Montag, 19. August 2019

Bortolotti/Engelhart holen auf Nürburgring am Samstag zweiten Saisonsieg

  • Lamborghini-Piloten dominieren Samstagsrennen des ADAC GT Masters
  • Luca Stolz und Maro Engel im Mercedes-AMG auf Platz zwei
  • Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde bauen als Dritte Tabellenführung aus
Christian Engelhart (l.) und Mirko Bortolotti
Foto: ADAC-Motorsport

Mit einer souveränen Leistung fuhren Pole-Setter Mirko Bortolotti (29/I) und Christian Engelhart (32/Starnberg, beide Orange1 by GRT Grasser) im Samstagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring zu einem klaren zweiten Saisonsieg. Luca Stolz (24/Brachbach) und Maro Engel (33/Monte Carlo, beide Toksport WRT) kamen im Mercedes-AMG GT3 auf Rang zwei. Ebenfalls auf dem Podium: die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (23/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) im besten Audi R8 LMS. "Für uns war der Nürburgring in den letzten Jahren immer ein schweres Pflaster. Jetzt kommt uns anscheinend die Strecke mit dem neuen Auto deutlich mehr entgegen. Es ist super, nach Zandvoort mit einem Sieg weiterzumachen", so Sieger Engelhart. 

Siegerduo souverän vorn 

Der Triumph von Mirko Bortolotti und Christian Engelhart war eine klare Sache. Nur beim Start kam Pole-Setter Bortolotti leicht in Bedrängnis. Danach setzte sich der Lamborghini-Werkspilot langsam vom Feld ab. Als er zur Rennmitte zum Fahrerwechsel an die Box kam, hatte er einen Vorsprung von etwas mehr als drei Sekunden herausgefahren. Partner Engelhart baute das Zeitpolster danach auf zwischenzeitlich mehr als fünf Sekunden aus. Erst in den Schlussrunden ließ es der Deutsche etwas ruhiger angehen und sah schließlich mit einem Vorsprung von 2,7 Sekunden als Erster die Zielflagge. Bortolotti und Engelhart standen damit nach dem Samstagstriumph in Zandvoort zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen ganz oben auf dem Podium. 

Ebenfalls unter die Top Drei kamen als Zweite Luca Stolz und Maro Engel im besten Mercedes-AMG sowie die Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde im Audi. Stolz und Engel lagen anfangs hinter den Audi-Fahrern auf dem vierten Rang. In Runde sieben ging Stolz jedoch an Niederhauser vorbei auf die dritte Position, die er bis zum Boxenstopp behauptete. Nach den Fahrerwechseln kämpften sich Engel und van der Linde vorbei an der Zweitplatzierten Carrie Schreiner (20/Völklingen, HCB-Rutronik Racing), deren Partner Dennis Marschall (23/Eggenstein-Leopoldshafen) im Audi aus der ersten Startreihe ins Rennen gegangen war. Während Schreiner bis ins Ziel noch auf Platz 14 zurückfiel, brachten Engel und van der Linde ihre Podestplätze ins Ziel. Den als Gaststarter nicht punkteberechtigten Stolz und Engel gelang der erste Podestplatz für ihren Rennstall Toksport WRT im ADAC GT Masters, die drittplatzierten Niederhauser und van der Linde bauten mit ihrem vierten Podium der Saison ihre Tabellenführung weiter aus. 

Position vier ging an David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der bestplatzierten Corvette C7 GT3-R. Barth sicherte sich damit seinen vierten Saisonsieg in der Pirelli-Trophy-Wertung. Dahinter folgte auf der fünften Position als bester Fahrer der Pirelli-Junior-Wertung Max Hofer (20/A) zusammen mit Christopher Mies (30/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi. Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) kämpften sich mit ihrem Mercedes-AMG GT3 vom 13. Startplatz noch auf die sechste Position nach vorn. 

