Samstag, 18. Mai 2019

DTM: Eng und Rast waren die Schnellsten in den Freien Trainings in Zolder

Renè Rast (Audi) Schnellster im zweiten Freien Training in Zolder
Foto: Jens Hawrda
Im ersten Freien Training in Zolder holte sich, bei noch feuchter Stecke, Renè Rast (Audi) die Bestzeit vor Marco Wittmann (BMW) und Robin Frijns (Audi), Phillip Eng (BMW) wurde Vierter. Stark zeigte sich das neue Team WRT Audi, das mit Aberdein und Fittipaldi Platz fünf und sechs belegte. Bester Aston Martin Pilot war Jake Dennis auf Platz acht.

Im zweiten Freien Training konnte sich dann Phillip Eng die schnellste Zeit sichern, hinter ihm kam WRT-Audi Pilot Jonathan Aberdein Platz zwei vor Renè Rast und Robin Frijns. Auf den Plätzen fünf bis sieben folgten die BMW-Piloten Glock, Wittmann und Spengler. Schnellster Aston Martin Pilot war Daniel Juncadella auf Platz 15.

Freitag, 17. Mai 2019

Mercedes-AMG startet mit Bestzeit ins Most-Wochenende

  • Jerom Bleekemolen Schnellster im ersten Freien Training des ADAC GT Masters
  • Vier Marken auf den ersten vier Positionen
  • Zweite Folge von „PS on Air – Der ADAC GT Masters-Talk“

Schnellster im ersten Training Jerom Bleekemolen
Foto: Jens Hawrda
Starker Auftakt des ADAC GT Masters in Most mit vier Marken auf den ersten vier Positionen. Das Tempo im ersten Freien Training bestimmte Mercedes-AMG-Pilot Jeroen Bleekemolen (37/NL, Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing). Dahinter folgen Sportwagen von Porsche, Audi und Lamborghini. Die beiden Rennen tschechischen Most werden am Samstag und Sonntag ab 14.45 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Zudem gibt es sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac.

Sportwagen-Routinier Bleekemolen eroberte mit einer Zeit von 1.31,628 Minuten in der Schlussphase der einstündigen Sitzung, in der das Klassement noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt wurde, die Spitzenposition. „Nachdem wir uns beim Saisonauftakt in Oschersleben schwergetan haben, waren wir in der vergangenen Woche hier in Most zwei Tage testen“, so Bleekemolen, der sich den Mercedes-AMG GT3 mit Jimmy Eriksson (28/S) teilt. „Wir sind viele Runden gefahren und haben viel am Set-up gearbeitet. Heute hat das Auto von Anfang an gepasst. Wir haben einen großen Schritt gemacht. Ich hoffe, es geht so weiter.“ 
Drittschnellste Trainingszeit für Niederhauser/v.d. Linde
Foto: Jens Hawrda
Mit einem Rückstand von 0,213 Sekunden kam auf der zum Großteil neu asphaltierten Strecke der Porsche 911 GT3 R von Adrien de Leener (29/B) und Matteo Cairoli (22/I, beide Küs Team75 Bernhard) auf den zweiten Rang. Als Dritte folgten die Audi-Fahrer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) mit 1.31.852 Minuten. Position vier ging mit einem Rückstand von 0,301 Sekunden an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser). Die Top Fünf komplettierten Ricardo Feller (18/CH) und Dries Vanthoor (21/B, beide Montaplast by Land-Motorsport) mit 1.31,985 Minuten. Vanthoor war zwischenzeitlich mehrmals Bestzeit gefahren und lag den Großteil der Sitzung an der Spitze des Klassements.

Zweite Folge von „PS on Air“

Nach der gelungenen Premiere beim Saisonauftakt in Oschersleben geht „PS on Air – Der ADAC GT Masters-Talk“ an diesem Wochenende in Most in die zweite Runde. Am Samstag ab 19.00 Uhr empfängt Moderator Patrick Simon im Fahrerlager der tschechischen Rennstrecke unter anderem Audi-Pilot Markus Winkelhock (38/Berglen, BWT Mücke Motorsport). Ausgestrahlt wird die Folge online live auf youtube.com/adac, dem Facebook-Kanal des ADAC GT Masters und dem YouTube-Kanal von Patrick Simon youtube.com/Patsimon75.

Donnerstag, 16. Mai 2019


Robin Frijns: „Die Strecke in Zolder hat ihre Tücken“

Interview mit dem Tabellenzweiten der DTM vor seinem Heimspiel in Zolder

Robin Frijns
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Erstmals seit 2002 startet die DTM wieder in Zolder (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr live auf SAT.1). Für den Tabellenzweiten Robin Frijns aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline ist es ein Heimspiel: Der Niederländer lebt in der Nähe der belgischen Rennstrecke und wurde dort mit dem Motorsport-Virus infiziert.

