Sonntag, 5. Mai 2019

DTM: Ergebnis – 2. Rennen, Hockenheim (Top-Ten)

Renè Rast siegt im  zweiten Rennen am Hockenheimnring
Foto: Jens Hawrda
01. René Rast (GER), Audi, 37 Runden in 58.53,819 Min.
02. Nico Müller (SUI), Audi, + 11,922 Sek.
03. Robin Frijns (NED), Audi, + 12,184 Sek.
04. Philipp Eng (AUT), BMW), + 17,952 Sek.
05. Bruno Spengler (CAN), BMW, + 22,769 Sek.
06. Timo Glock (GER), BMW, + 37,615 Sek.
07. Paul Di Resta (GBR), Aston Martin, + 37,920 Sek.
08. Marco Wittmann (GER), BMW, + 44,294 Sek.
09. Jamie Green (GBR), Audi, + 47,031 Sek.
10. Joel Eriksson (SWA), BMW, + 49,079 Sek. 


Schnellste Rennrunde: Pietro Fittipaldi (BRA), Audi RS 5 DTM, 1.30,401 Min.

Pole-Position: Philipp Eng (AUT), BMW M4 DTM, 1:28,972 Min.


Wetter: 10–13°C, bedeckt


Strecke: 14–15°C, trocken

René Rast triumphiert im DTM-Krimi von Hockenheim

  • Audi-Pilot René Rast gewinnt von Startplatz 16 mit cleverer Zwei-Stopp-Strategie
  • Nach Dauer-Duell: Nico Müller und Robin Frijns komplettieren reines Audi-Podium
  • Paul Di Resta sammelt erste Führungsrunden für Aston Martin – Platz sieben

Renè Rast fährt von Startplatz 16 auf Platz 1
Foto: Jens Hawrda

Mit Köpfchen und Knöpfchen zum ersten Saisonsieg: René Rast (GER, Audi) hat im Sonntagsrennen der DTM auf dem Hockenheimring eine Aufholjagd der Superlative abgeliefert. Der DTM-Champion von 2017 war lediglich vom 16. Startplatz aus ins Rennen gegangen, nutzte eine Safety-Car-Phase für einen Extra-Stopp und deklassierte mit dem zusätzlichen Satz frischer Hankook-Slicks die Konkurrenz. Stets eine bis eineinhalb Sekunden schneller als seine Gegner, überholte auch mit dem Einsatz von DRS („Drag Reduction System“) einen Konkurrenten nach dem anderen. Nico Müller (SUI, Audi) und Robin Frijns (NED, Audi) fuhren nach packenden Positionskämpfen mit Philipp Eng (AUT, BMW) auf das Podium.

Auf Regen folgt Sonne: Philipp Eng – Pechvogel, Pole-Position, und beinahe aufs Podium
Für Philipp Eng entwickelte sich der Rennsonntag zur Wiedergutmachung für einen verkorksten Samstag. Nachdem der Österreicher mit Sensorik-Problemen im Motorenumfeld in regennassen Bedingungen zu den Verlierern am Samstag zählte, brachte Sonnenschein am Sonntag das Glück zurück. Am Vormittag fuhr Eng auf die Pole-Position, startete furios ins Rennen und führte es lange Zeit an. Nach dem Pflichtstopp musste er allerdings den Audi-Fahrern Rast, Müller und Frijns den Vortritt lassen. Als bester BMW-Vertreter blieb ein starker vierter Rang.

Auch Aston Martin schrieb die Geschichte des guten Einstandes vom Samstag fort: Paul Di Resta (GBR) stoppte unmittelbar vor dem Einsatz des Safety-Cars und profitierte damit von seiner idealen Position auf der Strecke. Ab Runde 24 sammelte der Schotte die ersten Führungskilometer mit dem neuen Hersteller in der DTM. Auch Di Resta entschied sich für eine Zwei-Stopp-Strategie und fuhr so auf Rang sieben.

