Freitag, 27. September 2019

Porsche-Pilot Preining mit erster Bestzeit beim Finalwochenende

  • Österreicher Schnellster im ersten Freien Training auf dem Sachsenring
  • Vier Marken in den Top fünf
  • ADAC GT Masters Esports Championship kürt ersten Champion 

Starker Auftakt für Thomas Preining (21/A, Precote Herberth Motorsport) auf dem Sachsenring. Der Porsche-Pilot fuhr beim Saisonfinale des ADAC GT Masters im ersten Freien Training die klare Bestzeit. Zweiter wurde Mercedes-AMG-Pilot Indy Dontje (26/NL, Mann-Filter Team HTP), Rang drei ging mit Matteo Cairoli (23/I, Küs Team75 Bernhard) an einen weiteren Fahrer eines 911 GT3 R. SPORT1 überträgt die beiden Rennen vom Sachsenring am Samstag und Sonntag ab jeweils 14:45 Uhr live und in voller Länge. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Lange Zeit sah es in der Session nach einer Angelegenheit für Mercedes-AMG aus, da erst Philip Ellis (26/GB) und Fabian Vettel (20/Heppenheim, beide Mann-Filter Team HTP) und dann die Teamkollegen Dontje und Maximilian Götz (33/Uffenheim) das Feld in der Sitzung anführten. Doch in den Schlussminuten übernahm Porsche das Kommando. Erst setzte sich Cairoli an die Spitze, dann übernahm Preining mit 1.19,056 Minuten endgültig den ersten Platz. Damit war der Österreicher, der Teamkollege von Robert Renauer (34/Jedenhofen) ist, 0,3 Sekunden schneller als Dontje und Maximilian Götz (33/Uffenheim) auf Platz zwei. Weitere 20 Tausendstelsekunden langsamer waren als Dritte Cairoli und Partner Adrien de Leener (30/B).
 
"Eine gute Session", so Preining. "Wir haben anfangs mit Robert die Bremsen angefahren und dann bin ich gleich mit frischen Reifen raus. Das Auto liegt sehr gut. Wir haben sicher noch etwas zu verbessern, aber grundsätzlich war das ein guter Start ins Wochenende. Jetzt müssen wir darauf aufbauen und sehen, dass es so weitergeht. Es wird sicher wieder sehr eng, aber wir sollten das Zeug dazu haben, wieder vorn mitzukämpfen." 

Die Top fünf vervollständigten Christian Engelhart (32/Starnberg) und Mirko Bortolotti (29/I, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini und Max Hofer (20/A) und Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im schnellsten Audi. 

Finale der ADAC GT Masters Esports Championship

In zwei 40-minütigen Rennen kürt die ADAC GT Masters Esports Championship am Samstag auf dem Sachsenring ihren ersten Champion. Ab 18:30 Uhr treten die acht permanenten Starter und vier Wild-Card-Fahrer in den Boxen 32 und 33 beim letzten Live-Event der neuen SimRacing-Serie gegeneinander an. Die Rennen werden live auf der Facebook-Seite des ADAC GT Masters sowie auf dem YouTube-Kanal und dem Twitch-Kanal von RaceRoom übertragen. 

Pommer fährt für Aust Motorsport

Da Callaway Competition nach den beiden Unfällen in Hockenheim nicht am Sachsenring antritt, startet Markus Pommer (28/Neckarsulm) beim Finalwochenende für Aust Motorsport. Der dreifache Saisonsieger teilt sich den Audi R8 LMS mit der Startnummer 3 mit Maximilian Hackländer (29/Rüthen). "Da bei Aust ein Fahrer nicht antreten konnte, habe ich für das Finale noch einen Platz in einem anderen Team gefunden", so Pommer, der 2017 auf dem Nürburgring mit dem Team aus Westfalen seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters holte und aktuell Tabellenfünfter ist. "Im ersten Training lief es schon ganz gut. Ich habe mich wieder auf den Audi eingeschossen. Ein paar Zehntel kann ich sicher noch finden, aber am Samstag sollte ich auf einem guten Level sein. Mein Ziel ist, noch unter die Top drei der Meisterschaft zu kommen." Um nach dem Unfall im Samstagsrennen in Hockenheim den Start des Audi auf dem Sachsenring überhaupt zu ermöglichen, musste das Team aus Westfalen das Fahrzeug mit einem Ersatzchassis neu aufbauen.

