Montag, 24. Februar 2020

BMW gibt Teamaufteilung für die DTM bekannt

Foto: Jens  Hawrda
Sechs starke Fahrer nehmen ihren Platz in den beiden BMW DTM Werksteams ein: Nach der Bekanntgabe der BMW Werksfahrer für die DTM-Saison 2020 wurden nun die genauen Trios bestätigt, die mit BMW Team RMG und BMW Team RBM nach Ruhm streben werden. BMW M Motorsport setzt in beiden Teams auf Kontinuität. Der zweifache DTM-Meister Marco Wittmann (GER) und Timo Glock (GER) bleiben mit Teamchef Stefan Reinhold (GER) im BMW Team RMG. Ihr neuer Teamkollege wird BMW Newcomer Lucas Auer (AUT) sein. Philipp Eng (AUT) und Sheldon van der Linde (RSA) fahren weiterhin für Bart Mampaey (BEL) und sein BMW Team RBM. Dazu kommt Jonathan Aberdein (RSA), der 2020 ebenfalls neu im BMW DTM-Kader ist.

Für den DTM-Team-Wettbewerb wird aus den beiden Mannschaften ein gemeinsames Team gebildet: Auer und Aberdein werden für das BMW Team RMR Punkte sammeln und sich die gleiche Garage teilen.

„Bei der Zuordnung unserer Fahrer zu den beiden Teams war es wichtig, die richtige Kombination aus Kontinuität, Veränderung, Wettbewerb und Teamwork zu finden“, sagte Jens Marquardt, Motorsportdirektor der BMW Group. „Die Zusammenarbeit zwischen unseren vier etablierten Fahrern und ihren Teams hat im vergangenen Jahr gut funktioniert. Jedes Team erhält jetzt einen unserer beiden Neuankömmlinge. Das gibt uns den gewünschten Effekt. Was hier zählt, ist die Leistung - mit anderen Worten, dass wir mit den Fahrern, dem BMW Team RMG und dem BMW Team RBM sowie unseren Ingenieuren ein starkes Team bilden. Alles in allem wird dieses Team enger zusammenarbeiten als in den Vorjahren. Das wird einer der Schlüsselfaktoren für jeden sportlichen Erfolg in dieser Saison sein. “

Neben den beiden BMW DTM Teams mit den sechs BMW Werksfahrern wird in der DTM-Saison 2020 erstmals ein Privatkundenteam einen siebten BMW M4 DTM fahren. Das privat betretene Auto des ART Grand Prix wird von Robert Kubica (POL) gefahren.

Alle Fahrer werden ihre Teams bei den offiziellen ITR-Tests vom 16. bis 18. März in Monza (ITA) begleiten, wo sie sich auf die kommende Saison vorbereiten werden. Die Eröffnungsrunde der Saison findet vom 24. bis 26. April in Zolder (BEL) statt.

BMW DTM Teams und Fahrer im Jahr 2020

BMW Team RMG:
Marco Wittmann
Timo Glock
Lucas Auer (für DTM Team Wettbewerb: BMW Team RMR)

BMW Team RBM:
Philipp Eng
Sheldon van der Linde
Jonathan Aberdein (für DTM-Teamwettbewerb: BMW Team RMR)

Privatkundenteam:

ART Grand Prix:
Robert Kubica

BMW DTM-Fahrer Lucas Auer testen den BMW iFE.20 in Marrakesch

Lucas Auer beim Formel-E Simulator Test
Foto: BMW-Motorsport
Beim Rookie-Test der ABB FIA Formel E-Meisterschaft, der am 1. März 2020 in Marrakesch (MAR) stattfinden wird, bietet BMW i Andretti Motorsport zwei Fahrern die Möglichkeit, sich mit dem BMW iFE.20 auseinanderzusetzen. BMW DTM-Fahrer Lucas Auer (AUT) wird am Steuer des vollelektrischen Formel-Autos debütieren, ebenso wie Andretti Autosport-Fahrer Kyle Kirkwood (USA).  Die beiden Fahrer haben bereits BMW Motorsport in München (GER) besucht, um sich auf ihren Test im Simulator vorzubereiten.

