Mittwoch, 28. November 2018

DTM: Rookies und Routiniers testen den Audi RS 5 DTM

Loïc Duval, Audi Sport RS 5 DTM #28 (Audi Sport Team Phoenix)
Copyright: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Insgesamt sechs Fahrer bekommen die Gelegenheit, den Audi RS 5 DTM auf der Rennstrecke zu testen. Einer der Piloten, die vom 10. bis 12. Dezember im spanischen Jerez Erfahrung im 2018er-DTM-Audi sammeln dürfen, ist der 27 Jahre alte Rallycross-Star Andreas Bakkerud. Ebenfalls zum Einsatz kommen der dreimalige Le-Mans-Sieger und ehemalige Champion der Japanischen Super GT, Benoît Tréluyer (42), der im Kundensport-Programm von Audi Sport erfolgreiche Belgier Frédéric Vervisch (32) sowie der junge Italiener Mattia Drudi (20), der in dieser Saison bei Starts im Audi R8 LMS für Audi Sport Italia einen starken Eindruck hinterlassen hat. Auch zwei Formel-3-Fahrer werden hinter dem Steuer des über 500 PS starken Audi Platz nehmen: der Österreicher Ferdinand Habsburg (21) und Jonathan Aberdein (20) aus Südafrika. Außerdem wird das Team WRT um Teamchef Vincent Vosse erstmals die Möglichkeit nutzen, beim Test dabei zu sein, um sich auf die neue Herausforderung einzustellen.

Dienstag, 27. November 2018

IDM 2019: ADAC kehrt mit dem Junior Cup zurück

Der ADAC-Junior Cup startet ab 2019 wieder im Rahmen der IDM
Foto: ADAC-Motorsport
Der renommierte ADAC Junior Cup powered by KTM geht 2019 wieder im Rahmen der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) an den Start. Die deutlich gestiegene Attraktivität und das vermehrte Zuschauerinteresse an Deutschlands höchster Straßenrennsportserie für Motorräder haben Europas größten Mobilitätsclub nach drei Jahren zur Rückkehr mit der Nachwuchsklasse bewegt. Der Schulterschluss mit dem ADAC erstreckt sich 2019 zunächst auf drei IDM-Veranstaltungen: Lausitzring (17.-19. Mai 2019), Most (9.-11. August 2019) und das Hockenheim-Finale (27.-29. September 2019). Außerdem startet der ADAC Junior Cup powered by KTM im Rahmen der German Speedweek Oschersleben (6.-9. Juni 2019), wo auch alle IDM-Prädikatsklassen um Meisterschaftspunkte kämpfen.

Die Zusage des ADAC verleiht der IDM unter der Leitung der Motor Presse Stuttgart als Promoter noch mehr Rückenwind. Die Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer aus dem ADAC Junior Cup powered by KTM  bekommen wiederum die Chance, im deutschsprachigen Umfeld zu fahren und direkte Kontakte für ihren nächsten Karrieresprung zu knüpfen. Die Cup-Teilnehmer sind zwischen 13 und 21 Jahren alt. Sie fahren auf Einzylinder-Viertaktern von KTM mit einer Motorleistung von rund 40 PS. Bei jeder IDM-Veranstaltung werden zwei Wertungsläufe ausgetragen.

Samstag, 24. November 2018

Formel-E: Interview mit António Félix da Costa

António Félix da Costa: "Mit dem BMW iFE.18 haben wir etwas sehr Aufregendes geschaffen."


Antònio Felix da Costa
Foto: Jens Hawrda
Beim Eröffnungsrennen in Ad Diriyah (KSA) startet das Team von BMW i Andretti Motorsport am 15. Dezember in die erste Saison der ABB FIA Formel E-Meisterschaft. BMW-Werksfahrer António Félix da Costa (POR) hat die Serie aus der 1. Staffel gekannt. Nun eröffnet er zusammen mit BMW und Andretti Motorsport ein neues Kapitel. Im Interview spricht er über die beeindruckende Entwicklung der Formel E und die neuen Herausforderungen mit dem BMW iFE.18 in der fünften Saison.