Luca Ludwig (30/Alfter) und Sebastian Asch (33/Ammerbuch, beide HB Racing) sammelten im Ferrari 488 GT3 als Siebte Punkte vor dem Audi-Duo Ricardo Feller (19/CH) und Dries Vanthoor (21/B, beide Montaplast by Land-Motorsport). Im Kampf um Rang neun setzten sich Titelverteidiger Robert Renauer (34/Jedenhofen) und Thomas Preining (21/A, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche nach einem mehrere Runden dauernden Zweikampf gegen Nicolai Sylvest (22/DK) und Jens Klingmann (29/CH, beide MRS GT-Racing) im BMW M6 GT3 durch. 

Stimmen der Sieger: 

Mirko Bortolotti (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo): 
"Es war eine enge Kiste in der ersten Kurve, da niemand mit vollen Tanks und kalten Reifen so richtig wusste, wo er bremsen soll. Aber ein großes Kompliment an das ganze Feld, denn es ist alles gut abgelaufen. Ich habe danach versucht, wegzuziehen und konnte eine Lücke herausfahren. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt den Boxenstopp gemacht und haben dadurch unseren Vorsprung noch etwas vergrößert. Eine super Leistung und ein perfektes Rennen für uns." 

Christian Engelhart (Orange1 by GRT Grasser, Lamborghini Huracán GT3 Evo): 
"Als ich das Auto übernahm, wusste ich, dass ich Maro Engel hinter mir hatte. Da kann man sich nicht ausruhen, sondern muss weiter pushen. Das habe ich bis drei Runden vor dem Ziel auch gemacht. Dann hat mir das Team mitgeteilt, dass ich 5,2 Sekunden Vorsprung habe. Ich habe dann etwas Tempo rausgenommen und bin dann in der Schikane nicht mehr über die Curbs gefahren, um die Reifen noch etwas zu schonen." 

Souveräner Start-Ziel-Sieg für Rallye-Ass Thierry Neuville in der ADAC TCR Germany

  • Der Rallyestar gewinnt das neunte Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring
  • Junior Julien Apotheloz erstmals auf dem Podium
Ralley-Star Thierry Neuville siegt am Samstag am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Rallye-Superstar Thierry Neuville (31, Belgien, Hyundai Team Engstler) hat sein Gastspiel in der ADAC TCR Germany mit einem Sieg gekrönt. Der viermalige WRC-Vizeweltmeister gewann im Hyundai i30 N TCR das neunte Saisonrennen auf dem Nürburgring und feierte dabei einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Zweiter wurde Hyundai-Pilot Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler) vor Julien Apotheloz (18, Schweiz, Topcar Sport) im Cupra Leon TCR, der erstmals in seiner Karriere aufs Podium in der ADAC TCR Germany fuhr und die Honda Junior Challenge gewann. 

"Das hat extrem viel Spaß gemacht. Wenn das Resultat stimmt, macht es immer Spaß. Ich hatte ein sehr gutes Rennen, der Start war das Schwierigste. Aber er war sehr ordentlich. Danach musste ich mich darauf konzentrieren, die Ideallinie zu treffen und meine Runden sauber zu fahren", sagte Neuville: "Das ist mir gut gelungen, nur am Ende haben die Reifen dann etwas abgebaut und ich musste schauen, dass ich gut ins Ziel komme." 

Vierter wurde Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) im Audi RS3 LMS, der Finne behauptete damit seine Führung in der Gesamtwertung. Der Tabellenführer hat nun 302 Punkte auf dem Konto, Hesse folgt mit 278 auf Platz zwei vor Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International), der bei 276 Zählern steht. Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) ist mit 258 Punkten Vierter. 

Fünfter im Rennen war Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International) vor seinem Hyundai-Markenkollegen Theo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler). Gaststarter Pascal Eberle (28, Schweiz, Steibel Motorsport) im Cupra, die beiden Junioren Mitchell Cheah (21, Malaysia, VW Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR und Rene Kircher (19, Hünfeld, racing one) im Audi folgten auf den Plätzen. Kai Jordan (50, Wolfsburg), der beim VW Team Oettinger den frischgebackenen Papa Maurits Sandberg ersetzt, fuhr mit Rang zehn ein gutes Ergebnis heraus. 