Auer nutzt die Zeit bis zu den offiziellen DTM-Testfahrten in Monza (ITA), wo er vom 16. bis 18. März die BMW M4 DTM zum ersten Mal hautnah erleben wird, um einen ersten Eindruck von der Formel E und zu bekommen der BMW iFE.20.  Der zweifache DTM-Champion Marco Wittmann (GER) hat im vergangenen Jahr einen vergleichbaren Test absolviert.

"Es versteht sich von selbst, dass meine oberste Priorität die DTM ist, und ich kann es kaum erwarten, in der BMW M4 DTM in Monza zum ersten Mal auf die Strecke zu fahren", sagte Auer. „Bis dahin ist der Formel-E-Test eine fantastische Gelegenheit, etwas völlig Neues für mich zu lernen. Die Vorbereitung im Simulator hat mich schon sehr neugierig gemacht. Ich bin gespannt, wie sich das Auto auf der Strecke in Marrakesch anfühlt.“

Der Rookie-Test findet am Tag nach dem E-Prix von Marrakesch statt, dem fünften Rennen der Formel-E-Saison. 

Donnerstag, 20. Februar 2020

Porsche reist nach Pole Position mit gemischten Gefühlen aus Mexiko ab

Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team hat beim Mexico City E-Prix nach der ersten Pole Position in seiner noch jungen Geschichte eine Punkteplatzierung im Rennen verpasst.

Neel Jani Porsche 99X Electric
Foto: Richard Pardon, Porsche Motorsport
Mit der schnellsten Runde in der Super Pole konnte sich André Lotterer (DE) den ersten Startplatz beim vierten Lauf der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft in Mexiko-Stadt (MX) sichern und für Porsche ein weiteres Highlight in der vollelektrischen Rennserie setzen. Er sicherte sich drei Zähler für die Fahrer-Meisterschaft.

Das Rennen selbst verlief dann unglücklich für Lotterer: Nachdem er am Start mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen hatte, wurde er eingangs der ersten Kurve vom späteren Rennsieger Mitch Evans (Jaguar Racing, NZ) touchiert und verlor drei Plätze. Weitere Zweikämpfe führten zu starken Beschädigungen an der Karosserie des Porsche 99X Electric und einem vorzeitigen Rennende.

Im zweiten Porsche 99X Electric mit der Startnummer 18 beendete Neel Jani (CH) das Rennen auf dem 14. Platz. Der Schweizer war nach dem Qualifying vom 14. Startplatz ins Rennen gegangen und konnte in der Anfangsphase einen Platz gutmachen, ehe er nach einer Durchfahrtsstrafe aufgrund eines technischen Regelverstoßes zurückfiel. Wie schon in den ersten beiden Saisonrennen in Diriyah (SA) landete Lotterer in der Fanboost-Abstimmung in den Top 5, konnte von der zusätzlichen Energie aber keinen Gebrauch machen.

In der Fahrerwertung liegt Lotterer auf Platz zehn, während Jani aktuell den 23. Platz einnimmt. Das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team belegt nach vier Rennen Platz neun in der Teamwertung. Der fünfte Lauf zur ABB FIA Formel-E-Meisterschaft 2019/2020 wird am 29. Februar 2020 in Marrakesch (MA) ausgetragen.

Stimmen der Piloten nach dem Rennen in Mexico:

Neel Jani (Porsche 99X Electric, #18): 
„Der Start lief eigentlich gut, obwohl ich auf der schmutzigen Seite war. Danach war ich in zahlreiche Zweikämpfe verwickelt und wurde mehrmals vorne und hinten getroffen. Es ist schade, dass dann noch eine Durchfahrtsstrafe gegen mich verhängt wurde. Sonst wäre nach vorn sicher noch etwas möglich gewesen. Ich bin froh, dass ich das Rennen beenden und weitere Erfahrung sammeln konnte. Die Pole Position von André hat gezeigt, was das Auto kann. Das stimmt uns zuversichtlich für Marrakesch.“

André Lotterer (Porsche 99X Electric, #36): 
„Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das ich mir gewünscht habe. Beim Start hatte ich mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen und wurde dann in der ersten Kurve von Mitch (Evans) getroffen. Dadurch habe ich ein paar Plätze verloren. Es war ein hartes Rennen mit vielen Zwischenfällen. Nach etlichen Kollisionen war mein Auto so stark beschädigt, dass ich letztlich aufgeben musste. In Marrakesch werde ich erneut angreifen.“

Dienstag, 18. Februar 2020

Ist Audi nach der Saison 2020 noch in der DTM ?

