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| Arno Zensen (links) und Kimmo Liimatainen Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel |
Dienstag, 11. Februar 2020
Audi Sport Team Rosberg mit neuer Leitung
Audi will Erfolgsserie in Mexiko fortsetzen
- Formel E startet Samstag auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez
- Daniel Abt und Lucas di Grassi in Mexiko seit drei Jahren ungeschlagen
- Rennfahrer besuchen vor dem Rennen das Audi-Werk nahe der Hauptstadt
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| Lucas di Grassi, Audi e-tron FE06 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler) Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel |
Audi Sport ABT Schaeffler ist in Mexiko bisher erfolgreicher als jedes andere Formel-E-Team. Ein perfekter Ort also für Daniel Abt und Lucas di Grassi, um am kommenden Samstag (15. Februar) den ersten Sieg der sechsten Saison einzufahren. Die beiden Rennfahrer können dabei auf die Unterstützung der Fans bauen.
Das Rennen in Mexiko zählt zu den absoluten Höhepunkten im Kalender. Obwohl es die einzige echte permanente Rennstrecke der Saison ist, lieben die Fahrer den Kurs – besonders wegen der einzigartigen Atmosphäre in dem stadionähnlichen Abschnitt, wo sie den Jubel der enthusiastischen Fans sogar während des Rennens im Cockpit mitbekommen. Rund 40.000 Zuschauer verfolgen Jahr für Jahr das Gastspiel der rein elektrischen Rennserie auf den Tribünen.
Auch sportlich erwies sich der Kurs in der Vergangenheit als erfolgreiches Terrain für Audi Sport ABT Schaeffler. Nach einem spannenden Rennen und mit einem spektakulären Überholmanöver wenige Meter vor der Ziellinie sicherte sich Lucas di Grassi in der zurückliegenden Saison seinen zweiten Sieg nach 2017. Teamkollege Daniel Abt feierte 2018 in Mexiko seinen ersten Formel-E-Sieg überhaupt – ein prägendes Erlebnis, zu dessen Erinnerung sich der 27 Jahre alte Deutsche sogar einen mexikanischen Totenkopf als Erinnerungstattoo auf den Oberarm stechen ließ.
„Mexiko ist für mich ein besonderer Ort – nicht nur, weil ich dort meinen ersten Sieg gefeiert habe, sondern weil die Begeisterung der Menschen einfach jedes Jahr für eine fantastische Stimmung sorgt“, sagt Daniel Abt. „Ich nehme mir immer viel Zeit für die Fans und lasse mich ein bisschen von ihrer Euphorie tragen. Mein erster Pokal in dieser Saison ist überfällig und es wäre toll, das am Samstagnachmittag auf dem Podium in Mexiko feiern zu können.“
Was die Strecke angeht, werden die Karten in diesem Jahr für den fünften Auftritt der Formel E in Mexiko neu gemischt: Der Kurs ist um 25 Prozent verlängert worden, biegt nach den ersten beiden Kurven in einen völlig neuen Abschnitt ab. Die jetzt 2,606 Kilometer lange Strecke verspricht noch mehr Spannung und eine zusätzliche gute Überholmöglichkeit. Schon im Vorjahr war das Energiemanagement ein entscheidender Faktor und wird dieses Mal noch wichtiger sein.
„Das neue Layout bringt ein zusätzliches Spannungsmoment ins Spiel, denn es wird erneut wichtig sein, sich schnell auf die neue Strecke einzuschießen“, sagt Teamchef Allan McNish. „Gefühlt sind wir in den ersten drei Rennen ein wenig unter Wert geschlagen worden: Unsere Performance war zwar da, aber nach schwierigen Qualifyings haben wir zu wenig Zählbares mitgenommen. In Mexiko haben sich Team, Fahrer und Auto bisher immer sehr wohlgefühlt. Unser Ziel ist es, dort alles konzentriert zusammenzubringen und erfolgreich zu sein.“
Bevor es in den gewohnt komprimierten Renntag mit freien Trainings, Qualifying und Rennen innerhalb weniger Stunden geht, erfüllen Daniel Abt und Lucas di Grassi einen ganz besonderen Wunsch: Sie besuchen zwei Tage vor dem Rennen das Audi-Werk in San José Chiapa, vor den Toren Pueblas. Knapp 5.500 Mitarbeiter produzieren hier den Audi Q5 und den Audi SQ5. Auf dem Programm stehen neben einer Führung durch das Werk auch Gespräche und Fotos mit Mitarbeitern, Interviews und eine Autogrammstunde.
