Freitag, 4. Oktober 2019

Bereit fürs große DTM-Finale: Star-Aufgebot in Hockenheim

  • Audi-Zweikampf um die Team-Meisterschaft: Rosberg gegen Abt Sportsline
  • Gipfeltreffen: Ex-Formel-1-Weltmeister Jenson Button führt Gaststarter-Quintett von Honda, Nissan und Lexus an
  • Treffen der Motorsport-Stars: Weltmeister Nico Rosberg, Emerson Fittipaldi, Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck kommen nach Hockenheim
Foto: Jens Hawrda
Das große Finale der DTM-Saison 2019 wird zu einem Stell-dich-ein der Stars – auf und neben der Rennstrecke. Nachdem die Titelentscheidungen in der Fahrer- und Markenwertung bereits zu Gunsten von René Rast (GER) und Audi gefallen sind, steht an diesem Wochenende (4.–6. Oktober) auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg die DTM sportlich im Zeichen der Entscheidung um die Teamwertung sowie des Gastspiels der japanischen SUPER-GT-Serie, angeführt von Ex-Formel-1-Weltmeister Jenson Button (GBR).

Button, der als aktueller SUPER-GT-Meister im Honda neben den Teams von Lexus und Nissan antritt, ist nicht der einzige Weltmeister in Hockenheim. So haben die früheren Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi (BRA) und Nico Rosberg (GER) ebenfalls ihren Besuch angekündigt. Darüber hinaus wird der zweimalige Rallye-Weltmeister Walter Röhrl (GER) ebenso wie Hans-Joachim Stuck (GER), unter anderem Sportwagen-Weltmeister von 1985 und DTM-Champion von 1990, im sportlichen Rahmenprogramm der DTM zu sehen sein.

Spektakuläre DRM-Autos von Porsche, Ford, BMW und Lancia

Denn in Hockenheim fahren an allen drei Veranstaltungstagen erstmals mehr als 20 Traum-Rennwagen aus dem DTM-Vorläufer Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM), die von 1972 bis 1985 den Automobil-Rennsport im deutschsprachigen Raum prägte. Die Zuschauer im badischen Motodrom können sich auf weitere Legenden wie Le-Mans-Sieger Jochen Mass (GER) oder den dreimaligen DRM-Champion Hans Heyer (GER) freuen.

Bei den Highspeed-Demorunden der DRM Classics kommen nicht nur zahlreiche Original-Fahrzeuge aus den siebziger und achtziger Jahren zum Einsatz – am Steuer der Boliden sitzen teilweise sogar die Helden von damals. So wird beispielsweise Stuck einen BMW M1 fahren und Mass seinen Ford Capri RS 2600 aus der DRM 1972.

Mehrere DTM-Champions starten bei den Tourenwagen Classics

Damit nicht genug der Stars: Auch „Mr. DTM“ Bernd Schneider, der mit fünf Fahrertiteln erfolgreichste DTM-Fahrer aller Zeiten, greift im Rahmenprogramm ins Lenkrad. Bei den Tourenwagen Classics, wo DTM-Fahrzeuge der achtziger und neunziger Jahre, aber auch vereinzelt neuere Autos eingesetzt werden, fährt Schneider einen DTM-Mercedes von 2008.
Darüber hinaus geben sich die DTM-Champions Volker Strycek (GER, 1984) und Eric van der Poele (BEL, 1987), Harald Grohs (GER), Gewinner des ersten DTM-Rennens der Geschichte, sowie Kris Nissen (DEN) bei den Tourenwagen Classics die Ehre. Die Fahrzeuge der Tourenwagen Classics sind wie die DRM Classics an allen drei Veranstaltungstagen auf der Rennstrecke und im Fahrerlager zu bestaunen.

SUPER GT entsendet seine besten Fahrer als Gaststarter nach Hockenheim

Ein weiteres Highlight: Die drei Teams aus der SUPER-GT-Serie, wo in der Topklasse Rennfahrzeuge fahren, die technisch sehr ähnlich zu den diesjährigen DTM-Autos sind. Die Motorsport-Abteilungen von Honda, Nissan und Lexus entsenden jeweils einen SUPER-GT-Renner mit Topbesetzung ins badische Motodrom. Am bekanntesten ist sicherlich Jenson Button (GBR), der 2018 an der Seite seines Teamkollegen Naoki Yamamoto (JPN) in einem Honda NSX-GT auf Anhieb den Fahrertitel gewann.