Beim Start kam Pole-Setter Neuville im VIP-Auto von Hyundai gut weg und wandelte den besten Startplatz in die Führung um. Hinter ihm jedoch ging es turbulent zu. Proczyk berührte mit seinem Hyundai den Honda des von Platz drei gestarteten Mike Halder - das löste eine Kettenreaktion aus. Theo Coicaud und Dominik Fugel (22, Chemnitz, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) sowie Gaststarterin Karen Gaillard (18, Schweiz, Topcar Sport) waren ebenfalls betroffen. 

Wenig später hatte sich das Feld sortiert, und Neuville fuhr unbeirrt vorneweg, dahinter folgten Hesse und Apotheloz. Dann fing Bradley Burns' (18, Großbritannien, Pyro Motorsport) Honda plötzlich Feuer. Der Brite kletterte aus seinem Wagen, der schnell gelöscht wurde. Der Zwischenfall führte jedoch zu einer längeren Safety-Car-Phase, in der das Feld wieder enger zusammenrückte. 

Mit noch 13 Minuten auf der Uhr erfolgte der Restart, den Neuville meisterte und seine Führung behauptete. Antti Buri, von Rang sieben ins Rennen gegangen, überholte mit einem starken Manöver Lukas Niedertscheider und verbesserte sich somit auf Platz vier. Anschließend setzte er Julien Apotheloz unter Druck, der Schweizer wehrte sich jedoch erfolgreich gegen die Überholversuche des Tabellenführers. 

Davon bekam Thierry Neuville vorne kaum etwas mit. Am Ende hatte der Belgier, der am kommenden Wochenende bei der ADAC Rallye Deutschland wieder in seinem angestammten Hyundai i20 WRC sitzen wird, 4,2 Sekunden Vorsprung auf Hesse. Apotheloz folgte mit etwas Abstand auf Platz drei. 

Am Sonntagmittag (14.40 Uhr) steigt das zehnte von insgesamt 14 Saisonrennen. In diesem wird Gaststarter Eberle, der in den vergangenen drei Jahren bereits in der ADAC TCR Germany gefahren war, gemäß der Reverse-Grid-Regel auf der Pole Position stehen. Cheah startet neben dem Schweizer aus der ersten Reihe, dahinter folgen Fugel und Buri. Neuville muss dieses Rennen von Platz zehn beginnen. 

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany 

Max Hesse (Zweiter, Hyundai Team Engstler):
"Platz eins und zwei für Hyundai Team Engstler ist perfekt. Der Start war zwar nicht perfekt, aber die erste Runde war dann super und wir haben gleich einen Gap nach hinten herausgefahren. Wir hatten eine mega Pace, mit der Thierry und ich das Rennen super kontrollieren konnten. Wir sind happy, das Auto hat super funktioniert. Riesendank ans Team! Jetzt versuchen wir, das morgen wieder hinzubekommen. Aktuell haben wir eine super Performance am Start, letztes Wochenende in Zandvoort war ja auch schon gut. Leider kam dann am Sonntag der Unfall dazwischen. Aber das ist Schnee von gestern. Wir schauen nur nach vorne. Morgen werden wir natürlich wieder versuchen, so viele Punkte wie möglich heimzufahren." 

Julien Apotheloz (Dritter und bester Junior, Topcar Sport):
"Ich bin happy. Wir waren schon auf dem Red Bull Ring extrem nah dran, dann hat es aber leider nicht ganz gereicht. Ich bin froh , dass es jetzt endlich geklappt hat. Ich denke, wir als Team haben uns das sehr verdient. Ich bin einfach stolz und freue mich. Im Rennen war die Pace sehr gut, ich konnte sie nicht ganz mitgehen mit Max und Thierry. Der dritte Platz ist super, das ist ein Gefühl, an das ich mich gewöhnen könnte. Hoffen wir, dass es noch ein paar gute Ergebnisse geben wird." 