Deine erste Erinnerung an Zolder?
Ich war sechs Jahre alt, als ich in Zolder mein erstes Rennen gesehen habe. Ich habe einen Freund meines Vaters begleitet, der in der Belcar-Serie aktiv war. Dort fing also alles an, und der Motorsport hat mich seitdem nie mehr losgelassen.

Ein echtes Heimspiel also?
Absolut! Ich lebe nur 20 Minuten entfernt in Lanaken und freue mich sehr auf die DTM in Zolder. Es wird allerdings auch ein anstrengendes Wochenende für mich, weil viele Familienmitglieder, Freunde und Fans kommen werden.

Schläfst du zu Hause?
Nein, das ist keine so gute Idee. In Zolder ist meistens viel los, und man kann im Stau stehen, wenn man morgens zur Rennstrecke fährt. In der GT3 habe ich schon mal fast ein Qualifying verpasst. Mein Teamkollege ist Q1 gefahren, ich war für Q2 und Q3 vorgesehen. Ich kam an, als Q1 schon vorbei war, bin direkt ins Auto gesprungen und habe noch die Pole geholt. 

Hast du schon einmal ein DTM-Rennen in Zolder gesehen? Das letzte fand 2002 statt.
Nein. Aber ich kenne die Strecke aus dem GT3-Auto recht gut. Ich freue mich sehr darauf. Es wird etwas Besonderes sein, dort mit dem DTM-Auto zu fahren. Die Strecke hat ihre Tücken. Für mich ist sie so etwas wie eine kleine Nordschleife. Ein kleiner Fehler, und du bist raus. Auslaufzonen gibt es nicht. Das Racing wird gut sein, auch wenn das Überholen schwieriger ist als in Hockenheim.
Robin Frijns
Foto: Jens Hawrda
Wo kann man am besten überholen?
Vor der ersten Kurve oder der Schikane vor der Start-Ziel-Geraden.

Welche Passagen sind in Zolder besonders schwierig?
Im schnellen ersten Sektor kann man besonders viel Zeit gewinnen oder verlieren. Die erste Linkskurve ist sehr schnell, Kurve vier ebenfalls. Danach folgt die Schikane, und anschließend geht es einen Berg ziemlich steil rauf und wieder runter. Und auch das Wetter spielt in Belgien oft verrückt. 

Ist Zolder vergleichbar mit einer anderen DTM-Strecke?
Es gibt einige Ähnlichkeiten mit Zandvoort. Wenn man dort von der Linie abkommt, hat man einen Unfall. Das ist auch in Zolder der Fall. Diesbezüglich ähneln sich die Strecken, allerdings haben sie völlig unterschiedliche Layouts.

Du fährst abwechselnd in der Formel E und in der DTM. Bereitet dir die Umstellung keine Probleme?
Überhaupt nicht: Ich habe das Formel-E-Rennen in Paris gewonnen und stand am Wochenende darauf beim DTM-Auftakt in Hockenheim zweimal auf dem Podium. Das sagt alles. Ich versuche mich immer auf eines zu konzentrieren, zum Beispiel letzte Woche auf das Formel-E-Rennen in Monaco und diese Woche auf die DTM in Zolder – inklusive der Arbeit im Simulator. 

Wie viel Spaß macht die neue DTM mit den über 610 PS starken Turbomotoren?
Die Autos sind nun noch unbändiger. Wir haben mehr Leistung und etwas weniger Abtrieb. Die Reifen haben eine harte Zeit, und das Reifenmanagement ist wichtiger als letztes Jahr. Das Auto „tanzt“ mehr, bewegt sich mehr – mir als Fahrer macht das viel Spaß.

Wer ist nach dem Saisonauftakt in Hockenheim für dich der Favorit?
Natürlich ich! Im Ernst: Audi und BMW liegen dicht beisammen. BMW war in Hockenheim sehr stark im Qualifying, wir sind im Rennen schneller gewesen. Das verspricht gutes Racing für den Rest der Saison. Ich bin schon gespannt auf die Kräfteverhältnisse in Zolder.

Wie war die Resonanz in deiner Heimat nach dem guten Auftakt in Hockenheim?
Es gab ein paar nette Berichte. Das ist schön, aber am Ende nicht entscheidend. Ich möchte für mich konkurrenzfähig sein und um die großen Punkte kämpfen.