Für Nissan im Einsatz: Ronnie Quintarelli (ITA), der mit vier Fahrertiteln der Rekordmeister der SUPER GT ist, und Tsugio Matsuda (JPN), der bereits zweimal Champion war – jeweils an der Seite Quintarellis (2014, 2015). Die SUPER-GT-Champions von 2017, Nick Cassidy (NZL) und Ryō Hirakawa (JPN), starten für Lexus. Nissan und Lexus bringen somit jeweils gleich zwei Fahrer nach Hockenheim, wobei jeder Pilot nur je eines der beiden Rennen bestreiten wird.

Rosberg oder Abt Sportsline – Duell um die Teamwertung

Da Gaststarter keine Punkte sammeln können, bleibt der Zweikampf in der prestigeträchtigen DTM-Teamwertung vom SUPER-GT-Auftritt unberührt. Auf der Pole-Position steht hier das Audi Sport Team Rosberg (394 Punkte). Doch das Team, für das neben Champion Rast der Brite Jamie Green startet, hat ernstzunehmende Herausforderer aus dem eigenen Lager: Das Audi Sport Team Abt Sportsline, das mit Nico Müller (SUI) und Robin Frijns (NED) an den Start geht, liegt in der Gesamtwertung nur 32 Punkte dahinter auf Platz zwei. Angesichts von noch 86 Punkten, die ein Team in den beiden abschließenden Rennen sammeln kann, ist der Ausgang dieses Duells also noch vollkommen offen.

Im sportlichen Rahmenprogramm auch wieder am Start: die 500 PS starken GT-Sportwagen des Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup. Und erstmals in diesem Jahr mit dabei: der Formula Renault Eurocup. In der traditionsreichen Nachwuchsklasse treten Talente in baugleichen, 270 PS starken Formel-Fahrzeugen gegeneinander an.

DTM startet Versuche mit klimafreundlicherem Kraftstoff

  • Saisonfinale Hockenheim: Renntaxis fahren klimafreundlicheres Hochleistungsbenzin mit 50 % erneuerbaren Komponenten
  • Pilotversuch mit Serienpartner Aral: mehr als 30 % bessere CO2-Bilanz
  • Erprobung ist Teil eines Zukunftsprogramms, das auch Hybridantrieb vorsieht

Foto: dtm.com
Mit einem Pilotversuch zu einem klimafreundlicherem Hochleistungsbenzin stößt die DTM beim Saisonfinale am Wochenende auf dem Hockenheimring (4.–6. Oktober) ein schrittweises Entwicklungsprogramm für einen schadstoffreduzierten Hochleistungskraftstoff der Zukunft an. Der vom langjährigen Serienpartner Aral entwickelte Spezial-Kraftstoff besteht zur Hälfte aus hochwertigen erneuerbaren Komponenten, die aus Abfallstoffen gewonnen werden. Dadurch sorgt er für eine um über 30 % bessere CO2-Bilanz verglichen mit Kraftstoffen, die ausschließlich aus Mineralöl hergestellt werden. Dieser Kraftstoff wird nun in Hockenheim erstmals in Rennfahrzeugen getestet.

Als Testträger dienen zunächst die sogenannten Renntaxis von Audi und Aston Martin, mit denen die Hersteller im Rahmenprogramm der Veranstaltung Siegern von Preisausschreiben, ausgewählten VIP-Kunden und Prominenten eine einmalige Mitfahrgelegenheit im Renntempo ermöglichen. Audi verwendet als Renntaxi einen Audi RS 5 DTM von 2017 mit zusätzlichem Beifahrersitz, R-Motorsport setzt für das Erlebnisprogramm ein Aston Martin Vantage GT4-Rennfahrzeug ein.