Doppelsieg für McLaren in ADAC GT4 Germany am Nürburgring am Samstag

  • Charles Fagg und Michael Benyahia gewinnen Lauf eins am Nürburgring
  • Hamza Owega und Jusuf Owega mit drittem Podium 2019
  • Jan Kasperlik triumphiert in Trophy-Wertung
Foto: ADAC-Motorsport

Charles Fagg (19/GBR) und Michael Benyahia (19/MAR, beide Team GT) gewinnen im McLaren 570S GT4 das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Fred Martin-Dye (30/GBR) und Christer Jöns (32/Ingelheim, beide Dörr Motorsport) machen als Zweite den Doppelsieg für den britischen Hersteller perfekt. Hamza Owega (27/Köln) und Jusuf Owega (17/Köln, beide GetSpeed Performance) führen das Rennen zunächst lange Zeit an und komplettieren im Mercedes-AMG GT4 das Podium das Dritte. "Ich entschuldigte mich gestern Abend noch bei meinem Teamchef für die schlechte Startposition", erklärte Fagg, der von Platz sechs losfuhr. "Aber ich versprach ihm gleichzeitig auch, alles zu geben, um das Rennen für ihn zu gewinnen. Das ist jetzt tatsächlich gelungen. Ich kann es noch gar nicht fassen." 

In der ersten Rennhälfte beherrschte zunächst Hamza Owega das Rennen. Von der Pole-Position aus gestartet, erarbeitete sich der Mercedes-AMG-Pilot an der Spitze des Feldes einen soliden Vorsprung. Währenddessen machte Verfolger Fagg Position um Position gut und fuhr bis zum Öffnen des Boxenstoppfensters bis auf Rang zwei vor. Nach dem Fahrerwechsel zur Rennmitte übernahm Faggs Teamkollege Benyahia dann die Führung. Doch der zweitplatzierte Jusuf Owega machte mit schnellen Rundenzeiten Boden auf den McLaren gut, schloss auf und duellierte sich mit Benyahia über mehrere Runden um die Spitze. Zwölf Minuten vor Rennende kam es dann zum Kontakt zwischen den beiden Kontrahenten, der in einem Dreher von Owega endete. Owega reihte sich als Dritter wieder ein, an der Spitze fuhr Benyahia souverän mit 1,5 Sekunden Vorsprung auf Jöns zum Sieg. Fagg und Benyahia triumphierten damit gleichzeitig auch in der Junior-Wertung der ADAC GT4 Germany. "Ich hatte eine phänomenale Pace und konnte gute Überholmanöver setzen. Es war hartes aber auch sehr faires Racing. Das bereitete mir richtig viel Spaß", sagte Fagg nach dem Rennen. 

Platz vier und fünf gingen an die beiden Mercedes-AMG GT4 von Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) sowie Tim Heinemann (21/Fichtenberg) und Luke Wankmüller (18/Keltern, beide HP Racing International). Rang sechs holten sich Jan Kasperlik (40/Huglfing) und Lars Kern (31/Weissach, beide Team Allied-Racing) im Porsche 718 Cayman GT4. Kasperlik sicherte sich dadurch auch den Triumph in der Trophy-Wertung. 

Auf Platz sieben kamen Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team). Das BMW M4 GT4-Duo hatte das Rennen aus der ersten Startreihe begonnen, wurde jedoch durch eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Vergehens beim Boxenstopp zurückgeworfen. Achter wurde der Mercedes-AMG GT4 von Marcus Suabo (50/Ettlingen) und Marvin Dienst (22/Lampertheim, beide Schütz Motorsport) vor dem McLaren von Phil Dörr (18/Butzbach) und Dennis Trebing (27/USA, beide Dörr Motorsport). Die Top Zehn komplettierten Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) im KTM X-Bow GT4. 

