Dienstag, 17. September 2019

Luca Trefz und Morgan Haber siegen am Sonntag in Hockenheim

  • Dritter Erfolg für Mercedes-AMG in Folge in der ADAC GT4 Germany
  • Marius Zug und Gabriele Piana bauen Führung in der Meisterschaft weiter aus
  • Titelaspiranten Hamza und Jusuf Owega scheiden vorzeitig aus
Luca Trefz (l.) und Morgan Haber
Foto: ADAC-Motorsport

Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) feiern im Mercedes-AMG GT4 im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring ihren ersten Saisonsieg in der ADAC GT4 Germany. Die beiden Audi R8 LMS GT4 von Nico Rindlisbacher (23/CHE) und Patricija Stalidzane (17/München) sowie Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass (36/Köln, alle racing one) komplettieren das Podium. "Ich bin einfach nur überglücklich. Mit diesem Ergebnis hätte ich nie gerechnet. Denn wir sind von Position neun aus gestartet", strahlte Trefz nach der Zieldurchfahrt.

Zu Rennbeginn gab es jedoch ein ganz anderes Bild an der Spitze des Feldes. Am Start übernahm zunächst Lars Kern (31/Weissach, Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4 die Führung. Doch noch in der ersten Runde kollidierte er im Motodrom mit dem Mercedes-AMG GT4 von Titelaspirant Jusuf Owega (17/Köln, GetSpeed Performance). Die Situation bedeutete für beide Piloten das Aus und rief auch eine Safety-Car-Phase auf den Plan.

Nach dem Restart kämpften dann Tim Heinemann (21/Fichtenberg, HP Racing International) und Marvin Dienst (22/Lampertheim, Schütz Motorsport) um die Spitze. Im Kampf um die Führung gerieten die beiden Mercedes-AMG aneinander, was Heinemann zur Aufgabe zwang und Dienst eine Durchfahrtsstrafe einbrachte. So ging Mike Beckhusen im Audi in Führung. Diese behielt der Berliner bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters. Der spätere Sieger Haber lag zu diesem Zeitpunkt noch auf Rang drei. Als alle Boxenstopps absolviert waren, lag dessen Teamkollege Trefz an der Spitze.

Über die Renndistanz baute Trefz dann einen Vorsprung von über sieben Sekunden auf. Eine weitere Safety-Car-Phase, die durch einen Dreher von KTM-Pilotin Laura Kraihamer (28/AUT, True Racing) ausgelöst wurde, schob das Feld nochmals zusammen, am Ende siegt das Duo von Leipert Motorsport mit 0,574 Sekunden Vorsprung. "Als ich ins Auto stieg und auf dem ersten Platz lag, war ich einerseits glücklich - aber auch angespannt. Ich wusste, es geht um Alles. Ich durfte mir keine Fehler erlauben. Das ist mir gelungen. Heute hat einfach alles perfekt zusammengepasst", erklärte Trefz, der gleichzeitig auch die Junior-Wertung für sich entschied. "Ich hatte in der Anfangsphase bereits einige Plätze gut gemacht. Dann sind wird früh in die Box gefahren. Das zahlte sich letztendlich aus", beschrieb Haber.

Hinter dem Mercedes-AMG fuhr Nico Rindlisbacher im Audi R8 LMS GT4 in der zweiten Rennhälfte noch an seinem Teamkollegen Markus Lungstrass, der vom zuvor führenden Mike Beckhusen übernahm, vorbei und sicherte sich gemeinsam mit Patricija Stalidzane den zweiten Platz. Lungstrass konnte damit die Trophy-Wertung der ADAC GT4 Germany gewinnen.

Auf Position vier kamen die Gaststarter Marc Ehret (26/Hüttenfeld) und Tobias Dauenhauer (21/Mörlenbach, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 vor dem Aston Martin Vantage GT4-Duo Alexander Mies (27/Heiligenhaus) und Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde, beide Propeak Performance).

