Mittwoch, 22. August 2018

Eine unbekannte Strecke, ein anderer Zeitplan und zwei Nachtrennen: Mercedes-AMG Motorsport erwartet in Misano ein neues Abenteuer

  • DTM-Debüt auf dem 4,226 km langen „Misano World Circuit Marco Simoncelli”
  • Premiere: Die ersten beiden Nachtrennen (Samstag und Sonntag jeweils um 22:30 Uhr) in der 30-jährigen Teamgeschichte für den Mercedes-AMG C63 DTM. In der Saison 2003 gab es auf dem Nürburgring schon einmal ein Super-Pole-Qualifying bei Nacht.
  • Mercedes-AMG Motorsport führt nach sechs von zehn Rennwochenenden die Fahrer-, Konstrukteurs- und Teamwertung an
  • Weitere Statistiken zur Strecke und der 30-jährigen DTM-Geschichte der Marke finden Sie in unseren Race Facts (hier herunterladen)
  • Ulrich Fritz: „Misano ist ein kleines Abenteuer. Ähnlich wie in Brands Hatch hat noch kein Hersteller Erfahrungen auf dieser Strecke sammeln können.“

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennwochenende in Misano

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (37 Jahre, England):
„Ich bin heiß auf Misano. Dort erwartet uns eine ganz neue und schwierige Herausforderung. Wir kennen die Strecke noch nicht, da die DTM dort noch nie zuvor gefahren ist. Es ist ein bisschen wie in Brands Hatch, allerdings kannten wir die Strecke dort ein bisschen besser. Zudem absolvieren wir in Misano zwei Nachtrennen, was es bislang noch nicht gegeben hat. Bisher sind wir nur im Training bei Nacht gefahren. Vielleicht hilft mir in der Nacht meine Erfahrung vom 24-Stundenrennen in Spa. Dennoch wird es eine sehr schwierige Aufgabe, aber ich freue mich darauf. Das Auto war bislang in dieser Saison fantastisch, auch zuletzt in Brands Hatch, wo das Team beide Rennen gewonnen hat. Mein Ziel für dieses Wochenende ist, eine gute Punkteausbeute mitzunehmen und meine Führung in der Meisterschaft auszubauen.“
 
Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland):
„Ich blicke dem Rennwochenende voller Vorfreude entgegen. Italien hat schon immer einen besonderen Platz in meinen Herzen, da dort ein Großteil meiner Familie herstammt. Die Nachtrennen sind komplettes Neuland für die DTM und die Strecke könnte sich als knifflig erweisen. Nach meinem Sieg am Sonntag in Brands Hatch möchte ich den Titelkampf jetzt richtig in Schwung bringen und so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Hoffentlich befinden wir uns vor der großen Unbekannten in Misano in guter Form. Ich freue mich jedenfalls auf die Herausforderung.“
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer (23 Jahre, Österreich):
„Misano ist wieder eine neue Strecke im DTM-Rennkalender. Aber es ist irrsinnig cool, dass wir dort zum ersten Mal zwei Nachtrennen fahren. Ich gehe sehr offen an diese Herausforderung heran. Zunächst werde ich versuchen, die Strecke ordentlich zu lernen, um danach wieder ein gutes Wochenende abzuliefern. Jetzt freue ich mich auf die DTM-Nachtrennpremiere in Misano und weitere coole Fights.“
 
Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien):
„Ich bin gespannt darauf, ein Rennwochenende in Italien zu bestreiten. Ich lebe zwar in Genf, aber Misano ist für mich als Italiener ein richtiges Heimrennen. Nach zwei schwierigen Wochenenden in Zandvoort und Brands Hatch hoffe ich, dass ich in Misano wieder an die Leistungen der vorherigen Rennen anknüpfen kann. Meine Motivation stimmt vor all den italienischen Fans auf jeden Fall.“
 
Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland):
„Ich bin mega gespannt auf das erste DTM-Nachtrennen. Das wird bestimmt etwas ganz Besonderes. Ich bin ja schon in der Formel 1 bei Dunkelheit gefahren, aber im DTM-Auto wird es eine neue Erfahrung für mich und sicher auch richtig cool. Zudem freue ich mich sehr auf Italien. Ich mag das Land und die Menschen dort sehr. Es wird sicher ein tolles Rennwochenende.“
 
Daniel Juncadella (27 Jahre, Spanien):
„Misano wird für alle eine riesige Herausforderung. Es ist eine neue Strecke in der DTM, auf der noch nicht viele Fahrer ein Rennen bestritten haben. Das könnte mir entgegenkommen, da ich im vergangenen Jahr dort schon mit dem Mercedes-AMG GT3 gefahren bin. Gleichzeitig freue ich mich schon sehr auf die ersten beiden Nachtrennen in der Geschichte der DTM. Das wird sicher eine richtig coole Sache.“

IDM-Fans erwartet auf dem Lausitzring ein Nonstop-Programm

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit, vom 24.-26. August 2018 gastiert die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft auf dem Lausitzring. Die Fans erwartet ein PS-Spektakel der Extraklasse mit Stars und Sternchen aus ganz Europa. Die Motor Presse Stuttgart hat als Promotor ein Non-Stop-Programm auf die Beine gestellt.
Foto: Jens Hawrda

IDM Superbike 1000

Die IDM fährt auf dem Lausitzring in die zweite Saisonhälfte und noch immer gibt es Überraschungen. Während der kurzen Sommerpause hat sich das Fahrerkarussell gedreht. In der IDM Superbike 1000, der höchsten deutschen Klasse auf zwei Rädern mit hochgezüchteten Motorrädern von BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha, die über 200 PS Leistung haben, gibt es völlig neue Konstellationen. Danny de Boer, der im Vorfeld der Saison von vielen Teams umworben wurde und dann bei Yamaha unterschrieb, dort aber nach nur einer Veranstaltung wieder ausstieg, kehrt auf Kawasaki in die IDM zurück. Die Grünen haben sich einvernehmlich vom französischen Langstrecken-Weltmeister Mathieu Gines getrennt. Nach dem letzten Rennen auf dem Schleizer Dreieck gehen auch Honda und Jan Halbich getrennte Wege. Der Tscheche ersetzt im Kawasaki Schnock Team Motorex die verletzte Lucy Glöckner. Sie muss einen gebrochenen Lendenwirbel auskurieren. Honda wiederum hat den italienischen Aufsteiger Allessandro Polita verpflichtet. Und für Suzuki Alber-Bischoff fährt statt des Rookies Janusch Prokop, der in finanziellen Schwierigkeiten steckt, der Brite Jordan Weaving.
 
An der Spitze bei BMW ist dagegen alles beim Alten. Ilia Mikhalchik vom Team alpha racing-Van Zon-BMW hat seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut und liefert sich ein Wettrennen mit Bastien Mackels von Wilbers-BMW. Zwischen dem Ukrainer und dem Belgier liegen 17 Punkte Abstand. Nur ein kleiner Fehler – und sofort kann sich das Blatt wieder wenden. Dass der Titel unter den BMW-Fahrern ausgemacht wird, daran gibt es keinen Zweifel. Zum Zünglein an der Waage, wer am Ende ganz oben steht, könnte inzwischen der Schleizer Julian Puffe werden, ebenfalls BMW-Fahrer und Mikhalchiks Teamkollege. Er glaubt seit der letzten Veranstaltung jetzt mit dem Spitzenduo mithalten zu können. Puffe ist der derzeit Gesamt-Dritter. Auf dem vierten Rang liegt mit Stefan Kerschbaumer (MPB-Racing) der erste Yamaha-Fahrer. Fünfter ist Dominic Schmitter auf der HPC-Power-Suzuki. Der Schweizer hat WM-Erfahrungen. Außer Kawasaki hat bisher jede Marke einen Podiumsplatz verbuchen können. Ändert Danny de Boer das jetzt?
 