Donnerstag, 15. August 2019

Sprintrennen statt Langstrecke: Frikadelli Racing Team mit Gaststart auf dem Nürburgring

  • Nordschleifen-Spezialisten setzen beim ADAC GT Masters-Debüt einen Porsche 911 GT3 R ein
  • Teamchef Klaus Abbelen und Matt Campbell als Fahrerduo
  • Testeinsatz für mögliches Engagement in 2020
Der Frikadelli-Porsche warten auf seinen Einsatz beim GT-Masters am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport
Am kommenden Rennwochenende (16.–18. August) auf dem Nürburgring startet das Frikadelli Racing Team erstmals im ADAC GT Masters. Der Rennstall aus der Eifel setzt beim fünften Saisonlauf der „Liga der Supersportwagen“ einen Porsche 911 GT3 R für Teamchef Klaus Abbelen (58/Barweiler) und Porsche-Förderkandidat Matt Campbell (24/AUS) ein.

„In den vergangenen Jahren hat sich Frikadelli Racing fast ausschließlich auf die Nürburgring-Nordschleife konzentriert. Zwar ist die Nordschleife direkt vor unserer Tür, dennoch spüren wir, dass es an der Zeit ist, uns auch mit einer neuen Herausforderung zu beschäftigen. Das ADAC GT Masters ist eine mögliche Plattform im nächsten Jahr“, sagt Teamchef Klaus Abbelen, der zusammen mit Sabine Schmitz das Team leitet. „Ich denke, dass sich so ziemlich jedes GT3-Team schon mal mit einem Engagement im ADAC GT Masters beschäftigt hat. Die Serie hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt und bietet regelmäßig spannenden Motorsport auf allerhöchstem Niveau. Nun freuen wir uns bereits darauf, am Nürburgring unsere eigenen Erfahrungen zu sammeln. Die Eindrücke werden wir dann in unsere Entscheidung für 2020 einfließen lassen.“ 

Bei der Premiere auf der Sprintstrecke des Nürburgrings setzt Frikadelli Racing Team den zu Saisonbeginn neu erworbenen Porsche 911 GT3 R ein, den Abbelen und Matt Campbell aus Australien pilotieren. Ex-Motorradpilot Abbelen startete bereits in der FIA-GT-Serie, konzentrierte sich aber in den vergangenen Jahren auf Langstreckenrennen mit seinem Rennstall auf der Nordschleife, bei denen auch mehrere Siege gelangen. Campbell ist Mitglied des Porsche Young Professional-Programms. Nach Erfolgen im Markenpokal holte er Klassensiege in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, darunter bei den 24 Stunden von Le Mans, und gewann Anfang dieses Jahres das 12-Stunden-Rennen in Bathurst. „Ich freue mich sehr, dass ich zusammen mit Frikadelli Racing diesen Einsatz im ADAC GT Masters bestreiten kann“, sagt Campbell. „Es wird sicherlich eine tolle neue Erfahrung für das ganze Team, aber auch für mich persönlich werden.“

ADAC GT4 Germany startet am Nürburgring in die zweite Saisonhälfte

  • Marvin Dienst mit Doppelstart in ADAC GT Masters und ADAC GT4 Germany
  • Zwei Gaststarter mit BMW und KTM ergänzen das Feld
  • Erneut beide Rennen live bei SPORT1 im Free-TV
Foto: Jens Hawrda
Die ADAC GT4 Germany startet am Wochenende (16. - 18. August) am Nürburgring in die entscheidende Phase der Premierensaison. Mit den Saisonläufen sieben und acht in der Eifel beginnt die zweite Saisonhälfte, wer bis zum Saisonfinale um den Titel kämpfen will, sollte bei den beiden Rennen auf der Sprintstrecke des Nürburgrings seine Ambitionen anmelden. Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) kommen im BMW M4 GT4 als Halbzeitmeister in die Eifel. "Der Nürburgring ist meine zweite Heimat", erklärt Piana, der einige Jahre in Meuspath und somit in unmittelbarer Nähe zum Ring gelebt hat. "Wir rechnen uns natürlich wieder einiges aus. Der BMW M4 GT4 ist sehr konstant und funktioniert aber auf allen Strecken gut." SPORT1 zeigt erneut beide Rennen live im Free-TV; Lauf 1 am Samstag ab 11.45 Uhr und Lauf 2 am Sonntag ab 15.30 Uhr. Zudem werden die Rennen wie üblich auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac im Live-Stream online übertragen. 