Stimmen nach dem Rennen:

René Rast, Sieger
"Was für ein Rennen, unglaublich! Eines der besten meiner Karriere. Mit dem Sieg hatte ich vorher nicht gerechnet. Wir haben in der Safety-Car-Phase einen zusätzlichen Stopp eingelegt und waren anschließend mit frischen Reifen deutlich überlegen. In zwei Runden durch das gesamte Feld zu pflügen hat natürlich richtig Spaß gemacht. Das wollen die Fans sehen. Und der Renngott war heute auf unserer Seite und hat uns gewinnen lassen." 

Nico Müller, 2. Platz
"Zu Beginn habe ich versucht, ruhig zu bleiben und die Dinge sich entwickeln zu lassen. Ich wusste nicht, was ich vom Rennen zu erwarten hatte. Als ich gemerkt habe, dass ich vom Tempo vorn dabei war, habe ich versucht, mir die Reifen einzuteilen. Der Neustart nach der Safety-Car-Phase ist mir gut gelungen. Dazu hat mein Team einen herausragenden Job beim Pflichtstopp gemacht. So haben wir eine Position gutgemacht." 

Robin Frijns, 3. Platz
"Mein Start war alles andere als gut und ich bin auf Platz acht zurückgefallen. Doch dann war mein Renntempo gut und ich konnte wieder auf- und überholen, als andere mehr Probleme mit dem Reifenmanagement hatten als ich selbst. Ich habe die Duelle sehr genossen. Platz drei ist ein gutes Resultat und ich bin sehr zufrieden."

Philipp Eng Schnellster im zweiten Qualifying auf dem Hockenheimring

Philipp Eng (BMW M4 DTM)
Foto: BMW-Motorsport
BMW-Fahrer Philipp Eng schrieb heute am Hockenheim Geschichte als er die schnellste je gefahrene Runde mit einem geschlossenen Rennauto fuhr. 

Er führ im Zeittraining für das heutige zweite DTM-Rennen als Einziger eine Zeit unter 1:29 Minuten, als er sich mit 1:28,972 Minuten die Pole-Position sicherte. Der gestrige Rennsieger Marco Wittmann komplettierte die komplette erste Startreihe für BMW mit einer Zeit von 1:29,388 Minuten. Die zweite Startreihe ist mit den Abt-Audi-Teamkollegen Robin Frijns und Nico Müller auf den Plätzen drei und vier komplett in Audi-Hand.  Damit zeigt sich Audi wieder eine starke Mannschaftsleistung.

Samstag, 4. Mai 2019

Doppelpodium für den neuen Audi RS 5 DTM

  • Regen und Kälte beim Saisonstart der DTM in Hockenheim
  • Mike Rockenfeller und Robin Frijns auf den Plätzen zwei und drei
  • René Rast kämpft bis kurz vor Rennende um den Sieg

Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda
Audi ist auf dem Hockenheimring mit einem Doppelpodium in die neue Turbo-Ära der DTM gestartet. Bei Regen und Kälte belegten Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) und Robin Frijns (Audi Sport Team Abt Sportsline) die Plätze zwei und drei. Der große Pechvogel beim ersten Renneinsatz des neuen Audi RS 5 DTM war René Rast (Audi Sport Team Rosberg).

Vom vierten Startplatz kämpfte sich der DTM-Champion des Jahres 2017 bei den nasskalten Bedingungen auf Platz zwei nach vorn und machte anschließend Jagd auf den Führenden Marco Wittmann im BMW. Der Audi-Pilot schien gute Karten zu haben, seinen siebten DTM-Sieg in Folge zu feiern, als er sechs Runden vor Schluss mit einem Defekt am Antriebsstrang seines Audi RS 5 DTM ausrollte.