IDM Supersport 600
 
In der IDM Supersport 600 trifft die Konkurrenz mit Motorrädern aufeinander, die etwa 135 PS Leitung haben und 270 km/h Spitze fahren. Die Motorräder von Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha sind schon lange auf dem Markt und technisch ausgereizt. Die Leistungsdichte ist enorm. In der von Yamaha dominierten Klasse liefern sich Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Team) und Kevin Wahr (mvr-Racing) einen Schlagabtausch. Wahr schien schon ins Hintertreffen geraten zu sein, ist aber nach einem Teamwechsel völlig neu durchgestartet und hat mit einem Sieg bereits wieder Boden gutgemacht. Die Rechnung wird aber nicht ohne Dennis Lippert und Marc Buchner gemacht, die ebenfalls schon auf dem Podest standen. Viel Bewegung im Feld ist auch dank der Superstock 600-Piloten vorhanden. Sie dürfen nicht so viel an den Serienmotorrädern ändern und werden getrennt gewertet.
 
IDM Supersport 300
 
In der IDM Supersport 300 tummeln sich die jungen Wilden. Sie ist die Einstiegsklasse auf der internationalen Bühne. Das Einstiegsalter liegt laut FIM-Reglement bei 15 Jahren. In der kleinsten IDM-Klasse ist 2018 erstmals auch KTM als Partner vertreten. Um zwischen den einzelnen Motorradkonzepten Chancengleichheit herzustellen, gibt es Gewichts- und Drehzahllimits für die einzelnen Modelle. Victor Steeman aus den Niederlanden und Toni Erhard führen die Wertung an. Den beiden KTM-Fahrern folgt mit Dion Otten der erste und einzige Honda-Fahrer im Feld. Auf dem Lausitzring haben sie nur ein Ziel: Gewinnen und den WM-Fahrer Jan-Ole Jähnig schlagen. Jähnig, der Nachwuchsfahrer vom Freudenberg WorldSSP Team, tritt so oft wie möglich auch in der IDM an und lässt sich auch die Lausitzring-Runde nicht entgehen, obwohl er schon einen Tag später in der Frühe schon wieder im portugiesischen Portimao zum offiziellen WM-Training am Start sein muss.
 
IDM Sidecar
 
Tradition verpflichtet. Somit ist auch wie immer die IDM Sidecar am Start. Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (LCR F1 Suzuki) sind auf dem besten Weg der Titelverteidigung. Eine große Rolle spielt dabei jedoch, wie der Einspruch des Teams Josef Sattler/Uwe Neubert (Adolf RS1 F1 BMW) beim Sportgericht ausgeht. Der bayrisch-sächsischen Kombination war in Zolder wegen technischer Unstimmigkeiten ein Sieg aberkannt worden. Aber auch wenn sich nichts ändert, ist das Duo noch in der Lage, den Titel aus eigener Kraft zu gewinnen. Die Gesamt-Dritten André Kretzer/Björn Bosch (LCR F1 Suzuki) haben wiederum mehr damit zu tun, sich die weiteren Verfolger vom Leib zu halten.
 
Umfangreiches Rahmenprogramm
 
Auf dem Lausitzring steppt der Bär am IDM-Wochenende, denn im Rahmenprogramm tragen auch der Twin Cup 700 sowie der Suzuki GSX-R 1000-Cup jeweils zwei Rennen aus. Die Zuschauer erwartet ein Non-Stop-Programm auf und neben der Rennstrecke. Bei den öffentlichen Pressekonferenzen erfahren die Fans genau, was im Rennen zwischen den Beteiligten passierte. Und beim Pitwalk mit Autogrammstunde gibt es eine Nähe zu den Idolen wie sonst nirgendwo. Tickets für das PS-Spektakel gibt es ab 19,00 Euro. Der Eintritt für das ganze Wochenende kostet 35,00 Euro. Die Preise gelten für Zuschauer ab 18 Jahren, darunter ist der Eintritt frei.