„Events in Mexiko sind ein Höhepunkt für jeden Rennfahrer – das war schon zu meiner Zeit mit Audi in der Sportwagen-WM so und hat sich mit der Formel E noch gesteigert“, sagt Lucas di Grassi. „Wenn ich an das Rennen in der vergangenen Saison denke, muss ich immer noch lächeln – so etwas erlebt man wahrscheinlich nur einmal, das war Adrenalin pur.“ Nach einem intensiven Zweikampf überholte di Grassi 2019 den lange führenden Pascal Wehrlein erst zehn Meter vor der Ziellinie mit einem tollen Manöver. Für das ganze Team der verdiente Triumph nach einem strategisch perfekten Rennen. „Wir wissen um unsere Stärke und wollen um den Sieg kämpfen – auch wenn es ja nicht unbedingt wieder so eng sein muss.“
Das Rennen in Mexiko startet Samstag um 16 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ) und führt wie gewohnt über 45 Minuten plus eine Runde. Das ZDF zeigt den Lauf im Livestream unter zdf.de. Wie immer überträgt auch Eurosport live. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden. Audi berichtet unter dem Namen AudiSport auf Twitter, Facebook und Instagram von der Formel E und aus Mexiko.
Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Sam Bird und Robin Frijns liegen nach den ersten drei Rennen in der Teamwertung auf Platz drei.
Montag, 10. Februar 2020
DTM: Zusätzlicher Test in Vallelunga vom 12.-14.02.2020
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| Foto: Jens Hawrda |
Vor dem offiziellen ITR-Test in Monza vom 16.-18. 03.2020 werden BMW und Audi noch einen privat organisierten Test in Vallelunga (Italien) durchführen.Der Test findet diese Woche vom 12.-14. Februar statt. Vor allen für BMW dürfte dieser Test seht wichtig sein, um den Rückstand zu Audi aufzuhohlen. Die Hersteller werden den Test mit jeweil einem Testträger absolvieren. Als Fahrer für BMW sind Phillip Eng und Timo Glock genannt, für Audi werden Mike Rockenfeller und Renè Rast testen.
Audi zeigt Studie für Formel-E-Auto der Zukunft
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| Audi e-tron FE07 Konzeptdesign Copyright: AUDI AG |
Simona De Silvestro: "Freue mich riesig auf das ADAC GT Masters"
- Schweizerin debütiert 2020 in der "Liga der Supersportwagen"
- De Silvestro: "Die härteste und coolste GT-Rennserie"
- 31-Jährige verfügt über Formel-1-, IndyCar- und Formel-E-Erfahrung
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| Die Schweizerin Simona De Silvestro startet 2020 in der ADAC GT-Master Foto: Porsche-Motorsport |
Sie gilt als eine der besten Rennfahrerinnen weltweit, fuhr schon beim Indy 500 und schnupperte Formel-1-Luft. In diesem Jahr bereichert die Schweizerin Simona De Silvestro (31) erstmals das ADAC GT Masters und will im Porsche 911 GT3 R des KÜS Team75 Bernhard auch in der "Liga der Supersportwagen" für Aufsehen sorgen. Ein Porträt der Porsche-Werksfahrerin.
Die 500 Meilen von Indianapolis, das Bathurst 1.000 in Australien oder Runden im Formel-1-Boliden - dies sind nur einige Highlights der bisherigen Karriere von Simona De Silvestro - alles Einsätze, von denen die meisten Rennfahrer träumen. Nach mehreren Jahren in den USA und Australien kehrt die Schweizerin nun wieder nach Europa zurück und wagt den Schritt in das ADAC GT Masters und in den GT3-Sport. Wie kam es dazu? "Ich habe Ende 2019 einen Vertrag mit Porsche unterschrieben und bin als Test- und Entwicklungsfahrerin in das Formel-E-Projekt involviert. Aber es war wichtig, dass ich auch Renneinsätze bekomme. Da das ADAC GT Masters sehr attraktiv ist und im Team von Timo Bernhard ein Platz frei war, hat sich das Ganze dann fast wie von selbst ergeben", erklärt De Silvestro. "Ich bin megahappy mit der Entscheidung, jetzt hier zu starten. Ich habe mit vielen anderen Fahrern über die Serie gesprochen, und alle sagen, dass es die härteste und coolste GT-Rennserie ist. Zudem bin ich in den vergangenen zwölf Jahren fast nur in Übersee gefahren, da macht es Spaß, wieder in Europa zu attackieren. Ich freue mich riesig darauf."
Den Schritt in die weite Motorsportwelt macht De Silvestro schon früh in ihrer Karriere. "Ich war schon als kleines Kind ein großer Rennsportfan", blickt sie zurück. "Mein Vater besitzt ein Autohaus und er hat immer Formel 1 geschaut. Ich war davon auch schnell fasziniert. Als ich sechs Jahre alt war, hat er mal eine Kart-Demonstration veranstaltet. Ich habe ihn danach immer damit genervt, dass ich auch mal fahren möchte. Ich bin dann schließlich zehn Jahre Kart gefahren und nach meiner ersten Saison im Formelsport hat es mich 2006 bereits in die USA verschlagen, weil ich einen amerikanischen Sponsor gefunden hatte."