Hochleistungskraftstoff mit der DTM-üblichen hohen Oktanzahl von 102

Nach Versuchen auf dem Prüfstand kommt das Benzin von Aral erstmals auf der Rennstrecke zum Einsatz. Der Pilotversuch soll die Leistungsfähigkeit eines klimafreundlicheren Hochleistungsbenzins unter Praxisbedingungen demonstrieren. In seinen Eigenschaften entspricht die neue Formulierung, also die technische Zusammensetzung, der hohen Qualität und Leistungsfähigkeit des in der DTM verwendeten Aral Ultimate 102. Dazu zählt unter anderem die hohe Oktanzahl von 102. Darüber hinaus erfüllt der Kraftstoff nicht nur die Anforderungen der DTM, sondern gleichzeitig auch die der gesetzlichen Kraftstoffnorm DIN EN 228.

„Mit der Entwicklung und dem erstmaligen Einsatz dieses Kraftstoffes demonstrieren wir das Potenzial von weiterentwickelten flüssigen Kraftstoffen im Verbrennungsmotor. Sie können zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen des Verkehrs leisten,“ erläutert Peter Sauermann, Leiter der Aral Forschung.

„Pilotprojekt ist Teil eines Zukunftsprogramms“

Es ist vorgesehen, dass die Versuche mit dem Kraftstoff in der kommenden Saison in den Renntaxi-Fahrzeugen fortgesetzt werden. „Das Pilotprojekt ist Teil eines Zukunftsprogramms für den Einsatz nachhaltiger Antriebe in der DTM“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR. „Dabei liegt unser Fokus nicht nur auf klimafreundlicheren Kraftstoffen, sondern auch auf dem Thema Hybridantrieb“, so Kostron. Wie die ITR bereits in der Vergangenheit bestätigt hatte, wird derzeit mit potenziellen technischen Partnern ein detailliertes Lastenheft für ein Hybridsystem erarbeitet. Aus Kostengründen soll das System mit sämtlichen Komponenten als Einheitsbauteil für alle DTM-Fahrzeuge unter Verwendung der derzeitigen Vierzylinder-Effizienzmotoren mit Turboaufladung ausgelegt werden.

Kostron: „Unser oberstes Ziel wird immer sein, den Fans spektakuläres Racing zu bieten. Ebenso muss aber Motorsport Entwicklungen der Automobilindustrie aufgreifen bzw. als hochkompetitives Testfeld Entwicklungen vorantreiben. Die ITR arbeitet gemeinsam mit den Herstellern sowie Technologiepartnern intensiv an der technischen Auslegung des DTM-Fahrzeugs der Zukunft.“

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Meister-Kür für Audi: DTM-Finale mit Formel-1-Weltmeistern und drei japanischen Marken

  • Honda, Lexus und Nissan starten erstmals in der DTM
  • Audi RS 5 DTM in Hockenheim das Auto, das es zu schlagen gilt
  • Dieter Gass: „Vorgeschmack, wie wir uns die DTM in Zukunft vorstellen“

Foto: Jens Hawrda
Zum Abschluss der bisher erfolgreichsten DTM-Saison der Unternehmensgeschichte hat Audi beim Finale auf dem Hockenheimring (4. bis 6. Oktober) einen weiteren Meilenstein im Visier: den 50. Sieg des Audi RS 5 DTM. Doch die Konkurrenz ist so stark wie noch nie: Zum ersten Mal überhaupt in einem DTM-Rennen treten Werksteams von sechs verschiedenen Automobilherstellern gegeneinander an.

Audi muss sich auf dem Hockenheimring nicht nur gegen die DTM-Wettbewerber Aston Martin und BMW durchsetzen, sondern auch gegen eine Abordnung aus der japanischen Super-GT-Meisterschaft. Honda, Lexus und Nissan haben je einen ihrer Turbo-Rennwagen zum DTM-Finale nach Hockenheim entsandt, ehe Ende November im japanischen Fuji das erste gemeinsame Rennen der DTM und der Super GT stattfinden wird. Einer der Gaststarter ist Jenson Button, Formel-1-Weltmeister des Jahres 2009.

