Donnerstag, 12. Dezember 2019

ADAC TCR Germany startet 2020 in die fünfte Saison

  • Nennungen für Saison 2020 ab sofort möglich, Früheinschreibung bis 31. Januar 
  • Fahrer kämpfen 2020 um Preisgeldtopf von rund 180.000 Euro
Foto: Jens Hawrda
Die Vorbereitungen für die fünfte Saison der ADAC TCR Germany laufen: Ab sofort können sich interessierte Teams für die Saison 2020 der ADAC TCR Germany einschreiben. Auf die Teilnehmer warten im kommenden Jahr 14 Rennen bei allen sieben Veranstaltungen des ADAC GT Masters in Deutschland, Tschechien, Österreich und den Niederlanden sowie ein größerer Preisgeldtopf in Höhe von rund 180.000 Euro. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April 2020 in der Motorsport Arena Oschersleben.

Die Tourenwagenserie des ADAC fährt seit ihrer Premierensaison 2016 im Rahmen des ADAC GT Masters - das wird auch 2020 so sein. Nach dem Saisonstart bei Magdeburg folgen die Stationen Most/Tschechien, Red Bull Ring/Österreich, Nürburgring, Zandvoort/Niederlande und Hockenheimring. Das Finale findet erneut am Sachsenring statt, diesmal am Wochenende vom 2. bis 4. Oktober. An jedem Rennwochenende werden zwei Läufe gefahren, in der zweiten Saison in Folge startet die ADAC TCR Germany auf Reifen von Exklusiv-Reifenpartner Yokohama.

Die mediale Berichterstattung um die ADAC TCR Germany wird im kommenden Jahr ausgebaut. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany auch in der fünften Saison im TV. Online sind die Läufe im Livestream weiterhin auf verschiedenen digitalen Kanälen zu sehen.

Interessierte Teams können sich ab sofort online auf adac.de/motorsport anmelden. Teilnehmer, die sich frühzeitig für eine Teilnahme entscheiden, und bis zum 31. Januar nennen, profitieren von attraktiven Konditionen. Nennschluss ist am 13. März 2020.

Besonders attraktiv ist die ADAC TCR Germany auch für Nachwuchstalente. Im kommenden Jahr geht die Nachwuchswertung Honda Junior Challenge in die nächste Runde, bei der es eine besondere Prämie gibt. Der Sieger oder die Siegerin darf sich über einen neuen Honda Civic freuen. In der vergangenen Saison hatte Michelle Halder diesen Preis abgeräumt, im Jahr zuvor der amtierende ADAC TCR Germany-Champion Max Hesse. 

Termine ADAC TCR Germany 2020 (Änderungen vorbehalten)

24. - 26.04.2020 Motorsport Arena Oschersleben
15. - 17.05.2020 Autodrom Most (CZ)
05. - 07.06.2020 Red Bull Ring (A)
14. - 16.08.2020 Nürburgring*
21. - 23.08.2020 Circuit Zandvoort (NL)
18. - 20.09.2020 Hockenheim
02. - 04.10.2020

Sachsenring*
* = vorbehaltlich Vereinbarung mit dem Veranstalter

Mittwoch, 11. Dezember 2019

DTM-Test in Südspanien: Robert Kubica geht im BMW M4 DTM in Jerez de la Frontera auf die Strecke

Bei den DTM Young Driver Tests 2019 in Jerez de la Frontera (ESP) nimmt ein bekannter Fahrer, nämlich Robert Kubica (POL), seinen Platz am Steuer des BMW M4 DTM ein. Der 34-Jährige ist eng mit BMW verbunden, der seine ersten Jahre in der Formel 1 von 2006 bis 2009 mit dem BMW Sauber F1 Team verbracht hat. Kubica kehrt nun zu BMW Motorsport zurück, um einen DTM-Rennwagen zu testen.
Robert Kubica testet in Jerenz für BMW
Foto: BMW-Motoersport
Nick Yelloly (GBR) wird neben Kubica auch am Jerez de la Frontera-Test für BMW Motorsport teilnehmen. Der 29-Jährige wurde in dieser Saison BMW Werksfahrer und holte mit einem BMW M6 GT3 des FIST-Teams AAI seinen ersten Titel in der China GT Championship.