Montag, 20. August 2018

Premiere in Italien: Audi RS 5 DTM startet erstmals bei Nachtrennen

  • Erstes DTM-Rennen unter Flutlicht
  • Start am Samstag und am Sonntag jeweils um 22.30 Uhr (MESZ)
  • kabel eins überträgt aus Misano Adriatico live
Foto: Audi-Motorsport
Auf DTM-Champion René Rast und seine Fahrerkollegen wartet an diesem Wochenende eine ganz neue Herausforderung: Das Team von Audi Sport startet beim ersten DTM-Rennen unter Flutlicht. Im italienischen Badeort Misano Adriatico werden am Samstag und Sonntag (25./26. August) jeweils ab 22.30 Uhr (MESZ) die ersten beiden Nacht­rennen der DTM-Geschichte ausgetragen.
 
2003 wurde das Qualifying auf dem Nürburgring nach Einbruch der Dunkelheit absolviert, die Nase vorn hatte damals ein 25-jähriger Youngster namens Mattias Ekström am Steuer eines Abt-Audi TT-R. Ein offizielles DTM-Rennen bei Nacht gab es dagegen noch nie – bis jetzt. Beim Italien-Comeback der DTM starten erstmals beide Rennen nach Sonnenuntergang.
 
Schauplatz der Premiere ist der Misano World Circuit Marco Simoncelli bei Rimini. Der Austragungsort des Grand Prix von San Marino der MotoGP verfügt über Flutlicht und ist deshalb für Nacht­rennen bestens geeignet. Unvergessen ist das dortige, denkwürdige Rennen der Deutschen Supertourenwagen-Meisterschaft 1999, das Christian Abt mit einem Audi A4 quattro gewann. Bei großer Hitze konnte er den Opel von Uwe Alzen kurz vor dem Ziel überholen.
 
Damals wurde in Misano noch gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Heute befahren die Teams die 4,226 Kilometer lange Strecke im Uhrzeigersinn. Laut Simulation erreicht der Audi RS 5 DTM dort eine Höchstgeschwindigkeit von rund 250 km/h. Die meisten Kurven sind mittelschnell. „Die Ausnahme ist eine megaschnelle Kurve zum Ende der Runde“, sagt René Rast.
 
Der Audi-Pilot kennt Misano auch von Einsätzen im GT3-Rennwagen Audi R8 LMS, ebenso wie seine Markenkollegen Robin Frijns und Jamie Green. Der Brite Green gewann erst im Juni dieses Jahres in Misano einen Lauf der Italienischen GT-Meisterschaft und absolvierte dort auch schon einen Sichttest bei Nacht. „An einigen Stellen war es trotz Flutlicht ganz schön dunkel“, sagt der Audi-Pilot, der 2008 in Mugello Sieger des bisher letzten DTM-Rennens in Italien war. „Im Gegensatz zu einem GT3-Auto haben unsere DTM-Autos nur Tagfahrlicht, sind aber viel schneller. Da braucht es noch weitere Ausleuchtung, sonst könnte es heikel werden.“

Um die Instrumente und Schalter besser erkennen zu können, sind die Cockpits beleuchtet. Audi nutzt dabei dasselbe Schwarzlicht, das schon in den LMP1-Rennwagen der Marke bei den 24 Stunden von Le Mans zum Einsatz kam. Fans an der Rennstrecke und vor den TV-Bildschirmen dürfen sich zudem über fluoreszierende Startnummern und Partnerlogos auf den sechs Audi RS 5 DTM freuen.
 
Neben den ersten beiden Nachtrennen der DTM-Geschichte wartet in Misano Adriatico noch ein weiteres Highlight auf die Besucher: Am Samstagabend gibt die italienische Rocksängerin Gianna Nannini ab 20.30 Uhr ein eineinhalbstündiges Konzert im Fahrerlager. Auch das DTM-Debüt des Italieners Alessandro Zanardi sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit.
„Wir freuen uns schon sehr auf diesen tollen Event“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Die Nachtrennen sind Neuland und in Misano hat niemand Erfahrung mit einem aktuellen DTM-Auto. Selbst am späten Abend rechnen wir noch mit hohen Temperaturen. Unser Ziel ist, an die zuletzt guten Leistungen von Zandvoort und Brands Hatch anzuknüpfen und den Fans eine gute Show zu bieten.“
 
ran racing überträgt die beiden Nachtrennen der DTM am Samstag- und am Sonntagabend in Deutschland zur besten Sendezeit jeweils ab 22.15 Uhr (MESZ) live auf kabel eins.