„Das war natürlich extrem schade“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „René hat um den Sieg gekämpft und Marco (Wittmann) ordentlich unter Druck gesetzt. Wir müssen damit leben und werden morgen neu angreifen. Heute war es ein Rennen unter sehr schwierigen Bedingungen vom Anfang bis zum Ende. Wir haben mit Mike und Robin zwei Fahrer auf das Podium gebracht, dazu Loïc (Duval) auf Platz fünf. Das ist insgesamt ein gutes Ergebnis.“

Mike Rockenfeller startete mit seinem Audi RS 5 DTM neben Marco Wittmann aus der ersten Reihe, nachdem er die Pole-Position nur um 66 Tausendstelsekunden verpasst hatte. Im Rennen haderte er mit seinem ersten Reifensatz. „Anders als im Qualifying hatte ich kaum Grip“, sagte Rockenfeller. „Woran das lag, weiß ich nicht. Mit dem zweiten Reifensatz war wieder alles okay, aber zu diesem Zeitpunkt war der Sieg schon verloren. Es war trotzdem ein guter Saisonstart. Es ist schön, auf dem Podium zu stehen, und ich freue mich über gute Punkte.“

Robin Frijns gelang mit seinem Audi RS 5 DTM ein Blitzstart, mit dem er sich vom fünften auf den zweiten Platz verbesserte, dann aber hinter Rast und Rockenfeller zurückfiel. „Die Bedingungen waren speziell am Anfang wirklich extrem“, sagte Frijns. „Umso mehr freue ich mich über das Podium.“

Loïc Duval und Nico Müller holten mit den Plätzen fünf und acht ebenfalls Punkte für Audi. Jamie Green musste sich nach einem Kupplungsproblem mit Rang zwölf begnügen.

Das Kundenteam WRT Team Audi Sport holte beim ersten Einsatz in der DTM gleich einen Punkt: Pietro Fittipaldi beendete sein DTM-Debüt auf Platz zehn.

Geschichtsträchtiger Sieg in Hockenheim: Marco Wittmann gewinnt für BMW das erste Rennen der neuen Turbo-Ära in der DTM

Marco Wittmann holt ersten Sieg der neuen DTM-Ära
Foto: BMW-Motorsport
BMW Motorsport hat erneut DTM-Geschichte geschrieben: Marco Wittmann (GER) vom BMW Team RMG konnte auf dem Hockenheimring (GER) am Samstag das erste Rennen der Saison 2019 und damit zugleich das erste Rennen der neuen Turbo-Ära der DTM gewinnen. Im Schaeffler BMW M4 DTM zeigte der zweimalige Champion bei nassen Bedingungen eine fehlerfreie Vorstellung und sicherte sich nach der Poleposition auch den Sieg im Rennen. Für Wittmann war es der insgesamt zwölfte Triumph seiner Karriere, zum 82. Mal überquerte ein BMW in der DTM auf Platz eins die Ziellinie. Zugleich war es der perfekte Auftakt für das Jubiläum zu 50 Jahren BMW Turbo Power im Motorsport.  

Timo Glock (GER) verpasste im JiVS BMW M4 DTM als Vierter nur knapp eine weitere Podiumsplatzierung für BMW. In der ersten Runde war er von einem Konkurrenten umgedreht worden, bewies danach aber Kampfgeist und machte Platz um Platz gut. Auch BMW Neuzugang Sheldon van der Linde (RSA) konnte bei seinem Debüt auf Anhieb Punkte sammeln. In seinem Shell BMW M4 DTM sicherte er sich Position sechs. Direkt dahinter auf Platz sieben folgte der BMW Bank M4 DTM von Bruno Spengler (CAN). 

Joel Eriksson (SWE) kam im CATL BMW M4 DTM auf dem 13. Rang ins Ziel. Philipp Eng (AUT) wurde 14., nachdem er aufgrund eines Sensorikproblems in der Motorperipherie seines ZF BMW M4 DTM keine gezeitete Runde im Qualifying hatte absolvieren können und von Platz 17 ins Rennen gegangen war.