Franzose debütiert bei Mücke Motorsport

Der Franzose Steven Palette (29) vertritt beim Finalwochenende bei BWT Mücke Motorsport Stammfahrer Christopher Haase und gibt sein Debüt in der "Liga der Supersportwagen". "Danke an Markus Winkelhock, mit dem ich in einer anderen Serie zusammen starte, und Peter Mücke, dass ich diese Chance bekommen", so Palette. "Die Strecke ist sehr interessant und macht viel Spaß. Ich bin schon gespannt, was wir erreichen werden." 

"PS on Air" mit Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde

Wer ist der "wahre" Meister 2019? Diese Frage soll in der kommenden Ausgabe von "PS on Air - Der ADAC GT Masters-Talk" geklärt werden. Moderator Patrick Simon fordert am Samstag ab 20:30 Uhr im Fahrerlager des Sachsenrings die frischgekürten ADAC GT Masters-Champions Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) zu einem spannenden Wettkampf heraus, in dem die beiden Audi-Piloten gegeneinander antreten. Ausgestrahlt wird die Folge online live auf youtube.com/adac, dem Facebook-Kanal des ADAC GT Masters und dem YouTube-Kanal von Patrick Simon: youtube.com/Patsimon75.

Donnerstag, 26. September 2019

Jenson Button vor DTM-Gaststart: „Es ist spannend, ich kann es kaum erwarten“

  • Ex-Formel-1-Champion fährt beim DTM-Finale in Hockenheim
  • SUPER-GT-Autos von Honda, Nissan und Lexus treten gegen DTM-Markentrio Aston Martin, Audi und BMW an
  • „DTM ist eine äußerst professionelle Serie mit einem hohen fahrerischen Niveau“
Jenson Button
Foto: dtm.com

Die DTM freut sich auf das Gastspiel der drei Autos aus der japanischen SUPER-GT-Serie beim Saisonfinale in Hockenheim (4.–6. Oktober). Beim historischen Aufeinandertreffen treten Honda, Nissan und Lexus mit je einem Fahrzeug im Feld der 18 DTM-Autos von Aston Martin, BMW und Audi an. Prominentester Starter der Delegation aus Japan ist der ehemalige Formel-1-Weltmeister und aktuelle SUPER-GT-Champion Jenson Button. Der 39 Jahre alte Engländer, der vor wenigen Wochen Vater geworden ist, fährt einen Honda NSX GT des Teams Kunimitsu mit der Startnummer 1.

Den Hockenheimring kennt Button bestens aus seiner Zeit in der Formel 1. In einem Interview mit DTM.com spricht er über seine Erinnerungen an die Rennstrecke, seine Zeit in Japan und seine Vorfreude auf den DTM-Start. Hier eine gekürzte Version des Interviews. Das vollständige Gespräch finden Sie auf DTM.com.

Was sagst du zum „SUPER GT x DTM“-Konzept, bei dem sechs verschiedene Hersteller gegeneinander antreten?

Ich würde sagen, es ist fantastisch. Ich fahre seit zwei Jahren in der japanischen SUPER GT und muss wirklich sagen, dass ich jede einzelne Minute davon genossen habe! Der Rennsport ist großartig. Ich glaube, viele sind der Meinung, dass es im GT- und Sportwagen-Rennsport weniger zur Sache geht als im Formelsport, aber ich kann dazu nur sagen, dass es genauso hart, genauso ernsthaft zugeht. Es gibt mehr Kontakt, es gibt erheblich mehr Verkehr auf der Strecke, besonders in der SUPER GT, man fährt jede Runde voll.

Ich finde die Idee, SUPER GT und DTM zusammenzuführen, großartig. Solche Sachen sind nicht einfach zu umzusetzen und die Detailarbeit ist sogar noch schwieriger. Daher würde ich sagen, vielleicht klappt es nicht auf Anhieb zu hundert Prozent, aber habt bitte ein wenig Geduld, denn wir versuchen, daraus einen Erfolg zu machen.