António, Saison 5 der ABB FIA Formel E-Meisterschaft, markiert Ihre fünfte Saison in dieser Serie. Wie hat es sich von Anfang an entwickelt?

António Félix da Costa: „Von Anfang an dabei zu sein, war es wirklich beeindruckend, das Wachstum und die Veränderungen in der Formel E in den letzten vier Saisons zu sehen. Es begann mit etwas, an das die Leute nicht wirklich glaubten, einschließlich mir selbst, und nun möchte jeder Fahrer ein Teil davon sein. Aber nicht nur das, schauen Sie sich an, wie professionell es ist, wie viele Top-Hersteller gekommen sind, wie viele Fans anwesend sind und wie viele Sponsoren beteiligt sind. Es ist wirklich das Interesse der Motorsportwelt geweckt. Es war eine wirklich gewaltige Reise für uns alle und es ist jetzt eine Serie, die jeder ernst nimmt. Es ist wirklich sehr groß geworden. “

Was ändert sich für Sie persönlich, wenn BMW als Hersteller einsteigt?

Félix da Costa: „Als BMW-Werksfahrer in der Formel E zu sein, habe ich von Anfang an angestrebt. Ich hoffte von der ersten Staffel, dass BMW eines Tages involviert sein würde, und jetzt, in der fünften Staffel, treten sie richtig ein. Es sind eigentlich alle Teile des Puzzles, die zusammenkommen. Es ist schön, wenn Sie einen Plan haben und es klappt. Ich freue mich sehr auf diese Saison - ich hoffe, dass wir gemeinsam viel erreichen können. “
Antònio Felix da Costa beim Test in Valnecia
Foto: BMW-Motorsport
Wie kann sich die Meisterschaft mit dem Einstieg von BMW und anderen Herstellern verbessern?

Félix da Costa: „Ein großer Faktor für den Erfolg der Meisterschaft war die Anzahl der Hersteller. BMW ist ein sehr erfolgreicher Hersteller auf der ganzen Welt und in den fünften und sechsten Staffeln werden weitere große Spieler, darunter Porsche, Mercedes, Audi, Nissan und Jaguar, auf Kurs kommen. Es ist sehr aufregend, für jede Serie dieses Interesse und Engagement von Branchenführern zu haben, was auf eine sehr starke Zukunft hindeutet. “

Wie aufregend ist es, Teil eines ganz neuen Projekts wie dem BMW iFE.18 zu sein?

Félix da Costa: „Es ist wirklich spannend, Teil von etwas Neuem zu sein. Ich bin noch jung und ziemlich frisch mit einem Hersteller, daher ist es großartig, ein neues Projekt in einem Unternehmen wie BMW entwickeln zu können. In München sind viele Spitzenleute engagiert, die sich sehr darauf freuen, dass dieses Baby geboren wird und so schnell wie möglich wächst. “

Wie fühlt es sich an, den BMW iFE.18 zu fahren?

Félix da Costa: „Das neue Auto hat sich vom ersten Tag an sehr gut angefühlt. Das Fahrverhalten ist wirklich gut. Natürlich waren wir, wie alle anderen in der Startaufstellung, besorgt darüber, wie wir uns gegen unsere Konkurrenten behaupten würden, aber wir sind beim Test in Valencia aufgetaucht und haben gezeigt, dass wir ein leistungsfähiges und zuverlässiges Auto haben. Mit dem BMW iFE.18 haben wir etwas sehr Aufregendes geschaffen und ich kann es kaum erwarten, in der fünften Saison an den Start zu gehen. “

Wie viel kann Ihre Arbeit auf der Rennstrecke zu den nächsten Generationen von Elektroautos beitragen?

