Montag, 30. September 2019

ADAC GT Masters auch 2020 mit sieben Events und starkem Programm

  • Sieben Veranstaltungen in Deutschland, Tschechien, Österreich und den Niederlanden
  • Auch 2020 ADAC GT4 Germany, ADAC TCR Germany, ADAC Formel 4 und Porsche Carrera Cup im Rahmenprogramm
  • SPORT1 überträgt weiterhin alle Rennen live und in voller Länge
Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters setzt auch für die Saison 2020 bei den geplanten sieben Veranstaltungen auf einen stabilen Kalender und ein attraktives und fanfreundliches Rahmenprogramm. Die 14. Saison des ADAC GT Masters startet vom 24. bis 26. April 2020 traditionell in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Finale wird vom 2. bis 4. Oktober 2020 auf dem Sachsenring ausgetragen. Zusammen mit der „Liga der Supersportwagen“ treten auch im kommenden Jahr bei den Rennen in Deutschland, Tschechien, Österreich und den Niederlanden wieder die ADAC GT4 Germany, die ADAC TCR Germany, die ADAC Formel 4 und der Porsche Carrera Cup Deutschland an. SPORT1 überträgt auch 2020 alle Rennen in voller Länge live im Free-TV. Auch 2020 fahren die Teilnehmer im ADAC GT Masters wieder um einen Preisgeldtopf in Höhe von 500.000 Euro in Geld- und Sachpreisen.

„Unser Veranstaltungspaket mit fünf Serien und dem ADAC GT Masters an der Spitze ist in diesem Jahr bei den Fans und auch den Teilnehmern sehr gut angekommen, daran werden wir auch 2020 anknüpfen. Im Kalender und sportlich setzen wir im kommenden Jahr auf Kontinuität und bewährte Veranstaltungen. Das ADAC GT Masters steht 2020 vor zwei Meilensteinen: Die Serie ist 2020 seit zehn Jahren live und in voller Länge im Fernsehen zu sehen, dazu freuen wir uns auf das 200. Rennen“, sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Der Saisonstart findet traditionell zum 13. Mal in Folge vom 24. bis 26. April 2020 in der Motorsport Arena Oschersleben statt. Drei Wochen später ist das ADAC GT Masters vom 15. bis 17. Mai 2020 in Most in Tschechien zu Gast, bevor es ebenfalls drei Wochen später vom 5. bis 7. Juni 2020 nach Österreich zum Red Bull Ring geht. Nach der Sommerpause mit Fußball-EM und Olympischen Spielen geht es vom 14. bis 16. August 2020 auf dem Nürburgring in die heiße Phase im Titelkampf, nur eine Woche später steht vom 21. bis 23. August 2020 das Gastspiel in Zandvoort, Niederlande auf dem Plan. Die sechste Veranstaltung ist vom 18. bis 20. September 2020 geplant, der Austragungsort wird zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt. Das Finale findet wie bereits in diesem Jahr vom 2. bis 4. Oktober 2020 auf dem Sachsenring statt. 

Die ADAC TCR Germany startet 2020 bei allen Veranstaltungen des ADAC GT Masters im Rahmenprogramm, die ADAC GT4 Germany ist wie 2019 sechs Mal mit dabei. Die ADAC Formel 4 wird mit Ausnahme von Most bei allen Veranstaltungen am Start sein und zusätzlich noch ein weiteres Event bestreiten, das zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt wird. Der Porsche Carrera Cup Deutschland ist auch 2020 fixer Bestandteil der Veranstaltungsplattform.

Auch beim Reglement setzt das ADAC GT Masters für 2019 auf Konstanz, geplant sind nur Detailanpassungen.