„Wir freuen uns, Robert Kubica die Möglichkeit zu geben, am Jerez-Test teilzunehmen“, sagte Jens Marquardt, Motorsportdirektor der BMW Group. „Robert ist ein großer Name in der internationalen Motorsportszene und verfügt über viel Erfahrung in hochklassigen Serien wie der Formel 1. Wir sind jetzt sehr gespannt, wie er sich in seinem Test am Steuer eines Tourenwagens schlägt - unserer BMW M4 DTM. Nick Yelloly hat auch seinen Einsatz in Jerez nach seinem Titelgewinn in China mehr als verdient. “

„Ich möchte mich bei BMW Motorsport für die Gelegenheit bedanken, mit dem BMW M4 DTM in Jerez zu testen“, sagte Kubica. „Ich freue mich schon sehr auf den Test und das Kennenlernen des DTM-Rennwagens mit Turbomotor. Ich kann mir eine Zukunft in der DTM gut vorstellen. Ich bin auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, und die DTM ist mit Sicherheit genau das. Die Serie hat ein erstklassiges Feld und der Standard des Fahrens ist extrem hoch. Wir müssen jedoch erst abwarten, wie ich beim Test zurechtkomme. “

"Ich freue mich sehr darauf, es im BMW M4 DTM wieder auf die Strecke zu bringen", sagte Yelloly. „Ich kenne das Auto vom letzten Jahr aus einem früheren Test und muss sagen, dass es einfach so ein tolles Rennauto ist. Aber ich bin den neuen BMW M4 DTM noch nicht mit Turbomotor gefahren und freue mich sehr darauf, die neue Generation des DTM-Autos mit der zusätzlichen Turboleistung auszuprobieren. Ich bin BMW Motorsport sehr dankbar, dass er mir die Gelegenheit gegeben hat und ich kann es kaum erwarten, mich ans Steuer zu setzen. “

Der Test in Jerez de la Frontera findet vom 10. bis 13. Dezember statt.

Rookies und Routiniers testen Meisterauto Audi RS 5 DTM

Foto: Jens Hawrda
Sechs Fahrer testen vom 11. bis 13. Dezember in Jerez de la Frontera den Audi RS 5 DTM. In Spanien erstmals am Lenkrad des aktuellen Meisterautos, das 2019 zwölf der 18 Rennen und alle drei möglichen DTM-Titel gewann: Edward Jones, Robin Rogalski und Fabio Scherer. Edward Jones (24) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bestritt in der abgelaufenen Saison die IndyCar Series. Der erst 19 Jahre alte Robin Rogalski aus Deutschland gewann in einem Audi R8 LMS GT4 den Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup 2019. Der Schweizer Fabio Scherer (20) trat in der erstmals veranstalteten FIA Formel-3-Meisterschaft an. Neben den drei DTM-Rookies fahren den Audi RS 5 DTM in Jerez zwei routinierte Werkspiloten: DTM-Champion René Rast (33/Deutschland) und Vizemeister Nico Müller (27/Schweiz). Außerdem der 2019 in einem Kundenfahrzeug des WRT Team Audi Sport erstmals in der DTM eingesetzte Jonathan Aberdein (21/Südafrika).

DTM: WRT-Audi bestätigt Fahrer für die Saison 2020

Im Rahmen des Young-Driver-Tests in Jerez gab das Audi Kundenteam seine Fahrer für die DTM-Saison 2020 bekannt und sorgte für eine Überraschung. Mit der Neuverpflichtung  des IndyCar Piloten Ed Jones aus den Vereinigten Emiraten und des Schweizer Formel 3 Piloten Fabio Scherer setzt WRT wieder auf neue Gesichter. Damit trennt man sich bei WRT von den bisherigen Stammpiloten Jonathan Aberdein und Pietro Fittipaldi, die beide in der Saison 2019 durchaus erfolgreich für die belgische Truppe um Vincent Vosse  unterwegs waren.
Fabio Scherer
Fotoquelle: w-racingteam.com

Fabio Scherer (20) ist ein vielversprechender Nachwuchstalent aus dem schweizerischen Kanton Obwalden. Er  hat in den letzten beiden Saisons an der FIA F.3-Europameisterschaft teilgenommen, nachdem er die Formel 4 absolviert hatte und drei Saisonrennen in Deutschland absolviert hatte. 
Ed Jones
Fotoquelle: w-racingteam.com
Ed Jones (24), Sohn von britischen Eltern, geboren in Dubai , fuhr in der Renault-Serie, bevor er in die Formel 3 aufstieg und 2013 den Euroformula Open-Titel gewann. Anschließend startete er eine erfolgreiche Karriere in den USA und wurde Indy Lights-Champion In den Jahren 2017 bis 2019 und er fuhr er in der IndyCar, wo er 2017 beim Indy 500 auf dem Podium stand (3. Platz ).