Nach Siegen und Podestplätzen in der Formel BMW und Formel Atlantic werden schon bald IndyCar-Teams auf die schnelle Eidgenossin aufmerksam. Auch dort glänzt sie: 2010 wird sie beim Saisonhöhepunkt Indy 500 "Rookie of the Year" und erzielt einige Top-Fünf-Platzierungen. Als eine von nur drei Frauen in der Geschichte der Serie schafft sie es 2013 in Houston als Zweite sogar auf das Podium. Spätestens jetzt ist auch das Schweizer Formel-1-Team Sauber von ihrem Talent überzeugt und verpflichtet sie für 2014 als Testfahrerin. Zwar darf sie im Grand-Prix-Boliden Runden drehen, doch aus Budgetgründen scheitert das Projekt vorzeitig. "Das war für mich ein harter Einschnitt", gibt De Silvestro zu. "Denn die Formel 1 ist das, wohin eigentlich jeder möchte." De Silvestro kehrt danach kurz in die IndyCar-Serie zurück, ehe 2015 und 2016 mehrere Starts in der Formel E anstehen. Danach beginnt für sie ein neues Karriere-Kapitel: Das Ziel heißt jetzt Australien und die dortige V8-Supercars-Meisterschaft, die populärste Rennserie "down under". Die Schweizerin startet dort von 2017 bis 2019 und ist seit mehr als vier Jahrzehnten die erste Frau, die als Stammpilotin antritt.
"Wenn ich ein wenig zurückblicke, habe ich bisher im Motorsport wirklich coole Sachen erlebt. Fünf Mal in Indianapolis oder in Bathurst zu starten war schon toll", so die 31-Jährige. "Ich habe wirklich Glück gehabt, dass ich solche Events und andere Kulturen kennengelernt habe. Aber im Motorsport passieren so viele Dinge, man weiß nie, wohin die Reise geht. "
Nun steht in dieser Saison das ADAC GT Masters an, in dem sich De Silvestro im Team des zweifachen Langstrecken-Weltmeisters Timo Bernhard einen Porsche mit Serienroutinier Klaus Bachler (28/A) teilen wird. "Es wartet viel Neues auf mich", gibt sie zu. "Das wird sicher eine Challenge. Die Serie kenne ich nur aus dem Fernsehen, das Auto und die Pirelli-Reifen sind neu und bis auf Hockenheim und Zandvoort sind auch die Strecken für mich Neuland." Die bisherige GT3-Erfahrung der Rennfahrerin aus Thun ist überschaubar: 2018 startete sie in einem Acura bei den 24 Stunden von Daytona. "Natürlich waren damals das Auto und die Reifen ganz anders als heute", sagt De Silvestro. "Aber ich habe dabei bereits das Renn-ABS kennengelernt, was ich bis dahin von anderen Rennwagen nicht kannte. Es ist gut, dass ich damit schon etwas Erfahrung gesammelt habe. Ich muss nicht bei ganz null anfangen und weiß schon, worauf ich aufpassen muss. Wir werden mit dem KÜS Team75 Bernhard bald das erste Mal testen gehen. Ich bin schon sehr gespannt. Aber ich bin sicher, dass es mega Spaß machen wird."
De Silvestro vertraut bei ihrem Lernprozess auch auf ihren Teamchef und seine Mannschaft: "Ich habe ein gutes Team um mich und mit Timo einen idealen Lehrmeister. Ich habe Leute um mich, die sich auskennen und viel Erfahrung besitzen. Klaus Bachler kenne ich auch bereits und wir verstehen uns gut. Ich bin also in besten Händen."
Den Saisonauftakt in Oschersleben Ende April kann sie kaum erwarten: "Das wird sicher ein Highlight. Man kann sich natürlich umfangreich vorbereiten, aber dann geht es endlich los und man weiß, wo man steht und woran man noch arbeiten muss, um sich weiter zu verbessern."
Was ihre Saisonziele angeht, hält sich De Silvestro noch bedeckt: "Druck ist schon da, denn natürlich schaut Porsche darauf, was ich mache. Aber es ist momentan noch schwierig zu sagen, welche Resultate möglich sind. Wir haben bisher noch nicht einmal einen Test absolviert und die Konkurrenz kenne ich auch nicht. Nach dem ersten Test wissen wir sicher mehr. Ich möchte an allen Rennwochenenden natürlich das möglichst Beste rausholen. Wenn wir alles richtig machen, haben wir mit dem Auto und Klaus als Teamkollegen ein Paket mit guten Chancen auf vordere Platzierungen."
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