle“
Foto: Jens Hawrda

Die DTM-Dachorganisation ITR hat den Austragungsort der offiziellen DTM-Testfahrten im März verlegt. Der Test war ursprünglich für den 16. bis 18. März im Autodromo Nazionale Monza nördlich von Mailand geplant. Er wird nun vom 16. bis 19. März auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg stattfinden.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung sind Sicherheitsbedenken wegen der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien. An der geplanten Austragung des DTM-Rennwochenendes in Monza vom 26. bis 28. Juni hält die ITR fest.

„Es wird immer offensichtlicher, dass die Ausbreitung und Eindämmung des Coronavirus das öffentliche Leben auf traurige und vielfältige Weise beeinträchtigt“, sagt ITR-Geschäftsführer Marcel Mohaupt. „Da die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten an erster Stelle unserer Überlegungen stehen, haben wir beschlossen, die Testfahrten vor der Saison an einen anderen Ort zu verlegen. Wir sind allen unseren Partnern in Monza und Hockenheim für ihre Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit sehr dankbar und freuen uns darauf, im Sommer Italien zu besuchen, wenn die DTM zum ersten Mal auf der legendären Rennstrecke von Monza zu Gast sein wird.“

Dienstag, 25. Februar 2020

Jake Hughes und Daniel Juncadella absolvieren Rookie-Test für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team

Das Mercedes-Benz EQ Formel E Team setzt beim Rookie-Test der ABB FIA Formel E Meisterschaft auf Jake Hughes und Daniel Juncadella

  • Rookie-Test am 1. März einen Tag nach dem Marrakesch E-Prix
  • Ian James: „Mit Jake und Dani haben wir eine gute Mischung aus einem aufstrebenden Youngster sowie einem erfahrenen Allrounder für den Rookie-Test gefunden.“
  • Jake Hughes: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich jetzt die Chance bekomme, herauszufinden, was ich im echten Auto kann.“
  • Daniel Juncadella: „Ich bin zuversichtlich, dass ich mit meiner bisherigen Erfahrung einen Beitrag für das Team leisten kann.“
Daniel Juncadella
Foto: Jens Hawrda

Gut eine Woche vor dem fünften Saisonrennen der ABB FIA Formel E Meisterschaft hat das Mercedes-Benz EQ Formel E Team seine Fahrerpaarung für den Rookie-Test der Serie in Marrakesch bekanntgegeben. Neben Jake Hughes nimmt Daniel Juncadella am 1. März im Auto Platz.

„Mit Jake und Dani haben wir eine gute Mischung aus einem aufstrebenden Youngster sowie einem erfahrenen Allrounder für den Rookie-Test gefunden“, sagte Teamchef Ian James. „Beide kennen das Team und dessen Arbeitsweise gut- Sie werden uns sicher im Verlauf des Testtages in Marrakesch mit gutem und wertvollem Feedback versorgen. Unsere Ingenieure sind bereits gespannt auf ihre Rückmeldung.“

„Ich bin sehr stolz darauf, dass ich beim Rookie-Test in Marrakesch für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team fahren darf“, sagte Jake. „Bisher habe ich das Team bei der Rennvorbereitung in Affalterbach im Simulator unterstützt. Ich habe sehr viel davon gelernt, wie das Team seine Debütsaison in einer so herausfordernden Rennserie wie der Formel E angeht. Ich freue mich sehr, meinen Teil zur Entwicklung und im Simulator beizutragen.“

„Umso glücklicher bin ich darüber, dass ich jetzt die Chance bekomme, herauszufinden, was ich im echten Auto kann“, fügte Jake an. „Beim Test möchte ich ihnen helfen, ihren Entwicklungsweg fortzusetzen und die Liste an Testaufgaben abzuhaken. Darauf bin ich wahnsinnig gespannt.“

„Ich freue mich sehr darauf, wieder am Steuer eines Formel-E-Autos zu sitzen“, sagte Daniel. „Ich bin zuversichtlich, dass ich mit meiner bisherigen Erfahrung einen Beitrag für das Team leisten kann. Ich kenne die Formel E bereits von Tests aus den vergangenen Jahren und habe in der Saison fünf als Test- und Ersatzfahrer von HWA RACELAB viel gelernt. Zudem ist es großartig, mit Mercedes-Benz zusammenzuarbeiten. Ich kenne das Team sehr gut und weiß, dass es viel Spaß macht, mit ihnen zu arbeiten!“

Der Rookie-Test findet einen Tag nach dem fünften Saisonlauf in Marrakesch statt, der am 29. Februar auf dem Circuit International Automobile Moulay El Hassan ausgetragen wird.

Über Jake Hughes

Jake Hughes ging in den vergangenen vier Jahren in der GP3 Serie (2016 und 2018), der FIA Formel-3-Europameisterschaft (2017) sowie der FIA Formel 3 Meisterschaft (2019) an den Start und konnte in jeder Saison mindestens ein Rennen gewinnen. In dieser Saison tritt der 25-jährige Brite wie im Vorjahr für HWA RACELAB in der FIA Formel 3 Meisterschaft an, in der er in Spielberg 2019 den ersten Sieg des Teams einfuhr.