Klar, für uns ist es spannend, auf einem neuen Kontinent und auf einer neuen Rennstrecke zu fahren. Für mich heißt es: zurück nach Europa. Außerdem betrachte ich es als eine tolle Chance, gegen Audi und BMW und die Power der DTM anzutreten. Für die SUPER GT ist das eine ganz große Sache, das wird sicherlich ganz toll!

Vor allem: Wir haben keine Ahnung, wie es laufen wird. Sind die SUPER-GT-Autos schneller? Werden wir mit den Hankook-Reifen zurechtkommen? Es ist spannend, ich kann es kaum erwarten!

Was bedeutet es für dich, erstmals nach so langer Zeit wieder in Deutschland zu fahren?

Also, ich bin schon so alt, dass ich sogar noch auf dem alten Hockenheimring gefahren bin. Das werde ich nie vergessen: die wahnsinnig langen Geraden, mit Vollgas in den Wald, mit dem kreischenden V10 im Rücken...

Andererseits mag ich auch die neue Strecke in Hockenheim. Dort habe ich einige wirklich schöne Rennen erlebt. 2004 stand ich dort auf dem Podium. Zuvor war ich wegen eines Motorwechsels zurückversetzt worden. Im Rennen gab es Probleme mit meinem Helm, da sich das Band während der Fahrt gelöst hatte. Das war, sagen wir mal, interessant. 2012 hatte ich ein tolles Rennen gegen Seb (Vettel), das habe ich sehr genossen.

Welche DTM-Fahrer kennst du?

Natürlich kenne ich Paul (Di Resta), weil wir zusammen in der Formel 1 gefahren sind. Als ich noch in Monaco lebte, sind wir uns oft begegnet. Darüber hinaus haben wir zusammen den gleichen Job als Experte bei den Formel-1-Übertragungen auf Sky, also haben wir vieles gemeinsam. In Hockenheim fahren wir erstmals seit Le Mans 2018, wo wir beide an den Start gingen, mal wieder in einem Rennen gegeneinander.

Auch Timo (Glock) kenne ich von der Formel 1 und ich erinnere mich noch an Jamie Green aus dem Kartsport. Ich freue mich sehr, auch andere Fahrer aus der DTM kennenzulernen. Seit ich denken kann, gilt die DTM als eine äußerst professionelle Serie mit einem hohen fahrerischen Niveau. Ich kann mich noch daran erinnern, als Mika Häkkinen und David Coulthard dort fuhren. Für sie war es alles andere als einfach.

Von meinen Einsätzen in der SUPER GT weiß ich, wie hoch das Niveau in diesen Serien ist: Professionelle Fahrer, die Besten ihres Fachs. Wirklich sehr beeindruckend. Ich weiß, dass René Rast gerade den Titel gewonnen hat, und dass sowohl Gerhard Berger als auch Keke Rosberg eine sehr hohe Meinung von ihm haben. Daher ist es sehr interessant, einen Einblick in die Welt der DTM zu erhalten. Da bekommt man sicherlich nichts geschenkt!

Du fährst mit der Startnummer 1. Was bedeutet das für dich?

Also, das ist, als ob man mit einer größeren Zielscheibe auf dem Rücken fahren würde, das weiß ich schon! Aber das habe ich alles schon erlebt und es ist immer ein Privileg, mit dieser Nummer fahren zu dürfen. Ich wusste gar nicht, dass ich die Nummer 1 bekomme, das ist also wirklich cool.

Natürlich will man jedes Rennen gewinnen, bei dem man an den Start geht. In der SUPER GT sind wir in dem Bereich nicht so schlecht unterwegs, aber offen gesagt, muss ich in Hockenheim nicht um jeden Preis gewinnen. Ich bin dort schon einige Jahre nicht mehr gefahren, somit wird es einfach guttun, mal wieder im europäischen Rennsport-Umfeld zu sein und einige bekannte Gesichter wiederzusehen.

Seitdem du SUPER GT fährst, und auch in der WEC gestartet bist, hast du ein wachsendes Interesse für Sportwagen- und GT-Rennen feststellen können? Und möchtest du weiterhin mit geschlossenen Autos im Rennsport aktiv bleiben?

Als ich noch Formel 1 fuhr, habe ich immer gesagt, dass ich Rallyecross fahren wollte, denn das war, was mein Vater immer gemacht hat. Es sah auch immer nach Spaß aus. Dazu ist es bislang nicht gekommen – noch nicht, wohlgemerkt –, aber ich habe schon Off-Road-Rennen und Veranstaltungen mit Rocket in den USA bestritten. Das ist etwas, was ich vertiefen möchte.