Termine ADAC GT Masters 2020 (Änderungen vorbehalten)

24. – 26.04.2020 Motorsport Arena Oschersleben
15. – 17.05.2020 Autodrom Most (CZ)
05. – 07.06.2020 Red Bull Ring (A)
14. – 16.08.2020 Nürburgring*
21. – 23.08.2020 Circuit Zandvoort (NL)
18. – 20.09.2020 TBA
02. – 04.10.2020 Sachsenring*

* = vorbehaltlich Vereinbarung mit dem Veranstalter

Champions Niederhauser/van der Linde mit Finalsieg – Teamtitel für HCB-Rutronik Racing

  • Audi-Duo gewinnt Sonntagsrennen auf dem Sachsenring
  • HCB-Rutronik Racing holt nach Fahrermeisterschaft auch Teamtitel
  • Max Hofer wird Dritter und gewinnt Pirelli-Junior-Wertung

Klare Angelegenheit: Mit einem souveränen Sieg im Sonntagsrennen beim Saisonfinale des ADAC GT Masters sicherten Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA) ihrem Team HCB-Rutronik Racing im Debütjahr auch den Gewinn der Teamwertung. Die bereits als Meister feststehenden Audi-Piloten verwiesen Jimmy Eriksson (28/S) und Daniel Keilwitz (30/Villingen, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG GT3 auf Platz zwei, Rang drei holten Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi R8 LMS. Hofer gewann damit auch die Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchsfahrer. „Es ist sehr schön, die Saison mit einem Sieg abzuschließen“, sagte Kelvin van der Linde. „Der Gewinn der Teamwertung ist eine wirklich verdiente Belohnung für die ganze Mannschaft. Ihr Engagement spiegelt sich in den tollen Erfolgen auf der Strecke wider.“

Niederhauser und van der Linde ungefährdet

Die erste Rennhälfte stand im Zeichen eines Audi-Trios. Pole-Setter van der Linde verteidigte beim Start seine Spitzenposition, dahinter folgten die Markenkollegen Christopher Mies und Frank Stippler. Van der Linde fuhr bis zum Pflichtboxenstopp einen Vorsprung von knapp acht Sekunden auf Mies heraus. Nach dem Fahrerwechsel baute van der Lindes Partner Niederhauser das Zeitpolster auf zwischenzeitlich mehr als zehn Sekunden aus, ließ es aber in der Schlussphase ruhiger angehen und sah schließlich mit 2,8 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge. Für das bereits als Meister feststehende Fahrerduo war es der dritte Saisonsieg. Dank der 25 Zähler holte sich ihr Rennstall HCB-Rutronik Racing in seiner Premierensaison im ADAC GT Masters auch den Gewinn der Teamwertung. Wegen eines laufenden Berufungsverfahrens ist der Endstand in der Teamwertung noch vorläufig. 

Platz zwei holten sich die Mercedes-Fahrer Jimmy Eriksson und Daniel Keilwitz. Startfahrer Keilwitz war in der ersten Runde von Rang zwei auf Rang fünf zurückgefallen. Eriksson lag nach einem frühen Fahrerwechsel auf Platz drei und kämpfte sich in der Schlussphase noch am Audi von Christopher Mies vorbei auf die zweite Position. Mies und Hofer beendeten das Rennen als Dritte, was für Hofer gleichzeitig den Klassensieg und Titel in der Pirelli-Junior-Wertung bedeutete. 

Nur 0,4 Sekunden dahinter kamen die Audi-Markenkollegen Filip Salaquarda (35/CZ) und Frank Stippler (44/Bad Münstereifel, beide Team ISR) ins Ziel, die damit knapp an ihrem ersten Podium der Saison vorbeischrammten. Nur 1,8 Sekunden trennten das folgende Fahrzeugquartett: Die Samstagssieger Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) belegten im Mercedes-AMG GT3 Rang fünf, verpassten aber um einen Zähler die Vizemeisterschaft, die an das Lamborghini-Duo Christian Engelhart (32/Starnberg) und Mirko Bortolotti (29/I, beide Orange1 by GRT Grasser) ging, das direkt dahinter das Rennen beendete. Neun Punkte für Platz sieben strichen Luca Ludwig (30/Alfter) und Sebastian Asch (33/Ammerbuch, beide HB Racing) im Ferrari 488 GT3 ein, der letztjährige Champion Robert Renauer (34/Jedenhofen) und Thomas Preining (21/A, beide Precote Herberth Motorsport) beendeten die Saison mit Platz acht.