Félix da Costa: „Mit dem Formula E-Projekt können sich BMW für sich selbst mehr herausfordern. Das Rennprogramm gibt ihnen eine Testumgebung, ein Labor für die Entwicklung des elektrischen Antriebsstrangs. Wir ermutigen die Entwickler von Straßenfahrzeugen, ihre Entwicklungswerkzeuge so aggressiv wie möglich voranzutreiben. Ich denke, die Formel E hat BMW bereits dabei geholfen, die Messlatte für E-Mobility zu setzen, und ich denke, dass dies dazu beitragen wird, sie in den nächsten Jahren noch weiter anzuheben. “

Wie viel Spaß macht ein Elektroauto?

Félix da Costa: „Elektrische Straßenautos sind cool, lustig und aufregend. Ich denke, die Formel E ist eine fantastische Art, dies zu zeigen. In der Formel E müssen wir unsere Energie bewältigen, um zum Ende zu kommen, aber dies ist eine zusätzliche Motivation für uns. Unser Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken, und wenn wir dazu neue Fahrstile lernen, können wir dies im Alltag auf die Straße bringen. “

Zurück zum Rennsport: Was sind die wichtigsten technischen Unterschiede zwischen dem BMW iFE.18 und dem Gen1?

Félix da Costa: „Das Auto der zweiten Generation sieht viel schöner aus - es ist ein großer Schritt nach vorne, wie futuristisch und aggressiv es aussieht. Technisch gesehen haben wir mehr Kraft und mehr Reichweite, was den Wagenwechsel während des Rennens überflüssig macht. Außerdem haben wir das Brake-by-Wire-System. Dies ist für uns ein großer Schritt nach vorne, da die Softwareseite das gesamte Bremsen und Abbremsen des Autos steuern kann und wann wir bremsen, wie viel Regeneration in die Batterie zurückfließt. “

Können Sie bitte die neuen Regeln für die Leistungsmodi erläutern?

Félix da Costa: „Während der Rennen werden wir jetzt mit 200 kW laufen. Dies war unsere Qualifikation aus dem vergangenen Jahr. Im Qualifying stehen uns jetzt sogar 250 kW zur Verfügung. In diesem Jahr wird es auch einen 'Angriffsmodus' geben: Sie müssen etwas offline gehen, um ihn auszulösen, dann haben Sie eine bestimmte Zeit, die Sie mit 225 kW laufen können. Dadurch können wir schneller vorgehen, angreifen, verteidigen und die Menschen dazu ermutigen, während des gesamten Rennens unterschiedliche Strategien zu verfolgen. “

Was sind die besonderen Herausforderungen, die Sie als Fahrer und das Auto auf den engen und oft holprigen Straßenkursen stellen müssen?

Félix da Costa: „Straßenkurse sind für Rennfahrer immer eine große Herausforderung. Traditionell hatten wir nur ein oder zwei Rennen pro Jahr, aber mit der Formel E ist fast jedes Rennen eine Straßenbahn, eine unglaubliche neue Herausforderung. Ich habe die Straßenrunden immer geliebt und hatte schon vor der Formel E große Erinnerungen daran, dass sie den Grand Prix von Macau zweimal gewonnen und in Monaco auf dem Podium gestanden haben. Ich gehe wirklich gerne auf holprigen Tracks ohne Platz für Fehler. “

Was erwarten Sie allgemein von Ad Diriyah und der Saison?

Félix da Costa: „Der Test in Valencia verlief für uns gut. Die Ergebnisse des Tests gibt uns viel Selbstvertrauen, aber wir müssen demütig bleiben. Unsere Konkurrenten sind extrem stark, deshalb gehen wir mit Ad Diriyah vorsichtig um. Wir sind nicht wirklich sicher, was von der Veranstaltung zu erwarten ist, aber wir gehen mit so viel Kraft und Motivation an, wie wir können, und dann werden wir unsere Ziele und Erwartungen für die Saison von dort aus aufbauen.

