Montag, 2. Dezember 2019

Audi-Kundenteam gewinnt Formel-E-Saisonauftakt

  • Schwieriger Start für Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler
  • Envision Virgin Racing holt ersten Sieg für Audi e-tron FE06
Sam Bird, Audi e-tron FE06 #02 (Envision Virgin Racing)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Sam Bird hat mit seinem Team Envision Virgin Racing beim Saisonauftakt der neuen Formel-E-Saison den Debütsieg für den Audi e-tron FE06 geholt. Daniel Abt und Lucas di Grassi aus dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler erwischten einen schwierigen Start und blieben in Diriyah ohne Punkte. Schon morgen haben sie eine neue Chance: Ab 15 Uhr (MEZ) wird vor den Toren Riads das nächste Rennen ausgetragen.

Mit einem spannenden und von viel Taktik geprägten Rennen hat am Freitag in Diriyah die neue Saison der Formel E begonnen. Das Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler mit Daniel Abt und Lucas di Grassi blieb zum ersten Mal seit Gründung der Serie bei einem Saisonauftakt ohne Punkte. Das deutsch-brasilianische Duo musste wegen seiner guten Meisterschaftspositionen der Vorsaison in den ersten beiden Qualifying-Gruppen auf die noch sehr staubige Strecke und erreichte lediglich die Startplätze 15 und 19.

Im Rennen machte di Grassi sechs Ränge gut und wurde 13. Auch Daniel Abt war auf dem Weg nach vorn, als er von einem Konkurrenten touchiert wurde, wodurch sein Frontflügel beschädigt wurde und er in die Mauer rutschte. Ihm bleibt statt Punkten lediglich die schnellste Rennrunde als kleines persönliches Highlight. Das erste von insgesamt 14 Rennen auf fünf Kontinenten und in neun Hauptstädten gewann das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem neu entwickelten Audi e-tron FE06.

„Wir hätten uns heute natürlich einen anderen Saisonstart für Daniel und Lucas gewünscht“, sagt Teamchef Allan McNish. „Beide mussten aufgrund ihrer guten Vorsaison in den ersten beiden Gruppen ins Zeittraining gehen. Aus der schwierigen Ausgangsposition haben sie dann das Beste gemacht, blieben aber dennoch ohne Punkte. Wir werden jetzt hart arbeiten, denn morgen ist ein neuer Renntag und wir sind alle hochmotiviert, schnell zurückzuschlagen.“

Freitag, 29. November 2019

DTM Trophy: Attraktives Preisgeld und exklusiver Reifenpartner

  • 150.000 Euro Preisgeld für die Top 3 der Gesamtwertung
  • Nachwuchsförderung: DTM-Testfahrt für den besten Junior
  • Hankook Tire wird offizieller Reifenausrüster der neuen Rennserie
Foto: Jens Hawrda

Ein attraktiver Preisgeld-Topf, eine DTM-Testfahrt für den besten Juniorfahrer und Hankook Tire als exklusiver Reifenpartner – die neue DTM Trophy setzt Maßstäbe im seriennahen GT-Sport. Die DTM-Dachorganisation ITR als Ausrichter der neuen Rennserie für Junioren, Profis und Amateure, die ab 2020 im Rahmenprogramm der europäischen Tourenwagen-Serie fahren wird, hat am Freitag weitere Informationen zur DTM Trophy bekannt gegeben. Es locken außergewöhnliche Preise: An die drei bestplatzierten Fahrer der Gesamtwertung wird nach Saisonende insgesamt 150.000 Euro an Preisgeld ausgeschüttet. Der Gesamtsieger erhält 75.000 Euro, der Zweitplatzierte 50.000 Euro und für Platz drei gibt es 25.000 Euro.

Der Gewinner der Junior-Wertung für Fahrer und Fahrerinnen unter 22 Jahren darf sich zudem über einen Preis freuen, der mit Geld kaum zu bezahlen ist: eine Testfahrt mit einem DTM-Auto nach Saisonende 2020. Damit haben junge Talente in der DTM Trophy nicht nur die Möglichkeit, auf großer Bühne im Umfeld bedeutender Teams und Hersteller ihr Können zu beweisen. Vorläufiger Höhepunkt der Nachwuchsförderung auf der DTM-Plattform ist dann die Testfahrt für den Sieger der Junior-Wertung.

