Samstag, 6. April 2019

GT-Masters: Kelvin van der Linde - Der Titel soll wieder her

  • Champion von 2014 will zum zweiten Mal ADAC GT Masters-Meister werden
  • Südafrikaner startet im Audi von Neueinsteiger HCB-Rutronik Racing

Kelvin van der Linde
Foto: Jens Hawrda
Audi-Fahrer Kelvin van der Linde (22/ZA, HCB-Rutronik Racing) startet 2019 im ADAC GT Masters mit HCB-Rutronik Racing für ein neues Team. Im Interview erklärt der Meister von 2014, warum er für sich und seinen neuen Teamkollegen Patric Niederhauser (27/CH) gute Titelchancen sieht und was den neuen Audi R8 LMS besser macht. Seinen ersten offiziellen Auftritt mit dem neuen Rennstall hat van der Linde in der kommenden Woche (8./9. April) beim offiziellen Vorsaisontest in Oschersleben. Dort findet vom 26. bis 28. April auch der Saisonauftakt der "Liga der Supersportwagen" statt. Die Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

2014 fuhr Kelvin van der Linde als Nobody und Serienneuling zusammen mit René Rast auf Anhieb zum Titelgewinn im ADAC GT Masters. Kein Meister war bisher jünger als der damals 18-Jährige. Seitdem zählt er zu den absoluten Topfahrern der Serie. Im vergangenen Jahr verpasste der Audi-Sport-Pilot zusammen mit Bruder Sheldon seinen zweiten Titel um lediglich einen Punkt. In dieser Saison startet der Südafrikaner erstmals für Neueinsteiger HCB-Rutronik Racing. 

Wie kam es zum Wechsel zu HCB-Rutronik Racing?

Van der Linde: "Ich kenne das Team schon länger, da ich für deren Event-Abteilung gearbeitet habe. Dabei haben wir eine gute Beziehung aufgebaut. Das Programm von HCB-Rutronik Racing ist sehr interessant, daher wollte ich gerne ein Teil davon sein." 

Das ADAC GT Masters ist eine der härtesten Rennserien überhaupt. Wie schnell wird sich HCB-Rutronik Racing in der Rennserie einleben?

"Der Audi R8 LMS ist ein Auto, mit dem auch ein neues Team schnell um Siege kämpfen kann. Das ist mir zum Beispiel bereits 2017 mit Aust Motorsport gelungen. Mit Patric Niederhauser habe ich in diesem Jahr einen guten Teamkollegen, daher rechne ich damit, auch in diesem Jahr schon bald wieder um vordere Positionen zu kämpfen." 

Wie sehen Sie aufgrund Ihrer Erfahrung und Erfolge Ihre Rolle im Team? 

"Ich fahre jetzt mein sechstes Jahr im ADAC GT Masters und weiß daher natürlich, wie die Serie funktioniert und worauf es ankommt, wenn man gewinnen will. Ich habe das Team bei den Tests im Winter unterstützt, was sich hoffentlich ausgezahlt hat. Ich war auch in die Auswahl der anderen Fahrer involviert. Ich denke, wir haben da zusammen eine gute Wahl getroffen." 

Mit Carrie Schreiner fährt für HCB-Rutronik die einzige Frau im ADAC GT Masters 2019. Wie sehen Sie ihre Chancen in ihrer Debütsaison?

"Carrie ist eine aufstrebende junge Fahrerin, die sicher eine große Zukunft im Motorsport haben wird. Sie hat sich bei den Testfahrten im Winter sehr weiterentwickelt. Ich denke, dass sie einige gute Ergebnisse einfahren wird." 

Was sind für Sie als Fahrer die größten Unterschiede zwischen der Evo-Version des Audi R8 LMS und der letztjährigen Variante?

"Optisch orientiert sich der neue R8 LMS am neuen R8-Serienmodell. Das neue Auto ist vor allem reifenschonender. Davon werden wir im ADAC GT Masters profitieren, da im Rennen nur ein Reifensatz erlaubt ist." 

Mit Patric Niederhauser haben Sie einen neuen Teamkollegen. Wie gut kennen Sie ihn und wie schätzen Sie ihn ein?

"Ich kenne Patric aus der Saison 2017, als wir Teamkollegen bei Aust Motorsport waren. Ich halte seitdem sehr viel von ihm und wollte immer mit ihm zusammen fahren. Nun ist diese Gelegenheit gekommen. Er ist sehr schnell, sehr clever und hat schon viele Erfahrungen im Motorsport gesammelt. Ich denke, wir bilden ein gutes Team." 

Was sind Ihre Ziele für die Saison? 

"Mein Ziel ist ganz klar: Im vergangenen Jahr haben wir den Titel um einen Punkt verpasst. Daher haben wir noch eine Rechnung offen."