Mittwoch, 21. November 2018

Robert Renauer: „Der ADAC GT Masters-Titel ist das Nonplusultra“

  • ADAC GT Masters-Champions Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Doppelinterview
  • Porsche-Piloten gewinnen 2018 erstmals die „Liga der Supersportwagen“
Foto: ADAC-Motorsport

Vor genau 50 Tagen sicherten sich Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (24/F, beide Precote Herberth Motorsport) den Titel im ADAC GT Masters. Die Porsche-Piloten blicken noch einmal auf das Jahr zurück, erzählen, wie sie das dramatische Saisonfinale in Hockenheim erlebt haben und geben einen Ausblick auf 2019. 

Wie lebt es sich als ADAC GT Masters-Meister? Welche Bedeutung hat der Titelgewinn für Sie?

Robert Renauer: „Es war und ist ein tolles Gefühl, den Titel gewonnen zu haben. Für unser Team ist er das Nonplusultra, vor allem, wenn man sieht, wen wir geschlagen haben. Das Starterfeld im ADAC GT Masters ist mit Werksfahrern und großen, namhaften Teams wirklich stark besetzt.“

Mathieu Jaminet: „Der Titel ist mein erster im GT-Sport, daher bedeutet er mir wirklich viel. Ich glaube, es gab in diesem Jahr keine härtere GT-Rennserie. 30 Fahrzeuge innerhalb einer Sekunde gab es nirgendwo anders. Aber es ist auch toll, den Titel mit Robert und Herberth Motorsport gewonnen zu haben. Wir waren das vielleicht kleinste Team, Robert hat teilweise sogar als Mechaniker mitgeholfen. Mit diesem tollen Familienteam das ADAC GT Masters zu gewinnen, macht mich schon stolz.“

Das Finalwochenende in Hockenheim war sehr dramatisch. Wie haben Sie es erlebt? 

Renauer: „Es war nervenaufreibend. Der Samstag lief gut, wir haben unsere Tabellenführung ausgebaut. Doch nachdem wir im Qualifying am Sonntag kein gutes Timing hatten und nur den zehnten Startplatz einfahren konnten, während unser stärkster Titelkonkurrent auf der Pole-Position stand, kam ich schon ins Grübeln. Aber nach dem Start sah es für uns schon wieder ganz anders aus, man braucht halt auch etwas Rennglück. Und das muss man sich auch erst mal verdienen, was uns, denke ich, auch gelungen ist. Denn wir haben das ganze Jahr über einen guten Job gemacht. Ich war froh, dass ich den zweiten Stint gefahren bin. Am Kommandostand zu stehen und nicht mehr eingreifen zu können, ist schrecklich für jeden Fahrer. Gerade wenn von hinten noch die Corvette eine Aufholjagd startet und die Brüder van der Linde vorne sind.“

Jaminet: „Ich saß beim Finalrennen an der Boxenmauer und habe es kaum ausgehalten. Ich hatte Angst, dass noch irgendetwas passiert. Die letzten zehn Minuten waren sicherlich die stressigsten der ganzen Saison. Die übrige Zeit des Wochenendes war ich dagegen zuversichtlich und sehr fokussiert, ohne mir große Gedanken zu machen – auch nach dem Qualifying für das zweite Rennen. Ich wusste, wir hatten nicht die beste Ausgangssituation, aber ich habe mir gedacht: ‚Es ist immer noch alles möglich.‘ Und das hat sich dann auch bewahrheitet.“
Foto: ADAC-Motorsport

Sie bekamen nach dem Finale sicher viele Glückwünsche. Gab es welche, die Sie besonders überrascht oder gefreut haben? 

Renauer: „Ich habe mich sehr über die Nachricht am Abend von Maxi Götz gefreut, der mit uns um den Titel gekämpft hat. Sie war für mich sehr emotional und bewegend, wir kennen uns schließlich schon ewig und haben oft auf der Strecke gegeneinander gekämpft. Es war vor allem schön zu hören, dass uns fast alle den Titel gegönnt haben. Das ist in dem Geschäft auch nicht selbstverständlich.“

Jaminet: „Bei mir war es ähnlich. Auch ich habe zahlreiche Glückwünsche von Fahrern oder Teams bekommen, die ich schon länger nicht mehr gesehen habe. Es ist wirklich schön, wenn man sieht, dass der Erfolg auch von anderen Leuten gewürdigt wird. Wer mir zum Bespiel auch gratuliert hat, war Jules Gounon, der 2017 das ADAC GT Masters gewonnen hat. Er hatte mir vorher schon Glück gewünscht und gesagt, dass ich die Tradition der französischen Meister fortsetzen müsse.“ 

Wenn Sie zurückblicken, was war letztendlich der Schlüssel zum Titelgewinn? 