Sonntag, 19. August 2018

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

  • Mercedes-AMG-Piloten Assenheimer/Marciello werden Zweite
  • Götz/Pommer bauen Tabellenführung aus
  • Rang drei für Porsche-Duo de Leener/Bachler

Das Podium vom Sonntagsrennen
Foto: ADAC-Motorsport
Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

Die Tabellenführer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) kamen als Vierte ins Ziel und bauten damit ihren Punktevorsprung von sieben auf acht Zähler auf die neuen Gesamtzweiten Renauer/Jaminet aus. 

Unzufrieden mit ihrem Ergebnis waren die Fünftplatzierten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck) im zweiten Mercedes-AMG von Mann-Filter Team HTP Motorsport. Das Duo war aus der ersten Startreihe gestartet, verlor aber bereits beim Start eine Position und fiel nach den Boxenstopps um zwei weitere Ränge zurück. Auf Platz sechs führten Ricardo Feller (18/CH) und Christopher Haase (30/Kulmbach, beide BWT Mücke Motorsport) eine Gruppe von gleich sieben Audi R8 LMS an. Rang sieben ging an ihre Teamkollegen Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) vor Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel, beide Team ISR). Neunte wurden Jeffrey Schmidt (24/CH) und DTM-Star Jamie Green (36/GB, beide BWT Mücke Motorsport). Den letzten Punkt sammelten die Audi-Fahrer Florian Spengler (30/Ellwangen) und Dries Vanthoor (20/B). 

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung ging wie beim Saisonauftakt in Oschersleben an die ADAC GT Masters-Neueinsteiger Jan-Erik Slooten (33/Neuss) und Lucas Luhr (39/Ermatingen, beide IronForce by RING POLICE). 

Stimmen der Sieger

Mathieu Jaminet
(Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R): "Das Rennen war perfekt: Pole-Position, schnellste Rennrunde und Sieg - mehr geht nicht. Unser Auto war heute sehr gut, und wir haben keine Fehler gemacht. Wir freuen uns schon auf die nächsten Rennen, aber heute wird erst mal gefeiert." 

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R:"Das war ein tolles Happy End für ein Wochenende, das schwierig begonnen hatte. Ich habe den Jungs am Freitag leider ziemlich viel Arbeit beschert. Im ersten Rennen gingen wir noch leer aus, aber heute haben wir maximal gepunktet. Das Auto war sehr, sehr stark. Mathieu hat mit der Pole-Position den Grundstein für den Sieg gelegt. Wir konnten im Rennen dann unseren Vorsprung verwalten."

Engstler und Hyundai mit Debütsieg in der ADAC TCR Germany

  • Luca Engstler siegt vor seinem Markenkollegen Coicaud und Audi-Fahrer Langeveld
  • Niels Langeveld damit neuer Tabellenführer
  • Luke Wankmüller erobert Führung in der Honda Rookie Challenge
Das Podium vom Sonntagsrennen
Foto: Gruppe C Photography
Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) hat seinen Premierensieg in der ADAC TCR Germany gefeiert und dem neuen Hyundai i30 N TCR zugleich den ersten Erfolg beschert. Der 18-Jährige gewann das zehnte Saisonrennen in Zandvoort von der Pole Position aus vor seinem Markenkollegen Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) und Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) im Audi RS3 LMS. Langeveld, Sieger des ersten Rennens am Samstag, übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung. „Wahnsinnig, nach dem etwas frustrierenden Wochenende auf dem Nürburgring mit den Problemen im Qualifying jetzt hier ganz oben zu stehen, ist ein Wahnsinnsgefühl“, sagte Luca Engstler, der in der Gesamtwertung als Dritter nur 22 Punkte Rückstand auf Langeveld hat: „Ich kann mich nur bei meinem Team bedanken. Wir sind alle mehr als happy. Im ersten Training hatten wir hier auch Pech, danach hat uns etwas der Speed gefehlt. Aber dann das Rennen zu gewinnen, ist umso schöner.“