Über Daniel Juncadella

Der 28-jährige Katalane trat zwischen 2013 und 2018 in 76 DTM-Rennen für das Mercedes-AMG DTM Team an. In dieser Zeit gelangen ihm unter anderem drei Pole Positions und sein erster Sieg 2018 in Brands Hatch. Bereits vor seinem DTM-Einstieg gewann er den Formel 3 Grand Prix in Macau, die FIA Formel 3 Europameisterschaft sowie die Formel 3 Euroserie mit Mercedes-Power im Heck seines Rennwagens.

Zwei Youngster testen für Audi in der Formel E

  • Kelvin van der Linde und Mattia Drudi starten bei Rookie-Test in Marrakesch
  • Wichtige Aufgaben bei einzigem Test während der aktuellen Saison
  • Drudi und van der Linde freuen sich „auf völlig neue Herausforderung“
Foto: Audi-Motorsport

Kelvin van der Linde und Mattia Drudi gehen für Audi beim Rookie-Test der Formel E in Marrakesch an den Start. Einen Tag nach dem fünften Saisonlauf der Serie am 29. Februar haben die beiden Youngster aus Südafrika und Italien einen Tag lang die Möglichkeit, Erfahrungen in der rein elektrischen Serie zu sammeln und gleichzeitig das Team Audi Sport ABT Schaeffler bei der Entwicklungsarbeit zu unterstützen.

Sowohl Kelvin van der Linde als auch Mattia Drudi gehören schon länger zur Audi-Familie – allerdings in einer anderen Disziplin. Der 21 Jahre alte Drudi gehört seit Februar 2019 zum Fahrerkader von Audi Sport customer racing und startete mit einem Audi R8 LMS unter anderem bei den 24 Stunden von Spa. Drudi hat die beiden Formel-E-Stammpiloten Daniel Abt und Lucas di Grassi schon in den vergangenen Monaten bei der Arbeit im Simulator unterstützt. Kelvin van der Linde (23) – seit 2015 im Kader von Audi Sport customer racing – hat mit Audi schon zweimal das ADAC GT Masters, die 24 Stunden auf dem Nürburgring sowie weitere Langstreckenrennen gewonnen.

„Der Test ist eine völlig neue Herausforderung, auf die ich mich extrem freue. Ich bin noch nie ein Formelauto gefahren, also gibt es jede Menge zu lernen, denn in der Formel E sind die Anforderungen an den Fahrer besonders komplex und vielfältiger als im GT-Sport“, sagt Kelvin van der Linde. „Ich verfolge die Serie schon lange und bemerke, wie sie auch im Zuge der Klimadiskussionen immer mehr Bedeutung bekommt. Obwohl ich aus Südafrika komme, wird es tatsächlich mein erster Besuch in einem anderen afrikanischen Land sein.“

Nach vielen Stunden in der virtuellen Welt geht es für Mattia Drudi jetzt ins „echte“ Formel-E-Leben. „Ich habe das Formel-E-Projekt bisher schon mit Einsätzen im Simulator unterstützt. Cool, jetzt auch an einem Rennwochenende zur Mannschaft von Audi gehören zu dürfen. Ich freue mich darauf, mit diesem Team zusammenzuarbeiten“, sagt Drudi. „Ich werde das ganze Wochenende dabei sein und bin schon gespannt, wie die ganzen Abläufe und die Atmosphäre vor Ort sind. Schon am Fernseher sehen die Rennen megaspannend und nach einer Menge Spaß für Fahrer und Zuschauer aus. Die Erfahrung im Rennauto wird mir sicher auch bei der Arbeit im Simulator helfen.“

Für das Team Audi Sport ABT Schaeffler, das am Vortag des Tests in Marrakesch mit seinen Stammpiloten Daniel Abt und Lucas di Grassi den fünften Saisonlauf der Formel E absolviert, bedeutet der Einsatz der beiden Rookies eine wertvolle Unterstützung. „Wir freuen uns sehr, Mattia und Kelvin in unseren Autos auf der Strecke zu haben. Sie waren beide schon im Simulator und werden sich gemeinsam mit unseren Ingenieuren auf den Test vorbereiten“, sagt Teamchef Allan McNish. „Sie werden viel Zeit im Auto bekommen – sogar mehr als Daniel und Lucas an einem ganzen Renntag. Dabei sollen sie ein Gefühl für die Formel E bekommen, uns aber gleichzeitig auch bei der Vorbereitung auf die nächsten Rennen unterstützen.“

Der Rookie-Test am Sonntag, 1. März 2020, ist in eine Vormittags- und eine Nachmittagssitzung unterteilt. Teilnehmen dürfen nur Piloten, die bisher noch kein Formel-E-Rennen absolviert haben und nicht im Besitz einer E-Lizenz sind.