Renauer: „Ganz klar unsere Konstanz. Wir haben zwar nicht die meisten Siege oder Podien geholt, sind aber in 14 Rennen neun Mal in die Top Fünf gefahren. Damit das im ADAC GT Masters gelingt, darf man sich wirklich keinen Fehler erlauben. Es beginnt mit einem guten Qualifying und auch die Boxenstopps müssen perfekt klappen.“ 

Jaminet: „Wir waren immer vorn dabei, das war das Entscheidende. Wir hatten in der Saison auch Glück, aber wenn man so regelmäßig punktet, ist der Erfolg erarbeitet. Es gab wohl kaum ein Auto, dass in den Rennen so sauber durchgekommen ist wie unseres. Wir waren sicher über das Jahr gesehen nicht die Schnellsten, aber wir haben die wenigsten Fehler gemacht.“ 

Was war für Sie der Höhepunkt der Saison? 

Renauer: „Zandvoort war sicherlich ein Highlight. Ich hatte leider am Freitagvormittag einen Unfall, bei dem unser Auto recht stark beschädigt wurde. Wir mussten deswegen eine Nachtschicht einlegen. Das Auto war schon am Samstag eine Rakete, aber wir haben es noch nicht umsetzen können, aber am Sonntag haben wir dann unseren einzigen Saisonsieg geholt.“

Jaminet: „Der Sieg in Zandvoort war auf jeden Fall ein Highlight. Wir haben hart dafür gearbeitet. Vor dem Wochenende hatten wir nicht unbedingt damit gerechnet, da die Strecke dem Porsche nicht so liegt. Für mich war es der erste Sieg seit dem Saisonauftakt 2017, daher wurde es auch mal wieder Zeit. Zudem habe ich die Pole-Position geholt und bin die schnellste Rennrunde gefahren – ein perfekter Tag. Wir haben aber auch sonst viele tolle Rennen gehabt – wie zum Beispiel in Most, wo wir zwei Mal Dritte wurden und unsere meisten Punkte holten.“ 

Gab es denn auch ein Rennen oder ein Wochenende, in dem gar nichts ging? 

Renauer: „Für mich war der Nürburgring ein Tiefpunkt, da wir dort nicht wussten, warum das Auto nicht funktionierte. Wir haben viel ausprobiert, aber es ging einfach nicht viel voran. Das war sicherlich unser schwächstes Wochenende. Aber im Schnitt haben wir eine sehr ordentliche Saison hingelegt.“

Jaminet: „Der Samstag am Sachsenring war hart, ein Desaster. Das Auto hat gut funktioniert, aber wir konnten das nicht in ein gutes Ergebnis ummünzen. Aber dann haben wir uns auf Sonntag konzentriert und mit Platz vier die Tabellenführung zurückerobert. Aber wir hätten an dem Wochenende deutlich mehr Punkte holen können.“

Die Saison war extrem ausgeglichen. Wen würden Sie rückblickend als härtesten Gegner im Titelkampf bezeichnen? 

Renauer: „Für mich waren es Maximilian Götz und Markus Pommer. Sie waren immer vorn dabei. Vor allem ihre Qualifyingergebnisse waren absolute Spitze. Für mich war Maxi zusammen mit Mathieu fahrerisch der Beste im Feld.“

Jaminet: „Ich sehe es ähnlich. Götz war sicher unser stärkster Gegner. Er war überall schnell und hat keine Fehler gemacht. Am Ende hatten er und Pommer jedoch viel Pech. Sie hätten es auch verdient gehabt, den Titel zu gewinnen. Die Corvette war sicher auf dem Papier das stärkste Auto, aber sie hatte zu viele Nuller.“ 

Können Sie schon einen Ausblick auf 2019 geben? Werden wir Sie zusammen in der Startnummer 1 sehen? 