„Ich freue mich immens auf das Rennen mit den Japanern“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Wir wollen den Zuschauern einen Vorgeschmack darauf geben, wie wir uns die DTM in Zukunft vorstellen. Hockenheim ist eine Rennstrecke, die in der Vergangenheit schon immer tolles Racing ermöglicht hat. Gleichzeitig möchten wir unsere starke Performance in der Saison 2019 mit einem guten Abschluss unterstreichen.“

Schon vor den letzten beiden Rennen freut sich Audi über die bisher erfolgreichste DTM-Saison der Unternehmensgeschichte. Zehn Siege, zehn Pole-Positions und zehn schnellste Runden gehen auf das Konto des Audi RS 5 DTM mit seinem über 610 PS starken Zweiliter-Vierzylinder-Turbomotor. 35 von 48 möglichen Podien holten die Audi-Piloten bei den ersten sechzehn Rennen des Jahres. Fünfmal war das Podium komplett in Audi-Hand, achtmal die erste Startreihe. 384 von 667 Runden lag ein Audi-Pilot an der Spitze des Feldes. Den Herstellertitel sicherte sich die Marke bereits vier Rennen vor Saisonende, die Titel in der Fahrer- und Teamwertung im drittletzten Rennen. 

Und es kann noch besser werden: 1991, 2015 und 2016 schaffte Audi jeweils zehn Siege in einer DTM-Saison. Beim Finale in Hockenheim könnte dieser Bestwert noch übertroffen werden. 

Schon jetzt ist der Audi RS 5 DTM der erfolgreichste DTM-Rennwagen der Unternehmensgeschichte. Seit 2013 erzielte der RS 5 DTM bei 111 Renneinsätzen 49 Siege, 39 Pole-Positions und 45 schnellste Runden. 

Den Löwenanteil an dieser eindrucksvollen Bilanz hat René Rast. Zwei Meistertitel, 16 Siege, zwölf Pole-Positions und sieben schnellste Runden hat der Senkrechtstarter in seinen ersten drei DTM-Jahren geholt und in kürzester Zeit schon zwei Rekorde geknackt: Ende 2017 gelangen dem Audi-Fahrer sechs Siege in Folge. Und seit dem Nürburgring-Samstag ist Rast der erste DTM-Fahrer, der sich in einer Saison siebenmal die Pole-Position gesichert hat.

Nach dem vorzeitigen Titelgewinn auf dem Nürburgring kann der Pilot des Audi Sport Team Rosberg das Finale gelassen angehen. „Natürlich wollen wir noch die Teammeisterschaft gewinnen“, sagt Rast. „Aber nach dem Meistertitel ist kein Druck mehr da. Ich habe mich schon das ganze Jahr auf das erste Rennen mit den Japanern gefreut. Jetzt kann ich es richtig genießen. Ich glaube, das wird megacool. Wir haben das erste Mal sechs Hersteller dabei. Das wird mit Sicherheit etwas ganz Besonderes. Und die Rennen in Hockenheim können sich immer sehen lassen. Die Parabolika ist mit DRS ein Highlight.“

Auch der Tabellenzweite Nico Müller freut sich zum Abschluss seiner bisher besten DTM-Saison „extrem“ auf Hockenheim. „Das ist immer eine Art Heimrennen mit vielen Schweizer Fans“, sagt der Pilot des Audi Sport Team Abt Sportsline. „Das Saisonfinale ist etwas ganz Spezielles mit einer Megastimmung. Wir haben noch das große Ziel, uns die Vizemeisterschaft zu sichern – und ABT hat noch immer eine Chance in der Teammeisterschaft. Darauf liegt unser voller Fokus.“

Müller hat vor dem Finale in der Fahrerwertung 41 Punkte Vorsprung auf Marco Wittmann im besten BMW. Bei den Teams liegt das Audi Sport Team Rosberg 32 Punkte vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline. 96 Punkte werden in Hockenheim noch vergeben.

