Mittwoch, 28. August 2019

Marco Wittmann und Philipp Eng fahren beim 500. Rennen in der Geschichte der DTM in die Top Ten

Marco Wittmann am Lausitzring wieder bester BMW-Pilot
Foto: Jens Hawrda
Die BMW Teams erlebten auf dem Lausitzring (GER) ein hartes DTM-Jubiläumsrennen. Im 500. DTM - Rennen war Marco Wittmann (GER) im Schaeffler BMW M4 DTM der bestplatzierte BMW Fahrer, auf dem sechsten Platz belegt. Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM) war nach einem Regelverstoß vom Qualifying ausgeschlossen und musste das Rennen aus der Boxengasse starten. Er zeigte eine starke Verfolgungsjagd und belegte den zehnten Platz.

Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM), Joel Eriksson (SWE, CATL BMW M4 DTM) und Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) überquerte die Ziellinie auf dem 11., 13. und 14. Platz. Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) schied aus. Der Sieg ging an René Rast (GER, Audi). Das Ergebnis bestätigte Audi auch als Sieger der Herstellermeisterschaft.

Dienstag, 27. August 2019

Vertrag verlängert: DEKRA und DTM setzen Partnerschaft fort

  • Enge Kollaboration in den Bereichen Technische Abnahme und Sponsoring
  • Eine der längsten Partnerschaften in der Welt des Motorsports
  • Gerhard Berger: „Eine derart lange, intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist außergewöhnlich“

v. l. n. r.: Achim Kostron (Managing Director ITR GmbH), Gerhard Berger (1. Vorsitzender ITR e. V.), Clemens Klinke (DEKRA Vorstandsmitglied), Thomas Pleines (Präsident des Präsidialrates DEKRA e. V., Vorsitzender des Aufsichtsrates DEKRA), Volker Noeske (Leiter DEKRA Technologie Center) © DEKRA

Eine Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben: Die DTM und DEKRA setzen ihre seit 30 Jahren bestehende Partnerschaft fort. Dies gaben die DTM-Dachorganisation ITR und die international führende Expertenorganisation am Sonntag beim Rennwochenende am DEKRA Lausitzring bekannt. Die DEKRA Experten werden weiterhin – in Partnerschaft mit dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) – für die Technische Abnahme der DTM-Fahrzeuge zuständig sein. Darüber hinaus wird DEKRA sein Engagement als Seriensponsor fortsetzen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in der DTM auch weiterhin auf die technische Kompetenz unseres langjährigen Partners DEKRA zählen können“, so Gerhard Berger, Vorstandsvorsitzender der DTM-Dachorganisation ITR. „Eine derart lange, intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist im Motorsport außergewöhnlich.“

„Wir sind stolz darauf, dass wir seit mehr als 30 Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in der DTM leisten können“, so DEKRA Vorstandsmitglied Clemens Klinke. „Unsere Kollegen machen dabei erstklassige Arbeit und sind bei Organisatoren und Teams anerkannt und geschätzt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir die bewährte Partnerschaft weiter fortsetzen.“

Die Partnerschaft von DTM und DEKRA hat zwei Ziele: die Sicherheit aller Beteiligten und die Chancengleichheit für alle Teilnehmer. Die DEKRA Experten wachen als Sachverständige in Partnerschaft mit dem DMSB während der Technischen Abnahme über die Einhaltung des Reglements.

Die meisten DEKRA Mitarbeiter, die bei der DTM im Einsatz sind, kommen aus dem DEKRA Technology Center am Lausitzring und prüfen im Alltag Fahrdynamik, Abgas und vieles Weitere nach neuesten Maßstäben. Das aktuelle DTM-Sicherheitskonzept wurde mit Unterstützung von DEKRA erarbeitet und umgesetzt. Alle statischen und dynamischen Tests für Entwicklung und Homologation wurden bei DEKRA in den FIA- und DMSB- akkreditierten Prüf- und Testzentren durchgeführt.