Mit Rang sechs konnten Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) ihre Führung in der Tabelle weiter ausbauen. Platz sieben ging an Oliver Mayer (61/Ingolstadt) und Jan Philipp Springob (18/Olpe, beide Bremotion) im Mercedes-AMG GT4. Dahinter folgten Phil Dörr (18/Butzbach) und Dennis Trebing (27/USA, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S GT4, Claudia Hürtgen (48/Aachen) und Michael Fischer (24/AUT, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 sowie Felix von der Laden (25/Köln) und Alain Valente (22/CHE, beide Team GT) in einem weiteren McLaren.

Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) fuhren im KTM X-Bow GT4 auf Rang elf. Damit reisen sie als neue Zweitplatzierte in der Meisterschaftstabelle zum Finale der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring (27. bis 29. September). TV-Kommentator Christian Danner (61/Seeshaupt) beendete das Rennen gemeinsam mit Bernhard Laber (55/München, beide Team GT) in einem McLaren 570S GT4 auf Position 17.

Hyundai-Fahrer Hesse macht sich mit Sieg zum Titelfavoriten

  • Hesse reist mit 14 Punkten Vorsprung zum Saisonfinale
  • Zweiter Dreifachsieg vom Hyundai in Hockenheim
  • Michelle Halder siegt in der Honda Junior Challenge und übernimmt Tabellenführung


Max Hesse (Wernau) hat das zweite Rennen der ADAC TCR Germany am Hockenheimring für sich entschieden und vor dem Finale auf dem Sachsenring die Tabellenführung übernommen. Der 18-Jährige vom Hyundai Team Engstler gewann in seinem Hyundai i30 N TCR vor Gaststarterin Jessica Bäckman (22, Schweden, Target Competition). Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) machte mit Rang drei den Dreifacherfolg für Hyundai perfekt. Das erste Rennen am Samstag hatte Proczyk gewonnen.

"Das war ein mega Rennen, von Platz sechs auf eins - der Hammer. Das Auto hat super funktioniert, das Team hat wieder einen tollen Job gemacht. Besser kann's nicht sein", sagte Max Hesse: "Ich freue mich riesig über den Sieg."

Der Finne Antti Buri (30, LMS Racing) belegte aufgrund technischer Probleme mit seinem Audi RS3 LMS am Sonntag den zwölften Platz und musste seine Gesamtführung an Hesse abgeben. Mit 377 Punkten führt der dreimalige Saisonsieger Hesse vor Proczyk (363) und Buri, der 356 Zähler auf dem Konto hat. Auch Honda Civic TCR-Pilot Mike Halder (23, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) hat nach seinem fünften Platz und mit 334 Punkten in der Gesamtwertung noch Titelchancen.

Am Start verteidigte zunächst Polesetterin Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Honda Civic TCR ihre Führung, musste diese aber früh an ihren Markenkollegen Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) abgeben. Doch auch Fugel konnte seine Spitzenposition nicht lange halten, nacheinander gingen die Hyundai von Hesse, Bäckman und Proczyk vorbei.

Das Hyundai-Trio um Hesse, Bäckman und Proczyk fuhr an der Spitze des Feldes ein kontrolliertes Rennen, dahinter lagen die drei Honda-Fahrer Fugel, Mike und Michelle Halder eng beieinander, Positionsveränderungen in den Top-Sechs blieben in der Schlussphase aus. In der Honda Junior Challenge fuhr Michelle Halder durch ihren sechsten Platz zum Sieg und übernahm in der Sonderwertung auch die Gesamtführung.

In zwei Wochen kommt es beim Saisonfinale der Tourenwagenserie zum Showdown auf dem Sachsenring. Auf der Traditionsstrecke bei Hohenstein-Ernstthal fällt in den letzten beiden Saisonrennen die Entscheidung über den Meister der vierten Saison in der ADAC TCR Germany.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Jessica Bäckman (Zweite, Target Competition): "Gestern hatte ich hier noch große Probleme mit der Strecke. Heute fühlte sich das Auto viel besser an, also war ich zuversichtlich. Nach dem guten Start habe ich einfach versucht, das Rennen clever zu fahren. Wäre das Rennen noch etwas länger gewesen, hätte ich Max vielleicht noch bekommen. Aber insgesamt bin ich sehr, sehr glücklich, hier auf dem Podium zu stehen."