Foto: Jens Hawrda
Der Audi Vorstand wird in den nächsten Wochen über den Verbleib in der DTM entscheiden, ein paralleles Engagement in der DTM und der Formel-E gilt dabei aus Kostengründen für eher unwahrscheinlich. Wo dann der Stecker gezogen wird dürfte auf der Hand liegen, denn an der Beteiligung in der Formel-E wird das Unternehmen aus Marketinggründen wohl eher nicht rütteln, die Elektromobilität gilt für VW/Audi als Konzernstrategie.

Im April übernimmt zwar mit Markus Duesmann als neuen Vorstandsvorsitzender bei Audi der ehemalige Entwicklungsleiter des BMW-Sauber-Formel-1 Teams die Führung, das heißt aber nicht automatisch das das extrem kostenintensive Engagement in der DTM fortgesetzt wird, denn auch Duesmann steht eher der Formel-E positiv gegenüber.

Sollte sich nun Audi tatsächlich dazu entschließen die DTM zu verlassen, wäre das wohl ein Schlag von dem sich die Serie nicht mehr erhohlen wird.

Hoffen wir das es nicht so kommt, Gerhard Berger ist ja permanent auf der Suche nach neuen Herstellen. Aber ein Problem bleibt, die Serie ist einfach zu teuer, das schreckt potentielle Interessenten ab.

Precote Herberth Motorsport nimmt neuen Anlauf auf ADAC GT Masters-Titel

  • Porsche-Werksfahrer Sven Müller kehrt zurück
  • Team startet wieder mit der Startnummer #99 und im neuen Design
Precote Herberth Motorsport nimmt neuen Titelanlauf
Foto: Kenms Hawrda

Precote Herberth Motorsport nimmt im ADAC GT Masters wieder Anlauf auf den Titel. In der achten Saison in der "Liga der Supersportwagen" verstärkt sich das Team aus Oberbayern mit einem bekannten Gesicht. Porsche-Werksfahrer Sven Müller (28, Bingen am Rhein) kehrt zurück ins Team und teilt sich mit Stammfahrer Robert Renauer (34, Jedenhofen) den Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer #99. Die Saison des ADAC GT Masters beginnt vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben.

"Wir freuen uns sehr, dass Sven wieder zurück im Team ist", so Teamchef Alfred Renauer. "Gemeinsam haben wir schon einige Erfolge gefeiert. Daran wollen wir in der kommenden ADAC GT Masters-Saison anknüpfen und wieder Siege einfahren." Bereits in der Saison 2017 steuerten Renauer und Müller den Precote-Porsche in der "Liga der Supersportwagen". Am Ende landete das Duo mit einem Sieg und einem dritten Platz auf dem zwölften Gesamtrang. Darüber hinaus verstärkte der 28-jährige Müller die Mannschaft von Alfred und Robert Renauer mehrmals bei diversen Langstreckenrennen, unter anderem bei den 24 Stunden von Spa 2017 und den 24 Stunden von Barcelona 2019.

Zuletzt starteten die beiden Porsche-Piloten Anfang des Jahres 2020 gemeinsam bei den 24 Stunden von Dubai. "Wir sind mittlerweile ein gut eingespieltes Team. Ich freue mich sehr, dass wir nun wieder im ADAC GT Masters zusammen am Start stehen. Wir kommen auch abseits der Rennstrecke sehr gut miteinander aus, das macht die Arbeit um einiges leichter", erklärt Müller. In der Saison 2017 habe es einige Höhen, aber auch Tiefen gegeben. "Dort wollen wir ansetzen und weitere Erfolge feiern", so Müller.

Nachdem der Champion von 2018 in der vergangenen Saison 2019 die Startnummer 1 trug, kehrt der Rennstall der Renauer-Zwillinge wieder zur altbekannten #99 zurück. Außerdem dürfen sich die Fans auf ein neues Design für den Precote-Porsche freuen.