Freitag, 5. April 2019

Schaeffler wird neuer BMW M Motorsport Premium Partner in der DTM

Design des Schaeffler  BMW M4 DTM von Marco Wittmann
Bild: BMW-Motorsport
BMW Motorsport geht mit einem neuen starken Partner in die DTM-Saison 2019. Im Rahmen einer langfristigen Kooperationsvereinbarung wird die Schaeffler AG aus Herzogenaurach (GER) neuer BMW M Motorsport Premium Partner in der DTM. Der Schaeffler BMW M4 DTM wird in diesem Jahr an allen 18 Rennen teilnehmen. Er zeigt die auffällige grüne und weiße Farbgebung des Automobil- und Industriezulieferers und wird vom zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann (GER) vom BMW Team RMG gefahren.

Die Schaeffler AG leistet mit ihren hochpräzisen Komponenten und Systemen in Motor-, Getriebe- und Fahrwerksanwendungen sowie Wälz- und Gleitlagerlösungen für eine Vielzahl industrieller Anwendungen bereits jetzt einen entscheidenden Beitrag für "Mobility for Tomorrow". Das Unternehmen Schaeffler zeichnet sich seit seinen Anfängen durch wegweisende Innovationen und globale Kundenorientierung aus.
Design des Schaeffler BMW M4 DTM
Bild: BMW-Motorsport
„Genau wie wir ist Schaeffler ein wahrer Global Player in Bezug auf Automobile und Motorsport. Dies ist eine perfekte Kombination “, sagte BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt. „Es ist immer wichtig, mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten und Verbindungspunkte für eine umfassende Zusammenarbeit zu schaffen, die über das einfache Branding hinausgeht. Bei Schaeffler ist dies sicherlich der Fall. Die beiden Unternehmen haben bereits eine sehr enge Beziehung in der Produktion, und wir erweitern diese jetzt auf die Rennstrecke. “

Matthias Zink, CEO Automotive OEM bei Schaeffler, erklärt: „Ein erfolgreiches Engagement in einer Reihe von Rennserien ist für Schaeffler seit vielen Jahren von großer Bedeutung - und die neue Zusammenarbeit mit BMW Motorsport in der DTM ermöglicht es uns, unsere Marktabdeckung zu erweitern. Die DTM ist und bleibt eine starke Plattform mit guten Zukunftsperspektiven. Aufgrund jahrzehntelanger vertrauensvoller Zusammenarbeit freuen wir uns darauf, gemeinsam mit BMW eine neue Ära des Engagements in dieser Serie zu beginnen. “


Donnerstag, 4. April 2019

Erster Auftritt des neuen Audi RS 5 DTM

Aral Ultimate Audi RS 5 DTM #4 (Audi Sport Team Abt Sportsline), das Fahrzeugdesign
 mit dem Robin Frijns in der Saison 2019 unterwegs sein wird
Copyright: Audi Communications Motorsport 
Bei einem PR-Event in München hat am Donnerstagabend der neue Audi RS 5 DTM in seiner finalen Spezifikation seinen ersten öffentlichen Auftritt. Gezeigt wird das Einsatzauto von Robin Frijns. Der Niederländer geht in der Saison 2019 für das Audi Sport Team Abt Sportsline im blauen Aral Utlimate Audi RS 5 DTM an den Start. Aral Ultimate ist bereits im 14. Jahr der exklusive Kraftstoff der DTM.

In seiner ersten DTM-Saison stand Frijns im vergangenen Jahr zweimal auf dem Podium. „Ich habe viel gelernt, vor allem, was ich im Auto brauche, um schnell zu sein“, sagt der Niederländer. „In der DTM geht es sehr um Details in Sachen Set-up und wie das Auto auf Änderungen reagiert. Jeder fährt etwas anders und braucht etwas anderes. Ich musste da erst meinen Weg finden. In der zweiten Saisonhälfte lief es deutlich besser.“

Deshalb geht Frijns voller Zuversicht in seine zweite DTM-Saison: „Ich weiß einfach viel mehr als Anfang 2018. Die Lernkurve wird nicht mehr so steil sein, auch wenn wir ein neues Auto, neue Turbomotoren und mehr Power haben. Es wird sehr interessant und die Reifen werden eine noch härtere Zeit haben als bisher ...“

Erfolgreiches Streckendebüt des neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01

Nächster Meilenstein für das Mercedes-Benz EQ Formel E Team: Erste Ausfahrt des neuen Autos im italienischen Varano