Das DEKRA Logo ist in der DTM auf Werbebanden an der Rennstrecke, über der Startnummer an allen Rennfahrzeugen sowie in der Boxengasse präsent.

Enttäuschendes, aber lehrreiches Wochenende für Aston Martin am Lausitzring

  • Daniel Juncadella beendete das 500. Rennen in der DTM-Geschichte auf dem zwölften Platz
  • Daniel Juncadella: „Das war heute ein sehr hartes Rennen und ich hatte viel mit dem Auto zu kämpfen. Das war sehr anstrengend, aber ich freue mich über meine Performance.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Ein enttäuschendes Rennergebnis. Daniel konnte zumindest mit seiner konstanten Leistung und Rang zwölf ein positives Zeichen setzen.“
Foto: Jens Hawrda

Drittletztes Rennwochenende in der DTM-Debütsaison: R-Motorsport stellt sich den Herausforderungen auf dem Lausitzring. Vor 35 Jahren fand am 11. März 1984 auf dem Circuit Zolder in Belgien der erste Lauf in der Geschichte der DTM statt, damals noch unter dem Titel „Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft“. Seitdem absolvierte die Rennserie genau 500 Rennen, bei 14 davon standen seit Saisonbeginn 2019 die vier Aston Martin Vantage DTM von R-Motorsport am Start.

Im Jubiläumsrennen setzte R-Motorsport am Sonntag auf dem Lausitzring seine Debütsaison mit dem in Rekordzeit entwickelten Aston Martin Vantage DTM fort. Dabei sammelte das Team im Verlauf des Nachmittags weitere wertvolle Rennkilometer mit dem neuen DTM-Boliden, der Anfang Mai nach nur 90 Tagen Entwicklungs- und Bauzeit sein Debüt gegeben hatte.

Daniel Juncadella (28, Spanien) fuhr einen langen ersten Stint und kam erst in Runde 21 zu seinem vom Reglement vorgeschriebenen Reifenwechsel herein. Am Ende überquerte er die Ziellinie als Zwölfter.

Paul Di Resta (33, Großbritannien) verbindet an sich schöne Erinnerungen mit dem Lausitzring, auf dem er 2008 den ersten seiner bislang elf DTM-Siege einfahren konnte. In diesem Jahr hatte der DTM-Champion von 2010 jedoch Pech und schied nur wenige Runden nach seinem Pflichtboxenstopp in Runde 17 aus.

Für Jake Dennis (24, Großbritannien) war das 500. Rennen der DTM-Geschichte leider schon nach der ersten Runde vorbei. Der Brite, der am Samstag nach einem teaminternen Duell mit Juncadella knapp an einem Punkteresultat vorbeischrammte, musste sein Auto am Sonntag mit einem technischen Problem abstellen.

Wenige Runden später konnte auch Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) das Rennen nicht mehr fortsetzen. Der Österreicher rollte in Runde 10 kurz nach einer Berührung mit einem anderen Auto am Streckenrand aus.

Vom Jubiläumsrennen in der Lausitz geht es für die DTM vom 13. bis 15. September weiter an den Nürburgring. Dort findet auf dem historischen Kurs in der Eifel das vorletzte Rennwochenende der Saison statt.

Montag, 26. August 2019

DTM Lausitzring: Timo Glock im BMW M3 E30

Mit dem Rennen am Wochenende auf dem Lausitzring erreicht die DTM einen besonderen Meilenstein: Das Rennen am Sonntag ist das 500. in der Geschichte der Tourenwagenserie. BMW DTM-Pilot Timo Glock (GER) hat diese Geschichte auf dem Lausitzring wieder lebendig gemacht. Er hat nicht nur seinen gewohnten DTM-Zeitplan im aktuellen JiVS BMW M4 DTM, sondern setzte sich auch in den „Tourenwagen Classics“ ans Steuer eines BMW M3 E30. Der BMW M3 ist der erfolgreichste Tourenwagen aller Zeiten. Während des Qualifyings am Samstagnachmittag legte Glock im 275 PS starken BMW M3 E30 Runden zurück, die Christian Menzel (GER) und Marc Hessel (GER) am Wochenende bei den „Tourenwagen Classics“ absolvieren. Das Auto ist ein Zakspeed DTM-Werkswagen aus dem Jahr 1988 und befindet sich noch im Originalzustand. 