Neunte wurden die Audi-Fahrer Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (39/Berglen, beide BWT Mücke Motorsport), die Top Ten komplettierten David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der einzigen Corvette C7 GT3-R im Feld. Barth holte damit seinen neunten Saisonsieg in der Pirelli-Trophy-Wertung, in der er bereits als Titelträger feststand.

Stimmen der Sieger:

Patric Niederhauser (HCB-Rutronik Racing, Audi R8 LMS): „Kelvin ist heute Morgen sensationell auf die Pole-Position gefahren. Ich durfte das Auto dann mit rund sieben Sekunden Vorsprung übernehmen, daher war es für mich einfach wichtig, die Pace zu halten. Den Abstand zu den Verfolgern konnte ich dann sogar etwas vergrößern. Einfach war es trotzdem nicht. Abseits der Ideallinie war die Strecke sehr dreckig, es erforderte viel Konzentration, fehlerfrei zu bleiben. Schlussendlich hat es geklappt und es ist toll, mit einem Sieg auch die Teammeisterschaft eingefahren zu haben. Nachdem wir die Fahrerwertung bereits in Hockenheim für uns entscheiden konnten, haben wir hier am Sachsenring noch einmal ein spezielles Wochenende erlebt. Jetzt werden wir natürlich mit dem ganzen Team feiern. Darauf freue ich mich schon sehr!“

Kelvin van der Linde (HCB-Rutronik Racing, Audi R8 LMS): „Nachdem es gestern durch den Reifenschaden für uns wirklich schwierig war, hatten wir uns für heute fest vorgenommen, direkt zurückzuschlagen – genauso, wie wir es schon in Hockenheim gemacht hatten. Das hat geklappt! Auf dem Sachsenring ist es immer gut, freie Fahrt zu haben. Christopher Mies war am Anfang sehr stark, mit der Zeit konnte ich mir dann aber doch etwas Luft verschaffen.“

Mads Siljehaug und Eike Angermayr sind die ersten Champions der ADAC GT4 Germany

  • Gaststarter Marioneck/Krabec gewinnen Rennen zwei am Sachsenring
  • Hofor Racing by Bonk Motorsport wird Team-Meister
  • Oliver Mayer gewinnt Trophy-Wertung

Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) haben es geschafft. Durch einen siebten Platz im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany sicherte sich das KTM X-Bow GT4-Duo den Meistertitel in der ADAC GT4 Germany. "Das ist mit Sicherheit der größte Erfolg meiner Karriere. Bei der Abschlussparty heute Abend werden wir mal richtig abfeiern. Darauf können sich alle schon einmal einstellen. Ich bin überglücklich", jubelte Angermayr über den Gewinn der Fahrermeisterschaft. "Das Ganze ist einfach unglaublich. Es wird aber wohl noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen, bis ich so wirklich realisiert habe, was wir heute erreichen konnten", ergänzte Teamkollege Siljehaug. 

Der Laufsieg im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring ging an die Gaststarter Lennart Marioneck (30/München) und Jan Krabec (36/CZE, beide RTR projects) in einem weiteren KTM X-Bow GT4. Der ehemalige ADAC GT Masters-Pilot Marioneck begann das Rennen bereits von der Pole-Position aus. Aber schon in der ersten Kurve musste er die Führung an Tim Heinemann (21/Fichtenberg, HP Racing International) im Mercedes-AMG abgeben. Beide Fahrzeuge blieben bis zum Öffnen das Boxenstoppfensters immer in Schlagdistanz, doch Heinemann verteidigte die Spitze souverän. "Ich hatte einen Fehler beim Start und somit konnte Tim innen durchziehen. Danach hat er clever agiert und mich nicht mehr vorbei gelassen. Um meine Reifen zu schonen, beschloss ich dann etwas Abstand zu halten. Vor dem Wochenende hätte ich mit dem Sieg nie gerechnet", meinte Marioneck. 