Verlässlicher Partner: Hankook rüstet auch DTM Trophy aus

Als exklusiver Reifenpartner der DTM Trophy steht Hankook Tire fest. Der Premium-Reifenhersteller und die ITR haben sich auf einen entsprechenden Vertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren verständigt. Das koreanische Unternehmen stattet bereits seit 2011 alle DTM-Teams mit Reifen aus und war zuletzt auch beim SUPER GT x DTM Dream Race, der gemeinsamen Rennveranstaltung der japanischen SUPER-GT-Serie und der DTM in Fuji, exklusiver Reifenpartner aller Teilnehmer.

Die Kooperation mit Hankook ist Teil des Angebots der ITR für alle eingeschriebenen Teilnehmer der DTM Trophy, denn die Teams erhalten die Reifen in der Saison 2020 kostenlos. Der Vertrag sieht vor, dass Hankook Branding-Flächen auf allen Fahrzeugen sowie auf den Overalls von Fahrern und Teammitgliedern der DTM Trophy erhält. Zudem werden jeweils die drei erstplatzierten Fahrer der Rennen bei den Siegerehrungen Hankook-Mützen tragen.

ITR-Geschäftsführer Kostron: „Einzigartige Anreize“

„Zu einem attraktiven Paket für ambitionierte Nachwuchsfahrer und Rennsport-Profis gleichermaßen gehören begehrenswerte Preise. Die Preisgelder für die Top 3 der Gesamtwertung sowie die Chance auf eine DTM-Testfahrt für den besten Junior stellen einzigartige Anreize dar“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. „Wir freuen uns zudem sehr, unseren langjährigen Partner Hankook auch für unsere neue Support-Rennserie gewonnen zu haben. Alle Teilnehmer in der DTM Trophy erhalten somit nicht nur absolut hochwertiges Material für sicheren und attraktiven Motorsport, sondern auch den gewohnt guten Hankook-Service an der Rennstrecke.“

„Als langjähriger DTM-Partner war es für uns nur logisch, unsere gemeinsame und erfolgreiche Zusammenarbeit auch in der DTM Trophy fortzuführen“, sagt Manfred Sandbichler, Motorsport Director Hankook Tire Europe. „Als Reifenpartner weltweit ausgetragener GT-Serien bringen wir für diese Serie die nötige Expertise mit und freuen uns schon auf die zusätzlichen Aufgaben an den DTM-Wochenenden. Und die DTM-Fans können sich auf noch mehr spektakulären Motorsport an den Wochenenden freuen.“

Einschreibung für interessierte Teams bereits eröffnet

Die DTM Trophy für seriennahe GT-Rennfahrzeuge mit Heckantrieb startet 2020 an sieben Wochenenden im Rahmenprogramm der DTM. Ähnlich wie in der DTM wird es in der Serie pro Rennwochenende freitags zwei freie Trainings geben sowie am Samstag und Sonntag jeweils ein 20-minütiges Qualifikationstraining und ein Rennen über 30 Minuten. Fahrerwechsel gibt es nicht.

Interessierte Teams können sich seit dem 6. November offiziell bei der ITR einschreiben. Ende der Einschreibungsfrist ist der 11. März 2020. Die Einschreibegebühr beträgt 27.000 Euro zzgl. USt. pro Teilnehmer – wobei neben den Hankook-Reifen auch der Kraftstoff den Teilnehmern bei allen offiziellen Veranstaltungen der DTM Trophy kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Das gilt nicht nur für alle Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM 2020, sondern würde auch mögliche, durch die ITR ausgerichtete Testfahrten vor Saisonbeginn umfassen. Weitere Informationen zur Einschreibung gibt es unter https://www.dtm.com/de/dtm-trophy.

DTM Trophy bei sieben von zehn DTM-Events im Rahmenprogramm

Zur Teilnahme an der DTM Trophy sind Fahrer und Teams mit seriennahen GT-Rennfahrzeugen der FIA-Gruppen E2-SH und E2-SC aller Hersteller berechtigt. Nahezu jede im Motorsport vertretene Marke verfügt in ihrem Portfolio über ein entsprechendes, zwischen 400 und 500 PS starkes GT-Auto, allen voran die in der DTM vertretenen Hersteller Audi, BMW und Aston Martin, aber auch Marken wie Mercedes-AMG, Porsche, McLaren, Ford, Chevrolet, Lotus, Jaguar, Toyota und Nissan.

In ihrer Debütsaison wird die DTM Trophy an sieben Rennwochenenden im Rahmenprogramm der DTM ausgetragen: Zolder (24.–26. April), Lausitzring (15.–17. Mai), Anderstorp (12.–14. Juni), Norisring (10.–12. Juli), Assen (4.–6. September), Nürburgring (11.–13. September) und Hockenheimring (2.–4. Oktober).