Als die Chance aufkam, mit Honda SUPER GT zu fahren, sagte mir das auch sofort zu. Der Rennkalender ist nicht so umfangreich, besonders im Vergleich zum vollgepackten Plan der Formel 1, der natürlich eine Vollzeitbeschäftigung bedeutet. Aber wichtiger noch: Die Autos sind genial, und das Konzept einer GT-Langstreckenserie gefällt mir sehr.

Natürlich stellt die Formel 1 immer alle anderen Serien in den Schatten, aber ich bin davon überzeugt, dass es für Serien wie SUPER GT, WEC und DTM noch Möglichkeiten gibt, eine größere Reichweite zu erzielen. Ich glaube, dass Fahrer und Fans schnelle, PS-starke Autos wollen, was wiederum Fahrer und Sponsoren von einem höheren Niveau anzieht. Ich würde mich absolut freuen, wenn diese Serien international noch beliebter werden.

Historischer Auftritt bei der DTM: Rennsport-Legenden fahren ihre Autos von einst

  • Staraufgebot: Hans-Joachim Stuck, Walter Röhrl, Jochen Mass, Hans Heyer, Harald Grohs u.v.m. treten in Hockenheim an
  • Traumautos vom DTM-Vorläufer DRM: BMW 3.0 CSL, Porsche 911 Carrera RSR 3.0, Zakspeed Turbo Capri, Ford Capri RS 2600 u.v.m.
  • Prominenz auch bei Tourenwagen Classics: „Mr. DTM“ Bernd Schneider dabei
  • Neuer Show-Act: Pietro Lombardi mit Konzert im Fan Village am Samstag
Peter Mücke im Ford Capri RS 2600
Foto: Jens Hawrda
Mit einem wahren Staraufgebot an Rennlegenden der 70er und 80er Jahre wird das DTM-Saisonfinale 2019 zum historischen Schaulaufen. Am Hockenheimring (4.–6. Oktober) werden nicht nur die SUPER-GT-Gaststarter von Honda, Nissan und Lexus, angeführt von Ex-Formel-1-Weltmeister Jenson Button, bei den beiden letzten DTM-Rennen des Jahres zu bestaunen sein. Im Rahmenprogramm fahren erstmals mehr als 20 Traum-Rennwagen aus dem DTM-Vorläufer Deutsche Rennsport-Meisterschaft (DRM), die von 1972 bis 1985 den Automobil-Rennsport im deutschsprachigen Raum prägte.

Die Zuschauer im badischen Motodrom können sich auf Legenden wie den zweimaligen Le Mans-Sieger und DTM-Champion Hans-Joachim Stuck, den zweimaligen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl, Le-Mans-Sieger Jochen Mass oder den dreimaligen DRM-Champion Hans Heyer freuen. Bei den Highspeed-Demorunden der DRM Classics kommen nicht nur zahlreiche Original-Fahrzeuge aus den siebziger und achtziger Jahren zum Einsatz – am Steuer der Boliden sitzen teilweise sogar die Helden von damals. So wird beispielsweise Stuck einen BMW M1 fahren und Mass den Ford Capri RS 2600 steuern, den er bereits 1972 in der DRM pilotierte.

Armin Hahne und Helmut Kelleners geben Comebacks in ihren BMW 2002 von 1972 bzw. 1973. Hans Heyer wird nicht nur sein DRM-Meisterauto von 1980, dem spektakulären Lancia Beta Montecarlo mit Turbomotor, in Hockenheim die Sporen geben, sondern auch einer Replika des BMW 3.5 CSL, mit dem er 1973 an den Start ging. Mit weiteren prominenten Fahrern von damals sind die DTM-Organisation ITR und der DRM-Classics-Veranstalter im Gespräch.

