Montag, 9. September 2019

Mikhalchik verteidigt IDM-Titel in Assen

Ilya Mikhalchik verteidigt seinen Titel in  Assen vorzeitig
Foto: Jens Hawrda
Das alpha Racing-Van Zon-BMW Team hat es wieder geschafft! Ilya Mikhalchik sicherte sich am Sonntag in der Kathedrale des Motorradrennsports, dem TT Circuit Assen, Niederlande, den deutschen Meistertitel 2019. Der junge Ukrainer fuhr am Sonntag zwei Mal zum Sieg und sicherte dem Team um Teammanager Werner Daemen den zweiten IDM-Titel in Folge. Es ist der fünfte deutsche Titel in sieben Jahren für die belgische Mannschaft.

Trotz des Erfolges war es ein durchwachsenes Wochenende für das alpha Racing-Van Zon-BMW Team. Während Mikhalchik in jeder Session die Führung innehatte und beide Rennen gewann, kämpfte Julian Puffe auf der anderen Seite der Box mit technischen Problemen und musste sich im ersten freien Training mit einem schweren Sturz auseinandersetzen. Der 23-Jährige aus Schleiz sammelte an diesem Wochenende aber trotzdem wichtige Meisterschaftspunkte und wird in drei Wochen auf dem Hockenheimring auf dem zweiten Gesamtrang ins Saisonfinale starten.

Stimmen aus dem Team zum Rennwochenende in Assen:

Ilya Mikhalchik: 
„Das ganze Wochenende war perfekt, wir waren die ersten in allen Sessions und ich habe beide Rennen gewonnen. Es war nicht ganz einfach, aber auch nicht unmöglich. Die Punkte waren sehr wichtig für mich und ich bin sehr froh, dass ich den ersten Titel für dieses neue BMW Bike erreicht habe. Den Titel vor Saisonende zu gewinnen, ist auch nicht schlecht. Wir haben das ganze Jahr über hart gearbeitet und mehr Rennen gewonnen als im letzten Jahr. Wir haben noch zwei Rennen vor uns, bis zum Ende der Saison. Schön, dass ich sie jetzt entspannter fahren kann und freue mich auf das Saisonende auf dem Hockenheimring.“

Julian Puffe: 
„Auch dies war nicht mein Wochenende. Ich hatte in Runde fünf des ersten freien Trainings am Freitag einen schweren Sturz. Es war mein Fehler und ich habe mir damit das gesamte Wochenende ruiniert. Am Freitag nach dem Absturz war nichts mehr möglich. Das Bike wurde zerstört und mein Team musste mir ein neues aufbauen. Sie haben einen fantastischen Job gemacht. Auch das Qualifying war aufgrund der wechselhaften Wetterbedingungen nicht optimal. Es war teils trocken und teils nass und ich konnte mich bis zum Ende nicht verbessern. Ich belegte den 16. Platz. 

Im zweiten Qualifying mussten wir aussetzen, da es regnete. Das erste Rennen war schwierig, da wir noch keine Daten aus dem Trockenen gesammelt hatten. Aber ich konnte vom 16. auf den achten Platz fahren. Das war ganz ok. Die ersten Runden des zweiten Rennens haben sich gut angefühlt. Aber dann musste ich wieder mit technischen Problemen kämpfen. Am Ende konnte ich mir den neunten Platz und einige Punkte für die Meisterschaft sichern, aber es war insgesamt gesehen kein gutes Wochenende für mich.“

Werner Daemen, Teammanager: 
„Natürlich bin ich, als Teammanager, froh und stolz. Es war wieder ein langes Jahr und ein langer Kampf. Das Motorrad ist komplett neu, wir wussten nicht, was uns erwarten würde. Aber wir haben es geschafft und ein neues Bike an die Spitze gebracht. Dies zeigt, dass wir gute Arbeit geleistet haben. Nicht nur Ilya hat wieder einen Top-Job gemacht, sondern das ganze Team. 

Julian hatte hier mit einigen Problemen zu kämpfen. Vor zwei Rennen führte er die Meisterschaft noch an. Auch er hat einen guten Job gemacht und nächstes Jahr wird er auch wieder in der Meisterschaft angreifen. Ich möchte all unseren Sponsoren und Unterstützern danken, dass sie es uns ermöglicht haben, all dies zu erreichen.“

Sonntag, 8. September 2019

IDM Supersport 600 Assen

Max Enderlein vorzeitig Meister

Max Enderlein holt sic bereits in Assen den Meistertitel 2019
Foto: Jens Hawrda
Marc Buchner (Buchner Motorsport) hat das Samstagsrennen in der IDM Supersport 600 gewonnen. Der Yamaha-Pilot siegte vor seinen Markenkollegen Sander Kroeze (MGM Racing Performance) und Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Academy). 