Timo Glock fuhr am Lausitzring beide Autos: BMW M3 E30 (links) und BMW M4 DTM
Foto: BMW-Motorsport

Drei Fragen an ... Timo Glock

  
Timo, wie war deine Erfahrung am Steuer des BMW M3 E 30? 

Timo Glock: „Es war einfach mega! Es hat sehr viel Spaß gemacht. Das ist reines Fahren. Man muss wirklich hart arbeiten und wenn man eine halbe Stunde so ein Auto gefahren ist, weiß man wirklich, was man getan hat. Sie haben keine Servolenkung, Sie müssen die Kupplung benutzen, Sie müssen die Gänge mit einem Hebel wechseln, die Gänge müssen einwandfrei funktionieren und Sie müssen mit Doppelkupplung fahren, wie ich es vor Jahrzehnten zuletzt gefühlt habe. Aber es hat alles sehr gut geklappt - das Auto ist wirklich ein Traum und wurde perfekt vorbereitet. “ 

Was sind die Unterschiede zwischen dem BMW M3 E30 und Ihrem aktuellen BMW M4 DTM? 

Timo Glock: „Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die eine Sache ist, dass Sie keine Servolenkung haben. Aber das Hauptproblem ist das Schalten mit einem Hebel. Sie betreten die Kurve mit einer Hand und müssen schnell wechseln, da Sie damit viel Zeit gewinnen oder verlieren können. Wenn Sie zurückdenken: Die DTM feiert an diesem Wochenende ihr 500. Rennen, und in alten Zeiten fuhren die Jungs mit diesen Autos von Rad zu Rad über die Nordschleife. Man kann nur den Hut abnehmen vor dem, was die Jungs damals gemacht haben. Es ist eine Kunst, so ein Auto schnell zu fahren. “ 

Welches Auto macht mehr Spaß? 

Timo Glock: „Man kann sie nicht vergleichen. Die Autos sind sehr unterschiedlich und jeder macht auf seine Weise viel Spaß. Es ist toll, den BMW M3 E30 zu fahren, denn alles ist mechanisch. Sie haben keinen aerodynamischen Abtrieb, und als Fahrer können Sie beispielsweise einen großen Einfluss darauf haben, wie das Auto in Kurven fährt. Unser aktueller BMW M4 DTM ist natürlich deutlich schneller. Es hat viel mehr PS und Sie haben den aerodynamischen Abtrieb, der es uns ermöglicht, durch diese hohen Kurvengeschwindigkeiten zu fahren, wie wir es heute tun. Sie sind beide fantastische Autos. “ 

Fünffachtriumph beim 500. DTM-Rennen: Audi vorzeitig Herstellermeister

  • Audi vier Rennen vor Saisonende uneinholbar auf Platz eins
  • René Rast gewinnt Jubiläumsrennen der DTM
  • Audi-Motorsportchef Gass: „Herstellertitel gehört allen Mitarbeitern bei Audi“
Start zum 500.Rennen
Foto: Jens Hawrda

Mit TFSI-Power im Eiltempo zum DTM-Titel: Audi hat sich auf dem Lausitzring vorzeitig die Herstellermeisterschaft in der populären Tourenwagen-Rennserie gesichert und ist damit der erste Champion der neuen Turbo-Ära. Vier Rennen vor Saisonende liegt die Marke mit den Vier Ringen uneinholbar auf Platz eins.