Mehrere DTM-Champions starten bei den Tourenwagen Classics

Rennsport-Nostalgiker kommen in Hockenheim gleich doppelt auf ihre Kosten. Neben den DRM Classics beim großen Saisonfinale ebenfalls am Start: die Tourenwagen Classics, wo vor allem DTM-Fahrzeuge der achtziger und neunziger Jahre eingesetzt werden. Hier tritt unter anderem Volker Strycek an, der in Hockenheim alle Hände voll zu tun haben wird. Der DTM-Champion von 1984 wird nämlich auch bei den DRM Classics mit von der Partie sein – am Steuer des BMW 320 Gruppe 5 von 1981.

Darüber hinaus geben sich der fünfmalige DTM-Champion Bernd Schneider, Eric van der Poele Champion von 1987, Harald Grohs, Gewinner des ersten DTM-Rennens der Geschichte, und Kris Nissen bei den Tourenwagen Classics die Ehre. an. Die Fahrzeuge der Tourenwagen Classics, 2019 zum fünften Mal im DTM-Rahmenprogramm, sind wie die DRM Classics an allen drei Veranstaltungstagen auf der Rennstrecke und im Fahrerlager zu bestaunen.

Treffpunkt Fan Village: Konzert von Pietro Lombardi

Apropos Fahrerlager: Auf der Showbühne im Fan Village wird am Samstag ab 17:30 Uhr der Sänger Pietro Lombardi für Unterhaltung sorgen. Lombardi wurde 2011 als Gewinner der achten Staffel der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt und feierte in der Folge sechs Top-Ten-Hits, darunter die beiden Nummer-eins-Hitsingles „Call My Name“ und „Phänomenal“. Zum Fahrerlager – und somit auch zum Konzert am Samstag – haben alle Inhaber eines gültigen Tribünentickets freien Eintritt (so lange der Vorrat reicht).

Tickets für das Rennwochenende am Hockenheimring sind über die offizielle Website DTM.com/tickets und bei der DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20€/Anruf inkl. MwSt aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) erhältlich. Die Hotline ist montags bis freitags sowie am Rennwochenende auch samstags und sonntags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr geschaltet.

Supertalent gesucht: Wer wird bester Junior 2019?

  • Elf Fahrer kämpfen um Titel in der Pirelli-Junior-Wertung für Nachwuchspiloten
  • Sieger gewinnt verlockenden Preis von Reifenpartner Pirelli
  • Auch Fabian Vettel noch mit Chancen auf den Nachwuchstitel
Auch Fabian Vettel hat noch Chancen auf den Nachwuchstitel
Foto: Jens Hawrda

Das ADAC GT Masters sucht das Supertalent: Wer setzt sich in der Pirelli-Junior-Wertung durch? Der Sieger darf sich nicht nur über 22 Sätze Slicks von Reifenpartner Pirelli freuen, der Sieg in der Nachwuchsfahrerwertung war zuletzt auch ein Sprungbrett zu einem Werksvertrag. Die Junior-Champions der vergangenen drei Jahre, Connor De Phillippi, Jules Gounon und Sheldon van der Linde, wurden nach ihren ADAC GT Masters-Erfolgen alle von Herstellern verpflichtet. Am Wochenende kämpfen beim Finale auf dem Sachsenring noch elf Fahrer um den Nachwuchstitel. Spitzenreiter ist mit Audi-Fahrer Ricardo Feller (19/CH, Montaplast by Land-Motorsport) der Jüngste im Feld. SPORT1 überträgt die beiden Rennen live und in voller Länge. Beide Durchgänge beginnen diesmal um jeweils 14.45 Uhr. Außerdem sind die Rennen online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Tabellenführer Feller, der gemeinsam mit Dries Vanthoor (21/B) im Saisonverlauf auch bereits einen Gesamtsieg feiern durfte, geht die Titelentscheidung mit einem neuen Teamkollegen an. Da Vanthoor verhindert ist, hat der Schweizer beim Finale mit Audi-Sport-Fahrer Frédéric Vervisch (33/B) einen neuen Partner. Feller, im dritten Jahr hintereinander der jüngste Fahrer im Feld und aktuell auch Gesamtdritter im ADAC GT Masters, hat bisher 192 Punkte eingefahren - und damit elf mehr als Teamkollege Max Hofer (20/A). "Es ist toll für unser Team, dass wir mit zwei Fahrern in der Pirelli-Junior-Wertung vorne liegen. Natürlich wollen sowohl Max als auch ich den Titel. Wir sind neben der Strecke gute Freunde, aber auf der Strecke Konkurrenten. Ich werde alles dransetzen, den Titel zu holen." Feller hat von allen Fahrern in der Spitzengruppe die meiste Erfahrung im ADAC GT Masters auf dem Sachsenring. Davon möchte er profitieren: "Ich mag die Strecke. Da man dort kaum testen kann, habe ich vielleicht einen Vorteil gegenüber den Fahrern, die dort das erste oder zweite Mal fahren."