Renauer: „Das wäre natürlich toll, aber es ist noch zu früh, eine konkrete Aussage zu treffen. Unser Programm wird sicherlich ähnlich aussehen wie in diesem Jahr. Mit dem Erfolg im Rücken werden wir mit vielen Leuten sprechen. Vielleicht klappt es, ein zweites Auto an den Start zu bringen. Das würden wir gerne machen. Wir bekommen im Dezember wohl unser erstes Modell des neuen Porsche 911 GT3 R und wollen damit beim 24 Stunden-Rennen in Daytona starten. Das Fahrzeug ist nahezu komplett neu entwickelt, daher ist es gut, schon früh viel Erfahrung zu sammeln.“

Jaminet: „Auch bei mir ist es noch zu früh, um etwas für 2019 zu verkünden. Ich führe Gespräche mit Porsche, aber es ist noch nichts entschieden. Aber es wäre toll, wenn ich auch 2019 für Precote Herberth Motorsport fahren könnte.“

Dienstag, 20. November 2018

Das Rahmenprogramm der DTM 2019 steht

  • Rückkehr: Porsche Carrera Cup gleich sechsmal bei der DTM am Start
  • Weltpremiere: W Series für Frauen exklusiv bei der DTM
  • Lautstarke Mischung: Formel 3, BOSS GP, Tourenwagen Classics, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Lotus Cup Europe, Belcar Endurance Championship
Die Tourenwagen Classics sind auch 2019 fester Bestandteil des Rahmenprogramms der DTM
Foto: dtm.com

Das Rahmenprogramm der DTM-Saison 2019 ist bereits sechs Monate vor dem Saisonstart nahezu ausgebucht: Motorsport-Fans können sich an den neun Rennwochenenden ein abwechslungsreiches Programm auf der Rennstrecke freuen. Drei Tage lang gilt von morgens bis abends das DTM-Motto „Laut. Nah. Dran.“ – und zwar auch dann, wenn die DTM gerade nicht fährt. Die Zeitpläne sind prall gefüllt mit qualitativ hochwertigen Rennserien.

„Mit der Einführung der über 600 PS starken Vierzylinder-Turbomotoren läutet die DTM 2019 eine neue Ära ein. Die Fans an den Rennstrecken können sich auf noch aufregenderes Racing als bisher freuen. Das gilt auch für das Rahmenprogramm“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der DTM-Dachorganisation ITR GmbH. Frederic Elsner, Head of Operations & Event bei der ITR, fügt hinzu: „Die DTM-Events warten 2019 mit hochklassigen Rahmenrennserien auf. Wir freuen uns sehr, dass wir diesbezüglich im nächsten Jahr deutlich mehr zu bieten haben als zuletzt.“

Comeback: Porsche gibt Vollgas bei der DTM

Mit der Verkündung des DTM-Kalenders 2019 beim Saisonfinale vor wenigen Wochen hatte die ITR bereits die Formel 3 sowie die W Series als festen Bestandteil der Veranstaltungen verkündet. Nun sind nahezu alle Events komplett. Besonders bemerkenswert: Der Porsche Carrera Cup feiert nach einjähriger Pause sein Comeback bei der DTM. An gleich sechs Rennwochenenden werden Porsche Markenpokale im Rahmenprogramm der DTM auftreten. Der Porsche Carrera Cup Deutschland trägt Rennen bei der DTM am Hockenheimring (Saisonauftakt) und am Norisring aus. In Zolder, Assen und am Nürburgring bereichert der Porsche Carrera Cup Benelux das DTM-Programm. In Misano ist der Porsche Carrera Cup France mit von der Partie.