Nach Absolvieren der Fahrerwechsel ging der Zweikampf an der Spitze weiter. Heinemanns Teamkollege Luke Wankmüller (18/Keltern) behauptete die Führung zunächst erfolgreich gegen Jan Krabec, der den KTM von Marioneck übernommen hatte. Doch 16 Minuten vor Schluss konnte der Tscheche das entscheidende Manöver setzen und den Mercedes-AMG überholen. Am Ende siegte das KTM-Duo mit einem Vorsprung von 4,215 Sekunden. "Luke hatte einen kleinen Fehler, den ich ausnutzen konnte", strahlte Krabec, der auch die Trophy-Wertung gewann. "Danach war ich richtig nervös im Cockpit. Es war der gefühlt längste Stint meines Lebens. Jetzt bin ich einfach nur sprachlos." 

Das Podium komplettierten Michael Schrey (36/Wallenhorst) und Thomas Jäger (25/AUT) im BMW M4 GT4, die ihrem Rennstall Hofor Racing by Bonk Motorsport dadurch den Titel in der Team-Wertung der ADAC GT4 Germany sicherten. Es folgten Phil Dörr (18/Butzbach) und Dennis Trebing (27/USA, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4, Luca-Sandro Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 sowie Laura Kraihamer (28/AUT) und Reinhard Kofler (34/AUT, beide True Racing) in einem weiteren KTM. 

Die neuen Meister Mads Siljehaug und Eike Angermayr beendeten das Rennen auf Rang sieben. "Ich habe es langsam angehen lassen und bin bedacht und ruhig gefahren. Letztendlich wollte ich nur den Titel nach Hause fahren. Das ist gelungen", erklärte Siljehaug. Die einzig verbliebenen Rivalen im Titelkampf Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (33/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) schieden nach einem Kontakt mit anschließendem Leistungsverlust vorzeitig aus. 

Auf Platz acht fuhren Charles Fagg (20/GBR) und Michael Benyahia (19/MAR, beide Team GT) im McLaren. Das BMW-Gespann Marc Ehret (26/Hüttenfeld) und Tobias Dauenhauer (21/Mörlenbach, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) sowie Jan Kasperlik (40/Huglfing) und Lars Kern (31/Weissach, beide Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4 komplettierten die Top Zehn. Ebenfalls vorzeitig ausgeschieden war Mercedes-AMG-Pilot Oliver Mayer (61/Ingolstadt, Bremotion). Dies änderte jedoch nichts mehr daran, dass Mayer den Titelkampf in der Trophy-Wertung der ADAC GT4 Germany für sich entschied.

Entscheidung auf der Ziellinie: Max Hesse neuer ADAC TCR Germany-Champion

  • Packendes Finale auf dem Sachsenring: Hesse triumphiert vor Proczyk und Buri
  • Michelle Halder siegt in der Honda Junior Challenge
  • Hyundai Team Engstler gewinnt die Teammeisterschaft

Max Hesse Meister 2019 in der TCR Germany
Foto: Jens Hawrda

Grenzenloser Jubel bei Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler) nach einer Entscheidung auf der Ziellinie im Finale auf dem Sachsenring: Der 18-Jährige hat in einem Herzschlagfinale den Meistertitel gewonnen. Im Hyundai i30 N TCR gewann Hesse das letzte Saisonrennen und verwies Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) in einem weiteren Hyundai und Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) im Audi RS3 LMS auf die Plätze. Hesse triumphierte letztlich mit sieben Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Proczyk und 14 auf Buri. 