  • Stoffel Vandoorne und Venturi-Fahrer Edoardo Mortara absolvieren erste Testkilometer mit dem Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01
  • Das Auto legte beim Shakedown und an den ersten beiden Testtagen insgesamt 527 km zurück
  • Toto Wolff: „Wir haben nicht nur einen wichtigen Meilenstein erreicht, sondern auch eine solide Basis für die Weiterentwicklung gelegt.“

Erste Testkilometer des Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01
Foto: Mercedes-Motorsport / Sebastian Kawka
Das Renndebüt des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams rückt näher. In der vergangenen Woche absolvierte das Team den nächsten Meilenstein auf dem Weg zu seinem ersten Renneinsatz in der ABB FIA Formel E Saison sechs. Im italienischen Varano absolvierten Stoffel Vandoorne und Edoardo Mortara am vergangenen Mittwoch bis Freitag die erste Ausfahrt des neuen Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 01.

Edoardo Mortara ging in den vergangenen beiden Jahren für Mercedes-AMG Motorsport in der DTM an den Start und ist dem Team weiterhin verbunden. Bei den Testfahrten in Varano sprang der Venturi-Pilot für Gary Paffett ein, der bei der Intercontinental GT Challenge in Laguna Seca im Einsatz war.

Am ersten Tag stand ein Filmtag mit dem neuen Auto auf dem Programm, in dessen Zuge das Team gemäß Reglement maximal 50 Kilometer zurücklegen durfte. Alles in allem absolvierte das neue Fahrzeug an den ersten Testtagen 527 km. Das Ziel war es, so viele Informationen und Daten wie möglich über die erste Version der Power Unit und des restlichen Antriebs zu sammeln.

„Wenn ein neues Rennauto zum ersten Mal zum Leben erwacht und auf die Strecke hinausfährt, ist das stets ein ganz besonderer Moment“, sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. „Damit haben wir nicht nur einen wichtigen Meilenstein für unser noch junges Team erreicht, sondern auch eine solide Basis für die Weiterentwicklung gelegt. Bis zu unserem Renndebüt beim Saisonstart Ende dieses Jahres liegt aber noch viel Arbeit vor uns.“

„Wir sind mit dem Verlauf unseres ersten Tests mit dem neuen Auto sehr zufrieden“, sagte Ian James, Managing Director von Mercedes-Benz Formula E Ltd. „Die ersten Testtage in Varano waren ein sehr wichtiger Schritt in der Entwicklung unseres Teams. Dabei kamen Experten von unseren Standorten in Affalterbach, Brackley, Brixworth und Stuttgart zusammen, die nach erfolgreicher Arbeit als Mitglieder eines Teams wieder abreisten – es war die Geburtsstunde des Mercedes-Benz EQ Formel E Teams. In den kommenden Wochen und Monaten werden noch viele weitere Meilensteine auf dem Weg zu unserem ersten Rennen folgen.“

Mittwoch, 3. April 2019

Vorhang auf für die neue ADAC GT4 Germany

  • Über 20 GT4-Fahrzeuge beim Vorsaisontest
  • Medientag am 8. April läutet Premierensaison ein

Ab 2019 startet die ADAC GT4 Gemany
Foto: ADAC-Motorsport / Gruppe C GmbH
Nur noch wenige Tage bis zum ersten Schlagabtausch in der ADAC GT4 Germany. Am 8. und 9. April geht die neue Rennserie beim offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben erstmals auf die Rennstrecke. Einen ersten Ausblick auf die ADAC GT4 Germany gibt es dabei sogar schon am Sonntag, 7. April. Im Rahmen des Auto Frühlings und des Tags des Motorsports des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in der Motorsport Arena präsentiert sich die neue Serie zwischen 17.00 und 18.00 Uhr bereits auf der Rennstrecke. Der Saisonstart der ADAC GT4 Germany findet dann vom 26. bis 28. April an gleicher Stelle im Rahmen des ADAC GT Masters statt. 

Insgesamt stehen den Teams zwischen Sonntag und Dienstag beim Vorsaisontest sieben Stunden Streckenzeit zur Verfügung. Dabei gibt es einen Ausblick auf das Feld der ADAC GT4 Germany, mehr als 20 der bis zu 500 PS starken GT4-Renner von Aston Martin, McLaren, Mercedes-AMG und Co. werden erwartet. Zusammen mit der ADAC GT4 Germany testet am Montag und Dienstag auch das ADAC GT Masters, am Dienstag und Mittwoch die ADAC Formel 4 und die ADAC TCR Germany. 

Fans sind an allen drei Tagen in der Motorsport Arena herzlich willkommen. Am Sonntag (7. April) ist der Eintritt während des Arena Autofrühlings sogar frei. An den Folgetagen sind Tagestickets zum Preis von jeweils 5 Euro an der Tageskasse erhältlich.