Freuen dürfen sich DTM-Fans auch auf eine echte Weltpremiere. Die neu geschaffene, internationale W Series trägt ihre Rennen zunächst exklusiv bei der DTM aus. In baugleichen Formel-Fahrzeugen kämpfen junge Fahrerinnen aus der ganzen Welt nicht nur um Pole-Positions und Siege, sondern auch um ein Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar, um sich für höhere Aufgaben im internationalen Motorsport zu empfehlen. Die Autos werden von 4-Zylinder-Turbomotoren mit 1,8 Litern Hubraum angetrieben und entsprechen den neuesten Sicherheitsanforderungen des Automobil-Weltverbands FIA. Die W Series ist bei den ersten sechs Veranstaltungen (Hockenheim, Zolder, Misano, Norisring, Assen und Brands Hatch) mit dabei.

Immer dabei: die Formel 3

Fester Bestandteil des DTM-Rahmenprogramms 2019 ist die neu ausgeschriebene Formel-Serie der ITR-Tochter Formel 3 Vermarktungs GmbH, in der Fahrzeuge der diesjährigen Formel-3-Europameisterschaft zum Einsatz kommen. Die Formel 3 wird bei allen DTM-Rennwochenenden jeweils drei Rennen austragen.

Nach dem erfolgreichen Debüt 2018 kehrt der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup gleich fünf Mal ins Rahmenprogramm der DTM zurück (Hockenheim Auftakt und Finale, Misano, Lausitzring und Nürburgring). Beim Comeback der DTM in Zolder sorgt die Belcar Endurance Championship mit ihrem abwechslungsreichen Starterfeld an GT-Tourenwagen für einen sportlichen Leckerbissen. Richtig laut wird es in Assen. Bei der DTM-Premiere auf der niederländischen Strecke ist die Rennserie BOSS GP mit von der Partie. Das Akronym steht für „Big Open Single Seater“ und schließt Formel-Fahrzeuge verschiedener Serien ein: Formel 1, GP2, World-Series-by-Renault, IndyCar und Formula Superleague.

Wie auch 2018 ist das Tourenwagen Classics in der kommenden Saison zweimal mit von der Partie. DTM-Klassiker der Achtziger- und Neunzigerjahre sorgen am Lausitzring und am Nürburgring für Nostalgie. Dreimal ist der beliebte Lotus Cup Europe bei zu Gast (Assen, Brands Hatch, Nürburgring).

Ticket-Vorverkauf hat bereits begonnen

Ein DTM-Wochenende ist nicht nur pures Racing, sondern ein großartiges Erlebnis für die ganze Familie. Neben etablierten Attraktionen wie Pit View, Fan Village und Fan Terrace, sorgen Konzerte und Autogrammstunden für jede Menge gute Unterhaltung und Abwechslung. Der Ticket-Vorverkauf für alle Rennwochenenden der Saison 2019 hat bereits begonnen. Bestellt werden können Tickets über die offizielle Homepage www.DTM.com/tickets und die DTM-Ticket-Hotline 0180 6 386386 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus dem deutschen Mobilfunknetz) montags bis freitags jeweils von 8:00 bis 18:00 Uhr. Die Rennen der DTM-Saison 2019 werden live in SAT.1 gezeigt.

Die DTM-Termine 2019 (mit Rahmenprogramm)

3.–5. Mai: Hockenheimring (GER) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

17.–19. Mai: Circuit Zolder (BEL) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Benelux, Belcar Endurance Championship

7.–9. Juni: Misano World Circuit (ITA) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup France, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup

5.–7. Juli: Norisring (GER) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Deutschland

19.–21. Juli: TT Circuit Assen (NED) 
W Series, Formel 3, Porsche Carrera Cup Benelux, Lotus Cup Europe, BOSS GP

10.–11. August: Brands Hatch (GBR) 
W Series, Formel 3, Lotus Cup Europe

23.–25. August: Lausitzring (GER) 
Formel 3, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics

13.–15. September: Nürburgring (GER) 
Formel 3, Porsche Carrera Cup Benelux, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, Tourenwagen Classics, Lotus Cup Europe

4.–6. Oktober: Hockenheimring (GER) 
Formel 3, Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup, t.b.a.