Vincent Vosse: „Wir freuen uns sehr, im Team Fabio und Ed zwei junge Fahrer begrüßen zu dürfen, die sich bereits bewährt haben und in der DTM die richtige Serie für ihre berufliche Entwicklung sehen. Einmal mehr geben wir jungen Talenten eine Chance, was einer unserer Grundprinzipien ist. Ich bin überzeugt, dass Fabio und Ed in unserer entscheidenden zweiten Saison in der DTM viel zum Wachstum des WRT-Teams Audi Sport beitragen werden. “

Fabio Scherer: „Es ist eine große Freude, mit dem WRT Team Audi Sport an der DTM 2020 teilzunehmen. Außerdem ist ein Traum in Erfüllung gegangen, denn ich glaube, es gibt nichts Höheres als die DTM! Es ist erstaunlich, diese Möglichkeit zu haben, und ich danke allen, die dies ermöglicht haben. Ich freue mich sehr auf 2020, bin sehr aufgeregt und denke, wir können viel erreichen. “

Ed Jones: „Ich freue mich darauf, im Jahr 2020 zum WRT Team Audi Sport und zur DTM zu gehören. Dies ist eine Serie, die ich in der Vergangenheit sehr ansprechend, mit hochrangigen Wettbewerben und großartigen Rennen verfolgt habe. Ich freue mich darauf, mit einem so großartigen Team um mich herum loszulegen. Audi hat im vergangenen Jahr den Titel gewonnen, WRT hat eine großartige erste Saison hinter sich, und jetzt ist es das Ziel, auf dem Podium zu stehen, und wenn alles gut läuft, einen Sieg anzustreben. Ich weiß, dass es schwierig werden wird, aber wir haben alles, um zu wachsen und gute Leistungen zu erbringen. “

Champion Max Hesse im Interview: "Voller Fokus auf Motorsport"

  • Der 18-Jährige strebt eine Karriere im professionellen Motorsport an
  • Hesse über den Titel: "Der größte Erfolg meiner Karriere"

Max Hesse TCR Germany Meister 2019
Foto: ADAC-Motorsport
2018 war er Sieger der Honda Junior Challenge, 2019 ließ Max Hesse den Meistertitel in der ADAC TCR Germany folgen, als Krönung der Saison wurde er Anfang November zum ADAC Junior Motorsportler des Jahres gewählt. Der 18-Jährige peilt eine Karriere im professionellen Motorsport an. Hesse lässt die Saison nochmals Revue passieren und wagt einen Ausblick auf 2020.

Einige Wochen sind seit deinem Titelgewinn vergangen. Kannst du dich noch an das letzte Saisonrennen auf dem Sachsenring in allen Details erinnern?
Max Hesse: Ja, absolut. Ich spiele das Rennen auch manchmal noch in meinem Kopf durch. Aber ich muss sagen: In der Woche darauf war es mehr, da wurde man ständig darauf angesprochen. Ich erinnere mich gerne an das Rennen, was da alles passiert ist, wie spannend und aufregend das Ganze war. Aber nun denke ich natürlich schon an 2020 und schaue, was das nächste Jahr bringt.

Wie ist die Saison aus deiner Sicht verlaufen?
Der Saisonverlauf war natürlich wechselhaft, obwohl man eigentlich sagen muss, dass wir nur ein schwaches Wochenende hatten und das auch noch einigermaßen ging. Wir hatten eigentlich zwei Einzelresultate, bzw. drei Einzelresultate mit Sachsenring Rennen eins, welche die Saison wechselhaft gemacht haben. Sonst waren wir immer in den Top-5 und vorn dabei. Aber auch der Anfang war überhaupt nicht schlecht mit zweimal Podium in Oschersleben und einmal Platz 2 und Platz 5 in Most. Zum Red Bull Ring sind wir mit 12 Punkten Rückstand gefahren, also da war alles im grünen Bereich.