Montag, 25. November 2019

Audi-Pilot Tréluyer glänzt beim Comeback am Samstag

  • Franzose beim „Dream Race“ in Fuji am Samstag bester Fahrer eines DTM-Autos
  • Spektakuläres erstes gemeinsames Rennen der DTM und der SUPER GT
  • DTM-Champion René Rast begeistert Fans mit Aufholjagd
Benoît Tréluyer - Bester Audi-Pilot am Samstag in Fuji
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Überraschung beim „Dream Race“ in Fuji (Japan): Im turbulenten ersten gemeinsamen Rennen der DTM und der japanischen SUPER-GT-Meisterschaft war Benoît Tréluyer am Samstag auf Platz sechs bester Audi-Pilot.

Der Franzose profitierte bei seinem ersten Rennen mit dem Audi RS 5 DTM von einer späten Safety-Car-Phase. Mit den frischesten Reifen im Feld machte Tréluyer nach dem Restart mehrere Positionen gut und überquerte die Ziellinie als bestplatzierter Fahrer eines DTM-Autos.

„Das hat heute jede Menge Spaß gemacht“, schwärmte der Le-Mans-Sieger und Langstreckenweltmeister, der in Fuji mit Unterstützung von Audi Japan und Hitotsuyama Racing für das Audi-Kundenteam WRT Team Audi Sport startet. „Ich habe mein erstes Rennen mit dem Audi RS 5 DTM extrem genossen – vor allem natürlich die letzten Runden nach dem Restart, da waren wir richtig schnell. Ein solches Ergebnis hätte ich bei meinem Comeback nach drei Jahren Pause nicht erwartet. Unheimlich leid tut es mir, dass ich ‚Rocky‘ nach dem Restart im Getümmel berührt und umgedreht habe. Er hat mich nicht gesehen und ich hatte einfach keinen Platz zum Ausweichen.“

René Rast kämpfte sich mit dem Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Rosberg nach einem schwierigen Qualifying vom 13. Startplatz in die Top Sechs nach vorn und begeisterte die vielen japanischen Fans an der Rennstrecke bei seiner Aufholjagd mit spektakulären Zweikämpfen. In der Schlussphase fiel der Deutsche mit nachlassenden Reifen auf Platz acht zurück.

Mit Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Abt Sportsline auf Rang 13 stellte Audi am Samstag trotz der Kollision mit Tréluyer auch den drittbesten Fahrer der DTM-Abordnung.

Loïc Duval vom Audi Sport Team Phoenix glänzte im Qualifying im Regen mit der zweitschnellsten Zeit. Der Franzose rutschte auf dem Weg zur Startaufstellung jedoch von der feuchten Strecke. Dabei wurde sein Auto so stark beschädigt, dass ein Platz in der ersten Startreihe leer blieb. Für das zweite Rennen am Sonntag (Start um 14.30 Uhr Ortszeit/6.30 Uhr MEZ) ist sein Audi RS 5 DTM wieder einsatzbereit.

„Das war ein turbulentes und spannendes Rennen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Leider waren wir heute nicht in der Lage, um den Sieg mitzukämpfen. Dafür waren die SUPER-GT-Autos einfach einen Tick zu schnell und hatten auch noch einen geringeren Reifenverschleiß. Das hat es für uns schwierig gemacht. Trotzdem haben wir die DTM-interne Wertung gewonnen und viele spannende Duelle gesehen – ganz besonders am Ende nach dem Safety-Car. Für Ben (Tréluyer) freue ich mich sehr. Er hat seinen Reifenvorteil am Schluss ausgenutzt. Ich denke, dass die Fans schon heute voll auf ihre Kosten gekommen sind und hoffe sehr, dass wir morgen noch besser abschneiden können, um den Zuschauern eine noch bessere Show bieten zu können. Die Stimmung war schon heute großartig.“

Sonntag, 24. November 2019

Ergebnis – 2. Lauf, Dream Race, Fuji Speedway

Ex-Formel-1 Pilot Narain Karthikeyan siegt am Sonntag in Fuji
Foto: dtm.com

01. Narain Karthikeyan (IND), Honda NSX-GT, 
02. Marco Wittmann (GER), BMW M4 DTM,
03. Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM DTM, 
04. Naoki Yamamoto (JPN), Honda NSX-GT, 
05. Kamui Kobayashi (JPN), BMW M4 DTM, 
06. Daisuke Nakajima (JPN), Honda NSX-GT, 
07. Mike Rockenfeller (GER), Audi RS 5 DTM,
08. Ryō Hirakawa (JPN), Lexus LC500,
09. René Rast (GER), Audi RS 5 DTM,
10. Benoît Tréluyer (FRA), Audi RS 5 DTM, 

Schnellste Rennrunde: Narain Karthikeyan (IND), Honda NSX-GT, 1.31,572 Min.