Zum bekannten Feld gesellen sich in der Eifel zwei Gaststarter. Dabei handelt es sich zum einen um das Nürburgring erfahrene Team AVIA Sorg Rennsport, das einen BMW M4 GT4 einsetzt, und um RTR projects. Die Mannschaft aus Tschechien vertraut auf einen KTM X-Bow GT4. Die meiste Streckenzeit wird am Nürburgring zweifelsohne Marvin Dienst (22/Lampertheim, Schütz Motorsport) haben. Der Champion der ADAC Formel 4 aus dem Jahre 2015 absolviert einen Doppelstart und gibt sowohl im ADAC GT Masters als auch in der ADAC GT4 Germany Gas. "Ich trete sicherlich nicht an, um im Mittelfeld zu fahren. Natürlich möchte ich vorne mitmischen", macht Dienst, der sich den Mercedes-AMG GT4 mit Trophy-Pilot Marcus Suabo (50/Ettlingen) teilt, seine Ambitionen klar. "Ich werde mich hauptsächlich um die Abstimmung des Fahrzeuges kümmern und ein Set-up erarbeiten, mit welchem Marcus perfekt zurecht kommt." 

Die ADAC GT4 Germany befährt am Nürburgring die 3,629 Kilometer lange Kurzanbindung, die gleichzeitig auch die kürzeste Strecke im Kalender 2019 darstellt. "Die Kurzanbindung des Nürburgrings kenne ich aus meinen drei Jahren im Scirocco Cup sehr gut", freut sich Dennis Trebing (27/USA), der gemeinsam mit Phil Dörr (18/Butzbach, beide Dörr Motorsport) in einem McLaren 570S GT4 unterwegs ist. "Für mich ist sie ein High-Speed-Kurs wie Spielberg. Da der Turbolader des McLaren super funktioniert, werden wir beim Herausbeschleunigen aus den engen Kurvenabschnitten stark auftrumpfen können. Der Nürburgring dürfte unsere beste Strecke im Kalender sein. Somit ist es unser Ziel, endlich auf das Podest zu fahren." 

Als klare Tabellenführer der Trophy-Wertung möchten Stephan Grotstollen (50/Langenhagen) und Georg Braun (48/Pfullingen, beide MRS Besagroup Racing Team) in ihrem BMW M4 GT4 die nächste gute Performance abliefern. Beim vorletzten Rennwochenende am Red Bull Ring fuhr das Gentleman-Duo sogar auf das Podium der Gesamtwertung. "Obwohl ich die Kurzanbindung tatsächlich noch niemals gefahren bin, kenne ich den Nürburgring doch sehr gut. Unserem BMW M4 GT4 müsste die Strecke gut liegen, insbesondere die etwas schnelleren Passagen. Insofern reisen wir zuversichtlich zum Rennwochenende in die Eifel", führt Grotstollen aus. "Wir haben einen sehr hohen Anspruch an uns selbst und möchten natürlich am liebsten immer ganz vorne fahren. Jedoch ist das Feld in der ADAC GT4 Germany insgesamt sehr stark und ein Platz auf dem Podium, wie zuletzt am Red Bull Ring, ist daher immer etwas ganz besonderes." 

Noch überhaupt keine Erfahrung am Nürburgring hat dagegen Junior-Pilot Jan Philipp Springob (18/Olpe), der sich einen Mercedes-AMG GT4 mit Oliver Mayer (61/Ingolstadt) teilt. "Ich habe den Nürburgring jedoch bereits im Simulator des Teams vorbereitet", verrät er. "Die kurze Strecke hat ein cooles Layout. Es gibt viele schnelle Kurven, was unserem Mercedes-AMG GT4 zugutekommen dürfte. Auch auf der Bremse sind wir immer sehr stark. Mein Ziel ist die Verteidigung von Platz zwei in der Junior-Wertung. Für das Einfahren des Titels, so denke ich, ist der Zug aber bereits abgefahren."