Dem Sachsen reichte der dritte Platz für den Gesamtsieg in der Meisterschaft. Die Mission Titelverteidigung ist erfolgreich verlaufen. Damit ist Max Enderlein der alte und neue Champion in der IDM Supersport 600.

Qualifying IDM Superbike 1000 Assen

Ilya Mikhalchik startet in Assen von der Pole
Foto: Jens Hawrda
Ilya Mikhalchik (alpha Racing-Van Zon-BMW) holt sich in Assen die Pole Position vor Ricardo Brink (Team SWPN, Yamaha) und Bastien Mackels (Wilbers-BMW-Racing). Marc Moser (Yamaha) fuhr die viertbesten Zeit vor dem Erwan Nigon (Kawasaki). Alessandro Polita (Holzhauer Racing Promotion) mit seiner Honda belegt Startplatz acht. Daniel Kartheininger (HPC-Power Suzuki Racing) startet als schnellster Suzuki-Pilot des Qualifyings von Startplatz 12. 

Bleibt die Frage, wo den Julian Puffe, der Teamkollege von Mikhalchik und dessen größter Gegner im Titelkampf abgeblienen ist ? Der Thüringer hatte im freien Training einen Totalschaden produziert. Das Motorrad musste über Nacht komplett neu aufgebaut werden. Dem 23-jährigen Schleizer blieb nur das erste Qualifying, um das Bike testen zu können. Mehr als der 16. Startplatz war nicht drin.

Donnerstag, 5. September 2019

Spektakuläres Design für neuen Audi e-tron FE06

  • Audi startet mit neuer Optik in die nächste Saison der Formel E
  • Rennauto von Daniel Abt und Lucas di Grassi steht auf der IAA 
  • SONAX erweitert die Familie der starken Audi-Partner

Audi etron FE06
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel

Daniel Abt und Lucas di Grassi starten mit einer spektakulären Optik in die nächste Saison der Formel E, die im November beginnt. Der Rennwagen Audi e-tron FE06, der in der nächsten Woche auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt erstmals öffentlich gezeigt wird, präsentiert sich in neuen Farben und mit einer weiterentwickelten Technik.

Viel sichtbare Kohlefaser, ein auffallend grelles Orange und akzentuierte Linien über das gesamte Auto: Der Audi e-tron FE06 präsentiert sich nochmals deutlich aggressiver als sein Vorgänger, mit dem Daniel Abt und Lucas di Grassi in der Vorsaison für Audi Sport ABT Schaeffler den zweiten Platz in der hart umkämpfen Teamwertung gewonnen haben. Sein Renndebüt feiert das rein elektrisch angetriebene Rennauto am 22./23. November in Ad Diriyah (Saudi-Arabien). Bereits nächste Woche können Motorsportfans den FE06 am Audi-Stand auf der IAA (Halle 3) erleben.

„Kompliment an die Designer bei Audi“, sagt der erfolgreichste deutsche Formel-E-Pilot Daniel Abt. „Ich habe die Entwicklung der Optik in den vergangenen Wochen verfolgt und finde das Ergebnis genial – das Auto sieht einfach aggressiv und schnell aus.“ Sein Teamkollege Lucas di Grassi ist sich sicher: „Die Fans werden unser Auto von der Tribüne oder im Fernsehen sofort erkennen. Jeder Look in den fünf Saisons hatte seinen ganz eigenen Charakter, aber der FE06 ist mein Favorit. Jetzt liegt es an dem ganzen Team, ihn auch zu einem Erfolgstyp zu machen.“

Während Audi beim Design neue Wege gegangen ist und sich mit dem Orange auch an die Farbpalette, mit der das Straßenauto Audi e-tron einst präsentiert wurde, angelehnt hat, setzt das Team ansonsten auf Kontinuität: Mit Abt und di Grassi startet die erfolgreichste Fahrerpaarung im gesamten Feld in ihre sechste gemeinsame Saison. Auch auf seine meist langjährigen Partner kann das Team Audi Sport ABT Schaeffler weiter setzen: Neben dem Technologiepartner Schaeffler, der zusammen mit Audi für die Entwicklung des Antriebsstrangs verantwortlich zeichnet, sind auch HYLA, ITK Engineering, die LGT Gruppe, KUKA, MASCOT, Riello UPS und Würth Elektronik weiter an Bord.

Neu im Team ist die Marke SONAX. Der führende Hersteller von Autopflegeprodukten ist dem Motorsport schon seit Jahrzehnten eng verbunden und hat auch Daniel Abt auf weiten Strecken seiner noch jungen Karriere begleitet. „Wir freuen uns, dass in unserer langjährigen Partnerschaft mit ABT ein neues Kapitel aufgeschlagen wird und dass wir uns in Zukunft als Partner des Teams Audi Sport ABT Schaeffler in der Formel E präsentieren können. Das faszinierende Umfeld der Serie bietet für unsere Marke tolle Perspektiven, um noch mehr potenzielle Kunden weltweit zu erreichen“, sagt SONAX-Marketingleiter Franz Fischer.