Pole-Position: Loïc Duval (FRA), Audi RS 5 DTM, 1.46,940 Min.

Wetter: 21°C, bewölkt

Strecke: 21°C, trocken 

Stimmen – 2. Lauf, Dream Race, Fuji Speedway

Loic Duval holt am Sonntag Platz drei für Audi in Fuji
Foto: dtm.com

Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.
„Als ich vor dem ersten Dream Race am Samstag die Startaufstellung betrat, wurde mir bewusst, was die GTA und wir zusammen geschafft haben. Der Anblick von fünf Weltklasse-Marken in der Startaufstellung – und die Erkenntnis, dass wir, nach sieben Jahren harter Arbeit, zwei Motorsport-Welten zusammengebracht haben – war ein wirklich emotionaler Moment. Außerdem konnte ich einmal mehr sehen, dass die Angleichung unserer beiden Serien ganz klar der richtige Weg für uns ist. Mit dieser gemeinsamen Herangehensweise bewegen wir uns in die richtige Richtung. Natürlich liegt noch jede Menge Arbeit vor uns, aber ich hoffe, dass wir von diesem Wochenende lernen können, unsere Erfahrungen mit nach Hause nehmen werden und weiter auf diesem Weg vorangehen können. Ich sehe eine große Zukunft in dieser Art von Motorsport.“ 

Narain Karthikeyan, Sieger
„Unser Auto hat sich mit den Hankook-Reifen auf Anhieb gut angefühlt. Daher waren wir zuversichtlich, dass wir eine Chance haben würden, vorne mitzukämpfen. Es war toll, festzustellen, dass wir unter allen Bedingungen schnell waren. Mit dem Rennsieg ging ein Traum in Erfüllung. Dieses gemeinsame Rennen von SUPER GT und DTM war wirklich etwas Besonderes. Die DTM-Fahrer sind fantastisch, das war ein toller Auftritt für beide Serien.“ 

Marco Wittmann, 2. Platz
„Ein großartiges Gefühl. Bis heute war das Wochenende für uns recht schwierig, wir hatten am Freitag und Samstag viele Schwierigkeiten und zudem gestern etwas Pech mit unserer Strategie. Heute aber lief alles nach Plan, vor allem die Aufholjagd von Platz sieben. Es war ein Rennen mit reichlich Action, das wirklich Spaß gemacht hat. Für die Zuschauer war es eine gute Show und gute Unterhaltung. Die letzte Runde war sehr speziell, sogar in der DTM sehen wir solche Kämpfe nicht so oft. Das Duell mit Loïc war ganz, ganz toll: Ich wusste, dass er frischere Reifen hatte, aber ich war fest entschlossen, alles zu tun, um Platz zwei zu behalten. Es war ein toller Kampf, besonders in den letzten drei Runden. Das ist, was alle sehen wollen. Ich glaube, alle haben den heutigen Tag genossen.“ 

Loïc Duval, 3. Platz
„Heute war besser als gestern! Ich wusste, dass die SUPER-GT-Autos im Vergleich zu uns etwas schneller waren. Daher habe ich mich in der Anfangsphase nicht allzu stark gewehrt. Dann hatte ich in Kurve vier den Reifenschaden, der mich viel Zeit gekostet hat. Dank des Safety-Cars aber konnte ich wieder nach vorne fahren. Beim letzten Indy-Restart war ich 13., da gab es noch etwa acht Runden, das hat Spaß gemacht. Dann, in der Schlussrunde, wusste ich, dass ich die frischeren Reifen hatte. Keiner kommt hierhin, um Zweiter oder Dritter zu werden. Daher habe ich um den Sieg gekämpft, alles dafür versucht. Es war ein cooles Rennen, eine wirklich coole letzte Runde. Schade, dass ich eine Strafe erhielt, aber ich habe alles versucht, damit ich nach vorne komme. Am Ende des Tages haben wir geschafft, wofür wir hier waren. Zweiter oder Dritter ist dann letztendlich relativ egal. Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben eine großartige Zeit gehabt und alle haben es sehr genossen.“