Zeitreise bei der DTM in Zolder

  • Harald Grohs tritt mit 75 in Zolder an
  • Gewinner des ersten DTM-Rennens fährt bei den Tourenwagen Classics
  • Eric van de Poele und Marc Hessel – Titelkontrahenten von 1987 – in Zolder vereint
  • Vater und Bruder von BMW-Star Marco Wittmann ebenfalls am Start
Harald Grohs, BMW 635 CSi, Zolder, 1984
Foto: dtm.com

Die DTM ist am kommenden Wochenende bei der zweiten Veranstaltung der Saison 2019 Schauplatz von gleich mehreren Zeitreisen. Nicht nur, dass die Tourenwagen-Rennserie auf den Circuit Zolder zurückkehrt, wo 1984 das erste Rennen der DTM-Historie ausgetragen wurde. Auf dem 4,011 km langen Traditionskurs in Belgien tritt auch der Fahrer an, der damals zur Geburtsstunde der DTM gewann: Harald Grohs. Im Alter von 75 Jahren startet der Oldie aus Essen im Rahmenprogramm bei den Tourenwagen Classics mit einem BMW M3. Es handelt sich zwar nicht um das Siegerauto von 1984, das war damals ein BMW 635 CSi, aber um ein Originalauto von Grohs: seinen schwarzen M3 aus der Saison 1987.

„Ich kann es kaum erwarten“, freut sich Grohs auf den Einsatz. „Ich habe in Zolder zahlreiche Rennen bestritten. Neben dem Nürburgring ist Zolder meine Heimstrecke.“ Grohs ist bei den Tourenwagen Classics, in der beliebte Renntourenwagen der 1980er- und 90er-Jahre zum Einsatz kommen, nicht der einzige Fahrer auf Zeitreise. In der Starterliste stehen unter anderem die früheren DTM-Piloten Armin Hahne (GER), Kris Nissen (DEN), Eric van de Poele (BEL), Marc Hessel (GER) und Volker Schneider (GER), die zudem am Samstag ab 12:30 Uhr an der Showbühne im Fan-Village eine Autogrammstunde geben werden.
Eric van de Poele, BMW M3, 1987
Foto: dtm.com
Gegner von 1987 jetzt vereint: van de Poele und Hessel

Als ziemlich beste Freunde treten Lokalmatador van de Poele und Hessel in Zolder bei den Tourenwagen Classics an. Beide waren in der Saison 1987 BMW-Junioren und leisteten sich als Teamkollegen bei Zakspeed einen harten Kampf um den Titel, den am Ende van de Poele knapp gewann. 32 Jahre später teilen sich die beiden am Wochenende einen BMW M3, dem ca. 315 PS-starken Kult-Rennauto.

Anekdote am Rande: Das ehemalige Werksauto wurde von „2.0 Automotive“ originalgetreu wiederaufgebaut. Die Düsseldorfer Firma wurde 2012 vom ehemaligen Fußball-Profi und Autoliebhaber Martin Stranzl (u.a. Borussia Mönchengladbach) sowie Geschäftspartner Sebastian Küppers gegründet. „Ich bin 2.0 Automotive sehr dankbar, dass sie Eric und mir diese Wiedervereinigung als Teamkollegen ermöglichen“, sagt Hessel.

Dreimal Wittmann in Zolder

Zu einer Familienangelegenheit wird das Rennwochenende in Zolder für den zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann. Der 29-Jährige, der vor zwei Wochen beim Saisonauftakt in Hockenheim am Samstag im BMW M4 DTM das erste Rennen der neuen Turbo-Ära souverän gewann, wird das Geschehen bei den Tourenwagen Classics aufmerksam verfolgen. Vater Herbert und Bruder Nico treten dort unter der Bewerbung „Wittmann Motorsport“ an – natürlich mit einem BMW. Der Wittmann-M3 von 1989 wurde früher unter anderem von Profi Dieter Quester (AUT) in der DTM gefahren.

„Es ist schon eine lustige Geschichte für mich zu wissen, dass am Rennwochenende in Zolder auch mein Vater und mein Bruder auf der Rennstrecke unterwegs sein werden“, sagt Marco Wittmann. „Die Tourenwagen Classics haben sich großartig entwickelt, und es sind tolle Autos und sehr prominente Fahrer am Start. Ich bin gespannt, wie die beiden sich schlagen werden. Drei Wittmanns am gleichen Rennwochenende auf der Strecke, darauf freue ich mich sehr!“

Insgesamt sind 29 Tourenwagen aus den 1980er- und 90er Jahren für den Saisonauftakt der Tourenwagen Classics in Zolder gemeldet. Das Gros bilden BMW M3 (E30) aus den 80ern, aber Fans können sich auch auf Klassiker wie den Ford Sierra RS500, den Mercedes 190E 2.5-16 oder einen Opel Astra DTM freuen.