Der Zeitplan bis zum ersten Rennen ist eng gesteckt: Nach der intensiven privaten Testphase in Deutschland und Europa sowie dem Aufbau der beiden Einsatzautos in den nächsten Wochen geht es Mitte Oktober zu den offiziellen Testfahrten der Formel E in Valencia, wo an drei Tagen alle Teams und Fahrer aufeinandertreffen. Anfang November werden Autos und Equipment verladen und machen sich per Luftfracht auf den Weg in Richtung Ad Diriyah.


DTM fährt 2020 erstmals in Monza

  • Hochgeschwindigkeits-Kurs stellt Herausforderung für Fahrer und Autos dar
  • Berühmte Formel-1-Rennstrecke im DTM-Kalender
  • Gerhard Berger: „Eine der aufregendsten Rennstrecken der Welt“
Monza ist für 2020 erstmals im DTM-Kalender
Foto: dtm.com

Spekuliert wurde bereits am Rennwochenende am Lausitzring darüber, nun ist es offiziell: Eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt wird in der kommenden Saison erstmals Bestandteil des DTM-Kalenders sein. Die Tourenwagen-Serie trägt 2020 eine Veranstaltung im italienischen Monza aus. Die DTM-Dachorganisation ITR und der Betreiber der Rennstrecke vor den Toren Mailands haben einen entsprechenden Vertrag geschlossen.

Der Hochgeschwindigkeits-Kurs im Königlichen Park von Monza ist eine der ältesten Rennstrecken in Europa. Seit Austragung der ersten Formel-1-Weltmeisterschaft im Jahr 1950 ist er mit nur einer Ausnahme jedes Jahr Bestandteil des Grand-Prix-Kalenders gewesen. An diesem Wochenende (6.–8. September) wird der Grand Prix von Italien zum 84. Mal in Monza ausgetragen.

„Monza ist für Motorsport-Fans in der ganzen Welt ein Mythos“, sagt Gerhard Berger, Vorsitzender der ITR. „Die Streckencharakteristik verspricht Rad-an-Rad-Duelle bei hohen Geschwindigkeiten sowie gute Überholmöglichkeiten.“ Der frühere Formel-1-Fahrer feierte 1988 mit Ferrari in Monza einen seiner größten Triumphe. Der 5,793 km lange Kurs ist eine Herausforderung für Fahrer und Autos. Mit seinen langen Geraden wird Monza die Strecke mit dem höchsten Volllast-Anteil im DTM-Kalender sein.

Monza ist der vierte italienische Austragungsort der DTM-Geschichte

Der genaue Termin für den Auftritt der internationalen Tourenwagen-Serie in Italien wird im Zuge der Veröffentlichung des DTM-Kalender 2020 im Oktober bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr war die DTM nach mehrjähriger Abstinenz nach Italien zurückgekehrt: 2018 und 2019 wurden Rennen auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli an der Adriaküste ausgetragen.

„Italien ist für viele Motorsport-Begeisterte – und damit auch für uns sowie für die in der DTM engagierten Marken Aston Martin, Audi und BMW – ein wichtiger Markt“, sagt ITR-Geschäftsführer Achim Kostron. „Wir sind den Verantwortlichen in Misano dankbar, dass sie bei der Rückkehr der DTM nach Italien in den vergangenen beiden Jahren ein verlässlicher Partner waren. Im nächsten Schritt wollen wir die Bekanntheit der DTM in Italien weiter steigern. Der Auftritt auf der berühmtesten Automobil-Rennstrecke des Landes in Verbindung mit dem Einzugsgebiet der Metropole Mailand soll uns dabei helfen.“

„Es ist das erste Mal, dass DTM-Rennen in Monza ausgetragen werden“, sagt Pietro Benvenuti, Geschäftsführer des Autodromo Nazionale Monza. „Wir sind stolz, ein Event dieser Rennserie auszurichten. Dieses von einer bedeutenden Organisation unterstützte Rennwochenende wird es uns ermöglichen, das Potenzial unserer Rennstrecke weiter zu entwickeln. Wir planen eine Veranstaltung, die nicht nur für Motorsport-Fans gedacht ist, sondern allen Besuchern ein beispielloses Erlebnis bereitet.“

Monza wird der vierte italienische Austragungsort in der Geschichte der DTM sein. Die Rennserie, die jüngst am Lausitzring ihr 500. Rennen feierte, war bereits in Misano (2018, 2019), am Adria Raceway (2003, 2004, 2010) sowie in Mugello (1994–1996, 2007, 2008) zu Gast gewesen.