Harald Proczyk (Dritter, HP Racing International): "Das Wochenende war perfekt. Ich bin leider heute etwas zu spät nach vorne gekommen und habe einen kleinen und unnötigen Kontakt gehabt. Der hat das Auto etwas verstellt. Es war sehr eng heute, selbst wenn ich an Max noch herangekommen wäre, hätte ich ja erst einmal vorbeikommen müssen. Das geht nicht ohne Brechstange."

Michelle Halder (Siegerin Honda Junior Challenge, Profi-Car Team Halder): "Auf der einen Seite bin ich zufrieden, aber von Startplatz eins habe ich mir natürlich etwas mehr erhofft. Aber es war von Anfang an klar, dass Hyundai sehr, sehr stark ist. Im Rennen bin ich etwas abgedrängt worden, danach konnte ich aber mit den beiden anderen Honda gut mitgehen. Zufrieden bin ich natürlich, weil ich die Honda Junior Challenge hier gewinnen konnte."

Montag, 16. September 2019

Eng bestplatzierter BMW Pilot auf Rang acht beim Nürburgring-Rennen am Sonntag

Philipp Eng als  bester BMW-Pilot am Sonntag auf Platz 8
Foto: Jens Hawrda
Nach dem Doppelpodium am Samstag, mussten die sechs BMW DTM - Piloten ein schwieriges Rennen am Sonntag bestehen. Philipp Eng (AUT) belegte im ZF BMW M4 DTM den achten Platz und erzielte in der Gesamtwertung vier Punkte. Auch Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) und Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) erreichten mit den Plätzen neun und zehn die Top Ten. 

Jamie Green (GBR) sicherte sich am Sonntag den Sieg. Audi-Kollege René Rast (GER) steht nach dem dritten Platz nun als DTM-Champion 2019 fest.

Joel Eriksson (SWE, CATL BMW M4 DTM) und Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) erreicht die 11 bzw. 16. Positionen für das BMW Team RBM auf dem Nürburgring. 
Nach einer Kollision mit Glock in der zweiten Runde wurde van der Linde eine Durchfahrtsstrafe auferlegt. Ein Ölleck in der Motorperipherie zwang Marco Wittmann (GER), in die Box zu fahren, um seinen Schaeffler BMW M4 DTM dort abzustellen. Das Rennen in der Eifel markiert sein 100. DTM Rennen für das BMW Team RMG. Der zweifache Meister ist der bestplatzierte BMW Fahrer in der Gesamtwertung und belegt mit 182 Punkten den dritten Platz.

Sonntag, 15. September 2019

„Was für ein Jahr!“ René Rast vorzeitig DTM-Champion

  • Fahrermeisterschaft schon vor dem Finale entschieden
  • Teammeisterschaft geht ebenfalls an Audi
  • Erster Sieg für Jamie Green in der DTM seit 2017

Renè Rast sichert sich am Nürburgring vorzeitig seinen zweiten Meistertitel
Foto: Jens Hawrda


Das Triple ist perfekt: Nach dem Gewinn der DTM-Herstellermeisterschaft hat sich Audi auf dem Nürburgring auch vorzeitig die Titel in der Fahrer- und der Teammeisterschaft gesichert. Erster DTM-Champion der neuen Turbo-Ära ist René Rast, dem ein dritter Platz im Sonntagsrennen zum Titelgewinn reichte.

„Ich kann es noch gar nicht glauben“, sagte der 32 Jahre alte Deutsche, der erst nach der Zieldurchfahrt per Funk von seinem Renningenieur erfuhr, dass er den Titel schon im drittletzten Rennen der Saison gewonnen hat. „Was für ein Jahr! Wir waren fast überall extrem stark. Den Titel schon vor dem letzten Rennwochenende zu holen, ist unglaublich. Einen ganz großen Anteil daran hat das Team Rosberg, das fantastisch gearbeitet hat. Und natürlich Audi: Der Audi RS 5 DTM war in diesem Jahr das beste Auto mit dem besten Turbomotor.“