Nach dem Dreifacherfolg am Samstag gelang Audi im 500. DTM-Rennen am Sonntag sogar ein Fünffachtriumph. Gleichzeitig kamen alle acht Audi RS 5 DTM unter die besten Neun. Damit holte die Marke mit den Vier Ringen zum zweiten Mal in dieser Saison die maximal mögliche Punktzahl in der Herstellermeisterschaft. Zudem ist Audi der erste Hersteller, dem es in der neuen Turbo-Ära gelungen ist, beide Rennen eines Wochenendes für sich zu entscheiden.

„Audi hat in der DTM nun drei der letzten vier Herstellertitel gewonnen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Das ist eine starke Leistung und zeigt, auf welch hohem Niveau unsere gesamte Mannschaft seit Jahren arbeitet. Dazu zählen unsere Fahrer, unsere Teams, unsere Partner und jeder Einzelne, der am DTM-Projekt beteiligt ist. Wenn man den Herstellertitel so früh und mit einem derart großen Vorsprung holt, heißt das, dass wir bisher einfach eine Megasaison gezeigt haben. Ich denke, dass wir schon vier Rennen vor Saisonende sagen dürfen, dass unser Audi RS 5 DTM in diesem Jahr das Auto war, das es zu schlagen galt, und wir auch einen extrem starken und effizienten Motor gebaut haben. Dass dieses Motorenkonzept auch in sehr vielen Audi-Serienmodellen weltweit zu finden ist, macht den Titelgewinn umso wertvoller. Der Herstellertitel gehört auch allen Mitarbeitern bei Audi, die jeden Tag mit viel Herzblut für unsere Marke arbeiten.“

Weiter offen ist der Titelkampf in der Fahrermeisterschaft und bei den Teams. Nach seinem Ausfall am Samstag feierte Tabellenführer René Rast vom Audi Sport Team Rosberg am Sonntag von Startplatz vier aus seinen souveränen Sieg. „Das 500. Rennen der DTM-Geschichte zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes“, sagte Rast. „Ein ganz großer Dank geht an die Jungs an der Box, die bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet und mir wieder ein perfektes Auto hingestellt haben. Toll ist auch, dass Audi mit einem extrem starken Ergebnis frühzeitig die Herstellermeisterschaft gewonnen hat – wir haben in diesem Jahr das stärkste Paket.“

Mit seinem fünften Saisonsieg baute Rast seinen Vorsprung auf den Tabellenzweiten Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline auf 20 Punkte aus. Der Schweizer war im Qualifying schneller als Rast, fiel am Start jedoch auf den zehnten Platz zurück. „Wir hatten schon gestern ein kleines Problem mit der Kupplung“, sagte Müller. „Ich bin froh, mit einer aggressiven Strategie und einem frühen Stopp noch auf Platz zwei nach vorn gefahren und mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.“

Wie am Vortag belegte Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix den dritten Platz. Damit standen am Sonntag Fahrer aller drei Audi-Werksteams auf dem Podium. „Wenn man von Position zehn startet, kann man mit Platz drei nur glücklich sein“, sagte „Rocky“.

Jamie Green verpasste das Podium als Vierter nur knapp. Der Brite hatte sich im Qualifying seine erste Pole-Position seit fast zwei Jahren gesichert. Robin Frijns wurde nach einem kampfbetonten Rennen Fünfter. Loïc Duval kämpfte sich nach einem langsamen Boxenstopp noch auf Platz acht und damit ebenfalls in die Punkteränge nach vorn.

Eine starke Leistung zeigte erneut das Kundenteam WRT Team Audi Sport: Jonathan Aberdein startete bereits zum dritten Mal in diesem Jahr aus der ersten Reihe und sammelte als Siebter im Rennen genauso Punkte wie sein Teamkollege Pietro Fittipaldi auf Platz neun.

In der Teamwertung behauptete das Audi Sport Team Abt Sportsline seine knappe Führung vor dem Audi Sport Team Rosberg. Dem Audi Sport Team Phoenix fehlen vor dem Heimspiel auf dem Nürburgring am 14./15. September nur noch sieben Punkte zum dritten Tabellenplatz.