Rookie Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) wurde im Opel Astra TCR Vierter und hatte damit ebenfalls allen Grund zum Feiern. Der 17-Jährige übernahm erneut die Führung in der Honda Rookie Challenge von Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance), der nach einem Kontakt in der Anfangsphase des Rennens mit Niels Langeveld weit zurückfiel und das Rennen auf Platz 21 beendete. Wankmüller hat in der Honda Rookie Challenge, deren Sieger am Ende der Saison einen neuen Honda Civic erhält, nun 2,5 Punkte Vorsprung auf Hesse.

Als Fünfter kam Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR ins Ziel, dahinter folgten Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) im Opel, Simon Reicher (18, Österreich, YACO Racing) im Audi, Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing) im Audi, Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) im VW Golf GTI TCR und Dominik Fugel (22, Chemnitz, Team Honda ADAC Sachsen) in einem weiteren Honda. 

Luca Engstler, der als Zehnter des Qualifyings von der Pole Position startete, kam gut weg und verteidigte seine Führung auf den ersten Metern. Dahinter gelang vor allem Théo Coicaud ein sehr guter Start. Der Franzose war bereits eingangs der ersten Kurve Dritter hinter Cupra-Fahrer Loris Prattes (17, Neuhemsbach, TOPCAR Sport). Dahinter reihten sich Reicher und Wankmüller ein. Wenig später kam es zum Kontakt zwischen Hesse und Langeveld, das Safety Car kam auf die Strecke.

Beim Restart behauptete Luca Engstler seine Führung, und Coicaud schob sich nach der StartZiel-Geraden in der ersten Kurve an Prattes vorbei. Während die beiden Hyundai vorne das Tempo bestimmten, arbeitete sich Niels Langeveld im Audi Schritt für Schritt durchs Feld. Zunächst überholte er Antti Buri, wenig später passierte er Simon Reicher und auch Opel-Fahrer Harald Proczyk, mit dem er sich bis dato die Tabellenführung geteilt hatte. Auch Mike Halder und Rookie Luke Wankmüller konnten Langeveld nicht halten. Der Niederländer, der von Platz zehn gestartet war, war innerhalb von nur 13 Minuten auf Rang drei vorgefahren. Von den zahlreichen Überholmanövern des Niederländers hatten derweil Engstler und Coicaud profitiert und sich ein Polster herausgefahren. Langeveld holte jedoch Schritt für Schritt auf und schloss in der Schlussphase zu Coicaud auf. Der Franzose aber verteidigte sich stark und ließ Langeveld keine Chance zum Überholen. Vorne eilte Engstler seinem ersten Sieg fehlerfrei entgegen.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Théo Coicaud (Zweiter, Frankreich, Hyundai Team Engstler): „P1 und P2 – das perfekte Ergebnis für uns an diesem Tag. Das Team versteht den Hyundai immer besser und macht einen überragenden Job. Heute war ein fantastischer Erfolg für uns. Den zweiten Platz habe meinem guten Start und dem Überholmanöver nach dem Safety Car zu verdanken.“

Niels Langeveld (Dritter, Niederlande, Racing One): „Perfekt, ich bin super happy mit dem Ergebnis, aber vor allem mit dem Speed. Wir waren unglaublich schnell, das Team hat einen überragenden Job gemacht. Jetzt bin ich in der Gesamtwertung vorne, und natürlich will ich an der Spitze bleiben. Das ist genau wie die Frage, ob Tweety gelb ist – die Antwort ist klar!“

Luke Wankmüller (Bester Rookie, Straubenhardt, HP Racing International): „Es ist wie PingPong zwischen Max und mir. Die Führung in der Honda Rookie Challenge wechselt ständig, es bleibt bis zum Schluss spannend. Die beiden Hyundai und Niels Langeveld konnte ich nicht halten, die waren einfach zu schnell. Ich bin mein eigenes Rennen gefahren, habe versucht, die Reifen zu schonen und bin vollkommen zufrieden mit meinem Ergebnis.“