Hofer hat dagegen mit Christopher Mies (30/Heiligenhaus) einen Teamkollegen, der bereits vier Mal auf dem anspruchsvollen Sachsenring gewonnen hat. "Das Ziel ist ganz klar der Titel", so Hofer. "Die Saison ist bisher sehr gut verlaufen, leider haben wir zuletzt in Hockenheim mit einem Unfall und einem Reifenschaden wertvolle Punkte verloren. Daher werden wir 110 Prozent geben und alles rausholen, was geht. Ich denke, es ist vieles drin. Ich schätze Ricardo sehr und ich bin mir sicher, dass wir fair kämpfen werden."

Gute Chancen rechnen sich auch die Mercedes-AMG-Fahrer Aidan Read (20/AUS) und Marvin Dienst (22/Lampertheim, beide Schütz Motorsport) aus, die drei Rennen lang die Junior-Tabelle anführten und auf 175,5 Punkte kommen. "Die Führung wollten wir eigentlich nicht mehr hergeben, aber es kam leider anders", sagt Dienst, der ADAC Junior-Motorsportler des Jahres 2017. "Es war von Anfang an das Ziel, in der Pirelli-Junior-Wertung anzugreifen. Und dies, obwohl wir anders als die vor uns platzierten Fahrer keinen Werkspiloten im Auto haben und Aidan zudem vor der Saison keinen Kurs kannte. Ich freue mich auf den Sachsenring. Es ist eine mega Strecke, dort kann man als Fahrer etwas ausmachen. Und unserem Auto sollte sie auch liegen."

Neben dem Topquartett können noch sieben weitere Fahrer zumindest mathematisch in den Titelkampf eingreifen. Audi-Fahrer Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde, BWT Mücke Motorsport) hat 153 Punkte auf dem Konto, dahinter folgen Lamborghini-Junior Michele Beretta (24/I, Orange1 by GRT Grasser, 152) und Ortmanns Teamkollege Jeffrey Schmidt (25/CH, 151). Mit 138 Punkten hat auch Fabian Vettel (20/Heppenheim, Mann-Filter Team HTP) noch Chancen, bester Nachwuchsfahrer zu werden. Der jüngere Bruder von Formel-1-Star Sebastian Vettel bestreitet im Mercedes-AMG seine erste Saison im ADAC GT Masters. Audi-Fahrer Mattia Drudi (21/I, EFP by TECE) sammelte in den ersten zwölf Rennen 129 Zähler, die Markenkollegen Dennis Marschall (23/Eggenstein-Leopoldshafen) und Carrie Schreiner (21/Völklingen, beide HCB-Rutronik Racing) kommen auf 120.

Hochspannung beim Finale der ADAC TCR Germany auf dem Sachsenring

  • Max Hesse, Harald Proczyk, Antti Buri und Mike Halder kämpfen um den Titel
  • Sieben Marken beim Saisonfinale - Gaststarter aus der WTCR ergänzen das Feld
  • Michelle Halder führt die Honda Junior Challenge an
TCR Germany  - Titelentscheidung am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Die Entscheidung im engen Titelkampf, Gaststarter aus der WTCR und sieben Marken in der ADAC TCR Germany: Das Saisonfinale an diesem Wochenende auf dem Sachsenring (27. bis 29. September) verspricht Hochspannung und ist vollgepackt mit intensivem Tourenwagensport. SPORT1 überträgt die Rennen der ADAC TCR Germany im TV, online sind die Läufe im Livestream auf adac.de/motorsport, SPORT1.de, youtube.com/adac und auf der Facebook-Seite der ADAC TCR Germany zu sehen.