Gab es einen Knackpunkt oder ein Schlüsselerlebnis im Laufe der Saison?
Wir hatten einen Durchhänger am Red Bull Ring aufgrund technischer Probleme, die wir aber zum Glück schnell lösen konnten. Von da an hatten wir einen Super-Speed und konnten vier Rennen gewinnen. Das war auch ein wenig die Kehrtwende. Der ausschlaggebende Punkt kam in der Sommerpause, da hatten wir nochmal einen Test und konnten einiges ausprobieren. Wir haben mit Gabriele Tarquini zusammen viel Erfahrung gesammelt. Der Sachsenring war natürlich ein Herzschlagfinale, gerade mit der letzten Runde. Es war super schwierig, wir konnten das alles aber gut meistern und sind happy, dass wir Meister geworden sind.

Wie hast du den Titelkampf erlebt?
Die Konkurrenzsituation hat sich über die Saison mehrfach geändert. Am Anfang dachten alle, dass Mike Halder derjenige ist, der zu schlagen ist. Hari Proczyk hatte die ersten beiden Wochenenden noch sehr zu kämpfen, war aber ab dem Wochenende am Red Bull Ring super stark. Antti Buri war sehr schwer einzuschätzen. Meiner Meinung nach ist er in den Trainings und im Qualifying immer mit angezogener Handbremse gefahren, aber dafür war er sonntags immer sehr stark und hat es taktisch sehr schlau gemacht. Er hat uns samstags um die Punkte kämpfen lassen und es sich sonntags dann durch den Reverse-Grid in Anführungszeichen sehr einfach gemacht. Das war taktisch richtig schlau von ihm. Antti war nicht unbedingt immer der Schnellste, hat aber am konstantesten seine Leistung abgerufen. Auch nach einem schlechten Start, oder einer schlechten ersten Runde, war er am Ende des Rennens dennoch immer da.

Wie ordnest du den Titelgewinn ein?
Das ist mein größter Erfolg im Motorsport. Mir ist mittlerweile absolut bewusst, was ich da erreicht habe.

Zu welchem Zeitpunkt im Laufe der Saison wusstest du, dass es etwas werden kann mit dem Titel?
Von Anfang an waren wir stark, konnten aber irgendwie noch nicht gewinnen, weil immer wieder verschiedene Kleinigkeiten nicht gepasst haben. Die Sommerpause haben wir super genutzt, haben uns alle zusammengesetzt und geschaut, woran es liegen könnte. Dann haben wir getestet, dabei haben wir noch zusätzliche Performance gefunden und etwas mehr Pace. Von da an ging es dann. Ab Zandvoort war es ein ganz anderes Auftreten, ein ganz anderes Fahren.

Du bist als ADAC Junior Motorsportler des Jahres ausgezeichnet worden, was bedeutet dir das?
Ich habe nicht mit dieser Auszeichnung gerechnet, für mich war das eine große Überraschung, die mich sehr freut. Die Auszeichnung als ADAC Junior Motorsportler des Jahres ist eine große Ehre, auch wenn man auf die bisherigen Preisträger blickt, wie Mick Schumacher im vergangenen Jahr.

Wie geht's weiter in 2020?
Ideen und Wünsche hat man immer. Natürlich verfolgen wir auch einen Plan, wohin wir wollen und wie das aussehen soll. Aber aktuell ist noch nichts fix. Es gibt mehrere Optionen, vielleicht entwickelt sich eine Tendenz, wo es hingehen kann - aber aktuell ist noch nichts entschieden und es sind noch viele Sachen offen.

Wie viel Zeit nimmt der Motorsport in deinem Alltag ein?
Ich konzentriere mich derzeit voll auf den Motorsport, darauf liegt mein voller Fokus. Ich bin noch jung, jobbe nebenbei, um gut über die Runden zu kommen. Ich bin als Teilzeitkraft aktiv. Wenn ich merke, dass es nach einer bestimmten Zeit nicht klappt, werde ich meine Ausbildung auch nachholen.

Gibst du dir selbst ein Zeitfenster vor?
Die nächsten drei Jahre möchte ich mir die Zeit nehmen. Ich denke, nur so kann man es schaffen. Ich versuche, nichts mit halber Kraft zu machen, entweder ganz oder gar nicht. Das ist mir wichtig. Ich bin gerade 18 Jahre - es ist kein Problem, wenn man mit 21 nochmal eine Ausbildung anfängt. Aber jetzt verfolge ich einfach meinen Traum.