„Das ist einfach der Hammer, der absolute Wahnsinn!“, jubelte Hesse: „Es war ein mega schwieriges Rennen, ich habe die ganze Zeit auf die Reifen geschaut und im Spiegel beobachtet, was die anderen hinter mir machen. Das Team hat einen super Job gemacht, wir haben alles rausgeholt und wurden jetzt zum Glück belohnt. Meister zu sein, dazu der erste Deutsche in der ADAC TCR Germany – ich bin einfach nur glücklich und hoffe, es geht so weiter für mich!“

Vierter wurde Honda Civic TCR-Pilot Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) vor seinem Teamkollegen und Samstagssieger Dominik Fugel (22, Chemnitz, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda. Rang sechs ging an Hyundai-Fahrer Theo Coicaud (20, Frankreich, Hyundai Team Engstler), dahinter folgte Julien Apotheloz (18, Schweiz, Topcar Sport) als bester Junior im Cupra TCR. Die Plätze acht bis zehn gingen an Pascal Eberle (28, Schweiz, Steibel Motorsport) im Cupra, Junior Mitchell Cheah (19, Malaysia, VW Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR und Gaststarter Marcel Fugel (18, Chemnitz, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR.

Max Hesse, Harald Proczyk, Antti Buri und Mike Halder waren allesamt mit Chancen auf den Titel in das letzte Saisonrennen gegangen – und die vier zeigten von Anfang an, wieso sie diese vierte Saison der ADAC TCR Germany so entscheidend geprägt hatten. Hesse übernahm nach einigen Runden die Führung von Marcel Fugel. Kurz darauf schoben sich auch Proczyk, Mike Halder und Antti Buri vorbei und machten sich an die Verfolgung des Tabellenführers.

Schnell setzte sich die Spitzengruppe vom Rest des Feldes ab. Vorne schlug Hesse ein hohes Tempo an, fuhr konstante Rundenzeiten und kontrollierte das Rennen. Dahinter versuchte Proczyk, die Lücke zu schließen. Auch Halder und Buri gaben alles, um doch noch ins Titelrennen einzugreifen. Der Schnellste der Spitzengruppe war Buri – und in der Schlussphase passierte der Finne den vor ihm fahrenden Halder. 

Fortan kam der Audi-Pilot immer näher an die beiden Hyundai i30 N TCR heran, doch erst eine Safety Car-Phase ließ das Feld nochmals eng zusammenrücken. Gaststarterin Sophie Hofmann (21, Waldenburg, Topcar Sport) war mit ihrem Cupra TCR von der Strecke gerutscht. Das Safety Car kam auf die Strecke und gab den Startschuss für ein Herzschlagfinale.

In der ersten Kurve der Schlussrunde drängte sich Buri innen an Harald Proczyk vorbei und setzte den Tabellenführer Hesse unter Druck. Der Finne gab ab alles, setzte sich in der letzten Kurve an die Seite des Hyundai-Piloten – und kam 0,011 Sekunden vor seinem Meisterschaftsrivalen ins Ziel. Die Rennleitung ahndete jedoch Buris Rempler gegen Proczyk mit einer Zeitstrafe von einer Sekunde – so ging der Sieg an Hesse vor Proczyk und Buri. 

Neue Siegerin der Honda Junior Challenge ist Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder). Die 20-Jährige kam im Sonntagsrennen als Zwölfte und insgesamt drittbeste Juniorin ins Ziel. Sie erhält als Trophäe einen neuen Honda Civic. Die Teammeisterschaft sicherte sich das Hyundai Team Engstler.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Harald Proczyk
(Zweiter, HP Racing International): „Wir haben an diesem Wochenende alles richtig gemacht. Ich bin froh, dass wir heute wieder etwas mehr Speed gehabt haben als gestern. Es war schöner Motorsport. Um Meister zu werden, benötigt es auch Glück. Das war diesmal auch das Safety Car. Für Antti tut es mir wirklich leid, ich hätte es ihm von Herzen gegönnt. Wichtig für mich ist, dass es ein schönes Rennen war. Und ich glaube, dass wir Werbung für den Motorsport gemacht haben.“