Das Audi Sport Team Phoenix könnte das BMW Team RMG noch vom dritten Platz der Teammeisterschaft verdrängen. Speerspitze des Teams ist Mike Rockenfeller auf Rang vier der Fahrerwertung. „Eigentlich war mein Ziel, noch Dritter in der Meisterschaft zu werden“, sagt „Rocky“. „Das ist nach dem schlechten Nürburgring-Wochenende nicht mehr realistisch. Deshalb werde ich das Finale einfach genießen, Vollgas geben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Ich freue mich riesig auf die drei Japaner. Das wird spannend.“

Kamui Kobayashi startet in Fuji im BMW M4 DTM

Das „Dream Team“ von BMW für das „Dream Race“ nimmt Formen an. Nach BMW Werksfahrer und BMW Markenbotschafter Alessandro Zanardi (ITA) steht jetzt in Kamui Kobayashi (JPN) der zweite von insgesamt drei Fahrern für die erste gemeinsame Rennveranstaltung der DTM und der japanischen SUPER GT in Fuji (JPN) fest. 
Kamui Kobayashi startet für BMW im "Dream Race" in Fuji
Foto: BMW-Motorsport
Das „SUPER GT x DTM Dream Race“, bei dem Vertreter der DTM-Hersteller auf die japanischen Konkurrenten von Honda, Lexus und Nissan treffen, steht vom 22. bis 24. November in Fuji (JPN) auf dem Programm.

„Nach Alessandro Zanardi ist auch unser zweiter Fahrer für das Dream Race ein echter Hochkaräter. Kamui Kobayashi wird zum ersten Mal für BMW Motorsport im Renneinsatz sein und in seiner Heimat sicher auch das Interesse vieler seiner japanischen Landsleute und Fans auf das ‚Dream Race’ lenken“, sagt BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Kamui hat bereits in der Formel 1, in Le Mans und auch in der ABB FIA Formula E Championship seine Klasse und seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Er wird sicher auch im BMW M4 DTM schnell unterwegs sein. Wer als dritter Fahrer unser Dream Team für Fuji komplettieren wird, verraten wir in Kürze.“

Kamui Kobayashi wird auf dem 4,563 Kilometer langen Kurs in Sichtweite des legendären Mount Fuji zum ersten Mal in einem Tourenwagen von BMW Motorsport starten. Der 33 Jahre alte Japaner bestritt in seiner Karriere 75 Formel-1-Rennen und war dreimal Zweiter bei den 24 Stunden von Le Mans. Im Dezember 2017 fuhr Kobayashi beim Hong Kong E-Prix (CHN) zwei Rennen in der ABB FIA Formula E Championship für das damalige Team von MS&AD Andretti Formula E.

„Zunächst einmal möchte ich mich bei BMW Motorsport für das Angebot bedanken, in einem ihrer BMW M4 DTM beim ‚Dream Race’ in Fuji anzutreten. Außerdem bedanke ich mich sehr bei Toyota, dass sie mich diese Chance wahrnehmen lassen“, sagt Kobayashi. „Ich werde in Fuji zum ersten Mal hinter dem Steuer des BMW M4 DTM sitzen, aber BMW Motorsport hat mir die Möglichkeit gegeben, mich ein wenig vorzubereiten und einen Eindruck vom Fahrzeug zu bekommen. Ich werde mein Bestes tun, um den Fans mit dem BMW M4 DTM eine gute Show zu bieten.“

Vor dem Japaner hatte BMW Motorsport bereits Alessandro Zanardi als ersten Fahrer des „Dream Teams“ vorgestellt. Für den Italiener wird es der zweite Auftritt in der DTM nach seinem Gaststart im August 2018 in Misano (ITA), bei dem er am Sonntag sensationell den fünften Platz belegt hatte. Der Renneinsatz in Fuji hat für Zanardi zudem noch eine weitere besondere Bedeutung. Die Rennstrecke wird im Rahmen der Paralympischen Spiele 2020 in Tokio (JPN) der Austragungsort der Paracycling-Wettbewerbe sein, für die sich Zanardi qualifizieren möchte. Er hat im Paracycling bereits vier Paralympische Goldmedaillen gewonnen und ist zwölfmaliger Weltmeister.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Duval, Rast, Rockenfeller und Tréluyer: Audi-Fahrer für das „Dream Race“ in Fuji stehen fest

  • Erster Renneinsatz des Audi RS 5 DTM in Japan
  • Alle vier Audi-Teams aus der DTM am Start
  • Fahrerkader mit zwei DTM-Champions und zwei Japan-Experten
Foto: Jens Hawrda

Die Audi-Fahrer für das gemeinsame „Dream Race“ der DTM und der japanischen Super-GT-Meisterschaft am 23. und 24. November in Fuji (Japan) stehen fest: Mit René Rast, Mike Rockenfeller, Loïc Duval und Benoît Tréluyer starten zwei DTM-Champions und zwei Japan-Experten am Fuße des berühmten Mount Fuji für die Vier Ringe.