„Wir haben nicht damit gerechnet, die Meisterschaft schon so früh und vor allem auf eine derart dominante Art und Weise zu gewinnen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass, nachdem Audi im Sonntagsrennen die ersten sieben Plätze belegte. „René (Rast) ist nun zweimaliger DTM-Champion – und das absolut verdient. Er hat eine eindrucksvolle Saison gezeigt. Glückwunsch an ihn, an sein Team, aber auch die ganze Audi-Familie. Danke an alle, die diesen großartigen Erfolg möglich gemacht haben: Es ist fantastisch, mit einem so tollen Team zu arbeiten. Heute gibt es eine große Party. Und danach freuen wir uns auf das Finale in Hockenheim gemeinsam mit den Autos aus der japanischen Super GT. Auch das wird noch einmal ein absolutes Highlight.“

Nach seinem Sieg am Samstag holte Rast mit Platz zwei im Qualifying – nur eine Tausendstelsekunde hinter Jamie Green – und Rang drei im Rennen exakt jene Punkte, die er zum vorzeitigen Titelgewinn benötigte. Vor den letzten beiden Läufen hat der Pilot des Audi Sport Team Rosberg 56 Punkte Vorsprung auf Verfolger Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline und liegt damit uneinholbar auf Platz eins.

Müller startete nach einem Sensordefekt im Qualifying von Platz 14. Der Schweizer fuhr in seinem 100. DTM-Rennen bis auf Rang fünf nach vorn, ehe er kurz vor Rennende einen Platz und damit auch seine letzte Titelchance verlor. „Ich bin früh an die Box gekommen und hatte am Ende sehr mit meinen Reifen zu kämpfen“, sagte Müller. „Nach dem Qualifying war klar, dass es ein schwieriges Rennen für uns werden würde. Platz sechs war das Maximum. Schade, dass der Titelkampf nun entschieden ist. Ich freue mich für René und Audi, die einen tollen Job gemacht und den Titel verdient haben. Aber natürlich hätte ich die Titelentscheidung gerne auf das Finale in Hockenheim vertagt.“

Die Pole-Position und den Sieg im Sonntagsrennen sicherte sich Rasts Teamkollege Jamie Green. Der Brite setzte sich in einem direkten Duell gegen Rast durch und wehrte am Ende die Attacken von Robin Frijns ab, der in der Schlussphase mit frischeren Reifen angriff. „Ich wusste schon gar nicht mehr, wie sich ein Sieg in der DTM anfühlt“, sagte Green. „Mein letzter Sieg ist zwei Jahre her. Ich kann nur sagen: Es fühlt sich großartig an! Es war ein toller Kampf heute. Alle Audi-Piloten wollten gewinnen. Ich bin froh, dass ich den Sieg über die Ziellinie gerettet habe.“

Mit Loïc Duval, Jonathan Aberdein, Nico Müller und Mike Rockenfeller auf den Plätzen vier, fünf, sechs und sieben feierte Audi am Sonntag einen Siebenfacherfolg und toppte damit noch das bisher beste Ergebnis eines Herstellers in der neuen Turbo-Ära der DTM.

Auch der Titel in der Teammeisterschaft ist Audi nicht mehr zu nehmen. Den machen das Audi Sport Team Rosberg und das Audi Sport Team Abt Sportsline beim Finale in Hockenheim am 5. und 6. Oktober unter sich aus.

DTM: Renè Rast wieder Champion!

  • René Rast feiert seinen zweiten DTM-Titel mit Rang drei am Nürburgring
    Audi-Pilot nun in einer Titel-Liga mit Paffett, Wittmann, Scheider und Ekström
  • Jamie Green siegt nach packendem Zweikampf mit Robin Frijns
Renè Rast macht am Nürburgring seinen zweiten DTM-Titel perfekt
Foto: Jens Hawrda

Mit starker Wochenendleistung zum zweiten DTM-Titel: Audi-Mann René Rast (GER) hat sich auf dem Nürburgring frühzeitig zum Champion gekrönt. Mit Pole-Position und Sieg am Samstag, Startreihe eins und Platz drei am Sonntag sammelte er in der Eifel die entscheidenden Punkte. Gleichzeitig büßten seine letzten verbleibenden Titelkontrahenten Stück für Stück wertvollen Boden ein. Mit 56 Zählern Vorsprung ist der Mindener deshalb bis zum Saisonende nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen – dank seiner sechs Saisonsiege.