Antti Buri (Dritter, LMS Racing): „Im Moment überwiegt die Enttäuschung, auch wenn ich weiß, dass ich eine tolle Saison gefahren bin. Wir haben als Team einen überragenden Job gemacht und alles aus unseren Möglichkeiten herausgeholt. Wir waren unglaublich konstant, das einzige wirklich schlechte Wochenende war Hockenheim. Ich habe bis zum Schluss alles gegeben, war ganz nah dran. Das tut natürlich weh, es zeigt aber auch, dass wir in diesem Jahr eine Menge richtig gemacht haben. Wie es weitergeht, weiß ich jetzt noch nicht. Wir haben uns voll und ganz auf uns und diese Saison fokussiert. Was kommt, werden wir sehen. Ich muss das nun erst einmal sacken lassen.“

Sonntag, 29. September 2019

ADAC verstärkt sein Engagement in der ADAC TCR Germany

  • Neue Rollenverteilung zwischen ADAC und TCR Germany GmbH in der ADAC TCR Germany
  • Strukturelle Veränderungen stärken die Serie langfristig
  • Auch 2020 sieben Veranstaltungen im Rahmen des ADAC GT Masters

ADAC verstärkt sein Engagement in der TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Der ADAC engagiert sich zukünftig stärker in der ADAC TCR Germany und wird ab 2020 die Rolle des Promoters von der TCR Germany GmbH übernehmen. Die zwischen ADAC e.V. und TCR Germany GmbH vereinbarte neue Rollenverteilung dient der langfristigen Stärkung der Tourenwagenserie, die auch 2020 bei allen sieben Veranstaltungen des ADAC GT Masters in Deutschland, Tschechien, den Niederlanden und Österreich startet. Saisonstart der ADAC TCR Germany ist vom 24. bis 26. April im Rahmen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. SPORT1 zeigt auch 2020 die ADAC TCR Germany live im TV. 

"Gemeinsam mit dem Team um Franz Engstler haben wir in den vergangenen vier Jahren eine attraktive Plattform für den Tourenwagensport in Deutschland etabliert. Franz Engstler ist in der ADAC TCR Germany auf verschiedenen Ebenen engagiert, auf sein Bestreben hin haben wir die Serie für die Zukunft gemeinsam neu strukturiert und werden die ADAC TCR Germany in Zusammenarbeit mit der TCR Germany GmbH in einer neuen Konstellation weiterentwickeln", sagt ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk. 

"Wir freuen uns über die gute Entwicklung der ADAC TCR Germany in den vergangenen vier Jahren, haben aber nun die strategische Entscheidung getroffen, die Rolle des Promoters der Serie an den ADAC abzugeben. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten, um die Serie auszubauen und zu stärken", so Franz Engstler von der TCR Germany GmbH. 

In der neuen Struktur werden zukünftig Dinge wie der Nennprozess, die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Motorsport Bund (DMSB) und dem globalen TCR-Rechteinhaber WSC sowie das Marketing und Serienpartnerschaften vom ADAC übernommen. Die TCR Germany GmbH wird die Serie weiterhin organisatorisch unterstützen. Die im Frühjahr dieses Jahres langfristig bis 2023 verlängerte Zusammenarbeit zwischen ADAC und TCR Germany GmbH bleibt in der neuen Struktur weiterhin bestehen.

Termine ADAC TCR Germany 2020 (Änderungen vorbehalten) 

24. - 26.04.2020 Motorsport Arena Oschersleben
15. - 17.05.2020 Autodrom Most (CZ)
05. - 07.06.2020 Red Bull Ring (A)
14. - 16.08.2020 Nürburgring*
21. - 23.08.2020 Circuit Zandvoort (NL)
18. - 20.09.2020 TBA
02. - 04.10.2020 Sachsenring*