„Am liebsten hätten wir natürlich alle unsere Fahrer mit nach Japan genommen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Aber das war schon wegen des zeitgleichen Saisonstarts der Formel E nicht möglich. Es freut mich sehr, dass alle drei Audi Sport Teams in Fuji am Start sein werden und es auch unserem Kundenteam WRT gelungen ist, den Einsatz in Japan zu realisieren.“

Das Audi Sport Team Rosberg setzt einen Audi RS 5 DTM für den zweimaligen DTM-Champion René Rast ein. „Ich war noch nie in Japan und bin gespannt, was dort auf uns zukommt – das wird mit Sicherheit ein cooler Event“, sagt der Deutsche, der den Kurs bereits im Simulator ausprobiert hat. „Die Strecke in Fuji hat eine brutal lange Gerade. Speziell im letzten Teil ist sie sehr technisch. Die Kurvenradien sind alle sehr lang. Das wird interessant, vor allem das Thema Reifenverschleiß.“

Mike Rockenfeller, DTM-Champion des Jahres 2013, kehrt für die beiden Rennen in Fuji zum Audi Sport Team Abt Sportsline zurück, mit dem er 2011 in Zandvoort seinen ersten Sieg in der DTM feierte. „Ich kenne viele Mechaniker und Ingenieure des Teams sehr gut“, sagt der Deutsche. „Ich freue mich generell darauf, in Japan zu fahren. Das habe ich in meiner Karriere noch nicht gemacht. Ich habe viel Gutes über das Land, die Rennserie und die Fankultur dort gehört.“

Für das Audi Sport Team Phoenix startet Loïc Duval. Der Franzose verbrachte sieben Jahre seiner Karriere in Japan, lebte in Tokio, gewann 2010 den Super-GT-Titel und hat noch heute viele Fans in Japan. „Ich hatte dort eine fantastische Zeit und freue mich darauf, wieder in Japan zu fahren“, sagt Duval. „Ich freue mich, ‚Rocky‘ und den anderen die Kultur und das Racing dort ein wenig näherzubringen. Es wird auch großartig, meine Fans aus der Super GT und der Super Formula wiederzutreffen. Ich bin sicher, dass viele Menschen kommen werden, um die DTM-Autos und uns Fahrer zu sehen. Ich hoffe nur, dass das Wetter mitspielt – das ist im November in Fuji ein kleiner Risikofaktor.“

n Japan ähnlich populär wie Duval ist Benoît Tréluyer, der mit Unterstützung von Audi Japan und Hitotsuyama Racing für das Kundenteam WRT Team Audi Sport startet. Der Franzose gewann 2006 den Titel in der Formel Nippon und zwei Jahre später auch den Titel in der Super-GT-Meisterschaft. „Mit dem Einsatz in Fuji geht für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt der Le-Mans-Sieger und Langstrecken-Weltmeister. „Es kommen jene beiden Elemente zusammen, denen ich die größten Erfolge meiner Karriere zu verdanken habe: Japan und Audi. Natürlich wird es nach drei Jahren mit nur wenigen Renneinsätzen nicht leicht für mich. Aber ich werde mein Bestes geben und hoffe, WRT, Audi und meine japanischen Fans nicht zu enttäuschen.“

Beim „Dream Race“ in Japan tritt Audi mit seinen Class-1-Rennwagen gegen Werksteams von BMW, Honda, Lexus und Nissan an. Geplant sind beim Kräftemessen der besten Teams aus Asien und Europa zwei Rennen im DTM-Format.