Im Mittelpunkt steht die packende Entscheidung im Titelrennen. Vier Piloten sind noch aussichtsreich im Rennen, doch wer hat am Ende die stärksten Nerven? Tabellenführer Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler) ist seit dem vergangenen Rennwochenende in Hockenheim an der Spitze und will diesen Platz natürlich nicht mehr abgeben. "Schauen wir mal, was am Sachsenring drin ist. Viel besser als in Hockenheim geht es ja kaum noch. Es sei denn, wir holen zweimal P1", sagt Max Hesse, der mit seinem Hyundai i30 N TCR 14 Punkte Vorsprung auf Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) herausgefahren hat: "Unser Ziel ist es natürlich, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Wir denken weiter von Rennen zu Rennen, möglichst ohne die Meisterschaft im Hinterkopf zu haben. Am Ende wird dann abgerechnet. Mit diesem Ansatz machen wir uns nicht zu viel Druck."

Druck verspüren aber auch die Verfolger Harald Proczyk, Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) im Audi RS3 LMS und Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) nicht. Schließlich ist das Trio nun in die Verfolgerrolle geschlüpft und kann Hesse jagen. "In dieser Rolle fühlen wir uns wohl", sagt Antti Buri, der erst in Hockenheim die Führung in der Gesamtwertung verloren hatte. 21 Punkte liegt er nun hinter Hesse, doch weil an einem Rennwochenende maximal 85 Zähler (5 für die Pole und jeweils 40 für einen Sieg) zu holen sind, ist dieser Rückstand aufholbar. Zudem macht dem Finnen ein Blick in die Ergebnislisten Mut: Im Jahr 2016 holte er auf dem Sachsenring einen Sieg, Buri weiß also, wie man auf dem anspruchsvollen Kurs bei Hohenstein-Ernstthal gewinnen kann.

Mit umkämpften Titelentscheidungen kennt sich Harald Proczyk aus - erst im Vorjahr triumphierte der Österreicher in Hockenheim in einem Vierkampf um die Meisterschaft. 2019 weiß er, "dass wir immer eines der schnellsten Autos im Feld haben", betont Proczyk. Also alles bereit für eine Aufholjagd? "Schauen wir mal, an einem Rennwochenende kann immer alles passieren!", so der Österreicher.

Der vierte Titelkandidat ist Mike Halder, und auch der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot glaubt noch an seine Chance. "Ich hoffe, dass wir einen guten Saisonabschluss schaffen. Wie im Vorjahr, als wir in Hockenheim zweimal aufs Podium gefahren sind. Wenn das jetzt wieder klappt, dann sehen wir ja, für was es reicht", sagt der Honda-Pilot: "Die Strecke müsste dem Auto liegen. Der Sachsenring ist neben Zandvoort meine absolute Lieblingsstrecke. Ich mag die schnellen Kurven und dieses Auf und Ab. Im Grunde freue ich mich schon das ganze Jahr auf den Sachsenring."

Doch nicht nur der Titelkampf steht im Fokus, auch in der Honda Junior Challenge, die Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) derzeit anführt, und in der Teamwertung sind die Entscheidungen noch nicht gefallen. Bei den Teams führt das Hyundai Team Engstler (579) knapp vor HP Racing International (543) und dem Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen (512). Maximal 153 Punkte sind in der Teamwertung an einem Rennwochenende zu holen.

Das Fahrerfeld wird am Sachsenring durch einige Gaststarter ergänzt. Darunter auch die aus der Weltserie WTCR bekannten Teams Comtoyou Racing und ALL-INKL.COM Racing - Münnich Motorsport. Für Comtoyou wird Sami Taoufik (17, Marokko) im Audi RS3 LMS starten, bei Münnich Motorsport sitzt Teamchef René Münnich persönlich im Cockpit des Honda Civic TCR.

Philipp Regensperger (19, Großthalham, Lubner Motorsport) fährt im Opel Astra TCR, ebenfalls erstmals dabei sind James Bischof (18, Schweiz, Topcar Sport) und Sophie Hofmann (20, Waldenburg, Topcar Sport), die beide im Cupra TRCR starten. Zudem ergänzen der ehemalige Stammfahrer Pascal Eberle (28, Schweiz, Steibel Motorsport) in einem weiteren Cupra und Marcel Fugel (18, Chemnitz, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR das Feld. Neben Audi, Cupra, Honda, Hyundai und Opel sind zudem der VW Golf GTI TCR und ein Lada Vesta TCR dabei.