Rast ist nicht nur der erst siebte Fahrer in der Geschichte der DTM, der mehr als einen Titel gewinnt – mit zwei Gesamtsiegen steigt er in die Liga von Mattias Ekström (SWE), Timo Scheider (GER), Marco Wittmann (GER) und Gary Paffett (GBR) auf. Mehr als zwei Titel haben nur Klaus Ludwig und Bernd Schneider (beide GER) auf dem Konto. Bereits in seiner dritten vollen Saison feierte Rast nun den zweiten Meisterschaftsgewinn – so schnell wie kein anderer Fahrer vor ihm.

Lucky seven: Audi dominiert zweites Rennen am Sonntag und stellt Rekord ein

Das zweite Nürburgring-Rennen geriet am Sonntag zur Show mit vier Ringen – eingestellter Rekord inklusive: Jamie Green (GBR) siegte von der Pole-Position im packenden Showdown in der Schlussphase vor Audi-Markenkollge Robin Frijns (NED). Den dritten Podestplatz sicherte sich Rast. Für Green war es der erste Sieg seit dem Saisonfinale 2017. Green, der nun siebte DTM-Sieger 2019, führte ein Audi-Septett an, das durch Loïc Duval (FRA), Jonathan Aberdein (RSA), Nico Müller (SUI) und Mike Rockenfeller (GER) komplettiert wurde. Damit stellte Audi einen Marken-Rekord ein: Die Plätze eins bis sieben hatte bisher nur BMW im ersten Lauf in Zandvoort 2015 für sich entschieden. Dabei verzichtete die Ingolstädter Marke auf rechnerische Planspiele und ließ ihre Fahrer frei um die Positionen kämpfen.

Ernüchterung bei BMW und Aston Martin

Für BMW blieben nur drei Punktresultate übrig – zu wenig für eine der erfolgreichsten Marken in der DTM-Historie. Philipp Eng (AUT) hielt die BMW-Fahnen mit Rang acht am höchsten, Timo Glock (GER) wurde Neunter, Bruno Spengler (CDN) Zehnter. Bestplatzierter Aston-Martin-Fahrer war einmal mehr Daniel Juncadella (ESP), der als Zwölfter ins Ziel fuhr.

Trotz der Entscheidungen in Sachen Fahrer- und Herstellermeisterschaft, die frühzeitig an René Rast und an Audi gingen, geht es beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring (4.–6. Oktober) in der Teamwertung noch einmal um alles. Das Audi Sport Team Rosberg (Rast/Green) bringt einen Vorsprung von nur 32 Zählern auf das Audi Sport Team Abt Sportsline (Müller/Frijns) mit. 

Stimmen – 2. Rennen, Nürburgring

Jamie Green (Sieger)
„Heute war ein hartes Rennen, ein großer Kampf bis zum Ende. Heute durften wir frei kämpfen, es zu gewinnen ist großartig. Glückwunsch an Audi und René Rast zum Titelgewinn! In Hockenheim geht es jetzt nochmal um die Teammeisterschaft und hoffentlich haben wir am Ende noch etwas zu feiern.“

Robin Frijns (2.Platz)
„Im ersten Stint hatte ich kleinere Probleme und kam an Loïc Duval nicht so recht vorbei, obwohl ich schneller war. Im zweiten Stint habe ich schnell auf René Rast aufgeschlossen und bin an ihm vorbei. Und auch die Lücke zu Jamie Green konnte ich schnell schließen. Mein Überholversuch war etwas überstürzt, denn ich habe geglaubt, es wäre mein einziger Versuch. Doch es war nicht die letzte, sondern die vorletzte Runde. Am Ende hat es trotz des Stresses viel Spaß gemacht. Diesmal war Jamie vorn, das nächste mal hoffe ich darauf, dass ich es bin.“

Renè Rast (3. Platz)
„Ich bin mega-happy, klar. Bis zum Schluss wusste ich nicht, ob es gereicht hat, denn ich wusste nicht, auf welcher Position Nico Müller ins Ziel gekommen ist. Es ist ein bisschen wie beim ersten Titelgewinn, der unverhofft kam. Trotzdem hat sich dieser hier angekündigt. Wir hatten eine großartige Saison, waren immer konkurrenzfähig. Jetzt können wir das Finale in Hockenheim genießen – mit tollem Racing zusammen mit der SUPER GT.“